Der Startschuss. Die erste Attacke. Es ist der Beginn einer der größten Sport-Sensationen der vergangenen Jahre. Einer märchenhaften Geschichte. Eines unglaublichen Sieges. Einer 136 Kilometer langen Fahrt. Einer Fahrt zum Olympiasieg.
3:52:45 Stunden nach dieser Attacke fährt Anna Kiesenhofer auf der Zielgeraden des Fuji International Speedway. Allein. Immer wieder schüttelte sie den Kopf. Sie überquert den Zielstrich - mit 75 Sekunden Vorsprung - steigt vom Rad und lässt sich auf den Boden fallen. Es ist einer der Momente dieser Olympischen Spiele von Tokio.
„Selbst als ich die Ziellinie überquert hatte, war ich unsicher, ob das Rennen wirklich vorbei war. Ich wusste in dem Moment eigentlich gar nichts. Ich bin einfach drauf losgefahren, ohne festes Ziel“, sagte sie in Tokio. „Erst hinter der Ziellinie habe ich realisiert, was ich geschafft habe.
Rund eine Minute danach fährt eine der Top-Favoritinnen über die Ziellinie - jubelnd: Annemiek van Vleuten. Vor dem Rennen war klar: Der Olympiasieg führt nur über die Niederländerinnen. Doch die Fahrerinnen in Orange gewährten der dreiköpfigen Spitzengruppe bis zu zehn Minuten Vorsprung.
40 Kilometer vor dem Ziel attackierte Anna Kiesenhofer ihre beiden Begleiterinnen Omer Shapira und Anna Plichta. Beide wurden eingeholt. Auf den letzten Kilometern setzte sich van Vleuten von den anderen Favoritinnen ab und kam als Solistin ins Ziel.
Van Vleutens niederländische Teamkollegin Anna van der Breggen äußerte sich zur Siegerin: „Ich glaube, niemand hatte sie auf der Rechnung - ich kenne sie nicht. Wir dachten, wir machen alles richtig.
Anna Kiesenhofers Sieg war nicht nur einer des Muts und des Könnens - sondern auch einer gegen das „Establishment“ des Radsports. Gegen die Besten. Gegen Attitüden. Keine der Top-Fahrerinnen im Peloton wollte sich „opfern“, um die Lücke zu der kleinen Gruppe zu schließen.
Als promovierte Mathematikerin fand Anna Kiesenhofer schnell eine wissenschaftliche Erklärung für ihren Olympiasieg. „Man kann wirklich recht leicht berechnen, wie viel Watt man treten muss, um die Kräfte beim Radfahren zu überwinden - in erster Linie den Luftwiderstand und die Schwerkraft. Wenn ich einen Berg rauffahre, arbeite ich gegen die Gravitation.
Anna Kiesenhofer liest Studien, rechnet, probiert - sie ist immer auf der Suche nach Bestwerten. „Sowohl die Mathematik als auch der Radsport erfordern einen ähnlichen Charakter: Man muss sich auf eine Sache konzentrieren können und braucht viel Willenskraft. Manchmal gibt es ein mathematisches Problem, an dem man wochenlang rumgrübelt. Beim Radsport ist es auch so.
Die Disziplin, mit der sie ihr Studium erfolgreich zum Abschluss brachte, zeigt sie auch im Radsport, mit dem sie erst im Alter von 22 Jahren begann. Eigentlich war sie Triathletin, aber Radfahren konnte sie am besten und entschied sich dann für den Radsport.
International war sie vor ihrem Olympiasieg wenigen bekannt. 2017 unterschrieb sie einen Profivertrag bei dem belgischen Team Lotto Soudal Ladies. Doch: Nach vier Monaten löste sie den Vertrag auf. Zwei Jahre lang fuhr sie fast keine Rennen.
Sie feindet das Profi-Radsport-System nicht an - doch sie will ermutigen, nicht alles ohne Kritik hinzunehmen. Anna Kiesenhofer als eine Amateur- oder gar Hobbyfahrerin einzustufen, würde ihrem Einsatz nicht gerecht werden. Sie trainiert akribisch und hoch-qualitativ.
Da sie sich ihre Arbeit in der Forschung gut einteilen kann, ist sie mit ihrem Training recht flexibel. Sie trainiert rund 25.000 Kilometer pro Jahr. „Ich hoffe, dass ich andere inspiriere, ihren Weg zu gehen und nicht nur die traditionellen Wege im Radsport.
Wenn sie nach ihrer Profi-Zeit bei Rennen startete, war sie meist erfolgreich: Viermal war sie Staatsmeisterin, dreimal im Zeitfahren und 2019 auch im Straßenrennen. Im gleichen Jahr fuhr sie bei der Zeitfahr-Europameisterschaft in Alkmaar auf Rang fünf. Seit 2019 startet sie für das kleine Team Cookina Graz - ohne Druck, ohne Vorgaben. Zu internationalen Wettkämpfen reist sie auch schon einmal mit dem Schweizer Radsportverband.
Anna Kiesenhofers Lieblingsdisziplin ist das Zeitfahren. „Ich mag es nicht, in einem großen Feld zu fahren. Das ist mir zu hektisch und gefährlich.“ Auf dem Zeitfahrrad ist man allein mit sich selbst - und fährt allein gegen die Uhr.
Nach Platz fünf bei der EM verpasste sie bei den Weltmeisterschaften 2019 in Yorkshire als 20. im Einzelzeitfahren knapp die Olympia-Qualifikation für den Kampf gegen die Uhr. Es „fehlten“: sieben Sekunden. Was sie damals ärgerte, stellte sich zwei Jahre später als schicksalhafte Fügung heraus.
„Hätte sie sich auch für das Zeitfahren qualifiziert, wäre sie das Straßenrennen wohl ganz anders gefahren und hätte sicher keine Medaille gewonnen“, sagt der österreichische Nationaltrainer Klaus Kabasser, der die 30-Jährige auf ihrem Weg zum Olympiasieg im Renndienstwagen begleitete. Sie hatte nichts zu verlieren. Aber sie hat alles gewonnen.
„Wir hatten nur eine Fahrerin am Start. Unsere schlechteste Platzierung war also der erste Platz“, sagt Kabasser. Mit ihrem Sieg in Tokio hat Anna Kiesenhofer Radsport-Geschichte geschrieben. Und sie hat ihr Heimatland ins Rampenlicht gerückt.
Österreich bringt immer wieder erfolgreiche Rennfahrer hervor. So gewann Patrick Konrad im Trikot des deutschen Bora-Hansgrohe-World-Tour-Teams im Juli eine Etappe der Tour de France. Es war der größte Erfolg seiner Karriere. Auch im österreichischen Frauenradsport gab es große Fortschritte. Eine der Top-Fahrerinnen ist erst 21 Jahre alt: Laura Stigger. 2018 wurde sie Welt- und Europameisterin der Juniorinnen auf dem Mountainbike - und Weltmeisterin auf dem Rennrad.
„Seit wir die Rad-Liga fest in unseren Kalender integriert haben, erfreuen wir uns größerer Starterfelder auch im Frauenbereich,“ sagt Kabasser, dessen Trainertätigkeit dennoch nur ein Nebenerwerb ist. Wie in Deutschland so sind auch die österreichischen Fahrerinnen in ihren Teams und Vereinen eingebunden und bereiten sich dort auf größere Aufgaben vor. Nur vor besonderen Ereignissen finden Kader-Trainingslager mit dem Verband statt.
Noch vor ein paar Jahren, so berichtet Kabasser, standen bei nationalen Frauenrennen 20 - maximal 30 - Fahrerinnen am Start. Inzwischen ist die Zahl der Teilnehmerinnen auf meist mehr als 40 gestiegen. „Regelmäßig haben wir 40 bis 50 Fahrerinnen bei der Rad-Liga am Start.“ Das ist viel für ein Land mit 8,9 Millionen Einwohnern. Zum Vergleich: In der deutschen Rad-Bundesliga sind in der Frauen- und Juniorinnen-Bundesliga 141 Fahrerinnen gemeldet.
Die Anzahl der Frauen-Radrennen in Österreich: rund 50. Etwa die Hälfte sind Rundstreckenrennen, der Rest Straßenrennen. Der österreichische Radsport-Verband fördert den Frauenradsport intensiv. In der Rad-Bundesliga erhalten die Frauen das gleiche Preisgeld wie die Männer.
Da während der Corona-Krise normale Straßenrennen nicht möglich waren, hat man eine Rennserie von mehreren Zeitfahren installiert, die „Austria Time Trial Series“. Und konnte in diesem Jahr wieder einen Leistungssprung verzeichnen.
152 österreichische aktive Rennfahrerinnen sind derzeit registriert, die meisten als Amateurfahrerinnen. Der Vergleich der Anzahl der WorldTour und Continental-Teams: Während es in den Niederlanden vier Conti-Teams und ein WorldTour-Team gibt, sind es in Deutschland zwei WorldTour- und ein Conti-Team. Die Schweiz und Österreich haben keine Profi-Teams gemeldet.
Die Niederlande stellt 20 WorldTour- und 74 Continental-Fahrerinnen, Deutschland 22 Continental- und fünf WorldTour-Fahrerinnen, die Schweiz 13 beziehungsweise zwei. Österreich weist sechs Continental- und keine WorldTour-Fahrerin aus. Die Olympia-Siegerin Anna Kiesenhofer zählt nicht dazu.
Olympia 2024: Mountainbike XCO (Cross Country Olympische Rennen)
Die gute Nachricht für das Team Deutschland: Die Männer konnten sich tatsächlich für ein zweites Olympia-Ticket qualifizieren. Neben dem bereits gesetzten Luca Schwarzbauer (Weltrangliste Nr. 4) darf nun Julian Schelb mit nach Paris. Lange Zeit war nicht klar, ob nicht der zuletzt ebenfalls starke Lexware-Fahrer David List nominiert werden würde. Doch das deutsche NOK entschied sich Anfang Juli nun für die superstarken und konstanten Leistungen des 31-jährigen Südbadeners Schelb (derzeit Weltrangliste Platz 18).
Die deutschen Frauen lösten im Quali-Zeitraum der letzten zwei Jahre leider nur ein Ticket für Paris und das bekam Anfang Juli nun die Freiburgerin Nina Benz überreicht. Die 25-Jährige meldete sich nach einer Sprunggelenksverletzung topfit zurück und holte im vergangenen Mai bei der Europameisterschaft bereits die Bronze-Medaille. Als beste deutsche Fahrerin steht sie in der UCI-Weltrangliste derzeit auf Platz 36. Um die Goldmedaille wird sie in Paris wahrscheinlich nicht mitkämpfen, aber ein Platz unter den Top 15 ist Nina durchaus zuzutrauen.
Die Top-Favoriten der Frauen
Auch bei den Frauen hat Frankreich als Gastgeberland zwei Plätze garantiert bekommen - was ebenfalls gar nicht nötig gewesen wäre, denn die französischen Racerinnen gehören ohnehin zu den Top-Favoritinnen:
- Frankreich: Ferrand-Prévot/Lecomte
Pauline Ferrand-Prévot und Loana Lecomte: Die amtierende Weltmeisterin und Super-Allrounderin Pauline battelte sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit ihrer Team-Kollegin Loana Lecomte. Eine Saison lang hatte Loana die Nase vorne, zuletzt wieder Pauline. Es wird super spannend zu sehen sein, welche der beiden Französinnen die stärkeren Nerven für dieses Heimspiel behält. Das Testrennen auf dem geplanten Olympia-Kurs (Herbst 2023) konnte Loana für sich entscheiden. Allerdings waren zu der Zeit noch keine Hindernisse eingebaut. - Schweiz: Keller/Frei
Alessandra Keller: Die Weltranglisten Erste hat sich über die letzten Jahre zur besten Fahrerin im Schweizer Team gemausert. Nicht nur ihr kraftvoller Antritt, sondern vor allem ihre mentale Stärke ist bei der Konkurrenz gefürchtet. Sina Frei: Nominiert für das zweite Schweizer Ticket war eigentlich die amtierende Olympia-Siegerin aus Tokio, Jolanda Neff. Doch da sie seit mehreren Covid-Infektionen noch immer mit Lungenproblemen zu kämpfen hat, räumte sie ihren Platz für eine der anderen starken Fahrerinnen im Team ein: Sina Frei. Auch der 27-Jährigen ist ein Platz unter den Top Ten zuzutrauen. - Niederlande: Pieterse/Terpstra
Puck Pieterse: Die erst 22 Jahre alte Straßenradfahrerin gilt neben den Französinnen als Top-Favoritin. Ihre Stärke ist ihre sympathisch-lockere Art, mit der sie in ein Rennen geht. Damit hat sie bereits so manches Worldcup-Rennen für sich entschieden. Das könnte auch am Elancourt-Parcours passieren, wo die beiden Französinnen vor heimischem Publikum garantiert hochnervös am Start stehen werden. Anne Terpstra: Die Niederländerin gewann dieses Frühjahr das Cap-Epic-Rennen, befand sich also schon in Topform, hatte dann aber Verletzungspech zu kämpfen. Sie wird am Sonntag aber wieder gesund an den Start gehen und dann hoffentlich an ihre Frühjahrsform anknüpfen können. - Schweden: Jenny Rissveds
Auch die Olympia-Siegerin von 2016 geht mit ihren 30 Jahren noch hochmotiviert in Paris an den Start. Sie gehört zwar eigentlich nicht mehr zu den absoluten Top-Favoritinnen, gewann aber dieses Jahr überraschend ein Worldcup-Rennen in Brasilien. Mit der schnellen Schwedin ist also zu rechnen. - Deutschland: Nina Benz
An die Olympia-Erfolge von Sabine Spitz wird die 25-Jährige aus Freiburg höchstwahrscheinlich nicht anknüpfen können. Aber körperliche wie mentale Stärke hat sie bereits bewiesen: Nach ihrer Verletzungspause kämpfte sie sich Stück für Stück aus dem Tief heraus und steht nun wieder an der Spitze der deutschen Frauen. Wir drücken die Daumen, Nina!!
Der Olympia-Rennkurs von Paris
Austragungsort der olympischen Cross Country-Rennen wird der 231 Meter hohe Hügel Élancourt nahe der Stadt Saint-Quentin-en-Yvelines, 40 Kilometer südwestlich von Paris, sein. Es ist die höchste Erhebung der Region. An klaren Tagen blickt man von dort oben über das Schloss Versailles hinweg bis zum Eiffelturm.
Anneke Beerten fuhr beim Testrennen im Herbst 2023 mit und hat den neuen Kurs mit der GoPro gefilmt. Allerdings noch ohne die eingebauten Hindernisse, die den Parcours nun olympia-gerecht anspruchsvoll gestalten werden.
Nino Schurter zeigte sich nach einem ersten Testrennen im vergangenen Herbst wenig begeistert von dem Kurs, der zu 98 Prozent auf bereits vorhandenen Spazierwegen verläuft: “Ich hoffe, dass es kein Gravelkurs bleibt.” Doch inzwischen soll Nick Floros aus Südafrika eingeflogen worden sein, damit er dem Kurs noch den nötigen Schliff für ein echtes Cross Country-Rennen verpasst.
Die olympischen Radsportwettbewerbe beginnen am 24. Juli, nur einen Tag nach der Eröffnungsfeier, und werden mit dem Straßenrennen der Männer eröffnet. Die Spiele werden in fünf Radsportdisziplinen ausgetragen: Straße, Bahn, Mountainbike, BMX-Rennen und zum ersten Mal auch BMX-Freestyle.
Seit die ersten modernen Olympischen Spiele 1896 organisiert wurden, steht der Radsport auf dem Programm. Als eine von nur fünf Sportarten, die bei jeder einzelnen Ausgabe der Sommerspiele vertreten waren, spielt der Radsport eine wesentliche Rolle in der Geschichte der berühmtesten Sportveranstaltung.
Wie ihr oben vielleicht bemerkt habt, wurden Radrennfahrerinnen fast 100 Jahre nach den Männern bei den Olympischen Spielen willkommen geheißen, und sie sind immer noch nicht ganz gleichberechtigt. Trotz signifikanter Verbesserungen ist es immer noch unbegreiflich, wie die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern vor kurzem noch so ausgeprägt war.
Die Frauen gaben 1984 in Los Angeles ihr Debüt bei den olympischen Straßenrennen. Vier Jahre später gesellten sich die Bahnrennen dazu. Die Olympischen Sommerspiele 2012 waren die ersten, bei denen Männer und Frauen in allen Radsportdisziplinen in der gleichen Anzahl von Veranstaltungen antraten (zuvor gab es im Bahnradsport mehr Veranstaltungen für Männer als für Frauen).
MTB-Rennen in Paris 2024: Learnings
Auf den Tag X vorbereiten und dann abliefern - das ist die Kunst für die Fahrer*innen, wenn es um das alle vier Jahre stattfindende Rennen geht.
Nur drei Dutzend dürfen bei dem Wettbewerb starten und ihr Können unter Beweis stellen, vielleicht zwei Hand voll haben Medaillen-Ambitionen. Der Mythos Olympia hat bei den Mountainbiker*innen aus aller Welt wieder voll zugeschlagen, wir waren "vor der Glotze” natürlich mit dabei und haben die beiden Rennen für euch analysiert.
1. Französische Fans sind einfach anders
Französische Fans sind der Inbegriff von Stimmung und Race-Vibe. Wer etwas dagegen sagt, hat weder die letzten beiden Weltcup-Rennen in Les Gets (FRA) noch die Olympia-Rennen in Paris geschaut. Es ist überragend zu sehen, wie sehr der Sport in unserem Nachbarland gefeiert wird.
2. Auch Bikes ohne elektronische Schaltung können Olympia-Gold holen!
Elektronische Schaltungen und Fahrwerke sind das Maß aller Dinge? Das stimmt im olympischen Kontext nur bedingt: Vier der sechs Medaillenträgerinnen waren auf einer mechanischen Shimano XTR unterwegs. Nur Haley Batten und Victory Koretzky (Specialized Racing) setzten auf eine Sram XX SL Transmission, die elektronisch die Gänge wechselt.
3. Reifenwahl ist Medaillen-entscheidend
Bei all den Hightech-Parts, die an den Rennmaschinen der Fahrerinnen und Fahrern zum Einsatz kamen, ist es fast schon bizarr, dass ein eher „einfaches“ Bauteil teils über Medaillen-Platzierungen entschied: der Reifen!
4. Wir lieben die Emotionen des Frauensports
Kein Moment der Olympischen Spiele ist bisher wohl so herzerwärmend, wie die Siegerehrung der Cross-Country-Damen. Die 32-jährige Französin Pauline Ferrand-Prévot gewinnt vor Heimpublikum das vielleicht wichtigste Rennen ihres Lebens.
5. Go for Gold! Favoritensieg im Mountainbike-Rennen der Frauen
Die Französin Pauline Ferrand Prevot holte sich überlegen Gold vor der US-Amerikanerin Haley Batten und Jenny Rissveds aus Schweden. Pauline Ferrand Prevot kann auf dem Rad sozusagen alles. Die 32-Jährige hat schon 15 Weltmeistertitel in verschiedensten Disziplinen eingesammelt.
Im Schatten Ferrand Prevots versuchte die Niederländerin Puck Pieterse zunächst tapfer, Kontakt zu halten. Doch die erst 22-Jährige, die seit dieser Saison auch Straßenrennen fährt, konnte ebenso mithalten wie alle anderen. Je länger Das Rennen dauerte, desto größer wuchs der Vorsprung der führenden Französin an.
Während die Entscheidung um Gold gefallen war, entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Medaillen. Pieterse hatte mit einem Defekt zu kämpfen, in der 5. Runde wurde sie von den Verfolgerinnen um die US-Amerikanerin Haley Batten überholt.
Nina Benz, die einzige deutsche Starterin, hatte sich im Vorfeld des Rennens eine Platzierung um Rang zehn erhofft - doch daraus wurde nichts. Die Freiburgerin kämpfte aber und arbeitete sich in der Folge kontinuierlich etwas nach vorn. Nach fünf Runden lag sie auf Rang 19. Im Ziel hatt sie sich noch Rang 16 erarbeitet.
Sabine Spitz: Eine deutsche Olympia-Heldin
Sabine Spitz hatte bei den Olympischen Spielen in Peking alle Zeit der Welt ihren Gold-Triumph zu genießen. Bei 41 Sekunden Vorsprung konnte sich die damals 36-Jährige in Ruhe noch eine Deutschland-Fahne geben lassen und sogar ihr Mountainbike über die Ziellinie tragen. Ein Moment, den wir nicht vergessen werden - und vielleicht wieder erleben.
Spitz, die in Athen Bronze und London Silber gewonnen hat, hat mit jetzt 43 Jahren schon die Norm für die Spiele in Rio geknackt.
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