Die Welt der Carbon Laufräder ist vielfältig, und Roval, die Eigenmarke von Specialized, hat sich einen Namen für Performance und Innovation gemacht. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Roval Carbon Laufräder, darunter die Modelle Terra CLX II und Alpinist SLX, und vergleicht sie hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Leistung und Einsatzbereiche.
Roval Terra CLX II: Bereit für jedes Abenteuer
Der Roval Terra CLX II Laufradsatz ist für Abenteuer auf Asphalt und Schotter konzipiert. Specialized sieht sein Einsatzgebiet von All-Road bis Gravel; für puristische Gravel-Races, Bikepacking-Trips quer über den Kontinent bis hin zu Mixed-Surface-Abenteuern. Bis auf die Felge ist alles neu.
Die Roval Low Flange Disc Naben wurden vom Alpinist CLX II übernommen und machen die neue Version Terra CLX II um 50 Gramm leichter. Dadurch beschleunigt er schneller, lässt sich in Kurven agil steuern und ist auch auf der Langstrecke und mit Gepäck effizient. Neben dem geringen Gewicht ist der Gravel-Laufradsatz laut Hersteller widerstandsfähiger denn je.
Nicht Hookless, sondern vielseitig
Von der vorhergehenden Generation ist nur die Felge geblieben. Die hat bereits mehrfach beim Unbound Gravel gesiegt. Die Terra CLX II ist keine Hookless-Felge. Specialized erklärt, dass die Konstruktion mit Haken am Felgenhorn das Einsatzgebiet der Felge vergrößert.
Die Bandbreite an Reifen, die auf der Felge gefahren werden kann, ist größer und auch mit dem Reifendruck kann stärker variiert werden. So kann das Setup an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Mit einer Maulweite von 25 Millimetern sind Reifen von 28 bis 47 Millimeter kompatibel; der maximal zulässige Druck beträgt 5,5 Bar.
Roval Terra CLX II im Detail
Zum Einsatz kommen die Roval LFD Naben, die auf DT Swiss 180 Naben basieren und für einwandfreie Fahrqualität sorgen. Hinzu kommen SINC Keramiklager, die für Effizienz sorgen.
Technische Daten:
- Felge: Terra CLX Carbon Clincher, 700C, für Scheibenbremsen, tubeless-kompatibel, mit Haken
- Felgendimensionen: 32 Millimeter tief, 30 Millimeter äußere Breite, 25 Millimeter Maulweite, 577 Millimeter ERD
- Nabe Vorderrad: Roval Light (LF13), DT Swiss 180, 100 × 12 Millimeter
- Nabe Hinterrad: Roval Light LF14R, DT Swiss 180, 142 × 12 Millimeter, Center Lock, EXP Technologie mit Ratchet Freilauf (36 Zähne/10º Eingriffswinkel), Shimano RD HG Freilaufkörper 11-fach
- Lager: DT Swiss SINC Keramiklager
- Speichen Vorderrad: DT Swiss Aerolite T-head; radial/one-cross (2:1), 21 Speichen, Antriebsseite: 278 Millimeter, Nicht-Antriebsseite: 290 Millimeter
- Speichen Hinterrad: DT Swiss Aerolite T-head; one-cross/two-cross (2:1), 24 Speichen, Antriebsseite: 288 Millimeter, Nicht-Antriebsseite: 286 Millimeter
- Nippel: DT Swiss Pro Lock Hex, Aluminium 2.0 × 14 Millimeter
- Reifenbreite: 28 bis 47 Millimeter
- Maximaler Reifendruck: 28C-32C 5,5 Bar (80 psi), 33C-36C 4,4 Bar (65 psi), 37C-47C 4,1 Bar (60 psi)
- Gewicht: Laufradsatz 1250 Gramm*, Vorderrad 570 Gramm*, Hinterrad 680 Gramm* (exklusive 15 g für Felgenband und Tubeless-Ventile)
- Herstellungsweise: von der Anordnung der Carbonfasermatten bis zum letzten Nippel handgefertigt
- Zubehör: Roval Tubeless-Felgenband, Ersatzspeichen, Nippel-Kit
- Maximales Systemgewicht: 125 Kilo
- Garantie: Lebenslange Garantie
- Preis: Vorderrad: 1100 Euro, Hinterrad: 1500 Euro
Roval Alpinist SLX: Aluminium, das sich wie Carbon anfühlt
Der Roval Alpinist SLX ist ein Rennrad-Laufradsatz aus Aluminium, der ein ähnliches Fahrerlebnis wie sein großer Bruder aus Carbon, der Specialized Roval Alpinist CLX II, bieten soll. Sein großer Bruder aus Carbon, der Specialized Roval Alpinist CLX II, ist gemacht für schnelle Beschleunigungen, gutes Handling in der Kurve und das Erklimmen von zahlreichen Pässen.
Der komplette Laufradsatz liegt hier bei 850 Euro. Der Alpinist CLX II wiegt 1373 Gramm, die Alu-Variante liegt mit 1485* Gramm nur 112 Gramm darüber. Gar nicht mal schlecht für Alu.
Um mehr Rennradfahrerinnen und Rennradfahrern ein ähnliches Fahrerlebnis zu ermöglichen, hat der Hersteller den neuen Alpinist SLX entwickelt. Ein Alpinist aus Aluminiumlegierung. Das Vorderrad kostet 1100 Euro, das Hinterrad liegt bei 1500 - ein kompletter Carbon-Laufradsatz liegt also bei 2600 Euro.
Die 24-Millimeter tiefe Felge aus der Aluminiumlegierung 6069 wurde mit einem Kugelstrahlverfahren behandelt. Das soll die Lebensdauer maßgeblich erhöhen. Um ein möglichst geringes Gesamtgewicht zu erreichen, werden DT Swiss 350 Naben und Sapim Speichen eingesetzt. Leichter geht es wohl kaum, wenn man bei Alu bleibt.
Fahrqualität steht an erster Stelle
Bei der Entwicklung des Alpinist SLX stand die Fahrqualität an erster Stelle. Leicht, steif und tubelesskombatibel sollten die Laufräder sein. Diese Ziele konnten nach Aussagen des Herstellers allesamt erfüllt werden.
Details zum Roval Alpinist SLX:
- Felge: Alpinist Alloy, Aluminiumlegierung 6061, kugelgestrahlt, 700C, für Scheibenbremsen, tubeless-kompatibel
- Felgendimensionen: 24 Millimeter tief/23,5 Millimeter breit, 20 Millimeter Maulweite
- Naben Vorderrad: DT Swiss 350 Straightpull, 100 × 12 mm, Naben Hinterrad: DT Swiss 350 Straightpull, 142 × 12 mm, Center Lock
- Freilauf: Ratchet Freilauf (36 Zähne, 10º Eingriffswinkel, konvertierbar), Shimano RD HG Freilaufkörper 11-fach
- Lager: abgedichtete Rillenkugellager aus Stahl von DT Swiss
- Speichen: Sapim D-Light Straightpull
- Nippel: Sapim Secure Lock, doppelvierkant, Aluminium, schwarz, 2,0 × 18 Millimeter, 16 cNm
- Maximaler Reifendruck: 8,9 Bar (130 psi)
- Gewicht: Laufradsatz 1485 Gramm*, Vorderrad 694* Gramm, Hinterrad 791* Gramm (exklusive 15 Gramm für Felgenband und Tubeless-Ventile)
- Herstellungsweise: von Hand gefertigt
- Zubehör: Roval Tubeless-Felgenband, Tubeless-Ventile, Ersatzspeichen, Nippel-Kit
- Preis: Vorderrad: 350 Euro, Hinterrad 500 Euro
Aero-Laufräder im Test: Ein Kompromiss aus Aerodynamik und Gewicht
Aero-Laufräder machen schneller - dies ist ein Fakt. Doch um wie viel und mit welchen Nachteilen? Letztlich geht es den meisten Radsportlern darum, bei den Laufrädern einen möglichst optimalen Kompromiss aus Aero-Vorteilen und einem in der Relation dazu niedrigen Gewicht und einer geringen Seitenwindanfälligkeit zu finden.
Die „goldene Mitte“ bilden hier in der Regel die Varianten mit Felgenhöhen zwischen 45 und 55 Millimetern. In diesem Aero-Laufräder-Test fokussierten wir uns deshalb auf Modelle mit Felgenhöhen zwischen 55 und 65 Millimetern. Die Preisrange: von 899 bis 2700 Euro. Alle getesteten Laufräder sind mit Carbonfelgen aufgebaut und für Scheibenbremsen ausgelegt.
Windkanal-Tests und Ergebnisse
Die Aerodynamik-Messungen nahmen wir im GST-Windkanal in Friedrichshafen vor. Die beiden Parameter, die im Mittelpunkt standen: Luftwiderstand und Seitenwind-Empfindlichkeit. Deshalb verglichen wir die Test-Modelle auch mit einem „normalen“ Referenzlaufradsatz: den DT Swiss E 1800 Spline mit 23 Millimeter hohen Alufelgen und einem Gewicht von 1697 Gramm.
Die Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde durchgeführt, wobei die Räder mit der gleichen Geschwindigkeit durch eine Walze angetrieben wurden, um realistische Verhältnisse zu erhalten. Damit auch Seitenwindverhältnisse beurteilt werden können, dreht sich der Prüfstand während der Messung von plus nach minus 20 Grad.
Seitenwind-Empfindlichkeit und Gewicht
Mit der Höhe der Felgen nimmt die Seitenwind-Empfindlichkeit zu - auch dies kann gemessen werden. Ein wichtiges Ergebnis: Die 65-Mililimeter-Modelle weisen gegenüber den flacheren Felgen mit 50 bis 55 Millimetern Höhe einen rund doppelt so großen Lenkmomentbeiwert auf, was auf der Straße bei böigem Seitenwind sehr deutlich spürbar und bei Stürmen teils kaum noch beherrschbar ist.
Leichte Laufräder beschleunigen besser und haben bei höhenmeterreichen Touren und Radmarathons Vorteile. Testsieger beim Gewicht wurden die Aero-Laufräder von Newmen mit 1429 Gramm - gefolgt von den Engage-, 1487, und den Specialized-Roval-Modellen, 1503 Gramm.
Tabelle: Ergebnisse des Aero-Laufräder-Tests
| Modell | Gewicht (g) | Felgenhöhe (mm) |
|---|---|---|
| Newmen | 1429 | 65 |
| Engage | 1487 | 55-65 |
| Specialized Roval | 1503 | 55-65 |
Roval Traverse SL II 240 6B im Dauertest
Wer sich einen teuren Carbon-Laufradsatz gönnt, der will daran lange Freude haben. Das weiß auch Specialized und konzentriert sich bei den Laufrädern der hauseigenen Marke Roval verstärkt auf das Thema Haltbarkeit.
Zum Glück gibt Roval Käufern, die ihre Laufräder innerhalb der ersten 90 Tage nach Kauf registrieren, eine lebenslange Garantie - das beruhigt den Puls etwas. Doch machen die Laufräder im Gegenwert eines durchschnittlichen deutschen Netto-Monatslohns deshalb auch lange Freude? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir die Roval Traverse SL II genauer unter die Lupe genommen und in ein Dauertest-Bike eingespannt.
Das ist neu beim Roval Traverse SL II
Roval will die Neuauflage der beliebten Traverse SL sowohl beim Gewicht, als auch bei der Haltbarkeit optimiert haben - zwei Bereiche, die gerade an Laufrädern nicht immer gut miteinander harmonieren. Zusammen ergibt das ein gutes Gewicht von 1611 Gramm für einen Trail-Laufradsatz mit 30 Millimetern Felgeninnenweite.
Im Vergleich zum Vorgänger verspricht Specialized eine um 15 Prozent gestiegene Stabilität am Vorderrad. Am Hinterrad sollen es sogar 25 Prozent sein. Das asymmetrische Felgenprofil erlaubt eine gleichmäßige Spannung der 28 Speichen pro Laufrad, was der Haltbarkeit zusätzlich zu Gute kommen soll.
Roval Traverse SL II 240 6B Herstellerangaben
- Laufradgröße: ausschließlich 29 Zoll
- Innenweite: 30 Millimeter
- Zulässige Reigenbreiten: 2,3 bis 2,6 Zoll
- Einsatzbereich: Trail
- Speichenzahl: 28
- Gewicht: 1611 Gramm (BIKE-Messung)
- Gewichtsfreigabe: 125 Kilo
- UVP Vorderrad: 925 Euro
- UVP Hinterrad: 1375 Euro
Roval Rapide CLX: Aerodynamik neu definiert
Überragende Aerodynamik, geringes Gewicht und stabiles Handling - diese Widersprüche will Roval mit den Rapide CLX-Laufrädern überwinden. Dafür bekommen Vorder- und Hinterrad eine unterschiedliche Form.
Am augenscheinlichsten ist dabei die unterschiedliche Form von Vorder- und Hinterrad. Das Vorderrad an Bikes ist durch seine Lenkbarkeit anfälliger für Seitenwinde als das Hinterrad und hat daher einen größeren Einfluss auf das Handling. Deshalb ist das Vorderrad des 2.600 € teuren Roval Rapide CLX-Laufradsatz mit 51 mm Felgenhöhe 9 mm flacher als das Hinterrad mit 60 mm Felgenhöhe. Dafür ist es mit 35 mm Felgenaußenbreite aber auch deutlich breiter als das Hinterrad mit 30,7 mm Felgenaußenbreite. Die Innenmaulweite liegt jedoch vorne und hinten bei 21 mm.
An den Roval-Laufrädern werden außenliegende DT Swiss-Nippel verwendet, an denen am Vorderrad 18 und am Hinterrad 24 DT Swiss AEROLITE T-head-Messerspeichen ansetzen - jeweils einfach gekreuzt an der Bremsseite und auf der Antriebsseite vorne radial und hinten zweifach gekreuzt.
Das Gewicht der Laufräder von 1.410 g (Satz mit Felgenband) liegt minimale 10 g über der Herstellerangabe, gehört aber zu den absolut leichtesten Laufrädern im Bereich 50-60 mm Felgenhöhe.
Roval Traverse HD 350 DEG: Robust für den Trail
Die Roval Traverse Laufräder wurden jetzt mit einem neuen Modell ergänzt. Die HD 350 DEG Laufräder mit der gleichnamigen DT Swiss 350 DEG Nabe wurden für den Einsatz auf dem Trail entwickelt. Ihr Ratchet DEG System hat 72 Rastpunkte mit einem Einrastwinkel von 5° - bei den anderen Modellen sind es 4 Grad.
Ein zentrales Feature der neuen Roval Traverse Laufräder ist die sogenannte FlatStop-Technologie. Diese Konstruktion soll laut Specialized die Widerstandsfähigkeit gegen Durchschläge deutlich erhöhen.
Die Roval Traverse Laufrad-Serie umfasst zwei unterschiedliche Modelle, die auf spezifische Einsatzbereiche zugeschnitten sind. Das Traverse SL II ist als leichtere Variante für Trail-Einsätze konzipiert. Das Traverse HD ist als besonders robuste Variante für harte Enduro-Einsätze ausgelegt.
Ein weiteres technisches Highlight der neuen Roval Traverse Laufräder ist das sogenannte ThreadBed-Ventilsystem. Dabei handelt es sich um ein direkt in die Felge eingeschraubtes Ventil, das ohne zusätzliche Kontermuttern auskommt.
Die Roval Traverse Laufräder werden mit verschiedenen Naben-Optionen angeboten, um unterschiedliche Anforderungen an Gewicht, Haltbarkeit und Preis abzudecken.
Roval Control Worldcup: Das Leichtgewicht für XC
Kaum ein Bauteil entscheidet über den Charakter und die Sprintqualitäten eines Bikes so sehr wie der Laufradsatz. Logisch, dass speziell in der Cross-Country-Kategorie besonders auf die Laufradsätze und ihr asketisches Gewicht geachtet wird.
Roval, Komponenteneigenmarke vom Bike-Giganten Specialized, setzt nun in der Kategorie zum Angriff an: Die Kalifornier zeigen mit dem Roval Control Weltcup, was aktuell technisch so möglich ist.
Kurz und knapp: Specialized Roval Control Worldcup
- 998 g im Paar (mit TL-Band und Ventilen)
- Carbonspeichen für maximale Gewichtsersparnis
- Neue Specialized Nabe mit Centerlock-Aufnahme
- Preis: 2950 Euro
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