Werden Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen.
Was macht einen Fahrradreifen unplattbar?
Die Fahrradreifen unplattbar unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, wie dick der Pannenschutz ist und für welche Fahrrad-Art sie ausgelegt sind. In der Regel hat der Pannenschutz eine Dicke von drei bis fünf Millimetern.
Die meisten Hersteller (z. B. Schwalbe und Continental) setzen bei pannensicheren Fahrradreifen auf eine zusätzliche Gummiverstärkung. Das Prinzip ist einfach: Fährt man über eine Reißzwecke, bleibt sie im Gummi stecken und erreicht nicht die Luft.
Ein drei Millimeter starker Pannenschutz hält naturgemäß weniger aus, als ein Reifen mit einem fünf Millimeter dicken Pannenschutz. Häufig bestehen diese aus einem Materialgemisch, beispielsweise Kautschuk und recyceltem Kunststoff.
Neben Test und Vergleich finden sich zu den Fahrradreifen unplattbar führender Hersteller auch zahlreiche Kundenrezensionen. Der Vorteil hieran ist, dass beispielsweise auch typische Schwachstellen aufgeführt werden. In einigen Fällen selbst dann noch, wenn die Reifen bereits längere Zeit im Einsatz sind und mehrere Touren gefahren sind.
Da es sich bei den Fahrradreifen unplattbar noch um eine relativ neue Entwicklung handelt, finden sich noch nicht allzu viele Anbieter der speziellen Reifen.
Es gibt aber noch andere Methoden. Der Hersteller Tannus hat z. B. mit dem Modell Airless einen Fahrradreifen auf den Markt gebracht, der ohne Luft fährt. Im Inneren des Reifens befindet sich ein von Tannus patentierter Polymerschaumstoff.
Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung eines „Zaubermittels“ wie PRO-F-I Reifen-Impfung. Auf Fahrradmessen werden luftgefüllte Fahrradreifen mit langen Nägeln durchstochen und dann in Wasser getaucht - nach ein paar wenigen Bläschen geschieht: nichts. Der Reifen wird nicht platt. Verantwortlich ist eine Dichtemulsion, die ins Ventil gefüllt wird.
Abgesehen von Vollgummireifen sind auch die Fahrradreifen unplattbar nicht vollständig pannensicher. Trotz des Pannenschutzes gehören eine Luftpumpe und ein Reifen-Flick-Set also zum sinnvollen Zubehör.
Hierdurch wird der Aufwand deutlich reduziert und der Wechsel vereinfacht. Sofern es sich nicht um Vollgummireifen, sondern um Luftreifen handelt, sind Pannen dennoch möglich. Die unplattbaren Reifen reduzieren das Risiko dafür jedoch.
Anwendungsbereiche und Unterschiede
Werden Fahrradreifen gewählt, die unplattbar sind, liegen die Anwendungsbereiche natürlich im Fahrradfahren. Das kann natürlich in der Natur der Fall sein, wenn mit dem Mountainbike über Stock und Stein gefahren wird.
Einige Reifen eignen sich aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihres Profils vor allem oder auch ausschließlich für Asphalt und lediglich leichtes Gelände. Manche Modelle können sich das ganze Jahr über bewähren, andere sollten hingegen nur im Sommer gefahren werden.
Ja, abhängig vom Modell, der Auslegung und Breite des Reifens sowie vom Profil eignen sich die Reifen für verschiedene Fahrrad-Typen.
Worauf sollte man bei einem Test und Vergleich achten?
Wer sich für Fahrradreifen entscheiden möchte, die unplattbar sind, sollte im Vorfeld Test und Vergleich zu Rate ziehen. Durch die Ergebnisse daraus kann die richtige Kaufentscheidung getroffen werden.
Auch bei einem Fahrradreifen unplattbar Test und Vergleich sollte jedoch auf verschiedene Punkte geachtet werden. Fahrradreifen unplattbar haben in der Regel einen geringeren Abrieb als andere Reifen-Arten. Zudem sollten sie natürlich tatsächlich den Kontakt zu und das Eindringen von Fremdkörper überstehen können.
Bei einem Test sollten die Fahrradreifen unplattbar tatsächlich auch in der Praxis getestet werden, um die Angaben des Herstellers zu überprüfen. Von wem und wie der Test oder Vergleich durchgeführt wurde, sollte klar erkennbar sein.
Auch die Hersteller oder Händler der Fahrradreifen unplattbar können einen Vergleich durchführen. Das kann unter anderem dann hilfreich sein, wenn verschiedene Modelle oder Serien angeboten werden und die beste Ausführung für den eigenen Bedarf gefunden werden soll.
Die Reifenbreite in Millimetern ist ebenfalls ein Faktor, der in Test und Vergleich erwähnt werden sollte. Breitere Fahrradreifen bieten einen besseren Halt, erlauben jedoch kaum hohe Geschwindigkeiten. Schmalere Reifen haben eine kleinere Kontaktfläche zum Boden, dadurch fahren sie sich leichter und können mit weniger Aufwand höhere Geschwindigkeiten erreichen. Allerdings bieten sie auch weniger Stabilität.
Um einen Vergleich der Preise durchführen zu können, sollte in Test und Vergleich angegeben werden, wie viele Reifen im Lieferumfang enthalten sind. Ob der Fahrradreifen unplattbar sofort aufgezogen werden kann oder zusätzlich ein Schlauch benötigt wird, sollte ebenfalls aus Test und Vergleich hervorgehen.
Die Sicherheit beim Fahren hängt entscheidend davon ab, welchen Grip die Fahrradreifen unplattbar aufweisen. Ein guter Halt auf der Strecke ist nicht möglich, wenn der Grip fehlt. Die Lebensdauer des Reifens ist abhängig von dem Material. Minderwertige Materialien werden schnell porös und haben einen hohen Abrieb. Das heißt, dass das Profil schnell reduziert wird.
Unsere Auflistung der typischen Fehler und Schwachstellen kann bereits dabei helfen, bei der Auswahl der Reifen auf die entscheidenden Kriterien zu achten. Test und Vergleich helfen weiterhin dabei, die entsprechenden Ergebnisse zu erhalten. Eine weitere Hilfe stellen Kundenrezensionen dar.
Die Abkürzung ETRTO steht für The European Tyre and Rim Organisation. Dabei gibt die erste Zahl die Reifenbreite an, während die zweite Zahl für den Innendurchmesser steht.
Internet vs. Fachhandel
Wenn Fahrradreifen unplattbar gekauft werden sollen, stellt sich auch die Frage, wo sie erworben werden sollen. Direkt im Fachhandel vor Ort oder im Internet? Beide Varianten bieten verschiedene Vorzüge und Nachteile.
Die Auswahl im Internet ist deutlich größer als im stationären Handel. Jedes erhältliche Modell kann online gefunden werden. Im Fachhandel kann eine direkte Beratung in Anspruch genommen werden. Online finden sich hingegen verschiedene Ratgeber. Der Vorteil im stationären Handel ist, dass die Beratung direkt vor Ort erfolgen kann.
Welche Fahrradreifen unplattbar die beste Wahl für das eigene Fahrrad sind, lässt sich durch Testund Vergleich vergleichsweise einfach herausfinden. Online lassen sich die entsprechenden Ergebnisse mit sehr wenig Aufwand finden. Ebenso wie Test und Vergleich können auch Kundenrezensionen online sehr einfach gefunden werden.
Ob sich die Fahrradreifen unplattbar bei einem anderen Händler günstiger finden, lässt sich im Internet mit einer einfachen Suche und wenigen Klicks ganz bequem und schnell feststellen. Nicht nur aber vor allem, wenn in der näheren Umgebung kaum ein Fahrrad-Fachhandel zu finden ist, gestaltet sich der Kauf online deutlich komfortabler. Fahrt, Anstehen und Parkplatzsuche entfallen.
Alternativen zu unplattbaren Reifen
Eine weitere Alternative zu den Fahrradreifen unplattbar stellen unter anderem Drahtreifen dar. Hier sorgt eine Drahtgestell für zusätzliche Stabilität. Eine weitere Alternative sind Vollgummireifen. Diese sind nicht luftgefüllt, sondern bestehen - wie der Name bereits verrät - vollständig aus Gummi. Eine weitere Alternative ist das Einbringen von einem Pannenschutz. Hierbei handelt es sich um eine Art Folie, die zwischen Mantel und Schlauch eingebracht wird. Der Vorteil hierbei ist, dass weder Reifen noch Schlauch gewechselt werden müssen.
Bekannte Hersteller und ihre Technologien
Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.
Arten von Fahrradreifen
In der Regel lassen sich folgende Arten von Fahrradreifen unterscheiden:
- Drahtreifen: Diese Reifen haben starre Stahl- oder Kevlar-Drähte, die in die Kante des Reifens eingearbeitet sind und auf der Felge sitzen. Sie sind in der Regel günstiger, aber auch schwerer und schwieriger zu montieren. Sie werden in der Regel mit zusätzlichem Fahrradschlauch gefahren und sind somit nicht Tubeless-kompatibel.
- Faltreifen: Faltreifen sind vom Aufbau ähnlich wie Drahtreifen, allerdings besitzen sie biegsame Kevlar-Drähte, was sie leichter und einfacher zu transportieren macht, da sie faltbar sind. Im Gegensatz zu klassischen Drahtreifen lassen sich Faltreifen auch schlauchlos fahren.
- Tubeless Reifen: Diese Reifen werden ohne Schlauch gefahren und benötigen eine spezielle tubeless-kompatible Felge. Sie bieten Vorteile bei der Pannensicherheit und können mit geringerem Luftdruck gefahren werden, was mehr Komfort und besseren Grip ermöglicht. Außerdem sind sie um einiges leichter als Drahtreifen. Für den zusätzlichen Pannenschutz sorgt die sogenannte Dichtmilch oder Tubeless-Milch.
Einflussfaktoren auf die Reifenperformance
Im Folgenden fassen wir Messergebnisse zusammen und geben konkrete Tipps zur Reifenwahl.
Die Wahl zwischen Tubeless und Drahtreifen hängt von den spezifischen Anforderungen und dem individuellen Fahrverhalten ab.
- Rollwiderstand: Der Rollwiderstand ist ein zentraler Faktor, der die Effizienz des Reifens beschreibt. Er definiert den Energieverlust, der entsteht, wenn sich der Reifen unter Belastung verformt. Einflussfaktoren auf den Rollwiderstand sind etwa die Reifenbreite, der Luftdruck, die Gummimischung und das Profil beziehungsweise dessen Tiefe. Breitere Reifen reduzieren den Rollwiderstand auf glatten Oberflächen.
- Aerodynamik: Laut einer Studie von AeroCoach beeinflussen bereits geringe Unterschiede in der Reifenbreite den Luftwiderstand. 23 Millimeter breite Pneus schneiden hier aerodynamisch besser ab als breitere Modelle, da sie eine geringere Stirnfläche bieten.
- Pannenschutz: Moderne Rennradreifen bieten hierfür spezielle Schutzschichten aus Materialien wie Kevlar, Vectran, PU, Aramid et cetera.
- Reifendruck: Im Durchschnitt erhöht ein Reifendruck von 1 bar über dem empfohlenen Druck den Rollwiderstand um 0,5 bis 1 Watt.
Testergebnisse und Empfehlungen
Hier eine Auswahl der Testergebnisse.
Der neue Continental Grand Prix 5000 überzeugt auf ganzer Linie: einfache Montage, sportliches Fahrverhalten, geringer Rollwiderstand und exzellenter Pannenschutz. Nur beim Gewicht hat Pirelli die Nase vorn. Dennoch: ein klarer Testsieger.
Der Pirelli P Zero Velo ist der leichteste Reifen im Test und überzeugt mit einfacher Montage und auffällig lebhaftem Handling: Der Italienter schafft den Sprung aufs Podium. Beim Pannenschutz klafft eine kleine Lücke zur Spitze. Dennoch: ein klarer Preis-Leistungs-Tipp.
Die Ergebnisse der getesteten 2021er-Reifen
- Continental GP 5000: Contis GP 5000 überzeugt auf ganzer Linie: einfache Montage, sportliches Fahrverhalten, geringer Rollwiderstand und exzellenter Pannenschutz. Nur beim Gewicht hat Pirelli die Nase vorn. Dennoch: ein klarer Testsieger.
- Michelin Power Road Black TS: Bei Gewicht und Fahreindruck vorn dabei, lässt Michelins neuer Power Road in puncto Rollwiderstand, Pannenschutz und Montage Punkte im direkten Vergleich zur Konkurrenz liegen. Dafür ist er der günstigste Reifen im Test.
- Pirelli P Zero Velo: Der leichteste Reifen im Test, einfache Montage und auffällig lebhaftes Handling: Pirelli schafft den Sprung aufs Podium. Beim Pannenschutz klafft eine kleine Lücke zur Spitze. Dennoch: ein klarer Preis-Leistungs-Tipp.
- Schwalbe Pro One Tubetype: Schwalbes agiler Pro One Tubetype liegt bei allen Testkriterien quasi auf dem hohen Niveau von Contis GP 5000. Letztlich unterliegt Schwalbe dem Testsieger nur denkbar knapp, ist aber auch geringfügig günstiger.
- Vittoria Corsa Control G2.0: Beim Pannenschutz knapp auf Platz drei, kann Vittoria bei Gewicht und Rollwiderstand das Hinterrad der Konkurrenz nicht ganz halten. Schade, denn der Fahreindruck geht in Ordnung und die Montage gelingt erfreulich leicht.
- Vredestein Fortezza Senso Superiore: Der teuerste Reifen im Test verdient sich viele Punkte dank geringem Gewicht und Rollwiderstand. Das Fahrverhalten ist sportlich, die Montage kinderleicht. Mit besseren Pannenschutzwerten wäre ein Top-Ergebnis drin.
Der Grand Prix 5000 von Continental überzeugt unter den Clincher-Modellen besonders - sowohl durch seine Laborwerte beim Rollwiderstand und beim Pannenschutz als auch durch die Praxiseindrücke zum Grip und zum Abrollverhalten. Dieses Allround-Top-Niveau erreicht ansonsten nur der Pro One von Schwalbe. Auffällig: Auch die jeweils günstigeren Allwetter-Trainings-Modelle, der Continental GP 4 Seasons und der Schwalbe One Plus, überzeugen.
Im Tubeless-Sektor ragt ein Modell heraus: Der in der Praxis sehr geschmeidig rollende Pro One TLE von Schwalbe ist der Beste in den Kategorien Gewicht und Rollwiderstand - und auch beim Pannenschutz vorne dabei.
Ein klarer Kauftipp: Der Continental Grand Prix 5000 überzeugt in allen Testkriterien. Der Reifen erreicht einen Bestwert beim Rollwiderstand, der Pannenschutz ist in allen Bereichen mindestens solide und das Gewicht ist sehr gering. Alle diese Punkte sprechen für die aktuelle Version des Klassikers.
Hier eine Tabelle mit ausgewählten Reifenmodellen und ihren Eigenschaften:
| Reifenmodell | Typ | Pannenschutz | Rollwiderstand | Grip | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Continental Grand Prix 5000 | Clincher | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut | Allrounder, sehr ausgewogen |
| Schwalbe Pro One TLE | Tubeless | Sehr gut | Sehr gut | Sehr gut | Geschmeidig, leicht |
| Continental GP 4 Seasons | Clincher | Exzellent | Gut | Gut | Ganzjahrestauglich |
| Schwalbe One Plus | Clincher | Exzellent | Gut | Gut | Hoher Pannenschutz |
| Goodyear Eagle F1 | Clincher/Tubeless | Gut | Sehr gut | Sehr gut | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
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