Motorsport fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten auf eine ganz besondere Weise. Doch nur die wenigsten wissen, welche Sportarten es neben der Moto GP noch gibt. Sie haben Interesse aktiv in den Motorsport einzusteigen und interessieren sich für die regionalen Angebote? Dann informieren Sie sich in den unten stehenden Rubriken über das vielfältige Angebot im Motorradsport.
Vielfalt im Motorradsport
Der Deutsche Motorsport Bund e.V. bietet ein vielfältiges Angebot im Motorradsport:
Straßenrennsport
Der Begriff „Straßenrennsport” stammt noch aus der Zeit, als ein Großteil der Motorrad-Veranstaltungen über abgesperrte Bereiche öffentlicher Straßen führt. Das ist heute nur noch die Ausnahme, denn in der Regel nutzen auch die Motorradsportler Rennstrecken wie Sachsenring, Lausitzring oder Nürburgring. Wichtig ist aber die Abgrenzung zu allen Off-Road-Disziplinen: Straßenrennsport findet zu 100 Prozent auf Asphalt statt.
Im Straßenrennsport kommen alle Fahrer zu ihrem Recht: vom Hobby-Piloten, der sich mit seiner Straßenmaschine auf der Rennstrecke ausprobieren will, über den Semi-Profi, für den beim sportlichen Wettkampf auch noch der Spaß im Vordergrund steht, bis hin zum absoluten Vollprofi, der sich mit Prototypen am vollen Limit bewegt. So unterschiedlich die Maschinen auch sind, die Abläufe der Veranstaltungen laufen nach einem ähnlichen Schema ab. In den Freien Trainingssessions lernen die Piloten die Strecke kennen oder informieren sich über Änderungen. Die Zeit wird ebenfalls genutzt, um die Maschine auf den jeweiligen Kurs einzustellen. Im Qualifying bestimmt die Rundenzeit die Startaufstellung.
Doch Straßenrennsport wird nicht nur mit den Standard-Motorrädern durchgeführt, sondern auch mit den exotischeren Seitenwagen.
Motocross
Im Motocross-Sport müssen Mensch und Maschine hart im Nehmen sein. Zahlreiche Sprünge, waschbrettartige Streckenpassagen und tiefe Bodenwellen fordern ihren Tribut und machen gleichzeitig die Faszination dieses Sports aus. Bei den großen Starterfeldern von bis zu 40 Teilnehmern und einer Renndauer zwischen 15 und 40 Minuten bewegen die Piloten sich die gesamte Zeit im Grenzbereich. Da Motocross meist im Freien veranstaltet wird, können sich die Streckenverhältnisse schnell ändern. Durch Sonne, Regen und sonstige Witterungseinflüsse kann der Untergrund steinhart werden oder sich in eine Schlammpiste verwandeln.
Einsteiger tun sich im Motocross leicht, eine dem Alter und Leistungsvermögen angemessene Klasse zu finden. Schon die Kleinsten können ab 6 Jahren in einer eigenen kindergerechten Klasse antreten.
Enduro
Enduro bezeichnet den Gelände- und damit Ausdauersport des Motorradsports. Hier steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern die Zuverlässigkeit und Ausdauer von Mensch und Maschine. Für die Fahrer ist jeder Start eine Fahrt ins Ungewisse, denn sie dürfen sich im Vorfeld nicht über Streckenverlauf und -beschaffenheit vor Ort informieren.
Trial
Trial-Piloten sind Meister der Balance und der Konzentration. Die Teilnehmer müssen mit ihren Motorrädern einen Hindernisparcours durchfahren, ohne den Fuß auf den Boden zu setzen. Die Strecke führt durch unwegsames Gelände mit Steinen, Schlamm oder Gräben. Hohe Geschwindigkeiten darf man hier nicht erwarten. Dafür bewegen die Piloten ihr Sportgerät hoch konzentriert und manövrieren ihre Maschinen zentimetergenau. Eine gute Vorbereitung ist im Trial-Sport die halbe Miete. Die Piloten dürfen vor dem Start des Wettkampfes die Strecke zu Fuß ablaufen und suchen sich ihre Fahrspur. Zudem beobachten viele ihre Konkurrenten, um besonders tückische Stellen zu identifizieren und um damit später eigene Fehler zu vermeiden. Von außen darf ein Helfer verbal unterstützen.
Der Einstieg in diese sehr spezielle Motorsportart ist recht einfach.
Radsport: BMX / Trial
BMW und Fahrradtrials sind Radsportarten und das Pendant zu den Motorsportdisziplinen Motocross und Trial - nur ganz ohne Motor. Reine Muskelkraft anstatt Motor.
Historische Bedeutung von Radrennbahnen
Bahnradrennsport war schon in den 1890er Jahren ein Publikumsmagnet. Straßenrennen gab es damals wegen der schlechten Straßen nur sehr wenige, in einigen Städten war das Fahrradfahren auf der Straße sogar verboten. Ab 1909 wurden immer mehr Radrennbahnen in Deutschland gebaut. Im Rheinland gilt der Radsport neben dem Boxen als die vielleicht bedeutendste und beliebteste Sportart überhaupt.
Die Gründungsjahre zahlreicher, teils heute noch bestehender Radsportvereine, liegen häufig in diesen Jahrzehnten (z. B. RV Viktoria-Erkelenz-Hoven e. V. gegr.
Die Stadt Erkelenz hatte diesen Platz 1830 für das Landwehr-Reserve-Bataillon Erkelenz zur Verfügung stellen müssen. Als Exerzierplatz diente er bis zum Jahre 1898. Der Zustand des städtischen Sportplatzes an der Westpromenade blieb unverändert, bis 1922/23 der Radfahrverein „Erka“ Erkelenz hier mit großem Erfolg eine Rad- und Motorradrennbahn baute.
Das Aufwerfen der Kurvenwälle wirkte sich zwar für das Fußballfeld sehr nachteilig aus, allerdings erhielt das Spielfeld mit der Rennbahn erstmals einen hölzernen Zaun und eine hölzerne Tribüne, sie wurde außerhalb des Sportplatzes auf der im Südwesten angrenzenden Wiese errichtet. Die Radrennbahn war 400 Meter lang und mit Ton und Sand befestigt. In den Kurven neun - sonst acht Meter breit. Die Kurvenerhöhung betrug 3,50 m.
In Wassenberg entstand 1924 in der heutigen Oberstadt, ca. 100 m rechts von der Landstraße in Richtung Wildenrath, die damals größte Lehmrennbahn Europas. Eröffnung der Rennbahn war am 29. Mai 1924.
August 1906 ausgetragenen Radrennens „Großer Preis von Wassenberg“ auf der Rad- und Motorradrennbahn Wassenberg.
Südlich von Roermond in Herten wurde 1921 ein Sportpark gebaut.
Durch die hohe Zahl an neuen Radrennbahnen wurde zur Sicherheit des Publikums und der Rennteilnehmer ein Erlass des Ministers des Inneren herausgegeben. Berlin am 17. Eröffnungsrennen am 29. April.
Die Radrennbahn in Erkelenz wurde am Sonntag, dem 29. Laut Artikel der Westdeutschen Landeszeitung vom 30. April 1923 hatten sich trotz ungünstiger Witterung etwa 5-6000 Zuschauer eingefunden. Das abwechslungsreiche Programm und die fesselnden Kämpfe der einzelnen Rennen ließ die Erschienenen bald die Unbill der Witterung vergessen.
Die Radrennfahrer fuhren 600, 1200 und 4000 Meter. Bei dem 15 km Rennen für Hilfsmotoren erreichte Willi Karsch aus Grambusch den ersten Platz. Beim Motorradrennen über 30 Runden erreichte er ebenfalls den ersten Platz, Paul Rüttchen stürzte mit seiner Harley-Davidson, wurde aber trotzdem Vierter.
Die Zeitungsanzeige vom 2. Oktober 1923 berichtet, dass bei dem Rennen auch Motorräder mit Hilfsmotoren von der Firma Fuchs & Co. in Erkelenz mitfuhren. So erreichte den 2. Platz mit Fuchs Jüngerkes aus Viersen und den 3. Platz mit Fuchs Heinrichs aus Baal. Bei den schweren Maschinen belegte Willi Karsch aus Grambusch den 2. | R. Recker-Proprenter | Jean Fuchs & Co.
Die Sensation war bei jedem Rennen, wenn sich die beiden Lokalmatadore Paul Rüttchen und Willy Karsch ein Rennen lieferten.
Die Blüte der Erkelenzer Rad- und Motorradrennbahn dauerte nur kurz. Schluss war hier vermutlich 1928. Es gab noch ein Rennen an Ostern 1928, danach begannen beim Sportplatz wohl größere Baumaßnahmen.
24-Stunden-Rennen in Oschersleben
Vom 12. bis 13. August findet in der Motorsport Arena Oschersleben erstmals ein 24-stündiges Radrennen statt. Radsport hat Tradition auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands. Auch nachdem das Bundesligateam des damaligen Motopark aufgelöst wurde, blieb die Rennstrecke mit Hilfe von Radsportkoordinator Jürgen Kramer der Sportart treu. In diesem Jahr wird das Radsportkriterium gemeinsam mit der Arena sein 20-jähriges Jubiläum feiern.
Das 24-Stunden-Rennen kann als Zweier-, Vierer- oder Achter-Team, aber auch allein in Angriff genommen werden. Der Start ist am Samstag, 12. August um 13 Uhr geplant. Den ersten 400 Startern, die sich zum VELOFONDO 24h anmelden, wird ein Platz in der Boxengasse garantiert. Die Startgebühr beträgt 120 Euro pro Person und beinhaltet eine rundum Betreuung.
Steher Rennen
Ein anonymer Autor schreibt: "Es ist ein sogenanntes "Steher Rennen ". Radrennfahrer fahren auf einer Radrennbahn hinter einem Motorradfahrer der auf der Maschine steht und somit dem Radfahrer einen Windschatten bietet. Am Hinterrad des Motorrades befindet sich eine breite Rolle mit der der Radfahrer mit seinem Vorderrad nach Möglichkeit Kontakt hält. Der Motorradfahrer trägt außerdem eine Helmkappe mit nach hinten geöffneten Ohrmuscheln, so daß er auf Zuruf durch den Radfahrer sein Tempo variieren kann, je nach Kondition des Radrennfahrers.
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