Aerodynamik und Allroad-Ausrichtungen sind zwei der großen Trends im Rennradmarkt, wodurch die Grenzen zwischen sportlichen Gravel- und komfortablen Rennrädern verschwimmen. Viele der Highend-Traumräder sind aerodynamisch optimiert und auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt.
High-End-Modelle im Fokus
Zu den auf den Race-Einsatz ausgerichteten Test-Modellen zählen das Bianchi Specialissima RC, das BH Ultralight, das Look 795 Blade RS Thunder und das Cervélo S5. Am anderen Pol der Ausrichtungs-Range ist das Falkenjagd Aristos R angesiedelt, dessen Rahmen aus Titan besteht und mit 8,48 Kilogramm das schwerste Rad im Test ist.
Preisliche Aspekte
Ein Nachteil von Traumrädern und Top-Modellen ist ihr hoher Preis. Die Inflation im Rennradmarkt war sehr hoch: Der Durchschnittspreis von Fahrrädern hat sich in den vergangenen vier Jahren im Mittel mehr als verdoppelt. Leider sind viele dieser „Traumräder“ für den Durchschnittsverdiener unerreichbar. In den kommenden Magazinen werden wir uns wieder vorrangig preis-leistungsstarken Modellen widmen.
Was macht die Marke Bianchi besonders?
Bianchi ist eine der erfolgreichsten Marken im Straßenrennsport. Der Schlüssel zum Erfolg ist nach eigenen Angaben der perfekte Rahmen, den Bianchi mit jedem neuen Rennrad anstrebt. Bianchi Rennräder gehören sowohl bei den Profis als auch bei den Hobby-Racern zu den beliebtesten Road Bikes. Die Erfahrung in der Entwicklung hat Bianchi seit über 100 Jahren.
Die Vielfalt der Bianchi Rennräder
Die Auswahl bei den Bianchi Fahrrädern ist breit. Bianchi hat sich nicht ausschließlich auf Rennräder spezialisiert. Zusätzlich bietet die Marke Bianchi noch weitere Bikes an. Unter anderem Mountainbikes, City Bikes, Trekkingräder oder E-Bikes. Auch im Bekleidungsbereich ist Bianchi zu finden.
Rennräder für jeden Einsatzzweck
Wirklich jeder Einsatzzweck wird durch ein Rad von Bianchi abgedeckt. Von Langstrecke über absolute Rennperformance bis hin zu speziellen Damen-Rennrädern und Cyclocross-Bikes ist im Bianchi Rennstall wirklich alles vorhanden, was ordentlich Geschwindigkeit hat und gut auf der Straße liegt. Vor allem im High-End-Bereich spielt das italienische Traditionsunternehmen seine Stärken aus.
Carbonrahmen für eine effiziente Kraftübertragung und ein hervorragendes Steifigkeit-/Gewichtsverhältnis zeichnen die Racing-Rennräder aus, die auch unter härtesten Bedingungen ihre Fahrer zum Sieg führen können. Dazu zählt neben dem Top-Modell Bianchi Oltre XR2 auch das Sempre Pro, dass noch eine Spur vielseitiger und komfortabler daherkommt.
Bianchi Rennräder speziell für Frauen
Für weibliche Rennradfans geht Bianchi keine Kompromisse ein. Spezielle Anpassungen an den etablierten Langstrecken-Rädern Intenso und Via Nirone erfüllen die besonderen Bedürfnisse des weiblichen Körpers und machen die Bianchi Rennräder der Dama Bianca zum perfekten Utensil für die Damenwelt. Auch an der Ausstattung wird hier nicht gespart: Die Shimano Schaltungen haben sich über Jahre hinweg als zuverlässige und hochfunktionale Gruppen erwiesen, und die hochwertigen Rahmen aus Aluminium und Carbon bieten hervorragende Steifigkeitswerte und genügend Komfort auch auf längeren Ausfahrten.
Besonderheiten der Bianchi Rennräder
Das Cyclocross-Sortiment der Italiener ist zwar übersichtlich, aber dafür umso leistungsstärker. Die Modelle Zurigo und Zolder sind mit hochwertigen Rahmen und robusten Komponenten bestens darauf vorbereitet, sich durch schlammige Waldpfade und mit Hindernissen bestückte Anstiege zu wühlen, und dabei stets maximalen Vorschub zu gewährleisten. Bei der Schaltung vertraut Bianchi bei den speziellen Rennrädern auf die beiden großen Konkurrenten SRAM und Shimano, bei den Bremsen auf hydraulische Scheibenbremsen von Avid und Shimano. Der Fokus auf leichtgewichtige, aber widerstandsfähige Teile erlaubt den Bianchi Rennrädern für den Offroad-Bereich auch auf ruppigen Strecken eine hohe Zuverlässigkeit bei maximaler Kontrolle.
News und Trends bei Bianchi
Bianchi ist eine feste Größe im Straßenrennsport und kann auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Es ist also nicht verwunderlich, dass es im Hause Bianchi für das Modelljahr 2022 einige Neuheiten gibt. Rennrad Fans dürfen sich auf Neuheiten freuen im Bereich Endurance Racing, Rennrad Racing, Rennrad Cyclocross und auf ein neues Dama Bianca Rennrad für Damenwelt. Einige der neuen Modelle stellen wir euch nachfolgend vor.
Das Bianchi Impulso Pro 2022
Das Bianchi Impulso Pro 2022 ist ein Gravel Bike mit leichtem Carbonrahmen, mittlere Bereifung und agressive Geometrie. Für die Geometrie des neuen Gravel Bikes wählen die Italiener einen aggressiven Ansatz, der dem Race-Anspruch gerecht wird. Ein kurzes Steuerrohr und ein sportlicher Stack-to-Reach Wert versprechen eine Sitzposition mit viel Gewicht auf dem Vorderrad. Bianchi bietet das Impulso Pro zunächst nur in einer Ausstattungsvariante mit Shimano GRX RX-600 1×11 Gruppe an. Bei der Übersetzung entscheiden sich die Italiener für die Kombi 40 Zähne vorne zu 11- 42 hinten. Mit zur Gruppe gehören auch Shimano GRX RX-400 Disc-Bremsen, die mit 160 mm Scheiben vorne wie hinten versehen sind.
Das Bianchi Oltre XR4
Das Bianchi Oltre XR4 ist Bianchis Spitzenprodukt im Bereich der aerodynamischen Rennräder. Sowohl der F1 Motorsport als auch die Erkenntnisse der modernen Luftfahrttechnik wurden ausgewertet und die Grundsätze auf den Radrennsport übertragen. So ist es Bianchi mit dem Oltre XR4 Disc gelungen, Einsparung von weiteren 20 Watt im Vergleich zu vorherigen XR Modellen zu erreichen. Die Geometrie des Oltre XR4 kann als aggressive Race-Geometrie mit geringem Gewicht und extrem aerodynamischen Elementen beschrieben werden. Zudem hat Bianchi auch das Oltre XR4 mit der einzigartigen Countervail® Vibration (CV) Absorbierungs-Technologie ausgestattet. Bianchi CV unterdrückt 80% der Vibrationen, zerstreut diese und erhöht gleichzeitig die Steifigkeit und Festigkeit unserer Carbon-Rahmen und -Gabeln. Die Vorteile für den Fahrer sind mehr Kontrolle, weniger Muskelermüdung und mehr Energie. Selbstverständlich sind Anregungen und Testergebnisse des Bianchi World Tour Teams - Jumbo - Visma in die Entwicklung eingeflossen. Das Oltre XR4 ist dadurch noch schneller geworden.
Das Bianchi Specialissima
Das Bianchi Specialissima steht an der Spitze der Bianchi Allrounder-Kategorie für den Straßenrennsport und bietet dir Kletterspaß, aber mit verbesserter Aero-Performance. Das Besondere an dem Specialissima ist die Steifigkeit, die man bei so einem leichten Bike nur selten findet. Der Bianchi Specialissima Carbon-Scheibenrahmen wiegt nämlich gerade einmal 750 g, was die World-Tour-Fahrer einfach lieben. Natürlich kommt auch das Specialissima mit dem Vibrationsunterdrückungssystem (CV= Countervail Technologie) daher. Vibrationen sorgen beim Fahren durch den gewünschten leichten Rahmen oftmals für ein nervöses Handling. Die CV- Technologie verstärkt das Fahrgefühl, denn es gleicht Unebenheiten aus und verbessert die Kontrolle beim Bergabfahren. Kurz gesagt: Das Specialissima ist eine aggressive Rennmaschine mit epischer Kletterleistung und macht sich die Kraft des Leichtgewichts zunutze.
Die Geschichte von Bianchi
Die Geschichte eines der ältesten und prestigeträchtigsten Fahrradherstellers beginnt bereits 1885. In diesem Jahr eröffnete der Italiener Edoardo Bianchi mit gerade einmal 20 Jahren seinen ersten Fahrradladen. Zunächst reparierte er die Bikes nur, später stellte er sie auch selber her. Schon nach kurzer Zeit fuhren die ersten Profi-Rennsportler auf Bianchis Rennrädern zum Sieg, wie zum Beispiel Gian Ferdinando Tomaselli beim Grand Prix de Paris im Jahr 1899.
Bianchi und der Rennsport
Vom Ruhm beflügelt dominierte Bianchi einige Zeit später auch den Radsport. Bereits 1905 gründete der Traditionshersteller sein eigenes Radsportteam, das bis 1966 bestand. Darunter befand sich auch die Legende Fausto Coppi, der zum wohl bekanntesten Markengesicht des italienischen Radsports wurde.
Die Farbe Celeste: Das Markenzeichen von Bianchi
Ein Bianchi-Rennrad fällt ins Auge, wenn man es sieht. Und das liegt nicht zuletzt an der einzigartigen Farbe des Rahmens namens Celeste. Der blaugrüne Farbton ist das Markenzeichen der Räder aus Italien - und das schon seit vielen Jahrzehnten. Für viele Radsportler versinnbildlich die Färbung Tradition, Leidenschaft und Erfolg. Celeste und Bianchi sind so untrennbar miteinander verbunden wie Rot und Ferrari.
Bianchi Oltre Comp im Test
Das Oltre von Bianchi zählt optisch zu den spektakulärsten Rennrädern auf dem Markt. Die spitze Nase am Steuerrohr, die flächige Abrisskante am Hinterbau oder die integrierten Luftleitbleche an den Gabelscheiden schaffen ein Alleinstellungsmerkmal und assoziieren das Italo-Bike mit einem Formel-1-Boliden.
Optimierungspotenzial beim Bianchi Oltre Comp
Für das Testrad hat die vollmundige Ankündigung jedoch keine Gültigkeit. Vielmehr sind die 218 Watt, die der Renner zur Überwindung des eigenen Luftwiderstands bei 45 km/h benötigt, für ein aerodynamisch optimiertes Rennrad eher enttäuschend. Zum schnellsten Rad in dieser ersten Episode unseres großen Vergleichstests, dem Canyon Aeroad, klafft eine Lücke von mehr als zehn Watt. Mit schnelleren Laufrädern holt das Oltre Comp auf, fährt dem Gros der Konkurrenz aber weiter hinterher und schneidet nur drei Watt besser ab als das betont leichte Bianchi Specialissima.
Sportliche Geometrie, ruhiges Lenkverhalten
Pluspunkte sammelt das Bianchi mit seinem unaufgeregten Lenkverhalten, der stoische Geradeauslauf erinnert bisweilen an ein Marathonrad. Die Geometrie hingegen ist betont sportlich ausgelegt; der Rahmen fällt vergleichsweise lang aus und streckt die Sitzposition. Das Rad fährt sich relativ hart, mit maximal 30 Millimeter breiten Reifen lässt sich der Federkomfort auch nur in engen Grenzen verbessern. Wir würden dennoch zu etwas breiteren und auch höherwertigen Pneus raten.
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