Remus Auspuff Harley Davidson Test: Eine umfassende Analyse

Die Marke Remus ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Motorradwelt und steht für hochwertige Auspuffsysteme, die Leistung, Design und unverkennbaren Sound vereinen. Die neue 102er-Linie mit 102 Millimeter/4 Zoll Durchmesser besticht vor allem durch ihre unauffällig klare Linie: Kein Branding und kein Firlefanz, der die schöne Linie einer Harley stören könnte. Für die Individualisierung ist dennoch genügend Spielraum da, die Remus Endschalldämpfer gibt es schräg oder gerade geschnitten, mit einer schwarzen oder einer verchromten Endkappe. Sämtliche Schalldämpfer der Custom Exhaust Produktlinie sind aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und durch den dB-EInsatz auch vollkommen legal im Straßenverkehr nutzbar.

Remus und Kesstech: Eine Partnerschaft für die Zukunft

Die Auspuffhersteller Kesstech und Remus steuern gemeinsam Richtung Zukunft. Beide Unternehmen wollen in den Bereichen Entwicklung und Vertrieb eng zusammenarbeiten. Die beiden Unternehmen bündeln damit ihre Kompetenzen, um in Zukunft gemeinsam Produkte für die Motorradwelt zu entwickeln und zu vertreiben.

MEC profitiert in der Zusammenarbeit von der Entwicklungskompetenz von Remus. Remus wiederum bekommt über die Marke Kesstech einen starken Zugang zum Chopper und Cruiser-Segment.

Unterschiedliche Partner, gemeinsame Ziele

Kesstech ist vor allem für seine Klappenauspuffanlagen für Modelle der Marken Harley-Davidson, Indian und BMW bekannt. Seit 2021 zählen auch nicht verstellbare Abgasanlagen zum Portfolio der Marke. Remus beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und sieht sich selbst als Weltmarktführer bei Sportauspuffanlagen.

Remus Auspuff im Detail: Sound, Leistung und Verarbeitung

Ein Freund hatte sich den Penzl für seine 2008er Buell XB12 bestellt. Angekommen ist der Aupuff schön ordentlich verpackt, alle Teile einzeln ordentlich umwickelt, sehr schön, so kann schon mal nix verkratzen. Die Endrohre sehen aus wie leicht gestrahlt und haben ein schönes mattes Finish. Mit dabei sind auch die Halter für den Bugspoiler die richtig massiv sind (6mm stark). Alles in allem machen sich die vielen Teile aus dem der Penzl besteht aber auch negativ im Gewicht bemerkbar, der Remus wiegt z.B. anbaufertig (inkl. der Spoilerhalter die am Remus verschweißt sind) 5,9kg. Der Penzl ist da schon deutlich schwerer… 8,7 KG mit nur einer Halbmondbefestigung (insgesamt 2) und ohne den massiven Spoilerhalter und dem Verstellmechanismus… ich denke da kommen schon 10kg zusammen.

Also alle Teile wie beschrieben zusammengebaut (ging eigentlich ziemlich einfach) und dann den Penzl unter das Moped gehängt… das schaut doch gut aus… ich stehe auf den Kontrast mit den Edelstahlschraubenköpfen in den schwarzen Endkappen. Erstes Problem, die vorder Aufhängung des Hosenrohrs am Motorblock passt nicht richtig gut.

Der Soundcheck

Zeit für den ersten Soundcheck… Holla die Waldfee in offenem Zustand ist das Teil schon ziemlich laut. Deutlich lauter wie der Remus mit den offenen Trichtern. Der Klang gefällt mir aber ziemlich gut, der Penzl klingt zwar nicht so voluminös wie der Remus, dafür aber sehr hart und dreckig.

So stellt man sich eine Harley ohne was im Auspuff vor. Ist alles Geschmackssache der eine mags dumpfer und voluminöser, ich mags härter und dreckicker also von daher genau mein Klang… Boahh jetzt bin ich richtig neidisch. So jetzt noch den Test mit Klappe zu und siehe da da kommt ja gar nix mehr raus!!!! Das Teil ist mindestens so leise wie original!!! Hmmm das ist auf jeden Fall schon verdächtig leise!

Leistungsmessung auf dem Prüfstand

Erster Subjektiver Eindruck auf der Straße, geiler Klang aber unten rum ein wenig schwacher auf der Brust… hmm also ab auf den Prüfstand und einen Lauf gemacht im Vergleich zum Remus mit offenen Trichtern. Also schön zu sehen dass das Drehmoment wie gefühlt untenrum bis ca. 3250 U/min deutlich geringer ist als bei dem Remus.

Aber dafür dann bis 5500 U/min deutlich über dem Remus liegt!! Dafür aber schon ab 5500 U/min wieder abfällt. Für mich ist das so O.K. der Penzl hat genau in dem Bereich in dem ich mich zu 80% bewege deutlich mehr Druck!!! sehr gut. Das abfallen obenrum interessiert mich erst mal nicht ich fahre eher moderat und bin kaum in dem Drehzahlbereich, was bei anderen nicht zutreffen mag die mehr auf Drehzahlen stehen.

Hier eine Übersicht der Leistungsmessung im Vergleich:

Drehzahlbereich Penzl (offen) Remus (mit Trichtern)
Bis 3250 U/min Deutlich geringer Höher
3250 - 5500 U/min Deutlich höher Niedriger
Ab 5500 U/min Abfallend -

Ich hatte den Penzl jetzt ein paar Tage montiert und da ich normal jeden Tag fahre und teilweise Abends spät nach Hause komme habe ich in der Zeit die Klappe ein wenig geschlossen.

Remus im Vergleich: Indian Scout vs. Harley-Davidson Forty-Eight

Die Indian Scout und die Harley-Davidson Forty-Eight sind zwei Motorräder, die unterschiedliche Philosophien verkörpern. Während die Harley Forty-Eight auf Tradition und Emotion setzt, bietet die Indian Scout moderne Technik und Fahrbarkeit.

Die Harley Forty-Eight schüttelt sich, lebt, vibriert, arbeitet fühl- und hörbar. Und das schon im Stand. Auf der Indian Scout gelingen Gangwechsel einfacher. Die Indian Scout müht sich noch redlich, die Harley-Davodson Forty-Eight schwingt schnell die weiße Fahne.

Fahrgefühl und Motorcharakteristik

Auf der Harley Forty-Eight ist mehr Arbeit angesagt. Pulsierender Fahrspaß unterhalb von 2000 Umdrehungen? Ohne die Harley. Sie bei 40 km/h im Dritten zu bewegen, ist wie der Ritt auf einem Presslufthammer. Der Milwaukee-Twin ist viel zu lang übersetzt. Also fleißig die Kupplung ziehen. Die Indian Scout geht sanft ans Gas. 1800/min genügen. Einfach den zweiten Gang einlegen, einen kurzen Gasstoß noch, und die Indian Scout tuckert vorwärts. 20 km/h stehen auf dem schicken Tacho.

Design und Verarbeitung

Die Harley-Davidson Forty-Eight polarisiert. Du magst sie, oder du lässt sie stehen. Punkt. Die Indian Scout ist optisch die eine für alle, begeistert mit tollem Finish. Bei der Farbgebung eher dezent, steht sie für eine piekfeine Verarbeitung.

Autobahnfahrt und Komfort

Auf der Bahn heißt die Devise: schnell Meter abreißen. Das ist mit den Ami-Cruisern kein Geschenk. Breite Brust im Wind, drückt es dich hart nach hinten. Du versuchst 140 km/h und gibst nach kurzer Zeit auf. Es sei denn dein Name ist Schwarzenegger. Auf der Indian Scout fehlt dieses Feedback. Wenn es drauf ankommt, schnupft sie die Harley-Davidson Forty-Eight gnadenlos auf.

Bremsen und Sicherheit

Sicher kommt die Harley-Davidson Forty-Eight zum Stehen. Auch wenn die Bremse nicht mit bester Dosierbarkeit punktet und hohe Handkräfte fordert, aufs ABS ist Verlass. Die Indian Scout regelt im ABS-Grenzbereich gröber, bietet aber den feineren Druckpunkt. Ohne kraftvolles Zupacken kommt aber auch sie nicht aus.

Preis und Fazit

Klar, die Indian Scout ist das bessere Motorrad, kostet mit 14.280 Euro (inkl. Remus-Auspuff) aber auch deutlich mehr als die Harley-Davidson Forty-Eight für 12.375 Euro. Die Harley ist anders, hemdsärmeliger. Sie lebt von ihrem Motor und ihrem Mythos.

MOTORRAD-Fazit:

  • Harley-Davidson Forty-Eight: Motor, Motor, Motor: Die Harley-Davidson Forty-Eight stellt klar den Antrieb in den Mittelpunkt. Der emotionalisiert, bebt, fordert heraus und begeistert auch irgendwie. Nur ist das Motorrad-Gesamtpaket stark auf Optik getrimmt, vernachlässigt die Funktion zu sehr.
  • Indian Scout: Die Indian Scout ist einfach das modernere Motorrad, was sich besonders beim Motor zeigt.

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