Der Millstätter See Radweg: Ein Paradies für Radfahrer

Millstatt, im Bezirk Spittal an der Drau in Österreich gelegen, ist ein wahres Paradies für Fahrradbegeisterte. Der Radweg um den Millstätter See ist der Klassiker in der Region schlechthin. Eine abwechslungsreiche Radtour durch die Region rund um den Millstätter See, die Sie von Millstatt über historische Pfade bis in die Künstlerstadt Gmünd führt.

Die Schönheit des Millstätter Sees mit dem Fahrrad entdecken

Der Millstätter See ist ein Juwel. Er liegt eingebettet in die umliegende sanfte Bergwelt der Nockberge. Eine der schönsten Radtouren in Millstatt führt entlang des Ufers des Millstätter Sees. Der gut ausgebaute Radweg erstreckt sich über eine Länge von etwa 28 Kilometern und ermöglicht es den Besuchern, die atemberaubende Schönheit des Sees zu genießen.

Auf dieser Tour passiert man malerische Dörfer wie Dellach oder Pesenthein und hat immer wieder einen herrlichen Blick auf das glitzernde Wasser. Ein weiterer beliebter Streckenabschnitt ist die Fahrt hinauf zum Mirnock-Gipfel. Diese anspruchsvolle Bergtour belohnt mit spektakulären Ausblicken über den gesamten Millstätter See sowie das umliegende Bergpanorama. Hier können erfahrene Mountainbiker ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und gleichzeitig die unberührte Natur hautnah erleben.

Für Familien eignet sich besonders der Drauradweg, der durch das nahegelegene Mölltal verläuft. Dieser flache Weg ist ideal für gemütliche Touren mit Kindern geeignet und führt vorbei an saftigen Wiesen, kleinen Bächen und beeindruckenden Schluchten.

Routen und Streckenabschnitte

  • Millstätter See Radweg: Ca. 28 km lange Strecke rund um den See, ideal für eine Tagestour.
  • Mirnock-Gipfel: Anspruchsvolle Mountainbike-Tour mit spektakulären Ausblicken.
  • Drauradweg: Familienfreundlicher Radweg durch das Mölltal.
  • Seental-Radweg nach Radenthein: Eine weitere attraktive Option für Radfahrer.

Tipps für Ihre Radtour

Eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Radtour ist eine optimale Ausrüstung. Die beste Zeit für Radtouren in Millstatt sind die Sommermonate von Mai bis September, wenn das Wetter angenehm warm ist und die Natur in voller Blüte steht. Zu dieser Zeit bieten sich auch zahlreiche Möglichkeiten für eine erfrischende Abkühlung im Millstätter See.

Insgesamt bietet Millstatt mit seinen abwechslungsreichen Landschaften und gut ausgebauten Radwegen perfekte Voraussetzungen für Fahrradtouren aller Schwierigkeitsgrade. Egal ob entlang des Sees, auf anspruchsvollen Bergpfaden oder gemütlich durch das Mölltal - hier findet jeder Radfahrer seine ideale Strecke.

Gemütliche Seeumrundung

Ob im Sattel eines E-Bikes oder eines Fahrrades „ohne Antrieb“ gemütlich geht es rund um den Millstätter See: Die 28 km Lange Strecke führt immer dem Wasser entlang, wer sich Zeit nimmt, wird reichlich belohnt. Man kann im Trinkwasser des Sees baden, in die Kultur der Orte eintauchen, einen Cocktail direkt am Wasser genießen oder sich gleich nebenan ein wohltuendes Bad im moorhältigen Nass des Egelsees gönnen. Vom Rad- bzw. Fußweg sind es auch nur ein paar Schritte zur Bank im Millstätter See.

Einfach Schuhe ausziehen, hinauswandern und den Blick vom See über die sanften Kuppen der Nockberge schweifen lassen. Gemütlich abkürzen kann man die Seerundfahrt mit dem Radschiff „Peter Pan“, das regelmäßig zwischen den Anlegestellen am Nord- Süd- Ost und Westufer pendelt.

Drauradweg

Für Radwanderer und besonders für Familien geeignet ist auch der 360 km lange Drau-Radweg. Entlang der Drau schlängelt sich der Radweg von Toblach in Südtirol, über Spittal an der Drau bis Marburg in Slowenien. Einige Etappen können vom Millstätter See aus befahren werden.

Weitere Tipps

  • Fahre schonend und kontrolliert - bleib in deiner Komfortzone und fahre auf halbe Sicht.
  • Sei freundlich, respektiere andere Wegbenutzer und lass Wanderern gegebenenfalls den Vortritt.
  • 112 Europäischer Notruf (aus allen Netzen möglich).
  • Die Route führt zum Teil über öffentliche Straßen und Wege.
  • Mit dem Intercity oder der S-Bahn bis Spittal an der Drau.

Erfahrungen und Erlebnisse am Millstätter See

Wir geniessen einen wunderbaren Herbsturlaub mit den Kindern am Millstätter See. Jetzt Anfang November ist es im Süden Österreichs immerhin noch so warm, dass wir mit den Kindern heute eine Radtour am Milltstätter See geplant haben. Gut, daß wir die Fahrräder mitgenommen haben - samt warmer Fahrradbekleidung. Am späten Vormittag ist es noch kühl, aber die Sonne wärmt schon. Vom Familienhotel am Nordufer - das entgegen des Namens „Nord“ wunderschön in der Sonne liegt - starten wir unseren Radausflug.

Vom Familienhotel Post in Millstatt fahren wir im Uhrzeigersinn um den See - unserem heutigen Ausflug mit Kindern. So können wir uns in der Früh in der Sonne wärmen, das war jedenfalls unser Plan. Am Nordufer des Millstätter See verläuft der Radweg zwischen See und Straße. Der Radweg ist gut geteert und baulich getrennt von der Uferstrasse. Für kleinere Kinder eine gute Voraussetzung zum Radfahren.

Hinter Millstatt und Pesenthein haben wir auf der Radtour mit Kindern in Österreich eine kleinere Steigung. Danach rollen wir hinunter an das See-Ende nach Döbriach. Hier verabschieden wir uns auch vom Autoverkehr neben dem Radweg. Jetzt im November ist der Ort ruhig. Am Ufer des Millstätter See sehen wir auch die Schiffsanlegestelle. Jetzt im Spätherbst fahren natürlich keine Schiffe mehr über den See. In den Sommermonaten kann man das Schiff aber nutzen, um die Radtour abzukürzen. Die Schiffe nehmen auch Fahrräder mit. Später sehen wir am Südufer auch Ablegestellen für eigene Fahrrad-Fähren. Im November ist die Schifffahrt am Millstätter See eingestellt.

Wir verlassen den geteerten Radweg in Döbriach und folgen der Radweg - Beschilderung auf einem befestigten Forstweg. Auf einem Schild wird vor Gefälle und Steigungen gewarnt. Nachdem wir auch öfter in den Bergen radfahren und mountainbiken denken wir uns nichts. Es erwartet uns dann an diesem Tag im Familienurlaub wirklich eine bergige Etappe. Immer wieder treten wir hinauf, um auf der anderen Hügelseite hinunter zu rollen. Rechts von uns sehen wir durch die Bäume den blauen See - ein Vorteil des Herbsturlaubs, denn im Sommer verdecken die vielen dichten Blätter die Sicht. Obwohl es am Südufer größtenteils schattig ist, wird uns richtig warm. Kein Wunder, wir überwinden rund 250 Höhenmeter auf unserer Radtour um den Millstätter See.

Wir folgen dem Süduferweg und haben einen tollen Blick auf Millstatt mit seinem Kloster und den beiden Kirchtürmen. Wir treten weiter und freuen uns, den Süduferweg nach Seeboden hinunter rollen zu können. Bis hierher war es nun doch anstrengend mit den Kindern. Wir kommen in Seeboden am Fischereimuseum vorbei (im Sommer Besichtigung möglich). Viel lieber mögen unsere Kinder den nächsten Spielplatz: Er liegt direkt neben dem Radweg im Ort Seeboden. Wir stoppen und machen eine Pause. Auch einen Zugang zum Millstätter See gibt es hier. Danach nehmen wir die letzte Etappe in Angriff: Entlang der Straße fahren wir wieder auf dem geteerten Radweg nach Millstatt.

E-Bike Tour zum Sternenbalkon

Und spätestens bei dem steilen Anstieg von Döbriach Richtung Sternenbalkon weiß ich nun auch, warum ich mir für das Rad mit Motor entschieden habe. Zuerst geht’s noch über eine vielbefahrene Straße in Richtung Glanz und dann nach der Ortschaft links weg. Die Fahrbahn ist zwar weiterhin asphaltiert, also gut zum Radeln, aber es kommen kaum Autos vorbei. So können wir an übersichtlichen Abschnitten auch mal gemütlich nebeneinander fahren. Oder zwischendurch sogar anhalten. Denn schon beim Hochtreten kommen wir an genialen Ausblicken vorbei. Mein Blick schweift etwas neidisch über die Häuser in der Hanglage. Mit dieser Aussicht morgens aufzuwachen könnte ich mir auch vorstellen.

Dann erreichen wir schließlich den Alpengasthof Bergfried mit der Panorama-Plattform dahinter. So überblicken wir den Millstätter See in Richtung Seeboden. Millstatt selbst liegt hinter einem Hügel versteckt. Außerdem ragen der Lammersdorfer Berg, der Goldeck und Staff auf. Hier können wir den Tag gut ausklingen lassen.

Die E-Bike-Tour rund um den Millstätter See mit Abstecher zum Sternenbalkon ist eine schöne Genussradtour. Für geübte Radfahrer ist die Tour auch locker ohne E-Bike machbar. Vor allem die Umrundung an sich führt vorwiegend eben hin. Wenn euch die Tour dennoch zu lang ist, dann könnt ihr die See-Umrundung auch mit dem Schiff abkürzen. Wenn ihr es gemütlich angehen lassen möchtet, dann nehmt euch dafür ruhig den kompletten Tag. Packt vielleicht sogar Badesachen ein.

Fahrradverleih

Unsere erste Anlaufstelle ist der Radverleih in Millstatt am See. Die Räder leihen wir bei der Mountainbike Station in der Nähe des Tourismusbüros in Millstatt aus. Ein normales Trekking-Bike gibt es ab 12 Euro. Wir entscheiden uns für ein E-Bike. Da liegt das motorunterstützte Trekking-Bike bei 21,00 Euro. Ein Mountainbike Fully mit Motor kostet 37,50 Euro. Helm und Fahrradschloss leihen wir ebenfalls vor Ort aus. Je nach Tour könnt ihr auch noch Handschuhe, Protektoren sowie Kindersitze und Kinderanhänger im Bike-Geschäft leihweise bekommen.

Anreise und Parken

Mit dem Auto dauert die Anreise von München kommend knapp 3,5 Stunden. Denkt daran, dass ihr für die österreichischen Autobahnen eine Vignette benötigt. Parken könnt ihr zum Beispiel am Strandbad von Millstatt. Vor dem Badehaus befindet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz. Wenn ihr einen Umweg in Kauf nehmen möchtet, könnt ihr auch über die Großglockner Hochalpenstraße anreisen. Dazu solltet ihr aber mindestens 1,5 Stunden Fahrzeit einplanen.

Die Seeumrundung im Detail

Einmal den gesamten Millstätter See umrunden? Am besten geht das auf dem Fahrrad. Rund 28 Kilomter umfasst die gesamte Runde des Millstätter See Radweges. Man zieht vorbei am naturbelassenen Südufer, wo versteckte Buchten und fast schon einsame Fleckchen warten bis hin nach Döbriach, Radenthein, Dellach und Millstatt, wo schöne Plätze mit aussichtsreichen Blicken auf den See für die geleisteten Bemühungen belohnen. Am Nordufer fährt man an vielen Villen aus längst vergangenen Zeiten vorbei. Hier lohnt es sich auch einmal stehen zu bleiben und sich die Prachtbauten ganz genau anzusehen. Ein Sprung ins erfrischende Seewasser darf natürlich auch bei einer ausgiebigen Radtour nicht fehlen und so kann man sich für eines der vielen Strandbäder am Weg entscheiden und sich abkühlen. In Seeboden führt der Radweg dann entlang der Seepromenade. Der Einstieg kann frei gewählt werden und der Radweg in jede Richtung frei befahren werden.

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