Deutschland per Rad entdecken: Tipps für unvergessliche Radtouren

Immer mehr Menschen fahren Rad und entdecken neue Orte. Radfahren in der Freizeit und im Urlaub wird immer beliebter. Auch durch den Boom der Elektrofahrräder steigen immer mehr Menschen auf das Rad, um sich zu erholen und Regionen zu entdecken. Damit sie die passende Route finden und sich entspannt auf die nächste Radtour vorbereiten können, hält der ADFC einige Tipps bereit.

Routen finden

Deutschland hat 320 Radfernwege und unzählige Themenrouten sowie lokale Radrouten. Eine Auswahl präsentiert der Routenfinder auf www.adfc-radtourismus.de. Hier lässt sich nach Bundesland, Region, Radroute, Eigenschaften oder Routenlänge filtern. Über den Filter „Routentypen“ kann man sich Themenrouten anzeigen lassen, die teils auch unbekanntere Strecken präsentieren.

Der ADFC-Tipp: Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, es könnte das nächste Urlaubsziel werden.

Weitere Ideen für Radtouren als Tagestouren, die sich gut an einem oder an zwei Tagen abradeln lassen, bieten die Tourentipps aus dem ADFC-Mitgliedermagazin „Radwelt“. Einige Tipps sind Touren jenseits touristischer Hotspots gibt es hier. Alternativ bieten auch viele Bundesländer eigene Tourenportale und Routentipps auf ihren Internetseiten an.

Routenauswahl

Bei der Routenauswahl gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt ausgearbeitete Routenvorschläge ab oder stellt seine Touren individuell zusammen.

Ausgearbeitete Tourenangebote

Radurlaub geht nahezu in jeder Region und auch abseits der bekannten Flussradrouten. Ihr Vorteil: Man übernachtet in einer Unterkunft wie einer Ferienwohnung mit Selbstversorgung und unternimmt jeden Tag eine andere Radtour - diese Form des Radurlaubs ist für Familien und Einsteiger*innen besonders gut geeignet.

Auch die vielen lokalen Themenradrouten lohnen einen Besuch. Sie lassen sich über die Tourenportale der Bundesländer oder Anbieter wie komoot oder outdooractive finden. Hier sollte man beachten, dass solche Portale oft die beliebtesten und damit höher frequentierten Vorschläge voranstellen. Es kann sinnvoll sein, auch auf die hinteren Reihen zu schauen.

Beim lokalen ADFC finden sich oft auch Tourenvorschläge und im ADFC-Radtouren- und Veranstaltungsportal findet man geführte Radtouren, denen man sich anschließen kann. Letztlich gibt es auch die Möglichkeit, die Radreiseplanung komplett an einen Reiseveranstalter abzugeben. Angebote für Radreisepauschalen gibt es hier.

Individuell planen

  • Mit Online-Planungstools: Dazu gibt es spezielle Programme wie GarminBasecamp, aber auch Routenplaner wie komoot oder outdooractive. Die Radroutenplaner der Bundesländer bieten individuelle Streckenplanung an.
  • Mit Karte: vom ADFC gibt es ADFC-Radtourenkarten (Maßstab 1:150.000, Verlag BVA) und ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) mit fertigen Tourenvorschlägen.
  • Mit Karte und Wegweisung: Einige Regionen bieten dank der Knotenpunktwegweisung die Möglichkeit, Routen auf den vorhandenen Netz individuell und spontan zusammenzustellen, praktisch „Radeln nach Zahlen“.

Tipp: Hotspots meiden

Vor allem während der Pandemie stieg das Interesse der Menschen an Tourentipps für wenig frequentierte Orte und Routen. Neue und unbekanntere Routen zu wählen, sorgt für mehr Entspannung und neue Entdeckungen. Gleichzeitig schont es die Umwelt und stark überlastete Tourismusregionen.

Hotspots vermeiden: In der Ferienzeit sowie an langen Wochenenden oder Feiertagen kann es für Radreisende ratsam sein, stark besuchte Ziele wie Nord- und Ostsee, den Bodensee oder andere beliebte Ziele zu meiden. Auch auf den beliebten Flussradwegen kann es voll und so das spontane Übernachten schwierig werden, wenn in Hotels oder Pensionen keine volle Auslastung möglich ist oder auf Campingplätzen Küchen oder Waschräume nicht zur Verfügung stehen. Reisewillige müssen genau planen, Etappen festlegen und frühzeitig reservieren.

ADFC-Tipps für Touren abseits des touristischen Trubels gibt es hier.

Einige Anbieter wie die Ruhr Tourismus GmbH haben Tages- und Rundkurse auch der bekannten Pfade ausgearbeitet. ADFC-TourGuides bieten vor Ort geführte Radtouren.

Sie haben ein Reiseziel und suchen Menschen, die gemeinsam mit Ihnen auf Radtour gehen möchten? Wer früher während einer Radreise eine Unterkunft für nur eine Nacht gesucht hat, wurde in Hotels oft abgewiesen.

ADFC: Einsatz für Radfahrer

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben.

ADFC-Vertretung in Ihrer Nähe

Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.

Verkehrssicherheit und Verhalten im Straßenverkehr

Verkehrssicheres Fahrrad

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht. Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung.

Verhalten als Radfahrer*in

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen.

Infrastruktur für Radfahrer

Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden.

Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h.

ADFC empfohlene Radtouren und Radkarten

Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben.

Tipps von erfahrenen ADFC-Tourenleiter*innen

In Sachen Radreisen ist der ADFC Baden-Württemberg ein alter Hase im Geschäft: Seit 25 Jahren veranstaltet der Fahrrad-Club Gruppenradreisen für seine Mitglieder und bildet die Reiseleitungen für die Touren selbst aus.

Vorbereitung auf eine Radreise

  • Generell ist es hilfreich ist es, wenn man im Vorfeld schon Informationen darüber hat, wie die Qualität der Routen ist. Wie sieht es mit der Routenführung vor Ort aus? Wie ist die Beschaffenheit der Wege und die Infrastruktur?
  • Welches Gepäck brauche ich wirklich? Es sollte auf ein Minimum reduziert werden, denn jedes Kilo Gewicht erfordert Kraft und Ausdauer.
  • Ist mein Fahrrad technisch in Ordnung? Sind die Bremsen in Ordnung und läuft die Schaltung geschmeidig?
  • Sitzen die Satteltaschen ordentlich und fest? Habe ich ausreichend Trinkflaschen dabei und kann ich diese auch gut befestigen?

Weitere Tipps

  • Auch wenn die Sonne scheint, ist es auf dem Fahrrad durch den Fahrtwind immer etwas kühler. Daher sollte man besser die „Zwiebelmethode“ anwenden: Warm einpacken, also am Oberkörper mehrere Schichten übereinander, derer man sich dann im Lauf der Tour entledigen kann.
  • Bereifung und Bremsen sollten in gutem bis sehr gutem Zustand sein (kein abgefahrenes Profil, keine Risse in den Flanken des Mantels, keine abgefahrenen Bremsbeläge).
  • Je weniger Ballast man mit dem Rad transportiert, desto einfacher fällt es, im hügeligen oder bergigen Gelände zu fahren.

Checkliste für das Packen

Der erfahrende Reiseleiter Hans Schöppenthau empfiehlt fürs professionelle Packen die bewährte ADFC-Checkliste. Dort wird auch erklärt, wie das Gewicht auf dem Rad und in den Radtaschen am besten verteilt wird - Faustregel: etwa ein Drittel vorne und Zweidrittel hinten.

Fit genug für die Radreise?

  • Man sollte schon vor der Reise entsprechend lange Strecken gefahren sein. Nicht nur wegen der Kondition, sondern auch wegen des Sitzvermögens.
  • Konkret bedeutet das, dass man mindestens das ein- bis zweifache der Gesamtstrecke in der laufenden Saison geradelt sein sollte. Dabei sollten die Maximaletappe mehrfach gefahren werden.

Weitere Tipps für die Reiseplanung

Die Wahl der geeigneten Strecke wird daher von Faktoren wie der eigenen Fitness oder der Ihrer Mitfahrer und der Tauglichkeit Ihres Rades bei entsprechenden Fahrbahnunterlagen beeinflusst. Vor allem bei Touren mit Kindern sollten Sie darauf achten, dass Radwege vorhanden sind oder die Route durch verkehrsberuhigte Bereiche führt. Natürlich erfolgt die Routenplanung nicht nur für die reine Verbindung von A nach B. Vor allem bei mehrtägigen Radreisen entscheidet die Etappenlänge über die Wahl entsprechender Rastmöglichkeiten und Unterbringungen.

Navigation

Egal, wo es Sie hin verschlägt, eine gute Navigation ist ausschlaggebend für den Erfolg und die Freude an der Fahrt. Egal ob Papierkarte, oder übers Smartphone.

Pausen

Ich plane meine Pausen nicht, sondern mache sie dann, wenn mir danach ist. Das ist individuell und vielfach gibt der Körper vor, wie eine Pause am besten zu gestalten ist. Eine Radtour ist ja nicht unbedingt anstrengend. Ausgedehntere Pausen nutze ich, um Sehenswürdigkeiten anzusehen, meine Vorräte aufzufüllen, meine Sachen zu waschen, das Rad und die Ausrüstung zu checken und ein wenig im Internet zu surfen.

Übernachtungen

Damit Sie bei Einbruch der Dämmerung nicht erst mühevoll eine geeignete Herberge suchen müssen und eventuell überteuerte Preise bezahlen, sollten Sie die Anzahl und Dauer Ihrer Übernachtungen im Vorfeld gründlich planen und entsprechende Hotelangebote oder Zeltplätze heraussuchen und vergleichen.

Kleidung

Auch beim Fahrradfahren bietet sich das Zwiebelschalenprinzip an, bei dem einzelne Kleidungsstück den Witterungen entsprechend an- oder ausgezogen werden. Dünne Funktionsunterwäsche transportiert Feuchtigkeit schnell ab und sorgt dafür, dass Sie beim Schwitzen nicht zu frieren anfangen. Als oberste Lage empfiehlt sich eine Jacke aus einem wasserabweisendem, atmungsaktiven Material, die sie sowohl vor Wind als auch vor Regen schützt.

Gepäck

Die Länge der Radtour entscheidet darüber, wie viele Taschen Sie mitnehmen sollten. Reicht bei einem Tagesausflug ein einfacher Rucksack, sollten Sie entsprechend aufrüsten, wenn Sie eine mehrtägige Radtour planen. Bewährt hat sie die Kombination aus Satteltaschen und Lenkertasche.

Packliste: Alles, was ich auf Tour mitnehme, hat sich im Laufe der Jahre optimiert. Ich fahre mit ca. 15 kg Gepäck ohne Essen und Wasser auch große Touren. Auf seinem Blog hat Martin Moschek die detaillierten Packlisten seiner Kaukasus, Island und Ostafrikatour veröffentlicht.

Fahrradcheck

Zur essentiellen Vorbereitung einer Radtour - ganz egal von welcher Länge - zählt der Fahrradcheck. Was Ihnen auf dem Weg zum Bahnhof kaum auffällt, kann auf der Dauer einer mehrstündigen Radtour wertvolle Kräfte zehren, die unzureichende Sicherheit Ihres Rads gefährdet Sie und andere. Schleifende Bremsen, schlecht geölte Ketten oder ein falsch eingestellter Sattel sollten im Vorfeld repariert und angepasst werden- die Funktionalitäts- und Sicherheitsprüfung vor Fahrantritt spart Kraft und Nerven.

Weitere Tipps für den Fahrradurlaub

  • Route auswählen: Beim ersten Fahrradurlaub sollte das Ziel nicht zu hoch gesetzt werden, um sich oder etwaige Mitradelnde nicht zu überfordern. Empfehlenswert ist eine Route auf gut erschlossenen und nicht zu steilen Wegen.
  • Fahrrad-App: Sie sollten sich aktueller Karten bedienen, die ohne Internetverbindung nutzbar sind und eine tolle Routenplanung liefern. Geeignet sind etwa die Apps von Komoot oder Outdooractive.
  • Vorab trainieren: Zur Vorbereitung empfiehlt es sich, über ein paar Wochen hinweg etwa dreimal wöchentlich für 20 bis 60 Minuten am Stück Rad zu fahren.
  • Kilometer pro Tag planen: Völlig Untrainierte sind möglicherweise schon mit 20 bis 30 Kilometern am Tag bedient, mit 50 Kilometern sind Normalsportliche gut dabei.
  • Wichtiges Zubehör fürs Bike: Das A und O bei einem Radurlaub ist demnach: Gewicht sparen. Dies bedeutet, genau zu überlegen, was verzichtbar bzw. unverzichtbar ist.

Was gehört in die Packtaschen?

  • Funktionskleidung, sie trocknet schnell und hält den (Fahrt-)Wind ab
  • Wechselwäsche (nicht zu viel, lieber öfter waschen), Schlaf- und Badebekleidung
  • Bequeme Sportschuhe, evtl. Badeschuhe
  • Regenkleidung mit Fahrradüberschuhen (Gamaschen) und Regenhose
  • Medikamente, Notfallset, Sonnencreme
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Ladekabel bzw. Powerbank fürs Handy
  • Witterungsschutz fürs Handy
  • Geld, Ausweis, Versicherungskarte, evtl.

Anreise

Am nachhaltigsten geschieht dies per Bahn. Entlang der vielbefahrenen Fernradwanderwege gibt es zahllose Pensionen und Gasthäuser, die sich auf die radelnde Klientel eingestellt haben. Unterkünfte finden Sie beispielsweise bei Bett + Bike. Natürlich können Sie Ihren Urlaub auch abenteuerlicher gestalten, indem Sie auf Campingplätzen übernachten oder sogar in der freien Natur, sofern in Ihrem Urlaubsland das sogenannte Jedermannsrecht gilt.

Genug trinken

Zu wenig Wasser kann zu Konzentrationsproblemen und Muskelkrämpfen führen. Am besten trinkt man spätestens alle 30 Minuten ein paar Schlucke, auch wenn man noch kein Durstgefühl hat. Hin und wieder ein isotonisches Sportgetränk oder eine Fruchtschorle versorgen den Körper schnell mit Energie.

Spontan bleiben

Bei aller Planung und Vorbereitung: Seien Sie bereit für spontane Entscheidungen. Nicht nur das Wetter kann sich plötzlich ändern. Es gibt Tage, an denen sind die Beine schwer oder es fehlt die Lust, die angesetzte Etappe bis zum Ende durchzuradeln. Machen Sie daher öfter eine ungeplante Einkehr.

Radwege in Bayern

Donau-Radweg

Die Donau ist mit 2.850 Kilometern - nach der Wolga -der zweitlängste Fluss in Europa. Auf circa 420 Kilometern begleitet sie in Bayern ein Radweg, der sich ganz easy in einzelnen Tagesetappen befahren lässt. Ein Radweg für jedermann, vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet.

Allgäu-Radweg

Auf 475 Kilometern eine Runde durchs Allgäu drehen, von leicht bis sportlich. Der ADFC hat die Radroute mit vier Sternen ausgezeichnet, unter anderem dank des ausgedehnten Wegenetzes mit einheitlicher Beschilderung, unterschiedlichen Höhenprofilen und eigenem E-Bike-Revier.

Königssee-Radweg

Der mit fünf Sternen zertifizierte Fernradweg führt in fünf Etappen auf knapp 220 Kilometern durchs Ostallgäu, vorbei an Burgen und Schlössern, Seen und Bergen. Verlauf: Füssen, Lechbruck, Kaufbeuren, Buchloe, Bad Wörishofen, Irsee, Görisried, Nesselwang, Pfronten und zurück nach Füssen. Abwechslung vom Strampeln findet man beim Kneipp-Kuren oder auf Moorwanderwegen.

Main-Radweg

Dem windungsreichen Verlauf des Mains von den Quellen bis zur Mündung folgen, entweder ab dem Weißen Main (Bischofsgrün) oder dem Roten Main (Creußen). Die knapp 600 Kilometer lange Route ist in beiden Richtungen einheitlich beschildert. Unterschiedliche Landschaften und Eindrücke erwarten die Radler.

Tauber-Altmühl-Radweg

Der Radfernweg führt, fast ohne Steigungen und abseits von belebten Straßen, beinahe 350 Kilometer entlang von Tauber und Altmühl vom Main bis zur Donau. Auf acht Etappen sind von Wertheim über Eichstätt bis Kelheim Geschichte, Kultur und fränkische Lebensart zu erleben.

Aischgrund-Radweg

Der Aischgrund ist eine reizvolle Flusslandschaft mit weitem Geflecht aus Gewässern und vielen Quellen und Bächen. Auf gut 120 Kilometern Länge verbindet der Radweg die beiden historischen Paradestädte Rothenburg ob der Tauber und Bamberg in Franken.

Oberpfälzer Wald-Tour

Eine neue, 500 Kilometer lange und gut ausgeschilderte Route schlängelt sich in Form einer liegenden Acht durch den Oberpfälzer Wald im Nordosten Bayerns. Start ist in Weiden. Am Weg liegen herb-schöne Landschaften wie das Waldnaab- oder Fichtelnaab-Tal, urzeitliche Vulkankegel wie der Rauhe Kulm und zahlreiche Panorama-Ausblicke.

Mountainbike-Strecken im Bayerischen Wald

Mit dem Mountainbike durch den Bayerischen Wald strampeln, rauf und runter über insgesamt circa 700 Kilometer. Es gibt zwei unterschiedliche Varianten, jede sieben Tagesetappen lang, zusammen ergeben sie eine Rundtour.

5-Flüsse-Radweg

Die romantische Rundfahrt kombiniert fünf schöne Flusstäler in Ostbayern. Jeder der Flüsse - Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils, Naab - hat seinen eigenen Charakter und eigenen Charme. Empfehlenswert für Familien!

Golf- und Thermenland-Tour

Bäder, Bier, Barock und vieles mehr. Das bietet die knapp 245 Kilometer lange Fahrt durchs Bayerische Golf- und Thermenland. Auf sieben Tagesetappen erlebt man südlich der Donau zwischen Regensburg und Passau reizvolle Flussauen, räkelt sich in wohltuendem Thermalwasser, genießt höchste Braukunst und bewundert Werke barocker Künstler wie der berühmten Asam-Brüder.

Wasser-Radwege in Oberbayern

1.200 Kilometer Wasser-Radlwege laden ein, in Form eines Wegenetzes, in dem Wasser häufiger Begleiter ist und München Dreh- und Angelpunkt.

Ammer-Amper-Radweg

Eine Route durch das bayerische Voralpenland. Der Radweg beginnt an den Ammerquellen im Graswangtal, zieht vorbei an Oberammergau und lässt, der Ammer folgend, die Alpen hinter sich.

Benediktweg

Quasi un(ver)fehlbar. Nicht nur wegen des päpstlichen Namenspatrons. Auch wegen der guten Ausschilderung! Der knapp 250 Kilometer lange Rundweg begibt sich in fünf Tagesetappen auf die Spuren von Papst Benedikt XVI. Start und Ziel ist in Altötting, man durchstreift den Chiemgau und berührt den Chiemsee.

Isar-Radweg

Die Isar entspringt im Hinterautal in Tirol, nahe der Grenze zu Bayern. Sie mündet nach knapp 300 Kilometern bei Deggendorf in die Donau. Auf ihrem Weg zeigt die Isar verschiedene Gesichter und durchquert reizvolle Regionen - von Gebirgslandschaften über sanfte Hügel im Voralpenland bis zu Auwäldern im Unterlauf.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0