Die Pyrenäen mit ihren wilden, zerklüfteten Bergen und den kurvigen, einsamen Straßen sind ein Paradies für Motorradfahrer. Die Pyrenäen - ein 400 Kilometer langer Gebirgszug, der sich vom Atlantik zum Mittelmeer erstreckt und Frankreich von Spanien trennt. Als Insel mittendrin liegt der Zwergstaat Andorra. Rund 200 Pyrenäengipfel reichen über 3000 Meter.
Tourenplanung und Tipps
In diesem Beitrag finden Sie einige Infos, Tipps und Hilfsmittel für die Planung Ihrer Tour. Es ist fast unmöglich, für die An- und Heimreise Tipps zu geben sowie ordentliche Routenvorschläge zu machen - die Anforderungen sind einfach zu individuell.
Der Eine reist auf eigener Achse an, der andere mit PKW und Hänger. Der nächste hat weniger Zeit und zieht über die Autobahn durch, der übernächste hat keinen Termindruck und reist über die Landstraße durch die Vogesen, das Jura, über die Route des Grandes Alpes und nimmt noch die Cevennen mit. Der eine kommt von der Atlantik-Seite, der andere vom Mittelmeer. Und so weiter und so weiter …
So gibt es 1001 Möglichkeiten, die Pyrenäen zu erreichen und von dort entweder wieder heim, nach Süden oder doch nach Osten in die Picos de Europa weiterzuziehen.
Die Varianten sind so vielfältig, dass hier nicht darauf eingegangen werden kann. Konzentrieren wir uns daher auf verschiedene Möglichkeiten, die Pyrenäen zu durchqueren. Die folgenden Vorschläge sind zur Inspiration gedacht und können bzw. sollen individuell angepasst und miteinander kombiniert werden.
Man muss sich vielmehr die Frage stellen: »Was will ich, was erhoffe ich mir von der Reise?« Will ich schnell vom Mittelmer an den Atlantik? Dann reichen drei Tage bolzen dafür aus. Will ich mir auch den einen oder anderen Pass neben der Strecke gönnen, mal innehalten, um Dörfer, Landschaft und Küche zu genießen? Dann können aus drei Fahrtagen schnell mal acht bis zehn werden.
Alles eine Frage des persönlichen Fahrstils und Zielsetzung der Reise. Um einen groben Anhaltspunkt für die Planung zu geben, schauen wir auf die nüchternen Fakten. Die kürzeste Strecke ist rund 900 km lang. Im Durchschnitt sind auf Passstraßen anderenorts noch rund 50 km je Stunde möglich. In den Pyrenäen ist es aufgrund des kurvigen Streckenprofils eher realistisch, das Stundenmittel bei ca. 40 km oder weniger anzusetzen, um stressfrei durchs Geläuf zu kommen.
Macht bei einer Viertages-Tour sechs Stunden reine Fahrtzeit. Ergänzt um Pausen, Tank- und Fotostopps ergibt sich eine Brutto-Fahrzeit von 8 bis 9 Stunden am Tag, je nach persönlichem Gusto. Hier mag nun jeder selbst seine eigenen Werte in die Gleichung eintragen. Man sollte aber immer noch einen kleinen Puffer für Umleitungen, evtl. Orientierungsprobleme, sowie Tankstellensuche und ggf. Die Grafik oben ist Ihnen vielleicht eine kleine Hilfe bei der Planung Ihrer Tagesetappen.
Kartenmaterial
Wer gerne gedrucktes Kartenmaterial zur Planung und für die Reise einsetzt, hat es bei der großen Auswahl von geeigneten Landkarten nicht einfach. Mit den »Gelben« von Michelin kann man aber in der Regel nichts falsch machen. Für die französische Seite der Pyrenäen benötigt man somit mehrere Einzelkarten der gelben »Michelin local«-Karten:
- Michelin local 342 Hautes-Pyrénées / Pyrénées-Atlantiques
- Michelin local 343 Garonne-Tal, Pays de Foix
- Michelin local 344 Roussillon
Michelin bietet zusätzlich die grünen »Michelin zoom«-Karten im Maßstab 1:150.000 an, die sowohl die französische als auch die spanische Seite der Pyrenäen abbilden:
- Michelin zoom 146 Östliche Pyrenäen, Andorra
- Michelin zoom 145 Hochpyrenäen
- Michelin zoom 144 Atlantische Pyrenäen, San Sebastian, Biarritz
Will man weiter zu den Picos de Europe, sind diese zoom-Karten geeignet:
- Michelin zoom 143 Costa de Cantabria / Kantabrische Küste
- Michelin zoom 142 Asturien, Costa Verde
Wie das Landkartenhaus die grünen Michelin Zoom Karten beschreibt: Die zoom-Karten stellen in verschiedenen Maßstäben besonders gefragte oder im Normalblattschnitt zerrissene Gebiete nochmals extra dar.
In Spanien sind sie eine gute Alternative für die Lokal-Karten, die es hier nicht gibt. Die Blätter decken aber hauptsächlich die Küstengebiete Spaniens ab, also die sehr touristischen Gebiete der Atlantikküste, der Pyrenäen und der Mittelmeerküste. […]
Die Zoom-Karten haben einige zusätzliche Informationen im Gegensatz zu Regional- und Lokal-Karten. Beispielsweise werden die Sehenswürdigkeiten des Guide Vert (grüner Reiseführer von Michelin) farbig hinterlegt, Fernwanderwege und Grandes Randonnées (GR, Fernwanderwege in Frankreich) dargestellt und Einkaufszentren eingezeichnet. Ebenso sind hier Durchfahrtslimits wie Breite oder Höhe angegeben.
Beste Reisezeit
Da die Routen Sie immer wieder auch über höhere Pässe führen werden, bleibt nur der Zeitraum zwischen Mitte/Ende Mai und Anfang/Mitte Oktober.
Mitte Juni bis Anfang Juli sind die Tage länger hell und die Vegetation ist noch schön grün. Die Temperaturen am Tag sind angenehm bis eher kühl.
Im Juli ist meist die Tour de France in den Pyrenäen unterwegs (Sperrung von Strecken!) und die Ferienzeit beginnt in Spanien und Frankreich. In den Hochsommermonaten steigt auch die Gefahr von Gewittern.
Nach den Ferien Ende August/Anfang September wird es wieder etwas ruhiger, die (Fahr-)Tage werden aber zunehmend kürzer, die Temperaturen und die Übernachtungspreise sinken.
Im Oktober ist man wieder alleine auf den Straßen unterwegs, dafür können die Temperaturen ungemütlich werden.
Bei der Planung sollte man auch immer die Termine von Radsportveranstaltungen im Auge behalten, deren Streckenführung gerne über die bekannten Anstiege führen. Bestes Beispiel ist hier die Tour der France, die i.d.R.
Empfehlenswerte Pässe und Strecken
Col du Tourmalet
Der 2.117 Meter hohe Col du Tourmalet gehört zu den anspruchsvollsten Anstiegen der Tour de France. Der höchste französische Pyrenäenpass bietet aber auch Motorradfahrern einige Reize. Am besten fährt man ihn von Lourdes an.
Auf der Passhöhe geht es ziemlich eng zu und meist weht ein ziemlich starker Wind. Auf Helme, Handschuhe und auf alles andere, was runterfallen oder wegfliegen kann, sollte deshalb geachtet werden. Fahrtechnisch stellt der Tourmalet keine besonders hohen Anforderungen.
Col d’Aspin
Östlich des Col de Tourmalet befindet sich der Col d’Aspin, ein schön zu fahrender Pass mit beeindruckender Aussicht auf die Riesen der Pyrenäen.
Col du Pourtalet
Der abwechslungsreiche Col du Pourtalet überrascht mit seinen 1.794 Höhenmetern an jeder Ecke und die Aussicht von der Passhöhe ist phänomenal. Zu den Hot-Spots der Pyrenäen zählen die Dents du Midi, eine markante Felsgruppe, die sich nördlich der Passhöhe des Pourtalet aus den umliegenden Bergen erhebt. Wer den Blick darauf ungestört genießen möchte, fährt auf der spanischen Seite ein Stück talwärts.
Col d’Aubisque
Der Col d’Aubisque ist ein berühmter Pass in den französischen Pyrenäen, der vor allem durch seine Bedeutung bei der Tour de France bekannt ist, bei der er zu den härtesten Anstiegen zählt. Er verbindet das Tal von Luz-Saint-Sauveur mit dem Val d’Azun und liegt auf einer Höhe von 1.709 Metern. Die gut 17 Kilometer lange, enge Trasse direkt am Steilhang ist stellenweise ungesichert und kommt fast ohne Kehren aus.
Col de Peyresourde
Der Col de Peyresourde ist mit seinen 1.569 Metern nicht besonders hoch und bietet auch keine extravagante Streckenführung. Dennoch ist er weder aus der Geschichte der Tour de France wegzudenken, noch ist er anspruchslos zu fahren. Der Peyresourde ist etwas für Genießer, auch wenn er manchmal zum Angasen einlädt.
Sobald der östlichen Startort Bagneres de Luchon im Rückspiegel verschwunden ist, windet sich die D 618 durch ein Hochtal. Je höher die Straße steigt, desto kurzweiliger wird die Passfahrt. Schon von weitem fallen die Kehren unterhalb der Passhöhe ins Auge. Die letzten Höhenmeter bis zum urigen Holzhaus auf der Passhöhe machen Spaß.
Col de Larrau
Dieser 1.760 m hohe Pass hat drei Zufahrten: eine in Isaba auf der spanischen Seite und zwei in Frankreich, Larrau und Arette. Der interessanteste Zugang ist der von Larrau. Entlang des Gave de Larrau geht es gemütlich bis zur Abzweigung auf die D 113 nach St. Engrace. Die Landschaft ist bergig, grün und menschenleer.
Am Col des Suscousse ändert sich die Streckenführung. Nun geht es kurvig und manchmal fast hakenförmig durch den Wald. Bei der Einmündung in die D 132 ändert sich das Bild erneut. Die Straße wird breiter, der Belag glatter. Doch Vorsicht: Auf einer unübersichtlichen Kuppe biegt die Straße plötzlich nach rechts ab. Eine lange Gerade endet abrupt in einer scharfen Linkskurve mit knackiger Steigung.
Somport
Zahlreiche Pyrenäenpässe verbinden Frankreich mit Spanien. Der 1.632 Meter hohe Somport gehört dabei zu den Klassikern. Besonders der spanische Teil der Strecke präsentiert sich in gutem Zustand und macht mit Superbikes genauso viel Spaß wie mit Tourern oder Enduros. Die ansteigende Strecke erleichtert das Überholen durch verbreiterte Passagen.
Dennoch ist die Strecke verkehrsarm, denn seit 2003 unterquert der acht Kilometer lange Tunnel de Somport die Passstraße. Bis kurz vor die Passhöhe lässt es sich auf dem Somport zügig fahren. Dort lädt das Café vor der Grenze zu einer Pause ein.
Col de Pailheres
In Usson-les-Bains beginnt die Auffahrt zum 2.001 Meter hohen Col de Pailheres. Die kurvige Strecke windet sich den Berg hinauf und rumpelt über kurze Zwischengeraden, bis eine massive Felswand die ohnehin nicht üppige Fahrbahnbreite weiter einschränkt. Kurz darauf klebt eine Serpentine am Hang, die viele Motorräder in den ersten Gang zwingt.
Port del Cantó
Der 1.725 Meter hohe Port del Cantó bietet weder ein grandioses Panorama noch einen einprägsamen Scheitel, dafür aber unvergleichliche Kurvenerlebnisse. Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Cantó vom westlichen Sort oder vom östlichen Adrall aus in Angriff nimmt. Serpentinen gibt es überall, manche sogar mit mehr als 180 Grad.
Port d’Envalira (Andorra)
Die Steueroase Andorra ist ein Touristenmagnet für Schnäppchenjäger. Vor allem an den Wochenenden und im Ferienmonat August führt dies leider zu starkem Verkehrsaufkommen (Achtung Blitzer!). In Andorra findet sich auch der höchste asphaltierte Pass der Pyrenäen, der 2.408 m hohe Port d’Envalira. Er hat keine Wintersperre und ist somit die höchstgelegene ganzjährig befahrbare Passstraße Europas.
Wer Zeit hat, kann sich auf der weltweit längsten Allwetter-Rodelbahn vergnügen oder beim bekannten Aussichtspunkt Mirador del Roc del Queram auf dem gläsernen Skywalk 1000 Meter in die Tiefe blicken. Richtig schön ist Andorra allerdings erst abseits der Hauptdurchgangsroute.
Flugplatz Peyresourde
Wenn man von Frankreich kommend die D-618 über den Col de Peyresourde fährt, lohnt sich dieser kurze Abstecher nicht nur für James-Bond-Fans. Kurz vor der Passhöhe zweigt die D-117 etwas unauffällig ab und führt schwungvoll auf rund 8 km nach Peyresourde, einem nicht sonderlich attraktiven Retorten-Ort auf 1.700 m.
Direkt am Ortseingang rechts geht es zu diesem besonderen Flughafen, den viele aus der Anfangssequenz des James Bond-Films »Der Morgen stirbt nie« kennen. Die 600 m lange Start-/Landebahn ist extrem abschüssig und erinnert eher an eine Rodelstrecke. Sehr eindrucksvoll!
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Der Foz de Arbayún ist ein spektakulärer Canyon, der vom Fluss Salazar geformt wurde.
- Die Gorges de Galamus ist eine atemberaubende Schlucht, die entlang des Flusses Agly verläuft und sich durch ihre steilen Felswände und ihre beeindruckende, wilde Schönheit auszeichnet.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf den Spuren eines jahrhundertealten Saumpfades mit Sprengungen Raum für die Straßenverbindung zwischen den beiden Départements geschaffen. Heute brettern auf der schmalen, kurvigen Landstraße die Einheimischen selbst mit Lieferwagen halsbrecherisch um die Kurven. Es kracht dort regelmäßig, denn der Gegenverkehr hat kaum eine Chance. Es gibt nur sehr wenige Ausweichstellen entlang der engen Passage zwischen den Felsen. Das Anhalten in der Schlucht zum Fotografieren ist nicht erlaubt.
Die Schlucht ist seit einigen Jahren für Reisebusse, Wohnmobile und Wohnwagen gesperrt. Während der Hauptsaison vom 7. Juli - 31. August wird täglich von 13-19 Uhr in der Schlucht ein durch Ampeln gesteuerter Richtungsverkehr eingerichtet, der alle 15 Minuten wechselt. Vom Süden angefahren, befindet sich kurz vor der Schlucht ein Parkplatz mit Aussichtspunkt und Gastronomie.
Carcassonne
Die Mischung aus Geschichte, Architektur, Natur und Kulinarik macht Carcassonne zu einem besonderen und faszinierenden Ziel. Wahrzeichen der Stadt ist die beeindruckende mittelalterliche Festungsanlage „Cité de Carcassonne“, die als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist.
Die Altstadt, die auf einem Hügel thront, ist von einer massiven, gut erhaltenen Stadtmauer umgeben, die zu den größten und beeindruckendsten Europas zählt. Mit 52 Türmen, Zinnen und doppelt ausgeführten Mauern wirkt die Stadt wie aus einem Mittelalterfilm. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Cité fühlt sich an, als würde man in eine andere Zeit eintauchen.
Im Herzen der Festung steht das Château Comtal, ein prächtiges Schloss, das im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Es gibt Einblicke in das Leben im Mittelalter und eine fantastische Aussicht auf die Umgebung. Die Ausstellungen zeigen Waffen, Rüstungen und die Geschichte der Stadt.
Ein wahres architektonisches Meisterwerk ist die Basilika Saint-Nazaire. Diese Kirche vereint romanische und gotische Elemente und ist besonders berühmt für ihre farbenfrohen Glasfenster, die eine eindrucksvolle Lichtstimmung im Inneren erzeugen.
Carcassonne ist seit Jahren ein extrem beliebtes Ziel von Touristen aus aller Herren Länder.
Bahnhof Canfranc
Der Bahnhof Canfranc (Estación Internacional de Canfranc) ist ein Grenzbahnhof zwischen Spanien und Frankreich im gleichnamigen Ort. Seit Unterbrechung der Bahnstrecke in Frankreich 1970 dient er nur noch als Endbahnhof im Regionalverkehr und wartet, seit 2019 verkleinert und in frühere Nebengebäude verlegt, auf die für 2032 geplante Wiederinbetriebnahme des durchgehenden Verkehrs. Ende Januar 2023 wurde im Hauptgebäude ein Luxushotel eröffnet.
Ein riesiger Bahnhof am Ende der Welt.
Motorradfreundliche Unterkünfte
Die Französischen Pyrenäen sind ein Traumziel für Motorradfahrer, die atemberaubende Landschaften, kurvenreiche Straßen und unvergessliche Fahrerlebnisse suchen. Erkunden Sie die malerischen Straßen, bewundern Sie die majestätischen Gipfel und entdecken Sie charmante Dörfer entlang Ihrer Route.
Hier sind einige empfohlene Unterkünfte:
- Bikers Paradise - villa du parc: Ein motorradfahrer-freundliches Tourenhotel in Prades, das seit 2003 besteht. Es bietet Annehmlichkeiten wie Lappen/Eimer/Wasser, kleine Werkzeug-Auswahl, Straßenkarten, Motorrad-Zeitschriften, eigene Roadbooks und geführte Tagestouren.
- Maison Las Clauzes: »Das Haus am Weinberg« ist seit 1996 ein TF-Partnerhaus unter deutscher Leitung. Es bietet Touren in die reizvolle Nahumgebung, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet sowie ein hochwertiges Mehrgangmenü am Abend.
- La Maison Vue Pyrénées: Der perfekte Ausgangspunkt für jeden Biker-Traumaufenthalt an der französisch-spanischen Grenze. Es verfügt über drei Doppelzimmer mit Bäder en suite, einen Pool mit Aussicht auf die Berge und sichere Parkplätze für Ihr Auto und Motorradanhänger.
- Auberge des 3 Baudets: Ein im 18. Jahrhundert errichteter Bauernhof, der mit viel Liebe und Aufwand renoviert und umgebaut wurde. Motorradfahrer finden hier eine Unterkunft mit besonderem Charme und einen idealen Standort für erlebnisreiche Pässe-Touren.
Regionale Informationen
Midi-Pyrénées ist eine der größten Regionen in Frankreich und auch ein fantastisches Gebiet für einen Motorradurlaub. Es verfügt über eine große Anzahl Motorradhotels und Motorrad-Campingplätze, die Ihnen die Gelegenheit geben, die vielseitigen Landschaften und historischen Städte wie Toulouse, Montauban und Tarbes ausführlich zu erkunden. Zwischendurch können Sie auch noch Andorra besuchen, das im Süden an diese Region grenzt.
Toulouse und das Zentral-Massiv
Im Norden dieser Region befindet sich die Hochebene des Zentral-Massivs, wo Hügel, Wälder und Flüsse die Aussichten bestimmen. Hier befindet sich auch Toulouse, die Hauptstadt von Midi-Pyrénées. Die alte Stadt Toulouse ist bekannt wegen ihrer historischen Kirchen und Kathedralen. Etwas kleiner, aber sicher ebenso fotogen, ist Montauban. Die Häuser und Gebäude bestehen hier größtenteils aus roten Backsteinen, was der Stadt ein besonderes Aussehen verleiht. Tarbes ist von vergleichbarer Größe, befindet sich aber südlicher, in der Nähe des Walfahrtortes Lourdes.
Motorradfahren in den Pyrenäen mit einem Zwischenstopp in Andorra
Übernachten Sie auf einem der Motorrad-Campingplätze in der Umgebung von Tarbes, dann müssen Sie natürlich auch einen Abstecher in die Pyrenäen machen. Eine abenteuerliche Motorradfahrt ist die über den 1600 m hohen Pass Col de Peyresourde. Die Route ist 115km lang und beginnt und endet im Ort Lannemezan, ca. 30km von Tarbes entfernt. Etwas weiter östlich befindet sich der Kleinstaat Andorra, der mit dem Port d’Envalira auf 2400m den höchsten Bergpass von Europa hat. In den Pyrenäen gibt es verschiedene Motorradhotels und Motorrad-Campingplätze, sodass eine Schlafstelle schnell gefunden ist.
Sicherheitshinweise
Auf der französischen Seite ist der Straßenbelag eher schlechter und die Straßen oft schmal und „kernig“. Auf der französischen Seite regnet es meist häufiger und länger, dafür ist die Vegetation aber grüner.
Für die kälteren Tage bietet sich die Fahrt auf der spanischen Seite an.
Gesetzliche Bestimmungen
- Frankreich: Ja, sofern sie fest im Helm installiert sind. Die Benutzung einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder eines anderen Headsets in Fahrzeugen ist in Frankreich seit 1.7.2015 verboten. Sogar Fahrräder und Motorräder sind von der neuen Regelung betroffen.
- Ja. Fahrer und Beifahrer müssen Handschuhe tragen. Frankreich: Die Handschuhe müssen einer CE-Norm entsprechen und ein CE-Zeichen enthalten. Handschuhe mit herausgetrenntem CE-Zeichen gelten als nicht zertifiziert.
- In Frankreich ja, in Spanien nein. Frankreich: Helme müssen mit vier reflektierenden Aufklebern versehen sein. Ein Motorradhelm muss vier reflektierende Aufkleber haben, einen auf jeder Seite: vorne, hinten, rechts...
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