Radfahren in Weimar: Entdeckungstour zu den Sehenswürdigkeiten

Willkommen in Weimar - der Stadt der Dichter und Denker, der Bauhaus-Architektur und der Weimarer Republik. Hier schlägt das Herz der deutschen Kultur, und die größten Dichterfürsten, Komponisten, Philosophen, Architekten und Schöngeister zog es hierher. Reisen Sie rechtzeitig an und entdecken Sie bei einem ersten Spaziergang Weimars einmalige kulturhistorische Tradition, wie zum Beispiel Goethes Gartenhaus.

Weimar und seine Parks mit dem Rad erkunden

Weimar bietet gleich zwei UNESCO-Welterbestätten und war zudem 1999 Kulturhauptstadt Europas. Da es hier um Parks in Weimar geht, sollte am besten auch die Fortbewegung grün sein. Doch zum Laufen liegen einige der Gärten zu weit auseinander. So bleibt also das Fahrrad übrig, und das bietet sich im beschaulichen Weimar sowieso an. Die Radwege in der Klassikerstadt sind eigentlich so gut ausgebaut, dass man die Strecken ohne Probleme bewältigen kann.

Beginnen mit einer Fahrt ins Grüne kann man in Weimar im Grunde überall. Im Stadtgebiet finden sich neben dem kleinen Weimarhallenpark, der im Sommer als Kulisse für Konzerte dient, und den kleinen Grünanlagen wie dem Jakobsfriedhof auch vier große Parks und die Friedhöfe und Mahnmale der Stadt. Um sich den größten Anstieg jedoch gleich als erstes zu geben, lohnt es sich mit dem Schloss und Park Belvedere zu beginnen, die auf einem Hügel liegen. Anders als im Park Sanssouci in Potsdam beispielsweise, ist das Fahrradfahren auf vielen Strecken in den Weimarer Parks erlaubt.

Auf dem Rückweg Richtung Innenstadt kann man entweder direkt die Belvederer Allee durchfahren oder einen kleinen Abzweig durch Ehringsdorf machen. Dort kommt man an der Ehringsdorfer Brauerei vorbei. Die braut das einzige Weimarer Bier. Danach geht es an der Ilm entlang, vorbei am Deutschen Bienenmuseum in den Ilmpark. Der zentralste der Weimarer Parks zieht sich rund drei Kilometer entlang des Flusses. Das Bienenmuseum ist bereits die erste Attraktion des Parks - oder von der anderen Seite die letzte. Entlang der Ilm kann man auch gleich weiter fahren und so einen Teil des Ilmtalradweges mitnehmen. Der Radweg gilt gemeinhin als einer der schönsten in Thüringen.

Nach rund sechs Kilometern gelangt man dann auch zur letzten Adelsresidenz des Tages. Schloss und Park Tiefurt liegen idyllisch an einer weiteren Kurve der Ilm. Vom Schloss aus hat man einen wunderschönen Blick über den Park. Dafür ausgezeichnete Wiesen laden übrigens auch zum Sitzen, Picknicken und Spielen ein. Die Parkordnung klingt streng aber ist in der Praxis doch recht freizügig. Allein Grillen ist jedoch überall streng verboten - wegen der Brandgefahr. Wer wieder zurück in die Stadt möchte, nimmt die szenische Route entlang der Ilm am besten zurück. so kann man auch nochmal über den Eisenbahn-Viadukt staunen, der das Ilmtal überspannt.

Zurück in der Stadt lohnt sich als Ausklang ein letzter Abstecher zum Historischen Friedhof und zur Fürstengruft. Der lohnt sich nicht nur wegen des Clubs der toten Dichter. Auch Weimars wohl schönste Kirche begrüßt dort Besucher und lässt von einer Reise in den Fernen Osten träumen. Wer kein Fahrrad mitgebracht hat, kann sich eines leihen.

Sternradtour rund um Weimar

Beginnen Sie Ihre Radreise mit einer landschaftlich wunderbaren Etappe durch das Weimarer Land: Sie verlassen Weimar in nördlicher Richtung auf dem Ilmradweg. Immer wieder bietet sich Gelegenheit vom Rad zu steigen und eine Rast in einem schattigen Park oder einem romantischen Schloss einzulegen.

Am heutigen Tag begeben Sie sich rund um Weimar auf die Spuren des Malers Lyonel Feininger, der zu den ersten Meistern am Bauhaus gehörte. Die Rundtour führt Sie durch die reizvolle Umgebung der südlich von Weimar gelegenen Dörfer im Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Ilmtal“ und lässt Sie den Blick auf viele der Lieblingsmotive Feiningers genießen. Er liebte die Dörfer rund um Weimar und hat ihre Ansichten und ihre Kirchen in zahllosen Werken verarbeitet. Lyonel Feininger begann seine Laufbahn an der Staatlichen Bauhaus-Schule in Weimar. Der Radweg führt an vielen seiner Motive vorbei.

Über den Fernradweg Thüringer Städtekette radeln Sie heute in die Landeshauptstadt Erfurt. Auf Ihrem Weg durchqueren Sie Niederzimmern, wo Sie einen kleinen Abstecher zum mittelalterlichen Wachtturm des Ortes, dem „Wartturm“, machen können. In der Landeshauptstadt angekommen, lohnt es sich, die Krämerbrücke, die malerischen Fachwerkhäuser, den bekannten Dom und die mittelalterliche Altstadt zu besichtigen. An Ihrem letzten Radtag machen Sie einen Ausflug nach Erfurt. Sie radeln entlang der Thüringer Städtekette und besichtigen in Erfurt die Krämerbrücke, den Erfurter Dom und den Fischmarkt. Dann radeln sie zurück nach Weimar. Alternativ können Sie die Rückfahrt auch mit der Bahn machen (nicht inkludiert), dann sind es ca. 29 km Radstrecke.

Radeln Sie heute durch das malerische Ilmtal durch Bad Berka mit seinem Kneipp-Becken für die Radlerwaden, vorbei am Rittergut München, über Kranichfeld mit seinen zwei Burgen bis nach Hohenfelden. Diese Gegend ist ideal zum Picknicken und Baden. Fahren Sie in dem beliebten Naherholungsgebiet mit dem Boot besuchen sie eines der zahlreichen Cafés und Restaurants, die zu einer gemütlichen Rast einladen. Runde ab Bad Berka vorbei am Golfplatz zum Schloss Blankenhain.

Diese Etappe führt Sie zur Gedenkstädte Buchenwald, welche sich auf dem Ettersberg hoch über Weimar befindet. Der anstrengende Aufstieg wird mit weiten Ausblicken in das Thüringer Becken belohnt. Eine Etappe in schöner Umgebung, die zwiespältige Gefühle mit sich bringt.

Am Morgen übernehmen Sie Ihre Leihräder und beginnen idyllisch den Tag. Sie radeln vorbei an Goethes Gartenhaus durch den Park an der Ilm. Bei Mellingen verlassen Sie den Ilmtal-Radweg und radeln anschließend auf den sehr gut beschilderten Radweg Thüringer Städtekette bis in die Optik- und Universitätsstadt Jena. Freuen Sie sich auf Jena, auf das schöne Markt-Ensemble, das sehenswerte Zeiss-Planetarium und auf Schillers Geburtshaus. Genießen Sie den Ausblick über die Stadt vom „JenTower“ aus oder den Blick in die Sterne im betriebsältesten Planetarium der Welt.

Der Tag der Burgen! Von weitem grüßen die drei Dornburger Schlösser, deren Besichtigung Sie unbedingt einplanen sollten. Eine phantastische Aussicht, die Goethe-Gedenkstätte und der Rosengarten sind einmalig. Wo die Ilm in die Saale mündet, entdecken Sie die stolzen Burgen Saaleck und Rudelsburg. Nach lohnenswerter Pause rollen Sie vorbei an Schulpforta und entlang der ersten Weinberge des Saale-Unstrut-Gebietes bis Naumburg.

Die Sektstadt Freyburg, die Perle im Unstruttal, ist Ziel Ihres heutigen Ausflugs. Bequem fahren Sie am Morgen mit der Regionalbahn (nicht inkludiert) nach Wangen an der Unstrut. Von hier aus starten Sie Ihre Radtour nach Nebra, dem Fundort der einzigartigen "Himmelsscheibe von Nebra". Besichtigen Sie das multimediale Besucherzentrum, es erwartet Sie eine einzigartige Präsentation zur turbulenten Auffindungsgeschichte des Fundes. Anschließend folgen Sie dem Unstrut-Radweg nach Freyburg, wo Sie an einer Führung durch die historischen Räume der Rotkäppchen Sektkellerei teilnehmen können. Durch die reizvolle Landschaft an der Unstrut radeln Sie zurück bis zur Mündung in die Saale nach Naumburg. Freuen Sie sich auf malerische Weinterrassen und auf das schöne Flusstal der Unstrut.

Genüsslich folgen Sie heute Vormittag der Saale nach Bad Kösen mit seinem bekannten Gradierwerk. Die historischen Salinenanlagen sind als technisches Denkmal einzigartig in Europa und sie sind noch immer in Betrieb! Legen Sie eine Pause ein und atmen Sie tief durch. Erst in Kleinheringen verabschieden Sie sich vom Saaleradweg und folgen dem Flusslauf der Ilm bis in die Glockenstadt Apolda. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Apolda zu einer Manufaktur- und Handelsstadt mit namhaften Glockengießereien und einer florierenden Textilindustrie. Bis heute sind Strickwaren aus Apolda ein Begriff für Mode und Qualität und noch heute läutet die größte Glocke Apoldas im Kölner Dom. Am Nachmittag radeln Sie zurück nach Weimar.

Radwege rund um Weimar

Erkunden Sie Thüringen auf verschiedenen Rundtouren, die für Radfahrer aller Erfahrungsstufen geeignet sind.

  • Die Klassik-Runde Weimarer Land: Erstreckt sich über 14 km. Dabei bietet sie eine einfache Strecke für eine entspannte Tour durch die malerische Landschaft Thüringens.
  • Die Kleine Ettersbergrunde: Mit einer Strecke von 23 km können Sie hier die Umgebung erkunden und dabei die mittlere Schwierigkeitsstufe bewältigen.
  • Die Große Ettersbergrunde: Mit 34 km genau das Richtige für diejenigen, die eine größere Herausforderung suchen.
  • Die Genießertour Weimarer Land: Erstreckt sich über 33 km und bietet eine Mischung aus kulturellen Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Schönheiten. Nehmen Sie sich Zeit, um die Region in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden.
  • Die Wein8-Tour: Die Strecke ist 24 km lang und führt Sie durch idyllische Weinberge und malerische Dörfer.
  • Die Kneipp-Golf-Natur-Tour: Erstreckt sich über 24 km und bietet eine einzigartige Kombination aus Aktivitäten. Entdecken Sie nicht nur die natürliche Schönheit der Umgebung.
  • Die Napoleon Apolda Radrundtour: Mit einer Strecke von 32 km folgen Sie den Spuren Napoleons durch die Region.

Mehr als ein Dutzend Radwege führen durch Thüringen. Sie durchqueren imposante Landschaften, schlängeln sich entlang von Flüssen und verbinden kulturell vielfältige Städte. Mal fahrt ihr unter märchenhaften Schlössern vorbei, mal müsst ihr bei Anstiegen kräftig in die Pedale treten: Auf rund 400 Kilometern begleitet der Saaleradweg den Fluss von seiner Quelle im Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe. Insgesamt sind fast 3.700 Höhenmeter zu bewältigen. Los geht es in Sparnberg nahe der ehemals innerdeutschen Grenze am Fuße des Thüringer Schiefergebirges. Auf den folgenden 100 Kilometern passiert ihr eine waldreiche und ursprüngliche Landschaft. Kurze, aber anspruchsvolle Steigungen und Abfahrten wechseln sich entlang der Flussschleifen ab.

Am romantischen Schloss Burgk fahrt ihr steil zur Saale hinab. Der Weg führt vorbei an zahlreichen Fachwerkhäusern, bietet weite Blicke über Hochflächen und durchquert die fjordähnliche Landschaft des Hohenwarte-Stausees. Ohne größere Anstiege erreicht ihr Rudolstadt mit seiner Altstadt und dem Residenzschloss Heidecksburg. Im Flößereimuseum Uhlstädt entdeckt ihr, wie jahrhundertelang aus Fichtenholz schwimmfähige Flöße gefertigt wurden. Nahe der Porzellanstadt Kahla thront die „Königin des Saaletals“ genannte mittelalterliche Leuchtenburg aus dem 13. Jahrhundert. Von hier sind es noch circa 20 Kilometer bis in die Universitätsstadt Jena, bekannt für das Zeiss-Planetarium.

Der Ilmtal-Radweg verbindet auf 123 Kilometern den Thüringer Wald mit dem Saale-Unstrut-Gebiet. Vom Startpunkt in Allzunah geht es bergab über den Kurort Stützerbach mit seinem Goethemuseum in die 16 Kilometer entfernte Universitätsstadt Ilmenau. Hier widmet sich das GoetheStadtMuseum dem Leben des berühmten Dichters. Nun folgt ihr der Ilm durch die abwechslungsreiche Landschaft des Naturraums Mittleres Ilmtal und des Weimarer Landes. Bei Langewiesen unterquert ihr die Ilmtal-Brücke, auf der die ICE-Trasse Richtung Nürnberg verläuft, mit 1.681 Metern die längste Brücke Thüringens.

Weimar zählt mit den elf UNESCO-Welterbestätten „Klassisches Weimar“ und dem Bauhaus-Welterbe zu den kulturellen Höhepunkten am Ilmtal-Radweg. Hier stehen unter anderem die Wohnhäuser der Dichter Goethe, Schiller und Herder. Im Anschluss an den Besuch im Wielandgut in Oßmannstedt lohnt sich der kurze Umweg in die Glockenstadt Apolda. Plant hier auch Zeit für das Kunsthaus ein, in dem regelmäßig moderne Kunst - von Marc Chagall bis Pop-Art - zu sehen ist. Kurz vor dem Ziel noch einmal relaxen, das geht hervorragend in der Toskana Therme in Bad Sulza.

Flach und bequem, voller weiter Panoramen über Felder und kleine Ortschaften: Das ist der Unstrutradweg. Auf 152 Kilometern folgt er dem Fluss von seiner Quelle im Eichsfeld bei Kefferhausen bis zur Landesgrenze bei Wiehe. Die erste reizvolle Fernsicht habt ihr nach wenigen Radminuten am Eisenbahnviadukt über das Reisersche Tal hinter Dingelstädt. Etwas Zeit zum Verweilen solltet ihr in der alten Reichsstadt Mühlhausen einplanen, um euch Stadtmauer, mittelalterliche Kirchen und Museen in Ruhe anzuschauen. Der Reformator Thomas Müntzer predigte zur Zeit Luthers in der Marienkirche, Johann Sebastian Bach war zeitweise Organist an der Divi-Blasii-Kirche.

Der Harzrundweg führt auf insgesamt 310 Kilometern um das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands. 37 Kilometer davon verlaufen durch den Naturpark Südharz in Thüringen. Auf der Tour durch den Norden des Freistaats müsst ihr mehrere anspruchsvolle Anstiege bewältigen. Das erste Etappenziel ist der heilklimatische Kurort Neustadt. Die 1.000-Einwohner-Stadt liegt unterhalb einer der ältesten Burgruinen im Harz.

Der 54 Kilometer lange Abschnitt des Elster-Radwegs in Thüringen beginnt in Greiz. Die Park- und Schlossstadt zeichnet sich durch ihren Gegensatz zwischen prächtiger Architektur und der ruhigen Natur des Elstertals aus. Über der Altstadt befindet sich das im Kern mittelalterliche Obere Schloss, direkt am Ufer der Weißen Elster das klassizistische Untere Schloss.

Service für Radtouristen in Weimar

In Weimar, Schwanseestraße, kurz vor der Innenstadt, stehen neun Fahrradgepäckboxen bereit, in denen Rad­touristen ihr Gepäck vor dem Stadtbummel sicher verstauen können. Jede Box verfügt über zwei Steckdosen, mit denen E-Bike-Akkus kostenfrei aufgeladen werden können.

Unterkünfte in Weimar

In Weimar stehen Ihnen verschiedene Hotelkategorien für Ihre Radreise zur Verfügung:

  • Hotel Dorint Am Goethepark Weimar: Das Vier-Sterne-Superior-Hotel liegt idyllisch im Zentrum gegenüber dem Park an der Ilm und dem Goethehaus. Es bietet ein exklusives Ambiente, ein Restaurant mit Spezialitäten der internationalen Küche und eine Bierstube mit Thüringer Hausmannskost. Ein zweigeschossiger Wellnessbereich mit Dampfbad und Sauna sorgt für Entspannung.
  • Leonardo Hotel Weimar: Nur wenige Minuten von der historischen Altstadt entfernt, ist dieses Hotel der ideale Aufenthaltsort für kulturinteressierte Weimartouristen. Es verfügt über ein Restaurant, eine Bar sowie einen Wellness- und Fitnessbereich mit Hallenbad, Sauna und Fitnessstudio. Eine Bowlingbahn im Bistro sorgt für unterhaltsame Abende.

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