Der Reschensee, gelegen im Vinschgau an der Grenze zwischen Österreich und Italien, ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer. Die Reschensee-Runde ist eine einfache und aussichtsreiche Tour, die sich ideal für Familien mit Kindern eignet. Keine Durchzugsstraßen stören das Radler-Vergnügen.
Streckenverlauf und Highlights
Beginnend vom westlichen Ortsende von St. Valentin auf der Haide geht es durch den Spitalacker westwärts bis man am Ufer des Reschensees angekommen ist. Über einen ausgeschilderten Radweg mit leichter Steigung führt die Route dann weiter ins hier wieder angesiedelte Graun. Hier dem Radweg weiter folgen, durch Arlund und Reschen brausen, ehe es auf der anderen Seeseite auf Feldwegen wieder zurück nach St. Valentin auf der Haide.
Die Hauptattraktion am Reschensee ist der versunkene Turm von Graun am Ostufer. Spektakulär ragt ein Kirchturm aus dem Wasser. Was ist hier nur geschehen? Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als romantisch: In den 1950er Jahren musste ein gesamtes Dorf dem Bau eines Stausees weichen. Familien wurden zwangsenteignet, Häuser gesprengt und das gesamte Dorf Graun schließlich geflutet. Allein der romanische Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert blieb stehen und zeugt bis heute von der traurigen Geschichte des Ortes.
Graun existiert heute wieder - es wurde an anderer Stelle wieder aufgebaut. Im heutigen Dorf, das den gleichen Namen trägt wie der unglückliche Vorgänger, informiert das Museum Vintschger Oberland mit Exponaten und einer Fotodokumentation über die Zerstörung und den Wiederaufbau der Dörfer Graun und Reschen. Hat man erst einmal alle Informationen aufgesaugt, wird das Wahrzeichen des Sees - der Kirchturm - in ein nicht gekanntes Licht gerückt, das zu ernstem Nachdenken verführt und der Idylle etwas von ihrer Märchenhaftigkeit nimmt.
Bei St. Valentin lässt sich außerdem ein weiterer See entdecken - der Haidersee.
Tourencharakter und Anforderungen
Die Reschenseerunde ist mit nur 140 zu bewältigenden Höhenmetern und einer Dauer von etwa einer Stunde eine leichte Tour. Der Radweg verläuft nahezu immer direkt am See entlang. Ansonsten wechseln sich flache Schotterpassagen und asphaltierte Abschnitte ab. Insgesamt ist diese Tour für jegliche Art von Fahrrädern geeignet, mit Ausnahme von Rennrädern.
Freizeitmöglichkeiten am Reschensee
Von der dunklen Vergangenheit ist heute wenig zu spüren. Das Treiben im und um den See ist blühend, die Freizeitgestaltung findet hier ein beinahe unerschöpfliches Angebot: Schwimmen, in der Sonne liegen, Laufen, Nordic Walking und Wandertouren sind neben Windsurfen und Kitesurfen nur einige der Möglichkeiten, die der See bietet. Angler finden hier einen besonderen Fischreichtum - vor allem Forellen, Barsche und Hechte drehen hier ihre Runden.
Anreise und Parken
Der Reschenpass verbindet das Inntal an der schweiz-österreichischen Grenze mit dem Südtiroler Vinschgau. Mit etwas über 1.500 Metern über dem Meer ist er eine der niedrigsten Stellen im Alpenhauptkamm.
Nächstgelegener Bahnhof: Landeck und weiter per öffentlichem Bus nach Reschen.
Nächstgelegener Flughafen: Innsbruck, München oder Verona.
Parken: Öffentlicher Parkplatz ca. 70 €/Woche, zahlbar vor Ort.
Der Vinschger Radweg
Der Vinschger Radweg vom Reschenpass nach Meran ist ein abwechslungsreiches Teilstück der Via Claudia Augusta. Mit der Vinschgauerbahn geht es bis nach Mals, dem Hauptort des Obervinschgau.
Der hier beschriebene Weg beginnt in Mals - es fehlt also der erste Abschnitt auf der Passhöhe - und ist somit ideal für die Kombination Bahn - Rad. Mit der Vinschgauer Bahn fahren wir von Meran bis zur Endstation Mals im Vinschgau auf 1.050 m Meereshöhe. Am Bahnhof nehmen wir die Straße nach Glurns - eine Abfahrt.
Kaum sind wir durch das Stadttor hinausgefahren, biegen wir links auf den Radweg entlang der Etsch ab. Und sind schon mitten auf dem eigentlichen Fahrradweg, der uns südlich von Schluderns in die Prader Sand führt. Dabei handelt es sich um eine geschützte Flussau, in der bedrohte Vogelarten und Wassertiere ein Rückzugsgebiet gefunden haben. Im Hintergrund sehen wir die weißen Spitzen des Ortlermassivs. Nach Durchquerung des Dorfes Prad geht es auf Feldwegen weiter in östliche Richtung.
Wir fahren am Rande des Nationalparks Stilfser Joch und durchqueren mehrmals geschützte Flussauen, in denen der Radweg keinen Asphaltbelag hat. Rennräder sind also nicht ideal für diese Tour. Nach einer Weile erreichen wir das Dorf Laas. Wieder zurück auf dem Radweg geht es weiter, einem verwilderten Abschnitt der Etsch entlang, bis wir Schlanders (Ortsteil Göflan) erreichen, das Dorf, welches als Hauptort des Vinschgaus gilt.
Leider geht es sich zeitlich nicht für eine längere Pause aus, so fahren wir nach Latsch am Eingang des Martelltales weiter. Der Radweg durchquert den Ort, und somit ist ein Blick in den Dorfkern obligatorisch. Bei Kastelbell beginnt der wärmere Teil des Vinschgaus - mit den ersten Weingütern. Das Schloss Kastelbell kann man vom Radweg sehr gut betrachten. Einige km weiter, nach der Abzweigung ins Schnalstal, kommen wir nach Naturns und sind damit schon im Meraner Land, was sich auch an den Temperaturen bemerkbar macht.
Vorbei an Plaus und Partschins geht es in der Töll nach links, und von dort über Algund nach Meran. Eine tolle Abfahrt.
Beeindruckend an der Vinschgau-Tour ist die wechselnde Landschaft, nicht nur aufgrund der Höhenmeter, sondern auch aufgrund der kulturellen Eigenheiten und dem Kontrast der satten Nordhänge von Ortler und Nörderberg zu den kahlen, trockenen Wänden des Sonnenbergs. Und auch der wilden Flusslreandschaft im Nationalpark zu den gepflegten Obst- und Weingärten.
Der Etsch-Radweg Reschen-Gardasee
Auf dieser landschaftlich und kulturell sehr interessanten Radreise radeln Sie auf dem Etsch-Radweg vom Reschen- zum Gardasee. 1.500 Höhenmeter führt Sie dieser Radweg bergab von den Alpen durch das sonnige Italien bis an den Gardasee!
Highlights:
- herrliches Panorama auf den Ortler
- Südtiroler Wein und Obst im Vinschgau
- die Kurstadt Meran
- die Gardasee-Orte Torbole und Riva
Tourenverlauf für die 8 Tage Variante:
- Tag: Anreise nach Reschen Per PKW (Parkplatz am Hotel kostenpflichtig) oder mit Bahn und Bus nach Reschen (Italien). Am Abend persönliche Toureninformation und Radausgabe.
- Tag: Reschen - Schlanders ca. 45 kmVom Radweg entlang des Reschensees hat man tolle Aublicke auf die umliegenden Berge, zum Beispiel im Norden auf die in der Schweiz liegende Samnaungruppe mit dem Muttler. Von der Staumauer des Reschensees geht der Blick über den idyllischen Haidersee und das Dorf St. Valentin auf der Haide zu den südlich liegenden Gipfeln des Ortler Massivs. Eine rasante Abfahrt führt hinunter nach Burgeis. Von dem Ort kündigt als erster die Fürstenburg. Oberhalb von Burgeis befindet sich die Abtei Marienberg. In Mals endet die Vinschgaubahn. Der Radweg führt weiter durch den kleinen Ort Prad am Stilfserjoch.
- Tag: Schlanders - Meran, ca. 40 kmBurgen und Schlösser (darunter beispielsweise das Schloss Juval des weltbekannten Bergsteigers Reinhold Messners) liegen am oder hoch über dem Weg. Während der Abfahrt in das beschauliche, von mediterraner Vegetation geprägte Meran, bieten sich vom Fahrradsattel aus herrliche Ausblicke auf das eindrucksvolle Ortlermassiv und das Stilfserjoch.
- Tag: Meran - Bozen, ca. 30 bis 45 kmBozen, die Hauptstadt der autonomen Provinz Südtirol, lässt sich auf unterschiedlichen Wegen erreichen: Eine Variante verläuft entlang der Etsch, die andere, die zugleich die landschaftlich eindrucksvollere ist, über Lana und Eppan durch die Südtiroler Obstgärten und vorbei an der gut renovierten Burgruine Sigmundskron, in der das Messner Mountain Museum untergebracht ist.
- Tag: Bozen - Auer, ca. 30 kmDie heutige Tagesetappe führt Sie durch zahlreiche Obst- und Weingärten im Bereich der Südtiroler Weinstraße und vorbei an vielen Burgen, Schlössern und Ruinen in das Weindorf Eppan. Von hier aus geht es dann weiter zum wunderschönen Kalterer See.
- Tag: Auer - Trient, ca. 45 kmHeute geht es auf herrlichen Radwegen, die teilweise an der Etsch entlang, teilweise aber auch durch die Obstgärten verlaufen, zunächst nach Salurn. Hier verlassen Sie den deutschsprachigen Bereich Südtirols und radeln auf dem Hochwasserdamm der Etsch weiter nach Trient, wo Sie heute übernachten werden.
- Tag: Trient - Torbole/Riva ca. 50 kmZu Beginn des heutigen Radtages fahren Sie an der Etsch entlang in die alte Tiroler Grenzstadt Rovereto und anschließend weiter nach Mori, wo Sie nach Westen in Richtung Gardasee abbiegen. In Mori verkosten Sie in der Gelateria Bologna das weitum bekannte Pistazieneis. Frisch gestärkt geht es anschließend weiter nach Torbole oder Riva. Auf dem Weg dorthin gilt es mit dem Passo S. Giovanni allerdings noch einen etwa 150 m langen Anstieg zu bewältigen, bevor Sie sich an die entspannende Abfahrt zum See machen.
- Tag: Rückreise oder Verlängerung
Tourenverlauf für die 7 Tage Variante:
Die Etappe von Bozen nach Trient wird nicht durch eine Zwischenübernachtung in einem der charmanten Weinorte Kaltern, Tramin oder Auer am Kalterer See unterbrochen.
- Tag: Anreise nach Reschen (I)
- Tag: Reschen - Schlanders, ca. 45 km
- Tag: Schlanders - Meran, ca. 40 km
- Tag: Meran - Bozen, ca. 30/45 km
- Tag: Bozen - Trient, ca. 70 kmHeute verlassen Sie die Hauptstadt Südtirols entlang des Flusses Eisack und stoßen schon kurze Zeit später wieder auf die Etsch, der Sie auf einem herrlichen Radweg durch die Obstgärten bis nach Salurn folgen, wo das deutschsprachige Südtirol endet. Ab hier begleiten Sie die Reben des kräftigen Rotweins "Teroldego" in Ihren heutigen Übernachtungsort Trient, dessen sehenswerte Altstadt Sie unbedingt besichtigen sollten, bevor Sie den Abend gemütlich ausklingen lassen.
- Tag: Trient - Torbole/Riva, ca. 50 km
- Tag: Abreise oder Verlängerung
Leihfahrräder und Ausrüstung
Für eine gelungene Radreise ist ein gutes Fahrrad unerlässlich. Es werden solide Qualitätsfahrräder von KTM angeboten, die mit modernen V-Bremsen, Alu-Hohlkammerfelgen sowie Top-Reifen ausgestattet sind. Die Fahrräder verfügen über einen hochfesten Aluminium-Rahmen, eine Lichtanlage, Gepäckträger, Schutzbleche und einen bequemen Sattel.
Verfügbare Modelle:
- Unisex Rahmen 21/24-Gang mit Freilauf
- Herren-Rad 21-Gang mit Freilauf und Stange
- Tourenrad PLUS
- Elektroräder / Pedelec
Zubehör:
- Sattel von Selle Royal
- Schaltung von Shimano
- Werk- und Flickzeug bzw. Ersatzschlauch
Preise und Leistungen (Beispiel Etschtal-Radweg Reschensee-Gardasee)
8 Tage / 7 Nächte
| Saison | Doppelzimmer | Einzelzimmerzuschlag | Leihrad | Leihrad-Plus | Elektrorad |
|---|---|---|---|---|---|
| Saison 1 (26.04.-09.05. und 27.09.-04.10.) | 1159.- € | 379.- € | 99.- € | 169.- € | 269.- € |
| Saison 2 (10.05.-23.05. und 06.09.-26.09.) | 1299.- € | 379.- € | 99.- € | 169.- € | 269.- € |
| Saison 3 (24.05.-05.09.) | 1369.- € | 379.- € | 99.- € | 169.- € | 269.- € |
Leistungen:
- 7 bzw. 6 Übernachtungen in 3***- und 4****-Hotels
- Frühstück
- persönliche Toureninformation vor Ort (in deutscher oder englischer Sprache)
- Gepäcktransfer
- 1x pro Zimmer ausführliche Reiseunterlagen in deutscher, englischer oder französischer Sprache
- 1x Pistazieneis oder frisch gepresster Obstsaft auf dem Weg zum Gardasee
- bestens ausgearbeitete Routenführung
- Navigations-App und GPS-Daten
- Servicehotline
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