Seit dem Jahr 2000 gibt es jedes Jahr eine Ostsee-Tour. Damals hatte sich Frank Maasdorf vorgenommen, innerhalb von 24 Stunden von Leipzig an die Ostsee zu fahren. Auch 2025 wird die Ostseetour stattfinden, die 26. Auflage.
Am 14. startet die Tour in Leipzig. Auch 2025 starten die Giganten der Landstraße dann zum 26. Mal in einem geschlossenen Feld von Leipzig aus in Richtung Ostsee. Eventuell wieder von einer Polizei-Eskorte begleitet, wird das Feld in einem 30 km/h-Schnitt die rund ca. 450 Kilometer runterreißen.
Wer Respekt vor der langen Strecke hat, sich aber gern mal versuchen würde, kann sich vorher mit den drei Organisatoren Martin Goetze, Sven Grunert und Frank Maasdorf in Verbindung setzen. Die 26.
Das Ziel: Heringsdorf auf Usedom
Der Ort ist bekannt für seine Bäder, darunter auch die Villa Irmgard, in der sich heute ein Museum befindet. Eine Promenade verbindet Heringsdorf mit 2 weiteren Badeorten, die gemeinsam “Kaiserbäder” genannt werden. Die Seebrücke Heringsdorf ragt in die Ostsee; hier befindet sich das Muschelmuseum mit zahlreichen Korallen und Muscheln.
Einblicke in die Leipziger Innenstadt
Der Bezirk Mitte von Leipzig ist der historisch interessanteste Teil und das Herz dieser Stadt. Hier finden sich die meisten Sehenswürdigkeiten sowie Einkaufsmöglichkeiten. Auch zum abendlichen Weggehen gibt es hier zahlreiche Angebote. Über die vom Innenstadtring eingerahmte historische Altstadt hinaus behandelt dieser Reiseführer auch die im 19. Jahrhundert hinzugekommen zentrumnahen Stadtteile des Bezirks Mitte (einschließlich Waldstraßen-, Musik-, Bach-, Seeburg- und Graphisches Viertel).
Sehenswürdigkeiten in Leipzig Mitte
- Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 3: Die ursprünglich romanische Nikolaikirche stammt von 1165 und ist damit eine der ältesten Kirchen in Leipzig. Sie wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Hier predigte unter anderem Martin Luther. Die Nikolaikirche war mit ihren Friedensgebeten einer der wichtigsten Ausgangspunkte der Friedlichen Revolution im Herbst 1989.
- Thomaskirche, Thomaskirchhof 18: Die Thomaskirche ist die zweite Hauptkirche der Leipziger Innenstadt. Ihr Ursprung kann auf das Jahr 1212 datiert werden. Auch sie wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach ergänzt und umgestaltet, ihr Bild wird heute von einem Turm im Renaissancestil geprägt. Bekannt ist die Thomaskirche aber vor allem als Wirkungsstätte des Thomanerchors, eines der bekanntesten Knabenchöre Deutschlands, und insbesondere ihres bedeutendsten Kantors Johann Sebastian Bach, der die Kirchenmusik der Gemeinde von 1723 bis 1750 leitete und dabei einen Großteil seiner geistlichen Werke komponierte.
- Reformierte Kirche, Tröndlinring 7: Die direkt am Ring gelegene Kirche wurde 1896-1899 für die von Hugenottenflüchtlingen gegründete evangelisch-reformierte Gemeinde erbaut und ist im Neorenaissance-Stil gehalten. Markant ist ihr 73 Meter hoher Turm.
- Propsteikirche St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2: Im Jahr 2015 eingeweiht, ist sie die neue katholische Hauptkirche der Stadt. Er ist einer der wenigen Kirchenneubauten des 21. Jahrhunderts in Deutschland.
Bauwerke in Leipzig Mitte
- Alte Rathaus: Das Alte Rathaus wurde 1556 im Renaissancestil erbaut. Es liegt am hübschen Marktplatz der Innenstadt und ist ein guter Orientierungspunkt.
- Alte Handelsbörse (Naschmarktbörse): Eines der wichtigsten erhaltenen Barockbauwerke in Leipzig; wurde früher für Treffen und Verhandlungen von Kaufleuten genutzt, heute Veranstaltungsort.
- Romanushaus, Katharinenstraße 23: Prächtiges barockes Stadtpalais, das 1701 bis 1704 für den reichen Kaufmann und damaligen Bürgermeister Franz Conrad Romanus errichtet wurde.
- Großer Blumenberg, Richard-Wagner-Platz 1: Das repräsentative Wohn- und Geschäftshaus, errichtet 1826-32 nach einem Entwurf des Architekten Albert Geutebrück, ist einer der wenigen erhaltenen klassizistischen Bauten in der Leipziger Innenstadt.
- Hôtel de Pologne, Hainstraße 16-18: In historistischen Stilen gehaltenes ehemaliges Hotel, 1847/48 errichtet.
- Klingerhaus, Petersstraße 48: Eines von vielen historistischen Geschäftsgebäuden aus der Gründerzeit in der Leipziger Altstadt.
- Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6: Von 1899 bis 1905 an der Stelle der früheren Pleißenburg errichtet. Es ist mit etwa 600 Räumen auf einer Grundfläche von 10.000 m² das größte Rathausgebäude Deutschlands.
- Konsument-Warenhaus am Brühl („Blechbüchse“): Zu DDR-Zeiten gehörte es zur Konsumgenossenschaft und wurde 1966 mit einer der damaligen Mode entsprechende, charakteristischen Aluminiumfassade verkleidet.
Augustusplatz
Der etwa 40.000 m² große Augustusplatz ist einer der größten Stadtplätze Deutschlands. An ihm befinden sich mehrere wichtige öffentliche Gebäude.
- Mendebrunnen: Das einzige erhaltene Element des ursprünglichen Platzensembles und prächtigste Brunnenanlage der Stadt.
- Neues Gewandhaus, Augustusplatz 8: Konzerthalle des international bekannten Gewandhausorchesters.
- City-Hochhaus (Uniriese/Weisheitszahn), Augustusplatz 9: Mit 142 Metern und 29 Geschossen das höchste Gebäude von Leipzig und prägendes Element der Skyline.
- Neues Augusteum und Paulinum, Augustusplatz 10: Neues Hauptgebäude der Universität Leipzig mit Rektorat und Auditorium Maximum.
- Krochhochhaus, Goethestraße 2: 1927/28 für die Privatbank Kroch errichtet, war der 12-geschossige Stahlbetonbau das erste Hochhaus der Stadt.
- Opernhaus, Augustusplatz 12: Der repräsentative Sandsteinbau aus den 1950er-Jahren im neoklassizistischen Stil gilt als einer der schönsten Bauten seiner Zeit in Ostdeutschland.
- Europahaus, Augustusplatz 7: Das Gebäude aus den Jahren 1928/29 mit 13 Geschossen ist das zweitälteste Hochhaus der Stadt.
Weitere Stationen auf der Route
Wurzen
Die Stadt Wurzen liegt an der Mulde am Rand der Leipziger Tieflandsbucht. Wurzen wurde von den Sorben gegründet und kommt bereits 961 urkundlich als Stadt vor. Die Stadt entstand an der Stelle, an der die alte Handelsstraße "Via Regia" die Mulde quert.
Sehenswürdigkeiten in Wurzen
- Schloss Wurzen: Gilt als ältestes Schloss im deutschsprachigem Raum. Es wurde 1491 bis 1497 erbaut und war eine Residenz der Meissner Bischöfe.
- Dom St. Marien: Domkirche, 1114 geweiht. Heutiges Erscheinungsbild von 1515 mit eindrucksvollen Steinplastiken aus dem frühen 16. Jh. und Bronzeplastiken von Georg Wrba (1932).
- Stadtkirche St. Wenceslai: Spätgotische Hallenkirche, begründet 1513 mit Türmerwohnung im Kirchturm.
- Geburtshaus des Dichters Ringelnatz
- Der Marktplatz: in seiner Anlage aus dem 13. Jahrhundert und ist von Häusern mit h...
Eine besondere Tour für einen Sportverein
Zum Vereinsjubiläum des Sportvereins Diakonie machten sich Mitglieder zu einer besonderen und herausfordernden Tour auf und fuhren von Sachsen aus mit dem Fahrrad an einem Tag bis an die Ostsee. Es sollte schließlich eine Radtour werden, welche an Distanz und Dauer alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte. Bislang lag der Rekord der Tagesdistanz bei exakt 269 Kilometern. Genau diese galt es zu übertreffen. Die Entscheidung fiel auf die Strecke Leipzig - Warnemünde. Der Plan war die 390 Kilometer vor Einbruch der Dunkelheit zu bewältigen.
Da es ein sehr heißer Tag werden sollte, starteten wir bereits um 2 Uhr auf dem Leipziger Augustusplatz. Mit dabei ein Begleitfahrzeug, welches uns in den sechs Pausen rundum versorgte. Dadurch gab es auch die Möglichkeit zu pausieren oder vorzeitig abzusteigen, was angesichts der heißen Temperaturen auch von dem einen oder anderen in Anspruch genommen wurde. Letztendlich schafften sieben Fahrer die komplette Distanz und trafen am Strand von Warnemünde abgekämpft und überglücklich auf den Rest der Mannschaft.
Weitere Radwege in der Region
Der Radweg Berlin-Leipzig ist ca. 250 km lang und verbindet die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Er ist Teil der Route "Süddeutschland-Ostsee" (R4), die vor etlichen Jahren geplant, aber nicht vollständig realisiert wurde.
Der Elbe-Ostsee-Radweg verbindet die Fernradwege an Elbe und an der Ostseeküste auf einer Länge von ca. 135 km. Die Route durch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern führt von der alten Festungsstadt Dömitz über Ludwigslust, Neustadt-Glewe durch die Lewitz nach Schwerin.
Tipps für eine Radtour
Zu zweit sind wir Anfang September zehn Tage lang von Leipzig an die Ostsee geradelt (842 km). Zum einen waren wir noch nie in dieser Ecke Deutschlands, zum anderen ist es eigentlich ideal, dort Rad zu fahren. Man muss keine Berge erklimmen (was mit einem 45 kg schweren Rad nicht zu unterschätzen ist), die Radwege sind gut ausgeschildert und ausgebaut, das Wetter ist um diese Jahreszeit ideal zum Radeln und es ist einfach herrlich dünn besiedelt.
- Es empfiehlt sich, mehrere verschiedene Campingführer zu kaufen, da keiner dieser Führer auch nur annähernd vollständig ist.
- In manchen touristischen Regionen wimmelt es geradezu vor Campingplätzen, in anderen muss man schon genau planen, wie weit man kommt und wohin man fährt.
- Ein besonderer Übernachtungstipp: Die Heuherberge in Groß-Schwiesow. Für 10 € pro Person und Nacht haben wir traumhaft in einem ausgebauten Bauernhof im Heubett geschlafen.
- Mittags haben wir uns immer eine Imbiss-Bude gesucht, da dies einfach die billigste, wohlschmeckendste und schnellste Möglichkeit ist, seinen erheblichen Kalorienbedarf zu decken.
Ein Problem bei solch einer Radtour ist das Gepäck, das einen sehr unflexibel macht: Man kann nicht einfach so in einem Restaurant sitzen oder mal schnell in ein Museum gehen. Denn was soll man in der Zwischenzeit mit dem Gepäck machen? Unbewacht stehen lassen?
Als optimal hat sich das Kartenset: „Radtouren in Deutschlands Norden“ vom ADFC erwiesen. Es sind 16 wunderbar kleine und damit handliche Karten im Maßstab 1:150.000. Darauf sind allerlei Arten von Radwegen eingezeichnet.
Sachsen entdecken
Der ca. 18.400km² große Freistaat Sachsen liegt im Osten Deutschlands und an der Grenze zu Polen. Nachbarbundesländer sind Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern und die drei größten Städte Dresden (Landeshauptstadt), Leipzig und Chemnitz.
Um Fauna und Flora zu schützen, legte man das ca. 30.000 Hektar große Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ an, schuf einen knapp 10.000 Hektar umfassenden Nationalpark sowie drei Naturparke mit insgesamt fast 200.000 Hektar; zudem hat Sachsen Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 54.000 Hektar und Landschaftsschutzgebiete, die fast 564.000 Hektar ausmachen.
Radtourer, die Sachsen entdecken möchten, haben somit die süße Qual der Wahl - auch wenn es darum geht, Sehenswertes in den Städten zu besichtigen.
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