Radfahren in Estland, Lettland und Litauen: Entdeckungstouren durch das Baltikum

Natur pur erwartet uns auf unserer 9-tägigen Baltikum Rundreise. Man könnte die Küstenlandschaften und noch unentdeckten Naturparadiese im Herzen Litauens, Lettlands und Estlands auch als baltisches Auenland bezeichnen.

Eine Radreise durch drei faszinierende Länder

Unsere Fahrradreise durch die Baltischen Staaten vereint die Kulturhöhepunkte von Vilnius, Riga und Tallinn mit den unvergleichlichen Landschaften der Kurischen Nehrung samt Dünenlandschaften und Ostseestränden sowie des Laheema Nationalparks: eine Sinfonie lieblicher Wälder und wilder Flüsse.

Tag 1-2: Vilnius - Litauens barocke Hauptstadt und Trakai

Unsere Rundreise beginnt in der litauischen Hauptstadt Vilnius, welche von einer Vielzahl prächtiger barocker Kirchen und Gebäude geprägt ist. Die Ruine der Burg von Gediminas aus dem 14. und 15. Jh. sowie die römisch-katholische Kathedrale Sankt Stanislaus gelten als Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert ist auch die Altstadt von Vilnius, die zu den größten und besterhaltenen Europas zählt und daher seit 1994 auf der Liste des UNESCO - Weltkulturerbes steht. In der pulsierenden 'Pilies gatve' sorgen Straßenmusikanten für Unterhaltung und an vielen verschiedenen Ständen könnt ihr nach Souvenirs stöbern. Nicht weit von hier entfernt befindet sich das Gebäudeensemble der ältesten Universität Osteuropas, gegründet im Jahre 1579.

Von Vilnius machen wir einen Ausflug zu Wahrzeichen und bekanntester Sehenswürdigkeit Litauens - der im 15. Jahrhundert erbauten und demnach mittelalterlichen Wasserburg in Trakai, die malerisch auf einer Insel zwischen dem Galvesee, dem Lukasee und dem Totoriskessee liegt. Diese beeindruckende Seenlandschaft und die wunderschöne Aussicht auf die Burg könnt ihr auf der ersten, kurzen Radtour von ca. 18 km bewundern, die gleichzeitig dazu dient die Räder zu testen. Nutzt den letzten Abend in Vilnius für einen Spaziergang durch das am Ufer des Flüsschens Vilna gelegene Künstlerviertel Uzupis, welches an Montmartre in Paris erinnert.

Tag 3-5: Von Vilnius nach Klaipeda - Kloster, Kaunas und Kurische Nehrung

Vom eindrucksvollen Kloster Pažaislis, das zu den schönsten barocken Klöstern in Nord- und Osteuropa zählt, radeln wir in die an der Mündung der Neris in die Memel gelegene Altstadt von Kaunas. Über Kačerginė fahren wir entlang der Memel nach Zapyškis durch das Kurgebiet des Bezirks Kaunas. Bereits in der Zwischenkriegszeit war diese Gegend für ihre unberührte Natur, der Heilkräfte nachgesagt werden, bekannt. Heute finden wir hier eine außergewöhnliche Oase der Ruhe, Stille und Gemütlichkeit.

Mit der Fähre setzen wir von Klaipeda zur Kurischen Nehrung über, einer ca. 98 km langen Landzunge, deren nördlicher 52 km langer Teil zu Litauen und der übrige südliche Teil zu Kaliningrad gehört. Endlos lange Sandstrände, hohe Dünen und Wälder prägen das Landschaftsbild. Von der "Hohen Düne", die zu den größten Europas zählt, genießen wir einen phantastischen Blick über die Ostsee. Die Kurische Nehrung wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Die Hafenstadt Klaipeda, besser bekannt als Memel, war bis zum Ersten Weltkrieg Teil Ostpreußens, wurde im Jahre 1923 von Litauen übernommen und in Klaipeda umbenannt. Sehenswert ist die Altstadt mit den vielen restaurierten Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jh. Auf dem Theaterplatz der Altstadt befindet sich das Wahrzeichen der Stadt, der nach dem deutschen Dichter Simon Dach benannte Brunnen.

Wir radeln von hier durch den Küstennationalpark in das Städtchen Palanga, dessen Hauptattraktion das sich in einem Schloss befindende Bernsteinmuseum ist, in dem man rund 5.000 Artefakte aus Bernstein bewundern kann. Auf dem Weg dorthin liegt der "Berg der Kreuze", ein bekannter Wallfahrtsort, den Pilger aufsuchen, um ein Kreuz aufzustellen, verbunden mit einem Wunsch oder Dank.

Nach einem ereignisreichen Tag fahren wir mit dem Bus nach Riga, der Hauptstadt Lettlands, wo wir die folgenden Nächte verbringen.

Tag 6-8: Riga - Jugendstil und Lahemaa Nationalpark

Die Metropole mit Großstadtflair ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und hat seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Reisende ausgeübt. Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Riga ist berühmt für ihre beeindruckenden Jugendstilbauten, die historische Altstadt, großzügige Parkanlagen und nicht zuletzt auch für eine hervorragende Restaurantszene. Nehmen euch Zeit, um durch die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen der märchenhaften Altstadt zu spazieren und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu entdecken, oder dem Treiben bei einem kühlen Getränk in einem der zahllosen Straßencafés zuzusehen.

Wir verlassen Lettland und steuern den Nationalpark Lahemaa im Norden Estlands an. Einsame Küstenstriche von rauher Schönheit, weite Wälder, verlassene Moore und verschlafene Dörfer an Seen, Flüssen und Buchten erwarten uns hier im "Land der Buchten". Doch nicht nur Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, neben der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt hat der Lahemaa Nationalpark auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten, z.B. das 1789 erbaute Herrenhaus von Palmse.

Tallinn: Das mittelalterliche Juwel Estlands

Nach so viel Abgeschiedenheit und Natur können wir in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, noch einmal die kulturelle Vielfalt des Baltikums erleben. Schon aus der Ferne ist der Anblick dieser alten Hansestadt, deren unvergleichliches Panorama einem Scherenschnitt gleicht, beeindruckend. Tallinn gilt zu Recht als eine der schönsten europäischen Metropolen und bietet eine fazinierende Atmosphäre aus Mittelalter und Moderne.

Zusatzkosten 26,25 € p.P.

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