Radfahren in Andalusien: Routen und Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Andalusien mit dem Fahrrad zu erkunden, ist eine fantastische Möglichkeit, die Städte und Landschaften dieser vielfältigen Region kennenzulernen. Egal ob Anfänger oder Profi, hier finden Sie Tipps für Touren, Ausflüge und Reisen mit dem Fahrrad.

Warum Radfahren in Andalusien?

Aufgrund der großen landschaftlichen Vielfalt ist Fahrradfahren in Andalusien besonders lohnenswert und eine Bereicherung für jeden Urlaub: flache Küsten, sanfte Hügel und steile Anstiege wechseln sich ab. Ob Familien, Sportler, Paare oder Gruppen - hier findet jeder die passende Strecke.

  • Familien entdecken radelnd die Küste und ihre Urlaubsstadt Málaga oder Sevilla.
  • Sportler testen ihre Grenzen in der Sierra Nevada und finden ideale Bedingungen für Wintertrainings.
  • Paare, Freundesgruppen, Jung und Alt haben Spaß beim Fahrradfahren in Andalusien mit dem Rennrad, Mountainbike, Cross Countrybike und Tourenrad!

Vielfalt der Landschaften und Klima

In Andalusien warten reizvolle Landschaften mit blühenden Obstbäumen, Hügeln voller Olivenbäumen, schroffe Gebirge mit weißen Dörfern und das weite Meer auf dich und dein Fahrrad! Auch das Klima mit 300 Sonnentagen im Jahr und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad selbst im Winter ist perfekt zum Fahrradfahren. Flache Strecken und sanfte Hügelgebiete bieten gute Bedingungen für genüssliches und entspanntes Fahrradfahren. Während die bergigen Gebiete, wie die Sierra de Grazalema oder die Alpujarras, einiges an Kondition und technischem Können abverlangen. Nicht umsonst führen weite Strecken der international bekannten Fahrradrennen Vuelta Andalucía und Vuelta España durch Andalusien.

Die richtige Ausrüstung

Für alle, die zur Unterhaltung und Entspannung radeln möchten, erfüllt ein Leihfahrrad aus dem Hotel oder von örtlichen Anbietern seinen Zweck. Damit kannst du gut die Stadt und die Küste entdecken und ein Stück landeinwärts fahren. Ambitionierte Fahrradfahrer wissen schon vorher, welche Strecken sie fahren möchten und Radfahren ist fester Tagespunkt im Urlaubsprogramm. Gerne fährt kommt man mit dem eigenen Rad von Zuhause her - das gilt auch für viele Radsportler und Triathleten. Das Zweirad fliegt bei den meisten Fluggesellschaften als Sport- oder Sondergepäck mit, am besten sicher in einer Fahrradtasche oder einem Hartschalenkoffer verpackt. Die Kosten für die Fahrradmitnahme liegen je nach Fluggesellschaft um die 40 Euro.

Anreise mit dem eigenen Fahrrad

Viele Radbegeisterte wollen am liebsten auf ihrem eigenen Fahrrad oder Mountainbike den Urlaub verbringen und nicht eines aus dem Fahrradverleih nutzen. Dazu gibt es bei vielen Airlines die Möglichkeit, das Fahrrad als Sport- oder Sondergepäck mit dem Flugzeug zu transportieren. Spezielle Fahrradtaschen oder -koffer sind ideal für den Transport.

Wer das nicht möchte und die Fahrzeit von 20 bis 24 Stunden in Kauf nimmt, kann auch mit dem Auto anreisen. Bei der Planung sind die Kosten für Kraftstoff und Autobahngebühren ebenfalls zu berücksichtigen. Wichtig sind auch die richtigen Reisedokumente. Neben dem Personalausweis brauchen Urlauber ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere inklusive Auslands-Versicherungs-Nachweis.

Als Routen bieten sich an: die Mittelmeerküste entlang über Barcelona bis nach Valencia. In Murcia können Reisende entscheiden, ob sie lieber ins Hinterland fahren wollen oder auf der südlichen Küstenstraße weiterfahren von Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland aus führt die Route nach Paris, Madrid und bis Andalusien Wer auf sein eigenes Rad verzichten kann, findet in Andalusien vielerorts Möglichkeiten ein gutes Fahrrad auszuleihen.

Damit das Fahrrad oder die Fahrräder sicher verstaut sind, ist ein für das Auto und die Anzahl der Fahrräder passender Fahrradträger notwendig. Fahrradspezialisten haben verschiedene Varianten von Fahrradträgern im Sortiment. Da das Dach immer häufiger für die Dachbox reserviert ist, erfreuen sich vor allem Fahrradträger großer Beliebtheit, die sich am Heck des Autos anbringen oder per Anhängerkupplung andocken lassen.

  • Der Fahrradträger für die Kofferraumklappe bietet den Vorteil, dass er sich sehr leicht be- und entladen lässt.
  • Diese Modelle sind recht günstig in der Anschaffung und das Fahrzeug verbraucht nur wenig Sprit mit dem Heckaufbau.
  • Für schwere Fahrräder, beispielsweise Fatbikes oder E-Bikes, ist dieses Modell eher ungeeignet, weil das Gewicht bei einem Heckträger begrenzt ist.

Teurer, aber deutlich komfortabler im Handling ist ein Fahrradträger mit Anhängerkupplung. Das Be- und Entladen könnte kaum bequemer sein; der Luftwiderstand und der daraus resultierende Spritverbrauch sind gering. Die Montage ist einfach und ein Diebstahlschutz sichert die Drahtesel vor Langfingern.

Radreisen und geführte Touren

Bequemer geht es mit einer Radreise. Hier musst du dich um nichts kümmern, die Planung und Organisation übernimmt der Veranstalter. Zahlreiche renommierte und kleine ambitionierte Anbieter bieten Radreisen in Andalusien an. Hier sind Flug, Transfer, Unterkunft in verschiedenen Kategorien, Leihfahrrad und Betreuung am Urlaubsort im Reisepreis enthalten. Die Radtouren finden in einer Gruppe, mit Begleitung oder auf eigene Faust statt.

Das Angebot in Andalusien reicht vom Leihrad über geführte Touren bis zu Radtouren in Eigenregie auf ausgearbeiteten Routen. Dazu nutzt du das Equipment und die Infrastruktur des Anbieters. Bei einem Programm, das Familien-Radfahren, MTB Touren und Technik-Training, Wintertraining und Wettkampfvorbereitung für spezielle Events sowie Freizeit-Radfahren umfasst, ist für jeden was dabei. Die Anforderungen reichen von sportlich über Sightseeing bis Entspannung und Genuss. Gerade bei anspruchsvollen und unbekannten Regionen kann es sinnvoll sein, erst mal an einer geführte Radtour teilzunehmen. So lernst du die örtlichen Begebenheiten und interessante Strecken kennen.

Reizvolle Gebiete zum Fahrradfahren

In Andalusien finden Urlauber eine große Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften. Sanfte Hügel, steile Anstiege und flache Küstenstreifen wechseln sich ab. Hier finden Familien mit Kindern, Radtour-Anfänger und auch Sportbegeisterte ideale Möglichkeiten, das Land zu erkunden oder ihre persönlichen Grenzen auszutesten.

In der Sierra Nevada gibt es gute Bedingungen für Radsportler, um ihr Wintertraining zu absolvieren. In Andalusien gibt es Herausforderungen für alle Altersgruppen, für Mountainbike-Fans, für Rennrad-Begeisterte, für Cross-Country-Bike-Anhänger und auch für Tourenrad-Liebhaber.

Vías Verdes

Die Vías Verdes sind stillgelegte ehemalige Eisenbahntrassen, die heute zum Spazierengehen und Fahrradfahren dienen. Sie verlaufen überwiegend flach oder mit geringen Steigungen durch landschaftlich reizvolle Gebiete und sind deshalb für Familien mit Kindern und Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Gehbehinderungen eine gute Wahl. Auch ein Verlaufen oder Verfahren ist hier praktisch ausgeschlossen. Vorbei geht es an Eisenbahnbrücken und Bahnhöfen und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Vías Verdes gibt es außer in Málaga in allen andalusischen Provinzen.

Die stillgelegten Eisenbahntrassen dienen heute als Radwege und zum Spazierengehen.

Sierra Nevada und Los Alcornocales

Zugegeben, die Sierra Nevada ist mehr was für sportliche Naturen. Eine erste Orientierung bieten die Mountainbike Zentren im Nationalpark Sierra Nevada und Los Alcornocales. Zum MTB Zentrum Sierra Nevada gehören 9 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einer Gesamtlänge von 344 km, dazu ordentlich Höhenunterschied. Nicht ganz so kräftezehrend ist eine Tour mit dem E-Bike. Im Naturpark Los Alcornocales in der Provinz Cádiz verlaufen rund um das MTB Zentrum 8 Routen mit einer Länge von 436 km, der höchste Punkt liegt auf 837 m über dem Meeresspiegel.

Im Nationalpark Sierra Nevada sind es neun verschiedene, unterschiedlich schwere Routen mit einer Länge von insgesamt 344 Kilometern, inklusive ordentlichen Höhenunterschieden. Im Naturpark Los Alcornocales gibt es rund um das Mountainbike-Zentrum insgesamt acht herausfordernde Routen mit insgesamt 436 Kilometern.

Sierra Aracena

Etwas entspannter geht es in der Sierra de Aracena zu. Sie liegt in der Provinz Huelva, nur anderthalb Stunden von den schönen Stränden der Costa de la Luz entfernt. Zum Naturpark mit 190 Tausend Hektar Fläche gehören zahlreiche Viehweiden mit alten Bäumen und einem Netz idyllischer Wege. Lohnenswert ist die „Route der Burgen“ mit 10 über die ganze Sierra verstreuten Schlössern und Burgen. Hier verläuft ein Stück des MTB-Rundwegs TransAndalus.

Der Naturpark hat eine Fläche von 190 Tausend Hektar mit Viehweiden, alten Bäumen und idyllischen Radwegen. Die Route der Burgen lohnt sich auf jeden Fall. Dort liegen zehn Schlösser und Burgen über die gesamte Sierra Aracena verstreut.

Marbella

Marbella in der Provinz Málaga offeriert zahlreiche Möglichkeiten für Fahrradtouren. An der Küste ist es eher flach, aber im Landesinneren wird es schnell bergig. Reizvoll ist die Mischung aus Mittelmeerküste, Stadt und Bergen. Marbella und Umgebung bietet Touren für Anfänger, die entspannt entlang der Küste radeln möchten, und für ambitionierte Könner. Sportlich herausfordernd sind Radtouren zu den weißen Dörfern wie dem Dorf Istán in der Sierra Blanca. Es liegt nur 15 km von der Küste entfernt. Auch bei Ronda und der Sierra de Grazalema findest du abwechslungsreiche Fahrrad- und MTB-Routen vor.

Die Küste entlang verlaufen die Wege relativ flach, während es im Landesinneren bergig wird. Die Mischung aus Stadt, Mittelmehrküste und Gebirge ist sehr reizvoll. In der Umgebung von Marbella gibt es Anfänger-Touren, die an der Küste entlangführen, und Touren für ambitionierte Radler, die eine sportliche Herausforderung suchen.

TransAndalus

Der TransAndalus ist eine Mountainbike Rundtour durch alle 8 Provinzen in Andalusien mit einer Gesamtlänge von 2.000 km und durch zahlreiche Naturparks. An der Küste im Südwesten der Provinz Cádiz und in der Sierra de Aracena sind die Etappen flach und mit einem Tourenrad gut zu bewältigen. Dagegen setzen die Bergstrecken einiges an Können, Kondition und Orientierungsvermögen voraus. Dies sind die Naturparks, die du passierst: Cabo de Gata, Karst de Yesos en Sorbas, Sierra de Baza, Sierra de Cazorla, Despeñaperros, Sierra de Andújar, Sierra de Cardeña y Montoro, Sierra Norte, Sierras de Aracena und Picos de Aroche, Coto de Doñana, Meerenge von Gibraltar, Los Alcornocales, Sierras de Tejeda, Almijara and Alhama sowie den Nationalpark Sierra Nevada.

Sie führt durch die andalusischen Provinzen, verschiedene Naturparks und insgesamt durch schöne Landschaften, die teilweise eine große sportliche Herausforderung darstellen. Die Etappen, die im Südwesten der Route liegen, sind flach. Sie lassen sich gut mit einem Tourenrad bewältigen. Die Bergstrecken sind eher für ambitionierte Freizeitsportler gedacht. Sie erfordern Kondition, Können und Orientierungssinn.

Die Costa de la Luz

Die Costa de la Luz begeistert nicht nur mit der Sonne und den warmen angenehmen Temperaturen. Auch für sportliche Aktivitäten eignet sich die Atlantik-Küste Spaniens hervorragend. Die Costa de la Luz ist die Atlantik-Küste in Andalusien, Spanien. Direkt hintern den Dünen liegt der Aldiana Club Andalusien in Novo Sancti Petri, von wo du tolle Tagesausflüge nach Cadiz, Sevilla und Tarifa oder auch Fahrradtouren unternehmen kannst. Der Club verfügt über eine Fahrradstation, die von Walter Erber geleitet wird. Novo Sancti Petri, eine Touristenurbanisation, die sehr hohen Wert auf Umweltverträglichkeit und Erhalt der Ursprünglichkeit bei der Bebauung gelegt hat. Idealer Startpunkt für Fahrradtouren: ob mit dem Mountainbike entlang der Steilküste oder mit dem Rennrad über die wenig befahrenen Straßen. Die meisten Straßen verfügen über breite Radwege, die neu angelegt wurden. Auch kann man Touren in die Berge der Sierra de la Grazalema unternehmen.

Tourenvorschläge ab Novo Sancti Petri

  • Novo Sancti Petri - Trafalgar -Vejer - Novo Sancti Petri (3:30 h, 72 km, ⌀ 22-25 km/h)
  • Novo Sancti Petri - Naveros-Medina - Novo Sancti Petri (3:05 h, 68 km, ⌀ 22-25 km/h)
  • Novo Sancti Petri - Conil-El Palmar- Trafalga - Novo Sancti Petri (3:29 h , 71 km, ⌀ 22-25 km/h)
  • (Transfer: Novo Sancti Petri - Gibraltar) - Tarifa-Barbate - Novo Sancti Petri (6:30 h,120 km, ⌀ 23-25 km/h)
  • (Transfer: Novo Sancti Petri - Grazalema) - Cortes de la Fr. - Jimera - Ronda - Benaojan - Grazalema - (Transfer: Grazalema - Novo Sancti Petri) (6:30 h ,105 km, ⌀ 20-23 km/h)

Die Radtour in Andalusien ist unsere entspannte „Cappuccino Tour“. Sie kann mit dem Mountainbike, aber auch mit dem E-Mountainbike gefahren werden. Durch den Pinienwald und durch das Hinterland geht es auf schmalen Trails und Sandwegen zu dem kleinen Küstendorf Conil de la Frontera. An einer kleinen Strandbar legen wir eine kurze Pause ein und genießen bei einem Kaffee con Leche oder einem Erfrischungsgetränk das Strandtreiben. Auf dem Rückweg geht es direkt an der Küste entlang, an ständig wechselnden Küstenabschnitten zwischen Steilküste und kleinen Sandbuchten, eingerahmt von großen Felsen, die ins Wasser ragen.

In Andalusien kannst du bei einer Radreise mehr als Landschaft entdecken. Entscheide dich für einen Abstecher zur Bodega Bio Farm, wo Wein und Olivenöl hergestellt werden. Lass dir den Anbau und alles rund um die Farm erklären und koste von einer ausgewählten Wahl an Weinen und Olivenöl. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut, viele haben einen Fahrrad Seitenstreifen oder einen guten Radweg. Im Allgemeinen ist im Frühjahr und Herbst wenig Straßenverkehr und die Autofahrer sind sehr geduldig und rücksichtsvoll gegenüber den Radfahrern.

Vom Aldiana Club in Novo Sancti Petri kann man sehr viele Touren unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsstufe starten, sodass für jeden sicher eine passende Tour dabei ist.

Rennradtour nach Grazalema

Die Rennradtour von Novo Sancti Petri nach Grazalema ist eine etwas anspruchsvollere Tour und mit einem Transfer verbunden. Nachdem die Fahrräder auf dem Anhänger verstaut wurden, geht es mit dem Kleinbus los Richtung Naturschutzgebiet Sierra de Grazalema. Die Sierra de Grazalema erhebt sich wie eine riesige Stadtmauer zum Meer hin und ist mit zahlreichen kleinen Dörfern übersät. Tolle Bergstraßen mit vielen Kurven und ordentlichen Höhenmetern erwarten dich bei dieser atemberaubenden Tour durch die Sierra. Die Tour ist ca. 100km lang und beinhaltet 1776 Hm mit einer maximalen. Steigung von 11,7%. Während der Radtour wirst du Korkeichen, schwarzen Schweine, Ziegen und vieles mehr sehen und die Natur der Costa de la Luz lieben lernen.

Beste Reisezeit

Dank des milden Klimas und überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden ist Andalusien zu jeder Jahreszeit ein attraktives Reiseziel. Aber für Radtouren ist eine Zeit zwischen April und Mai oder zwischen September und November zu empfehlen. So kann auch dein Frühjahrs- oder Herbsturlaub mit tollen Aktivitäten gefüllt werden! Und dabei musst du nicht auf Sonne verzichten: Auch zu diesen Jahreszeiten gibt es in Andalusien viele Sonnenstunden und nur selten trüben ein paar harmlose Wölkchen den Himmel. Wenn du kühlere Temperaturen bevorzugst, kannst du auch im Winter eine Fahrradtour durch Andalusien unternehmen.

Fazit

Andalusien und besonders die Costa de la Luz ist ein tolles Reiseziel für einen aktiven Urlaub in Kombination mit Wellness und Entspannung im Aldiana Club Andalusien. Novo Sancti Petri ist ein guter Ausgangspunkt, um mit dem Biken im Cluburlaub zu starten. Für eine Radtour in Andalusien eignet sich besonders der Frühling und Herbst.

Das ganze Jahr Fahrradwetter

Andalusien ist mit seinen Olivenhainen, schönen Landschaften, dem weiten Meer und den schroffen Gebirgslandschaften eine abwechslungsreiche und einladende Region. Dort scheint an 300 Tagen im Jahr die Sonne (mehr zum Thema: Wetter & Klima in Andalusien). Dass es dann ausgerechnet im Urlaub regnet, ist nicht sehr wahrscheinlich.

Die Temperaturen sind das ganze Jahr über angenehm und sinken auch im Winter nicht unter 15° Celsius. Diese Temperaturen laden das ganze Jahr hindurch zu Fahrradtouren ein. Die flacheren Regionen mit sanften Hügeln sind ideal, um mit der Familie eine entspannte Radtour zu unternehmen. In den Bergen sind Technik und Kondition gefordert. Andalusien bietet das ganze Jahr Fahrradwetter.

Ideal für Freizeitradler und ambitionierte Radler

Wer nur zur Entspannung radelt und die Umgebung ein wenig erkunden möchte, kann sich auch ein Fahrrad in einem der zahlreichen Andalusien Hotels oder bei einem lokalen Fahrradverleih ausleihen. Damit lässt sich die Küste entdecken, eine Radtour durch die Stadt machen oder auch eine Tour landeinwärts.

Für ambitionierte Fahrer steht schon im Vorfeld fest, wo sie entlangradeln werden. Für sie ist das Radfahren fester Bestandteil des täglichen Urlaubsprogramms. Radsportler oder Triathleten bringen in der Regel ihr Fahrrad von zuhause mit.

Verkehrsfreie Radwege in Andalusien

Aktivurlaubern wird in und um Sevilla ebenso viel geboten. Auf einstigen Bahntrassen wurden mehrere verkehrsfreie Radwege angelegt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die VV del Aceite mit einem Asphaltbelag ausgestattet ist, verläuft die VV de la Sierra über mehrere Berglandschaften und bis zu einem Kilometer lange Tunnel.

Via Verde del Aceite

Einer der schönsten verkehrsfreien Radwege in Andalusien ist der Via Verde del Aceite. Der sogenannte „Grüne Öl-Radweg“ verläuft von Jáen zum Rio Guadajoz und ist sehr gut ausgebaut. Nahezu jeder einzelne Meter der insgesamt 55 Kilometer langen Strecke ist gut asphaltiert. Einige Streckenabschnitte verlaufen allerdings auf Schotter und Kies. Dieser Radweg ist auf der Trasse der ehemaligen Olivenölbahn errichtet worden, die in der Vergangenheit überwiegend zum Transport von Olivenöl eingesetzt wurde.

Da die Via Verde del Aceite beinahe lückenlos mit der Via Verde del Subbética verbunden ist, befahren Aktivurlauber auf einer Kombination beider Straßen eine insgesamt 110 Kilometer lange Strecke mit Fernweg-Charakter. Das Schöne an diesem Radweg ist, dass die gesamte Route weitestgehend verkehrsfrei verläuft. Nur an einigen Stellen, an denen die Trassen ausgesetzt sind, müssen Radfahrer kürzere Etappen im Verkehr in Kauf nehmen.

Via Verde dela Subbética

Die Via Verde dela Subbética schließt sich beinahe nahtlos an die Via Verde del Aceite an und bahnt sich ihren Weg durch die andalusische Gebirgslandschaft. Auf der 55 Kilometer langen Route fahren Radler beispielsweise am einstigen Bahnhof von Dona Mencia sowie Luque vorbei, in dem sich heute ein gemütliches Café befindet. Ein weiterer Haltepunkt ist eine ansehnliche alte Dampflokomotive, die sich auf Höhe von Cabra de Cordoba befindet.

Die gesamte Fahrbahn der Via Verde dela Subbética besteht überwiegend aus wassergebundenem Belag bzw. Kies und Schotter. Die gesamte Radroute verläuft weitestgehend verkehrsfrei. Nur auf einigen kurzen Etappen ist die Trasse ausgesetzt.

Via Verde de la Sierra

Die Via Verde de la Sierra ist mit einer Länge von 36 Kilometern die kürzeste Radroute dieser verkehrsfreien Radstrecken. Dennoch bewahrt sich die VV de la Sierra ihren Ruf als einen der spektakulärsten und bekanntesten Radtrails des Landes, der durch wildromantische Naturlandschaften führt. Vis-á-vis zu Scharen an wildlebenden Geiern verläuft dieser Radweg durch ungefähr 30 Tunnel und über verschiedene Viadukte entlang.

Einige Stellen dieses Radweges sind so faszinierend, dass Aktivurlauber ihre Blicke über scheinbar endlose Olivenhaine oder schluchtähnliche Täler wie das Guadalporcun schweifen lassen sollten. Außergewöhnlich ist an dieser Trasse, dass diese tatsächlich nie von einem Zug befahren wurde.

Rennradfahren in Andalusien

Andalusien ist ein beliebtes Reiseziel für Rennradfahrer. Das milde Klima im Süden Spaniens und die schönen, teils anspruchsvollen Touren locken viele Radsportler für ein Trainingslager, zu längeren Rundfahrten oder einzelnen Tagesetappen in die Region.

An der Küste oder im Gebirge

Du hast Lust auf einen Rennradurlaub am Meer oder im Gebirge? Dann komme nach Andalusien - hier kannst du sogar beides wunderbar miteinander verbinden. Auf dich warten tolle Touren entlang der Küsten oder herausfordernde Bergetappen in den zahlreichen Gebirgen.

Zu den beliebtesten Regionen zum Rennradfahren zählen dabei die Costa de la Luz mit ihren Traumstränden, die vielfältige Gegend rund um Málaga und die hohen Gipfel der Sierra Nevada.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die Flugzeit von Deutschland nach Andalusien beträgt 3-3,5 Stunden. Derzeit gibt es Direktverbindungen zu vier Flughäfen in Andalusien.

Die Anreise per Flug nach Málaga ist z.B. von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und einigen weiteren Städten möglich. Málaga ist ideal, wenn du deine Touren an der Costa del Sol oder im Landesinneren planst. Sollte die Costa de la Luz dein Reiseziel sein, sind die Flughäfen von Sevilla und Jerez de la Frontera eine gute Option.

Der Nachteil beim Fliegen ist die zusätzliche Mitnahme deines Rennrads, falls du dir vor Ort kein Rad ausleihen möchtest. Die Airlines bieten dafür aber einen kostenpflichtigen Service an, der mit 90 bis 130 Euro pro Flug zu Buche schlägt. Die Gewichtsgrenze liegt in der Regel bei ca. 30 kg.

Tipp: Für den Transport deines Rennrads im Flugzeug gibt es spezielle Rennradkoffer oder Transporttaschen.

Anreise mit dem Auto

Mit dem eigenen Auto sind es von Deutschland 2.000 bis 3.000 Kilometer bis nach Andalusien. Während die Fahrt aus Süddeutschland durchaus sinnvoll erscheinen mag, ist die Anreise aus dem Norden eine ziemlich zeitintensive Angelegenheit. Du sparst dir aber den Transport deines Rades und benötigst vor Ort auch keinen Mietwagen.

Regionen zum Rennradfahren

Dank des milden Klimas, kannst du dich fast überall auch ganzjährig in den Sattel schwingen. In den Sommermonaten solltest für Touren im Landesinneren allerdings sehr hitzebeständig sein. 40 Grad und mehr sind dann keine Seltenheit. Oberhalb von 2.000 Metern kann es im Winter auch zu Schneefällen kommen. Keine gute Idee für eine Rennradtour sind dann die Gipfel der Sierra Nevada.

Rund um Málaga

Die Gegend rund um Málaga ist nicht nur wegen seiner guten Erreichbarkeit aus Deutschland ein schönes Ziel für einen Radurlaub. Von hier kannst zahlreiche Tagesetappen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden unternehmen. Außerdem findest du in der Stadt mehrere Shops, die Rennräder zum Verleih anbieten.

Nur 5 Kilometer nördlich der Stadt liegt der Naturpark Montes de Málaga, mit Bergen, die dich auf über 900 Meter bringen. Auf einer knapp 95 langen Etappe durch die schönsten Bergdörfer legst du über 2.000 Höhenmeter zurück. Toll ist auch eine Tour nach Álora und El Chorro. Hier kannst du u.a. den berühmten Caminito del Rey besichtigen. Weitere interessante Touren führen dich nach Riogordo, Comares oder Coín.

Costa de la Luz

Die Costa de de Luz ist eine tolle Region zum Rennradfahren. Die flache Landschaft und das ganzjährig angenehme Klima machen die Region zu einem beliebten Reiseziel für Radfahrer.

Ein guter Ausgangspunkt für Tagestouren ist der Urlaubsort Novo Sancti Petri. Vor Ort kannst du dir an mehreren Orten ein Rennrad ausleihen und mit dem Playa de la Barrosa befindet sich hier einer der schönsten Strände in Andalusien.

Schöne Tagestouren bringen dich z.B. nach Jerez de la Frontera und Medina-Sidonia (125-140 km). Ein schöner, zwei Kilometer langer Anstieg führt hinauf ins wunderschöne Bergdorf Vejer de la Frontera. Verbinden kannst du diese Tour mit den Küstenorten Conil und Barbate (insgesamt ca. 90 km).

Ab ins Gebirge

Dich zieht es eher in die Berge von Andalusien? Kein Problem! Hier im Süden Spaniens findest du mehrere Gebirge mit Gipfeln über 2.000 Meter. In der Sierra Nevada führt die Straße hinauf zum Pico de Veleta, der mit 3.300 Metern der höchste mit dem Rennrad befahrbare Punkt Europas ist. Dafür solltest du aber definitiv die erforderliche Fitness mitbringen.

Schöne Touren kannst du zudem rund um Ronda und Grazalema unternehmen und dabei einige der berühmten Weißen Dörfer besuchen.

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