Mailand-Sanremo: Eine Legende des Radsports

Gemächlich geht es zu in der Via Roma, an diesem für die kleine Hafenstadt Sanremo mal wieder großen Samstagnachmittag. Während die Weltelite des Radsports sich bereits auf den Weg gemacht hat in den südlichsten Winkel Liguriens, beschäftigt man sich in der Nähe des Zielstrichs noch mit dem Alltag.

Das längste der Eintagesrennen für Fahrrad-Sportler und Fahrrad-Sportlerinnen weckt zudem weltweites Interesse und bringt jedes Jahr aufs Neue verschiedenste Profis nach Europa. Denn neben den bereits genannten Teilnehmerstaaten sind auch noch viele mehr dabei. Immer wieder sind zum Beispiel auch Teilnehmende aus Australien auf dem Siegertreppchen vertreten.

Dank einer Strecke von mehr als 290 Kilometern ist die Route zudem das längste Eintagesrennen im Radsport. Die Strecke, bei der auch zahlreiche Höhenmeter eine Rolle spielen, wird schon seit über 100 Jahren gefahren, um Sportlerinnen, Sportler sowie deren Ausrüstung in Bestleistung zu sehen. Der Vorgänger war übrigens ein Autorenrennen auf der gleichen Strecke, welches in 1904 stattfand und als Werbemaßnahme für ein Kasino in Sanremo diente.

Denn schon 1907 gab es die erste Tagestour für Hochleistungssportler. Seitdem ist das Rennen nur dreimal ausgefallen: in 1916, 1944 und 1945. Bis in die Mitte der 1950er Jahre führten dabei meist italienische Fahrer die Siegeslisten an. Dann zeigten Belgien, Spanien, Frankreich, die Niederlande und weitere Staaten, welche Talente sie hervorbringen können. Mit Rudi Altig gewann 1968 das erste Mal ein Deutscher das längste Tagesrennen in Italien.

Die genaue Strecke zwischen den zwei Städten kann sich immer mal wieder ein bisschen ändern. Baustellen, kaputte Straßen und andere Faktoren sorgen für eventuelle Anpassungen. Allerdings gab es in der über 110-jährigen Geschichte des Rennens noch keine größere Veränderung der Strecke. Besonderheiten dabei sind vor allem, dass das Rennen direkt in den Städten und nicht irgendwo außerhalb startet und endet.

Zudem führt der Weg entlang der Mittelmeerküste, weshalb viele Streckenabschnitte nur wenige Höhenmeter mit sich bringen. Natürlich ist der Radrennsport nicht mehr nur eine Männerdomäne, auch Frauen messen sich auf dem Zweirad in ihren Leistungen und ihrer Ausdauer.

So gibt es nach den bisherigen 115 Jahren des Radrennens Milano - Sanremo in Norditalien auch wieder Pläne für 2023. Denn auch während der Covid-19-Pandemie in 2020, 2021 und 2022 fand das Rennen statt. Im Mai 2023 sollen dann sowohl das Radrennen der Männer auch als das Radrennen der Frauen wieder abgehalten werden.

Dabei gehen wir nicht nur auf die Namen der einzelnen Ortschaften, Regionen oder geografischen Punkte ein, sondern auch auf die bis dahin zurückgelegte Strecke sowie auf die Höhe des Punktes. So können alle Interessierten ablesen, nach wie vielen zurückgelegten Kilometern wie viele Höhenmeter erklommen oder bergab gefahren wurden.

An den beiden letzten Anstiegen - den Sanremo-Legenden Cipressa und Poggio - entlädt sich diese Anspannung dann in einem Feuerwerk. Jede Austragung hat eine eigene Geschichte, ein eigenes Finale. Über Jahre war es ein Rennen der ganz großen Namen, ehe es in der „Zabel-Zeit“ zum Sprinterrennen wurde.

Für dieses spezielle Finale gibt es mehrere mögliche Szenarien, wie die Vergangenheit zeigt - eine späte Attacke von Vincenzo Nibali am Poggio mit epischem Solo, der unglaubliche Triumph des Downhill-Mohoric mit versenkbarer Sattelstütze und waghalsiger Poggio-Abfahrt. Die Kwiatkowski-Millimeterentscheidung 2017, der Degenkolb-Sprint-Sieg 2015, oder auch der beeindruckende Solosieg von Mathieu van der Poel im Jahr 2023, als er kurz vor dem Gipfel des Poggio allen davonzog. Seine späte Attacke am Poggio brachte ihm 2018 überraschend den Sieg.

Mit den fünf „Capi“ - den kurzen, aber steilen Anstiegen auf den letzten rund 55 Kilometern zum Ziel, beginnt das Finale des Rennens. Zunächst Capo Mele (51,6 km vor dem Ziel) und Capo Cervo (46,7 km vor dem Ziel). Dann Capo Berta (38,9 km vor dem Ziel). Vor den Anstiegen wird es im Feld extrem schnell, und alle Favoriten müssen hellwach sein.

Die letzte Steigung ist eine Legende - der Poggio. Nur rund 3,7 Kilometer lang bei moderaten 3,7% Steigung - für Profis nur ein kleiner Hügel. Doch nach rund 300 Kilometern im Sattel wird der Poggio zum Scharfrichter.

Die Abfahrt ist kurz, hat aber einige enge Kurven. Beispielsweise Mathieu van der Poel, der vor zwei Jahren mit einer Monster-Attacke am Poggio die Konkurrenz abstellte und souverän zum Sieg fuhr. Aber auch der endschnelle Mads Pedersen ist in herausragender Verfassung. Ebenso Filippo Ganna, dem man mit seiner Tempohärte keinen Meter Vorsprung geben darf, sonst sieht man ihn wohl erst im Ziel wieder.

Der Belgier zählt erneut zu den Top-Favoriten, nach seinem Sturz am Mittwoch bei Nokere-Koerse jedoch eingeschränkt. Beim Titelverteidiger Jasper Philipsen muss man nach seinem Sturz am Mittwoch bei Nokere Koerse abwarten, ob er tatsächlich zu 100% leistungsfähig ist.

Mit mehr als 100 Austragungen und einem ganz besonderen Charakter ist „la Primavera“ einer der bedeutendsten Radklassiker der Welt. Die Strecke der 116. Auflage führt in diesem Jahr über satte 289 Kilometer. Zunächst eher Langeweile über Stunden, dann steigert sich mit jedem Kilometer die Spannung.

Der beste Fahrer der Welt möchte gern einen Haken an das erste Monument der Saison machen. Gelingt ihm das, fehlt nur noch Paris-Roubaix, dann hätte er alle fünf Radsport-Monumente gewonnen. Die Berge nicht lang genug, um die Konkurrenz mit bloßer Kletterfähigkeit abzuhängen, und trotz seiner Explosivität fehlt es etwas an Endschnelligkeit, um Fahrer wie Philipsen im direkten Duell schlagen zu können. Pogacar muss es schlau anstellen, und die Konkurrenz möglichst abschütteln.

Die Einzigen, die ihm noch folgen könnten, wären möglicherweise Mathieu van der Poel oder Mads Pedersen. Doch die werden sich zunächst gegenseitig belauern - schließlich sind sie keine Helfer, sondern Kapitäne, die selbst gewinnen wollen. Falls sie nicht gut zusammenarbeiten, könnte das Pogacar den entscheidenden Vorsprung verschaffen. Denn die eigentliche Vorentscheidung fällt an der Cipressa - am Poggio wäre es für ihn zu spät.

Pogacar braucht ein schweres Rennen, um an den Anstiegen die Konkurrenz tatsächlich distanzieren zu können. Vermutlich wird das Ziel seines UAE-Teams sein, an den Capi ein horrendes Tempo anzuschlagen, damit das Feld mit einem Angriff an der Cipressa komplett zerlegt wird.

Wobei Pogacar nicht die komplett Konkurrenz an der Cipressa abhängen muss - es bleibt der Poggio für den finalen Angriff. Doch für solch Szenario braucht er Helfer, die zwischen Cipressa und Poggio für ihn die Arbeit machen. Denn es ist wohl eher nicht zu erwarten, dass in einer kleinen Gruppe mit einigen Favoriten Einigkeit herrscht.

Doch all diese Überlegungen stellt die Konkurrenz natürlich auch an, und wird versuchen, bestmöglich vorbereitet zu sein. Der Kreis der Favoriten kann zudem um einige Namen erweitert werden. Michael Matthews war bei diesem Rennen schon mehrfach ganz weit vorn, würde es natürlich sehr gern gewinnen. Für Sprinter Jonathan Milan müsste das Rennen im Finale wohl taktisch werden, damit er um den Sieg sprinten kann - ist er allerdings ganz vorn dabei, wir er schwer zu schlagen sein. Olav Kooij ist ebenso endschnell und zeigte sich zuletzt auch bergauf sehr stark. Das gilt ähnlich für Magnus Cort.

Unter dem Titel „Primavera Rosa“ wurde es auf einem ähnlichen Parcours ausgetragen. Auch damals ging es im Finale über Cipressa und Poggio. Die Siegerin der letzten Auflage war Trixi Worrack - vor genau 20 Jahren. Das Finale ist identisch mit dem der Männer. Insgesamt sind 156 Kilometer für das Frauen-Peloton zu absolvieren.

Mit 288 Kilometern ist die Strecke 2024 die zweitkürzeste der vergangen 20 Jahre - weniger Kilometer hatten die Fahrer in San Remo einzig 2014 auf dem Tacho, als das Rennen wegen Schneefalls unterbrochen und der Turchino in den Teambussen überquert wurde, bevor Gerald Ciolek gewann.

Kurz nach dem Passo del Turchino erreicht die Strecke traditionell das Ligurische Meer und windet sich küstennah Richtung Sanremo. Bei Kilometer 236 ist mit dem Capo Mele der erste der drei Capi erreicht - die drei kleinen Hügel, die das Finale einläuten. Die Poggio-Abfahrt ist, im Gegensatz zu der von allen drei Capi oder auch von der Cipressa, eng und winklig - eine Sache für echte Radbeherrschungs-Künstler.

Im vergangenen Jahr ist es Tadej Pogacar nicht gelungen, die Konkurrenz am Poggio abzuhängen. Was muss diesmal passieren, damit es für den Weltmeister klappt?

Sein Idealszenario wäre: Er setzt sich mit zehn Sekunden Vorsprung über die Cipressa ab, hält den Abstand, baut ihn am Poggio auf 20 Sekunden aus und fährt solo ins Ziel. Falls die Verfolger am Poggio aber noch in Reichweite sind - und das sind ja keine Fruchtfliegen - wird die Lücke wohl geschlossen. Je mehr Fahrer gemeinsam ins Finale kommen, desto unwahrscheinlicher wird ein Pogacar-Sieg.

Im letzten Jahr hat van der Poel mit einer ähnlichen Taktik seinem Teamkollegen Jasper Philipsen zum Sieg verholfen. Ist das eine Blaupause für Lidl-Trek?

Die Wettervorhersage für die Gegend um Imperia ist schlecht - es könnte regnen. Doch diese letzten 50 Kilometer sind die nervenaufreibendsten im Radsport. Jeder weiß: Man muss unter den ersten 20 Fahrern sein, wenn es in die Cipressa geht - sonst ist das Rennen vorbei. Das erzeugt enormen Stress. Schon bei Sonnenschein ist das eine Herausforderung, bei Regen und glatten Straßen wird es noch viel anspruchsvoller.

Momentan fehlt Deutschland ein Fahrer, der als klarer Siegkandidat ins Rennen geht. Trotzdem sind deutsche Profis in ihren Teams sehr geschätzt, weil sie solide sind und wertvolle Helferdienste leisten. Der deutsche Radsport steht insgesamt gut da.

Für eine Startrunde geht es diesmal in Pavia (neutraler Start: 10:15 Uhr) noch weiter südlich los als in den beiden Vorahren in Abbiategrasso. Ansonsten bleibt alles beim Gewohnten - mit Turchinopass, den Capi Mele, Cervo und Berta sowie Cipressa und Poggio di Sanremo. Die Zielgerade in Sanremo liegt wieder auf der Via Roma und endet 5,6 Kilometer hinter der Poggio-Kuppe. Die angesagten Windrichtungen könnten eine schnelle 116. Sanremo-Ausgabe begünstigen.

Zu erwarten ist ein Duell zwischen Weltmeister Tadej Pogacar (UAE), bisher sieglos in Sanremo, und dessen Vorgänger Mathieu van der Poel (Alpecin), Sieger vor 2 Jahren. Van der Poel hat bei sich im Team ebenfalls Vorjahressieger Jasper Philipsen, der nach einem Sturz zur Wochenmitte allerdings gehandicapt antritt. Unter den Sprintern ist stattdessen Mads Pedersen (Lidl) am höchsten gewettet.

Daher waren und sind fast alle die Rang und Namen haben, am Start, wenn dieser große Klassiker zum Frühjahrsbeginn ausgetragen wird.

Am 14. April 1907 begaben sich in den frühen Morgenstunden 33 Fahrer bei Regen auf die 288 km lange Strecke. 14 Fahrer errreichten das Ziel. Lange Zeit sah es nach einem Zweikampf zwischen Giovanni Gerbi und Gustave Garrigou aus, doch Gerbi bewies Teamgeist und wartete zu Garrigous Ärger auf seinen Kollegen Lucien Petit Breton, der aufschloss und nach 11 Stunden als erster über die Ziellinie rollten konnte.

Wie unglaublich hart die damaligen Rennverhältnisse sein konnten, lassen Schilderungen des Rennens von 1910 erahnen. 63 Fahrer nahmen am 3. April bei Regen die Fahrt auf. Nach 130 Kilometern herrschten am Turchino sibirische Verhältnisse. Eis, Schnee, Sturm und Regen zwangen die Fahrer vom Rad und die meisten zur Aufgabe.

Es sind vor allem berühmte Namen, die in der Siegesliste auftauchen. Doch gelegentlich gelang es unbekannten den Cracks ein Schnippchen zu schlagen. So auch 1927. Der flachsblonde, erst 23 Jahre alte Pietro Chesi, ein Unbabhängiger, kräftig gebaut, wenn auch nur 1,62 m groß, weiß von seiner Ausdauerfähigkeit und dass Sprinten nicht seine Sache ist. Er hat nichts zur verlieren.

Radsport-Nostalgiker denken sicher gerne an das Jahr 1946 zurück. Die Spaltung der Italienischen Radsportfans in Coppisten und Bartalisten hatte begonnen. Coppi und Bartali traten jetzt in unterschiedlichen Teams an. Beide wollten unbedingt die Fahrt in den Frühling gewinnen.

Fausto Coppi gewann 1948 und 1949 erneut die Classicissima. 1948, es war ein Rennen im Nebel, löste er sich 40 Kilometer vor dem Ziel von den anderen. "Mit unwiderstehlichem Antritt ließ er seine Gegner förmlich stehen! Im Verfolgertrio wurde Baito von einem Auto angefahren und musste ausscheiden. Das Ziel auf dem Motodrom glich einem Hexenkessel." (IRE, 1948) Fausto war es gelungen 5 Minuten herauszufahren.

1990 ließ es sich recht gut an. An der Cipressa macht er sich mit fünf anderen auf die Verfolgung des enteilten Gianni Bugno. Doch die Gruppe läuft nicht wie gewünscht und Rolf Gölz sieht eine Möglichkeit auszureißen.

Auf der Via Romain San Remo zu gewinnen, Mann, das war unbeschreiblich schön. Es ist einfach die prächtigste Zielankunft der Welt. Es ist die Zielankunft mit der größten Ausstrahlung.

Wer in den ersten Jahren den Turchino-Pass in der ersten Reihe überwinden konnte, hatte gute Chancen in San Remo ganz vorne anzukommen, doch in den 50er Jahren verlor die Steigung ihre Bedeutung als Scharfrichter. Immer häufiger kam es zu Sprintentscheidungen aus einer größeren Gruppe heraus. Daher fügte man 1960 den Poggio di San Remo ein, das half aber nur kurze Zeit.

So kam 1982 der Cipressa-Anstieg hinzu. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass ein beachtliches Peloton geschlossen San Remo zueilte. Gelegentlich schaftten es aber doch Barroudeure wegzukommen. Z. B. 1992, da versuchte es zuerst Moreno Argentin, Sean Kelly schloss dank einer halsbrecherischen Abfahrt vom Poggio auf und fing Argentin noch ab.

Seit fast zwei Jahrzehnten fasziniert mich diese Veranstaltung. Meine erste Teilnahme im Jahr 2005 gemeinsam mit meinem Schwager war der Beginn einer großen Leidenschaft. Ein Jahr später, als ich meinen Kollegen davon erzählte, entstand die Idee, mit Mitgliedern unserer Betriebssportgruppe teilzunehmen. Während wir darüber nachdachten, die Tour für eine größere Gruppe zu organisieren, kam uns die Idee, Mitstreiter über das Internet zu finden.

Obwohl der größte Teil der Strecke relativ flach ist, sind die entscheidenden Anstiege gegen Ende des Rennens von strategischer Bedeutung. inklusive steilerer Abschnitte.

Das Rennen zieht Jahr für Jahr Fans und Teilnehmer aus der ganzen Welt an und hat eine tiefe Verwurzelung in der Radsportgeschichte.

Mathieu van der Poel (Alpecin) hat zum 2. Mal in seiner Karriere auf der Via Roma die Nase vorn. Im Dreiersprint schlug der 30-jährige Niederländer deutlich Filippo Ganna (Ineos) und Tadej Pogacar (UAE). Erst 43 Sekunden hinter dem Trio führte Michael Matthes (Jayco) ein erstes Verfolgerfeld vor Kaden Groves (Alpecin) ins Ziel.

Angezettelt hatte die Cipressa-Flucht Weltmeister Pogacar mit einer Attacke 24,7 Kilometer vorm Ziel. Am vorletzten Anstieg konnte nur van der Poel das Hinterrad des Weltmeisters halten. Außerdem kam Ganna vorn mit rüber, weil sich die beiden Topstars des Rennens im oberen Bereich etwas anschauten.

Im finalen Poggio-Anstieg attackierte Pogacar mehrmals. Ganna wurde er damit sofort los. Van der Poel ließ sich jedoch nicht abschütteln und konterte sogar selbst kurz vor der Kuppe, konnte den kleinen Vorsprung allerdings nicht halten. Beiden lagen oben 5,6 Kilometer vorm Ziel 8 Sekunden vor Ganna.

Als van der Poel früh antrat, konnten sich Ganna und Pogacar nicht einmal mehr in den Windschatten des Vorausfahrenden saugen.

Er hielt ganz allein über fast 5 Rennstunden hinweg eine 8-köpfige Spitzengruppe auf eine Distanz von 3 bis 5 Minuten. Aus Teamsicht nicht schlimm, landeten doch van der Poel und Groves auf den Plätzen 1 und 5 im Ziel.

Als letzter der 8 Ausreißer wurde Marcellusi 27 Kilometer vorm Ziel exakt zu Beginn des Cipressa-Anstiegs gestellt. Er hatte zuvor an der Capo Berta seine Mitausreißer stehen lassen. Le Berre und Veistroffer wurden nur kurz vor Marcellusi eingefangen.

Wie im Vorjahr hatte Pogacars Team den Plan, an der Cipressa alles explodieren zu lassen - und wie im Vorjahr waren die Teamkollegen für diesen Plan relativ rar gesät. Außer van der Poel und Ganna folgte zunächst nur Romain Grégoire (Groupama), allerdings nur für kurze Zeit.

Die auch vor dem Rennen am höchsten gewetteten Fahrer egalisierten im Ziel ihre bisher jeweils besten Ergebnisse in Sanremo. Van der Poel feierte seinen 7. Sieg bei einem der 5 Monumenten.

Pogacar hatte schon im Vorjahr gesagt, dass ihn die Jagd nach dem Sanremo-Sieg möglicheweise ins Grab bringen werde. Das vermeintlich leichteste Monument fehlt so manchem Top-Star der Vergangenheit in den Palmarès.

Für Ganna hat sich noch keiner dieser Träume verwirklicht, und für Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Lidl) auch noch immer nicht der eines Sieges bei einem Monument.

Ergebnisse des 116. Radrennens Mailand-Sanremo:

PlatzFahrer
1Mathieu van der Poel
2Filippo Ganna
3Tadej Pogacar
4Michael Matthews
5Kaden Groves
6Magnus Cort
7Mads Pedersen

Anstiege der Strecke Mailand-Sanremo:

Anstiegkmungefähre Zeit
Turchinopass149,713:40
Capo Mele51,615:46
Capo Cervo46,715:53
Capo Berta38,916:05
Cipressa21,716:32
Poggio di Sanremo5,616:53

So begann meine tiefe Begeisterung für diese besondere Veranstaltung, aus der sich im Laufe der Jahre eine enge Freundschaft mit dem U.C. Mit einer Länge von ca. Sprinter vs. Legendäre Fahrer wie Eddy Merckx, der mit sieben Siegen Rekordhalter ist, sowie Fausto Coppi, Gino Bartali und Erik Zabel haben das Rennen geprägt.

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