Hinterradtaschen, Gepäckträgertaschen, Packtaschen - es gibt viele Begriffe für die Fahrradtaschen, die beidseitig am Gepäckträger befestigt werden. In diesem Artikel werden verschiedene Modelle verglichen, um die beste Option für unterschiedliche Bedürfnisse zu finden.
Verschlussarten und Flexibilität
Acht der neun getesteten Taschen verfügen über einen Rollverschluss. So ein Rollverschluss ist zwar im Handling etwas komplizierter als ein einfacher Deckel, dafür schützt er in der Regel besser gegen Spritzwasser, das während der Fahrt im Regen gern von allen Seiten kommt. Auch sorgt er für eine gewisse Flexibilität: Bei einer nur halb gefüllten Tasche wickelt man einfach ein oder zwei Runden mehr, bei Überbeladung eine Runde weniger als üblich.
Volumen und Beladung
Die Taschen in unserem Test haben Volumina zwischen 18 und 26 Litern und tragen etwa 9 bis 12,5 Kilogramm. Bei zwei Modellen reichen die rund 40 Liter und etwa 20 Kilogramm für kurze Reisen genauso aus wie für große Einkäufe. Einige unserer Testtaschen gibt es auch in kleinen Versionen für Frontgepäckträger, sodass man mit insgesamt vier Taschen unterwegs sein kann. Auch lassen sich einige Hinterradtaschen mit einer zusätzlichen, oben aufliegenden Einzeltasche kombinieren, um das Volumen zu vergrößern.
Befestigungssysteme und Anpassung
Alle getesteten Taschen werden an einer Strebe eines Gepäckträgers mit zwei Klemmen befestigt. Unten verhindert ein kleiner Arm, dass sie in Kurven vom Gepäckträger weg schwenken. Alle Taschen im Test eignen sich für Standardgepäckträger. Probleme kann es mit unterschiedlich dicken Gepäckträgerstreben geben. Adapter für verschiedene Strebenstärken liegen einigen Modellen bei. Ortliebs neues System von 2025 lässt sich ohne Adapter an unterschiedliche Durchmesser anpassen.
Durch Verschieben der Klemmen respektive des stabilisierenden Arms können die Taschen so an die meisten Gepäckträger angepasst werden, dass sie während der Fahrt nicht nach vorn oder hinten wandern. Wichtig ist dabei, dass sie so weit hinten positioniert werden, dass man sie beim Fahren nicht mit der Ferse berührt.
Zusätzliche Features und Inlays
Einige der getesteten Modelle verfügen innen oder außen über kleine Fächer. Will man den Inhalt sortieren oder besser schützen, kann man Inlays kaufen. Ortlieb und Vaude bieten so etwas passend für einige ihre Taschen an. Sie eignen sich je nach Modell eher für die Radreise oder für das Büropendeln.
Top-Marken im Vergleich
Die Back Roller von Ortlieb sind für Radreisende immer noch das Maß der Dinge. Sie liegen bei der Verarbeitung und der Materialqualität vorn. Mit dem neuen Schloss hat Ortlieb auch bei der Halterung zu Vaude aufgeschlossen. Wobei Vaudes Aqua Backs mit ihrer robusten Verarbeitung eine echte Alternative zu Ortliebs Back Rollern sind. Andere Taschen mögen Vorteile beim Design oder der Ausstattung haben. So ist ein Inlay für den Notebooktransport bei Ortlieb nur gegen Aufpreis zu bekommen, bei einigen anderen einfach dabei.
Thule Shield
Die Shield von Thule ist eine klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss. Das Besondere: Es gibt sie in vier Größen mit Volumina von 13, 17, 22 und 25 Litern. Wir haben das größte Modell getestet, das etwa ein Kilo wiegt. Es enthält, wie die kleineren Modelle, Täschchen für Papiere und Kleinkram. Ein Notebook passt hinein, aber gepolstert ist das Fach nicht, und entnehmen lässt es sich auch nicht.
Thule setzt bei dem Befestigungssystem auf eine Eigenentwicklung. Die verstellbaren Haken greifen in den Gepäckträger und müssen von Hand verriegelt werden. Mir erschließt sich nicht, warum keine Federn verbaut sind, um die Taschen einfacher und sicherer zu befestigen. Bei einer Testfahrt über Schlaglöcher ist mir eine Tasche abgefallen, weil ich sie nicht ordentlich verriegelt hatte.
Der Rollverschluss wird auf beiden Seiten der Tasche mit je einer Steckverbindung geschlossen. Das ist einfacher als etwa bei den Aquabacks von Vaude und sorgt für einen ordentlichen und windschnittigen Look, lässt aber keinen Spielraum: Man muss den Rollverschluss immer exakt zweimal umschlagen, sonst kann man ihn nicht schließen. Die Shield ist also - unabhängig vom tatsächlichen Füllstand - immer gleich groß.
Die Thule-Taschen sind vorn und hinten mit reflektierenden Elementen bestückt und verfügen über Schlaufen für Steckrücklichter. Einen Schultergurt liefert Thule ebenfalls mit, weist aber darauf hin, dass er während der Fahrt abgenommen werden sollte. Besser ist das, aber bei kurzen Fahrten habe ich die Gurte auch mal flattern lassen. Etwa bei Fahrten zum Supermarkt wäre es aber praktisch, wenn man die Tragegurte wie bei den Back-Rollern von Ortlieb fixieren könnte.
Die Thule Shield sind regendicht, was ich in der Dusche überprüft habe. Das Material ist etwas hart, lässt sich aber mit Kraft gut aufrollen.
Das gefällt an den Shield von Thule: Sie wirken robust und sind, ordentlich eingerollt, windschnittig.
Das weniger: Die Gepäckträgerhaken müssen einzeln manuell gesichert werden.
SKS Infinity Urban Sidebag
Die Infinity Urban Sidebag von SKS ist eine Pendlertasche. Sie besteht außen aus einer Mischung aus glattem Kunststoff und Mesh-Gewebe. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist die Innenseite zum größten Teil mit einem Futter aus glattem Stoff versehen. Der Vorteil: Gegenstände gleiten leichter an den Wänden der Taschen entlang und lassen sich ohne Widerstand herausziehen. Innen auf der Rückseite gibt es ein dick gepolstertes Laptopfach. Entfernen kann man es nicht.
Geschlossen wird die Infiniy Urban Sidebag zweistufig: Erst wird oben der Reißverschluss geschlossen, dann wird der obere Bereich aufgerollt und mit einer magnetisch einrastenden Schnalle geschlossen. Eigentlich nicht schlecht, aber das Kunststoffmaterial ist so glatt, dass sich die eingerollten Bereiche von allein wieder aufrollen. Ich musste den Gurt im Test daher gelegentlich nachziehen.
Die Gepäckträgerhalterung scheint eine Eigenentwicklung von SKS zu sein. Ähnlich wie bei Vaude und Ortlieb werden die oberen Haken über einen Federmechanismus fixiert. Wie bei der erwähnten Konkurrenz zieht man an einem Band, um sie wieder zu lösen. Der untere Haken, der das Verschwenken der Tasche verhindern soll, ist dünn, aber flexibel. Er klemmt sich hinter den Gepäckträgerfuß. Um die Halterung zu montieren, ist man auf einen Innensechskantschlüssel angewiesen. Den liefert SKS mit, ebenso wie einen Adapter, zum Anpassen der Halterung an das Gepäckträgerrohr.
Der Tragegurt wird links und rechts eingehängt. Ich habe ihn einfach mit der Tasche eingerollt, so saß er während der Fahrt sicher und trocken. Ob das so vorgesehen ist, weiß ich nicht. Was mir gefällt: In die Außentasche passen kleine Gegenstände wie etwa Smartphones.
Die etwa 1300 Gramm schwere Fahrradtasche gibt es zum Testzeitpunkt nur in Schwarz, demnächst soll die Infinity Urban Sidebag laut SKS aber auch in Beige verfügbar sein.
Das gefällt an der Infinity Urban Sidebag: Das gut gepolsterte Notebookfach und die Außentasche machen die Infinity Urban flexibel. Sie lässt sich leicht einhängen und abnehmen.
Das weniger: Sie ist schwer.
Aevor Pannier Pack
Die Pannier Pack von Aevor wendet sich mit ihrem Design an ein sportliches Publikum. Sie besteht aus einem dünnen Mesh-Gewebe, das auf der Innenseite geglättet ist. Ein gepolstertes Notebook-Fach mit zwei kleineren Täschchen für Zubehör ist nicht entnehmbar.
Die Tasche mit einem Fassungsvermögen von 21 Litern wird zum Schließen oben eingerollt, mit einer Lasche fixiert und die beiden Enden der Rolle mit einer Schnalle zusammengesteckt. Dann ist sie sicher verschlossen und macht am Rad eine gute Figur, finde ich. Allerdings: Die beiden Schnallen sind gleichzeitig für den Tragegurt zuständig, auf den ich in der Praxis auf längeren Fahrten verzichtet habe. Bei Einkaufsfahrten habe ich ihn mit eingerollt und die Tasche nur mit dem mittleren Gurt verschlossen. Für Kurzstrecken reicht das.
Für die Befestigung am Gepäckträger setzt Aevor auf das Klickfix-System. Wie bei anderen Halterungen von Klickfix gilt auch hier: Es funktioniert, die Haken lassen sich aber nicht an unterschiedlich dicke Gepäckträgerrohre anpassen. Der untere Haken gegen Verschwenken kann nur mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher verstellt werden. Die oberen Halterungen werden werkzeuglos angepasst. Oberhalb der Halterung hat Aevor einen gepolsterten Tragegriff angebracht.
Die Aevor-Tasche ist mit 975 Gramm nicht zu schwer. Der Hersteller gibt eine Wasserfestigkeit nach IPX4 an, was lediglich Spritzwasserschutz bedeutet. Das liegt am Rollverschluss; gegen Untertauchen hilft er nicht.
Ortlieb Back Roller Free
Die Back Roller sind der Packtaschen-Klassiker schlechthin: Ortlieb gilt als Erfinder des Fahrradtaschen-Rollverschlusses und brachte die Back Roller erstmals vor rund 35 Jahren auf den Markt. Wir haben die Free-Version getestet, die PVC-frei, aber ebenso haltbar und wasserdicht wie das Original sein soll. Sie wird wie alle Ortlieb-Taschen in Deutschland gefertigt.
Die Halterung für die Taschen hat Ortlieb regelmäßig überarbeitet, das aktuelle System für Standardgepäckträger heißt Quick Lock 2.2. Es schnappt zu, wenn man die Tasche einsetzt und löst sich, sobald man an einem kleinen Trageband zieht. Anders als früher ist es (mit etwas Mühe) ohne Werkzeug an den eigenen Gepäckträger anpassbar. Die aktuelle 2.2-Version lässt sich an verschiedene Rohrdurchmesser anpassen. Für das teilweise noch verfügbare System 2.1 muss man Extrahaken kaufen, um es an 18- oder 20-Millimeter-Rohren befestigen zu können.
Neu und optional erhältlich ist das Schloss QL2 Lock, mit dem man die Taschen an den Gepäckträger anschließen kann. Es wird neben den Haken auf die entsprechende Leiste an den Taschen geschoben.
Das Material der 20-Liter-Taschen wirkt sehr robust, ist aber leicht formbar, sodass sie sich leicht rollen lassen. Der Ortlieb-Verschluss hat sich in der Praxis bewährt. Sein einziger Nachteil: Der Schultergurt bekommt bei Regen das Spritzwasser der überholenden Autos ab und wird schmutzig. Die Schnallen für den Rollverschluss lassen sich aber auch ohne den Tragegurt schließen.
Im Inneren der 20-Liter-Tasche gibt es eine fest eingenähte Innentasche mit zwei flachen Fächern, eines mit Reißverschluss. Dort passt ein kleines Notebook oder ein Tablet hinein. Als Zubehör gibt es von Ortlieb ein sogenanntes Commuter Insert, das helfen soll, in der Tasche Ordnung zu halten. Ohne weitere Inlays wiegen die Back Roller Free 925 Gramm pro Stück und liegen damit im Mittelfeld.
Das sind die Vorteile: Das Material wirkt sehr stabil. Ortlieb gibt fünf Jahre Garantie und repariert auch noch ältere Exemplare. Die Handhabung ist unkompliziert.
Das sind die Nachteile: Der Schultergurt bekommt beim Fahren Spritzwasser ab.
Für wen eignet sich die Tasche? Menschen, die ein langlebiges, unkompliziertes Produkt ohne »Schnickschnack« wollen.
Vaude Aqua Back Plus
Das »Plus« im Namen verweist auf die zusätzlich aufgenähte Tasche mit Rollverschluss. Sie bringt zwar nur rund einen Liter Gepäckvolumen (insgesamt sind es 25,5 Liter), ist aber wegen des Schnellzugriffs praktisch: Ohne Suchen findet man Werkzeug, Handschuhe oder was auch immer man dort unterbringen möchte. Eine Variante ohne »Plus« und damit ohne Außentasche ist ebenfalls erhältlich.
Optisch erinnert die Aqua Back Plus an das Set von Ortlieb. Allerdings ist das Material steifer, weshalb es sich nicht ganz so geschmeidig aufrollen lässt. Auch die Vaude-Tasche ist PVC-frei und wird in Deutschland produziert. Vaude gibt darüber hinaus an, dass die Produktion klimaneutral sei.
Anders als Ortlieb verbaut Vaude auf der Gepäckträgerseite einen Hartschalen-Rücken. Zusammen mit dem hauseigenen Befestigungssystem QMR 2 (Quick Mount Release 2) ergibt sich eine Maximalbeladung mit 12,5 Kilogramm pro Tasche - Rekord im Testfeld. Aber auch das Eigengewicht von ca. einem Kilogramm ist recht hoch.
Vaude setzt auf Variabilität: Die aufgerollte Tasche lässt sich links und rechts schließen. Dort kann aber auch der Schultergurt eingehakt werden. In diesem Fall müssen die Haken miteinander verbunden und erst dann kann gerollt werden. Der Schultergurt kann aber auch als Spanngurt für zusätzliches Gepäck genutzt werden. Insgesamt sechs Varianten zeigt Vaude auf seiner Homepage. Das Ganze wirft anfangs viele Fragen auf, aber so richtig falsch machen kann man nichts. Beim Test hat der Schultergurt am Fahrrad genervt. Wir haben ihn abgemacht.
Das sind die Vorteile: Die Tasche hat ein großes Volumen, ist flexibel und wirkt robust. Vaude gibt fünf Jahre Garantie. Hinzu kommen Details wie die Innentasche, die Außentasche und die Vorrichtung für ein Schloss.
Das sind die Nachteile: Die Aqua Back Plus ist relativ schwer. Das Thema »Schultergurt einhaken« hat Ortlieb besser gelöst.
Für wen eignet sich die Tasche?
Topeak Pannier Drybag
Die Pannier Drybag ist dünn und mit 786 Gramm sehr leicht. Sie ist ausschließlich in Anthrazit/Schwarz und den Größen 15 (vorn) und 20 Liter (hinten) lieferbar.
Topeak hat ein eigenes Befestigungssystem entwickelt, das einfach zu handhaben ist (reingreifen, hochheben, löst sich), aber nicht so flexibel wie die Systeme der Konkurrenz. Lediglich der untere Sicherungsarm lässt sich verstellen, oben muss man eine passende Stelle am Gepäckträger finden. Das führt dazu, dass ein ungewolltes Verrutschen der Tasche während der Fahrt über den unteren Fixierarm unterbunden werden muss. Weil der Fixierarm einfach und ohne Werkzeug verstellbar ist, kann man das machen, aber die Verstellbarkeit ist bei der Konkurrenz deutlich besser. Adapter für dünne Gepäckträgerstreben liegen ebenso wie ein Tragegurt bei, mit dem man die Tasche ins Hotel oder den Supermarkt schleppen kann.
In der Praxis ist die Topeak-Tasche unkompliziert: Vollpacken, aufrollen, Schnallen schließen. So soll es sein. Die Testdusche überstand ihr Inhalt trocken. Die in Taiwan gefertigte Pannier Drybag wirkt robust, doch das Material ist dünner als bei Ortlieb, Vaude und Co.
Das gefällt: Sie ist die leichteste im Testfeld, wasserdicht und unkompliziert.
Das weniger: Das unflexible Befestigungssystem könnte an dem ein oder anderen Gepäckträger für Probleme sorgen. Zusätzliche Innentaschen oder Außentaschen gibt es nicht.
Für wen eignet sich die Tasche? Menschen, die sportlich unterwegs sind. Gravel- und Mountainbiker, die auf Reisen gehen und möglichst wenig Gewicht mitschleppen wollen.
Feuerwear Sam
Sam heißt die 19-Liter-Tasche von Feuerwear, einem Kölner Anbieter, der ausgediente Feuerwehrschläuche zu allen möglichen Taschen und Accessoires umarbeitet. Robust und einzigartig, denn jedes Stück Schlauch gibt es mit den jeweiligen Aufdrucken so nur einmal. Allerdings ist nur die Front von Sam aus dem kräftigen Schlauchgewebe, der Rest der Tasche ist ein ebenfalls stabiles, aber neuwertiges schwarzes Gewebe.
Feuerwear nutzt das bekannte Klickfix-System von Rixen & Kaul. Der Vorteil im Vergleich zu den anderen Halterungen: Es werden keine Distanzstücke für dünnere Gepäckträgerstreben benötigt. Die Tasche kann also jederzeit von einem auf ein anderes Fahrrad wechseln. Die Breite der oberen Halter und die Position des ...
Fahrradtaschen für unterschiedliche Anforderungen
Nicht jeder, der eine Tasche für sein Fahrrad sucht, möchte damit zum Einkaufen fahren. Wer täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt und dabei z.B. Akten und Dokumente transportiert, der legt Wert darauf, dass diese Dinge nicht knicken. Die Fahrradtasche sollte also starr und hart sein. Gleichzeitig sollte die Fahrradtasche wasserdicht, sich auch regendicht schließen lassen und auch von außen kein Wasser durchlassen. Im Idealfall hat die Fahrradtasche noch ein paar Fächer, in denen man unterschiedliche Dinge verstauen kann. Oftmals befindet sich hier auch ein Fach als Laptoptasche. Diese Fahrradtaschen sind meist aus Textil oder Stoff, aber nicht immer zu 100% wasserdicht. Wer in der Tasche lediglich etwas Essen und Getränke transportiert, der kann auch auf eine flexible Fahrradtasche aus LKW-Plane zurückgreifen. Zum Einkaufen bietet es sich an, wenn die Taschen einen Schultergurt oder einen vernünftigen Tragegurt haben. Den Fahrradurlaub macht man im Idealfall auch mit wasserdichten, leichten und kompakten Fahrradtaschen.
Fahrradtaschen Test: Ergebnisse
Ortlieb Fahrradtaschen oder Vaude Fahrradtaschen gehören mit zu den bekanntesten Produkten, die eine hochwertige Qualität aufweisen und auch bei uns im Test einen guten Eindruck gemacht haben.
Tabelle: Fahrradtaschen im Vergleich
| Tasche | Typ | Ergebnis | Preis (€) | Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Vaude Aqua Back Plus | Hinterradtasche | sehr gut | 134,04 € - 190,00 € | Amazon |
| Valkental 3in1 Choice of the Month | Hinterradtasche | gut | 55,92 € - 89,99 € | Amazon |
| Vaude Aqua pro Back | Hinterradtasche | sehr gut | 59,99 € - 80,00 € | Amazon |
| Ortlieb Back-Roller | Hinterradtasche | sehr gut | 143,72 € | Amazon |
| Ortlieb Classic | Hinterradtasche | sehr gut | 124,99 € | BOC24 |
| Büchel Fahrradtasche | Hinterradtasche | gut | 22,36 € - 34,99 € | Amazon |
Stand der Daten in der Tabelle: 27. August 2025
Befestigung der Fahrradtaschen am Fahrrad
Die meisten Fahrradtaschen werden mit einem Klippsystem am Fahrrad befestigt. Diese Klipps kann man entweder am Fahrradgepäckträger aufhängen oder an extra dafür vorgesehene horizontale Streben. Damit sich die Taschen in Kurven nicht vom Fahrrad abwenden, können gute Gepäckträgertaschen noch mit einer Klemme an den Gepäckträgerstreben befestigt werden. So entsteht eine Drei-Punkt-Befestigung. Alternativ gibt es dazu noch Klettverschlüsse. Diese findet man jedoch meist nur bei Fahrrad Rahmentaschen oder Lenkertaschen. Alle haben den Vorteil, dass man sie schnell lösen und vom Fahrrad abnehmen kann.
Wichtig: Wer eine Tasche am Fahrrad befestigt, sollte darauf achten, dass diese möglichst eng am Fahrrad liegt und die Tasche innerhalb der Halterungen kaum bis keinen Spielraum aufweist. Fährt man über unebene Wege, sollte die Tasche möglichst wenig „hüpfen“. Schwere Ladung hüpft ebenfalls und kann die Last auf die Nähte und Befestigungen der Halterungen aufsummieren und erhöhen. Generell sollte die Ladung möglichst fix in der Tasche sein. Dies gilt auch bei einer Gepäckträgertasche.
Fahrradtaschen für hinten / Fahrradtaschen für Gepäckträger
Die hinteren Fahrradtaschen (Fahrradtaschen für Gepäckträger) haben in den meisten Fällen keine großen Auswirkungen auf den Schwerpunkt vom Fahrrad. Je nach Zuladungsgewicht und Fassungsvermögen (Volumen) kann das Fahrrad zwar im Stand kippen, beim Fahren selbst macht sich dies aber kaum bemerkbar. Gerade wenn man zwei Fahrradtaschen nutzt und sich das Gewicht durch eine optimale Verteilung ausgleicht stellt dies kein Problem dar. Die Taschen werden, wie oben bereits geschrieben, oft an dafür vorgesehene horizontalen Streben befestigt. Aufgrund ihrer Position wird diese Taschenart auch Gepäckträgertasche genannt.
Die Gepäckträgertasche sollte fest sitzen
Beim Installieren der Fahrradtaschen sollte man vor allem darauf achten, dass diese nicht zu weit nach vorne rutschen und zu dicht an die Fahrradpedalen kommen. Beim Treten der Pedalen sollte man nicht mit dem Fuß an die Fahrradtasche für den Gepäckträger stoßen.
Für den Gepäckträger gibt es auch solche Taschen, die man über diesen legt. Man kennt diese Ausführungen vom „Zeitungsjungen“. Hierbei sind beide Taschen fest miteinander verbunden.
Die Fahrradtasche für Gepäckträger ist mitunter die meist verbreitetste Art der Fahrradtaschen. Ebenfalls im Trend sind Fahrradtaschen für den Rahmen oder als Handyhalterung.
Fahrradtaschen für vorne
Die wenigsten Fahrräder haben standardmäßig Halterungen für vordere Fahrradtaschen installiert. Damit man die Fahrradtaschen an der Vorderachse befestigen kann, benötigt man eine besondere Halterung, einen sogenannten Lowrider; dieser wird entweder mit an der Achsschraube oder an der Fahrradgabel befestigt.
Belädt man die vorderen Taschen zu stark, kann sich dies merkbar auf das Fahrverhalten auswirken. In Kurven auf sandigem Untergrund kann das Vorderrad leicht wegrutschen. Auch kann sich, je nach Zuladung, das Lenkverhalten ändern, jedoch ist dies eher zu vernachlässigen.
An der Vorderachse empfiehlt es sich immer mit zwei Fahrradtaschen gleich verteilter Beladung zu fahren. Die Verteilung sollte zu einer 60 : 40 Verteilung vom Gewicht führen. 60% sollten dabei auf die Vorderachse gepackt werden, da die Hinterachse bereits mit unserem eigenen Körpergewicht belastet wird. Andere Quellen sprechen auch von einer 2/3 zu 1/3 Verteilung über die Hinterachse und Vorderachse.
Wichtig ist, dass man die gepackten Taschen am Fahrrad befestigt und eine Probefahrt damit macht. Jeder empfindet das Fahrverhalten anders, eine Faustregel kann man zwar angeben, diese muss jedoch individuell infrage gestellt werden.
Fahrradtaschen für den Rahmen
Es gibt Fahrradtaschen, die befestigt man im Rahmen. Diese Taschen sind vom Fassungsvermögen her eher klein gehalten und bieten Platz für ein Schloss, eine Luftpumpe oder ein wenig Fahrradwerkzeug; größere Sachen kann man damit nicht transportieren. Man unterscheidet hierbei solche Fahrrad Rahmentaschen, die sich innerhalb des Fahrradrahmens befinden und die, die man auf der Querstrebe, der obersten Stange, verankert. Befestigt werden diese Taschen meist mit einem starken Klettverschluss.
Der Nachteil: bei einem klassischen Damenrad sind diese Fahrrad Rahmentaschen nicht zu befestigen. Die großen Rahmentaschen nehmen fast den ganzen Platz des Fahrradrahmens ein und sind dabei nicht viel breiter als ein paar Zentimeter. Anderenfalls kommt man beim Treten mit den Knien gegen die Tasche, dies gilt es auch bei der Beladung der Fahrradtasche zu beachten. Eine Trinkflaschenhalterung ist bei der Tasche vom Bild nicht mehr anzubringen.
Fahrrad Satteltaschen
Den Abschluss bilden die Fahrrad Satteltaschen, diese werden hinten, unter dem dem Sattel befestigt. Diese Helfer gibt es in verschiedenen Größen um z.B. nur das Fahrrad Flickzeug mitzuführen oder die ganze Regenkleidung (Fahrrad Regenjacke und Fahrrad Regenhose) inklusive Trinkflasche.
Hinweis: Wird das Fahrrad auf dem Fahrradträger transportiert, sollte jede Tasche vom Fahrrad abgenommen werden. Die Tasche, auch kleine Taschen, können unter Umständen durch den Fahrtwind so getroffen werden, dass diese abfallen können.
Fahrradtaschen für den Lenker
Die Lenkertaschen sieht man immer wieder bei Fahrradurlaubern, die in ihnen die Fahrradkarte der jeweiligen Region platzieren. Befestigt wird die Lenkertasche häufig per Klettverschluss. Vom Fassungsvermögen ist es eine eher kleine Tasche, in der man problemlos mal eine Getränkeflasche transportieren kann und auch das Handy und der Fotoapparat einen Platz finden, damit ist das Volumen doch oftmals schon ausgereizt.
Den Deckel bildet meistens eine durchsichtige Folie, hinter der man - vor Regenwasser geschützt - Straßenpläne und Fahrradkarten verstauen kann. Schnell abnehmbare Lenkertaschen findet man z.B. von Rixen & Kaul mit dem KlickFix Systemen, ein Hersteller der u.a. auch Fahrradkörbe und anderes Zubehör für Fahrräder herstellt.
Wer mehr Platz am Lenker braucht, der kann auch auf Taschen aus dem Bikepacking zurückgreifen. Die Lenkerrollen haben oftmals mehr Volumen als die klassische Lenkertasche.
Verwandte Beiträge:
- Ultimative Packtaschen für Harley-Davidson: Stil, Stauraum & Komfort perfekt vereint!
- Ortlieb Back-Roller Free im Test: Die besten Fahrradtaschen für dein Abenteuer!
- Fahrradtaschen von Vaude im Vergleich: Die besten Modelle für jede Tour!
- Shimano XTR 11-fach Kassette 11-46 im Test – Die überraschende Performance aus Japan!
- Top Ducati Händler in Niedersachsen: Die besten Standorte und exklusiven Angebote entdecken!
Kommentar schreiben