Ich habe den Osprey Escapist 20 im Sommer 2023 zum Testen bekommen. Diese Bewertung spiegelt lediglich meinen persönlichen Eindruck zum bewerteten Produkt wider. Ich werde für diese Bewertung weder bezahlt noch bin ich eine Verpflichtung dem Hersteller gegenüber eingegangen.
Design und Ausstattung
Was am Escapist sofort auffällt, ist die relativ längliche und schmale Form, was den Vorteil bietet, dass er nahe am Körper sitzt und die Last besser auf dem Rücken verteilt wird. Insgesamt verfügt er neben dem Hauptfach über sieben unterschiedliche Taschen: Je zwei Taschen an den Hüftgurten und den Seiten, ein Einschubfach an der Front und je eine kleine Reißverschlusstasche oben und unten. Die Tasche an der Unterseite beinhaltet eine integrierte gut sichtbare Regenhülle. Vor dem Rückenteil befindet sich ein Fach für ein Wasserreservoir. Auf der Vorderseite sitzt neben dem Einschubfach, eine Befestigungsmöglichkeit für LED-Lampen und eine LidLock Helmhalterung.
Fixiert wird der Escapist mittels verstellbarem Brustgurt mit integrierter Notfallpfeife und dem gepolsterten Hüftgurt. Durch Verschieben eines Klettverschluss-Pad lassen sich die Schultergurte in die richtige Position bringen. Die gepolsterte Airscape Rückenpartie sorgt für eine gute Belüftung. Der Escapist 20 ist in den drei Farben Postal Blue, Tan Concrete oder Black zu haben. Die Rucksäcke der Escapist-Serie sind mit 15, 20, 25 und 30L Volumen jeweils in den Größen S/M, sowie M/L erhältlich.
Durable Water Repellency (DWR)
DWR ausgeschrieben Durable Water Repellency bedeutet so viel wie dauerhaft wasserabweisend was nicht gleichzusetzen ist mit wasserdicht. DWR ist also eine Eigenschaft, welche ein Textil haben kann und kein bestimmtes Material oder System. Ziel der Behandlung ist es die Oberfläche des Materials sehr glatt zu bekommen, damit Wasser einfach abperlt und nicht aufgenommen wird. Diese wird durch Verwendung verschiedener Chemikalien und Technologien herbeigeführt.
Durch viele Waschgänge und Verschleiß wird der Lotusblüteneffekt aber nachlassen und muss erneuert werden, da Membranen zwar das Wasser draußen halten, es aber in die äußeren Textilschichten eindringen kann. Es bildet sich ein geschlossener Film welcher die Dampfdurchlässigkeit und Atmungsaktivität mindert.
Komfort und Passform
Unterwegs bleibt der Rucksack mit Ausrüstung beladen in Position und verrutscht nicht unangenehm, egal ob auf dem Rad oder zu Fuß. Auch auf dem Trail fällt er nicht negativ durch Schwanken oder rutschenden Trägern auf. Allerdings würde ich mir einen breiteren Hüftgurt wünschen. Als sehr positiv empfinde ich die vielen Anpassungsmöglichkeiten.
Das Klettverschluss-Pad der Schultergurte trägt dazu bei, dass nahezu jeder den bestmöglichen Sitzt am Rücken individuell einstellen kann. Durch die längliche Form selbst ist jedoch wichtig den Rucksack in der richtigen Größe zu wählen. eine Frau (167 cm) empfindet das Modell, welches ich getestet habe als deutlich zur groß für sich und wäre wahrscheinlich mit der kleineren Größe besser bedient. Bei meiner Größe (193 cm) sitzt er aber wirklich gut auf dem Rücken. Also besser erst den Rücken ausmessen und sich dann für S/M oder eben M/L entscheiden.
Atmungsaktivität
Die Atmungsaktivität im Rückenbereich ist erwartungsgemäß ordentlich. Die Luft kann leicht hindurchströmen und aufgestaut Wärme gut ableiten.
Taschen und Organisation
Die vielen kleinen und großen Taschen sind super für den bike-typischen Kleinkram den man so mit sich führt, was mich persönlich irritiert ist die Position des Topfachs, welches sich vor dem Reisverschluss des Hauptfachs befindet. Ich kenn das eigentlich nahezu nur anders rum, weshalb ich grundsätzlich erstmal den falschen Reißverschluss öffne. Das ist aber definitiv ein persönliches Problem.
Das große aus elastischem Mesh besehende Einschubfach auf der Front eignet sich gut um nasse Dinge oder eine Jacke für den schnellen Zugriff zu verstauen, aber Vorsicht, das Netz ist absolut nicht wasserdicht. Was die Taschen betrifft würde ich mir aber von einem Bikerucksack mehr Organisationsmöglichkeiten für Werkzeug im Hauptfach oder auf der Front wünschen. Soweit ich gelesen haben bieten die größeren Varianten des Escapist dies.
Helmhalterung
Als absolut unbrauchbar und damit für mich das größte Manko des Rucksacks, hat sich für mich das LidLock-Helmhalterungssystem herausgestellt. Ganz zu schweigen für Fullface-Helme. Ich konnte meinen Fullface zwar irgendwie notdürftig fixieren, aber er ist ständig von rechts nach links gefallen und ich hatte immer Angst das er runterfällt. Das Frontfach des Escapist selbst ist leider zu eng um darin beispielsweise den Kinnbügel des Fullface oder den Helm selbst darin fixieren zu können. Aus diesen Grund wird sich der Escapist bei mir zukünftig für jede Tour auf welcher ich erwarte, dass ich den Helm abnehmen und transportieren muss von selbst qualifizieren.
Trinksystem
Das extern und nach oben immer offen Trinkblasenfach ist ok und leicht zu verwenden, warum es nicht verschlossen werden kann ist mir aber ein Rätzel. Bei Schlammschlachten ist das nicht besonders optimal und lädt allerlei Dreck zum Verweilen ein. Ergo danach ist eine etwas größere Putzaktion erforderlich. Auch die Schlauchführung und die Fixierungen am Schultergurt sind nicht perfekt. Besonders eine am Gurt weiter untenliegende Schnalle oder der Gleichen wäre wünschenswert.
Osprey: Eine Marke mit Tradition und Verantwortung
Mike Pfotenhauer war und ist ein Tüftler. Er stellte Produkte her, die er selbst gebrauchen konnte. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte mit seiner Nähmaschine. Sein Ziel war es einen Rucksack zu produzieren, welcher den höchsten Standards gerecht werden konnte. Das sprach sich auch schnell unter seinen Freunden und Bekannten herum, die sein Meisterwerk gerne haben wollten. Auch heute noch ist Mike in der Outdoor-Brache ein Paradebeispiel für einen verantwortungsbewussten Chef.
Er legt nicht nur höchsten Wert auf die Qualität und die Ästhetik in Bezug auf alles was mit dem bekannten Firmenlogo entworfen und vertrieben wird, sondern auch auf die bestmöglichen Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter. Die Einhaltung von ethischen und nachhaltigen Standards sind fester Bestandteil in der Firmenpolitik des Unternehmens. Die Verwendung hochwertiger, langlebiger Materialien, zeitlose Designs, geringe Materialabfälle und der Reparaturservice sind somit von Beginn an logische Prinzipien seiner Firmenphilosophie gewesen. Deshalb wird eine umfassende Garantieleistung für alle Produkte im Rahmen der “All Mighty” Rundum-Garantie angeboten. Obwohl Verschleiß, versehentliche Schäden, Defekte durch unsachgemäßen Gebrauch, sowie Probleme mit Produkten die ihre angemessene Lebensdauer überschritten haben nicht von der Garantie abgedeckt sind, werden wir stets unser Bestes tun Dir zu helfen.
Es blieb natürlich über die lange Geschichte des Unternehmens nicht nur bei der Produktion von Rucksäcken. “Meine persönliche Philosophie ist, dass ich das Leben mehr genieße, wenn ich mich mit den Dingen, die ich selbst gebaut habe, umgebe. Die Liebe, Dinge für mich und meine Freunde selber zu fertigen, hat mich dazu angeregt dieses Unternehmen zu starten. Ich begann mit der Fertigung von Tagesrucksäcken und Backpacking-Rucksäcken für Kunden, in Santa Cruz.
Alternativen und Vergleiche
Neben dem Escapist 20 benutze ich ein ganzes Sammelsurium verschiedenster Rucksäcke. Vor Jahren hatte ich einen Sturz mit meinem Camelback Kudo, als dieser recht prall gefüllt war und dann eher voluminös ausfällt. Zudem empfinde ich es eher als unangenehm, wenn ein ausladender Rucksack in aufrechter Fahrposition ständig nach hinten zieht, oder im Sprung das Gleichgewicht stört und man viel ausgleichen muss.
Tourenrucksäcke im Test
Moderne Tourenrucksäcke mit rund 20 Litern Volumen sind die vielseitigen Allrounder unter den Bikepacks. Doch wie steht es um Sitz, Belüftung und Trail-Tauglichkeit? Wir haben zehn aktuelle Modelle auf Tour geschickt und bis an ihre Grenzen getestet!
Zwischen minimalistischen Race-Rucksäcken und voll ausgestatteten Alpencross-Boliden haben sich Tourenrucksäcke mit rund 20 Litern Volumen als idealer Kompromiss etabliert.Sie bieten genug Platz für Verpflegung, Wechselklamotten, Tools und Notfallausrüstung, ohne gleich klobig auf dem Rücken zu wirken. Kein Wunder also, dass die mittlere Größe aktuell ein echtes Comeback feiert. Und auch im Alltag oder beim Pendeln überzeugen die Modelle mit cleveren Features und hoher Vielseitigkeit.
Wir wollten wissen: Welcher Tourenrucksack ist nicht nur praktisch, sondern trägt sich auch komfortabel über Stunden und bleibt selbst auf ruppigen Trails stabil am Rücken?
Zehn aktuelle Modelle von Amplifi, Ergon, Camelbak, Deuter, Vaude, Norrøna, Evoc, Osprey, Scott und Ortlieb mussten im Praxistest zeigen, was sie wirklich draufhaben.
Doch welcher Rucksack ist der perfekte Begleiter auf und abseits vom Bike? Wir haben es getestet!
Die Rucksäcke im Detail
Die folgenden Rucksäcke wurden im Detail getestet:
- Amplifi Etrack 23
- Camelbak H.A.W.G. 20
- Deuter Trans Alpine 24
- Ergon BA3
- Evoc Stage 18
- Norrøna Femund Econyl70 20L Pack
- Ortlieb Atrack Bike
- Osprey Syncro 20
- Scott Trail Rocket 20
- Vaude Trailvent 20
Osprey Syncro 20
In vielen Jahren steter Modellpflege ist der leichte Syncro zum Klassiker gereift. In seinen 19 Litern Stauraum wird die komplette Ausstattung für eine Tagestour sehr übersichtlich organisiert, die verwendeten Materialien sind sehr robust. Ausstattungsseitig ist alles Nötige vorhanden - aber auch nicht mehr. Gut belüftetes Tragesystem.
Weitere Osprey Rucksäcke im Überblick
Hier sind einige weitere Osprey Rucksäcke, die für verschiedene Zwecke entwickelt wurden:
- Osprey Siskin 12: Ein hochwertiger Rucksack, der speziell für Fahrradfahrer und Outdoor-Enthusiasten entwickelt wurde. Er besticht durch sein schlankes und aerodynamisches Design, da er eng am Rücken anliegt und auch seitlich nicht übersteht.
- Osyprey Escapist 25: Ein Bike-Rucksack, der sich ideal für Ein- oder leichte Zweitagestouren eignet. Im Test überzeugte er durch sehr guten Halt, gute Durchlüftung und sinnvolle Features für Biker, wie z.B: spezielles Handy/GPS-Fach am Schultergurt, getrennter Innenraum, extra Werkzeugfach und die simple aber effektive Helmhalterung.
- Osprey Metron Airspeed 34: Dieser Rucksack wurde komplett neu designt und hat so ein größeres Volumen bekommen. Er eignet sich durch seine Bauart zum Radfahren in der Stadt oder bei kürzeren Touren.
- Osprey Raptor 14: Ein beeindruckender Rucksack, der speziell für das Radfahren entwickelt wurde. Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Osprey Raptor 14 ist sein ausgeklügeltes Tragesystem.
- Osprey Raven 14: Ein fantastischer Rucksack, der speziell für aktive Frauen entwickelt wurde, die gerne Fahrrad fahren, wandern oder andere Outdoor-Aktivitäten ausüben. Ein bemerkenswertes Merkmal des Osprey Raven 14 ist seine optimale Passform für weibliche Körper.
Osprey Trinkwesten und Hipbags
Osprey bietet auch Trinkwesten und Hipbags für Radfahrer an:
- Osprey Escapist Velocity 6 Trinkweste: Sieht schick aus, sitzt vor allem super sicher am Körper und hat, im Gegensatz zum Rucksack, vorne noch Taschen für Snacks und das Handy! Der Stauraum ist deutlich größer als etwa beim ähnlichen USWE, gefühlt hat man aber durch die 360°-Gewichtsverteilung nicht mehr zu tragen.
- Osprey Raptor 4 Bike-Hipbag: Vorteil ist der freie, kühle Rücken. Nachteil ist, dass das komplette Gewicht nur auf dem Hüftgurt hängt. Auch der Osprey Raptor 4 macht da keine Ausnahme, vor allem wenn die 1,5-Liter-Trinkblase voll ist und noch weitere Utensilien reingepackt werden.
Fazit
Guter Allround-Rucksack für ausgedehnte Tage im Sattel, für die Sonntags-Tour wohl etwas zu groß. Kann auch gut als Wanderrucksack verwendet werden. Toller Sitz und hervorragende Qualität.
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