Leutasch, ein charmantes Dorf in der Region Innsbruck-Land, Österreich, ist ein wahres Paradies für Mountainbiker. Die Gemeinde Leutasch liegt im Tiroler Oberland auf einer Höhe von etwa 1.136 Metern über dem Meeresspiegel. Sie erstreckt sich entlang des gleichnamigen Flusses und wird von majestätischen Bergen umgeben. Diese idyllische Landschaft bietet die perfekte Kulisse für unvergessliche Mountainbikeabenteuer.
Für alle begeisterten Radfahrer gibt es in Leutasch eine große Auswahl an MTB-Touren. Von gemütlichen Ausflügen entlang der malerischen Täler bis hin zu anspruchsvollen Trails durch steile Berghänge finden Sie hier alles, was das Herz eines Mountainbikers höher schlagen lässt.
Die Mieminger Runde: Panorama pur
Ähnlich der Wetterstein-Umrundung bietet die Mieminger Runde Panorama pur. Sie hat aber den Vorteil, dass je nach Fahrrichtung der Schwerpunkt auf genussreiche Forststraßen gelegt wird oder die Tour mit einem schönen Trail abgeschlossen werden kann. Und letztere Variante kann mit der Bahn etwas abgekürzt werden. Somit hat jede Variante, je nach Gusto, ihre Vorzüge.
Was ist der Vorteil einer klassischen Runde, wenn doch überall nur noch geshuttelt und auf hyperflowigen Traumtrails gefahren wird? Auf dem Weg von Ehrwald zum Marienbergjoch. Also eingeklickt und los!
Am südlichen Ortsende von Ehrwald verlassen wir die Bundesstraße am Kreisverkehr gleich mal nach links und zum Warmfahren folgt auch schon der erste kurze Anstieg. Nach dem Erreichen der Marienbergbahn zieht die Forststraße kontinuierlich hoch zur Sunnalm. Ab der Sunnalm bleibt dafür aber nicht mehr viel Zeit. Das letzte Stück zum Marienbergjoch zieht gewaltig an und fordert einige Körner, ehe sich vor dem Vorderreifen das Stubai ausbreitet.
In der Mieminger Runde: Asphalt-Passage auf der Straße von Telfs in die Leutasch. Nun führt eine teils ruppige Forststraße hinab zum Mieminger Plateau. Raus aus den grauen Bergen, hinab ins liebliche Weidegebiet und die Wirkstätte des Bergdoktors, einer volkstümlichen Serie aus frühen Zeiten. Die Landschaftsaufnahmen waren damals schon fein. Und die Landschaft ist es immer noch. Doch jetzt können wir diese schöne Gegend nicht nur im Fernseher, sondern live genießen.
Nach einem kurzen Stück Teer führt - meist am Waldrand - ein schöner Weg nach Obermieming. Doch anschließend kann man sich auf gefährliche Abwege begeben! Macht es uns bitte nicht nach und betretet mit euren Bikes durch das offene Gatter den Golfpark! Spätestens nach einer Begegnung mit einem Platzoberhaupt bekommt man eine satte Standpauke. Also lächeln und weitermachen.
Über Felder und durch schöne Wälder erreichen wir schließlich Telfs. Hier hat man nochmals die volle Infrastruktur zum Energieaufladen, ehe es nun länger bergauf geht. Zudem dürfen wir nun die Wahl zwischen einer Abgaslunge auf der Bundesstraße L36 oder brennenden Oberschenkeln auf einem rustikalen Karrenweg treffen. Egal wie die Entscheidung ausfällt: Am Wildmoossee sind die Mühen vergessen!
Von hier gibt es zwei Varianten in die Leutasch. Die finale Auffahrt durch das wunderbare Gaisstal. Lang, aber keinesfalls langweilig! In Obern bietet es sich nochmals an, eine letzte Stärkung zu sich zu nehmen, bevor die finale Auffahrt durch das wunderbare Gaisstal angegangen wird. Doch keine Angst. Auch wenn die Auffahrt auf der Karte lang erscheint, so ist sie alles andere als langweilig. Das ständig wechselnde Panorama, die schroffen Gipfel - die Mieminger zur Linken, das Wettstein zur Rechten - und zahlreiche einladende Plätze am Bach sorgen dafür, dass der Anstieg nicht zu langwierig wird!
Und falls doch der Unterzucker droht, so kann etwa an der Gaistalalm Abhilfe geschaffen werden. An einer Verzweigung gegen Talende wird der Lenker nach links eingeschlagen und bald darauf erscheint der Iglsee. Im Frühjahr wird er als See sogar wahrgenommen. Landschaftliches Highlight am Ende der Mieminger MTB-Runde: der Seebensee.
Bald darauf zweigt nach links der relativ ebene Stich vorbei an der Seebenalm zum wunderbar gelegenen, azurblauen Seebensee ab. Gerade erst angekommen, heißt es Schuhe aus und rein ins Wasser, um erstmal die Beine zu kühlen. Währenddessen bleibt nun Zeit, ein weiteres Mal die Bergwelt auf sich wirken zu lassen. Ehrwalder Sonnenspitze, Drachenkopf und Tajakopf bestimmen die unmittelbare Kulisse, während sich gegenüber die Zugspitze aufbaut.
Irgendwann heißt es wieder, Abschied zu nehmen. Während sich das Wasser des Sees über den Seebenseefall seinen Weg in die Loisach sucht, nimmt der Biker den Forstweg zurück über die Ehrwalder Alm nach Ehrwald.
Bitte respektiert das Bikeverbot-Schild kurz nach der Ehrwalder Alm und nehmt den Fahrweg ins Tal.
Varianten der Mieminger Runde
Der Klassiker ist sicherlich die Umrundung des Mieminger Gebirges gegen den Uhrzeigersinn - dabei kann auch nirgendwo geschummelt werden. Bei der Variante im Uhrzeigersinn kann einerseits die Runde durch die Ehrwalder Almbahn verkürzt und bei der nordseitigen Abfahrt vom Marienbergjoch durch einen schönen Trail gewürzt werden.
Die Almbahn nimmt Räder mit, wodurch sich der Anstieg um 500 Höhenmeter reduziert. Dennoch steht mit dem Marienbergjoch von Süden ein langer und steiler Anstieg auf dem Programm. Dafür folgt die Belohnung über den schönen Marienbergjoch-Trail (ca. Wem die gesamte Runde zu lang ist, dem sei der direkte Weg hoch zum Seebensee empfohlen. Entweder über die steile Straße der Ehrwalder Almbahn oder über das idyllische Gaisstal aus der Leutasch.
So lassen sich auch die umliegenden Berge, wie z.B. Kenner wissen, dass (E-)Biken auf unserem Hochplateu jede Menge Fun bedeutet. Über 570 km Bikestrecke stehen Ihnen zur Verfügung. Sie müssen sich nur noch entscheiden ob Genussradeln, Action geladene Geländefahrt oder abenteuerliche Entdeckertour. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Bei dieser Tour empfiehlt es sich, ausgiebig bei der Ehrwaldalm zu rasten. Um einzukehren besuchen Sie am besten die Altstadt von Garmisch. Wobei: Gerüchten zu Folge ist die historische Straße in Partenkirchen die Schönere.
Der Seebensee: Ein Juwel in den Bergen
Der Seebensee ist ein Hochgebirgssee, der in der Nähe von Ehrwald auf 1.657 m im Mieminger Gebirge unterhalb von der Coburger Hütte im idyllischen hochalpinen Gelände liegt. Der See ist von Ehrwald und Biberwier über mehrere Wege zu Fuss, auf einer Klettertour oder von Ehrwald mit dem Mountainbike erreichbar.
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Streckenlänge: ca.
10:00 Uhr: Die Sonne leuchtet freundlich durch die Lärchen als wir nach Ehrwald fahren. Die malerische Tiroler Ortschaft Ehrwald ist von Grainau nur 30 Minuten und von der Landesgrenze kaum 10 Minuten entfernt. Am Ende der B23 fahren wir nach links und dann biegen wir von der Hauptstraße nochmals nach links ab, als wir den Wegweiser zur Ehrwalder Almbahn merken.
10:15 Uhr: Ab hier geht's auf Zweirad: ca. 400 hm muss man bis zur Bergstation überwinden. Wer den Höhenmeter sparen möchte, kann mit der Bergbahn hochfahren: für Mountainbiker bietet die Ehrwalder Almbahn eine Möglichkeit, Fahrräder mitzunehmen. Wir machen es heute aber sportlich. Die geteerte Forststraße ist gut beschattet, bietet dabei keinen Bergblick. Das erste Stück ist gleich steil und ich muss teilweise schieben. Bin leider keine erfahrene Mountainbikerin. Meinem Freund geht es dagegen gut auf seinem E-Bike. Ab und zu werde ich von den anderen E-Bikers überholt, die den gerade sehr steilen Aufstieg locker meistern.
11:15 Uhr: Langsam wird es flach und nach der letzten Kurve überqueren wir die Almgrenze. Die Bergstation (1.505 m) liegt mitten in einer Bergwiese, hier grasen im Sommer üblicherweise Kühe, die uns neugierig anschauen. Hier an der Ehrwalder Alm befindet sich neben dem Tirolerhaus auch die alte Ehrwalder Alm, die beide schöne Einkehrmöglichkeiten bieten. An Wochenenden wird hier Volksmusik gespielt und Tiroler Spezialitäten angeboten.
Von der Ehrwalder Alm erreicht man auch weitere Hütten - z.B. die Hochfeldernalm und zahlreiche Wanderhütten im Gaistal, wie die Feldernalm, die Tillfussalm, die Rotmoosalm und die Hämmermoosalm. Hier ist auch der Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in der Mieminger Kette, im Gaistal / Leutasch und zur Zugspitze über das sogenannte Gatterl.
11:30 Uhr: Der Seebensee und die nahe liegenden Hütten - die Seebenalm und die Coburger Hütte - sind im Sommer ein sehr beliebtes Rad- und Wanderziel. Zum einen ist es eine relativ leichte Wanderung, besonders wenn man einen Aufstieg mit der Bergbahn in Anspruch nimmt, zum anderen ist der See außergewöhnlich schön und gehört ohne Zweifel zu den Must-See's im Zugspitzland. Die 6 km lange Strecke von der Bergstation zur Seebenalm führt durch einen hellen Wald auf 1.600 m Höhe am Fuße der Mieminger Kette, an manchen Stellen gibt es Aussichtspunkte mit Blick ins Tal.
12:00 Uhr: Ab der Seebenalm sind Mountainbikes nicht mehr erlaubt und wir parken unsere Räder an der Hütte. Die Sonne ist auf dem Hochstand, die Tische und Bänke im kleinen Biergarten sind vom gestrigen Regen getrocknet. Die Küche ist leider kein besonderes Highlight, so bestellen wir uns für die Mittagspause eine Pasta Bolognese für zwei und freuen uns schon auf die mitgebrachten Äpfel als Nachspeise. Auf einem breiten Pfad braucht man von hier ca.
13:00 Uhr: Der Weg ist sehr malerisch, umgeben von Felsen, Latschen, Alpenrosen und Heidekraut - eine typische hochalpine Landschaft, die man nie genug genießen kann und die alleine der Grund ist, warum man Bergwandern gehen sollte. Am Seeufer angekommen sehen wir in der Entfernung bereits die Coburger Hütte (1.917 m), die man über einen schmalen Steig erreichen kann. Heute ist aber Entspannung angesagt - wir wollen lediglich den See umrunden und dabei kleine Pausen machen, vielleicht gönnen wir uns auch ein Sonnenbad. Wir suchen uns demnächst ein sonniges Plätzchen am Ufer.
Von hier öffnet sich das einzigartige Panorama vom Seebensee mit der Zugspitze im Hintergrund. Bei Sonne sieht das intensiv türkisblaue Wasser, umgeben von Latschen und grünen Bergwiesen, wie im Bilderbuch aus. Auch Baden ist gerade Anfang September möglich, obwohl das Wasser kaum 17 Grad warm ist.
14:00 Uhr: Nachdem wir die Sonnenstrahlen und den Blick genug genossen haben, geht es weiter mit Zugspitzpanorama am Ufer entlang. Über einen idyllischen schmalen Pfad umrunden wir den See und erreichen wieder den Weg zur Seebenalm. Hier auf der Hauptstrecke ist immer noch viel los. An der Alm finden wir unsere Mountainbikes wieder und fahren Richtung Tal. An der Ehrwalder Alm lohnt es sich, im Tirolerhaus kurz einzukehren und vor der rasanten Talabfahrt einen Kaffee zu trinken. Dies gelingt uns in der Café-Lounge, wir genießen unsere heiße Schokolade und Latte Macchiato auf der Sonnenterrasse. Danach geht's auf Endspurt. Die Forststraße ist zwar steil, dafür von den Fußgängern nicht so beliebt, da der Fußweg unterhalb von der Bergbahn für Tourengeher viel angenehmer ist.
MTB-Trails in Leutasch
Einige der schönsten MTB-Trails in Leutasch führen durch den Naturpark Karwendel, einen beeindruckenden Nationalpark mit einer Fülle von Flora und Fauna. Hier können Sie auf speziell angelegten Wegen radeln und dabei die Schönheit der alpinen Landschaft genießen.
Wenn Sie nach einem Adrenalinkick suchen, sollten Sie unbedingt die Bikeparks in Leutasch besuchen. Diese speziell gestalteten Strecken bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und Ihr Können auf zwei Rädern auszuleben.
Die besten Jahreszeiten zum Mountainbiken in Leutasch sind der Frühling und der Sommer. Zu dieser Zeit ist das Wetter angenehm und die Landschaft erstrahlt in ihrer vollen Pracht. Im Herbst können Sie auch wunderschöne Touren unternehmen, um das bunte Laub zu bewundern.
Einige beliebte Orte zum Radfahren in Leutasch sind das Gaistal, ein idyllisches Tal mit sanften Hügeln und herrlichen Ausblicken, sowie die Almenregion Seefeld-Leutasch, wo Sie auf alten Bergwegen fahren können.
Das Gaistal und der Seebensee: Ein Naturjuwel
2017 wurde dieses kleine Paradies in der Sendung 9 Plätze, 9 Schätze zum schönsten Platz Tirols gewählt. Das Gaistal hat eine Länge von ca. 16 km und ist Ausgangspunkt für viele schöne Touren, die alle von diesem Tal abzweigen.
Wegbeschreibung:
Der panoramareiche und nur leicht ansteigende Forstweg beginnt beim Parkplatz Salzbach und verläuft entlang der Leutascher Ache, vorbei an der Gaistal- & Tillfussalm bis zum Seebensee. Der letzte Kilometer verläuft steil und auf teils grobem Schotter. Daher empfielt sich das Bike bei der Seebenalm zu parken. Weiter geht es dann steiler bergauf bis zum Seebensee. Dieser glasklare See mit seinen karibischen Farben lädt zu einer Abkühlung ein. Nach der Erfrischung geht es weitere 40 Gehminuten sehr steil bis zur Coburgerhütte. Von dort lässt einen der atemberaubenden Blick auf den Seebensee und die Zugspitze staunen. Neben der Coburgerhütte wartet ein weiteres Naturjuwel, der Drachensee.
Auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Angaben für eine Richtung:
- Bike-Strecke Nr. 551: ca. 13 km, 420 hm bergauf, 01:45 h, Schwierigkeit: mittel
- Hike-Strecke: ca.
Anfahrt nach Leutasch
Von Innsbruck über die A12 Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Seefeld/Garmisch und weiter über den Zirlerberg nach Seefeld und dann nach Leutasch. Aus Richtung Landeck/Reschen über die A12 bis zur Ausfahrt Telfs Ost, dann über den Telfer Berg nach Leutasch.
Von Garmisch über Mittenwald nach Leutasch.
In Leutasch über die Buchener Landesstraße bis Platzl und dann nach Plaik fahren. Anschließend die Straße über den Ortsteil Klamm nehmen. Hier befinden sich die drei Parkplätze 'Salzbach' P3, P4 und P5. Parken auf einem dieser Parkplätze.
Informationen
- Kategorie: Mountainbike-Tour, Wanderweg
- Günstigste Jahreszeit: Frühling, Sommer, Herbst
Weitere Informationen und Touren
An euren Urlaub in Ehrwald werdet ihr euch noch lange erinnern. In unserem Reiseführer findet ihr einige Informationen über Radtouren. Hier ist aber auch noch Platz für eure Inhalte!
Der Plansee ist der zweitgrößte natürliche See Tirols. Die Berge und Felsen spiegeln sich in dem glasklaren Wasser.
Das Gaistal gilt mit seinen Almen, drei malerischen Seen und einer eindrucksvollen Berglandschaft als Paradies für Fahrradfahrer. Davon wollte ich mich selbst überzeugen, weshalb ich mir mein Gravelbike, meine Freundin und deren Mountainbike schnappte, um von Leutasch zum Seebensee zu radeln. Dort angekommen wurde die Tour um eine Wanderung zur Coburger Hütte ergänzt. Heraus kam eine wunderschöne Bike-and-Hike-Tour, die ich dir in diesem Beitrag etwas genauer vorstelle.
Die Bike-and-Hike-Tour zum Seebensee und zur Coburger Hütte
Die Fahrradtour durchs Gaistal beginnt am Parkplatz Salzbach in Leutasch. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um mehrere Parkplätze. Das macht bereits vor der Tour deutlich, dass die Strecke von Leutasch zum Seebensee alles andere als ein Geheimtipp ist. Teilweise kann es auf dem gut ausgebauten Forstweg sogar recht voll werden. Das Fahren nebeneinander ist daher nicht immer möglich. Auffällig ist, dass vorwiegend E-Biker den Weg ins Gaistal wählen. Das Gaistal ist ein absolutes Fahrradparadies. Der Forstweg ist angenehm zu fahren, die Anstiege machbar und ein Highlight jagt das andere.
Oben an der Coburger Hütte angekommen, wird die Bike-and-Hike-Tour mit einem famosen Blick auf die Zugspitze gekrönt. Bei klarer Sicht und gutem Wetter spiegelt sie sich im Seebensee - viel besser geht´s nicht. Für Wanderer gilt: Da die Strecke durchs Gaistal voll von E-Bikern, Mountainbikern und Gravelbikern ist, kommt der Wandergenuss etwas zu kurz. Steig lieber zuerst aufs Rad, um von der Seebenalm oder vom Seebensee aus zu Fuß zur Coburger Hütte zu marschieren.
Leutasch ist mit dem Auto aus nördlicher Richtung über Mittenwald oder - aus dem Süden kommend - von Telfs oder Zirl sehr gut erreichbar. Beginn der Tour ist der Parkplatz Salzbach (Google Maps). Während sich der Parkplatz P5 direkt am Einstieg des Gaistal-Radwegs befindet, liegen die Parkplätze P4, P3, P2 und P1 ein Stück weiter entfernt. Die Kosten für den Parkplatz belaufen sich auf 5 Euro pro Tag. Zwei Tage kosten 10 Euro und drei Tage 15 Euro. Ohne Kleingeld kommst du beim Zahlen der Parkgebühr nicht weiter, denn der Automat wechselt nicht. Alternativ lohnt es sich, die App EasyPark zu nutzen. Willst du dir die Kosten für Sprit und das Parkticket sparen, ist das Gaistal auch einwandfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Nach Seefeld verkehren regelmäßig Züge. Vom Bahnhof bis zum P5 Salzbach sind es zwölf Kilometer mit 170 Höhenmetern. Da sich das Gaistal von Leutasch nach Ehrwald erstreckt, kannst du alternativ auch von Ehrwald aus starten.
Verfahren oder verlaufen ist auf dem gut ausgebauten Forstweg durchs Gaistal nahezu unmöglich. Spätestens auf der anderen Seite des Seebensees musst du auf Wanderschuhe umsteigen. Ab der Materialseilbahn geht es auf einem schmalen Pfad nur zu Fuß bergauf.
Die Fahrradstrecke durchs Gaistal ist nicht besonders anspruchsvoll.
Die Route im Detail:
- Nachdem du den Parkplatz verlassen hast, beginnt die Gaistal-Radtour mit einem kurzen, knackigen Anstieg. Während sich zur linken Seite die Mieminger Kette auftürmt, zeigt sich rechts das imposante Wettersteingebirge. Den Anblick teilst du dir mit zahlreichen freilaufenden Kühen und sogar einigen Wildpferden, die immer wieder deinen Weg kreuzen.
- Nach einigen entspannten Kilometern wird es ab dem Igelsee anspruchsvoller, da du einige Höhenmeter bewältigen musst. Auch die Sicht vermindert sich, da die Route durch ein Waldstück führt. Auf dem letzten Hügel vor dem Seebensee befindet sich ein Aussichtspunkt mit Talblick.
- Kurz vor der Seebenalm führt auf der linken Seite ein steiler Schotterweg nach oben zum Seebensee. Es gibt auch einen Singletrail, auf den du jedoch verzichten solltest. Er ist den Wanderern vorbehalten und technisch sehr anspruchsvoll. Am Seebensee angekommen überquerst du die kleine Holzbrücke und fährst auf einem schmalen Schotterweg am See entlang zur gegenüberliegenden Seeseite. An der Materialseilbahn gibt es einen Parkplatz für Fahrräder. Nachdem du dein Fahrrad abgestellt und angeschlossen hast, geht es zu Fuß weiter.
Um Platz in meinem Rucksack zu sparen, hatte ich mir für die gut ein Kilometer lange Wandertour meine Barfußwanderschuhe Magna Lite SG eingepackt. Der schmale Wanderpfad schlängelt sich auf einem steinigen Untergrund 235 Höhenmeter nach oben. Dabei spitzt regelmäßig die Coburger Hütte auf der einen und das traumhafte Panorama mit dem Seebensee und der Zugspitze auf der anderen Seite heraus.
An der Hütte angekommen wartet mit dem Drachensee ein weiteres Highlight auf dich.
Drei Highlights im Gaistal
Spätestens als ich nach der Radtour zum Seebensee und der Wanderung zur Coburger Hütte aus 1.912 Meter auf die wunderschöne Bergwelt Tirols blickte, war mir klar, warum das Gaistal so gefragt ist. Bei all den Höhepunkten ist es gar nicht so leicht, sich auf einige wenige zu beschränken. Drei Highlights im Gaistal habe ich dennoch für dich rausgepickt.
Unterhalb des Igelskopfs liegt der Igelsee, der mich ein bisschen an eine Safari in Südafrika erinnerte, wo sich damals Zebras und Büffel an einer Wasserstelle versammelten. Der Igelsee ist ein periodisches Gewässer. Das bedeutet, dass die Wassermenge innerhalb eines Jahres stark variiert. Tipp: Verlasse den Forstweg und folge dem Singletrail um den See. Von der anderen Seeseite am Rand des Waldes bietet sich dir der beste Blick auf die Zugspitze.
Auf 1.657 Metern Höhe liegt der bis zu 30 Meter tiefe Seebensee, der vom Vorderen Tajakopf, Vorderen Drachenkopf und der Ehrwalder Sonnenspitze umgeben ist. Ein Weg führt über eine Holzbrücke und am See entlang auf die andere Seite. Beim Weg auf die andere Seeseite bietet es sich an, die Füße abzukühlen oder einfach nur die Idylle zu genießen. Selbst, wenn du nicht vorhast, zur Coburger Hütte zu wandern, empfehle ich dir, ein paar Meter bergauf bis zur Materialseilbahn zu gehen. Von der Anhöhe genießt du den besten Blick auf die sich im türkis-blauen Wasser spiegelnde Zugspitze.
Die Coburger Hütte und der Drachensee
Der Aufwand, um vom Seebensee an die Coburger Hütte zu gelangen, hält sich in Grenzen. Zwar geht es 235 Höhenmeter bergauf, allerdings dauert dies nicht länger als eine Stunde. Der Ausblick ist jede Mühe wert. Neben der tollen Perspektive und dem leckeren Essen, gibt es an der Coburger Hütte ein weiteres Highlight: den Drachensee. Hier bekommst du die nötige Erfrischung nach deiner Bike-and-Hike-Tour. Es lohnt sich durchaus eine Nacht auf der Coburger Hütte zu verbringen. Das Panorama mit dem Seebensee, der Zugspitze und den umliegenden Bergen Sonnenspitze, Drachenkopf, Marienbergsitze, Grünstein, Tajakopf sowie den Griesspitzen wird einfach nicht langweilig.
Die Coburger Hütte bietet sich auch als Ausgangspunkt für weitere Wandertouren an, zum Beispiel die Umrundung des Grünsteins. Spektakulär ist auch der Tajakante-Klettersteig, den ich während einer weiteren Tour zur Coburger Hütte absolviert habe. Alle Infos zu den Wanderungen und zur Reservierung eines Zimmers findest du auf coburgerhuette.at.
Tipps für die Tour
Das Gaistal ist längst kein Geheimtipp mehr. Wie anfangs erwähnt, sind zahlreiche E-Biker, Mountainbiker und Gravelbiker auf der Strecke von Leutasch zum Seebensee unterwegs. Auch der ein oder andere Wanderer nimmt die Tour zu Fuß auf sich. Mit dem Gravelbike ist das Fahren auf dem Forstweg durchs Gaistal der pure Genuss. Der ein oder andere steilere Aufstieg ist zwar dabei, aber insgesamt ist die Radtour sowohl für Familien als auch weniger fitte Personen geeignet. Die eingebaute Wanderung vom Seebensee zur Coburger Hütte sorgt zudem für eine angenehme Abwechslung. Auf dem Rückweg nach Leutasch solltest du vor allem bei der Abfahrt vom Seebensee zur Seebenalm vorsichtig sein. Gerade mit dünneren Reifen kann es auf den steileren Abschnitten und auf dem Schotter tückisch werden. Auch wenn es sich bei der von mir vorgeschlagenen Route nicht um eine Rundtour handelt und du die gleiche Strecke zweimal fahren musst, wird es dir nicht langweilig werden.
Anreise
- Mit dem Auto: Von München über die A95 bis Garmisch. Weiter über die B23 Richtung Grainau/Fernpass bis Ehrwald. Parken beim Parkplatz Ehrwalder Almbahn (Adresse: Dr. Ludwig-Ganghofer-Straße 66, 6632 Ehrwald).
- Mit der Bahn: Vom Garmisch HBF mit der RB60 bis Bahnhof „Ehrwald Zugspitzbahn“. Von dort verkehrt ein regelmäßiger Bus (Fahrradmitnahme muss erfragt werden). Alternativ mit dem eBike in ca.
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