Wenn es nötig ist, an Ihrem Fahrrad die Shimano Kurbel auszutauschen oder Sie evtl. an das Innenlager gelangen möchten, und dafür vorab die vorhandene Kurbel demontieren müssen, können Sie sich mit einem passenden Fahrrad-Spezialwerkzeug eine große Erleichterung verschaffen: Ein Kurbelabzieher erleichtert diese kraftaufwändige Arbeit ungemein und kostet in der Anschaffung lediglich wenige Euro.
Somit macht sich diese Investition schnell bezahlt; vor allem, da Sie den Kurbelabzieher nicht nur einmal nutzen, sondern auch in Zukunft für weitere Reparaturen bzw. Wenn Sie die Kurbel an Ihrem Fahrrad austauschen oder zum Beispiel an das Innenlager gelangen möchten, müssen Sie zunächst die vorhandene Kurbel demontieren.
Mit dem passenden Spezialwerkzeug, einem Kurbelabzieher, können Sie sich diese kraftaufwändige Arbeit deutlich erleichtern. Dieses Werkzeug kostet nur wenige Euro und macht sich deshalb schnell bezahlt.
Benötigte Werkzeuge
Für die Demontage einer Fahrradkurbel benötigen Sie neben dem Kurbelabzieher noch einen Schraubendreher, einen Innensechskantschlüssel und einen passenden Steckschlüssel mit Nuss (SW14).
- Schraubendreher
- Innensechskantschlüssel
- Steckschlüssel mit Nuss (SW14)
- Kurbelabzieher
Demontage einer Shimano Kurbel
- Als erstes mit dem Schraubendreher die Staubschutzklappe aus der Shimano-Kurbel hebeln.
- Jetzt schrauben Sie fest im Uhrzeigersinn das Außengewinde des Kurbelabziehers in das Innengewinde der Kurbel. Prüfen Sie zunächst, ob das Gewinde auch sauber und unbeschädigt ist.
- Mit dem passenden Schlüssel wird nun die Innensechskantschraube am Kurbelabzieher rechts rum in das Lager gedreht.
- Dabei stößt diese dann an der Innenlagerwelle an und Sie können die Shimano Kurbel herausdrücken und abnehmen. Diese stößt dann an der Innenlagerwelle an, so wird die Kurbel herausgedrückt und kann abgenommen werden.
Bei einem Kurbelabzieher handelt es sich um ein Spezialwerkzeug zur Demontage von Fahrradkurbeln von Shimano und besteht aus 2 beweglichen Teilen. Der eine Teil des Kurbelabziehers wird in das Kurbelgewinde gedreht (Step 3) - so wird der Abzieher fest mit der Kurbel verbunden. Um den Abzieher fest mit der Kurbel zu verbinden, wird der eine Teil des Abziehers in das Kurbelgewinde gedreht (Schritt 3).
Demontage einer SRAM Kurbel
Die momentan bekanntesten Kurbeln der amerikanischen Firma SRAM sind die SRAM Force für Rennräder - eine hochwertige Kurbelgarnitur aus Karbon gefertigt - und die Kurbelgarnitur SRAM Rival, die aus Aluminium hergestellt wird und daher etwas günstiger ist.
Im Gegensatz zu den alten Kurbelgarnituren von SRAM verfügen die neueren Modelle der SRAM Kurbeln zum Demontieren einen integrierten Kurbelabzieher. Um die SRAM Kurbel abziehen zu können, stecken Sie einfach nur das kurze Ende von einem Innensechskant der Größe 8 in die Kurbelschraube und drehen diese Kurbelschraube entgegen dem Uhrzeigersinn nach links heraus, während Sie mit der anderen Hand den Kurbelarm festhalten.
Da Sie zum Abziehen der Kurbel viel Kraft brauchen, empfehlen wir Ihnen, auf das lange Ende von dem Innensechskant noch zusätzlich ein langes Rohr zu stecken, damit Sie eine größere Hebelwirkung erhalten.
Um auch die Kurbel auf der Kettenblattseite demontieren zu können, wenn Sie zum Beispiel ein Kettenblatt tauschen müssen, nehmen Sie als nächstes die Fahrradkette vom Kettenblatt und legen diese auf dem Rahmengehäuse vom Tretlager.
Bei den neueren SRAM Innenlager handelt es um sich zwei Lagerschalen, die über eine Distanzhülse mit einander verbunden werden. Jede dieser Lagerschalen wird separat auf je einer Seite des Tretlagergehäuses hinein geschraubt, wobei die Distanzhülse mit einer Lagerschale ein festes Bauteil bildet.
Außerdem brauchen Sie einen besonderen Innenlagerschlüssel, der genau auf die verzahnten Lagerschalen passt und mit dem Sie auch diese lösen können. Dieser Innenlagerschlüssel sieht aus wie eine Hülse und wird auf einer Ratsche oder - was noch besser wäre - auf einen Drehmomentschlüssel gesteckt.
Setzen Sie nun den Innenlagerschlüssel genau auf die entsprechende Verzahnung der linken Lagerschale und drehen Sie diese mit Hilfe des Spezialschlüssels gegen Uhrzeigersinn heraus. Mit dieser Lagerschale verbunden ist auch die Distanzhülse.
Mittels des speziellen Innenlagerschlüssel können Sie nun die rechte Lagerschale ausbauen. Beachten Sie auch dabei die vorhandene Beschriftung bezüglich der Anziehrichtung.
Montage eines SRAM Innenlagers
Um wieder das SRAM Innenlager einbauen zu können, müssen Sie zuerst die rechte Lagerschale einbauen. Setzen Sie die einzelne Lagerschale auf das Tretlagergewinde der Kettenblattseite und schrauben Sie es vorsichtig - ohne zu verkanten - hinein.
Mit dem Spezialschlüssel können Sie anschließend die rechte Lagerschale fest anziehen. Im besten Falle haben Sie den Aufsatz auf einem Drehmomentschlüssel gesteckt. Stellen Sie diesen auf das von SRAM angegebene Drehmoment ein, bevor Sie die Lagerschale hinein drehen. Dieser ist in der Regel mit 34 bis 41 Nm angegeben.
Als nächstes führen Sie die linke Lagerschale mit der Distanzhülse von der linken Seite ins Tretlagergehäuse ein. Wie auch eben gerade, seien Sie behutsam, damit sich die Gewinde nicht verkanten. Setzen Sie den Innenlagerschlüssel wieder auf die Lagerschale und drehen Sie nun in den Uhrzeigersinn, um es fest hinein zu schrauben.
Montage einer SRAM Kurbel
Nach dem Einbau von dem SRAM Innenlager nehmen wir nun auch schon wieder die Montage von den SRAM Kurbeln vor. Nehmen Sie als erstes die rechte Kurbel samt der Innenlagerachse zur Hand und führen Sie diese von der Kettenblattseite ausgehend durch das Tretlagergehäuse.
Vermeiden Sie es unbedingt, dass die Kette zwischen Tretlagergehäuse und der rechten Kurbel mit den Kettenblättern gerät und so einklemmt wird. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie auch hier sowohl die Verzahnung der Achsenenden als auch deren Innengewinde mit Fett (z.B. Nun müssen Sie sich nicht so abplagen, um die Kurbel auf das Achsenende hinauf zu pressen.
Nehmen Sie anschließend wieder den Innensechskant der Größe 8 zur Hand und ziehen Sie damit die Kurbelschraube wieder fest an.
Demontage einer Shimano Kurbelgarnitur ohne Spezialwerkzeug
Du kannst die Shimano Kurbelgarnitur von deinem Rennrad prima selber ersetzen. Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber wirklich nicht. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie es geht. Hier montieren wir übrigens den neuen Shimano Ultegra Stages doppelseitigen Powermeter. Die Schritte hierfür sind nämlich dieselben wie bei einer normalen Shimano Kurbelgarnitur.
Benötigte Werkzeuge
Du brauchst nicht viel Werkzeug, um deine Shimano Kurbelgarnitur zu ersetzen. Einen Drehmomentschlüssel brauchst du nicht unbedingt, aber er ist sehr praktisch. Du kannst auch einen normalen Inbusschlüssel verwenden, aber dann kannst du deine neue Kurbelgarnitur weniger präzise festdrehen.
- Inbus- oder Pedalschlüssel
- Kurbelschlüssel
- Sauberes Tuch
- Montagefett
- Kettennieter und neuer Kettennietstift (optional)
Schritte zur Demontage
- Der erste Schritt ist das Entfernen deiner Pedale. Hierfür brauchst du den Inbus- oder Pedalschlüssel.
- Die Kurbeln sind immer an der linken Seite deines Fahrrads befestigt. Die zwei Schrauben in der Kurbel sorgen dafür, dass diese gut hält. Drehe also erst diese zwei Schrauben lose.
- Die Schraubenmutter aus Plastik hält die beiden Kurbelarme nun noch fest. Die Kurbelmutter sitzt eigentlich nie besonders fest und du kannst sie mit dem Kurbelschlüssel einfach lösen.
- Die linke Kurbel sitzt oft ziemlich fest. Jetzt kannst du die linke Kurbel vom Tretlager abnehmen. Dafür brauchst du vielleicht ein bisschen Kraft. Um die Kurbel zu lösen, kannst du ein wenig an ihr rütteln.
- Nun kannst du die Drive Side mit den Kettenblättern vom Tretlager abnehmen.
Reinigung und Vorbereitung
Die Kurbelgarnitur nimmst du wahrscheinlich nicht oft ab. Mit einem sauberen Tuch kannst du den Schmutz so gut es geht abwischen. Mach das ordentlich! Auf Wasser solltest du jedoch besser verzichten, damit es nicht in deine Lager kommt.
Fette deine neue Kurbel und auch die Innenseite vom Tretlager. Jetzt kannst du die Drive Side wieder durch dein Tretlager stecken.
Montage der neuen Kurbel
- Hol dir die Kette auf die richtige Seite, bevor du die Kurbel durch das Tretlager steckst. Wenn’s dir trotzdem passieren sollte, ist das natürlich auch keine Katastrophe. Mit einem Kettennieter und einem neuen Kettennietstift liegt deine Kette im Handumdrehen wieder auf der richtigen Seite. Während des Einschiebens kannst du die Kette auf das kleinste Blatt legen.
- Wenn die Fahrradkette an Ort und Stelle ist und dein rechter Kurbelarm gut sitzt, kannst du die linke Kurbel auf den sichtbaren Teil deines Tretlagers schieben. Achte auf die Position des Kurbelarms auf der Drive Side und wähle natürlich die gegenüberliegende Position. In unserem Beispiel montieren wir einen Stages Powermeter. Achte darauf, dass du die beiden Kurbelarme in einer horizontalen, einander gegenüber gestellten Linie montierst.
- Vergiss auch nicht, ein wenig Montagefett auf der Innenseite des Gewindes deiner neuen Kurbel aufzutragen.
- Jetzt kannst du händisch die Kurbelmutter wieder festdrehen. Rüttel ein kleines(!) bisschen mit dem Kurbelarm, während du die Kurbelmutter mit dem Kurbelschlüssel andrehst. Dadurch kannst du Spiel in der Kurbelgarnitur vorbeugen.
Anziehen der Kurbelschrauben
Hierbei musst du gut aufpassen. Das Anziehen der Kurbelschrauben muss gleichmäßig geschehen und mit der richtigen Dosis Kraft. Drehe nicht erst die eine und dann die andere Schraube fest. Drehe sie immer abwechselnd stets fester. Baue dabei den Druck so auf, dass die Kraft gleichmäßig verteilt wird. Du kannst sie in 4 Schritten festziehen.
Ansonsten kann es sonst passieren, dass die eine Schraube vielleicht mit 12 Nm fest ist, die andere aber viel fester. Wenn die Schrauben fest sind, kannst du dein Tretlager auf Spiel kontrollieren. Dazu hältst du mit der einen Hand dein Fahrrad fest und rüttelst mit der anderen am Kurbelarm.
Abschluss
- Gib deinem Kurbelarm einen tüchtigen Schubs. Wenn er nicht 1 ganze Runde flüssig herumdreht, sitzt deine Kurbelmutter zu fest.
- Dreht er mehr als nur eine Runde? Ist das der Fall?
- Wenn alles soweit gut montiert ist, kannst du jetzt auch die Pedale wieder befestigen. Achte darauf, welches das linke und welches das rechte Pedal ist. Wenn du das richtige Pedal hast, kann das Fahrrad die meiste Arbeit selbst erledigen. Zunächst jedoch mit Montagefett schmieren natürlich!
Jetzt darfst du auf dein Fahrrad hüpfen und prüfen, ob alles gut funktioniert. In diesem Fall merkst und hörst du nichts auffälliges. Wenn du eine normale Kurbelgarnitur montiert hast, bist du fertig!
Kurbelstandards
Welche Kurbel passt in welchen Rahmen - und für welchen Rahmen brauche ich welche Kurbel? Angesichts immer mehr unterschiedlicher Tretlagergehäuse und Bezeichnungen bringt einen diese Frage schnell an den Rand der Verzweiflung. Dabei ist die Sache eigentlich recht einfach: Es gibt (abgesehen von exotischen Sonderfällen) nur zwei gängige Kurbelsatz-Standards.
- Shimanos Hollowtech II (86,5 mm Abstand der Innenlageraußenkanten x 24 mm Wellendurchmesser)
- BB30 (68 mm x 30 mm)
Bei anderen Herstellern heißen die entsprechenden Kurbeln zwar anders, sie basieren aber auf den gleichen Maßen.
Der Abstand der Innenlageraußenkanten und der Innenlagerdurchmesser sind die beiden bindenden Maße, die der Kurbelsatz vorgibt. Da es nur diese beiden Kurbel-Typen gibt, müssen alle Rahmen so konstruiert werden, dass eines der beiden Kurbelmaße passt. Zwar gibt es auch hier wieder verschiedene Bezeichnungen oder unterschiedliche Bauweisen - zum Beispiel liegen beim klassischen BSA-System die Lager in zwei in den Rahmen eingeschraubten Schalen, bei BB86 oder BB90 ruhen die Lager direkt im Rahmen. Obendrein gibt es Abwandlungen wie BB386Evo oder BB30a, aber auch noch weitere Exoten.
Generell passen z.B. alle Hollowtech-II-Kurbeln (oder baugleiche anderer Hersteller) in jedes Tretlager - allerdings häufig nur mit Adaptern.
Kettenblatt Verschleiß erkennen
Bevor Du jetzt anfängst Deine Kettenblätter zu tauschen, kannst Du Dich noch vergewissern, ob das Kettenblatt wirklich verschlissen ist. Den Verschließ kannst Du an der Form der Zähne erkennen.
Im Bild sind drei Indikatoren für den Verschleiß angegeben:
- Durch die voranschreitende Abnutzung der Kettenblätter, werden auch die Grate auf den Zähnen immer größer.
- Die Zähne werden oben immer runder.
- Beim Treten wird die Kette vom Kettenblatt gezogen, deshalb wird der Zahn dieser Seite mehr abgenutzt.
Zum Vergleich: Die Zähne des oberen Kettenblattes sind neu. Oben ein neues und unten ein altes Kettenblatt.
Tretlagerprüfung
Ist die Kette unten, kann die Kurbel frei drehen. Um zu prüfen, ob das Tretlager noch sauber läuft, drehst Du die Kurbel mit einem Finger. Merkst du irgendwelche Unregelmäßigkeiten, Knirschen oder lässt sich das Lager schwer drehen, solltest Du Dir das Lager, nach dem Ausbau der Kurbel, nochmal genauer angucken.
Außerdem solltest Du die Kurbel ein paarmal ganz schnell drehen lassen. Während die Kurbel sich dreht, achtest Du auf die Lagergeräusche. Ist das Laufgeräusch blechern, als würde Metall auf Metall laufen, ist das Lager noch in Ordnung, aber viel zu trocken und muss dringend gefettet werden.
Drehe die Kurbel mit Gefühl und achte auf einen widerstandsfreien Lauf. Um zu prüfen, ob das Lager horizontal oder vertikal ausgeschlagen ist, packst Du das Ende des Kurbelarms, der Antriebsseite, und probierst die Kurbel nach links und rechts zu bewegen. Wenn Du kein Spiel merkst, dann ist alles in Ordnung.
Kannst Du den Kurbelarm bewegen, dann solltest Du das Lager wechseln. Hierbei gilt, je größer die Bewegungsfreiheit, desto verschlissener ist das Lager. Achte aber darauf, dass Du nicht um den Pedalkörper packst, sonst fühlst Du nur das Spiel in der Pedallagerung.
Demontage der Kettenblätter
Jetzt kannst Du die verschlissenen Kettenblätter demontieren. Direct Mount Kettenblätter werden nicht auf einem Spider verschraubt, hier sitzt das Kettenblatt direkt auf der Kurbel. Es wird von einer Mehrfachverzahnung mitgenommen und mit Schrauben (je nach Standart unterschiedlich viele) von hinten fixiert.
Reinigung vor der Montage
Wenn die Kettenblätter demontiert sind, macht es Sinn, die Achse und die Kettenblattaufnahme gründlich zu säubern. Die Kurbel gründlich mit Bremsenreiniger sauber machen. Jetzt kannst Du noch die Kettenblattschrauben reinigen. Dazu legst Du sie einfach in den Bremsenreiniger-Deckel und spritzt sie mit Bremsenreiniger ab.
Danach die Schrauben ein bisschen im Deckel mit Bremsenreiniger schwenken, abtrocknen, fertig. Auch die Tretlagerdichtungsringe hinter den Kurbelarmen können oft eine Reinigung vertragen. Der Dichtungsring der Antriebsseite muss oft vorsichtig herausgehebelt werden. Achte auf das richtige Einsetzen der Dichtungen, sie haben 2 verschiedene Seiten, eine Gummi- und eine Metallseite. Die Gummiseite zeigt im montierten Zustand immer Richtung Tretlager.
Damit das dreckige Tretlager die sauberen Teile nicht wieder einsaut, solltest Du auch das sauber machen. Dazu nimmst Du Dir einfach etwas Küchenrolle und entfernst das alte Fett gründlich. Auf keinen Fall das Lager mit Bremsenreiniger besprühen, sonst wird das Fett im Inneren des Lagers ausgespült.
Montage der neuen Kettenblätter
Sieht alles wie neu aus?! Dann kannst Du jetzt die Kettenblätter montieren. Dabei fängst Du immer mit dem größten Kettenblatt an. Damit die Steighilfen am Kettenblatt richtig arbeiten können, muss das Kettenblatt in der richtigen Position am Spider festgeschraubt werden.
Wenn der nach außen stehende Bolzen am Kettenblatt direkt hinter der Kurbel sitzt, ist das Kettenblatt richtig positioniert und kann festgeschraubt werden. Auch bei der Montage der kleinen Kettenblätter musst Du auf die Positionierung achten. Im inneren Kreis des kleinen Kettenblatts ist auch eine Nase. Diese muss, genauso wie beim großen Kettenblatt, auch hinter dem Kurbelarm sitzen. In dieser Position kannst Du das Blatt festmachen.
Montage von Direct Mount Kettenblättern
Wie oben schon beschrieben, werden Direct Mount Kettenblätter, direkt auf der Kurbel montiert. Sie werden auf eine Mehrfachverzahnung geschoben und mit Schrauben fixiert. Achtet beim Anziehen der Schrauben auf das angegebene Drehmoment.
Wie bei Kassetten, passt diese Verzahnung nur in einer Position, also achtet genau auf die Nasen und Nuten am Kettenblatt bzw. an der Kurbel. Aber Vorsicht, auch hier gibt es, je nach Hersteller, mehrere Standards, die nicht untereinander kompatibel sind.
Montage der Kurbel
Vor dem Einschieben solltest Du die Achse sorgfältig fetten, am saubersten geht das mit einem Pinsel in entsprechender Breite. Jetzt kannst Du die Achse wieder durch das Tretlager schieben. Bevor Du jetzt den anderen Kurbelarm aufschiebst, solltest Du die Achse auch auf dieser Seite nochmal kurz einfetten.
Achte dabei aber auf den Dichtring im Kurbelarm; die Gummiseite des Rings zeigt immer Richtung Tretlager. Jetzt musst Du das Sicherungsblech im Klemmschlitz der Kurbel wieder hinunterdrücken. Jetzt kannst Du die Kurbelschraube festziehen.
Falls die Schraube fest ist, die Kurbel aber noch nicht richtig sitzt, kannst Du die Kurbel auch mit leichten Hammerschlägen weiter eintreiben. Wenn sich die Kurbel durch die Schläge noch setzt, musst Du danach die Kurbelschraube nochmal anziehen. Stelle sicher, dass die Kurbel richtig sitzt.
Als Letztes musst Du die Kurbel noch mit der Innensechskantschraube klemmen. Nutze zum Festziehen der Schraube einen Drehmomentschlüssel und achte auf die angegebenen Werte. Oft steht das Drehmoment direkt neben dem Schraubenloch.
Wenn jetzt der Drehmomentschlüssel klickt, bist Du fast fertig. Nur noch die Kette wieder montieren und go. Also dann viel Spaß beim Wiederverschleißen.
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