Rennrad mit Rohloff: Vor- und Nachteile

Innovationen sind oft zweischneidig. Einige verschwinden schnell wieder, während andere genial sind, aber nicht von der breiten Masse wahrgenommen werden. Im Bereich der Schaltsysteme und Getriebe gibt es seit Jahrzehnten immer wieder Neues und Innovatives. Zwei legendäre und revolutionäre Systeme sind die Rohloff Speedhub 14 und die Pinion Gearbox. Doch welches System ist besser, welches ist cleverer, wo liegen die Vor- und Nachteile, und für welches sollte man sich entscheiden?

Betrachten wir die berühmtesten Alternativen zur Kettenschaltung: Rohloff vs. Pinion. Die Werte sprechen meist eine klare Sprache. Eine Rohloff bietet im kleinsten Gang eine Entfaltung von 1,38 m pro Kurbelumdrehung, was 5 km/h entspricht, im größten Gang sind es ca. 45 km/h. Übersetzen wir das mal in Kurbelumdrehung pro Minute (Trittfrequenz).

Wie beim Auto ist ein möglichst smoother Übergang von einem Gang in den nächsthöheren (niedrigeren) perfekt. Die 18 Gang Pinion offenbart eine Differenz von rund 9 Umdrehungen pro Minute bei jedem Gangwechsel und hat somit ein optimal breites Spektrum.

Für die Rohloff meldet „cycling about“ eine durchschnittliche Effizienz von 94,5 % über alle Gänge hinweg. Das Pinion Getriebe im Tretlagerbereich kommt durchschnittlich auf etwas weniger, und zwar 90,5 %. Ob der Alltagsradler diese 4 % Unterschied im täglichen Betrieb spürt, wird uns wohl letztlich verborgen bleiben.

Der Erklärungsversuch wird zumindest mitgeliefert: gibt man die Kraft auf das Pinion Getriebe, verursachen die großen Kurbelwellendichtungen, schneller laufenden inneren Zahnräder, das kleinere vordere Kettenblatt und die etwas höhere Kettengeschwindigkeit höchstwahrscheinlich den etwas größeren „Schlupf“.

Vergleicht man beide Systeme, sieht man schnell die unterschiedliche Konzeption. Das Gesamtgewicht einer Rohloff, inkl. Züge und Schaltgriff wird mit knapp 2000g angegeben. Eine Pinion bringt insgesamt rund 900g mehr auf die Waage, auch für die Aufnahme der Box kommt nochmal ein Gewicht on Top. Charmant in diesem Zusammenhang auch der Hinweis in der Rohloff Werbung mit dem Argument „~120 Gramm pro Gang“ eine der leichtesten Nabenschaltungen überhaupt (bei der Pinion sind es dann 150g/Gang).

Die Rohloff ist bekannt dafür „Ganggeräusche“ von sich zu geben, im Besonderen sind es m.W. die Gänge 7 und 11 (das sind die Gänge, bei denen sich dann alle Zahnräder im Inneren drehen). Auch dieser Punkt ist maximal nur „einen Hauch different“.

Beim Rohloff Gangwechsel ist der Schaltwiderstand in den verschiedenen Schaltkombination der Zahnräder geringfügig höher, während die Pinion über alle Gänge hinweg gleich „smooth“ bleibt. In der Praxis ist dieser „Pluspunkt“ meines Erachtens vernachlässigbar, zumal es Fans in beiden Lagern gibt.

In beiden Fällen geht das (auch für ungeübte) leicht von der Hand und dauert mit allem drum und dran (Bier aus dem Keller holen und bereit stellen) maximal 20-30min. In der Regel verlangt eine Pinion Box nach ~10tausend Kilometern frisches Öl, während die Rohloff offiziell einen Wechsel nach 5000km empfiehlt.

Beide Systeme schmälern das Konto, keine Frage. Auf der anderen Seite gilt aber auch: beide Systeme sind ihr Geld wert. Pinion ist im besten (pubertierenden) Alter. 2006 haben sich die ehemaligen Porsche Ingenieure auf den Weg gemacht. Da war Bernd Rohloff schon ein paar Tage länger an der Werkbank tätig. D.h. nunmehr 25 Jahre Produktionserfahrung gegenüber 15 Jahre Pinion auf dem Markt. Das sind „netto“ 10 Jahre Differenz - und auch hier einmal mehr mathematisch - mehr an Erfahrung. Vorteil Rohloff.

Hier braucht man keinen speziellen Rahmen, keine extra Aufnahme für die Gear Box. Das ist bei Pinion konstruktionsbedingt nicht möglich. Wer sich einmal dafür entschieden hat, der fährt fortan mit Pinion. Es gibt heutzutage etliche Rahmen auf dem Markt, die verschiedene Laufradgrößen aufnehmen und somit den Einsatzbereich eines einzigen Bikes um einiges erweitern.

Egal ob fatte 26×4,0 oder 27,5 x 3,0 Plus oder schlanke 29 x 2,25 - das geht. Wer einen Pinion Rahmen hat, der tauscht einfach die Laufräder (ok, ok, die kosten auch Geld) und schwupp aus 1 mach 3 ohne den teuren Gesamt-Invest in ein Komplettbike bzw. jeweils eine Getriebeeinheit (die bei Rohloff pro Laufrad erforderlich wäre).

Der Mountainbiker wird wohl eher zu einer Pinion greifen. Durch die zentrale (und etwas tiefere) Lager der Getriebeeinheit im Tretlagerbereich ist der Schwerpunkt einfach mittig, zudem hat man nicht soviel anzutreibende und schwerere Masse am Hinterrad.

Ausschlaggebend für den Pinion Punkt ist aber hier vielmehr die Tatsache, das sich die Kurbeln bei einer Rohloff auch schiebend mitdrehen - das kann besonders mit Flatpedals und scharfen Pins zu unangenehmen Situationen auf engen Trails führen.

Freilich gibt es E-Bikes mit beiden Getriebeausstattungen. Zudem bietet Rohloff einen kompatiblen Shifter an, der mit dem Motor insofern „kommuniziert“ als dass er ihn wissen lässt, wenn die Kraft für den Schaltvorgang etwas zurück genommen werden muss.

Keine meiner Rohloff oder Pinion Kabel sind (bislang) je verschlissen. Bei der Rohloff, so die Fachwelt, ist der Kabelwechsel jedoch einfacher zu handhaben.

Sowohl Rohloff Speedhub als auch die Pinion Getriebebox kommen mit klassischen Drehgriffschaltern. Die Fa. Velospring aus München bietet sogar eine Holzversion dessen an - sehr fein. Die Firma Cinq beispielsweise hat die Integration für Rennradlenker oder Mountainbiker Shifter (ala Shimano) geschafft.

So kann man z.B. die 11 Speed Sram oder Campagnolo Shifter nutzen um die Rohloff „anzutreiben“. Es gibt im Nachrüstmarkt noch die Fa. Co-Motion, die einen Alternativen Shifter für die Pionion anbietet. Meines Erachtens gehört dieser Punkt klar in die Kategorie „nice to have“ und ist bestenfalls ein Individualisierungsmerkmal denn eine tatsächliche Optimierung des Systems.

Sieht man sich meine kleine Tabelle an, und würde die Punkte ohne Gewichtung gegenüber halten, stellt man fest „pari“ (9:9). Erst wenn man nach ganz eigenem Gusto gewichtet, und damit auch schon wieder angreifbar wird (was ist wichtiger: Gewicht oder Geräusch?), dann könnte man, wenn man denn einen Sieger krönen möchte, einen kleinen Vorteil herausarbeiten.

Letztlich sollte dieser Tabelle noch ein weiteres - entscheidendes! - Kriterium hinzugefügt werden: der Bauch. all in one ! Beide Systeme haben ihre (wohl bekannten) Vor- und Nachteile. Diese Ausarbeitung hier soll nur ein kleiner Denkanstoß für all jene sein, die ein paar Hintergrund Facts mehr brauchen.

Eine Pinion ist vielleicht „more sexy“ als eine Old school Rohloff, die einen Kick leichter und schneller ist, dafür ist die Pinion das Mittel der Wahl, wenn der Einsatz individueller wird oder ein MTB zur Disposition steht.

Über 20 Jahre fahre ich Kettenschaltung und sehr viele Jahre davon mit der Shimano XT. Von den mehr als 58.000 Kilometern, die ich bislang durch die Welt geradelt bin, habe ich ca. Im Frühjahr 2015 habe ich mir nun ein neues Reiserad gekauft und damit auch einen Systemwechsel vollzogen: von der Kettenschaltung zur Nabenschaltung, von Shimano XT zur Rohloff Speedhub (mit externer Schaltbox).

Sie ist schwerer als eine Kettenschaltung, sie ist teurer (wesentlich) als eine Kettenschaltung-Komplettgruppe und wenn mal was kaputt gehen sollte, dann kann ich es nicht reparieren, da es ein geschlossenes System ist. Aber mittlerweile ist ihre Einsatzfähigkeit und Lebensdauer auch auf harten Touren längst belegt und wird nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Und beim Gewicht bin ich als Reiseradler jetzt nicht so empfindlich - es ist ungefähr ein Kilogramm mehr.

Ich muss sagen, ich habe diesen Systemwechsel nicht bereut. Durch die Rohloff habe ich eine neue Freude am Fahren entdeckt. Fast wie eine Automatik schaltet die Rohloff geschmeidig und gibt mir immer den richtigen Speed. Ich bin gefühlt schneller und lautloser mit der Rohloff unterwegs, als mit der Kettenschaltung. Natürlich muss man sich etwas an das Schalten mit der Rohloff gewöhnen.

Ich nehme meist Druck aus dem Tritt während des Schaltens. Vergesse ich das, schaltet die Rohloff in den 14ten und damit schwersten Gang. Das bekommt man aber recht schnell hin und solche Verschalter bleiben selten. Den Drehschalter der Rohloff kann ich gut bedienen. Hier gab es ja bei den ersten Modellen Kritik, dass der Griff sich bei Nässe oder nach Abrieb nicht mehr schalten lässt, weil man immer abrutscht.

Bei der Speedhub stehen mir 14 Gänge zur Verfügung. Als Kettenschaltungsfahrer ist man da schon skeptisch, wie das gehen soll: von theoretisch 27 Gängen auf 14. Tatsächlich vermisse ich aber keinen einzigen Gang und fahre dabei noch nicht mal das gesamte Angebot der Rohloff aus. In der Stadt bin ich meist zwischen dem 8 und dem 12 Gang unterwegs. In Georgien war ich natürlich häufiger in den ersten Gängen unterwegs und sie haben mich sicher und einfach über die Berge gebracht. Kein Unterschied zur Kettenschaltung.

Oben hatte ich es schon geschrieben: die Rohloff ist sehr leise. Ich kenne die Stimmen, die sich über die Geräuschkulisse der Rohloff beschweren. Ich kann das nicht bestätigen. Einzig in Gang 7 tritt ein nagelndes Geräusch auf, welches man aber als Kettenschaltungsfahrer durchaus kennt. Es hört sich an, als ob eine Kette laut über ein Zahnrad läuft. Dieses Geräusch ist aber nicht so laut. Man hört es meist wenn es steiler wird, denn nur dann schaltet man in den 7. Gang.

Vielleicht nervt das dann besonders, weil es hoch geht und man auch noch sein Treten hört 😉 Aber in Gang 6 und weiter bis 1 ist es dann wieder normal, bzw weg. Was für mich besonders ausschlaggebend für die Rohloff war, ist die Pflegeleichtigkeit. Ich musste mich erst daran gewöhnen, nicht immer nach den Umwerfern zu schauen und diese zu pflegen. Einfach immer mal ein paar Tropfen auf die Kette und das war es auch schon.

Während sich die Rohloff wie eine Automatik-Schaltung fährt, so ist die Shimano XT die Handschaltung. Hier wird noch „ehrlich“ geschaltet und man arbeitet mehr mit dem Rad. Vorne und hinten gibt es immer was zu tun. Ich reagiere mit der XT feiner auf die Anforderungen des Weges und schalte oft einen Gang hoch oder runter. Am Berg oder auf hügeliger Strecke stehen mir natürlich mit 3 vorderen Kränzen und einer 9fach Kassette theoretisch viele Möglichkeiten zur Verfügung.

Was mir an der Kettenschaltung sehr gut gefällt - neben der „Ehrlichkeit“ und Unmittelbarkeit des Schaltens - ist die Möglichkeit, alles immer und egal wo reparieren zu können. Schaltwerke gibt es überall auf der Welt und kleine Teile können nachgebaut werden. Zudem ist die XT sehr robust und so manche Beanspruchung unterwegs, wie Schläge auf Schaltkörper und Hebel nimmt sie gelassen hin. Auch das Schalten unter Last, am Berg beispielsweise, macht die XT problemlos und präzise mit.

Nicht umsonst gilt die Shimano XT als Legende unter den Kettenschaltungen und ist nach wie vor bei vielen Tourenradlern die 1. Wahl. Natürlich bedarf die Kettenschaltung mehr Pflege: Kette reinigen, Ritzel säubern, Schaltwerk und Umwerfer nachstellen und Ölen, Bowdenzüge prüfen. Das klingt jetzt aufwändiger als es ist, denn im Alltag macht man das alles innerhalb weniger Minuten. Das betrifft nicht die Schalthebel und -werke, sondern mehr Kette und Ritzel.

Ich bin schon Kettenblätter, Ritzel und Kassetten 10.000 km ohne Wechseln gefahren, aber dann ging auch nix mehr. Im Normalbetrieb habe ich alle 3.000 km meine Ritzel und die Kette gewechselt. Wo die Kettenschaltung unschlagbar ist, ist beim Preis: eine Komplettgruppe Shimano XT 3×10 ohne Naben bekommt man schon um die 350 Euro, wohingegen eine Rohloff mit um die 1.000 Euro zu Buche schlägt.

Ich bin absoluter Fan der Rohloff mit externer Schaltbox geworden. Das Fahren und Schalten ist wesentlich komfortabler und flüssiger, als mit einer Kettenschaltung. Und ich kann im Stand schalten, was mit einer Kettenschaltung nicht geht. Den Anforderungen einer harten Radtour genügen beide Systeme vollkommen. Die Kettenschaltung kann unterwegs als offenes System und aufgrund der hohen weltweiten Verbreitung natürlich einfacher repariert werden, Die Rohloff hat hier als geschlossenes System einen Nachteil.

Allerdings ist mir bislang kein Fall bekannt, wo es eine Speedhub zerlegt hat. Preislich ist die Kettenschaltung immer die bessere Wahl, auch angesichts der hohen Gesamt-Haltbarkeit einer Kettenschaltung.

Wer sich auf die Suche nach qualitativ besonders hochwertigen und verlässlichen Fahrradbauteilen begibt, wird früher oder später mit Sicherheit auf die Getriebenabe Speedhub 500/14 von Rohloff treffen. Die seit 1999 in Serie produzierte High-End-Nabe war die erste Nabenschaltung mit mehr als 12 Gängen. Dieses Privileg war zuvor nur Kettenschaltungen vorbehalten.

Die Idee hinter der Entwicklung der Speedhub 500/14 war im Ursprung einfach und klar definiert: Firmeninhaber Bernhard Rohloff wollte eine Nabe entwickeln, die möglichst viele Vorteile von Ketten- und Nabenschaltung vereint und dabei noch robust und unempfindlich ist. Herausgekommen ist mit der Rohloff Speedhub 500/14 eine Nabe der Superlative, die kaum Wünsche offen lässt. Doch für wen ist dieses Produkt auch wirklich geeignet?

Das Flaggschiff der Firma Rohloff ist in vielen verschiedenen Versionen und auch in mehreren Farben verfügbar. Die Technik dieser Nabe ist äußerst präzise und ausgeklügelt, hier finden Sie nahezu zu 100% Einzelteile „Made in Germany“.

Vor- und Nachteile der Rohloff SPEEDHUB 500/14

Auch wenn die Rohloff SPEEDHUB 500/14 viele Vorteile bietet, gibt es auch ein paar Nachteile, die man bei der Entscheidung für oder gegen diese Schaltung berücksichtigen sollte:

  • Hoher Anschaffungspreis: Die Rohloff SPEEDHUB 500/14 ist deutlich teurer als herkömmliche Kettenschaltungen oder andere Nabenschaltungen.
  • Eingeschränkte Kompatibilität: Nicht alle Fahrradrahmen sind mit der Rohloff-Nabe kompatibel.
  • Wartung der Ölwechsel: Obwohl die Rohloff-Schaltung insgesamt wartungsarm ist, erfordert sie regelmäßige Ölwechsel (etwa einmal im Jahr oder alle 5.000 km).

Elektrische Rohloff-Schaltung (E-14)

Eine elektrische Rohloff-Schaltung bezieht sich auf eine Variante der Rohloff SPEEDHUB, die mit einer elektronischen Schaltsteuerung ausgestattet ist. Dabei wird das Schalten der Gänge nicht mehr manuell über einen Drehgriff, sondern elektronisch gesteuert. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist die Rohloff E-14, die speziell für E-Bikes entwickelt wurde und mit Motoren wie Bosch kombiniert werden kann.

Wartung der Rohloff-Schaltung

Eine der größten Stärken der Rohloff-Schaltung ist ihre Robustheit und Wartungsfreundlichkeit.

  1. Der wichtigste Wartungsschritt bei einer Rohloff-Schaltung ist der Ölwechsel. Das Schmiersystem im Inneren der Nabe sorgt dafür, dass alle Zahnräder reibungslos ineinandergreifen. Rohloff liefert ein praktisches Ölwechsel-Kit, mit dem du den Vorgang selbst durchführen kannst. Es beinhaltet Frischöl, Spülöl und eine Spritze zum Einfüllen.
  2. Die Schaltzüge sind ein entscheidendes Element für die präzise Funktion deiner Rohloff-Schaltung. Was tun, wenn die Spannung nachlässt? Falls die Züge beschädigt sind, tausche sie aus.
  3. Der Drehgriff ist das Herzstück der Bedienung. Sollte der Griff sich schwer drehen lassen oder quietschen, kannst du ihn mit einem Silikonspray leicht schmieren.
  4. Die Dichtungen der Nabe schützen das Innere vor Feuchtigkeit und Schmutz. Kontrolliere sie hin und wieder auf Risse oder Abnutzung.
  5. Auch wenn die Rohloff-Schaltung wartungsarm ist, darfst du deine Fahrradkette nicht vergessen. Reinige die Kette regelmäßig und trage ein hochwertiges Kettenöl auf.

Rohloff für extreme Touren

Die Robustheit und Zuverlässigkeit der Rohloff-Schaltung machen sie zur bevorzugten Wahl für extreme Touren und Abenteuer. Ob du durch die Wüste, den Dschungel oder eisige Tundren radelst, die Rohloff-Nabe hält den widrigsten Bedingungen stand.

Rohloff mit Riemenantrieb

Ein Fahrrad mit Rohloff-Schaltung und Riemenantrieb ist die ideale Kombination für alle, die Wert auf Langlebigkeit, Vielseitigkeit und minimalen Wartungsaufwand legen. Die 14-Gang-Nabenschaltung sorgt für präzise Gangwechsel bei jedem Terrain, während der Riemenantrieb säuberlich und leise arbeitet, ohne jemals geölt werden zu müssen. Perfekt für alltägliche Fahrten, lange Touren oder den Einsatz bei widrigen Bedingungen, bleibt dieses System zuverlässig und belastbar.

Vor- und Nachteile der Rohloff-Schaltung im Überblick

Im Folgenden habe ich die Vor- und Nachteile der Rohloff-Schaltung aufgeführt.

  • Langlebigkeit & Stabilität: Die Rohloff-Schaltung gilt in der Fahrrad- und Reiserad-Szene als äußerst langlebig und robust. Kaputt geht sie selten bis gar nicht.
  • Großer Übersetzungsbereich: Meine Rohloff-Speedhub, die ich seit 2016 habe hat, 14 Gänge. Sie hat einen großen Übersetzungsbereich. Ich bin damit schon in den Alpen gewesen und den Berg hinaufgekommen, aber man kann auch in der Ebene richtig Speed geben.
  • Elegantes Aussehen: Das ist immer Geschmackssache, aber die Rohloff wird als Hinterradnabe sehr elegant in ein Fahrrad eingebaut. Sie ist also kaum wahrnehmbar. Diesen dreht man einfach und ist im korrekten Gang.
  • Schalten im Stand: Mit einer Rohloff-Schaltung kann man im Stand schalten, was besonders praktisch ist, wenn im Stadtverkehr an der Ampel steht. Man fährt auf die Ampel in höherem Gang zu, wartet, und währendes Wartens kann man herunterschalten.
  • Geringer Wartungsaufwand: Außer dem jährlichen Ölwechsel (zwischen 5.000-10.000 Kilometern), den auch der Fahrradladen durchführen kann, hat man mit einer Rohloff-Schaltung keinen Aufwand. Vergleicht man die Nabenschaltung mit einer Kettenschaltung ist die Rohloff-Schaltung deutlich wartungsärmer.

Nachteile

  • Geringe Anpassungsmöglichkeiten: Im Gegensatz zu einer Gravelbike, Rennrad oder Mountainbike-Schaltung kann man nicht einfach so die Kassette wechseln und hat dann eine größere Bandbreite. Man ist quasi auf die Übersetzung festgelegt, die man am Anfang gekauft hat.
  • Reparatur nur mit Spezialwerkzeug (oder Fahrradladen): Eine Rohloff geht selten bis gar nicht kaputt. Wenn das aber doch mal der Fall sein sollte und man weit weg von zu Hause ist, bleibt einem nichts übrig als sie einzuschicken oder die Radreise abzubrechen.
  • Lautstärke: Die Rohloff ist etwas lauter als eine Kettenschaltung und macht ein Geräusch, wenn man pedaliert. Manche mag das stören und als Nachteil empfinden.

Pinion vs. Rohloff: Technische Daten

Die folgende Tabelle vergleicht die technischen Daten von Pinion Smart.Shift C1.9i und Rohloff SPEEDHUB:

Merkmal Pinion Smart.Shift C1.9i Rohloff SPEEDHUB
Anzahl der Gänge 9 14
Bandbreite 568% 526%
Schaltvorgang Elektronisch Elektronisch (SternShift)
Gewicht Etwas schwerer (ca. 150g) Ca. 2000g (inkl. Züge und Schaltgriff)
Montage Spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich Horizontale Ausfallenden oder Adapterplatten

Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine im Vergleich

Mit Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine gibt es unterschiedliche Getriebeschaltungen für das Fahrrad. Wie die einzelnen Hersteller im Vergleich abschneiden, kannst du in der folgenden Gegenüberstellung nachlesen.

Pinion Rohloff Enviolo NuVinci Alfine
Max. Übersetzung 636% 526% 380% 307% - 409%
Max. Gangzahl 18 14 Stufenlose Gänge 8 oder 11
Garantie Fünf Jahre bei Einhaltung der Wartungsintervalle Zwei Jahre Zwei Jahre Zwei Jahre
Gewicht Ca. 1700g Ca. 2450g Ca. 1700g
Nachrüstbarkeit Benötigt speziellen Rahmen Kann durch individuelle Konfiguration mit fast jedem Rahmen verwendet werden Kompatibel mit 135x10mm Ausfallenden Passt in jeden Rahmen mit einem Hinterbau mit den Maßen 10x135mm. Das ist quasi jeder Trekking- oder Citybike-Rahmen
Verwendung im E-Bike Funktioniert mit Nabenmotoren. Kein automatisches Schalten möglich. Getriebe kommuniziert auch nicht mit der Elektronik des Motors/Displays. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Kombination mit Bosch Motoren wird die Nabenschaltung intelligent integriert. Empfohlene Gangwechsel werden angezeigt, im Stand wird automatisch auf einen leichten Gang zum Anfahren geschalten uvm. Funktioniert mit Mittelmotoren. Man kann die bevorzugte Trittfrequenz einstellen, die dann durch automatische Schaltvorgänge immer konstant gehalten wird. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Verbindung mit dem Shimano Steps Motor kann auch automatisch geschaltet werden.
Wartung Fast wartungsfrei. Lediglich alle 10.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Fast wartungsfrei. Lediglich alle 5.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Wartungsfrei Wartungsfrei, gelegentlich müssen Schaltzüge an der mechanischen Version nachgestellt werden
Schaltgriff Drehschaltgriff Im Stand, Rollen Drehschaltgriff „Rapid Fire“ Daumenschalthebel, in der elektronischen Version Schaltknopf am Lenker oder Rennrad Brems-Schalteinheit
Schaltvorgang Im Stand oder Rollen und unter Teillast. In schnellere Gänge unter Volllast. Im Stand, Rollen und unter Teillast. Im Stand, Rollen und unter Last Im Stand, Rollen und unter Last
Wirkungsgrad Da nur zwei Getriebestufen vorhanden sind, ist ein Pinion Getriebe effizienter als eine Kettenschaltung. Der Wirkungsgrad liegt aber etwas unterhalb einer Rohloff Bietet den höchsten Wirkungsgrad aller Nabenschaltungen Durch die erhöhte Reibung ergibt sich gegenüber einer Kettenschaltung ein leichter Leistungsverlust Etwas geringer als Rohloff Speedhub
Anschaffungskosten Fahrräder samt Pinion Getriebe fangen aktuell bei ca. 2.500 € an. Seit 2019 auch für den Endverbraucher ab 649€ bis 1.499€ erhältlich. Ca. 1000 € Ca. 350-400 € Ab 150€ für die 8-fach Nabe ohne Zubehör, ca. 300€ für die 11-fach Variante

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