Die neue Shimano 12-fach kommt nur noch als elektronische Schaltung „Di2“ auf den Markt. Mechanisch geschaltet wird bei der 12-fach nun nicht mehr. Bist du interessiert an der neuen Gruppe und überlegst sie (mit neuem Rennrad) zu kaufen? Für Technik-Liebhaber ist die neue Shimano 12-fach Schaltung ein Festschmaus.
Technische Details und Innovationen
Lange überfällig im Hause Shimano - jetzt mit einer Zwischenlösung zu SRAM (komplett kabellos). Das neue Schaltwerk ist das “Gehirn” der Schaltung und übernimmt den Empfang der Daten von den Hebeln. Ein Kabel geht vom Akku zum Schaltwerk, das zweite führt vom Akku zum Umwerfer, mehr wird nicht benötigt. Der Akku bleibt nach wie vor in der Sattelstütze verbaut, er umfasst nach wie vor ca 500 mAh und hält ca. 1.000km.
Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit
Schön zu lesen, es wird kein spezieller Freilaufkörper benötigt oder gar neue Laufräder, um die 12-fach Gruppe nutzen zu können. Man kann das neue 12-fach Ritzelpaket problemlos auf den Shimano 11-fach-Freilaufkörper montieren. Shimano lässt seine Kunden nicht im Stich und bietet die neue 12-fach Schaltgruppen ebenfalls für die Felgenbremse an. Dabei nutzt Shimano die neue BR-R8100 (Ultegra) bzw.
Verbesserte Leistung und Handhabung
Shimano gibt an, dass sich mit Hyperglide+ die Laufruhe und Schalt-Effizienz und vor allem die Schaltzeiten bei Di2 noch einmal merklich verbessern würde. Das sowieso schon schnelle Di2 Schalten wirkt einfach nochmal um einen Ticken präziser und schneller. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Schaltzeiten nun ca. Die neue Version kommt mit einer besseren Bremsleistung und weniger Geräuschen an den Kunden. Dafür ist der Abstand von ca. Shimano hat ordentlich an der Handhabung für das Cockpit geschraubt.
Die ULTEGRA FC-R8100-P Powermeter-Kurbel bietet ca. 2% Genauigkeit mit einem Integriertem, wasserdichten und aufladbaren Lithium-Ionen-Akku. (ca. 300 Stunden Fahrzeit). Shimano hat seine bekannte E-Tube App etwas überarbeitet. Diese wirkt nun noch aufgeräumter und übersichtlicher.
Dura-Ace vs. Ultegra
Wie immer unterscheiden sich die beiden Gruppen in dem Oberflächen-Finish und im Gewicht. Die Dura-Ace Variante bringt ca. 250-300 Gramm weniger auf die Waage als die Ultegra. Besitzt man noch keine elektronische Schaltung, wäre jetzt genau der perfekte Zeitpunkt für ein Upgrade.
Shimano GRX Di2 12-fach für Gravel Bikes
Im Herbst 2023 brachte Shimano seine erste Gravel-Schaltgruppe GRX mit Zwölffachantrieb auf den Markt. Zunächst gab es allerdings nur eine mechanische Version. Nun präsentierte der japanische Hersteller mit der GRX Di2 die elektronische Variante. Dabei verzichtet man auf eine Kabelverbindung der Cockpit-Komponenten. Nur das Schaltwerk und der Umwerfer sind verbunden mit einem zentralen Akku. Die Schalt-Bremshebel werden in dieser Konfiguration mit Batterie-Knopfzellen versorgt und kommunizieren per Funk mit dem Schaltwerk.
Ergonomie und Design der GRX Di2
Überarbeitet haben die japanischen Ingenieure zudem die Brems- und Schaltgriffe. Wie bereits bei den Vorgängermodellen soll auch bei den neuen Brems- und Schaltgriffen die an der Innenseite der Hörnchen angebrachte dritte Di2-Schalttaste dafür sorgen, dass für die Kontrolle von Zusatzfunktionen die Hand den sicheren Griff am Lenker nicht verlassen muss. Shimano setzt bei der GRX Di2 der zweiten Generation weiterhin auf einen Zweifach-Antrieb. Abstufungen 48/31 und 46/30 möglich.
Neue Kassetten-Optionen und Integration
Neu sind die Kassetten-Optionen 11-36 und 11-34, die aus dem bestehenden Shimano-12fach-Rennrad-Portfolio übernommen werden und mit dem zusätzlichen Ritzel eine feinere Gangabstufung bieten sollen. Jede dieser Übersetzungsvarianten lässt sich mit den aktuellen Carbon-Gravel-Laufrädern von Shimano, der WH-RX880-Serie, kombinieren. Auch die optionale Integration zusätzlicher Shifter, beispielsweise am Oberlenker, im Unterlenker oder an zusätzlich montierten Aero-Aufsätzen, ist neu.
Technologie und Funktionalität des RX825-Schaltwerks
Das RX825-Schaltwerk verfügt über Shimanos Shadow-RD+-Technologie mit einem speziellen „Clutch”-Mechanismus, der im eingeschalteten Zustand den Schaltwerkskäfig fixiert und so das Schlagen der Kette und die Gefahr des Abspringens verhindert. Wie bei den Shimano-2-fach-Di2-Gruppen für das Rennrad ist das Schaltwerk auch bei der GRX das Kommunikationszentrum für das System, das kabellos mit den Schaltern, kompatiblen Geräten von Drittherstellern und der E-Tube-Project-App auf dem Smartphone kommuniziert.
„Front-Shift-Next“-Funktion
Mit der „Front-Shift-Next“-Funktion führt Shimano zudem eine neue Schaltoption mit der neuen GRX-Di2-12fach-Gruppe ein, die es in Zukunft auch bei den Road-Schaltgruppen geben wird. Die neue Funktion ermöglicht es, den Kettenblattwechsel mit einer beliebigen Taste auszulösen. Man benötigt dann nicht eine Taste für den Wechsel auf das große Blatt und eine für den Sprung auf das kleine. Stattdessen wechselt der Umwerfer das Kettenblatt immer dann, sobald die dafür festgelegte Taste gedrückt wird.
GRX-SPD-Pedale in limitierter Auflage
Zeitgleich mit der neuen Shimano-GRX-Di2-Gruppe bringt der japanische Hersteller „Limited-Edition“-GRX-SPD-Pedale, PD-M8100-UG, auf den Markt. Die beidseitigen GRX-SPD-Pedale zeichnen sich durch eine breite Aufstandsfläche und eine flache Plattform aus, was die Stabilität in anspruchsvollem Gelände oder auf losem Untergrund erhöhen soll. Zum Gesamtgewicht der Komplett-Gruppe macht Shimano bisher keine Angaben.
Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger
Doch was gibt es am schon sehr guten Vorgänger noch zu verbessern? Nicht ganz ein Jahr nach dem Launch der 12-fach-GRX ist nun auch der elektronische Zwilling namens Shimano GRX Di2 auf dem Markt. Analog zu den aktuellen Road-Komponenten setzt die Gravel-Schaltgruppe auf den bekannten zentralen Akku, kabellose Shifter und eine neue „Zentrale“, integriert im Schaltwerk. Schon die Hoods des Vorgängers wussten zu begeistern. Laut eigener Aussage will Shimano die Ergonomie an der neuen GRX Di2 sogar nochmals verbessert haben. So sehen die Hoods trotz ähnlicher Grundform recht unterschiedlich aus. Etwas massiver und größer, muten die Shifter auch dank neu platzierter Statusleuchten fast futuristisch an.
Ergonomische Anpassungen
Ergonomisch passen sie sich dabei dank angewinkeltem Bremsgriff besonders gut an die im Gravel-Bereich beliebten Lenker mit Flare an. Als zusätzlichen Benefit winken eine rundere Form und eine größere Auflagefläche zum Vorbeugen von Druckpunkten. Das Gewicht der Hoods mit der Bezeichnung ST-RX825 gibt Shimano mit 415 g pro Paar an. Das Set aus Schalthebel und Bremse am Vorderrad gibt es für 449,95 € bzw.
Das „Gehirn“ im Schaltwerk
Das Gehirn der 12-fach Shimano GRX Di2 sitzt ab sofort im Schaltwerk. Hier findet nicht nur die Kommunikation mit externen Geräten wie Headunit oder Handy statt, auch die komplette Einstellung läuft über das Schaltwerk. Zusätzlich versteckt sich der Ladeport unter einer kleinen Abdeckung am hinteren Ende. Als wirklicher Unterschied zu den Road-Komponenten mit den gleichen Specs bekommt die GRX Di2 eine eigene Kettenstabilisation, welche sich wie gewohnt per Kipphebel an- bzw. ausschalten lässt. Das kleine Extra bringt natürlich auch zusätzliches Gewicht, und so kommt das Schaltwerk mit der Kennung RD-RX825 auf 310 g im Vergleich zu 287 g des Vorgängers.
Der Umwerfer im Detail
Zwar leicht überarbeitet, erinnert der Umwerfer der neuen Shimano GRX Di2 doch stark an den Vorgänger. Die schmalere Bauweise, wie sie an den neuesten ULTEGRA Di2 und DURA-ACE Di2-Umwerfern zu sehen ist, lässt sich hier gänzlich vermissen. Extra für den Gravel-Einsatz wurde allerdings die Kettenlinie um 2,5 mm nach außen verlegt. Kompatibel ist der Umwerfer mit der bereits bekannten GRX 2×12-Kurbel RX820, hier gibt es die Option auf 48/31.
Software-Innovation: „Front shift next“
„Front shift next“, so nennt Shimano die nächste kleine Innovation, welche im Zuge des GRX Di2-Launch vorgestellt wird. Etwas kryptisch beschreibt das die Möglichkeit, die Di2-Buttons so zu programmieren, dass sich mit nur einem Knopfdruck der Umwerfer schalten lässt, ganz egal in welcher Position dieser steht. So lässt sich ein Schalter an den Hoods als neuer Umwerfer-Master-Shifter auswählen, und dieser schaltet je nach Position den Umwerfer hoch oder runter. Ähnlich wie bei SRAM soll so vor allem Dropbar-Neulingen der Einstieg erleichtert werden.
Verfügbarkeit und Preis
Wie so oft bei aktuellen Fahrradkomponenten spielt die Verfügbarkeit aktuell eine SEHR große Rolle. Der Preis beläuft sich, sollte man eine bekommen, auf ca. Die Dura-Ace Version kostet ca.
Test der Shimano Dura-Ace R9200
Ende August 2021 war es schließlich soweit: Shimano präsentierte die neueste Auflage der Rennrad-Gruppe Dura-Ace R9200 und - erstmals in der Unternehmensgeschichte zum gleichen Zeitpunkt - auch eine neue Ultegra 12fach-Gruppe R8100 der Öffentlichkeit.Können die Gruppen der technisch enteilten Konkurrenz Paroli bieten? TOUR will es mit dem Test der neuen Shimano Dura-Ace R9200 wissen.
Testbedingungen und erste Eindrücke
Schon am Start die erste positive Überraschung: Die zunächst größer wirkenden Griffkörper fallen schlank aus und lassen sich auch mit kleinen Händen wunderbar umgreifen. Dafür ist mehr Platz für die Finger zwischen Bremshebel und Lenker, ein klarer Komfortgewinn. Die leicht nach innen geneigten Höcker bieten eine echte Griffposition, die beiden Schalttasten sind klarer voneinander abgegrenzt und auch mit Handschuhen im Dauerregen eindeutig zu fühlen. Ein erster Druck auf den Schaltknopf gibt deutliche Rückmeldung mit einem spürbaren „Klick”.
Funktechnologie und Montagevorteile
Die wohl wichtigste Innovation aber ist unsichtbar: Die Schaltbefehle gelangen jetzt per Funk zum Schaltwerk. Kabel müssen am Lenker nicht mehr verlegt werden, jedenfalls nicht zwingend. Das dürfte vor allem Radhersteller und -mechaniker freuen, die bei der Montage an integrierte Lenker viel Zeit sparen.
Zwölf Ritzel und ihre Vorteile
Beim Einrollen zum ersten Gebirgszug lernen wir nicht nur den fast lautlosen Lauf des Shimano-Getriebes, sondern auch schon den Vorteil des zwölften Ritzels schätzen. Der verbauten 12-30-Kassette wurde ein zusätzlicher Kranz mit 16 Zähnen spendiert. Die viel genutzten „Arbeitsgänge“ sind damit extrem fein abgestuft, in welligem Terrain gibt es immer den richtigen Gang. In den Folgetagen werden wir uns an steilen Rampen allerdings eine bergtauglichere Übersetzung wünschen. Die gute Nachricht: Auch damit kann die neue Dura-Ace dienen. Die zweite verfügbare Kassette wurde nach oben auf 11-34 erweitert - bisher vertrug das Schaltwerk maximal 30 Zähne. Mit einer Kompaktkurbel ist also erstmals eine 1:1-Übersetzung drin, das war bisher nur bei günstigeren Gruppen möglich. Am anderen Ende kann man mit größeren Kettenblättern noch mehr Speed machen: Die übliche Profi-Übersetzung 53-39 wird durch die neue Abstufung 54-40 ersetzt.
Schaltvorgänge und ihre Geschmeidigkeit
Bei vielen Schaltvorgängen im kupierten Gelände zeigt sich, dass die Japaner das Schaltverhalten der Dura-Ace-Kassette mit neu gestalteten Schaltweichen nochmals verfeinern konnten. Vor allem Schaltvorgänge auf kleinere Ritzel unter Last, bei denen die Kette bislang mit einem mehr oder minder lauten Knall einfach herunterfiel, wirken nun geschmeidiger. Auch auf größere Ritzel klettert sie etwas weicher, aber nicht so signifikant. Die neuen Kassetten passen auf die Elffach-Freiläufe aller Shimano-kompatiblen Laufräder - auch das ist erfreulich.
Schnellerer Umwerfer
Am ersten steileren Anstieg liefert ein Druck auf den linken Schaltknopf den nächsten Aha-Effekt: Der schlankere Umwerfer arbeitet hörbar schneller. Auch das Schaltwerk soll laut Shimano über 50 Prozent zügiger wechseln als bislang. Praxisrelevant ist beides in unseren Augen aber nicht, denn schon bisher wechselten die Gänge rasend schnell, der absolute Unterschied beträgt nur Bruchteile von Sekunden.
Scheibenbremsen-Technologie vom Mountainbike
Merkliche Fortschritte gibt es bei den Scheibenbremsen der Dura-Ace, denen wir in sehr steilen, teilweise buckligen, verschmutzten und regennassen Abfahrten viel Vertrauen schenken mussten. Die vom Mountainbike übernommene Technologie „Servo Wave“ ist das Geheimnis eines überragenden Ansprechverhaltens: Zieht man am Hebel, legen die Beläge anfangs viel Weg zurück, ab dem Druckpunkt wird der Weg immer kleiner, die Bremskraft dafür größer. Hohe Bremsleistung und die beste Bremskraft-Kontrolle in der Konkurrenz sind die Folge - selbst Vollbremsungen aus hohen Geschwindigkeiten lassen sich locker mit zwei Fingern aus Bremsgriffhaltung erledigen.
Bremsscheiben und ihre Eigenschaften
Auch die neue Bremsscheibe kommt von der Mountainbike-Gruppe XTR. Sie ist leichter, aber deutlich steifer, in den Bremszangen lassen die Beläge zudem mehr Abstand zur Scheibe. Das zeitweise Schleifen nach stärkeren Bremsungen, das jeden Shimano-Disc-Fahrer bislang begleitete, ist damit fast geheilt. Geblieben ist ein lautes Quietschen bei Nässe, auch wenn es gefühlt etwas weniger häufig und weniger lange auftritt. Hier zeigen vor allem die Discs von Konkurrent Campagnolo, wie es besser geht.
Option für Felgenbremsen
Eine gute Nachricht gibt es für Fans von Felgenbremsen: Auch damit lässt sich der Zwölffach-Antrieb kombinieren. Die neuen Hebel dafür erinnern von der Form eher an das Vorgängermodell und verfügen nicht über die Funktechnologie, die Bremsen selbst bleiben unverändert zur Dura-Ace R9100.
Zwölffach-Kette aus der XTR-Gruppe
Ebenfalls der XTR-Mountainbike-Gruppe entnommen ist die Zwölffach-Kette - was in mehrerer Hinsicht eine gute Nachricht ist: Zum einen ist es dadurch einfacher, Ersatzteile für mehrere Räder zu bevorraten. Außerdem zeigen Verschleißtests im Labor, dass die Kette in dieser Disziplin zu den Besten gehört.
Shimano gibt eine Reichweite von zirka 1.000 Kilometern an, in weniger anspruchsvollem Gelände dürften es deutlich mehr werden. Wer die Hebel direkt mit dem Akku verkabelt, kann noch mal 50 Prozent mehr Reichweite rausholen - das ist mehr als komfortabel.
Für das getestete Ensemble ruft Shimano - ohne die Laufräder - knapp 4.200 Euro auf. Das klingt viel, ist in Wahrheit aber 440 Euro günstiger als der bisherige Listenpreis in vergleichbarer Konfiguration.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Shimanos neuester Streich der Gravel-Schaltgruppen vereint aktuelle Road-Elektronik mit Gravel-Kurbel, -Kassetten und -Bremsen. Gepaart mit kleinen Ergonomie-Verbesserungen und einer vereinfachten Schalterbelegung, geht Shimano mit der GRX Di2 einen Schritt in die Zukunft.
| Merkmal | Dura-Ace | Ultegra | GRX Di2 |
|---|---|---|---|
| Schaltungstyp | Elektronisch (Di2) | Elektronisch (Di2) | Elektronisch (Di2) |
| Anzahl der Gänge | 12 | 12 | 12 |
| Bremsentyp | Disc oder Felge | Disc oder Felge | Disc |
| Besonderheiten | Leichter, präziser | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Gravel-spezifisch, verbesserte Ergonomie |
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