POC Fahrradhelm Test: Sicherheit und Stil im Fokus

Um den Coolness-Faktor des Fahrradhelms war es bisher schlecht bestellt. Zu Unrecht - die neuen Modelle sind nicht nur technisch innovativ, sondern auch stilvoll. Paradoxerweise einem, das auch auch noch in der Lage ist, Leben zu retten. Die Rede ist vom Fahrradhelm.

Doch neuerdings tut sich etwas: spätestens seitdem vor ein paar Wochen eine Kampagne des Verkehrsministers Andreas Scheuer für Aufsehen sorgte. In Kooperation mit der ProSieben Sendung „Germany’s Next Topmodel“ wurden dafür attraktive Models vom Starfotografen Rankin abgelichtet. Sie trugen Unterwäsche - und bunte Fahrradhelme.

Denn auf einmal sind Fahrradhelme tatsächlich ein Thema, und selbst wer sie bisher komplett ausgeschlossen hat, dürfte mittlerweile zumindest schon mal einen Blick in die Shoppingsuche von Google geworfen haben.

Worauf kommt es beim Kauf von Fahrradhelmen an?

„Man muss einen Helm in jedem Fall anprobieren“, meint Eberlein. „In Deutschland gibt es 82 Millionen Menschen - und genauso viele unterschiedliche Kopfformen und Gesichter. Ein Helm kann im Prospekt oder online noch so schön aussehen, mitunter steht er einem einfach nicht.“ Außerdem sollte man sich mit dem Helm wohlfühlen. Daher empfiehlt es sich, den Fahrradhelm ein paar Minuten testweise zu tragen. „Häufig ist es so, dass sich Kunden, die sich mit dem Helm nicht wohlfühlen, ihn dann auch nicht im Alltag tragen.“ Zudem sollte man vor dem Kauf testen, ob man mit dem Verschluss zurechtkommt - und es schadet auch nicht, sich diverse Zusatzfunktionen vom Profi am Modell erklären zu lassen.

Wie sieht ein Fahrradhelm hochwertig aus?

„Uns ist es wichtig, stilvolle Modelle anzubieten, auch um mit dem Klischee aufzuräumen, Fahrradhelme sähen grundsätzlich albern aus“, sagt Isabell Eberlin. „Aufgrund ihres schlichten Designs sind geschlossene Helme mit einer ebenen Oberfläche momentan sehr beliebt. Allerdings wird einem darunter schnell warm, was wiederum im Winter von Vorteil sein kann. Offene Helme haben hingegen den Nachteil, dass man noch einen zusätzlichen Regenschutz benötigt.“ Viele Hersteller bieten zudem vermehrt komplette Kollektionen an: So ist das gesamte Fahrradoutfit, also Regenjacke, Regenhose, Tasche und Helm sowie weiteres Zubehör im gleichen Stil gehalten, wirkt einheitlich - und auch hochwertig.

Wie vermeidet man den Eighties-Look?

Denkt man an Fahrradhelme, kommt einem nicht selten ein kunterbuntes Exemplar in den Sinn. Doch auch was die Farbe der Helme angeht, hat sich inzwischen einiges getan: von Metallic-Tönen über Pastellfarben, bis hin zu gemusterten Modellen - das Angebot wächst kontinuierlich. Ein unauffälliges Schwarz lässt sich gut zu unterschiedlichsten Alltagsoutfits kombinieren. Eine beliebte Alternative ist Weiß, weil es auch klassisch ist und man den Vorteil hat, im Straßenverkehr damit besser wahrgenommen zu werden.

„Andererseits sehen wir aber auch ein Comeback der Knallfarben“, weiß Eberlein. Gerade Gelb oder Pink kämen momentan sehr gut an. Wer ein individuelles Design bevorzugt, hat die Möglichkeit, seinen Helm mit reflektierenden Aufklebern zu versehen, etwa von der Marke „Reflective Berlin“. Von Mustern über geometrische Formen bis hin zu Motiven: Der Helm lässt sich damit nach den eigenen Bedürfnissen gestalten.

Welche Modelle sind derzeit besonders gefragt?

„Faltbare Helme werden momentan besonders gerne gekauft. Die sind einfach wahnsinnig praktisch, weil man sie in der Tasche verstauen kann“, so Eberlein. „Den Helm hat man ja ständig dabei.“ Beliebt ist auch der Airbag-Helm, der eine grundsätzliche Alternative zum klassischen Fahrradhelm darstellt.

Wie viel muss man für einen sicheren Kopfschutz mindestens zahlen?

Ganz gleich ob beim Rad selbst oder bei der Ausrüstung: Nach oben gibt es preislich fast keine Grenzen. Nach unten allerdings auch nicht. Discounter und Onlinehändler unterbieten sich mit Angeboten. Nicht immer steht dabei die Sicherheit der Radler im Vordergrund. „Qualität lässt sich schwer am Preis festmachen“, erklärt Isabell Eberlin und gibt als grobe Richtlinie einen Preis von um die 100 Euro an. Wer sich aber etwas Zeit nimmt, kann mit ein wenig Glück auch hochwertige Helme für weniger Geld finden. Zahlreiche Onlineshops führen Helme aus der Vorsaison, teilweise drastisch reduziert.

Auf welche Prüfsiegel sollte man achten?

Renommierte Hersteller und junge Start-ups liefern sich einen erfrischenden Konkurrenzkampf um die neueste Technik. Jährlich kommen neue Materialien und Technologien auf den Markt. „Was die Sicherheit angeht, sollte man sich deshalb auf jeden Fall regelmäßig Testberichte durchlesen und auf Prüfsiegel achten“, rät Isabell Eberlin. Eine besonders vielversprechende Neuheit kommt aus Schweden und heißt „MIPS“: „Multi-Directional Impact Protection System“. Ein System, das vor Aufschlägen mit unterschiedlichen Bewegungs- und Kraftrichtungen schützen soll. Auch wenn das vielversprechend klingt, ein eindeutiger wissenschaftlicher Beweis fehlt noch.

Airbag-Helm: Eine Alternative?

„Für viele ist es aus ästhetischen Gründen immer noch undenkbar, einen Fahrradhelm zu tragen“, weiß Eberlein. „Wer aus dem Grund ohne Schutz fährt oder sogar ganz auf das Fahrradfahren verzichtet, sollte die Anschaffung eines Airbag-Helms in Betracht ziehen.“ Der Airbag sieht aus wie eine schwarze Halskrause, in seinem Inneren befindet sich eine Gaskartusche. Bevor man losfährt, aktiviert man den Helm - im Falle eines Unfalls bläst er sich dann innerhalb von Millisekunden auf und schützt vor dem Aufprall. Weil er nicht nur den Kopf schützt, sondern auch den Nacken und das Gesicht, ist er bis zu achtmal sicherer als ein Fahrradhelm. „Deshalb ist auch der Preis von knapp 300 Euro auf jeden Fall gerechtfertigt“, meint Eberlein. Transportieren kann man den Airbag im deaktivierten Zustand, so löst er nicht von alleine aus.

Wie oft sollte man den Fahrradhelm wechseln?

Auf jeden Fall sollte man ihn sofort auswechseln, nachdem man einen Unfall hatte, zumindest wenn es sich um ein klassisches Modell aus Hartschaumstoff handelt, meint die Expertin. „Auch, wenn der Aufprall nicht gravierend war, manche Schäden erkennt man nicht auf den ersten Blick.“ Nach drei bis vier Jahren sollte man sich jeden Helm einmal genauer angucken und gegebenenfalls auch austauschen.

Welche Rolle spielt das Gewicht des Helms?

„Eine große!“, meint Eberlein. „Ein schwerer Helm kann schnell die Nackenmuskulatur belasten.“ Andererseits sind leichte Helme eben auch besonders teuer. Die Expertin findet: „Ist der Helm etwas schwerer, gefällt einem aber besonders gut, sollte man sich trotzdem dafür entscheiden, weil man ihn dann öfter trägt.“ Neben dem Preis spielt auch der Helmstil beim Gewicht eine Rolle. Sportliche Helme sind meistens eher leichter, die Modelle im Skate-Look hingegen sind etwas schwerer.

Innovationen und Beleuchtung

Integrierte Beleuchtung bei Helmen gibt es schon länger, inzwischen sogar mit guter Leuchtstärke und Akkuleistung. Vorsicht ist trotzdem geboten. Die meisten Helmlichter erfüllen nicht die Straßenverkehrsordnung, was bedeutet, dass der Fahrer trotzdem noch ein Licht am Rad benötigt. Nach einem simplen Vorder- und Rücklicht, entwickeln Helmhersteller inzwischen aber auch schon Helme mit automatisierter Bremsbeleuchtung, oder Blinkern, die über eine Wippe am Lenker gesteuert werden. Selbst Freisprechanlagen und das Abschicken von Notrufmeldungen im Falle eines Unfalls gibt es inzwischen. Wie beim „Copora Aid“ von Poc. „Im Helm kann eine Rufnummer von einem Angehörigen hinterlegt werden, wenn etwas passiert, wird gleich ein Notruf versendet“, erklärt Isabell Eberlin.

POC Corpora: Schutz und Design für urbane Radfahrer

An Pendler und somit urbane Radler richtet sich der Poc Corpora. Die wollen Schutz und ein annehmbares Design. Beides liefert dieses Modell mit seiner robusten ABS-Schale und der leichten, sportlichen Optik. Die ist aber auch das einzige, was an ihm leicht ist, denn mit rund 500 Gramm Gewicht kann er, dem Magazin "Mybike" zufolge, schon mal drücken. Bei der Polsterung, der Anpassung an die Kopfform sowie bei der Luftzufuhr gibt sich das Modell recht minimalistisch. Den Helm gibt es in drei Farben.

POC Helme im Vergleich: Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und Octal MIPS

Drei Helme, ein Kopf, verschiedene Räder und jede Menge Touren und Kilometer. Unser Autor und Bike-Experte Andreas Lindebner hat die drei POC Fahrradhelme Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und den Octal MIPS miteinander verglichen.

Die POC Helme Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und Octal MIPS haben neben vielen Gemeinsamkeiten unterschiedliche Stärken und Einsatzbereiche.

1. POC Omne Air MIPS

Der Omne Air MIPS ist speziell für Rennradfahrer konzipiert, die auf Geschwindigkeit und Effizienz setzen. Der Helm zeichnet sich durch eine aerodynamische Form aus, die den Luftwiderstand minimiert. Das Design des Omne Air MIPS ist minimalistisch und modern. Die Passform ist durch das 360°-Einstellsystem leicht anpassbar, was den Komfort erhöht und sicherstellt, dass der Helm auch bei langen Fahrten sicher sitzt.

In der Praxis überzeugt mich der Omne Air MIPS vor allem durch sein geringes Gewicht und die hervorragende Belüftung. Bei schnellen Fahrten auf der Straße ist der Helm kaum spürbar und die aerodynamische Form trägt dazu bei, dass der Luftwiderstand minimal ist. Besonders beeindruckend ist die Passform, die auch nach mehreren Stunden Fahrt noch komfortabel bleibt. Durch die effektive Belüftung bleibt mein Kopf auch bei intensiven Anstrengungen kühl. Das MIPS-System vermittelt ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Die auffällige Farbgestaltung am Hinterkopf sorgt für eine bessere Wahrnehmung im Straßenverkehr - ein weiterer Pluspunkt.

2. POC Ventral Air MIPS

Der Ventral Air MIPS wurde für Gravel-Biker entwickelt, die oft auf gemischten Untergründen fahren. Der Helm bietet eine herausragende Belüftung und ist für lange Fahrten optimiert. Mit einem Gewicht von etwa 250 Gramm ist er leicht und dennoch robust genug, um den Anforderungen des Geländes gerecht zu werden.

Der Ventral Air MIPS kombiniert ästhetisches Design mit hoher Funktionalität. Die großflächigen Belüftungsöffnungen sorgen für eine ausgezeichnete Kühlung, selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten. Das 360°-Einstellsystem ermöglicht eine präzise Anpassung an die Kopfform, was den Tragekomfort erheblich verbessert. Wie der Omne Air MIPS ist auch dieser Helm mit dem MIPS-System ausgestattet, das zusätzlichen Schutz bei Stürzen bietet.

Beim Fahren auf gemischten Untergründen mit dem Gravel-Bike hat sich der Ventral Air MIPS als hervorragender Begleiter erwiesen. Die überlegene Belüftung ist sofort spürbar und hält den Kopf auch bei anspruchsvollen Fahrten kühl. Die robuste Bauweise gibt ein sicheres Gefühl, auch wenn der Weg holpriger wird. Der Helm sitzt fest und wackelt nicht, was besonders auf unebenem Gelände wichtig ist.

3. POC Octal MIPS

Der Octal MIPS spielt seine Stärken vor allem bei langen Touren aus, da er hohen Schutz und Komfort hervorragend vereint. Der Helm bietet eine umfangreiche Abdeckung des Kopfes, besonders im Bereich der Schläfen und des Hinterkopfes. Mit einem Gewicht von nur ca. Das Design des Octal MIPS zielt auf maximale Sicherheit und Komfort ab. Große Belüftungsöffnungen sorgen für eine hervorragende Luftzirkulation und verhindern, dass der Kopf überhitzt. Die Passform lässt sich durch das einstellbare System individuell anpassen, was den Tragekomfort erheblich steigert.

Der Octal MIPS zeichnet sich auf langen Touren durch seinen hervorragenden Komfort aus. Die erweiterte Kopfabdeckung vermittelt ein hohes Sicherheitsgefühl und die effektive Belüftung lässt beinahe vergessen, dass man einen Helm trägt. Auch bei längeren Fahrten bleibt der Helm angenehm leicht und belastet den Kopf nicht. …vereint hohen Schutz und Komfort für Dein Bikepacking Abenteuer.

Ein “richtiger” Bikepackingtrip hat zeitlich im Testzeitraum bei mir leider nicht funktioniert, daher habe ich den Helm ausgiebig bei Gravelfahrten, aber auch im Radfahralltag getragen. Das geringe Gewicht, das hervorragende Einstellsystem und die offene Konstruktion haben ihn dabei zu einem perfekten Begleiter gemacht.

POC: Sicherheit und Innovation aus Schweden

Aus Schweden stammend, hat sich POC als renommierte Marke in der globalen Fahrradbranche etabliert, bekannt für erstklassige Schutzausrüstungen, Radbekleidung, Brillen und Helme. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat das Unternehmen das Ziel verfolgt, Athleten im Extremsport optimal vor schweren Verletzungen zu bewahren. Ursprünglich im Skisport aktiv, brachten sie revolutionäre Techniken auf den Markt, um Sportbegeisterte sicherer zu machen. Dieses Engagement lebt bis heute weiter und kulminiert im POC LAB. Hier vereinen sich Experten aus den Bereichen Neurologie, Rückenmarksschutz und Sportmedizin, um Fahrradhelme von höchster Güte zu kreieren. Dabei legt POC nicht nur Wert auf maximale Sicherheit, sondern auch auf ein ansprechendes Design. Ein Helm von POC ist somit immer eine ausgezeichnete Wahl!

Wofür sind POC Helme gedacht?

POC bietet Helme für die unterschiedlichen Einsatzbereiche an. Es spielt also keine Rolle, ob du für das nächste Downhillrennen, die Endurotour mit Freunden, die Mountainbike Runde nach der Arbeit, die Rennradausfahrt oder für deinen Nachwuchs einen Helm suchst - bei POC findest du garantiert einen passenden Fahrradhelm für dich. Besonders beliebte Modelle sind zum Beispiel der POC Coron Air Spin Fullface Helm für den gravity Einsatz und der POC Kortal Race Mips Enduro Helm. Im Rennrad Sektor macht der POC Ventral Air Spin eine besonders gute Figur.

Welche Vorteile bieten mir die POC Fahrradhelme?

POC Fahrradhelme profitieren besonders von der langjährigen Erfahrung und Forschung im POC LAB, wo Hirnforscher, Sportmediziner und Rückenmarks-Spezialisten an den optimalen Schutzvorkehrungen arbeiten. Du bekommst also einen Helm, der nicht nur wahnsinnig gut aussieht, sondern der auch funktional auf dem höchsten Level angesiedelt ist. Neueste Sicherheitsstandards, moderne Technologien und innovative Lösungen sorgen für ein Maximum an Schutz, wenn deine Fahrt abrupt auf dem Boden der Tatsachen endet. Hinzu kommen die unterschiedlichen Einsatzbereiche der POC Fahrradhelme, sodass du den perfekt zu dir passenden Helm auswählen kannst.

Fahrradhelme Testsieger in unserem Sortiment

In zahlreichen Fachzeitschriften und Online-Plattformen stößt du auf umfangreiche Bewertungen zu Fahrradhelmen. Viele unserer Käufer nutzen diese als ersten Anhaltspunkt vor dem Erwerb eines Helms. Es ist uns ein Anliegen, dir die Top-Modelle aus unserem Sortiment vorzustellen. Daher haben wir die am höchsten bewerteten Fahrradhelme für dich zusammengestellt. Sieh dir unseren Fahrradhelme Test & Vergleichsartikel an.

POC Helme im Vergleich
Modell Einsatzbereich Besonderheiten
Omne Air MIPS Rennrad Aerodynamisch, leicht, gute Belüftung
Ventral Air MIPS Gravel Bike Hervorragende Belüftung, robust
Octal MIPS Lange Touren, Bikepacking Hoher Komfort, umfangreiche Abdeckung
Coron Air Spin Downhill, Gravity Fullface Helm
Kortal Race MIPS Enduro MIPS System

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