Roval, die Laufradmarke aus dem Hause Specialized, hat sich als feste Größe im Laufrad-Business etabliert. Nicht nur die eigenen Bikes mit Roval-Komponenten erfreuen sich großer Beliebtheit, auch im Aftermarket verkaufen sich die Laufräder richtig gut. Kein Wunder, denn die prägnanten weißen Logos sind durch den Profisport erst richtig bekannt geworden und stehen heutzutage als Synonym für Performance und Leistung pur.
Roval Alpinist: Leichtgewicht für Bergfahrer
Unter dem Namen Alpinist firmieren bei Roval besonders leichte und reaktive Carbon-Laufräder, die als Set unter 1300 Gramm wiegen. Diesen stellt Specialized nun erheblich günstigere Pendants mit Aluminiumfelgen zur Seite, die mit einem Setgewicht von unter 1500 Gramm ebenfalls auffällig leicht sein sollen.
Roval Alpinist SLX: Aluminium-Alternative
Die Felgen der Roval Alpinist SLX-Laufräder aus Aluminiumlegierung 6061 sollen dank eines neuen Kugelstrahlverfahrens besonders leicht und robust sein. Genauer gesagt 1485 Gramm gibt Specialized für die neuen Alpinist SLX an. Laut Hersteller ist der neue Alpinist SLX "der Gipfel dessen, was mit Leichtmetall erreicht werden kann".
Bei den Alpinist SLX setzt Hersteller Roval/Specialized auf die neuen DT Swiss 350-Naben mit Straightpull-Speichen, Center Lock-Bremsscheibenaufnahme und Zahnscheiben-Freilauf mit 36 Zähnen und 10º Eingriffswinkel. Optisch gibt sich der Laufradsatz sportlich schlank und filigran: Die Alu-Felge sind "nur" 24 Millimeter hoch und innen 20 Millimeter weit. Die maximale Außenweite beträgt 23,5 Millimeter. Disc-only kommen die Alpinist SLX mit Center-Lock-Bremsscheibenaufnahme, natürlich sind die Felgen Tubeless-kompatibel.
Technische Daten des Roval Alpinist SLX:- Felgenmaterial: Aluminiumlegierung 6061
- Felgenhöhe: 24 mm
- Maulweite: 20 mm
- Naben: DT Swiss 350 Straightpull
- Freilauf: Ratchet (36 Zähne, 10º Eingriffswinkel)
- Gewicht: 1485 Gramm (Satz)
- Kompatibilität: Tubeless-kompatibel
Zum Lieferumfang gehören neben Vorder- und Hinterrad vormontierte Tubeless-Felgenbänder, Tubeless-Ventile, Ersatzspeichen und ein Nippel-Kit. Kostenpunkt: 850 Euro für das Set, erhältlich ab sofort. 20 mm Maulweite sind kompatibel mit allen gängigen Rennradreifenbreiten von 25 bis 32 mm. Die Felgen sind tubeless-kompatibel, entsprechendes Felgenband und Ventile liegen bei.
ROADBIKE-Praxiseindruck der Alpinist SLX
Auffällig unauffällig - so lässt sich das Fahrgefühl der Roval Alpinist SLX beschreiben. Denn die Laufräder überzeugen durch ihr sehr präzises Fahrverhalten und zeigen vor allem in den Bergen ihre Stärken. Zum einen klettern sie leichtfüßig im Wiegetritt bergan, was uns unter anderem an der bis zu 24 Prozent steilen Super Planche des Belles Filles in den Vogesen zu Gute kam. Auf der anderen Seite rollen die Laufräder aber auch sicher bergab und vermitteln dank sehr präzisem Lenkverhalten und ihrer sehr geringen Windanfälligkeit viel Sicherheit.
Auch abseits der steilen Rampen überzeugten die Laufräder im Trainings-Alltag mit ihrem soliden Aufbau. Nach über 1000 Testkilometern - auch über leichte Gravelpassagen - zeigten sie keinerlei Höhen- oder Seitenschläge. Für Tubeless-Fans erfreulich: Die Montage verschiedener Reifen klappte im Testzeitraum ausgesprochen einfach.
Roval Rapide CLX II: Aero-Allrounder für höchste Ansprüche
Die Roval Rapide CLX II, bekannt als die ultimativen Aero-Laufräder, sind nicht mehr ausschließlich an Specialized-Bikes zu finden. Die Kombination aus flacher und breiter Front sowie tiefer und schmaler Heckgeometrie verspricht den optimalen Mix aus Aerodynamik und Seitenwindstabilität.
Als Aero-Allrounder sollen die Roval Rapide CLX II verschiedenste Bedingungen meistern, doch wie sehen die richtigen Specs dafür aus? Mit 1.485 g liegen die Laufräder zwar unter der magischen 1,5-kg-Grenze, sind aber knapp 100 g schwerer als der Durchschnitt im Testfeld. Dafür liegen die Stärken anderswo, denn vor allem das Vorderrad ist das Alleinstellungsmerkmal der Roval Rapide CLX II. Mit der 35 mm breiten Felge ist das Rad zwar nicht breiter als die direkte Konkurrenz von Reserve, aber durch die sich nicht verjüngende Form auch an den Flanken extrem breit. Das Resultat ist eine auffällige und etwas ungewöhnlich breite Felgenwulst.
Auch abseits der Felgen leistet Roval ganze Arbeit. Die eigens entwickelten Naben stehen wie das ganze Laufrad unter dem Aero-Motto und sollen durch die organische Form besonders wenig Luftwiderstand verursachen. Optisch sind die Laufräder sehr schick.
Als Wahl-Laufrad der Specialized-Profis müssen die Roval Rapide CLX II einiges abkönnen und auf den härtesten und längsten Etappen sowie im Zielsprint um jeden Meter kämpfen können. Und diese DNA spürt man auch. Mit einer ausgeglichenen Compliance funktionieren die Rapide auch auf langen Runden und vermitteln schon fast ein weiches Gefühl. Und so sind andere Laufräder direkter. Mit der Spritzigkeit und unangefochtenen Effizienz der Laufräder mit Carbonspeichen können die Roval nicht mithalten. Im direkten Vergleich wirken die klassisch gespeichten Laufräder geradezu weich.
Dennoch lassen sich die Räder gut beschleunigen und halten die Geschwindigkeit zuverlässig. Bei besonders hohem Systemgewicht und viel Power kommen die Laufräder allerdings etwas an die Grenzen und würden von mehr Steifigkeit profitieren.
Schon gefühlt spielen die Roval Rapide CLX II in der oberen Liga mit. Und das bestätigt sich auch im Windkanal. Nur minimal langsamer als die Konkurrenz von Reserve belegen die Rapide den dritten Platz. Ebenfalls ähnlich ist die Priorisierung der Gierwinkel. Durch die breite Felge vergrößert sich zwar der frontale Querschnitt, doch bei höherem Gierwinkel kommen die tieferen Felgen und bessere Aerodynamik voll zu tragen.
Besonders im Windkanal zeigt sich der Anspruch nach erstklassiger Aerodynamik. Auf der Straße bestechen sie durch viel Compliance und ein weicheres Fahrgefühl. Das passt für leichte Rider, aber mit höherem Systemgewicht oder viel Power steht es den Rädern etwas im Weg.
Roval Rapide CLX: Aerodynamik und Handling vereint
Überragende Aerodynamik, geringes Gewicht und stabiles Handling - diese Widersprüche will Roval mit den Rapide CLX-Laufrädern überwinden. Dafür bekommen Vorder- und Hinterrad eine unterschiedliche Form.
Das Vorderrad an Bikes ist durch seine Lenkbarkeit anfälliger für Seitenwinde als das Hinterrad und hat daher einen größeren Einfluss auf das Handling. Deshalb ist das Vorderrad des 2.600 € teuren Roval Rapide CLX-Laufradsatz mit 51 mm Felgenhöhe 9 mm flacher als das Hinterrad mit 60 mm Felgenhöhe. Dafür ist es mit 35 mm Felgenaußenbreite aber auch deutlich breiter als das Hinterrad mit 30,7 mm Felgenaußenbreite. Die Innenmaulweite liegt jedoch vorne und hinten bei 21 mm. Das bedeutet, dass die Felgenflanken am Vorderrad deutlich stärker sind.
Abgesehen davon sind die Roval Rapide CLX ziemlich herkömmliche Laufräder ohne technische Leckerbissen. Innenliegende Nippel wie an den Campagnolo Bora Ultra WTO-Laufrädern, die trotzdem von außen zu servicen sind, gibt es hier ebenso wenig wie ein ungebohrtes Felgenbett, das einen Tubeless-Aufbau auch ohne Felgenband erlaubt - auch wenn das für die Rapide CLX ohnehin hinfällig ist. An den Roval-Laufrädern werden außenliegende DT Swiss-Nippel verwendet, an denen am Vorderrad 18 und am Hinterrad 24 DT Swiss AEROLITE T-head-Messerspeichen ansetzen - jeweils einfach gekreuzt an der Bremsseite und auf der Antriebsseite vorne radial und hinten zweifach gekreuzt.
Am anderen Speichenende setzen die Speichen an den Roval AeroFlange-Naben an, in denen sich ein DT Swiss-Innenleben versteckt und die mit Steckachsen mit den Maßen 100×12 mm vorne und 142×12 mm hinten kompatibel sind. Ein Unterschied zu früheren Roval-Laufrädern auf CLX-Niveau. Denn anstatt weiterhin auf Keramiklager von CeramicSpeed zu setzen, laufen die Rapide CLX nun auf gedichteten Stahllagern. Den Kraftschluss am Hinterrad stellt - ebenfalls von DT Swiss - ein Ratchet EXP-Freilauf her, der mit allen gängigen Schaltgruppen kompatibel ist.
Das Gewicht der Laufräder von 1.410 g (Satz mit Felgenband) liegt minimale 10 g über der Herstellerangabe, gehört aber zu den absolut leichtesten Laufrädern im Bereich 50-60 mm Felgenhöhe.
Im Antritt und Durchzug ist alles, wie es sein sollte: Dank hoher Steifigkeit und geringem Gewicht beschleunigt das Test-Bike mit den Rapide CLX sehr willig und man hat den Eindruck, dass jedes Watt in Vortrieb umgesetzt wird. Je schneller man wird, desto mehr zeigt sich dann die Paradedisziplin der Laufräder. Ihre Effizienz ist erstklassig, liegt auf einem Niveau mit deutlich höheren Aero-Laufradsätzen und scheint dem Fahrtwindwind keine Angriffsfläche zu bieten.
Auch bergauf kann man mit ihnen flink unterwegs sein und sie ziehen einen nicht mit ihrem Gewicht nach unten. Im Seitenwind und bei seitlichen Böen zeigt sich, dass die Roval-Überlegungen von einem flacheren aber breiteren Vorderrad aufgehen. Die Anfälligkeit hält sich hier im Rahmen, gänzlich leugnen können die Rapide CLX ihre üppige Felgenhöhe aber nicht.
Komfortseitig treten die Laufräder eher auf der straffen Seite auf und aus 26-mm-Reifen kann auch nur sehr begrenzt Komfort generiert werden. Voluminösere Reifen mit weniger Luftdruck, die auf den Felgen problemlos Platz finden, können hier Abhilfe schaffen, jedoch sollte man bei ihrer Verwendung den Break-Even bei Luft- und Rollwiderstand im Auge behalten.
Positiv hervorzuheben ist die Robustheit der Laufräder: Im harten Dauereinsatz über mehrere Monate und tausende von Kilometern gab es nichts zu bemängeln: kein Knarzen, kein Klappern, keine losen Speichen, keine Seiten- oder Höhenschläge.
Die Roval Rapide CLX-Laufräder bieten ein ausgezeichnetes Aero-Gewichtsverhältnis. Wer also hauptsächlich in welligem Gelände unterwegs ist und einen Laufradsatz für alle Eventualitäten sucht, der kommt hier voll auf seine Kosten. Wer nur flach oder nur bergauf fährt, sollte sich jedoch einen Spezialisten suchen.
Roval Terra CLX II: Gravel-Laufradsatz für jedes Abenteuer
Bis auf die Felge ist alles neu. Die Roval Low Flange Disc Naben wurden vom Alpinist CLX II übernommen und machen die neue Version Terra CLX II um 50 Gramm leichter. Dadurch beschleunigt er schneller, lässt sich in Kurven agil steuern und ist auch auf der Langstrecke und mit Gepäck effizient.
Die Terra CLX II ist keine Hookless-Felge. Warum nicht? Specialized erklärt, dass die Konstruktion mit Haken am Felgenhorn das Einsatzgebiet der Felge vergrößert. Die Bandbreite an Reifen, die auf der Felge gefahren werden kann, ist größer und auch mit dem Reifendruck kann stärker variiert werden. Mit einer Maulweite von 25 Millimetern sind Reifen von 28 bis 47 Millimeter kompatibel; der maximal zulässige Druck beträgt 5,5 Bar. So kann das Setup an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
Details zum Roval Terra CLX II Laufradsatz:- Felge: Terra CLX Carbon Clincher, 700C, für Scheibenbremsen, tubeless-kompatibel, mit Haken
- Felgendimensionen: 32 Millimeter tief, 30 Millimeter äußere Breite, 25 Millimeter Maulweite
- Naben: Roval Light (LF13/LF14R), DT Swiss 180
- Lager: DT Swiss SINC Keramiklager
- Gewicht: Laufradsatz 1250 Gramm
- Reifenbreite: 28 bis 47 Millimeter
- Maximaler Reifendruck: 5,5 Bar
Roval Control World Cup: XC-Laufradsatz mit Gewichtsrekord
Specialized erweitert sein Laufrad-Portfolio um ein neues Topmodell für den Cross-Country-Rennsport. Der Roval Control World Cup Laufradsatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Specialized Factory Racing Team entwickelt und soll laut Hersteller neue Maßstäbe in puncto Gewicht und Performance setzen.
In unserem BIKE-Testlabor brachten die Laufräder nur 991 Gramm auf die Waage - und das inklusive Ventilen und Felgenband. Damit unterbietet der Neuling seinen Vorgänger um über 250 Gramm. Mit diesem sensationellen Wert ist der Roval Control World Cup aktuell der leichtesten Race-Laufradsatz am Markt.
Die Fakten zum Roval Control Worldcup:- Gewicht: 998 Gramm (Laufradsatz inkl. Ventile und Felgenband)
- Felgenmaterial: Carbon
- Preis: 2950 Euro
- Felgeninnenbereite: 28,5 Millimeter
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