Dein Akku geht mitten auf der Tour zur Neige? Die nächste Steckdose ist viel zu weit weg? Kein Problem - solange du eine Powerbank dabeihast. Mit diesen tragbaren Stromspeichern kannst du Geräte unterwegs aufladen.
Doch natürlich stellt sich die Frage: Welche Powerbank ist die richtige? In dieser Übersicht erfährst du, was du beim Kauf beachten solltest: von der Kapazität und Ladegeschwindigkeit bis zum Wasserschutz. Anschließend werden einige empfehlenswerte Powerbanks vorgestellt. Dazu gehören kleine Geräte für Kurzstrecken ebenso wie Powerbanks für ausgedehnte Touren. So findest du garantiert eine Powerbank, die zu deinen Anforderungen passt!
Kriterien für den Kauf einer Powerbank
Kapazität
Das wohl wichtigste Kriterium beim Kauf ist die Kapazität (angegeben in mAh). Sie verrät, wie viel Energie eine Powerbank speichert - und wie oft du Geräte aufladen kannst.
Die Bandbreite reicht generell von 2.000 mAh bis 20.000 mAh oder mehr. Welcher mAh-Wert der richtige ist, hängt vor allem von deinen Geräten ab. Nehmen wir an, du willst ein Smartphone mit 4.000 mAh-Akku einmal komplett laden. Dann benötigst du eine Powerbank mit 4.000 mAh - oder etwas mehr, um Verluste beim Laden auszugleichen. Mit 8.000 mAh wären bereits zwei Ladevorgänge möglich, und so weiter…
Kurz gesagt: Je höher die Kapazität, desto länger bleibst du mit deiner Powerbank autark. Beachte jedoch, dass nicht alle Powerbanks im Flugzeug erlaubt sind. Besitzt das gute Stück mehr als 27.000 mAh, muss es auf dem Boden bleiben. Du darfst eine solche Powerbank weder im Handgepäck noch im aufgegebenen Gepäck mitführen.
Größe und Gewicht
Eine hohe Kapazität macht sich bei der Größe und dem Gewicht bemerkbar. Nicht umsonst wiegen E-Auto-Akkus 200 kg oder mehr. Dasselbe gilt für Powerbanks.
Wer es besonders handlich und leicht mag, findet Modelle unter 100 g. Doch diese speichern kaum genug Strom für ausgedehnte Touren. Große Powerbanks wiederum fassen bis zu 30.000 mAh. Dafür bringen sie locker 500 g oder mehr auf die Waage.
Du siehst also: Ein Kompromiss ist gefragt, wenn du Gewicht einsparen willst. Beliebt bei Tagesausflügen und „Overnightern“ sind Powerbanks mit 10.000 mAh. Diese Geräte liefern genug Strom, um die meisten Smartphones drei- oder viermal aufzuladen. Gleichzeitig beträgt ihr Gewicht selten mehr als 200 g.
Bist du länger unterwegs, empfehle ich eine 20.000 mAh Powerbank. Natürlich kannst du auch zwei kleinere Stromspeicher mitnehmen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn du das Gewicht auf mehrere Taschen aufteilen willst.
Ladeleistung
Je höher die Ladeleistung, desto schneller das Aufladen. Powerbanks für Smartphones, Tablets, Navis etc. liefern meist 10 bis 30 Watt. Laptops wiederum benötigen mehr Leistung. Wenn du sie mit Strom versorgen willst, sind je nach Modell 45 bis 100 Watt nötig. Achte auf die Angaben des Herstellers!
Ein Tipp: Mehr Leistung bringt nicht immer Vorteile. Dein Gerät muss die Wattzahl nämlich auch unterstützen. Ist ein Smartphone z. B. auf 20 Watt limitiert, bringt eine 30 Watt-Powerbank nicht mehr Geschwindigkeit. Natürlich muss auch die Powerbank selbst aufgeladen werden, wenn sie leer ist. Wie schnell das geht, verrät dir der Input - ebenfalls angegeben in Watt.
Ampere in Watt umrechnen - so geht’s
Nicht alle Powerbank-Hersteller geben die Wattzahl an. Oft findet man stattdessen die Stromstärke in Ampere (A). Das erschwert den Vergleich. Doch keine Sorge. Du kannst diese Werte ganz einfach umrechnen:
Watt = Ampere x Volt
Ein Beispiel: Die Powerbank liefert eine Spannung von 5 V und eine Stromstärke von 2,4 A. Nach obiger Formel beträgt die Leistung also 12 W.
Anschlüsse
Kompakte Powerbanks besitzen meist einen USB-Anschluss. Doch wenn du mehrere Geräte gleichzeitig laden möchtest - z. B. Smartphone und Fahrrad-Navi - empfehlen sich zwei Anschlüsse.
Natürlich leert sich der Akku deiner Powerbank so schneller. Ebenso wird die Ladeleistung gesplittet, sodass das Aufladen länger dauert.
Beachte: Auch wenn sich USB-C bei Laptops immer mehr durchsetzt, erfordern viele Modelle einen runden DC-Stecker. Du musst dann einen Spannungswandler dazukaufen. Das gilt auch für die Powerbank selbst.
Empfehlenswerte Powerbanks für Mountainbike-Touren
Hier sind einige Powerbanks, die sich besonders gut für den Einsatz beim Mountainbiken eignen:
- INIU Power Bank: Die INIU BI-B61 besitzt ein abgerundetes, schwarzes Plastik-Gehäuse. Den Akkustand siehst du per Display. Ein nettes, wenn auch nicht essenzielles Feature ist der Clip an der Seite. Damit kannst du dein Smartphone aufstellen - z. B. wenn du YouTube-Clips ansehen oder das Handy bei Zoom Calls nicht in der Hand halten willst. Auch eine Hülle zum Transport wird mitgeliefert. Diese ist praktisch, da der Hersteller auf eine IP-Schutzklasse verzichtet. Wasser- und Staubschutz ist nicht gewährleistet. Die INIU BI-B61 kostet Online etwa 30 Euro. Sie ist in nur 3 Stunden komplett geladen, wenn du ein 20 W-Netzteil verwendest.
- Charmast W1052 Mini: Kein Leistungswunder, dafür aber äußerst günstig und kompakt ist die Charmast W1052 Mini. Für 20 Euro erhältst du eine Powerbank mit 10.000 mAh - oder 10.400 mAh, um genau zu sein. Im Input und Output werden maximal 18 W erzielt. Eher schon eignet sich diese Powerbank für Stromspeicher bis 4.000 mAh Kapazität. Mit 9 x 6,1 x 2,1 cm gehört die W1052 zu den kleinsten Powerbanks. Trotzdem sind drei Ausgänge vorhanden: 2x USB-A und 1x USB-C. Die Powerbank selbst lädst du per USB-C oder Micro-USB. Das Gewicht beträgt gerade einmal 180 g. Wie bei vielen günstigen Powerbanks musst du auf eine IP-Schutzklasse verzichten. Auch ein Display fehlt. Stattdessen zeigen 4 LEDs, wie viel Akkustand noch verbleibt.
- SP-Connect Wireless Powerbank: Diese Powerbank besitzt nur 5.000 mAh Kapazität. Dafür wurde das Produkt genau für die Anforderungen von Bikepackern entworfen. Wie der Name verrät, unterstützt die SP-Connect Powerbank kabelloses Laden. Du musst sie dafür an der Lenkerstange montieren. Anschließend platzierst du dein Smartphone an der Oberseite, wo es von Magneten an Ort und Stelle gehalten wird. Der Vorteil ist klar: Du kannst dein Handy während der Fahrt aufladen und gleichzeitig benutzen. Vor allem beim Navigieren ist das ein echter Game-Changer. Damit dein Smartphone auf der Powerbank hält, benötigst du das SP Phone Case. Diese Hülle kostet noch einmal 40 Euro und ist in mehreren Größen verfügbar. Unter anderem bietet SP-Connect Cases für Samsung-, Google- und Xiaomi-Smartphones sowie iPhones an. So kannst du dein Handy außerdem vor Stößen schützen. Zu guter Letzt benötigst du einen SP-Connect Mount, um die Powerbank selbst zu befestigen. Wie man es vom Hersteller kennt, ist die Wireless Powerbank hochwertig verarbeitet, stabil und wetterfest - also ideal für den Outdoor-Einsatz. Beachte jedoch, dass die Ladeleistung nur 10 W beträgt. Zum schnellen Aufladen deiner Geräte eignet sich die Powerbank daher kaum.
- Topeak Powerpack: Auch diese Powerbank richtet sich speziell an Bikepacker. Sie besitzt eine Kapazität von 6.000 mAh und verfügt über zwei Ausgänge. So kannst du z. B. Smartphone und Fahrrad-Navi gleichzeitig laden. Praktisch: Ein spezielles Befestigungssystem wie bei SP-Connect ist nicht nötig. Die Powerbank lässt sich per Gurt am Vorbau festzurren. Ist dort kein Platz, kommt auch das Oberrohr infrage. Alternativ kannst du das gute Stück an der GoPro-Halterung montieren. Wer sich schnelles Laden wünscht, wird leider enttäuscht. Die Leistung beträgt maximal 10 W. Lädst du zwei Geräte, erhält jedes davon 5 W. Ein kompletter Ladevorgang kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Eher schon eignet sich der Topeak Powerpack, um die Akkulaufzeit während der Fahrt zu verlängern. Nichts zu meckern gibt es bei der Verarbeitung. Diese ist dank Glasfaser äußerst hochwertig und robust. Wenn die Anschlüsse gerade nicht gebraucht werden, kannst du sie mit Gummikappen verschließen. Das sorgt für den nötigen Wasserschutz.
- KNOG Powerbank Blinder: Dass Outdoor-Powerbanks auch mehr Ausdauer bieten können, zeigt das Modell „Blinder“ von KNOG. Hier erhältst du 10.000 mAh Kapazität - also etwa so viel wie bei den meisten klassischen Powerbanks. Dazu kommt die einfache Montage. Per Klettband kannst du die Powerbank am Oberrohr befestigen. Anschließend verbindest du das Kabel mit dem Gerät, das du laden willst. KNOG empfiehlt diese Powerbank explizit für seine Front-Scheinwerfer. Zusätzlich zum starren Kabel ist jedoch ein USB-C Ausgang vorhanden. Es spricht nichts dagegen, die Powerbank Blinder mit einem Smartphone zu verbinden. Über die Ladeleistung schweigt sich der Hersteller indes aus. Dafür steht der Schutz im Vordergrund. Die Powerbank ist nach IP67 zertifiziert - der zweithöchsten Schutzklasse überhaupt. Nicht nur sorgen gummierte Kappen dafür, dass der USB-Port frei von Staub bleibt. Auch Untertauchen stellt - zumindest kurzfristig - kein Todesurteil dar.
- Anker Power Core: Den Abschluss dieser Liste bildet die Anker Power Core: ein echtes Ausdauer-Wunder mit 20.000 mAh Kapazität. Das ist genug, um die meisten Handys drei- oder viermal aufzuladen. Natürlich kannst du die Stromversorgung auch splitten. Die Power Core besitzt 2 USB-A Ausgänge. Daneben ist ein USB-C Port vorhanden. Dieser dient jedoch nur zum Laden der Powerbank. Laut Hersteller dauert es 10 Stunden, bis der Akku komplett befüllt ist. Für das Aufladen externer Geräte liefert die Powerbank 2,4 A - umgerechnet 12 W. Das ist kein Spitzenwert. Die „kleine Schwester“ Anker Nano lädt Geräte dank 30 W deutlich schneller auf. Interessant ist jedoch ein Feature namens Trickle Charge (auf Deutsch: Tröpfchenladung). Der Hintergrund: Geräte wie Earbuds ziehen so wenig Strom, dass sich herkömmliche Powerbanks beim Laden gern ausschalten. Trickle Charge behebt dieses Problem. Allerdings musst du Abstriche machen. Ein Display ist nicht vorhanden. Stattdessen wird der Akkustand mit vier LEDs angezeigt. Wasser- sowie Staubschutz fehlt, und auch ein „Leichtgewicht“ solltest du nicht erwarten.
Hier ist eine Übersichtstabelle der vorgestellten Powerbanks mit ihren wichtigsten Daten:
| Powerbank | Kapazität | Output | Gewicht |
|---|---|---|---|
| INIU Power Bank | 10000 mAh | 22,5 W | 195 g |
| Charmast W1052 Mini | 10400 mAh | 18 W | 180 g |
| SP Connect Wireless | 5000 mAh | 10 W | k.A. |
| Topeak Powerpack | 6000 mAh | 10 W | 280 g |
| KNOG Powerbank Blinder | 10000 mAh | k.A. | 210 g |
| Anker 325 Powerbank | 20000 mAh | 12 W | 343 g |
Alternativen zur Powerbank: Handyhalterungen mit integrierter Ladefunktion
Neben den klassischen Powerbanks gibt es auch innovative Handyhalterungen mit integrierter Ladefunktion für dein Mountainbike. Diese Lösungen bieten oft eine Kombination aus sicherer Smartphone-Befestigung und kabellosem Laden während der Fahrt:
- SP Connect Phone Case SPC+ und Wireless Powerbank SPC+: Der bewährte Twist-to-Lock-Mechanismus, mit dem auch die Powerbank einfach in den Aufbau integriert werden kann, ist so simpel wie durchdacht. Die neue Wireless Powerbank SPC+ nutzt die Ladefähigkeit der Hülle und versorgt das Smartphone laut Hersteller mit einer Kapazität von 5.000 mAh. (In der Regel liegen die typischen Nennkapazitäten aktueller Smartphones zwischen 2.500 und 5.000 mAh). Mit der Wireless Powerbank SPC+ lässt sich das Handy unterwegs schnell und kabellos mit Energie versorgen. Durch zwei SP-Connect-Anschlüsse kann die Powerbank SPC+ zwischen Halterung und Smartphone gesteckt werden - so geht beim Navigieren nicht so schnell der Saft aus. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Befestigung des Phonecase SPC+: am Lenker (Universal Mount) oder am Vorbau (Micro Stem Mount Pro).
- COMPIT+/POWER von SKS: Dieses Set besteht aus einer Smartphone-Halterung und einer Powerbank. Jedes Mobilgerät, das mit kabelloser Ladefunktion ausgestattet ist, kann mit der Powerbank (10.000 mAh) verbunden und unterwegs geladen werden. Neben Klemmarmen bietet das Komplettset mit beigelegten Spacern auch die Möglichkeit, den Handyhalter an E-Bikes mit Mittel-Displays zu befestigen.
- Lunivo Powerbank mit Lenkerhalterung: Die Kapazität der Lunivo Powerbank reicht aus, um die meisten Smartphones mindestens einmal komplett zu laden. Bei einigen Navigationsgeräten reicht sie sogar für mehrere Ladungen. Dank der flexiblen Lenkerhalterung kannst du den Zusatzakku direkt am Lenker deines Bikes befestigen und ihn via USB-Kabel schnell mit deinem Smartphone oder einem anderen Gerät verbinden. Drei LEDs zeigen dir dabei die verbleibende Akku-Kapazität der Powerbank an. Stellst du dein Fahrrad ab, löst du die kleine Energiezelle einfach vom Halter und nimmst sie mit.
- Goobay 60656 Bike Powerbank 5.0: Diese Halterung hält zwar kein Handy, dafür aber eine Powerbank. Ihre Akkuleistung gibt der Hersteller mit 5000 mAh an. Im Gegensatz zu den anderen verglichenen Powerbanks verfügt dieses Modell über eine integrierte Taschenlampe.
- Sunslice Solar Cyclotron: Im Vergleich zur Halterung von SKS, die auf ein Clip-System setzt, verwendet Sunslice einen Klemmmechanismus. Die Powerbank bietet laut Hersteller eine Kapazität von 5000 mAh. Das entspricht etwas mehr als der durchschnittlichen Akkukapazität eines Smartphones. Geladen werden kann das Smartphone dabei über Kabel und Induktion - also drahtlos.
- Fischer Handyhalterung mit Musikbox: Ihre Besonderheit ist die integrierte Musikbox. Sie eignet sich eher für gemütliche Radler:innen, die einen entspannten Sommerausflug an den See unternehmen. Schön: Die Halterung bietet sogar eine Freisprechanlage. Das reduziert die Unfallgefahr beim Telefonieren auf dem Rad enorm. Per USB-Kabel verbinden Sie Ihr Smartphone übrigens mit dem 4400 Milliamperestunden (mAh) großen Akku.
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