Der Autódromo Internacional do Algarve in Portimão ist bekannt für seine spektakuläre Strecke mit rasanten Höhenunterschieden, engen Kurven und breiten Geraden. Dazu kommt das milde Klima der Atlantikküste, das auch im Spätherbst ein ideales Rennwochenende verspricht.
Die Rennstrecke von Portimão
Die in nur sieben Monaten für insgesamt 195 Millionen Euro erbaute Rennstrecke von Portimão beeindruckt sofort durch die Modernität ihrer Infrastruktur. Die Biker der World Superbike Championship (World SBK) eröffneten am 2. November 2008 die 4,592 km lange Strecke und waren von den gebotenen Höhenunterschieden überrascht. Die Old-School-Rennstrecke von Portimão mit ihren vielen Steigungen und Gefällen vermittelt dank der Breite des Asphalts (14 Meter!) sowohl den Radfahrern als auch den Piloten Selbstvertrauen. Die Qualität der Arbeit wurde im Herbst 2008 von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) mit der Note 1-T ausgezeichnet.
Streckendetails
- Länge: 4,684 Kilometer
- Start-Ziel-Gerade: 969 Meter
- Kurven: 9 Rechts- und 6 Linkskurven
- Fahrtrichtung: Im Uhrzeigersinn
Wunderschön gelegene Strecke, knapp 15 Kilometer von der Küste im Inland gelegen. Dank dem ganzjährig milden und ausgeglichenen Klima an der Atlantikküste in Portugal ist die Strecke ganzjährig verwendbar. Aus diesem Grund ist Portimão auch ein für Tests sehr beliebter Kurs, der sogar im Winter genutzt werden kann.
Erfolge und Rekorde
Der Rekord mit bis 2020 insgesamt 12 Rennsiegen geht deutlich an den 5-fachen Weltmeister Jonathan Rea. Vom 2. Rennen von 2014 war er bis vor dem zweiten Lauf 2019 auf dem Autodromo do Algarve ungeschlagen. Erst Alvaro Bautista (Ducati) konnte die Serie des Nord-Iren im 2. Rennen von 2019 beenden. Dabei kam dem kleinen Spanier der überlegene Topspeed der MotoGP Replica von Ducati entgegen.
Wenig überraschend ist der 5-fache Weltmeister Kenan Sofuoglu bisher der erfolgreichste Supersport 600 Pilot auf dem Autodromo internacional do Algarve. Zweitbester Fahrer in Portimão ist Jules Cluzel.
Beim Großen Preis von Portugal 2024 lieferte die Strecke ein atemberaubendes Spektakel: Jorge Martín gewann das Rennen vor Enea Bastianini und Rookie Pedro Acosta und setzte sich damit erstmals an die Spitze der MotoGP‑WM. Gleichzeitig sorgten dramatische Duelle hinter den Top Drei, etwa zwischen Bagnaia und Márquez, für zusätzliche Spannung.
Anreise und Unterkunft
Der Flughafen Faro liegt nur eine dreiviertel Stunde entfernt und von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind es knapp zweieinhalb Stunden Fahrzeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Strecken wie Aragon, BuriRam oder Spielberg, ist das Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten hervorragend.
Da gibt es wirklich NÜSCHT direkt in der Nähe. Von Portimao-Hafen/Küste aus ist es eher ne Weltreise (je nach Navi ), kann man aber auch machen. Die Hauptstraße ist recht gut ausgebaut. Penina Hotel & Golf Resort sah beim Vorbeifahren ganz schick aus.
Fahrtzeit von Lagos oder Portimão ist ca. 30 Minuten das tut sich beides nicht viel, einzig die Anreise vom Flughafen Faro ist nach Portimão etwas kürzer.
Ticketinformationen
Vom 7. bis 9. November 2025 kehrt die MotoGP zurück an die portugiesische Algarve. Mitte November 2025 werden die Bedingungen in Portugal vielversprechend sein. Das milde, meist trockene und sonnige Atlantikklima ist ideal für spektakuläre Rennen.
Wer den Portimão MotoGP live erleben will, hat die Wahl. Das klassische Wochenendticket für alle drei Tage gibt es bereits ab 89 Euro. Wer nur zum Hauptrennen am Sonntag kommt, ist mit 75 Euro dabei. Für alle, die den Aufenthalt etwas bequemer gestalten möchten, bietet Global-Tickets Reisepakete mit Hotel und täglichem Transfer zur Strecke. Die Preise starten bei 449 Euro. Wem das noch nicht reicht, der greift zum MotoGP Premier Erlebnis. Eine geführte Streckentour, Einblicke in den Paddock und Fahrerauftritte sorgen dabei für Gänsehaut-Momente. Dieses Rundum-Erlebnis beginnt bei 439 Euro. Wer das Rennen lieber mit Champagner statt Wasser verfolgt, findet im VIP-Bereich den passenden Rahmen.
Portimão Abseits der Rennstrecke
Portimão ist mehr als nur Austragungsort eines großen Rennens. Die Stadt liegt eingebettet zwischen Atlantik und Sandsteinfelsen, das Meer nur wenige Minuten vom Circuit entfernt. Auch die Altstadt von Portimão hat ihre Reize. Kleine Cafés, Marktstände mit frischem Fisch und historische Gassen, die zum Bummeln einladen. Besonders beliebt sind Segeltouren entlang der Küste. Zahlreiche Anbieter legen direkt im Hafen ab.
Historischer Kontext
In den letzten Monaten war die Rutsche von Portimao (Portugal) Schauplatz der wichtigsten Motorsportwettbewerbe: der MotoGP im April, gefolgt von Formule 1 im Mai und einen Monat später die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). In allen drei Fällen haben die Auswirkungen des Coronavirus dazu geführt, dass das Algarve International Autodrome (wieder) einen prominenten Platz im Kalender einnimmt.
Im Jahr 2010 fanden zwei FIA-Weltmeisterschaften in Portugal statt: die GT1 und die WTCC. Der verstorbene FIA-Präsident Max Mosley verkündete im April 2009 sogar, dass die Formel 1 offiziell in die lusitanische Region zurückkehren könne, sofern eine kommerzielle Vereinbarung mit dem Formula One Management (FOM) getroffen werde.
Doch im Jahr 2020 wird Covid-19 die Karten verändern. Es geht nicht mehr darum, den von neuen Veranstaltern versprochenen Gewinn zu erzielen, sondern darum, eine Saison in schlechter Verfassung zu retten. Die Formel 1 wird sich auf die Regionen des alten Kontinents konzentrieren, um die Kopfschmerzen der Grenzschließungen auf der ganzen Welt zu überwinden. Portugal nutzte die Gelegenheit und die Lobbyarbeit, verstärkt durch die Rolle des Staates bei der Verwaltung der Rennstrecke, war von Erfolg gekrönt.
Die Rennstrecke von Portimão gewann die Note 1 (ohne T) am 8. Die 25 Oktober 2020, Lewis Hamilton (Mercedes) wird der erste portugiesische Grand-Prix-Gewinner seit Jacques Villeneuve (Williams-Renault) und übertrifft den bisher von Michael Schumacher gehaltenen Rekord von 91 Erfolgen. An diesem Wochenende entschied sich die WEC zum ersten Mal, sich im Süden Portugals niederzulassen, um die Absage der 1 Meilen von Sebring (Florida) zu kompensieren.
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