Der Niederrhein ist ein Paradies für Radfahrer. Mehr als 2000 Kilometer Radwege sind am Niederrhein ausgeschildert.
Freizeitspaß für Groß und Klein rund um Xanten
Vor den Toren von Xanten erstrecken sich die Freizeitgewässer Nord- und Südsee.
Radtour zur Xantener Südsee und Umgebung
Die Tour startet am Parkplatz an der Xantener Südsee. Von hier radeln Sie zwischen der Salmstraße und dem See Richtung altes Fischerdorf Lüttingen. Schon nach weniger als einem halben Kilometer zweigen Sie nach links auf den Kiesweg am Ostufer der Südsee ein. Unterwegs am Uferweg bieten sich schöne Aussichten auf die Silhouette von Xanten und das klare Wasser. Zwar gibt es oft Stellen, die Zugang zum Wasser bieten, doch Baden ist hier strengstens verboten.
Der erste interessante Stopp befindet sich an der historischen Fischerhütte, einem kleinen Steinhaus, das als Museum über den einstigen Alltag der Fischer von Lüttingen informiert, aus einer Zeit, als die beiden Seen noch Teil des Rheins waren.
Durch Wardt
Mit der Fischerhütte im Rücken geht es weiter zum Freizeitzentrum Xanten. Hier stoßen Sie auf die Radschilder, die Sie rechts-links durch das hübsche Wardt leiten. Der rund 2000 Einwohner zählende Ort liegt eingezwängt zwischen der Nord- und der Südsee. Vorbei am Museum Rund ums Geld und quer durch den Ort erreichen Sie die Nordsee mit dem Wardter Hafen.
Wer noch Zeit, Lust und Interesse hat, der kann unterwegs kurz einen Blick in die gotische, aus Backstein und Tuff bestehende Willibrorduskirche werfen, die auf den Fundamenten einer Kapelle aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
Über den Vyner Hafen zurück zur Südsee
Beim Wardter Hafen geht es nach rechts weiter am Radweg um die Nordsee. Nach etwa drei Kilometern erreichen Sie Vynen an der Nordwestseite des Sees. Verschiedene Gastronomiebetriebe im Hafen laden zum Einkehren ein, bevor es an der Westseite der Nordsee wieder zurückgeht. Unterwegs kommt man an einem Spielplatz und einer Reihe von Hausbooten vorbei, die für Übernachtungen angemietet werden können.
Nach wenigen Radminuten passieren Sie den Wasserlauf Pistley, der die Nord- mit der Südsee verbindet. Dem Wasserlauf folgend kommen Sie wieder in die Nähe des Xantener Freizeitzentrums, das nun über eine Brücke erreichbar ist. Sie lassen die Brücke aber links liegen und radeln am Westufer der Südsee langsam zum Ausgangspunkt zurück. Unterwegs sehen Sie rechts bereits die rekonstruierten Stadtmauern des Archäologischen Parks Xanten, die von den Säulen des römischen Hafentempels überragt werden.
Archäologischer Park Xanten
Die weitläufige Anlage liegt gegenüber des Ausgangs- und Endpunkts der Route, ist eines der größten Freiluftmuseen der Republik und wurde auf dem Gelände der einstigen Römerstadt Colonia Ulpia Traiana errichtet. Ob Groß oder Klein, der Archäologische Park lohnt für einen Besuch. Sehr informativ gestaltet und didaktisch gut aufbereitet, spaziert man hier durch die Rekonstruktion einer der bedeutendsten Römerstädte in Deutschland, in der bis zu 10 000 Menschen rund 400 Jahre lang lebten.
Originalgetreue Nachbauten wie das Amphitheater, die Stadtmauern und Stadttore, die Bade- und Wohnhäuser und der Hafentempel vermitteln einen guten Einblick in das tägliche Leben der Römer. In der Werft kann man Nachbauten römischer Schiffe in ihrer Entstehung sehen und das jährliche Römerfest lässt die einstige Römerstadt zum Leben erwecken.
Auch an die jüngsten Besucher wurde gedacht: In einem Abenteuerspielplatz, einer Wasserspielanlage, einer Hüpfburg und dem Spielhaus mit Brett- und Geschicklichkeitsspielen aus antiker Zeit können sich die Kinder nach Herzenslust austoben. Und an verschiedenen Werkbänken können die Kleinen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Für das leibliche Wohl sorgen ein Restaurant mit Gerichten nach original römischen Rezepten. Kaffee und Kuchen gibt es in einer liebevoll restaurierten Mühle.
Für den Besuch des Archäologischen Parks sollten schon einige Stunden eingeplant werden.
Kindgerechte Radroute
Diese Route ist bestens geeignet für Kinder.
Weitere Radtouren in der Umgebung von Xanten
Polderlandschaften am Niederrhein
Polderlandschaften am Niederrhein. Naturschutzgebiete mit Flussauen und grüne Felder prägen diese Rundtour. Sie verläuft zunächst an der Xantener Süd- und Nordsee rheinabwärts nach Rees und am anderen Ufer stromaufwärts über Bislich retour. Zwei Fahrradfähren über den Rhein sind die Bindeglieder der Route.
Von der Südsee zur Rääße Pöntje
Vom Parkplatz an der Xantener Südsee radeln Sie zunächst gemütlich Richtung Wardt am Westufer der Südsee entlang. Der Radweg bietet freien Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende Ufer. Nach etwa zwei Kilometern erreichen Sie die Brücke zum Freizeitzentrum Xanten mit einem schönen Strandbad und zahlreichen Wassersportarten. Sie radeln nach rechts über die Brücke und folgen dann dem Radschild nach links quer durch Wardt. Der nette kleine Ort erstreckt sich zwischen der Nord- und der Südsee. Beim Wardter Hafen folgen Sie rechts dem Uferradweg an der Nordsee, bis der Wegweiser Rees Sie rechts auf den Rheindamm weist.
Nun folgen Sie immer dem Rhein stromabwärts am Rande des Naturschutzgebiets Rheinauen mit schönen Fernsichten. In Obermörmter erreichen Sie Knotenpunkt 20, wo Sie die Route zur Reeser Schanz nehmen. Am Ende der Reeser Schanz warten das nette Landhaus-Café Am Rhein mit gemütlichem Gastgarten zum Einkehren und die Fahrradfähre Rääße Pöntje, die hier zur Rheinstadt Rees übersetzt.
Am rechten Rheinufer
In Rees kommen Sie an der Rheinpromenade direkt im Ortszentrum an. Nachdem Sie das Rad von der Fähre kurz hochgeschoben haben, verlassen Sie die Rheinpromenade beim Restaurant Rheinterrasse nach links zum Marktplatz, dem Herzen des Kleinstädtchens. Ab hier folgen Sie den Radschildern nach rechts durch die Wasserstraße. Nach wenigen Radminuten erreichen Sie einen alten Wachturm, wo der Wegweiser Haffen Sie rechts auf die Stadtmauer hochleitet und danach weiter entlang des Skulpturenparks zum Rheindeich.
Eine landschaftlich schöne Strecke folgt jetzt entlang des Naturgebiets Reeser Altrhein. Nach ein paar Kilometern erreichen Sie den Knotenpunkt 82, wo Sie den Tafeln geradeaus weiter nach Haffen folgen. Vorbei am Reeser Meer radeln Sie rechts weiter Richtung Bislich. Nochmals nach rechts, dann nach links und Sie gelangen wieder zum Radweg am Rheindamm.
Die Route führt jetzt in einem weiten Bogen um das Dorf Haffen herum und entlang der Hochwasserschutzanlage Lohrwardt. Bei einem willkommenen Rastplatz befinden sich Tafeln, die über die Erweiterung des Polders und die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser informieren. Nachdem Sie den Lohrwardter See und den Roosenhofsee hinter sich gelassen haben, kommen Sie zum Knotenpunkt 57. Hier geht es vom Deich hinunter und auf einer Nebenstraße weiter Richtung Wesel und Bislich.
Im vor Ihnen liegenden Abschnitt der Tour radeln Sie mal auf dem Deich mit freier Sicht auf den Rhein und die Auen, mal am Fuße des Deichs mit Aussicht auf die ländliche Umgebung. Das Dorf Bislich und die Bislicher Fähre sind die nächsten Ziele.
Von Bislich zurück nach Xanten
Kurz vor Bislich folgt der Radweg am Deich einem Teil der Bislicher Storchenroute. Einige Storchennester säumen die Strecke und sind sogar mit Namen versehen wie Nest Drögenkamp, Nest Kirchenway oder Nest Fährhaus, dessen Name bereits seine Lage andeutet. In der Brutsaison ist das Treiben in den Nestern auf jeden Fall ein schönes Schauspiel. Mehr Informationen über Bislich, die Störche und die Route zu den Nestern bekommen Sie im kleinen Deichdorfmuseum, das nach der Kirche Sankt Johannes links über die Dorfstraße erreichbar ist.
Bevor Sie die Fähre nach Xanten erreichen, passieren Sie noch die Bislicher Kapelle. Sie markiert den Ort, an dem die Alliierten im Zweiten Weltkrieg den Rhein auf einer Holzbrücke überquerten. Nach dem Übersetzen mit der Fähre radeln Sie geradeaus bis zum Knotenpunkt 26. Hier geht es nach rechts hinunter Richtung Xantener Zentrum mit einer sehenswerten Altstadt. Sie können aber auch am Knotenpunkt dem Radweg Richtung Lüttingen folgen.
Fährzeiten beachten
AchtenSie bei dieser Tour unbedingt darauf, wann die Fähren in Betrieb sind! Bei Rees haben Sie noch die Möglichkeit, den Rhein auf einer Brücke zu überqueren, in Bislich gibt es keine Brücke.
Themenradwege am Niederrhein
Der Niederrhein hat kulturell viel zu bieten. Die beschriebenen Themenradwege bieten für jeden Geschmack etwas - sei es Kunst, Geschichte oder Natur.
1. Tim Berresheim Bilderreise im Kreis Heinsberg
Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, sollte sich die Tim Berresheim Bilderreise nicht entgehen lassen. Der in der Kunstszene bekannte Tim Berresheim hat auf einer rund 90 Kilometer langen, reizvollen Radstrecke eine in Deutschland einmalige Verbindung von digitaler Kunst, Kultur und Natur geschaffen. An 17 Standorten im Heinsberger Land vereinen sich innovative Technologie und Natur zu beeindruckenden Augmented-Reality-Kunstwerken, die mit einer kostenlosen App erlebt und erkundet werden können.
2. Beuys & Bike
Die Beuys & Bike-Route verbindet zentrale Lebens- und Wirkungsorte von Beuys mit wichtigen Kunststationen und lädt dazu ein, sich intensiv mit dem Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers auseinanderzusetzen. Die gesamte Strecke umfasst beeindruckende 300 Kilometer und führt von Bedburg-Hau über Kleve, Duisburg und Krefeld bis nach Mönchengladbach, Düsseldorf, Neuss und Leverkusen. Diese Tour ist nicht nur für Beuys-Fans, sondern für alle, die sich für Kunstgeschichte interessieren, ein Muss.
3. Via Romana
Wer in die römische Geschichte des Niederrheins eintauchen möchte, ist auf der Via Romana genau richtig. Dieser Themenradweg verbindet auf rund 260 Kilometern die ehemaligen römischen Provinzen Germania Inferior und Gallia Belgica und führt von Xanten über Kalkar, Bedburg-Hau, Kleve und Kranenburg und auf der niederländischen Seite weiter nach Berg en Dal, Mook en Middelaar, Cuijk, Nimwegen und wieder zurück. Auf dieser Route entdeckt ihr römische Kastelle, alte Handelsstraßen und bedeutende archäologische Stätten.
4. Bahnradweg Kreis Viersen
Der Bahnradweg Kreis Viersen ist perfekt für alle, die sich für Industriekultur und die Geschichte des Bahnverkehrs interessieren. Auf 125 Kilometern führt er durch alle neun Städte und Gemeinden des Kreisgebiets und verbindet niederrheinische Landschaft, historische Ortskerne und Relikte der Bahnfahrt miteinander. Dabei werden die ehemaligen Bahntrassen auf den Abschnitten Kaldenkirchen - Grefrath, Willich - Mönchengladbach/Neuwerk und Dülken - Waldniel genutzt und für den Radverkehr erschlossen.
5. Hanseradweg
Der Hanseradweg ist eine spannende Route, die den mittelalterlichen Handelswegen der Hanse folgt. Die Tour verbindet die Hansestädte, darunter Emmerich, Kalkar und Wesel, entlang des Rheins und erzählt die Geschichte der mächtigen Hanse, die im Mittelalter den Handel und die Wirtschaft in Europa prägte. Insgesamt 450 Kilometer ist dieser Radweg lang, der die Grenze überschreitet und auf acht hanseatische Etappen aufgeteilt ist. Auf dem Hanseradweg erlebt ihr nicht nur die idyllische Landschaft des Niederrheins, sondern auch die faszinierende Geschichte und Kultur der Hansezeit.
Tourentipps in der Radregion Niederrhein im Überblick
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über beliebte Radtouren in der Region Niederrhein, inklusive der jeweiligen Streckenlänge:
| Tour | Länge |
|---|---|
| Burgen und Schlösser | 51 km |
| Heide-und-Seen-Route | 50 km |
| Bylerward-Route | 57 km |
| Maas-Tour | 67 km |
| Foto-Strecke | 71 km |
| Zum Kloster Kamp | 66 km |
| Naturpark-Runde | 76 km |
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