Radtour Untersee Rundkurs: Eine umfassende Anleitung

Der Bodensee-Radweg mit seiner Rundstrecke von ca. 273 km Länge führt direkt entlang des Wassers einmal rund um den See. Mit seiner Rundstrecke von ca. 273 km Länge führt der Bodensee-Radweg direkt entlang des Wassers einmal rund um den See.

Tipps für Ihre Radtour

  • TIPP 1: Den Bodensee im Uhrzeigersinn umrunden, um stets auf der Seeseite der Straße zu fahren.
  • TIPP 2: Mit dem BikeTour Ticket die Fähre Konstanz-Meersburg oder die Personenfähre SEEGOLD zwischen Wallhausen und Überlingen nutzen, die Vierländerregion entdecken und dabei bares Geld sparen.
  • TIPP 3: Top-Aussichtsspots, Konstanzer Vororte oder die Innenstadt mit einer geführten Tour oder einem Mietrad erkunden.
  • TIPP 4: Alle Fahrradhändler, Radleihstationen, rund um die Uhr zugängliche Reparaturstationen, Fahrradabstellanlagen u.v.m. - Fahrradangebote und aktionen in Konstanz

Radfahren in Konstanz

Konstanz gehört zu den Städten mit dem höchsten Radverkehrsanteil in Deutschland. Am gemeinsamen Ziel den Radverkehr zu steigern arbeitet die Stadt mit dem Handlungsprogramm Radverkehr seit 2016 und hat viele Maßnahmen erfolgreich umgesetzt: Die Fahrradstraße in Petershausen, Fahrradparken in der Altstadt und an Schulen oder Schutzstreifen in viel befahrenen Straßen.

Fahrradstraßen in Konstanz

Neben der Fahrradstraße in Petershausen bietet die Umgestaltung der Schützenstraße zur Fahrradstraße seit Beginn 2023 eine durchgehende Verbindung bis zum Döbeleplatz. Ergänzend zu den bislang sieben Fahrradstraßen im Konstanzer Stadtgebiet wird als nächste Fahrradstraße der Bodenseeradweg zwischen Litzelstetten und Dingelsdorf neu gestaltet.

Fahrradstadtplan Konstanz

Der Fahrradstadtplan ist DER hilfreiche Begleiter für alle Radreisenden, Pendler:innen und Gelegenheitsradler. Er führt das Radwegenetz der Stadt auf, Fahrradabstellanlagen, Rad-Verleihstationen, Fahrradgeschäfte, öffentliche WCs, Regelungen zur Fahrradmitnahme in Bus, Bahn und Schiff, ein Verzeichnis von Fahrradgeschäften u.v.m.! Weitere hilfreiche Infos gibt es hier.

Interessierte Radler:innen können ihn für eine Gebühr von 3 € im Baupunkt (Obere Laube 24, 3. Etage) erwerben oder online downloaden.

Stadtradeln in Konstanz

Konstanz beteiligt sich an der deutschlandweiten Stadtradel-Aktion, bei der Einzelpersonen oder Teams Kilometer sammeln können. Ende Juni, Anfang Juli 2026 findet das nächste Event statt, das einen Beitrag zur klimaschonenden Mobilität leistet.

Kultur-Radtouren

Diese Aktiverlebnisse bringen Kenner:innen der Region und ihrer Geschichte mit großen und kleinen Gästen zusammen. Die Expert:innen vermitteln bei einer gemütlichen oder auch aktiven Radtour ab Konstanz ihr Wissen anhand spannender Anekdoten und mit allerlei interessanten Kenntnissen über die Region. Sie führen z.B. zur Insel Reichenau, an den Untersee oder in den Schweizer Nachbarkanton Thurgau. Die Touren werden veranstaltet von der Marketing & Tourismus Konstanz GmbH und finden zwischen April und September / Oktober statt.

Weitere Angebote für Radfahrer

  • Fahrsicherheitskurse: Radspaß bietet in verschiedenen Städten auf E-Bikes spezialisierte Fahrsicherheitstrainings mit qualifizierten Trainer:innen an, bei denen die Fahrtechnik verbessert und so Unfällen vorgebeugt wird.
  • Radservicepunkte: Zahlreiche Radservicepunkte im kompletten Stadtgebiet ermöglichen kleinere Reparaturen am eigenen Rad selbstständig durchzuführen.
  • RadChecks: Von März bis November finden im Herosépark kostenlose & von qualifizierten Fachleuten durchgeführte Radchecks statt.
  • ADFC-Fahrradklimatest: Konstanz schnitt mit Platz 2 in Baden-Württemberg und Platz 4 im deutschlandweiten Ranking erneut sehr gut beim ADFC-Fahrradklimatest ab. Besonders im Bereich Fahrradverleih und Erreichbarkeit der Innenstadt punktet Konstanz.

Radwege rund um den Bodensee

Entlang des Seeufers mit faszinierenden Blicken auf das atemberaubende See- und Alpenpanorama führt der Rheinradweg auf rund 20 Kilometern von Konstanz nach Stein am Rhein. Auf dem ADFC klassifizierten Radweg verbindet sich aktiver Naturgenuss mit faszinierender Geschichte und malerischen Ausblicken. Diverse Burgen, Schlösser und Klöster laden zum Entdecken adeliger Spuren auf verschiedenen Etappen des Weges ein. Die letzte Etappe führt von Bodman-Ludwigshafen nach Konstanz.

RadGEBER Landkreis Konstanz

Von Radrouten über Reperaturservices bis hin zu hilfreichen Wartungstipps: Dieser RadGEBER beinhaltet viele praktische Informationen für Radfreunde.

Radtour ohne Gepäck

Der Gepäckservice am Bodensee bietet allen individuellen RadlerInnen drei handfeste Vorteile:

  • Die Gepäckmitnahme muss sich nicht länger auf Satteltaschen beschränken.
  • Das Rad kann ohne Gepäck jederzeit, ohne die Satteltaschen bewachen zu müssen, abgeschlossen werden, um z.B. ein Eis zu essen oder zu schwimmen.
  • Die Flexibilität bleibt erhalten, da der Gepäckservice auch erst am Vorabend bestellt werden kann.

Infos unter +49 7531 819930 oder auf www.bodensee-radweg.com.

Fahrradmitnahme auf Schiffen & Fähren

Die Fahrradmitnahme ist auf allen Schiffen der Bodenseeschiffsbetriebe (BSB), den Fähren Konstanz-Meersburg und Friedrichshafen-Romanshorn, im Linienverkehr Überlingen-Wallhausen, dem Katamaran sowie auf der Bodensee-Solarfähre möglich, teilweise bestehen Einschränkungen. Für Gruppen empfiehlt sich eine Voranmeldung. Mehrfahrtenkarten für Räder sind erhältlich.

Die Hinweise in den jeweiligen Fahrplänen sind zu beachten. Infos hierzu bei den jeweiligen Schifffahrtsunternehmen und unter +49 7531 36400. Auf der Strecke der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein zwischen der Insel Reichenau und Schaffhausen ist die Beförderung von Fahrrädern aufgrund der Bauart der Schiffe nur bedingt möglich. Infos dazu unter +41 52 6340888.

konrad Rad und Lastenrad

Für den Arbeitsweg, die Einkaufstour oder den kurzen Ausflug: Die Stadtwerke Konstanz machen mit ihren Fahrrad-Mietsystemen "konrad Rad und Lastenrad" das mobile Leben in der Stadt noch einfacher. An 15 konrad-Mietstationen sowie 31 Lastenrad-Mietstationen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, stehen ingesamt 150 Fahrräder und 70 Transporträder zur Verfügung, die einfach und flexibel mietbar sind: Rund um die Uhr, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Das Ausleihen der Räder erfolgt online und über die App „Mein Konstanz“, die Rückgabe ist an jeder beliebigen Station möglich.

Tourenvorschläge

Unterseerundtour

Die Unterseerundtour am westlichen Bodensee eignet sich perfekt als Tagestour für aktive Unternehmungsfreudige. Start am Schiffslandesteg Öhningen unmittelbar am Bodenseeradweg aber auch von jedem anderen Höri-Ort möglich. Die Tour führt durch die Ortschaften der Höri, über Radolfzell, Markelfingen, Allensbach und Wollmatingen nach Konstanz. In Konstanz wechselt der Radweg über die Fahrradbrücke auf die linke Rheinseite zur Schweizer Grenze.

Nach dem Grenzübertritt kann man den Radweg verlassen und auf einem idyllischen Pfad direkt am Seerhein Gottlieben erreichen. Ab Gottlieben weiter auf Bodenseeradweg bis nach Stein am Rhein. Zwischen Mammern und Eschenz führt ein Weg am Ufer zur Insel Werd und weiter zur Brücke nach Stein am Rhein. Nach dem Überqueren der Brücke in Stein am Rhein führt der Radweg direkt zum Ausganspunkt. Anreise mit dem Schiff von Konstan, Reichenau, Stein am Rhein, Schaffhausen usw. möglich, www.urh.ch.

Rundtour um die Insel Reichenau

Diese Rundtour um die Insel Reichenau ist ein Highlight auf dem Rad am Bodensee! Bestens ausgeschildert, ohne spürbare Steigungen führt die Radtour von der Fahrradbrücke in Konstanz um die Insel Reichenau und wieder zurück. Insgesamt radelt man dabei ca. 26 km. Auf der Insel gibt es viele Plätze zum Baden und Eis essen.

Die Rundtour startet auf der Fahrradbrücke in Konstanz. Das ist die mittlere der drei Konstanzer Brücken. Sie ist allein Fußgängern und Radfahrer vorbehalten und Teil des Bodensee-Radwegs. Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten auf dem Park & Ride Parkplatz am Seerhein. Der Weg zur Insel führt auf dem Bodensee-Radweg bis zum Bahnhof Reichenau und ist bestens ausgeschildert. Da er entlang der Bahngleise führt, kann man sich kaum verfahren. Am Bahnhof führt der Radweg zur Reichenau nach links. Auf der Insel folgt man dem Reichenauer Radrundweg, der in beiden Richtungen ausgeschildert ist. Die Wegweiser bestehen meist aus einem Radsymbol und Pfeilen direkt auf der Straße und sind an beinahe allen Kreuzungen sichtbar.

Während sich auf dem Inseldamm neben mir die Autos im Stau nur langsam vorwärts bewegen, genieße ich auf dem Rad einen der schönsten Ausblicke auf den Untersee. Der Untersee ist der untere Arm des Bodensees und für mich der schönste Teil des Sees. Er liegt zwischen dem Schweizer Kanton Thurgau und den Vulkankegeln des Hegaus.

Zugegeben, der Radweg zur Reichenau ist wenig spektakulär, dafür wirklich einfach zu finden. Der Bodensee-Radweg führt entlang der Bahngleise aus Konstanz heraus. Am Bahnhof Reichenau, der noch auf dem Festland liegt, teilt sich der Bodensee-Radweg. Der Pfeil nach rechts führt Radler über Allensbach nach Radolfzell.

Sehenswürdigkeiten auf der Reichenau

Schon befinde ich mich auf dem künstlich aufgeschütteten Inseldamm und unter der berühmten Pappel-Allee! Diese wird in beinahe allen TV-Auftritten von Konstanz in Szene gesetzt, nicht zuletzt im Konstanzer Tatort. Wenige wissen jedoch, dass sie den südlichen Startpunkt der Deutschen Alleenstraße markiert.

Die Insel ist heute vor allem als Obst- und Gemüse-Insel bekannt. Aufgrund des besonders milden Klimas inmitten des Sees, versorgt sie beinahe ganz Süddeutschland mit frischem Gemüse. Das merkt man vor allem an den zahlreichen Feldern, die die Insel wie ein Flickenteppich überziehen. Und an den vielen Gemüse-Ständen, an welchen man Obst und Gemüse quasi direkt vom Feld kaufen kann. In die Liste der UNESCO Welterbe wurde sie aufgrund ihrer Klostervergangenheit aufgenommen. Einst war die überschaubare Insel eines der intellektuellen Zentren Europas.

Die Pfeile der Rad-Runde bringen mich zunächst zur katholischen Kirche Sankt Georg. Der Insel-Campingplatz Sandseele am anderen Ende der Reichenau. Das dazugehörige Restaurant lockt viele Besucher an, denn es liegt phantastisch! Ein wunderbarer Ausblick eröffnet sich hier: Der Bodensee vor den Vulkankegeln des Hegau und die grünen Hügel am Schweizer Ufer rund um den Untersee.

Nächster Stopp auf der Radtour ist der Schiffsanleger Reichenau. Ich setze meinen Weg auf der Rad-Rundtour der Insel Reichenau fort und folge weiter den Symbolen, die direkt auf die Straße gemalt wurden. Sie sind wirklich kaum zu übersehen. So macht das Radfahren richtig Spaß!

Bis zum Inseldamm ist es schon nicht mehr weit. Wer keine Lust hat, denselben Weg von Konstanz zur Insel Reichenau und zurück zu radeln, kann vom Reichenauer Schiffsanleger ans andere Ufer in das Schweizer Mannenbach übersetzen. Die Schilder des Bodensee-Radwegs führen von dort entlang des Schweizer Ufers zurück nach Konstanz.

Umrundung des Überlinger Sees

Wir beginnen die Umrundung des Überlinger Sees in Konstanz, dem Zentrum der Bodenseeregion und fahren zunächst auf der Mainaustraße oder am Ufer entlang (siehe Obersee-Tour) nach Staad zum Fährehafen. Im Kursverkehr von März bis Oktober bringen wir Sie an zahlreiche Orte rund um den Bodensee.

Von der Anlegestelle der Fähre fahren wir erst ein Stück bergauf in Richtung Allmannsdorf, aber schon gleich in die erste Straße rechts (Hoheneggstraße). Auf dem gut ausgeschilderten Radweg geht es seenah nach Egg, dem Stadtteil unterhalb der in den 70er Jahren auf dem Gießberg gebauten Universität. Nach dem Wassersportgelände der Universität (am Ortsrand, rechts unterhalb des Radwegs) beginnt die schöne Allee mit den großen, alten Bäumen zur Mainau. Unter diesem ist auch die „Fahrrad-T(r)ankstelle“, bei der die Radler sich ihre Flaschen mit einem Gutschein der Bodensee-Radweg Service GmbH kostenlos mit Apfelsaftschorle auffüllen können.

Für einen Besuch der Insel sollte man die Räder hier stehen lassen und gemütlich zu Fuß über die Brücke gehen. Von der Mainau geht die Allee weiter, zwischen Wald und ausgedehnten Schilfflächen nach Litzelstetten. Der weiter in Richtung Bodman führende Uferweg ist den Spaziergängern und Wanderern vorbehalten. Der reizvolle Weg unter den Bäumen ist für Radfahrer nicht nur verboten, sondern durch entsprechende Sperren auch unpassierbar.

Von Wallhausen geht der Radweg zuerst steil aufwärts auf der Straße nach Dettingen, am Waldrand aber rechts Richtung Burghof, mit sehr schöner Sicht hinüber nach Überlingen, bis nach dem höchsten Punkt dieser Straße. Nach dem Ortsende von Langenrain gibt es eine Alternativstrecke über den höchsten Rücken des Bodanrücks: Auf einer schmalen Straße oberhalb des Hofes Höfen vorbei, dann auf einem ungeteerten Waldweg langsam weiter Höhe gewinnend. Dabei sieht man zuerst weit in den Hegau, später gelegentlich zwischen den Bäumen durch auf den Überlinger See.

Nach einer Lichtung zweigt ein breiter Weg ab, auf dem man einen schönen Abstecher zum akustisch und landschaftlich beeindruckenden Echo-Tal machen kann. Von Liggeringen verläuft der Radweg auf der Kreisstraße nach Bodman (siehe Tour "Am Westende des Überlinger Sees"), zuerst noch ein Stück auf der Höhe und dann im Tal des Dettelbachs durch den Wald hinunter in die Ebene der Stockacher Aach. Wer jetzt nicht Bodman besichtigt, kann gleich am Ortsanfang links abbiegen Richtung Ludwigshafen.

Das Nordufer zwischen Überlingen und Stockach lässt sich ab Ludwigshafen in einen großen Bogen durch das Hinterland nach Überlingen ausweiten. Hier besteht aber auch die Möglichkeit, nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg parallel zum See durch das Nesselwanger Tal zu fahren. Trotz der B 31 (neu) ist das immer noch eine landschaftlich schöne Variante, die mit Nesselwangen (580 m) etwa den höchsten Punkt erreicht.

Von der Höhe geht es mit immer wieder neuen See-Blicken nach Hödingen (540 m), wo man zu Fuß noch einen Abstecher in den Hödinger Tobel machen kann, eine tief eingeschnittene Schlucht im Wald. Ab Ludwigshafen ist die einfachste Variante natürlich der Bodensee-Radweg, der an der B 31 entlangführt, nach dem Pfaffental aufwendig angelegt oberhalb der Straße. In Sipplingen wird der Bodensee-Radweg oberhalb des Sees durch den Ort geführt und bleibt dann noch ein paar hundert Meter auf der Höhe, bevor er bei der Süßenmühle, wo das Pumpwerk der Bodensee-Wasserversorgung für die Fernleitung nach Stuttgart steht, wieder das Seeniveau erreicht.

Kurz danach verlässt die Bundesstraße den See, und wir erreichen den Stadtrand von Überlingen. An der romanischen Sylvester-Kapelle Goldbach vorbei, wo die kleine Straße von Hödingen herunterkommt, führt der Radweg ins Stadtzentrum von Überlingen. Die Strecke bis Meersburg, die durch herrliche Landschaft meist sehr nah am See läuft, ist nun ein reines Vergnügen (in der Tour "Steinzeit, Barock und Natur" in umgekehrter Richtung ausführlicher beschrieben).

Von Nußdorf aus verläuft der Bodensee-Radweg auf der kleinen Kreisstraße unterhalb der Birnau, der bedeutendsten Rokokokirche am Bodensee, zum Schloss Maurach (heute ein Tagungszentrum, links daran vorbei). Kurz danach geht es in Obermaurach rechts hinab in die Seehalde und über Seefelden (dort an der spätgotischen Dorfkirche vorbei erst links, dann gleich rechts) auf Unteruhldingen zu. Wir fahren nahe bei den rekonstruierten Pfahlbauten (Freilichtmuseum) vorbei durch den Ort Unteruhldingen (siehe Tour "Steinzeit, Barock und Natur"), von wo wir einen schönen Blick auf die Mainau genießen, dann nur teilweise geteert neben der ehemaligen B 31, auf der leider die Geschwindigkeitsbeschränkung (auf 70 km/h) wieder aufgehoben wurde, direkt am Ufer nach Meersburg.

Weitere Radwege am Bodensee

Die Radwege führen dich an schönen Ufer entlang, sanfte Hänge hinauf, vorbei an einer einzigartigen Kulturlandschaft mit malerischen Ausblicken. Eisdielen, Badestellen, Burgen, Klöster … was lockt dich auf den Sattel?

Überblick über beliebte Radwege

  1. Der Bodensee-Radweg: Die XXL Tour mit allem Pipapo
  2. Die Panoramarunde um Lindau: Radeln auf der „Nummer 1“
  3. Die Radtour um die Reichenau: mit Kulturerbe-Faktor
  4. Einmal um den Untersee: 75 Kilometer Natur und Abwechslung
  5. Insel- und Vulkanhopping im Hegau: Die Feuer-und-Eis-Tour
  6. Prälatenweg von Salem nach Birnau: Den Mönchen hinterher
  7. Auf „Kulturgärten“-Tour zwischen Friedrichshafen und Lindau
  8. Der Bodensee-Königssee-Radweg: Von See zu See fahren

Die Panoramarunde um Lindau

Wer einen ruhigen Tag auf dem Rad erleben möchte, weicht den Radlermassen auf dem Bodensee-Radweg aus - und dreht die Panoramarunde. Auf knapp 26 Kilometer führt die Radstrecke „Nummer 1“ vom See ins Hinterland. Die durchgängig beschilderte Strecke geht entlang des Wegesrandes des Bodensees in das hügelige Umland, vorbei an malerischen Obstplantagen, Wäldern, Weinbergen, kleinen Dörfern und hohen Aussichtspunkten.

Weite Blicke über den See mit der mächtigen Alpenkette und das nahe gelegene Allgäu sind garantiert. Start der Runde ist in Lindau. Ein Abstecher auf die bekannte Altstadtinsel mit ihren mittelalterlichen Gebäuden ist ebenso zu empfehlen wie ein Besuch des Leuchtturms an der Hafeneinfahrt. Die Orte Nonnenburg, Wasserburg und Bodolz sind weitere Etappen auf dieser entspannten Radtour.

Die Radtour um die Reichenau

Du suchst nach einer idyllischen Halbtagestour ohne Steigungen? Dann ist eine Spazierfahrt um die Reichenau genau das Richtige für dich! Mit vielen Erlebnissen ist die 15 Kilometer lange Strecke hervorragend für Familien geeignet. Alleine der Weg auf die Insel ist eine Augenweide - die 1300 Meter lange, markante Pappelallee auf dem Fahrdamm kannst du schon aus der Ferne sehen.

Die Reichenau ist seit 2000 Unesco-Weltkulturerbe, und das verdankt sie ihrem großen Benediktinerkloster. Die Insel ist im doppelten Sinn der Inbegriff einer Kulturlandschaft: Durch das milde Klima und die sehr intensiven Gemüsekulturen gilt die fast fünf Kilometer lange Reichenau als „Deutschlands Frühbeet“. Mit den drei bedeutenden romanischen Kirchen besitzt sie mehr Bauwerke aus dieser Zeit als manche Großstadt.

Auf der Tour gibt es immer wieder Leckeres und Gesundes an den kleinen Straßenständen zu kaufen. Durch die Schiffsverbindungen nach Allensbach und Ermatingen lässt sich der Trip auch hervorragend mit anderen Touren kombinieren.

Einmal um den Untersee

Der südliche der zwei „Finger“ des Bodensees ist der Untersee. Wer sich auskennt, weiß: Der Untersee ist ein Traum. Mal eher flussähnlich, dann wieder weit und offen, ist dieser Teil des Sees der abwechslungsreichste. Der Radweg um den Untersee zählt zu den schönsten Abschnitten des Bodenseeradwegs.

Auf knapp 75 Kilometern fährst du unter anderem durch Konstanz, Stein am Rhein und Radolfzell. Das Südufer liegt in der Schweiz, die restliche Fahrt geht durch Deutschland. Landschaftlich ist der Radweg um den Untersee besonders vielfältig. In Ufernähe befinden sich nicht nur einladende Strandbäder, etwa in Wangen und Moos-Iznang, sondern auch viele Sehenswürdigkeiten wie das Kloster St. Georgen in Stein am Rhein, das Hesse-Museum in Gaienhofen und das Kloster Hegne bei Allensbach.

Insel- und Vulkanhopping im Hegau

Feuer und Eis haben die Landschaft am westlichen Bodensee geprägt. Mit deinem Drahtesel und der Bodensee-Schiffsflotte kannst du hier ausgezeichnet von Insel zu Insel hoppen und Vulkane erkunden! In mehreren Etappen führt die grenzüberschreitende Radtour entlang der Phonolith- und Basaltkegel zu Aussichtspunkten mit herrlichen Fernblicken und zu lauschigen Plätzen am Seeufer.

Neun der 14 Bodenseeinseln sind hier zu finden, fünf davon kannst du besuchen. Mit dem Rad geht‘s zum Ufer, mit dem Kanu zur Liebesinsel, mit dem Schiff von Insel zu Halbinsel, und wieder mit dem Rad durch die Vulkanlandschaft des Hegau. Des „Herrgotts Kegelspiel“ nannte der Dichter Ludwig Finckh die millionenalten Kegel. Längst erloschen, thronen heute oftmals Burgen auf ihnen. Absteigen, die Vulkankegel wie Hohentwiel, Hohenkrähen oder Mägdeberg zu Fuß erklimmen und in die Ferne schauen lohnt sich. Von dort oben reicht die Sicht weit über den Bodensee und in die Alpenlandschaft.

Prälatenweg von Salem nach Birnau

Auf die Spuren der weißen Mönche begibst du dich auf dem Prälatenweg. Der beliebte Rad- und Wanderweg führt von Salem nach Birnau. Leicht bergauf und bergab radelst du durch Wälder und an lieblichen Landschaften, Feldern sowie Weihern vorbei. Zu den größten touristischen Attraktionen zählt der Affenberg, kulturelle Höhepunkte sind Schloss Salem und die Wallfahrtskirche Birnau.

Das heutige Schloss wurde im Jahre 1134 als Zisterzienserkloster gegründet, das sich rasch zu einer der bedeutendsten Abteien in Süddeutschland entwickelte. Die einzelnen Mönche lebten gemäß den Ordensregeln in völliger Armut. Äußerlich zeigte sich dies an der Ordenstracht aus ungefärbtem Wolltuch - daher auch die Bezeichnung „weiße Mönche“.

Der Prälatenweg war ursprünglich ein Wirtschaftsweg, der das Kloster mit dem Ufer des Bodensees verband. Von hier aus hatten die Mönche auf dem Wasserweg eine schnelle Verbindung nach Konstanz und anderen wichtigen Handelsorten. Die dort gelegene Wallfahrtskapelle Alt-Birnau wird bereits 1222 in Urkunden erwähnt. Da die Wallfahrt immer beliebter wurde, errichteten die Mönche im 14. Jahrhundert eine größere Kirche. Die zahlreichen Pilger und Pilgerinnen sollten dort Platz finden, ohne dass die Kapelle abgerissen werden musste.

Auf „Kulturgärten“-Tour zwischen Friedrichshafen und Lindau

Mal fährst du geruhsam und idyllisch auf abgelegenen Landstraßen, dann führt dich die Strecke an den Bodensee-Städten und ihren quirligen, bunten Uferpromenaden entlang. Auf der „Kulturgärten“-Tour zwischen Friedrichshafen und Lindau begibst du dich auf eine eindrucksvolle Zeitreise durch die bis heute gelebten Traditionen des Bodensees.

Entdecke eine uralte Kulturregion: Gartenbau sowie Landwirtschaft haben hier eine große Bedeutung und prägen die Landschaften bis heute nachhaltig. Los geht die knapp 45 Kilometer lange Strecke in Friedrichshafen, führt dich über Tettnang und Langenargen nach Lindau. In Langenargen lohnt sich nicht nur ein Besuch im Schloss Monfort, sondern auch eine Pause in einem der vielen schönen Cafés am See.

Am Ende der Radtour wartet in Lindau die schöne Altstadt auf der Hafeninsel, der tolle Blick auf die Berge und vor allem eines: das Schiff zurück nach Friedrichshafen über den Bodensee.

Der Bodensee-Königssee-Radweg

Du willst eine Herausforderung? Hier hast du sie: 453 Kilometer, 4800 Höhenmeter. Der bekannte Bodensee-Königssee-Radweg ist eine reizvolle Kür für ambitionierte Radfahrer und Radfahrerinnen. Er verbindet zwei der schönsten Seen der Republik miteinander.

Das aber ist keineswegs alles, denn am Wegesrand erwarten dich Schlösser, Klöster und reizende Städtchen mit urigen Wirtshäusern. Ziehst du die Strecke über sieben Fahrtage, lassen sich Südbayerns schönste Sehenswürdigkeiten entspannt genießen. Der Startschuss der Radreise fällt am Bodensee, in der zauberhaften Inselstadt Lindau. Von hier aus geht es über die saftig-grünen Wiesen des Allgäus in geschichtsträchtige Städtchen wie Immenstadt und Füssen, ehe als nächstes Etappenziel eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes wartet: das Märchenschloss Neuschwanstein.

Während in der Ferne die Zwiebeltürme des Klosters Benediktbeuern in den Himmel ragen, kommt die Künstlerstadt Murnau am Staffelsee in Reichweite. Später lockt das verführerische Blau des Chiemsees. Vor dem Besuch des Salzbergwerks in Berchtesgaden ermöglicht die Therme in Bad Reichenhall noch eine wohltuende Wellness-Einheit. Zum großen Finale der anspruchsvollen Strecke warten schließlich der majestätische Watzmann und der Königssee.

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