Rennradfahren: Gesundheitliche Vorteile und Tipps für ein optimales Fahrerlebnis

Was gibt es Schöneres, als sich nur mit der eigenen Muskelkraft durch die Natur zu bewegen? Keine andere Bike-Variante rollt so flüssig über den Asphalt wie das Rennrad und bietet dem Fahrer ein beinahe schwebendes Fahrgefühl. Die aerodynamische und federleichte Konstruktion ermöglicht in Verbindung mit der perfekten Haltung extrem hohe Geschwindigkeiten. Ob ambitionierter Rennrad-Freak oder Hobby-Biker - das Rennrad ist beliebt wie eh und je.

10 Gründe für den Kauf eines Rennrads

  1. Im Geschwindigkeitsrausch: Einer der Hauptgründe für den Kauf eines Rennrads sind wohl die hohen Geschwindigkeiten, die sich auf dem schmalen Drahtesel erreichen lassen. Mit seinen schmalen Reifen und einem Gewicht von sieben bis maximal zehn Kilogramm sind auf gerader Strecke Spitzen von bis zu 60 km/h möglich - Bergab sing sogar Geschwindigkeiten von knapp 100 Km/h möglich.
  2. Fitness-Training: Neben dem hohen Spaßfaktor ist das Rennradfahren bestens geeignet, um das Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Der große Vorteil: Wer mit dem Bike unterwegs ist, konzentriert sich voll aufs Fahren. Dass man ganz nebenbei noch seine Fitness trainiert und etwas für seine Gesundheit tut, ist eher ein willkommener Nebeneffekt.
  3. Kalorienkiller: Überschüssigen Fettpolstern geht es auf dem Speed Bike an den Kragen. Der Tritt in die Pedale ist ein echter Kalorienkiller und zudem wesentlich gelenkschonender als andere Fitness- oder Ausdauersportarten wie beispielsweise Joggen. Wichtig ist hier jedoch, Belastung und Intensität richtig zu dosieren, damit man nicht ins Übertraining gerät.
  4. Fahrspaß in Kurven: So richtig kann das Rennrad seine Vorzüge erst auf kurvigen Strecken wie etwa Serpentinen ausspielen. Wenn auch noch der Belag mitspielt und nicht zu grob ist, ist es eine wahre Wonne sich in die Kurven zu legen und den Fahrtwind im Gesicht zu spüren. Wer den Temporausch auf dem Bike liebt, sollte jedoch eines nicht vergessen: Die Sicherheit. Ein Helm darf nicht fehlen.
  5. Unabhängigkeit: Egal ob man mit dem Auto, Bus oder Zug unterwegs ist: immer wenn die Zeit drängt, scheinen sich Staus, Ausfälle oder Verspätungen zu häufen. Wer mit dem Bike auf Tour ist, lächelt über derartige Probleme. Wer sein Rennrad gut beherrscht, ist vor allem im Stadtverkehr flink wie ein Wiesel und schont dabei auch noch die Umwelt.
  6. Purismus: Ein Sympathie-Grund spricht besonders für ein Speed Bike: der Verzicht auf Schnickschnack jeglicher Art. Federgabeln, Lichtanlage, Schutzbleche - all das ist dem Handling doch eigentlich nur im Weg. Im Gegensatz zu Mountainbike, BMX und Co. repräsentiert das Rennrad den Drahtesel in seiner urigsten Form.
  7. Stressabbau: Der Job stresst, der Alltag nervt? Dann wird es Zeit, mal wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Ab aufs Rennrad und kräftig in die Pedalen getreten. Spätestens wenn das leise Surren der Reifen in den Ohren klingt, verfliegen die quälenden Gedanken wie von selbst.
  8. Zeitersparnis: Ebenfalls ein Vorzug des Rennrads: Es lassen sich weite Strecken in verhältnismäßig kurzer Zeit überwinden. Mit einer gewissen Grundausdauer sind auch Städtetrips drin - einfach mal das Auto stehen lassen und eine ganz andere Art des Reisens kennenlernen. Zugleich werden Fitness und Gesundheit gestärkt.
  9. Langfristige Fitness: Ob Fußball, Basketball oder Leichtathletik - wer bei diesen Sportarten in die „ruhigeren“ Jahre kommt, zählt schnell zum alten Eisen. Nicht so beim Rennradfahren: Auch als rüstiger Rentner kann man sich noch beherzt in den Sattelschwingen und echte Leistung bringen. Eine ordentliche Portion Ausdauer verschwindet mit dem Alter nämlich nicht.
  10. Freiheit: Morgengrauen - 6 Uhr in der Früh: Während noch alles schläft, nimmst du dein Speed Bike und trittst in die Pedale - Ziel unbekannt. Wer sich einmal völlig allein mit dem Rennrad auf den Weg gemacht hat, wird dieses Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit nicht mehr missen wollen. Mit einem Rennrad genießt du die Freiheit in vollen Zügen und betätigst dich sportlich auf hohem Niveau. Schon nach einigen Wochen auf dem Speed Bike wirst du ausdauer- und gewichtstechnisch erste Erfolge verbuchen und mit viel Spaß weitere Touren bestreiten.

Rennradfahren: Ein gesunder Sport

Das sportliche Fahrradfahren boomt im Windschatten der Pandemie. Rennradfahren gilt als gesundes, naturnahes, abenteuerreiches und effektives Training - und lässt sich sowohl allein als auch in Gruppen machen. Fahrradfahren allgemein gilt als gesunde Form der Bewegung: Bei geringer Belastung der Gelenke lässt sich das Herz-Kreislaufsystem sehr gut trainieren, die Lungenfunktion verbessert sich, Menschen können ihre Muskulatur fördern und Übergewicht vorbeugen.

Allerdings ist die runde Haltung für einen gesunden Rücken normalerweise auch nicht schädlich“, ordnet Petersen ein. Wer mit dem Rennradfahren noch keine Erfahrung habe, werde sich zunächst an diese Haltung gewöhnen müssen. Rennradfahren ist allerdings auch eine gefährliche Sportart. Faktoren sind die hohe Geschwindigkeit der Sportler, das oft schwierige Beherrschen der Technik auf ungeeignetem Untergrund, aber auch die riskante Position dieser kaum geschützten Sportler im Straßenverkehr.

Typische Verletzungen und Beschwerden

  • Schürfwunden und Prellungen
  • Schlüsselbeinbrüche und Frakturen im Schultereckgelenk
  • „Patellofemorale Schmerzsyndrom“ an der Kniescheibe

Wenn der Tritt nicht gerade nach unten geht, sondern die Bewegung nach außen verläuft, drohen Abnutzungserscheinungen im Knie. Übliche Verletzungen bei Radsportlern sind sehr schmerzhafte Schürfwunden, Prellungen, darüber hinaus Schlüsselbeinbrüche und Frakturen im Schultereckgelenk, so zeigen es Studien.

5 Tipps für das effektive Rennrad-Training

  1. Langsam fahren kommt vom Schnellfahren: „Die älteste Weisheit im Radsport“, sagt Sportwissenschaftler Sebastian Klaus (Komsport in Köln). „Beim Rennradfahren brauchen wir möglichst viele Basiskilometer, die wir beim ruhigen Fahren sammeln.“
  2. Training soll immer Spaß machen: „Nicht zum Trainieren zwingen, sondern immer nach dem Spaßgefühl im Training suchen“, sagt Sebastian Klaus. Wer auf diese Weise trainiert, behalte langfristig die Motivation.
  3. Lerne, auf deinen Körper zu hören: „Werte wie Herzfrequenz und Puls sind wichtig, aber wir sollten nicht sklavisch danach fahren“, sagt Klaus. Vielmehr können gerade Anfänger, gestützt auf diese Werte, ihr Körpergefühl richtig einschätzen lernen - und das Training in Einklang bringen mit dem eigenen Befinden und messbaren Trainingszonen.
  4. Mit Erfahrenen in der Gruppe: „Es bringt sehr viel, erfahrene Rennradfahrer in der Gruppe zu beobachten und sich mit ihnen zu unterhalten“, sagt Sebastian Klaus: Sehen, wie Routiniers bergab fahren, Tipps fürs Training einsammeln, den Windschatten nutzen - geht alles in der Gruppe.
  5. Qualität vor Quantität: Wer nicht allzu viel Zeit fürs Training hat, sollte diese vielseitig nutzen. „Hier geht es um Intervalltraining, aber auch um andere Sportarten wie Krafttraining, Yoga oder Rudern“, sagt Sebastian Klaus. Also: Nicht stumpf trainieren, sondern flexibel.

Die richtige Ausrüstung

Um richtig Spaß zu haben und unnötige Beschwerden zu vermeiden, empfehle ich immer die Geometrie-Beratung bei Experten“, sagt Personal Trainer Jörg Gerstmann. Oft sind es tatsächlich nur Millimeter, die mehr Speed ermöglichen und Handgelenkschmerzen verhindern. „Letztlich geht es darum, die Mechanik zu optimieren und Ermüdungseffekte zu bremsen“, erklärt Spotwissenschaftler Sebastian Klaus vom Bikefitting-Unternehmen Komsport in Köln.

Wer am Rennrad eine ideale Kombination der entscheidenden Komponenten sucht, wird einen ordentlichen Preis bezahlen müssen - sehr gute Rennräder kosten schnell weit mehr als 3.000 Euro. Standardmäßig haben Rennräder zweimal elf Gänge, weniger bedeutet dauerhaft auch weniger Variabilität beim Fahrstil.

Bei den Bremsen empfehlen sich für Anfänger eher Scheibenbremsen, die bei schlechtem Wetter berechenbar funktionieren - da haben sie gegenüber den leichteren Felgenbremsen Vorteile. Gut rollende und robuste Felgen, pannensichere und schnelle Reifen erhöhen die Freude am Hobby massiv.

Drei Dinge, die beim Rennradfahren einfach dazugehören

  1. Krafttraining entscheidet: Gute Rennradfahrer legen Wert darauf, dass Oberkörper und Rumpf in Schuss sind. „Ausgleichsübungen und Kräftigung gehören das ganze Jahr über dazu“, sagt Sportwissenschaftler Jörg Gerstmann. Die Rückenmuskulatur ist beim Rennradfahren sehr wichtig.
  2. Grüßen Sie!: Wenn Ihnen auf der Straße andere Rennradfahrer entgegenkommen, sollten Sie ein Zeichen der Verbundenheit an Ihre Mitmenschen senden. Grüßen Sie mit einer Hand, einem Nicken oder einem freundlichen Wort.
  3. Flaschen am Rahmen: Rennräder bieten am Rahmen Platz für Flaschenhalter - und der ist wichtig. „Die Flüssigkeitszufuhr ist bei jeder Einheit wichtig - außerdem kann eine Tour mit Pannen auch unerwartet lang werden“, sagt Jörg Gerstmann.

Sicherheit geht vor

Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte auch als Rennradfahrer die Verkehrsregeln nicht nur kennen, sondern beachten. Am Lenker sieht die Straßen-Verkehrs-Zulassungs-Ordnung eine Klingel vor, ein Licht muss nur bei Dunkelheit angebracht sein. Wer also allein oder in kleinen Gruppen fährt, sollte schon für den eigenen Schutz auf diese Vorgaben achten.

Übrigens gilt dann beim Überfahren von Kreuzungen auch für die hintersten Fahrer das grüne Signal einer Ampel, selbst wenn diese während der Durchfahrt der Gruppe auf „Rot“ umspringt. Wer auf das Sportgerät will, sollte nichts überstürzen. „Die ersten Touren sollten 20, vielleicht 30 Kilometer lang sein und dürfen gern im Biergarten enden“, sagt der Münchner Sportwissenschaftler Gerstmann.

„Gerade Älteren würde ich im Voraus jedoch raten, ihr Herz-Kreislauf-System checken zu lassen“, sagt Gerstmann. Eine solche Belastungsanalyse lässt sich entweder beim Arzt, in Fitnessstudios oder bei einem Trainingsdiagnostiker machen.

Rennradfahren als Therapie

Für Betroffene von dauerhaften Atemwegserkrankungen kann moderates Radfahren eine wichtige Therapie-Ergänzung sein. So empfehlen Mediziner:innen bei chronischer Bronchitis ein mäßiges Ausdauertraining zu Fuß oder per Rad, ohne Steigungen bei geringer bis mäßiger Belastung. Auch für Asthma-Patient:innen wird Radfahren als Ausdauersportart mit gleichmäßiger Belastung empfohlen, um die Gefahr von Asthma-Anfällen, die bei körperlicher Anstrengung auftreten, zu reduzieren.

Die richtige Sitzposition

Entgegen dem ersten Eindruck, dass gebückt schlecht sei, sollte eine aufrechte Haltung nicht angestrebt werden, da in dieser Haltung die Muskulatur zu entspannt ist. Beim Rennrad ist vor allem die Rahmengröße nicht zu vernachlässigen. Hier sollte man sich am besten im Fachhandel kundig machen, welche Rahmengröße individuell zu einem am besten passt. Den nur mit der richtigen Rahmengröße kann anschließend auch eine ergonomisch gesunde und aerodynamische Sitzposition erreicht werden, weshalb sie auf keinen Fall vernachlässigt werden sollte.

Die richtige Kleidung

Zusätzlich zum Helm kommt es auch auf die richtige Kleidung an. Hier bietet es sich an, eng anliegende Kleidung aus speziellen Funktionsmaterialien zu tragen. Diese Kleidung ist oft leicht, atmungsaktiv und hilft dabei, Schweiß von der Haut wegzuleiten. Ein aerodynamisches Design reduziert den Luftwiderstand und ermöglicht eine effizientere Fahrt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Auswahl der Kleidung auch vom eigenen persönlichen Komfort und den Wetterbedingungen abhängt. Zudem sollten reflektierende Elemente und helle Farben in der Kleidung verwendet werden, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen und die Sicherheit zu gewährleisten.

Alternativen

Für Einsteiger und eher schonende Fahrten bietet sich ein Gravelbike an“, sagt Personal Coach Jörg Gerstmann. Diese Räder bieten meist eine entspanntere Sitzposition, die Reifen sind dicker und so besser geeignet, um Erschütterungen zu „schlucken“.

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