Der Women’s Cycling Grand Prix ist Deutschlands bedeutendstes Radsport-Eintagesrennen für Profi-Frauen und rangiert aktuell in der zweithöchsten Radsportkategorie UCI ProSeries.
Das Teilnehmerinnenfeld besteht aus bis zu 132 Weltklasse Radsportlerinnen aus 22 Teams, darunter können bis zu zwölf Teams der höchsten Kategorie UCI WorldTour vertreten sein.
Seit der Erstausgabe im Jahr 2023 findet der Women’s Cycling Grand Prix mit dem Brezel Race Stuttgart & Region powered by ADAC als wiederkehrender Doppel-Wettbewerb aus Profi- und Breitensport in Stuttgart und der Region Stuttgart statt.
Während das Jedermann-Rennen stets in der Landeshauptstadt startet und auch dort endet, erfolgt der Start des Frauen Profi-Rennens in jedem Jahr in einem anderen Ort bzw. einem anderen Landkreis der Region Stuttgart.
Im ersten Jahr war Tamm (Lkr.
Für die 2025 Ausgabe ist Filderstadt Gastgeber und Startort dieses in Deutschland einzigartigen Radrennens für Profi-Frauen.
Mit der Rotation der Gastgeber-Startorte ändert sich in jedem Jahr auch die auf circa 120 Kilometer Länge angelegte Streckenführung des Women’s Cycling Grand Prix - dies gilt übrigens auch für das Jedermann-Rennen Brezel Race - und verspricht somit stets einen neuen, spannenden und attraktiven Verlauf.
Weitere Radrennen im Fokus
Neben dem Women's Cycling Grand Prix gibt es natürlich noch weitere bedeutende Rennen im internationalen Radsportkalender. Hier ein Überblick:
Vuelta a España
Bei der Vuelta a España kommen die Bergspezialisten auf ihre Kosten.
Nach einem Tag für die Sprinter kehrt die Vuelta a España zu ihrem bergigen "Normalzustand" zurück.
Einen Tag vor dem ersten Ruhetag steht an der Skistation von Valdezcaray bereits die fünfte Bergankunft dieser Spanien-Rundfahrt an.
Nach einem leicht welligen Beginn der 195 Kilometer langen 9. Etappe ist der Schlussanstieg nicht übermäßig anspruchsvoll.
Während bei der Vuelta die Bergspezalisten auf ihre Kosten kommen werden, kämpfen bei der Bretagne Classic im Nordwesten Frankreichs die Klassikerjäger um den Sieg.
Auf 261 Kilometern um Plouay kommen über viele Hügel dennoch zahlreiche Höhenmeter zusammen.
Tour de France Femmes avec Zwift 2025
Die Tour de France Femmes avec Zwift führt 2025 in neun Etappen von der Bretagne bis in die Alpen.
Vom 26. Juli bis 3. August 2025 legen die Profi-Frauen bei dem wichtigsten Radrennen der Saison insgesamt 1.165 Kilometer mit 17.240 Höhenmeter zurück.
Die Etappen im Detail
- 1. Etappe | 26. Juli: Die Tour de France Femmes 2025 startet am 26. Juli mit einem kurzen, aber knackigen Auftakt. Der Scharfrichter des Tages ist die Côte de Cadoudal. Diesen 1,7 Kilometer lange Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,2 Prozent müssen die Fahrerinnen insgesamt drei Mal hoch. Neben dem Punch an den Anstiegen wird auch die Positionierung auf den schmalen Straßen in der Bretagne wichtig sein.
- 2. Etappe | 27. Juli: Auf der zweiten Etappe der Tour de France Femmes 2025 fährt das Frauen-Peloton von Brest nach Quimper. Zunächst verläuft der Parcours entlang der Küste und durch die Radsportstadt Châteaulin, bevor es über den Menez Quelerc’h geht. Bei Kilometer 77,1 biegen die Fahrerinnen auf einen Circuit ein, den sie zwei Mal absolvieren.
- 3. Etappe | 28. Juli: Am Ende der dritten Etappe der Tour de France Femmes werden die Sprinterinnen aller Voraussicht die Nase vorn haben. Auf dem Weg aus der Bretagne in Richtung Süden muss das Peloton lediglich einen kategorisierten Anstieg bei Rennkilometer 34,1 bezwingen.
- 4. Etappe | 29. Juli: Ein weiterer flacher Abschnitt liegt vor den Fahrerinnen, der sie am vierten Tag über 130,7 Kilometer von Saumur nach Poitiers bringt. Mit der Côte de Marigny (0,9 Kilometer bei 5,4 Prozent) liegt der einzige kategorisierte Anstieg etwa 30 Kilometer vor dem Ziel und wird die Teams der Sprinterinnen kaum aus dem Tritt bringen.
- 5. Etappe | 30. Juli: Die längste Etappe der Tour de France Femmes 2025 könnte zu einer ersten größeren Zäsur in der Gesamtwertung führen. Vom Hauptquartier des Teams FDJ-Suez in Jaunay-Marigny verläuft die Strecke zunächst auf den ersten knapp 70 Kilometern flach, ehe „leichte“ Bewegung in die Topographie kommt. Der Etappenfinale beginnt mit der Côte de Chabannes (1,4 Kilometer bei 5,2 Prozent), dem leichtesten der drei Anstiege. Diese drei Anstiege bieten die perfekten Schauplätze für Attacken. Daher werden gerade die Teams der Favoritinnen auf den Gesamtsieg bei der Tour de Femmes ihre Leaderin vorne platzieren wollen und das Rennen dementsprechend schnell machen.
- 6. Etappe | 31. Juli: Die erste Berg-Etappe der Tour de France Femmes 2025 führt die Fahrerinnen über 123,7 Kilometer durchs Zentralmassiv. Nach dem Start in Clermont-Ferrand verläuft die Stecke zunächst flach, ehe ab Courpière die bergige Herausforderung beginnt. Zunächst moderat mit den Anstiegen Côte de Courpière und Côte d’Augerolles, ehe sich die harten Brocken ab Rennkilometer 69 in den Weg stellen. Es folgt der Col de Chansert (6,3 Kilometer mit 5,5 Prozent) und die Côte de Valcivières (4,5 Kilometer mit 5,3 Prozent). Mit den fünf kategorisierten Anstiegen und einem Gesamthöhenunterschied von 2.350 Metern ist dies ein Tag für Berg- und GC-Fahrerinnen. Allerdings verlangen die schmalen, verwinkelten Straßen des Zentralmassivs höchste Konzentration, und die steile Abfahrt hinab nach Ambert erfordert Risikobereitschaft.
- 7. Etappe | 1. August: Die siebte Etappe der Tour de France Femmes 2025 führt das Peloton in die Alpen. Von Bourg-en-Bresse nach Chambéry verläuft der Tagesabschnitt über 159,7 Kilometern mit 1.880 Höhenmetern. Doch ab Kilometer 100 ändert sich das Terrain drastisch: Drei kategorisierte Anstiege bringen die Fahrerinnen in die Alpen. Danach folgt die Côte de Berland hoch nach Saint-Pierre-d’Entremont im Département Isère. All dies ist erst ein Aufgalopp, ehe die Fahrerinnen hoch zum Col du Granier eskalieren. Ebenso herausfordernd wie der Anstieg ist die 18 Kilometer lange Abfahrt von der 1134 Meter hohen Passhöhe des Col du Granier hinunter ins Ziel von Chambéry.
- 8. Etappe | 2. August: Die Königinnenetappe der Tour de France Femmes 2025 führt die Fahrerinnen aufs Dach dieser Rundfahrt. Direkt nach dem Start beginnt schon der Anstieg zum Col de Plainpalais. Mit seiner Länge von 13,2 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 6,3 Prozent kann er für eine frühe Zäsur im Feld sorgen. Danach wird sich das Rennen wahrscheinlich etwas beruhigen, da der Parcours topografisch sanfter verläuft. Nach einer Abfahrt und einem kürzeren, weniger schweren Anstieg über den Col du Frêne und der anspruchsvolleren Côte de Saint-Georges-d’Hurtières (4,8 Kilometer mit 5,9 Prozent) führt die Route in das Maurienne-Tal. Mit 18,6 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 8,1 Prozent verlangt dieser legendäre Pass selbst den besten Bergfahrerinnen alles ab. Dieser Tag wird eine Vorentscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot bringen. Denn gerade an diesem schweren und langen Schlussanstieg kann viel Zeit verloren beziehungsweise gewonnen werden.
- 9. Etappe | 3. August: Die 9. und letzte Etappe bietet nochmal die Chance im Gesamtklassement Plätze gut zu machen. Zwar ist der 124 Kilometer lange Abschnitt von Praz-sur-Arly nach Chatel Portes du Soleil nicht so schwer wie die Etappe des Vortages. Aber es ist der neunte Tag ohne Pause bei dieser Rundfahrt. Nach einer Abfahrt ins Tal ist die Côte d’Arâches-la-Frasse (6,2 Kilometer mit 7,1 Prozent) bei Rennkilometer 33,9 die erste Herausforderung. Wer hier schon seine Beine merklich spürt, wird rund 20 Kilometer später wohl bitterlich leiden. Dann steht nämlich der Col de Joux Plane im Weg. Seine Länge von 11,6 Kilometern ist das „kleinere Problem“. Aber er weist eine durchschnittliche Steigung von 8,5 Prozent auf - mit steilen, längeren Rampen von bis zu 12 Prozent Steigung. Ebenso gefährlich wie der Anstieg ist die Abfahrt nach Morzine. Kleinere Lücken könnten auf den folgenden 15 Kilometern bis zum Beginn des Anstiegs zum Col du Corbier geschlossen werden. Wer am Corbier noch Helfer neben sich hat, kann hier noch etwas ausprobieren. Oder auf der Abfahrt hinunter nach Abondance beziehungsweise danach das Rennen in Richtung Ziel schnell und schwer machen.
Giro d’Italia Women 2025
Die insgesamt 36. Austragung des Giro d’Italia der Frauen findet zwischen dem 6. und dem 13. Juli statt. Früher bekannt als Giro Donne, heißt das Rennen seitdem es letztes Jahr erstmals von der RCS, dem Veranstalter des Männer-Giros, organisiert wurde, offiziell Giro d’Italia Women.
Die Strecke wurde am 13. Januar in Rom präsentiert, wo auch die der Männer vorgestellt wurde.
Wie schon 2024 sind es acht Etappen, mit 919,2 Kilometern allerdings mehr als die 876,6 aus dem Vorjahr. Auch bei den Höhenmetern gibt es 2025 ein Plus um rund 1300 auf insgesamt 14.300.
Etappenübersicht
Hier eine tabellarische Übersicht über die Etappen des Giro d'Italia Women 2025:
| Etappe | Datum | Start - Ziel | Länge | Höhenmeter | Typ |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 6. Juli | Bergamo - Bergamo | 14,2 km | 100 m | Einzelzeitfahren |
| 2 | 7. Juli | Clusone - Aprica | 92 km | 1450 m | Bergetappe |
| 3 | 8. Juli | Vezza d’Oglio - Trento | 122 km | 1400 m | Sprintetappe |
| 4 | 9. Juli | Castello Tesino - Pianezze | 142 km | 2700 m | Bergetappe |
| 5 | 10. Juli | Mirano - Monselice | 120 km | 250 m | Sprintetappe |
| 6 | 11. Juli | Bellaria-Igea Marina - Terre Roveresche | 145 km | 2350 m | Hügelige Etappe |
| 7 | 12. Juli | Fermignano - Monte Nerone | 150 km | 3850 m | Bergetappe |
| 8 | 13. Juli | Forli - Imola | 134 km | 2200 m | Hügelige Etappe |
Die Etappen im Detail
- 1. Etappe: Los geht es für die Fahrerinnen in Bergamo mit einem Einzelzeitfahren. Die 14,2 Kilometer sind flach, mit zwei langen Geraden im ersten Teil und einem etwas verwinkelten zweiten Abschnitt. Wer im Kampf um die Nachfolge von Elisa Longo Borghini eine Rolle spielen will, darf hier nicht viel Zeit verlieren.
- 2. Etappe: Am zweiten Tag wartet direkt die erste von insgesamt drei Bergankünften in Aprica. Allerdings ist der Schlussaufsteig mehr ein stetiges und langsames Berganfahren als eine steile Rampe, womit ein Sprint aus einer größeren Favoritinnengruppe am wahrscheinlichsten ist.
- 3. Etappe: Tag drei bietet mit dem Passo del Tonale gleich zu Beginn zwar in 1883 Metern Höhe den höchsten Berg des Giro d’Italia Women 2025, verläuft sonst aber abschüssig bzw. flach, sodass in Trento die Sprinterinnen erstmals zum Zug kommen dürften.
- 4. Etappe: Auf der 4. Etappe sind erneut die Klassementfahrerinnen gefragt bei der Bergankunft in Pianeze (Valdobbiadene).
- 5. Etappe: Die 5. Etappe bietet die zweite Gelegenheit für die Sprinterinnen. Die 120 Kilometer zwischen Mirano und Monselice sind flach wie ein Pfannkuchen.
- 6. Etappe: Tags darauf werden die Puncheurinnen ihren Spaß haben. Die 6. Etappe hat mit 2350 Höhenmetern ein dementsprechendes Klassikerprofil.
- 7. Etappe: Die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg beim Giro d’Italia der Frauen 2025 wird am Samstag, dem 12. Juli fallen. Es geht auf den Monte Nerone. Der Schlussanstieg weist eine mittlere Steigung von acht Prozent auf, steht erstmals im Programm und dürfte ein ähnliches Spektakel wie die Bergankunft am Blockhaus 2024 bieten.
- 8. Etappe: Sollte es in der Gesamtwertung nach dieser Etappe immer noch um Sekunden gehen, könnte es auf der Schlussetappe noch zu Verschiebungen kommen. Schließlich ist das 8. Teilstück mit 2200 Höhenmetern auf 134 Kilometern ein ständiges Auf und Ab auf dem WM-Kurs von 2020.
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