Radtourer, die sich für Kunst und Kultur, Welterbestätten, hochherrschaftliche Residenzen und Burgen sowie malerische Städte, Dörfer und abwechslungsreiche Landschaften interessieren, sollten Sachsen-Anhalt unbedingt als Reiseziel einplanen. Denn das ca. 20.451km² große Bundesland ist prädestiniert für Radtouren, die genau diese Highlights beinhalten.
Hansestädte in der Altmark, die Magdeburger Börde, die Elbniederungen, der Nationalpark Harz und das Harzvorland sowie die Saale-Unstrut-Region sind nur einige Punkte auf der möglichen To-See-Liste. Hinzu kommen weitere Fluss- und Seenlandschaften, Schlösser aus Renaissance und Barock, Kirchen und Klöster entlang der „Straße der Romanik“ und eine Vielzahl anderer Sehenswürdigkeiten.
Radfahren ist nicht nur allein ein Mittel der Fortbewegung, sondern es ist auch ein Lebensstil, den viele Menschen weltweit schätzen. Die Freiheit auf zwei Rädern bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Natur und Kulturen zu entdecken. Und ganz nebenbei ist Radfahren ein wirksames Mittel sportlich aktiv zu sein, die eigene körperliche Gesundheit zu fördern und Stress abzubauen. Damit Sie Ausflüge und Touren mit dem Rad genießen können, ist die richtige Ausrüstung und Planung wichtig. So entdecken Sie sicher, komfortabel und bewusst die Schönheit von Sachsen-Anhalt.
Sachsen-Anhalt verfügt über ein Radstreckennetz von mehr als 5.000 Kilometer.
So gesund ist Radfahren
Für eine Vielzahl an Begeisterten ist Radfahren weit mehr als eine Beschäftigung in der Freizeit. Es ist eine optimale und vergnügliche Möglichkeit die gesundheitlichen Vorteile von Bewegung und zeitgleich das Erkunden der Natur zu verbinden. Viele Gründe zeigen, dass Radfahren in der Natur gut für Körper und Geist ist.
Körperliche Bewegung
Bereits eine halbe Stunde täglich auf dem Fahrradsattel verbessert deutlich Ihre Gesundheit. Das Treten in die Pedale fordert den Kreislauf und somit auch Ihre Herzgesundheit. On top verbessert es Ihre Ausdauer und stärkt die Muskeln im gesamten Körper, besonders Ihre Beinmuskeln. Die Fettverbrennung beim Radfahren beginnt ab der ersten Minute! Außerdem belastet das Radeln die Gelenke im Vergleich zum Joggen und anderen Sportarten weniger. So wird zum Beispiel das Voranschreiten von Arthrose zumindest etwas gemindert.
Verbesserung der geistigen Gesundheit
Bewegen Sie sich regelmäßig bei körperlichen Aktivitäten, senken Sie auch das Risiko für Depressionen und Angstzustände. Die Bewegung im Freien stärkt das Gefühl von Verbundenheit mit der Umwelt und steigert Ihr Bewusstsein auf sich selbst.
Stressabbau und mentale Gesundheit
Mit dem Rad strampeln Sie sich sprichwörtlich frei vom hektischen Alltag und fokussieren sich dabei ganz auf sich selbst. Das baut Stress ab! Sie können dann mit neuem Elan und frischem Geist Ihre alltäglichen Aufgaben anpacken. Fahren Sie in einer ruhigen Umgebung und lassen sich die frische Luft um die Nase wehen, heben sich Ihre Stimmung und Ihr Wohlbefinden automatisch.
Verbesserung der Schlafqualität
Sind Sie von Einschlaf- oder Durchschlafproblemen gebeutelt, kann regelmäßiges Radfahren Ihre Schlafqualität verbessern und zu einem tieferen, erholsamen Schlaf führen. Grund ist, dass die Kombination aus körperlicher Erschöpfung und beruhigender Natur Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und somit Schlafstörungen reduziert.
Vitamin D-Aufnahme
Beim Fahrrad fahren tanken Sie Sonnenlicht und regen so Ihre Vitamin D-Produktion im Körper an. Vitamin D stärkt Ihr Immunsystem, trägt zur Erhaltung gesunder Knochen und Ihrer Muskelfunktion bei.
Die richtige Ausrüstung
Bevor Sie einen Ausflug planen und starten, denken Sie bitte an folgende Punkte:
Zuverlässiges Fahrrad
Mit einer alten „Möhre“ eine Radtour zu planen, kann am Ende für alle Beteiligten zum Ärgernis werden. Vergewissern Sie sich also über den Zustand Ihres Fahrrads. Eventuell sind noch Reparaturen oder Aufrüstung notwendig. Kontrollieren Sie auch den Reifendruck. Bei unebenen Pisten, die Sie zum Beispiel mit dem Mountainbike bestreiten wollen, liegt der Reifendruck zwischen 2,0 bis 2,5 bar und auf einer Asphaltstrecke bei 2,5 bis 3,0 bar. Nutzen Sie ein Fahrrad, das entsprechend Ihrer Statur und auch Körpergröße passend ist. Überlegen Sie vorher, welches Gelände Sie befahren wollen. Ein Stadtfahrrad ist eher ungeeignet, wenn Sie eine Mountainbike-Tour im Harz planen. Im Fachgeschäft werden Sie zu einem passenden Fahrrad beraten.
Schutzausrüstung
Essenziell für eine sichere Fahrt ist zweifellos ein gutsitzender Fahrradhelm, um sich bei Stürzen vor Kopfverletzungen zu schützen. Das gilt sowohl für Groß als auch für Klein. Für eine Radtour wählen Sie bequeme und atmungsaktive Kleidung. Für längere Touren wird spezielle Fahrradkleidung mit einem gepolstertem Po-Bereich empfohlen. Das schützt vor der ungewohnten Belastung und langfristig vor Schmerzen am Gesäß. Denken Sie außerdem an einen ausreichenden Sonnenschutz.
Erste-Hilfe-Set
Mal eben nicht aufgepasst oder doch das eigene Können überschätzt? Ab und zu kann man natürlich auch mal mit dem Rad stürzen. Radwege an abgelegenen Stellen bieten nicht immer die Gelegenheit, dass sofort Hilfe an der Unfallstelle sein kann. Denken Sie vorher an ausreichend Verbandsmaterial. Dafür eignen sich am besten kleine kompakte Erste-Hilfe-Sets für Ihre Fahrradtour. Nutzen Sie auch die Gelegenheit und frischen Sie Ihre Kenntnisse in einem Erste-Hilfe-Kurs auf. So werden Sie sicherer für den Ernstfall.
Wichtig: Die richtige Ausrüstung ist essenziell für Ihre eigene Sicherheit und zugleich ein komfortables Radfahren.
Reparaturwerkzeug
Selbst, wenn Sie kein begnadeter Handwerker sind, hilft ein spezielles Flickwerkzeug, Reifen oder Fahrradschläuche schnell zu reparieren. Besonders auf unebenem Gelände können Fahrradreifen schneller kaputtgehen.
Was darf bei einer Radtour nicht fehlen?
Zur besseren Orientierung ist ein Fahrradcomputer mit Navigationssystem oder eventuell eine Fahrradkarte zu empfehlen. Ein voll aufgeladenes Handy, auch für den Notfall, sollten Sie unbedingt dabei haben. Ausreichend Wasser und Snacks sind ebenfalls unverzichtbar. Besonders, wenn Sie eine Tour mit Kindern planen, können Sie sie mit ausreichend Flüssigkeit und Energie versorgen. Checken Sie die aktuellen Telefonnummern Ihrer Notfallkontakte, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.
Radeln in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt hat ein tolles ausgebautes Fahrradnetz. Viele schöne Radstrecken führen an sehenswerten Städten und einer malerischen Natur vorbei. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen die beliebtesten Touren vor.
- Elberadweg
- Saaleradweg
- Harzrundweg
Überblick: Die zehn schönsten Radwege in Sachsen-Anhalt
- Elberadweg
- Saaleradweg
- Europaradweg R1
- Altmarkrundkurs
- Aller-Radwege
- Elsterradweg
- Gartenreich-Tour „Fürst Franz“
- Himmelsscheibenradweg
- Havelradweg
- Unstrut-Radweg
Elberadweg
Der Elberadweg gehört laut ADFC zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands. Man kann den Elberadweg bereits in Prag oder Böhmen beginnen, dann sind knapp 1.000 km bis zur Mündung in die Nordsee zurückzulegen. In Sachsen-Anhalt verläuft der Elberadweg auf 337 km östlich von Bad Schmiedeberg bis kurz vor Schnackenburg.
Der Startpunkt des Elberadweges befindet sich südlich der Stadt Pretzsch und führt am Naturpark Dübener Heide vorbei. Im Anschluss erreicht man die Lutherstadt Wittenberg und kommt durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich in die Bauhausstadt Dessau. Vorbei am Biosphärenreservat Mittlere Elbe und der Mündung der Saale bei Barby erreicht man Magdeburg. Im Anschluss führt der Weg zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg, man radelt direkt neben der Elbe unter der imposanten Trogbrücke hindurch.
Danach führt die Route durch die Altmark mit ihrem ländlichen Charme und viel Natur sowie durch die frühere Kaiserresidenzstadt Tangermünde. Vorbei an der Havelmündung und mit einem Abstecher in die Dom- und Inselstadt Havelberg geht es durch die unberührte Natur.
Saaleradweg
Vom Fichtelgebirge bis in die Elbniederungen durchquert der Radweg eine vielfältige Landschaft, in der sich eine Fülle an Kulturdenkmälern, malerische Flusstäler und eine Vielzahl an Ortschaften von kleinen, verträumten Dörfchen bis zu den Großstädten wie Jena und Halle (Saale) finden.
Der Weg begleitet die Saale von ihrer Quelle durch die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zur Mündung. Im Bereich der Talsperren ist er vor allem bei ambitionierten Radfahrern beliebt. Ab Saalfeld wird die Strecke flacher. Neben der eindrucksvollen Landschaft sind die zahlreichen Burgen und Schlösser das Schönste am Radweg. In Sachsen-Anhalt verläuft der Weg für rund 180 km von Kleinheringen bis zur Einmündung der Saale in die Elbe bei Barby.
Sehenswerte Orte am Weg: Bad Kösen, Schulpforta, Naumburg, Goseck, Weißenfels, Merseburg, Bad Dürrenberg, Halle (Saale), Wettin, Bernburg, Nienburg, Calbe
Europaradweg R1
Quer durch Europa verläuft dieser mehr als 3.500 Kilometer lange Radweg und zählt zu den wichtigsten Fernradwegen des Kontinents. Von der französischen Kanalküste bis in das russische St. Petersburg durchquert die EuroRoute R1 insgesamt neun europäische Staaten: Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Russland. Auch wenn die Strecke in Sachsen-Anhalt mit etwa 263 km vergleichsweise kurz erscheint, säumen vielfältige Landschaftsbilder und einmalige Kulturdenkmäler diesen Weg. Höhen und Tiefen, Berg und Tal sorgen für einen abwechslungsreichen Fahrspaß.
Von Niedersachsen kommend, passiert die Strecke die einstige innerdeutsche Grenze in die bunten Harzstädte Ilsenburg, Kloster Drübeck, Wernigerode, Gernrode, weiter nach Thale und Ballenstedt. Ab Meisdorf führt er in nördlicher Richtung weiter in das Harzvorland, nach Staßfurt und in die Saalestadt Bernburg. Ab Aken begleitet der Weg die Elbe bis zur Bauhausstadt Dessau-Roßlau. Von hier reisen die Radtouristen durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz mit seiner einzigartigen Bau- und Gartenkunst, das zum UNESCO-Welterbe gehört.
Es geht weiter durch das UNESCO-Biosphärenreservat „Mittelelbe“ mit seinen wilden Ufern und Europas größtem zusammenhängenden Auenwald. Bei Oranienbaum kann man das barocke Stadt-, Schloss und Parkensemble Oranienbaum besuchen. Vorbei an der gigantischen „Stadt aus Eisen“, Ferropolis, Gräfenhainichen und dem Bergwitzsee werden die Lutherstätten in der Lutherstadt Wittenberg erreicht. Von dort aus verlässt der Radweg Sachsen- Anhalt in Richtung Fläming.
Sehenswerte Orte am Weg: Wernigerode, Blankenburg, Thale, Harzer Seeland, Aschersleben, Hecklingen, Staßfurt, Nienburg, Bernburg, Köthen, Aken, Dessau-Roßlau Vockerode, Oranienbaum, Lutherstadt Wittenberg
Altmarkrundkurs
Weite Landschaften, dazu unzählige romantische Orte und mittelalterliche Städte mit stolzer Geschichte säumen den Altmarkrundkurs. Über mehr als 500 km zieht er sich durch die Altmark im Norden Sachsen-Anhalts. Eine Region, die geprägt ist von weiten, naturbelassenen Landstrichen und auch bekannt ist als „Storchenland“. Der Rundkurs streift die Elbauen, die Colbitz-Letzlinger Heide, den Elb-Havel-Winkel, den Naturpark Drömling und die Hügelkette der Altmärkischen Schweiz.
Von der Kaiser- und Hansestadt Tangermünde geht es über das Kloster Jerichow und Genthin mit dem Persilmuseum weiter in die Hansestadt Havelberg mit romanischem Dom und schöner Altstadt. Der Kurs führt weiter über Werben und Osterburg zum Storchendorf Wahrenberg. Von hier geht es nach Arendsee. Der gleichnamige See gilt als einer der schönsten Norddeutschlands. Das nächste Ziel ist Salzwedel mit seiner prächtigen Fachwerkarchitektur und der roten Backsteingotik.
Von Salzwedel geht es über den Naturpark Drömling, die Altmärkische Schweiz und den Klötzer Forst in die Hansestadt Gardelegen und entlang der Colbitz-Letzlinger Heide in Richtung Tangerhütte, Stendal, der größten Hansestadt der Altmark, und über Arneburg zum Ausgangspunkt der Rundreise nach Tangermünde.
Sehenswerte Orte am Weg: Arendsee, Diesdorf, Gardelegen, Genthin, Havelberg, Jerichow, Osterburg, Salzwedel, Schönhausen, Stendal, Tangermünde, Tangerhütte, Seehausen sowie zahlreiche Bauwerke an der „Straße der Romanik“ und Gartenträume- Stationen
Aller-Radwege
Abwechslungsreiche Parks, Landschaften und Sehenswürdigkeiten entlang der „Straße der Romanik“ und „Gartenträume“ überraschen auf den drei Streckenvarianten dieses Radweges. Radwanderer mit guter Ausdauer können der gesamten Route des insgesamt 285 km langen Radweges bis nach Niedersachsen folgen. Der Streckenabschnitt in Sachsen-Anhalt misst etwa 60 km und beginnt an den Allerquellen in Eggenstedt am Rande des „Hohen Holzes“.
Der Aller-Radweg führt vorbei an der Gedenkstätte „Deutsche Teilung“ Marienborn, dem Bördemuseum auf der Burg Ummendorf und an weiteren Sehenswürdigkeiten und eindrucksvollen Bauwerken der „Straße der Romanik“.
Über zwei Routen ergeben sich weitere Anschlussmöglichkeiten. Bei Seggerde im Landkreis Börde bietet sich über den Aller-Elbe-Radweg eine reizvolle Verbindung zum Elberadweg. Von Seggerde verläuft der Radweg über Flechtingen, Haldensleben bis nach Hohenwarthe bei Magdeburg mit dem gigantischen Wasserstraßenkreuz und der weltgrößten Trogbrücke. Hier hat der Weg Anschluss an den Elberadweg.
Auf dem Aller-Harz-Radweg können die Pedalritter als direkte Verbindung von der Aller bis in den Harz reisen. Zwischen Eggenstedt und der Anbindung an den Harzvorlandweg in der Nähe von Rödershof präsentieren sich unverwechselbare Landstriche und einmalige Bau- und Gartenkunst.
Als kleiner Insider- Tipp empfiehlt sich ein „Boxenstopp“ in der Motorsportarena in der Bodestadt Oschersleben, der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands. Hier drehen nicht nur Rennwagen ihre Runden. Musik-Events ziehen Alt und Jung auf die Rennstrecke. Der Aller-Harz-Radweg führt zum Benediktinerkloster Huysburg - begründet im 11. Jahrhundert - das auch heute noch von einem kleinen Konvent von Benediktinern bewohnt wird und als Sehenswürdigkeit der „Straße der Romanik“ besucht werden kann.
Elsterradweg
Der Elster-Radweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung in die Saale südlich von Halle (Saale) und ist ca. 240 km lang. Im böhmischen Asch (Aš) beginnt der Radwanderweg und gelangt durch weite Landschaftsschutzgebiete über Plauen, Greiz, Gera und Crossen nach Zeitz ganz im Süden Sachsen-Anhalts. Im mittelalterlichen Stadtkern befinden sich neben dem Zeitzer Schloss der Dom St. Peter und Paul mit einer eindrucksvollen romanischen Krypta („Straße der Romanik“).
Einige Fahrradkilometer weiter verlässt der Radweg bei Profen Sachsen-Anhalt wieder und geht weiter durch Sachsen. Dieser Bogen führt durch die Messestadt Leipzig und kehrt westlich von Schkeuditz letztlich nach Sachsen-Anhalt zurück, bevor der Fluss südlich von Halle in die Saale mündet.
Gartenreich-Tour „Fürst Franz“
Eine erlebnisreiche Tour führt den Radfahrer durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz von Fürst Leopold II. Friedrich Franz von Anhalt, einem Enkel des „Alten Dessauers“.
Das heutige UNESCO-Weltkulturerbe mit seinen romantischen Schlössern, Parkanlagen, Alleen und Kleinarchitekturen ist ein wahr gewordener Gartentraum, eingebunden in eine herrliche Landschaft an Elbe und Mulde. Beim Start der Route in Großkühnau (Dessau) wartet mit dem Kühnauer Park ein landschaftliches Kleinod. Vorbei am Weinbergschlösschen führt die Strecke zum Schloss und Park Georgium. Über Oranienbaum mit barockem Stadt-, Schloss- und Parkensemble geht es zur Biberfreianlage und dem Informationszentrum „Auenhaus“ des UNESCO-Biosphärenreservats Mittelelbe nach Mildensee und über Park Mosigkau zurück zum Start.
Sehenswerte Orte am Weg: Dessau-Roßlau, Großkühnau, Georgium, Luisium, Vockerode, Wörlitz, Oranienbaum, Mosigkau
Himmelsscheibenradweg
Am Fundort der berühmten „Himmelsscheibe von Nebra“ beginnt eine spannende Reise in die Menschheitsgeschichte zurück in die Bronzezeit.
Der sensationelle Fund der Bronzeplatte mit Goldapplikationen gilt weltweit als älteste Abbildung des Kosmos (ca. 3.600 Jahre alt). Vom heutigen Aufbewahrungsort der Himmelsscheibe, dem Landesmuseum für Vorgeschichte in der Saalestadt Halle, können die Radler auf diesem Radweg auf den Spuren der Geschichte zum Ausgrabungsort auf dem Mittelberg fahren.
Von Halle (Saale) führt der Weg in das Mansfelder Land mit der Weinregion am Süßen See, bevor sich mit der Burg Querfurt eine der mächtigsten Burgen Deutschlands erhebt. Weiter verläuft der Himmelsscheibenradweg durch den Ziegelrodaer Forst bis zum Besucher- und Erlebniszentrum „Arche Nebra“.
Sehenswerte Orte am Weg: Wangen, Mittelberg und Arche Nebra, Burg Querfurt, Seeburg, Halle (Saale)
Eine landschaftlich schöne und geschichtsträchtige Strecke ist der Himmelsscheibenradweg. Die 75 Kilometer lange Tour startet in Wangen und führt quer durch die Saale-Unstrut-Region. Sie verbindet mehrere archäologisch wichtige Orte, wie den Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, und endet in Halle am Landesmuseum für Vorgeschichte, wo das Original ausgestellt ist.
Übrigens: Die Täler zwischen Unstrut und Saale bieten sich auch für eine Rundfahrt an, ab Naumburg entlang von Weinhängen und Straußenwirtschaften.
Havelradweg
Von der Havelquelle in Mecklenburg-Vorpommern führt der Havelradweg über Berlin, Potsdam und Brandenburg durch idyllische Landschaften nach Sachsen-Anhalt. Auf sachsen-anhaltischem Gebiet kann der Radler den Flusslauf auf 43 Kilometern begleiten, bevor der Fluss in die Elbe mündet.
Vom brandenburgischen Rathenow kommend, gelangt man in den etwa 1400 Einwohner zählenden Erholungsort Schollene. Weiter in das storchenreiche Molkenberg und von dort in das Fischerdorf Warnau, das auf eine kulinarische Entdeckungsreise einlädt. Es geht über Kuhlhausen und Jederitz in die Insel- und Domstadt Havelberg. Hier kreuzen der Elberadweg und der Altmarkrundkurs.
Unstrut-Radweg
Viele Radler schwärmen nach der Tour auf dem Unstrut-Radweg von der Landschaft, der Natur und der Ruhe. Der familienfreundliche Fluss-Radweg mit geringen Höhenunterschieden begleitet die Unstrut ein Stück auf ihrem insgesamt fast 200 km langen Lauf von der Quelle im Eichsfeld bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg.
Der Radfernweg führt durch das Thüringer Kernland, die Kyffhäuserregion und das südliche Sachsen-Anhalt mit der Weinregion Saale-Unstrut. Am Fuße romantischer Weinhänge fährt der Radler durch Europas nördlichstes Qualitätsweinbaugebiet und den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland.
Vom Startbahnhof in der fast 1000-jährigen Domstadt Naumburg geht es zunächst stromaufwärts nach Freyburg und zu einem prickelnden Besuch in der Rotkäppchen-Sektkellerei, dem Herzoglichen Weinberg, dem Schloss Neuenburg und dem mittelalterlichen Stadtkern. Der Weg führt vorbei am Fuß des Mittelberges, nahe dem Fundort der „Himmelsscheibe von Nebra“ und am weithin sichtbaren Besucherzentrum „Arche Nebra“.
Weitere Radtouren in Sachsen-Anhalt
Das Unesco-Weltkulturerbe Gartenreich Dessau-Wörlitz lernen Radler bei der Gartenreichtour kennen. Start der rund 70 Kilometer langen Rundstrecke ist Dessau. Vom Bahnhof aus geht es durch einmalige Landschaftsparkanlagen im englischen Stil. Die Radler erleben den Kühnauer Park, das Schloss und den Park Georgium mit der Anhaltischen Gemäldegalerie sowie das Gartenreich Dessau-Wörlitz. Durch den Sieglitzer Park führt die Route durch die Elbauen zu den Anlagen in Wörlitz, den Schlössern Oranienbaum und schließlich in Mosigkau.
Besondere Raderlebnisse verspricht der Harz. Hier ist der Bahnhof Thale Startpunkt für eine Vielzahl von Touren mit dem Mountainbike. Für weniger Erfahrene empfiehlt sich die rund zweistündige Fahrt mit 400 Höhenmetern über die Gastwirtschaft „Zum Rübchen“, Benneckenrode, Wienrode, Altenbrak und wieder zurück nach Thale. Eine Tagesrundtour führt ab Thale über die kleinen Harzstädtchen Treseburg, Friedrichsbrunn und Bad Suderode.
Auf dieser Route radelt man entlang der alten Salzstraße durch Sachsen-Anhalt. Dank ihrer flachen Landschaft eignet sich die Altmark perfekt, um beim Radfahren abzuschalten und die Zeit in der Natur in vollen Zügen zu genießen. Gemütliche Radtouren führen euch über weite Wiesen und Felder, aber auch durch Wälder und an Flüssen und Seen entlang. Besonders gut kennenlernen könnt ihr die Region im Norden von Sachsen-Anhalt auf dem Altmarkrundkurs. Wer bevorzugt am Wasser unterwegs ist, wird sich über die Milde-Biese-Aland-Tour freuen.
Die Elbe-Börde-Heide hat einiges an Radtouren zu bieten. Die leicht hügelige Landschaft ist dabei ideal, für alle, die entspannte, wenn auch nicht immer unanstrengende, Radtouren bevorzugen. Pausen könnt ihr natürlich jederzeit einlegen. Wer in der Region rund um Magdeburg unterwegs ist, darf es sich auch nicht entgehen lassen, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt einen Besuch abzustatten.
Auf Themenwegen und Fernradwegen, sowie vielen weiteren Strecken habt ihr die Möglichkeit, Anhalt-Dessau-Wittenberg zu erfahren. Insgesamt erwarten euch ein 700 Kilometer langes Radwegenetz mit verschiedensten Höhepunkten. Alle, die mit ihrem Fahrrad gerne am Wasser unterwegs sind, werden in Saale-Unstrut fündig. Gleich vier Flüsse laden euch hier ein, an deren Ufern entlangzufahren und die Natur der Region zu entdecken: Unstrut, Saale, Ilm und Weiße Elster.
Saale-Unstrut hat aber noch einiges mehr zu bieten. Malerische Weingüter schmiegen sich an sanfte Hügel, Muschelkalkhänge sind beeindruckend anzusehen und Burgen wie auch Kirchen und Klöster laden dazu ein, vom Fahrrad abzusteigen und eine Pause zu machen.
Nicht nur für Wanderungen ist der Harz hervorragend geeignet. Die Berge - und damit auch der bekannte Brocken - lassen sich besonders gut auf dem Mountainbike erfahren. Genauso schön ist es aber auch in den Tälern, wie dem romantischen Selketal. Im Harzvorland habt ihr die Möglichkeit, auf entspannten Wegen die Region zu erkunden.
Gesundheitsangebote für Radfahrer
Die AOK Sachsen-Anhalt bietet verschiedene Gesundheitsleistungen an:
- Gesundheitsuntersuchung Check-up: Dient der Vorsorge und wird ab 35 Jahren alle 3 Jahre empfohlen. Die Kosten werden übernommen.
- Fitnessstudio: Wer regelmäßig Sport treibt, stärkt Immunsystem, Muskeln und Herz-Kreislauf-System. Die AOK bezuschusst Ihre Fitnessstudio-Mitgliedschaft mit bis zu 100 Euro im Jahr.
- Gesundheitskurse: Gesundheitskurse fördern einen gesunden Lebensstil.
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