Die Geschichte von Peugeot Schwinn in Lebach und die Auswirkungen der Umweltprämie

Im Kreis Saarlouis stapeln sich alte Autos auf den Schrottplätzen, während ihre Besitzer die Umweltprämie nutzen, um Neuwagen zu kaufen.

Die Auswirkungen der Umweltprämie auf den Automobilmarkt

Die Umweltprämie, auch "Abwrackprämie" genannt, ist Teil des Konjunkturpakets II und soll den Neuwagenverkauf ankurbeln.

"Die Resonanz der Kunden ist atemberaubend", sagt Karl-Heinz Schaal, Verkaufsleiter der Ford-Centralgarage Schaeffer in Dillingen: "Unsere Verkaufsräume sind von acht bis 19 Uhr rappelvoll, und wir verkaufen auch entsprechend viele Autos."

Gefragt seien aber nahezu ausschließlich Kleinwagen wie Fiesta und Ka, wo zurzeit 95 Prozent der Kunden die Umweltprämie in Anspruch nähmen: "Das übrige Geschäft bleibt aber dabei etwas auf der Strecke."

Die Centralgarage übernimmt für ihre Kunden die komplette Abwicklung, füllt die Anträge aus und kümmert sich um die Verschrottung des Altfahrzeugs.

Ausschließlich Kleinwagen sind auch im Saarlouiser Hyundai-Autohaus Emrich gefragt: "Die Nachfrage ist da, allerdings werden fast ausschließlich die zwölf und mehr Jahre alten Zweitwagen der Ehefrau gegen kleine und billige Ersatzwagen ausgetauscht", berichtet Geschäftsführerin Claudia Emrich.

"Es gibt kaum jemanden, der ein großes Auto verschrottet." Dank der großen Nachfrage sind hier kaum noch Kleinwagen vorrätig.

Peugeot Schwinn in Lebach

Auch beim Peugeot-Autohaus Schwinn in Lebach sind kleine Modelle wie 107 und 207 nahezu komplett ausverkauft.

"Wir haben aber bereits neue Fahrzeuge bestellt, und die Lieferung wurde uns vom Hersteller auch zugesagt", berichtet Elisabeth Schwinn.

Es sei aber zu früh, dies nur auf die Umweltprämie zurückzuführen, sagt Harald Himbert, Chef des gleichnamigen Seat-Autohauses in Saarwellingen.

Hier seien nicht nur Kleinwagen, sondern alle Fahrzeuge quer durch die gesamte Modellpalette gefragt.

ADAC-Warnungen und Tipps zur Umweltprämie

Der ADAC warnt davor, dass die Umweltprämie für viele Autokäufer zur Lotterie werden könnte.

Der Zuschuss werde erst bei Zulassung und nicht schon beim Kauf des Autos fällig.

Das könne dazu führen, dass Käufer von Autos mit langen Lieferzeiten leer ausgehen, wenn am Tag der Zulassung der Prämientopf bereits leer ist.

Zudem sollten folgende ADAC-Tipps beachtet werden:

  • Bei der Kaufberatung Preise und Angebote verschiedener Händler vergleichen.
  • Rabatte sind trotz der Umweltprämie möglich, denn die Umweltprämie ist kein Entgegenkommen des Händlers.
  • Bei Sonderaktionen der Händler genau prüfen, was versprochen wird und weitere Angebote zum Vergleich einholen.
  • Viele neun Jahre alten Autos sind möglicherweise mehr wert als 2500 Euro.
  • Nicht vorschnell ein Auto verschrotten lassen, das auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen höheren Preis erzielen kann.

Insgesamt stehen dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, was rein rechnerisch für 600 000 Autos reichen würde.

Tatsächlich dürfte die geförderte Zahl aber niedriger liegen, da aus diesem Topf auch die Verwaltungskosten finanziert werden.

Sebastian Schwinn und der Motorsport

Ein paar haarige Momente hatte er schon zu überstehen. "Auf der Panzerplatte ist mir so nach 20 Kilometern echt die Luft ausgegangen", pustet Rallye-Fahrer Sebastian Schwinn.

Sebastian Schwinn fuhr einen weißen Peugeot 207 RC.

Die Panzerplatte ist mit 48 Kilometern die längste Asphaltprüfung der Welt - und vielleicht auch die schwierigste.

"Ich musste zwischendurch ein bisschen Gas wegnehmen - nach ein paar Kilometern ging's dann wieder. Für einen Privatier, der nicht immer Rallye fährt, ist diese Prüfung schon weit über der Grenze", erzählt Schwinn.

Ansonsten aber lief für den Beckinger bei der Deutschland-Rallye alles glatt.

"Das war unser dritter Start hier, aber so rund wie diesmal lief noch keine Veranstaltung", sagt der 32-Jährige, der von einem sechs Mann starken Team unterstützt wurde.

Am Ende belegte Schwinn unter 90 Startern den 42. Platz im Gesamtklassement.

In seiner Klasse wurden er Zweiter - und er war schnellster Saarländer.

"Wir können zufrieden sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir 70 PS weniger als unsere direkten Konkurrenten hatten", sagt der Lebacher Autohändler.

Schwinn fährt Rallyes aus Hobby, seine Gegner sind zum größten Teil als Profis in der Junioren-WM unterwegs.

"Deren Renault Clio R3 hat 255 PS, unser Peugeot 207 RC nur 185."

Dennoch hatte Schwinn bis zur 17. von 19 Prüfungen sogar in seiner Klasse geführt.

Am Ende fehlten 8,6 Sekunden.

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