Fahrradcomputer Test Vergleich: Garmin, Sigma & Wahoo

Fest steht, dass das Navigieren in Zeiten von GPS-Geräten, Smartphone-Apps und Plattformen wie Komoot ein Kinderspiel geworden ist. In wenigen Minuten fordert das Navi mit einem "Los!" zum Start ins Abenteuer. Dafür ist nur durchschnittliche "Tecki-Kompetenz" erforderlich. Kein Wunder, dass das GPS-Gerät weiterhin trotz Handy-Navigation weit vorn in der Gunst vieler Tourenfans ist.

Wer auf dem Rad entlang sonniger Küsten unterwegs ist, mit dem Mountainbike die besten alpinen Trails ausprobiert oder mit dem E-Bike durch die Wälder radelt, weiß, wie wichtig zuverlässige Navigation und genaue Daten sind. Moderne Fahrradcomputer helfen nicht nur bei der Routenplanung mit Tools wie Komoot, sondern zeichnen auch Höhenmeter, Trittfrequenz und Fahrtzeit präzise auf.

In unserem aktuellen Fahrradcomputer-Test stellen wir die besten Modelle vor, darunter Klassiker wie den Garmin Edge, den Sigma Rox oder den Wahoo Elemnt. Mit großem Display, Bluetooth-Konnektivität und langer Akkulaufzeit werden sie zum idealen Begleiter für lange Touren, sportliche Abenteuer oder entspannte Radtouren durchs Grüne.

Übersicht: Das sind die GPS-Geräte im Test (2024)

Um die hier vertretenen sechs GPS-Bike-Navis in zwei Preisklassen zu testen, wurden von sämtlichen Geräten die technischen Daten erhoben, ein Grund-Setup mit mehreren Benutzerprofilen, gekoppelten Sensoren und bevorzugtem Streckencharakter eingerichtet. Sowohl per App, per PC als auch am Gerät selbst - so möglich. Zudem prüften wir bei allen Geräten, wie sie eine identische Strecke aufzeichnen und erfassen, auf ein Verlassen der Strecke reagieren und wie gut sie zum Navigieren an ein gewünschtes Ziel taugen.

Garmin Edge 130 Plus

Superleicht, supersimpel: der Edge 130 Plus ist ein günstiger Einstieg in die Garmin-Welt.

  • Akkulaufzeit: 12 Stunden
  • Gewicht: 32 g

Der Garmin Edge 130 Plus ist ein kompaktes und robustes Gerät im unteren Preissegment, das jedoch keine vollwertige Navigation bietet, da es weder Karten noch Weggabelungen anzeigt. Auf dem gut ablesbaren Display können importierte Touren nachgefahren und Abbiegehinweise über die App übertragen werden, wobei die Bedienung intuitiv ist. Mit einer Akkulaufzeit von etwa zehn Stunden ist es ausreichend für normale Touren, muss jedoch häufig aufgeladen werden. Funktionen wie Herzfrequenz- und Trittfrequenzmessung, Climb-Pro für Anstiege, MTB-Metriken und -Sturzerkennung sind ebenfalls integriert, allerdings fehlen spezielle E-Bike-Funktionen.

Fazit zum Garmin Edge 530 Plus: Wer vor allem Wert auf eingängige Bedienung legt, sollte einen Blick auf den leichten Edge 130 Plus werfen. Das Monochrom-Display ist top ablesbar, eine Kartendarstellung gibt es nicht. Note: Gut

Garmin Edge 540 (Solar)

Hohe Akkulaufzeit und die (optionale!) Solar-Option sind echte Argumente für den Garmin Edge 540.

  • Akkulaufzeit: 26 Stunden (32 Stunden)
  • Gewicht: 84 g

Der Edge 540 Solar von Garmin bietet Solar-Technologie für längere Akkulaufzeiten, jedoch wird diese Funktion bald nur noch im teureren Edge 840 Solar verfügbar sein. Ohne Solarzellen erreicht der 540 eine Akkulaufzeit von 22 Stunden, mit Solar wären es über 32 Stunden. Das Gerät bietet umfangreiche Navigationsfunktionen und Trainingsanalysen, hat aber eine komplexe Bedienung und eine überladene App, die die Einrichtung erschwert. Die Navigation ist präzise und E-Bikes lassen sich problemlos koppeln, während die Tastenbedienung als schwer erlernbar empfunden wird.

Fazit zum Garmin Edge 540: Die hohe Akku-Laufzeit, auch ohne Solarfunktion, ist ein starkes Kaufargument. Insgesamt ist der Garmin 540 ein top Navi und Trainingsbegleiter mit leichten Schwächen in der Bedienung. Note: Sehr gut

Sigma Rox 11.1 Evo 💰 Tipp Preis/Leistung 2024

Klein, aber oho: der Rox 11.1 Evo ist simpel zu bedienen und hat einen starken Akku. Preis-Leistungs-Tipp!

  • Akkulaufzeit: 18 Stunden
  • Gewicht: 54 g

Der Sigma Rox bietet günstige Navigation in einem kompakten Gehäuse und ist mit einer Startzeit von zehn Sekunden sehr schnell einsatzbereit. Trotz langer GPS-Suche bei unbekannten Positionen überzeugt er durch geringen Stromverbrauch und eine Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden. Das Display ist zwar klein, aber übersichtlich und gut ablesbar, die Bedienung dank klarer Menüstruktur und großen Druckknöpfen intuitiv und einfach. Die Navigation ist auf Pfeilnavigation beschränkt, aber die Konnektivität zu externen Sensoren, einschließlich E-MTB-Features, lässt kaum Wünsche offen.

Fazit zum Sigma Rox 11.1 Evo: Der kompakt gestaltete Rox 11.1 punktet mit simpler Bedienung, starkem Akku und umfangreicher Sensor-Konnektivität. Die Pfeil- statt Kartennavigation ist simpel, aber gut nutzbar. Note: Sehr gut (Tipp Preis/Leistung)

Sigma Rox 12.1 Evo 🏆 Testsieger 2024

Äußerst bedienerfreundlich und top Kartendarstellung: Der Rox 12.1 Evo ist unser Testsieger!

  • Akkulaufzeit: 14 Stunden
  • Gewicht: 109 g

Der Sigma Rox 12.1 Evo ist ein GPS-Navi mit Touchscreen und vielseitigen Routing-Funktionen für unter 400 Euro, das mit 109 g das schwerste Gerät im Test ist, aber immer noch akzeptable Startzeiten bietet. Es überzeugt durch umfangreiche Kompatibilität mit Sensoren und Sportprofilen, intuitive Bedienung und sehr gut ablesbares Display, obwohl es leicht spiegelt. Die Navigation ist einfach und die Funktion "Draw My Route" ein unterhaltsames Alleinstellungsmerkmal. Allerdings bietet der Akku mit 16 Stunden Laufzeit solide Leistung, erreicht aber nicht die Spitzenwerte anderer Modelle.

Fazit zum Sigma Rox 12.1 Evo: In Sachen Bedienfreundlichkeit hängt der Rox 12.1 Evo die Konkurrenz ab. Dank top Kartendarstellung gelingt das Navigieren kinderleicht, auch App, Display und Konnektivität überzeugen. Note: Sehr gut (Testsieger 2024)

Wahoo Elemnt Bolt V2 💰 Tipp Preis/Leistung 2024

Typisch Wahoo begeistert auch der Boalt V2 vor allem Trainings- und Datenfans.

  • Akkulaufzeit: 15 Stunden
  • Gewicht: 70 g

Die Wahoo-Navis sind wegen ihrer gut ablesbaren, matten Displays, einfachen Bedienung und hervorragenden Konnektivität zu Sensoren beliebt, erfordern jedoch ein Smartphone für bestimmte Funktionen. Für viele Nutzer, besonders die jüngere "Wahooligans"-Community, ist die Smartphone-Integration ein Kaufargument, da das Teilen und Vergleichen von Routen wichtig ist. Routen müssen über Drittanbieter-Software wie Komoot erstellt und in die Wahoo-App importiert werden, da Wahoo keine eigene Tourenplanungs-App anbietet. Die beiden Wahoo-Geräte haben ähnliche Leistungen, jedoch unterscheidet sich das kleinere Display des Bolt-Modells, das zwar gut zoombar ist, aber bei Kartenansichten oft Details schlecht zeigt.

Fazit zum Elemnt Bolt V2: Intuitive Bedienlogik, starke App und top Konnektivität zeichnen den Bolt aus. Bei der Tourenplanung muss man Kompromisse eingehen, dafür bietet der Bolt Kartennavigation zum fairen Preis. Note: Sehr gut (Tipp Preis/Leistung)

Wahoo Elemnt Roam V2

Der Elemnt Roam V2 kommt mit einer intuitiven Bedienung und top Konnektivität daher. Preis-Leistungs-Tipp!

  • Akkulaufzeit: 17 Stunden
  • Gewicht: 99 g

Der Wahoo Elemnt Roam bietet mit seiner Kommunikation zu sieben Satellitensystemen und einer Akkulaufzeit von 15 Stunden eine sehr stabile Signalverbindung, auch in abgelegenen oder stark bebauten Gebieten. Mit 32 GB Speicher und einem größeren Display erleichtert er die Navigation und Darstellung von Routen, bietet jedoch ebenso wie der Bolt keine eigene Routenplanungsfunktion. Der Roam bietet zusätzlich Funktionen wie zwei LED-Leisten, Gyroskop, Kompass und eine zuverlässige Erkennung von Anstiegen. Beide Geräte sind in Sachen Konnektivität führend, unterstützen elektronische Schaltungen und diverse Sensoren.

Fazit zum Elemnt Roam V2: Der Roam begeistert Wahoo-typisch vor allem Trainings- und Datenfans. Ist dank des im Vergleich zum Bolt größeren Displays und des starken GPS-Empfangs aber auch ein seriöser Navigator.

Fahrradcomputer: So funktioniert das Gadget

Ein Fahrradcomputer misst Daten wie Geschwindigkeit, Strecke, Fahrzeit und auf Wunsch auch Trittfrequenz oder Höhenmeter, entweder über einen Radmagnet-Sensor oder per GPS. Moderne Modelle erfassen die Position satellitengestützt, zeigen Routen auf einem Farbdisplay an und synchronisieren sich über Bluetooth oder ANT+ mit Apps wie Komoot oder Strava. Die Bedienung erfolgt meist über Tasten oder Touchscreen, gespeichert wird alles im Gerät oder per App.

Diese Arten von Radcomputern gibt es

Fahrradcomputer lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: einfache Geräte mit Basisfunktionen wie Geschwindigkeit, Fahrzeit und Strecke - oft kabelgebunden oder kabellos per Sensor - und moderne GPS-Fahrradcomputer mit Routenplanung, Kartenmaterial, Bluetooth, Trittfrequenzsensor-Anbindung und App-Synchronisation. Je nach Anspruch gibt es auch Hybridmodelle, mit Features aus beiden Kategorien.

Fahrradcomputer-Test: Das sind die 7 besten im Vergleich

Diese sieben Fahrradcomputer bieten für jeden Anspruch das passende Paket aus brillanten Displays, ausdauernden Akkus und verlässlicher Navigation.

  • Der „Vdo R3 WL STS“ ist ein robuster Fahrradcomputer, der ganz ohne GPS auskommt, aber bei Höhenmesser-Messung und Alltagstouren punktet.
  • Der „Sigma Prophete Fahrradcomputer 500“ ist ein klassischer Kandidat für alle, die einfache Daten lieben und auf GPS verzichten können.
  • Der „Garmin Edge Explore 2“ ist ideal für Entdecker:innen, die abseits bekannter Wege navigieren wollen.
  • Der „Bryton Rider S810“ ist ein voll ausgestatteter GPS-Fahrradcomputer mit großem Touchscreen und übersichtlicher Routenführung inklusive Abbiegehinweisen.
  • Der „Sigma Sport ROX 4.0“ ist ein GPS-Fahrradcomputer mit großem, gut ablesbarem Farbdisplay, barometrischem Höhenmesser und Abbiegehinweisen via Komoot.
  • Der „Garmin Edge 540“ zeigt, was es heißt, top ausgestattet zu sein - auch ohne Touchscreen.
  • Der „Wahoo Elemnt Bolt 2.0“ ist kompakt, aerodynamisch und leistungsstark.

Bewertung der Fahrradcomputer

Im Fahrradcomputer-Test haben wir Modelle aus verschiedenen Preisklassen anhand von passenden Kriterien verglichen: Neben technischen Daten spielten auch Lesbarkeit, Bedienung und die Alltagstauglichkeit eine Rolle. Die Bewertungen basieren auf Herstellerangaben, Testberichten und Nutzererfahrungen.

Unsere Testkriterien:

  • Display: Ein gut ablesbares, kontraststarkes Display ist essenziell bei hellem Sonnenschein oder in der Dämmerung. Auflösung, Hintergrundbeleuchtung und Blickwinkelstabilität fließen in die Bewertung ein.
  • Akkulaufzeit: Für mehrstündige Touren ist ein ausdauernder Akku unverzichtbar. Die Laufzeit wird im Vollmodus und im Energiesparbetrieb gemessen, um realistische Werte zu liefern.
  • Navigation: Turn-by-turn-Anweisungen, vorinstallierte Karten und GPX-Import sichern die Orientierung. Genauigkeit, Offline-Funktion und Nutzerführung spielen dabei eine zentrale Rolle.
  • Kompatibilität: Anschlüsse wie Bluetooth, ANT+ und USB-C sowie die Integration in Plattformen wie Strava, Komoot und Garmin Connect garantieren flexible Datenübertragung. Unterschiedliche Sensoren und Apps sollen sich schnell koppeln und synchronisieren lassen.
  • Handling: Eine intuitive Menüführung und zuverlässige Bedienbarkeit - egal ob per Touchscreen oder Tasten -, entscheiden über den Komfort am Lenker. Auch die Ergonomie der Halterung wird berücksichtigt.

Kaufberatung: Das sollten Sie beim Kauf eines Fahrradcomputers beachten

Wichtig ist vor allem, wofür Sie den Fahrradcomputer nutzen wollen: Für einfache Touren reicht ein Modell mit Basisfunktionen wie Geschwindigkeit, Fahrzeit und Tagesstrecke. Wer navigieren oder Trainingsdaten auswerten möchte, braucht ein Gerät mit GPS, Bluetooth und Komoot- oder Strava-Anbindung. Achten Sie außerdem auf Akkulaufzeit, Display-Ablesbarkeit und ob der Computer mit Ihrem E-Bike oder Trittfrequenzsensor kompatibel ist. Auch der Lieferumfang kann Unterschiede machen, bei manchen Geräten ist alles dabei, bei anderen muss Zubehör extra gekauft werden.

Zusätzlich sollten Sie Gewicht und Abmessungen im Blick behalten, besonders Rennradfahrer:innen profitieren von kompakten, leichten Modellen. Prüfen Sie auch, welche Montageoptionen (Lenker- oder Vorbauhalterung) angeboten werden, ob es Profile für mehrere Fahrräder gibt und wie häufig der Hersteller Karten- oder Firmware-Updates bereitstellt.

FAQ - Häufige Fragen zu Fahrradcomputern

Welcher Fahrradcomputer ist der beste?

Der beste Fahrradcomputer ist der, der zu Ihrem Fahrstil passt: Der Garmin Edge 540 überzeugt sportlich orientierte Nutzer:innen, während der Garmin Edge Explore 2 ideal für Navigation und Touren ist.

Welchen Radcomputer benutzen die Profis?

Viele Profis setzen auf Geräte wie den Garmin Edge 840 oder Wahoo Elemnt Bolt, weil sie präzise Trainingsdaten, Leistungsmessung und zuverlässige Navigation bieten, oft abgestimmt auf das genutzte Rennrad und die Teamstrategie.

Was ist der Unterschied zwischen Fahrradnavi und Fahrradcomputer?

Ein Fahrradnavi zeigt Karten und bietet meist Turn-by-Turn-Navigation, während ein klassischer Fahrradcomputer vor allem Basisdaten wie Geschwindigkeit, Fahrzeit und Trittfrequenz erfasst, einige Modelle kombinieren beides.

Wie sinnvoll ist ein Fahrradcomputer?

Ein Fahrradcomputer ist sinnvoll, wenn Sie Ihre Leistungsdaten im Blick behalten oder unterwegs zuverlässig Navigation und Streckenaufzeichnung nutzen möchten, egal ob beim Training, Pendeln oder auf langen Touren.

Wie genau sind GPS-Fahrradcomputer?

Moderne GPS-Fahrradcomputer sind meist sehr präzise, vor allem wenn sie mehrere Satellitensysteme wie GPS, GLONASS oder Galileo nutzen, Abweichungen von wenigen Metern sind im Alltag kaum spürbar.

Wie groß sind die Displays von Fahrradcomputern?

Die Displaygrößen variieren je nach Modell.

Die elektronischen Testkandidaten im Überblick

Die Fähigkeiten von GPS-Computern nehmen von Generation zu Generation immer schneller zu, sowohl bei der Hardware, wie auch bei der Software. Im Vergleich zu ihren jeweiligen Vorgängermodellen haben Garmin, Sigma und Wahoo deutlich zugelegt bei Akkuleistung und Speicherkapazität.

Wichtiger sind nach unserer Erfahrung die Begleitapps für die Installation auf dem Smartphone. Sie vereinfachen die Bedienung und Steuerung der handtellergroßen Computer wesentlich, beispielsweise beim Individualisieren der Datenfelder oder bei der Streckenplanung. Das gelingt auf den vielfach größeren Smartphone-Displays schneller und treffsicherer.

Sigmas jüngster Computer made in Germany (er wird bei einem Dienstleister bei München montiert) protzt weniger mit Leistung und Funktionsumfang, überzeugt jedoch, wie auch der Wahoo, mit intuitiver Bedienung. Seine Funktionstiefe ist bedienerfreundlich flach und mit wenig Übung leicht erlernbar. Und manch User schätzt Geräte, die zwar nicht die hipste Funktion wie voll vernetztes “Group-Riding” bieten, dafür jedoch leicht zu verstehen und zu handhaben sind.

Displays der GPS-Computer

Die Displays der Geräte messen etwa drei Zoll in der Diagonalen. Über das größte verfügt Sigma, über das schärfste nach Anzahl der Pixel Garmin; beide sind touchfähig und erlauben eine hybride Bedienung.

Wer hingegen das Wahoo-Display berührt, merkt schnell, dass nichts passiert. Auch bei der jüngsten Generation des Elemnt Roam bleibt der Hersteller der Fünf-Tasten-Bedienung treu. Vor allem Gravelbiker wissen es sehr zu schätzen, dass der Wahoo narrensicher und wetterunabhängig zu bedienen und das matte, wenig spiegelnde Display topablesbar ist.

Das sind die drei GPS-Computer

Garmin Edge 840: Der Alleskönner

Bedienung

Das Einrichten des Garmin dauert deutlich länger als bei den beiden Konkurrenten. Das liegt vor allem am stetig wachsenden Funktionsumfang mit immer mehr Kategorien und Auswahlmöglichkeiten. Hilfreich ist hier die Connect-App von Garmin auf dem Smartphone, mit der sich alle Garmin-Geräte koppeln lassen, nachdem eine persönliche Anmeldung stattgefunden hat. Ansonsten ist die eigentliche Prozedur selbsterklärend dank der begleitenden Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Display

Das GPS-Computer-Display hat die meisten Pixel pro Flächeneinheit und ist technisch gesehen das schärfste der drei Kandidaten. Wie beim Smartphone ist es touchfähig, die unterschiedlichen Seitenansichten lassen sich “scrollen” und “swipen”.

Akkuleistung / Ladedauer

Im Navimodus, gekoppelt mit einem Sensor und bei mittlerer Hintergrundbeleuchtung, hält der Garmin-Akku gute 25 Stunden, sein Solar-Kollege bei entsprechendem Sonnenstand sogar noch länger. Das Aufladen des leeren Akkus per USB-C-Kabel dauert zwei Stunden.

Speicherkapazität

Mit 32 Gigabyte ist der GPS-Computer wie beim Akku auch in dieser Disziplin Spitzenreiter der Konkurrenz und bietet Platz für Kartenmaterial für eine Weltumrundung und die dabei entstehenden Streckenaufzeichnungen.

Konnektivität / Funktionsumfang

Der GPS-Computer von Garmin bietet in puncto Vernetzung und Vielfalt mehr als jedes Konkurrenzprodukt: Per IQ-Sat sucht er sich im schnellen Multifrequenzband-Modus (GNSS) immer den oder die optimalen aller um die Erdkugel kreisenden Satelliten.

Routing / Kartendarstellung

Der Positionspfeil auf dem vorgezeichneten Pfad ist sehr klein und je nach Umgebungsstruktur in der Kartendarstellung wenig präsent. Dank schneller Satellitensuche funktioniert das Routing auf jedem Streckenformat ohne große Verzögerung; Abbiegehinweise erscheinen frühzeitig mit Abbiegepfeil und Texthinweis.

Halter

Der mitgelieferte Halter für die Montage vor dem Lenker oder auf dem Vorbau mit dem Quarter-Mount-Adapter kann auch Sigma-Computer aufnehmen, Wahoo-Geräte passen nicht drauf. Der Ausleger positioniert den Computer ausreichend weit vorne, sodass Platz bleibt für die Bedienung von Start- und Run-den-Knopf.

Fazit zum GPS-Computer von Garmin

Der Garmin hat den meisten Speicherplatz für Kartenmaterial und Strecken an Bord und protzt mit potentem Akku, der schnell geladen ist. Auch in den Kategorien Konnektivität und Funktionsvielfalt kann ihm kein Konkurrenzmodell das Wasser reichen, keiner bietet mehr Trainingsunterstützung.

Sigma ROX 12.1 Evo: Der einfache

Bedienung

Die Ersteinrichtung gelingt am schnellsten und einfachsten mithilfe der zuvor auf dem Smartphone installierten Ride-App. In diesem Set-up braucht es nach Auswahl der Landessprache und Scannen des im Display angezeigten QR-Codes lediglich drei Schritte, dann kann’s losgehen. Die Ride-App ist übersichtlich gestaltet, sodass selbst Einsteiger sich schnell mit den vielen Optionen wie Radtyp, Kartenverwaltung oder Koppelung von Sensoren zurechtfinden.

Display

Das Display ist mit drei Zoll das größte im Vergleich, die Hintergrundbeleuchtung ist einstellbar und sensorgesteuert, sie erscheint im Auto-Modus etwas heller als bei Garmin. Bei schräg stehender Sonne spiegelt das Display, die Ablesbarkeit ist jedoch kaum beeinträchtigt. Bei Bedarf lässt sich die Touchfunktion abschalten. Die Schriften, Piktogramme und Grafiken sind genügend groß; clever gelöst sind die Symbole in Kombination mit kleinen Piktogrammen zur Funktionseinstellung auf einen Blick. Das Display bietet genügend Platz für zehn Datenfelder, die sich individuell farblich anpassen lassen.

Akkuleistung / Ladedauer

Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Akkuleistung gering. Der Hersteller gibt 14 Stunden an; realistisch mit einem gekoppelten Sensor, maximaler Hintergrundbeleuchtung und aktivem Routing sind eher 12 Stunden. Das reicht natürlich für eine ausgedehnte Tagestour, jedoch fällt die Reserve vergleichsweise klein aus. Positiv: In zwei Stunden ist der Akku wieder voll.

Speicherkapazität

Die Speicherkapazität beträgt acht Gigabyte, Garmin und Wahoo bieten das Vierfache. Das reicht aus für die Sigma-eigene Europakarte und für weitere geplante Strecken, maximal 100 dürfen es sein. Sollte der Speicherplatz knapp werden, lassen sich nicht benötigte Kartenteile im Kartenmanagement direkt im GPS-Computer optimieren, sofern eine WLAN-Verbindung besteht.

Konnektivität / Funktionsumfang

Der Sigma kann Bluetooth, ANT+, WLAN und FE-C und ist damit gerüstet für die Kommunikation mit anderen Geräten und Software von Drittanbietern. Integrierbar sind die Komponenten-Gruppen SRAM eTap und Shimano Di2, mit deren Satelliten-Tasten sich ebenfalls Funktionen des 12.1 Evo steuern lassen. Andere Geräte wie beispielsweise Smarttrainer oder Radarabstandsmesser lassen sich ebenfalls koppeln.

Routing / Kartendarstellung

Insgesamt sind sieben verschiedene Navigations- und Routingoptionen im Angebot: Dank der übersichtlichen Kartenverwaltung sind alle Routen, ob am Gerät selbst geplant oder als Download von Komoot, sehr einfach zu handhaben. Im Vergleich zu Garmin und Wahoo funktioniert die Navigation auf ein Ziel einfach wie beim Auto-Navi per Adresseingabe - ohne Ha...

Vergleichstabelle ausgewählter Fahrradcomputer

Modell Akkulaufzeit Gewicht Navigation Konnektivität Besonderheiten
Garmin Edge 130 Plus 12 Stunden 32 g Abbiegehinweise über App ANT+, Bluetooth Kompakt, robust
Garmin Edge 540 (Solar) 26 Stunden (32 Stunden mit Solar) 84 g Umfangreiche Navigationsfunktionen ANT+, Bluetooth, WLAN Solar-Technologie, Trainingsanalysen
Sigma Rox 11.1 Evo 18 Stunden 54 g Pfeilnavigation ANT+, Bluetooth Kompakt, einfache Bedienung
Sigma Rox 12.1 Evo 14 Stunden 109 g Touchscreen, vielseitige Routing-Funktionen ANT+, Bluetooth, WLAN Bedienerfreundlich, top Kartendarstellung
Wahoo Elemnt Bolt V2 15 Stunden 70 g Kartennavigation ANT+, Bluetooth Intuitive Bedienlogik, starke App
Wahoo Elemnt Roam V2 17 Stunden 99 g Stabile Signalverbindung ANT+, Bluetooth Größeres Display, starker GPS-Empfang

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