Entdeckungstour auf dem Queichtal Radweg: Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse

Der Queichtal Radweg erstreckt sich von der Quelle der Queich bei Hauenstein im Pfälzerwald bis zur Mündung in den Rhein in der Rheinebene. Diese Tour führt durch abwechslungsreiche Landschaften, von idyllischen Weinbergen der Deutschen Weinstraße bis zu den weiten Ebenen des Rheintals.

Streckenverlauf und Highlights

Der Radweg beginnt in Hauenstein und führt zunächst abwärts durch das idyllische Queichtal über Wilgartswiesen bis nach Rinnthal. Hier wechselt der Radweg auf einen straßenbegleitenden Radweg neben der Landstraße, über Sarnstall nach Annweiler am Trifels.

Annweiler am Trifels

In Annweiler verläuft der Weg mitten durch die historische Altstadt des pittoresken Städtchens. Oberhalb von Annweiler thront der Trifels, die einst vornehmste Reichsfeste der Stauferzeit. Der Trifels erlangte Berühmtheit als mittelalterliches Staatsgefängnis für den englischen König Richard Löwenherz.

Weiterfahrt durch die Weinregion

Anschließend radeln Sie weiter entlang der alten B 10 auf einem ausgebauten Radweg nach Queichhambach, danach ein Stück auf der Landstraße bis Albersweiler und dann wieder auf einem Radweg bis in das schmucke Winzerdorf Siebeldingen. Von hier aus führt die Route immer entlang der Queich über Godramstein nach Landau.

Landau in der Pfalz

Ein Besuch der Stadt Landau, der südpfälzischen Metropole, sollte auf Ihrer Tour nicht fehlen. Ob im erfrischenden Wellenbad, im warmen Thermalbecken oder in der Saunalandschaft - das Erlebnisbad ist der ideale Ort, um sich eine Auszeit zu gönnen und neue Energien zu tanken. Danach geht es beschwingt weiter über Offenbach und die Neumühle bis zum Ottersheimer Teilungswehr.

Biegen Sie dort rechts ab und folgen Sie dem Waldweg. Nach 400 m biegen Sie bei der nächsten Weggabelung links auf den Waldlehrpfad ein. Auf dem Waldlehrpfad geht es den Spiegelbach entlang zur Knittelsheimer Mühle.

Bellheimer Wald und Umgebung

Fahren Sie weiter in Richtung Bellheim, überqueren die Landstraße und radeln am nördlichen Ortsrand von Bellheim entlang bis zum Spielplatz am Schützenhaus. Nach weiteren 500 m biegen Sie rechts ab und folgen dem Weg bis zur Landstraße.

Genießen Sie anschließend noch die schattige Strecke durch den Bellheimer Wald.

Germersheim am Rhein

Ohne Abstecher radeln Sie entlang des Waldrandes ein kleines Stück nach Süden und dann links Richtung Osten bis zur Stadt Germersheim am Rhein. Auf dem Weg dorthin nehmen Sie die Unterführung der B9 und biegen nach rechts ab. Gleich danach biegen Sie am Kaserneneingang nach links und kommen am großen Parkplatz sowie der Südpfalz-Kaserne vorbei. Folgen Sie dem Radweg geradeaus bis zu einem Kreisel. Weiter geradeaus auf dem Radweg bleiben bis zum nächsten Kreisel. Beim zweiten Kreisel wechseln Sie, auf dem Radweg bleibend, am Lebensmittelgeschäft (Serpa-Markt) die Straßenseite und fahren ebenfalls geradeaus über den Kreisel. Am Deutschen Roten Kreuz vorbei fahren Sie weiter geradeaus und auch über den dritten Kreisel geht es geradeaus weiter. In die Josef-Probst-Straße. Folgen Sie dem Straßenverlauf und biegen rechts auf die Richthofenstraße, dann biegen Sie links ab in die Straße "An der Stengelkaserne" und fahren geradeaus weiter. Biegen Sie links ab in die Klosterstraße, dem Straßenverlauf folgend kommen Sie auf den Ludwigsring und biegen rechts in die Zeughausstraße ab. Hier kommen Sie am Deutschen Straßenmuseum vorbei. Bundesweit das einzige, das sich mit der Geschichte der Straße und des Straßenbaus beschäftigt. Die Straße geht über in die Rudolf-von-Habsburgstraße. Sie kommen zum nächsten Kreisel, wo Sie die zweite Ausfahrt nehmen und zur Unterführung der S-Bahn-Haltestelle kommen.

Bestaunen Sie die Festungsgebäude der Stadt Germersheim. In Germersheim lohnt es sich, etwas länger zu verweilen. Bei einem geführten Rundgang durch die historischen Festungsanlagen, unterirdische Minengänge und parkähnlich angelegte Exerzierplätze wird Sie die außergewöhnliche Stadt faszinieren!

Die Tour lässt sich wunderbar ausklingen bei einer Rast am Rhein mit Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe.

Natur und Kultur entlang des Weges

Entlang der Strecke können Sie Störche bei Ihrer Nahrungssuche in den Queichwiesen beobachten, die zweimal jährlich mit dem Wasser der Queich zur Bewässerung überflutet werden. Diese Tradition der Queichwiesenbewässerung leistet einen erheblichen Beitrag zur biologischen Vielfalt der Kulturlandschaft. Die UNESCO hat diese auch zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt.

Entlang der Strecke kann man viele Museen entdecken, z.B. das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein, das Museum unterm Trifels in Annweiler, das Landauer Stadtarchiv oder das Festungsmuseum in Germersheim.

Wichtige Informationen für Radfahrer

Der abwechslungsreiche Radweg beginnt am Flussquell der Queich in Hauenstein und führt zunächst über Wilgartswiesen nach Rinnthal. Über Sarnstall verläuft der Weg weiter nach Annweiler am Trifels, wo sich ein Zwischenstopp zur Besichtung des Städtchens und der Burg durchaus lohnt. Weiter geht es über Queichhambach, Albersweiler, das Winzerdörfchen Siebeldingen und Godramstein bis zum Zentrum Landaus. Lässt man die Stadt nun hinter sich, so gelangt man über Offenbach nach Ottersheim. Ab Ottersheim verläuft die Wegeführung über verschiedene Waldwege bis zum Ortsrand von Bellheim. Das letzte Stück über Waldwege führt nun nach Germersheim, wo sich auch das Ziel der Tour, die Queich-Mündung, befindet.

Ideal für Familien: Die Kinder und Eltern fahren vorwiegend auf einer autofreien asphaltierten Strecke. Wenige Kilometer führen durch den Wald und auf Landstraßen entlang.

Parallel zum Radweg gibt es eine Bahnstrecke. Zwischen Hauenstein und Landau kann man bequem die Queichtallinie benutzen.

ZUR INFO: Der Radweg bekommt 2025 eine neue Beschilderung. Bitte wundern Sie sich nicht wenn Ihnen auf der Strecke die beiden unterschiedlichen Logos, wie bei den Bildern hinterlegt, begegnen.

Verhaltensregeln und Sicherheitshinweise

UFFBASSE! - Kampagne für ein rücksichtsvolles Miteinander in der Natur. Mit Rücksicht unterwegs - Verhalte Dich stets vorausschauend, freundlich und rücksichtsvoll gegenüber allen, die Du unterwegs triffst. Das gilt besonders auf Wirtschaftswegen, auf denen Winzer, Land- und Forstwirte auch am Wochenende arbeiten. Picknick & Müll - Denk an eine Mülltüte für unterwegs und nimm Abfälle wieder mit nach Hause. Nutze für Pausen & Picknick ausschließlich die möblierten Rastplätze. Naturschutz - Bleib auf den ausgewiesenen Wegen und vermeide unnötigen Lärm, wenn du in der Natur unterwegs bist. Verlasse den Wald spätestens bei Dämmerung, um den Rhythmus nachtaktiver Tiere nicht zu stören.

Radfahren auf Wirtschaftswegen - Oft verlaufen unsere Radrouten über Wege, die wir uns mit anderen teilen. Wir bitten daher um ein allzeit rücksichtsvolles und freundliches Miteinander. Winzer, Land- und Forstwirte nutzen die Wirtschaftswege durch Felder, Wälder und Weinberge für ihre alltägliche Arbeit - auch an Wochenenden. Durch Arbeitseinsätze und/oder witterungsbedingt können die Wege zeitweise stärker verschmutzt sein. Besondere Vorsicht ist auch bei der Mitführung über die Straßen in und um die Pfälzer Ortschaften geboten.

Gefahrensituationen - Sollte es zu einer Notsituation kommen, ist schnelle Hilfe gefragt. Und auch wenn Handys GPS-Signale absetzen können, an den klassischen Rettungspunkten geht es oft am schnellsten. Diese liegen an Stellen, die für Rettungsfahrzeuge gut erreichbar sind. Merke Dir die Punkte mit den grünen Schildern und einem weißen Kreuz. Kehre im Notfall dorthin zurück und gib die Nummer auf dem Schild bei deinem Notruf an.

Ausrüstungsempfehlungen

Für unsere Radrouten empfehlen wir die folgende Ausstattung als Standard:

  • (Touren-)Rad, auf hügeligeren Touren sorgen mehr Gänge oder Elektrounterstützung für mehr Komfort
  • Fahrradhelm
  • radtaugliche Bekleidung, auch für Schlechtwetter
  • Fahrradtasche, zum Verstauen von Ausrüstung und Proviant
  • Sonnen- bzw. Schutzbrille, schützt auch vor Insekten
  • Smartphone mit der Rheinland-Pfalz App, zur Navigation und Infos zu Sehenswürdigkeiten, Einkehrmöglichkeiten entlang der Route uvm.
  • wichtigste Werkzeuge und Ersatzteile, ggf.

Anreise und Transport

Entlang der Route bieten verschiedene Bahnhöfe eine Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr: u.a. Hauenstein, Wilgartswiesen, Rinnthal, Annweiler, Albersweiler, Siebeldingen-Birkweiler, Landau, Bellheim und Germersheim. Fahrplanauskunft: über die DB Reiseauskunft und in der App DB Navigator.

Die Fahrradmitnahme ist in den Regionalzügen in der Pfalz (Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)) gestattet - werktags zwischen 6 und 9 Uhr morgens kostenpflichtig, ansonsten kostenlos. Passagiere, Kinderwagen und Rollstühle werden bei Platzmangel vorrangig befördert.

Bitte parke nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen und halte unbedingt Zufahrten für Rettungsfahrzeuge sowie Arbeitswege im Wald und den Weinbergen stets frei. Zur Übernachtung im Camper & Caravan gibt es explizit dafür ausgewiesene Wohnmobil-Stellplätze.

Alternative Routenabschnitte

Vom Parkplatz des Schützenhauses fahren wir zunächst auf dem Queichtal-Radweg (weißes Schild mit grünem Fahrrad und Aufschrift Queich) entland des Waldrandes am Kriegerdenkmal in Richtung L 540. An der L540 angelangt folgen in Richtung Zeiskam den Kraut-und-Rüben-Radweg (Möhre als Logo). Diesen Radweg folgen wir durch Zeiskam, Lustadt, Weingarten durch, bis nach Schwegenheim.

In Schwegenheim auf der Straße "Am Bahndamm" geht es nach dem Sportplatz rechts ab. Wir fahren die Straße "Am Jahnplatz" entlang, queren die Hauptstraße und fahren über die "Riedgasse" und "Alte Landauer Straße" nach Süden aus Schwegenheim heraus durch die Felder. Nachdem wir über die B272 gefahren sind, geht es anschließend links ab und danach rechts immer auf dem landwirtschaftlichen Weg an der B9 entlang bis wir nach Westheim auf die Hauptstraße kommen.

Auf der Hauptstraße biegen wir links ab, queren die Gleise der Draisinenbahn und fahren immer weiter geradeaus in Richtung Süden. Am Ortsausgang fahren wir auf den straßenbegleitenden Radweg, gelangen zum Hofgut Holzmühle. Hier können wir den phantastischen Garten und die private Sammlung besichtigen, die Besucher mit auf eine Reise in ferne Kulturen nimmt. Danach fahren wir weiter in Richtung Bellheim. Vor Bellheim stoßen wir auf den Queichtal-Radweg (grünes Logo mit Fahrrad und Aufschrift Queichtal). Diesen folgen wir, kreuzen die Landstraße und fahren durch den Weg nach Germersheim.

Weiter den Queichtal-Radweg folgend fahren wir durch Germersheim. Wir fahren am Stadt- und Festungsmuseum vorbei und in der Zeughausstraße stoßen wir auf den Rheinradweg (blaues Schild mit Radfahrer. Den Rheinradweg auch EuroVelo15 genannt folgen wir durch Germersheim, am Ziegeleimuseum und am Schleusenhaus bei Sondernheim vorbei. Hinter dem Schleusenhaus biegen wir rechts ab auf den Klingbach-Radweg (grünes Schild mit Glocke). Wir folgen den Klingbach-Radweg über Hördt bis nach Rülzheim.

Am Ortsausgang von Rülzheim verlassen wir den Klingbach-Radweg und biegen rechts ab auf die kleine Anhöhe und folgen der Tabaktour (grünes Schild mit Tabakpflanze) in Richtung Bellheim. Wir folgen der Tabaktour von Bellheim über Knittelsheim bis nach Ottersheim. In Ottersheim verlassen wir die Tabaktour und folgen stattdessen den Kraut- und Rüben-Radweg in die Waldstraße. Wir folgen der Waldstraße, kommen am Ottersheimer Bärenbräu vorbei, ein idealer Stopp für Radfahrer, um sich bei einer kleinen Rast zu stärken. Danach fahren wir auf der Waldstraße aus dem Ort heraus. An der Oldteumerscheune kommen wir auf den Quieichtal-Radweg . Diesen folgen wir in den Wald hinein und gelangen zum Ottersheimer Teilungswehr.

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