Der RuhrtalRadweg: Eine Reise von Winterberg nach Duisburg

Der RuhrtalRadweg bietet auf einer Länge von knapp 240 Kilometern eine wunderschöne und abwechslungsreiche Strecke. Nimmst du den RuhrtalRadweg unter die Räder, folgst du ihrem Verlauf bis zur Mündung in den Rhein. Du radelst durch ein Gebiet, in dem Industriekultur und Natur so nah und harmonisch verbunden sind wie kaum irgendwo anders. Die Radtour ist eine vom ADFC ausgezeichnete „4-Sterne Qualitätsradroute“, die Natur und Kultur verbindet und zum Entdecken des Ruhrgebiets einlädt.

Friedlich und fast unscheinbar entspringt die Ruhr bei Winterberg. Von Winterberg aus radelst du an der immer breiter werdenden Ruhr entlang, wobei die erste Etappe die sportlichste ist. Das hügelige Sauerland, das dich gleich zu Beginn der Tour erwartet, stellt dich mit einigen Steigungen zunächst auf eine kleine Fitnessprobe. Die ersten rund 35 Kilometer bieten einige Steigungen. Dann wird Radweg weitestgehend flach und oft autofrei.

Insgesamt liegen 23 Orte entlang des Weges. Grüne Wege durch unberührte Natur wechseln sich ab mit Stadtambiente, mit kulturellen Erlebnismöglichkeiten wie Museen, Industriedenkmälern, historischen Bauten und Musicals. Zwischen Witten und Duisburg informieren zudem zehn Gesundheitsstationen zum Thema Wohlbefinden.

Die Auszeichnung mit vier Sternen für den Ruhrtal-Radweg basiert auf der Bewertung verschiedener Kriterien, die die Qualität und Nutzerfreundlichkeit der Strecke sicherstellen. Zudem überzeugte den ADFC die Routenführung mit einer abwechslungsreichen und gut geplanten Strecke, die sowohl landschaftliche Schönheit als auch kulturelle Highlights bietet.

Etappen und Sehenswürdigkeiten entlang des RuhrtalRadwegs

Zwischen drei und fünf Tagen dauert die Radtour entlang der Ruhr. Du legst auf diese Weise rund 40 bis 50 Kilometer am Tag zurück. Wer es sportlich mag, kann den Ruhrtal-Radweg auch in drei Etappen von je 70 bis 85 Kilometer Länge an drei Tagen durchfahren. Entlang der Strecke befinden sich viele Sehenswürdigkeiten, so dass sich zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Radtour mit Besuchen von Museen, Industriekultur, Schlössern, Musicals oder Shopping zu verbinden.

Tag 1: Winterberg nach Bestwig
Zu Beginn der Reise plätschert die junge Ruhr durch enge Täler. Noch wild und ungestüm, bahnt sie sich ihren Weg in das Rosendorf Assinghausen. 150 verschiedene Rosenspezies gedeihen im Ortskern. Alsdann führt die 35 Kilometer lange Etappe nach Bestwig. Dort meint das Erzbergwerk Ramsbeck den stimmungsvollen Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

Tag 2: Bestwig nach Arnsberg
Radreisende sollten sich Zeit nehmen und links und rechts des heute 35 Kilometer langen Weges eindrucksvolle Panoramen genießen. Die Ruhr, mittlerweile breit und behäbig, schlängelt sich auf Arnsberg zu. Während sie dies tut, kommt der Ruhrradweg an einsamen Seen, märchenhaften Wäldern und satten Wiesen vorbei. In den Dörfern erlebt man Fachwerkromantik pur.

Tag 3: Arnsberg nach Schwerte
Die Ruhr verlässt ihre hügelige Kinderstube und bahnt sich ihr Flussbett nun in tiefere Gefilde. Grüne Äcker und gelbleuchtende Rapsfelder gleiten vorüber und ziehen sich bis zum Horizont hin. Über Fröndenberg und Iserlohn geht es auf einer 40 Kilometer langen, stimmungsvollen Strecke nach Schwerte.

Tag 4: Schwerte nach Witten
Anderntags mäandert der Radweg weiter durch die Soester Börde, tangiert die Ufer des Hengstey- und Harkortsees und gibt den Blick frei auf die dunklen Wälder des Ardeygebirges. Am Horizont taucht die Hohensyburg auf. Die markante Ruine umgibt eine mittelalterliche, beinahe mystische Aura und wirkt auf ihren Betrachter noch immer uneinnehmbar. Mächtige Steilhänge zeugen von der unbändigen Kraft der Ruhr, die sich seit Jahrmillionen in die Täler eingeschnitten hat.

Tag 5: Witten nach Essen
Ein Besuch in der Zeche Nachtigall gehört zum radfahrerischen Pflichtprogramm der 65-Kilometer-Etappe. Sie gilt als Keimzelle des gesamten Ruhrgebiets. Anschließend setzt man mit der Fähre hinüber zur Burgruine Hardenstein und erreicht damit den Kemnader See. Weiter stromabwärts, sieht man die Villa Hügel der Familie Krupp vor der Lenkstange auftauchen.

Tag 6: Essen nach Duisburg
Bevor man an der Ruhrmündung zusieht, wie der Fluss sich in den mächtigen Rhein ergießt, lohnt ein Halt am Aquarius-Wassermuseum in Mülheim. Ein gläserner Aufzug fährt innerhalb der Ausstellungsfläche durch ein 500.000-Liter-Bassin.

Über "Meschede" führt der Ruhrtalradweg weiter entlang dem Fluss nach "Arnsberg" mit der sehenswerten mittelalterlichen Altstadt und Schlossruine. Nach zwei Schleifen der Ruhr radeln Sie im historisch interessanten "Arnsberg" ein, das mit seiner aussergewöhlich schönen Innenstadt schon was zeigen kann. Diese Etappe beginnt im historisch interessanten "Arnsberg". Die Ruhr ist von hohen Randbergen umgeben, der Fluss selbst noch klein. Auf sehr schön ausgebauten Radwegen erreichen Sie die Leuchtenstadt "Neheim" und radeln dann links der Ruhr weiter nach "Wickede". Über "Wickede" erreichen Sie entlang der renaturierten Ruhr die Stadt "Fröndenberg" mit dem Kettenmuseum.

Der Radweg bleibt im Tal, dann erklimmt ein Abstecher nach Unna einen Ausläufer des Haargebirges (50 Höhenmeter) und Sie erreichen den historisch bedeutenden Ort "Opherdicke" mit romanischer Kirche und "Wasserschloss". Der Radweg erreicht wieder "Opherdicke" und entlang der Ruhr radeln Sie weiter nach "Schwerte". Auch hier gibt es Historisches anzuschauen. Bei der "Hennemündung" erreichen Sie die Stauseen der Ruhr. Nach dem Ort "Bommern" passieren Sie mehrere stillgelegte Kohlezechen. Die Stadt "Hattingen" begeistert durch seine mittelalterliche Altstadt.

Sie startet im geschichtsträchtigen "Werden". Über den Ort "Mintard" erreichen Sie ein einen breiteren Talgrund und sind schon am Stadtrand von "Mülheim". "Schloss Broich" ist nun ein kulturelles Highlight, das schon aus dem 9. Die letzten Kilometer bis zum Hafen in Duisburg sind landschaftlich geprägt. In "Duisburg" mündet die "Ruhr" in den "Rhein" und die "Kohlenpottmetropole" bietet auch einiges mehr zu sehen als den Hafen.

Schwerte trumpft auf mit einer Senfmühle und hübschen Fachwerkhäusern. In Hattingen gibt es kleine Ruhrwasserfälle zu bestaunen und auf der letzten Etappe kannst du das mittelalterliche Schloss Broich sowie den Wasserturm Aquarius besichtigen.

Praktische Informationen für Ihre Radtour

Der Ruhrtal-Radweg ist im Prinzip ganzjährig befahrbar. Im Spätfrühling ist die Natur rund um die Ruhr schon voller Leben und du kannst während der Fahrt üppiges Grün und blühende Wiesen bewundern. Der frühe Herbst hat im Ruhrgebiet seinen eigenen Charme. Bei noch angenehmen Temperaturen färbt sich das Laub entlang der Strecke in leuchtende Herbstfarben. Sowohl im Frühling als auch im Herbst sind zudem die Wege noch leerer als zur Hauptferienzeit im Sommer.

Tipp: Wetterfeste Kleidung ist zu jeder Jahreszeit sinnvoll, da es auch in den schönen Monaten im Ruhrgebiet Tage mit Regen oder Starkregen geben kann.

Anreise und Erreichbarkeit

Für deine Ruhrtal-Radtour gibt es mehrere bequeme Anreisemöglichkeiten. Beide Orte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, da sowohl Winterberg als auch Duisburg über Bahnverbindungen verfügen. Aktueller Hinweis (Stand November 2024): Durch Bauarbeiten entlang der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Winterberg kommt es zu Streckensperrungen und Schienenersatzverkehr. Dies solltest du bei deiner Anreise zur Ruhrtal-Radtour mit einplanen.

Die Erreichbarkeit des RuhrtalRadwegs ist einfach für Radfahrende: Sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn sind Start und Ziel gut zu erreichen. Durchweg ist der Weg gut beschildert. Für alle Radler:innen, die nicht so gerne selber ihren Urlaub organisieren möchten, bietet die Ruhr Tourismus GmbH attraktive RuhrtalRadweg-Reiseangebote, die auch direkt online gebucht werden können.

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