Die Firma Rex baute anfänglich Fahrrad-Hilfs-Motoren wie den FM 34, 40 und 50.1. Letzterer endete schließlich 1954 in dem ersten konfektioniert gebauten Moped, dem Rex Moped Standard, das auch schlicht als Volksmoped bezeichnet wurde.
Das Volksmoped war später auch in einer Luxusausstattung erhältlich, das über eine Federgabel, Schwingsattel und weitere Extras verfügte. Weiterhin konnte man sich entweder für eine Version mit Keilriemen oder eine mit Kettenantrieb entscheiden.
Bereits ein Jahr nach Einführung der Modelle Standard und Luxus wurden neue Modelle eingeführt, die den bewährten 504er Zweigangmotor verbaut hatten, darunter die Rex XX und ab 1957 die Rex Typ 17. Letztere wurde später von der Rex Typ 21 Monaco ersetzt, die anfänglich mit dem 504er Motor und später dem 510er Motor ausgestattet war, der drei Gänge besaß.
Die Motoren der Firma Rex wurden auch in andere Länder exportiert, darunter in die Niederlande zur Firma RAP, nach Dänemark zu den Firmen Lion, Olympic, Power und Presto, ebenso nach Schweden, wo die Motoren unter dem Namen Pilot vertrieben wurden, aufgrund einer dort bereits existierenden Firma Maskinfabriken Rex, die Automobile und Motorräder herstellte. Verbaut wurden die Pilot-Motoren dort unter anderem in Marathon-, Monark-, Jagaren- und Kroon-Fahrzeugen.
Die Gebrüder Bagusat hatten ihr letztes Geld auf der Trabrennbahn verspielt. Das hatte zur Folge, dass sie ihre Mitarbeiter nicht mehr bezahlen konnten; auch konnten sie keine Fahrzeuge mehr produzieren lassen. Die letzten Mopeds wurden in den Panther-Werken in Braunschweig zusammengebaut, wie z. B. die Monaco. Die restlichen anfallenden Löhne wurden dann mit „Naturalien“ bezahlt, wie z. B. Motorkits.
Es wurde sogar noch versucht, die Firma zu retten, indem man in Italien produzieren wollte, wie einige Teile der zwei Sportausführungen, z. B. die Telegabel. Große Boxen mit Ersatzteilen wurden schon dorthin gebracht. Es wurden sogar neue Prospekte mit einem neuen Fahrgestell und dem bewährten Eingang-Motor gedruckt. Mangels Kapital ist jedoch dort nichts mehr passiert. Die Teile schlummerten dort etliche Jahre vor sich hin. Produktionszahlen wurden nie veröffentlicht.
Technische Details des REX 504 Motors
Der REX 504 Motor, der auch im Rex Typ 17 verbaut wurde, zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Type: REX 504
- Kühlung: Luftgekühlt
- Bauart: 2-Takt-Motor
- Spülung: Umkehrspülung
- Bohrung: 40 mm
- Hub: 39,5 mm
- Hubraum: 49,3 ccm
- Verdichtung: 1 : 6,8
- Zündanlage: Schwunglichtmagnetzünder
- Zündkerze: W 175 T 11
- Lichtanlage: 6 Voll, 17 Watt
- Vergaser: Pallas mit Seitenschwimmer und verstellbarer Luftklappe am Filter
- Auspuffanlage: Demontierbar
- Kraftübertragung: Von der Kurbelwelle zum Getriebe durch schräg verzahnte Stirnräder
- Hinterradantrieb: Rollenkette 1/2 X "3/16"
- Getriebe: Eingebautes Zweiganggetriebe, durch Drehgriff am Lenker schaltbar
- Kupplung: Lamellenkupplung im Ölbad laufend
- Schmierung: Motor: Gemischschmierung 1 : 25, Getriebe: Getriebeöl SAE 80
- Startmöglichkeit: Eingebaute Treteinrichtung, Motor kann im Stand bei Gangstellung 0 angetreten werden.
Weitere Merkmale
Die kühne und doch robuste Rahmenkonstruktion entspricht dem Formensinn unserer Zeit. Der eingebaute fünfhundertausendfach bewährte REX-Motor gewährleistet zügige, flotte Fahrt. Einrohrrahmen, Schwinge mit Federbeinen vorne und hinten.
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