Quietschende Scheibenbremsen am Mountainbike: Ursachen und Lösungen

Nebengeräusche am Bike können ziemlich störend sein, egal ob man einen entspannten Fahrradausflug oder eine sportliche Trekkingtour geplant hat. Besonders wenn man Ruhe und die Natur genießen möchte, aber auch wenn man nur eine kurze Strecke zurückzulegen hat. Anlass genug, die Ursache für die Geräusche zu ergründen, bevor ein ernsthafter Schaden entsteht.

Ursachen für quietschende Scheibenbremsen

Für quietschende Scheibenbremsen kann es verschiedene Ursachen geben.

  • Niederschlag: Entstehen diese Geräusche nur bei Niederschlag, lässt sich leider nichts machen. Zumindest liegt dann wahrscheinlich auch kein Defekt an Ihrer Bremsanlage vor.
  • Neue Bremsbeläge: Ist Ihr Fahrrad nagelneu und quietscht beim Bremsen, besteht zunächst noch kein Grund zur Sorge. Die neuen Bremsbeläge müssen erst eingefahren werden. Hierfür werden ungefähr 25 Vollbremsungen bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h empfohlen.
  • Verschmutzung: Wenn kleine Schmutzpartikel aus Matsch, Schlamm, Dreck oder Schnee an die Bremsbeläge gelangen, kann dies Geräusche verursachen. Zudem wird der Verschleiß stark beschleunigt.
  • Öl oder Fett: Gelangt Öl oder Fett aus Versehen auf die Beläge oder die Bremsscheiben, kann das laute Quietschgeräusche verursachen. Zudem wird unter Umständen die Bremsleistung negativ beeinträchtigt. In diesem Fall sind die Beläge meist nicht mehr zu retten und müssen ersetzt werden. Achten Sie also immer darauf, dass die Bremsanlage nicht mit schmierenden Substanzen in Berührung kommt.
  • Verschleiß: Bremsbeläge nutzen sich natürlich im Laufe der Zeit ab. Wenn ca. weniger als 0,5 mm Bremsbelag vorhanden sind, sollte der Belag gewechselt werden, denn auch das kann zu unerwünschten Geräuschen führen. Wer verschlissene Beläge weiter nutzt, riskiert einen Schaden an der Bremse oder den Bremsscheiben. Im Zweifel messen Sie die Beläge nach. Über die Lebensdauer der Beläge kann man keine genauen Angaben machen. Sie ist immer von den äußeren Umständen abhängig: Witterungsverhältnisse, Fahrstil und Untergrund beeinflussen den Verschleiß extrem.
  • Verglasung: Sind die Temperaturen zu hoch - z. B. wenn man den 10 km langen Alpentrail mit schleifender Bremse gefahren ist - kann es vorkommen, dass der Bremsbelag verglast. Ist die Verglasung noch nicht zu stark, könnt ihr versuchen, die Schicht mit einem Schleifpapier (100-150er Körnung) zu entfernen. Achtet darauf, dass der Belag plan ist.
  • Inkompatible Bremsbeläge: Nicht alle Bremsbeläge passen auf alle Bremsen, bzw. zu den Bremsscheiben. Selbst solche, die von den Herstellern als passend ausgewiesen werden, können zu Problemen führen. Hier heißt es dann, die richtigen Beläge finden und kaufen. Wenn Sie allerdings die Bremsscheibe und auch die Beläge tauschen möchten oder bereits getauscht haben, sollten Sie im optimalen Fall dafür sorgen, dass beide Komponenten vom gleichen Hersteller sind. So kann gewährleistet werden, dass die Teile optimal miteinander harmonieren.
  • Ungleichmäßige Bremskolben: Wenn die Bremskolben ungleichmäßig greifen, kann das ebenfalls zu schleifenden oder quietschenden Geräuschen führen.

Schritte zur Fehlerbehebung

Hier ein paar Tipps, wie ihr das Problem beseitigen könnt.

  1. Als Erstes prüfen Sie nach, ob die Fahrradbremsen grundsätzlich korrekt montiert und schleiffrei eingestellt sind.
  2. Schleifende oder quietschende Scheibenbremsen sollte man nicht nur aufgrund der störenden Geräuschkulisse beseitigen.
  3. Reinigen Sie die Beläge ausbauen und diese sowie die Scheiben. Ich habe hier bisher immer einfach Spüli und Wasser verwendet. Anschließend gut trocknen und alles wieder einbauen. Danach könnt ihr einfach mal ein paar Vollbremsungen bei mittelhoher Geschwindigkeit machen. Dann sollte hoffentlich jeglicher Rest an Schmierstoffen o. ä.
  4. Um das Problem (beim Postmount-System) zu beheben müsst ihr die Schrauben am Bremssattel leicht lösen, so dass sich dieser ein wenig bewegen kann. Den Bremssattel solltet ihr jetzt so verschieben, dass die Beläge parallel zu Bremsscheibe sind. Manchmal ist es eine gute Hilfe einfach die Bremsen zu ziehen (nicht ohne die Bremsscheibe!) und den Sattel dann anzuziehen.
  5. Die Schnellspanner Befestigungen sind häufig Kunststoff-gelagert und können sich bei der Abwärme der Bremsen lockern.
  6. Wenn die Bremskolben ungleichmäßig greifen, kann das ebenfalls zu schleifenden oder quietschenden Geräuschen führen. Aber Vorsicht: Niemals die Bremse ziehen, wenn zwischen den Kolben keine Beläge oder Blocker eingesetzt sind. Entfernt zunächst die Beläge und versucht mit Wasser, Reiniger o. ä. das Ganze von außen zu säubern. Ggf. könnt ihr ganz vorsichtig an den Bremsen ziehen, um die Kolben ein wenig hervortreten zulassen und mit Bremsflüssigkeit zu „fetten“. Aber das nur sehr vorsichtig. Anschließend behutsam mit einem Schraubendreher o. ä. zurückschieben.

Weitere Ursachen und Lösungen

In der Regel gibt es fünf häufige Ursachen für quietschende Scheibenbremsen beim Fahrrad.

  1. Feder am Schnellspanner falsch eingesetzt: Diese müssen immer mit der spitzen Federseite nach innen Richtung Radlager zeigen. Wenn das nicht der Fall ist: Feder am Schnellspanner richtig herum einsetzen.
  2. Bremssattel schief verschraubt, Bremsbeläge ungleich abgenutzt: Bei modernen Fahrrädern mit Zentrierung der Laufräder kann die Scheibenbremse auch quietschen, wenn der Bremssattel schief verschraubt ist oder die Bremsbeläge ungleich abgenutzt sind. Lösung: Damit die Bremsscheibe wieder frei läuft, müssen zunächst die Schrauben des Bremssattels mit einem Inbus-Schlüssel gelöst und anschließend wieder festgezogen werden. Oft lässt sich die korrekte Ausrichtung ganz einfach herstellen, indem die Bremse kräftig betätigt wird, während der gelöste Bremssattel schrittweise angezogen wird. Führt diese Methode nicht zum Erfolg, hilft der sogenannte Lichtspalt-Trick. Dazu am besten eine starke Lampe unter dem Bremssattel positionieren und den Sattel mithilfe des sichtbaren Lichtspalts ausrichten. Entscheidend ist dabei, dass der Abstand zwischen Bremsscheibe und Bremsbelägen auf beiden Seiten gleichmäßig ist.
  3. Scheibenbremse hat Seitenschlag: Durch das Abstellen des Fahrrads im Fahrradständer kann sich die Scheibenbremse leicht verbiegen. Lösung: Zunächst die Stelle am Laufrad suchen, an der die Bremsscheibe "ausschlägt". Diese Stelle auf die gegenüberliegende Seite des Laufrads drehen und mit einem entsprechendem Werkzeug oder Tuch fest mit Kraft dagegen drücken bis die Bremsscheibe gerade ist und ohne schleifen läuft. Falls das Problem nochmal auftritt, zum Beispiel wenn die Bremsscheibe durch langes Bergabfahren heiß läuft, besser eine neue Bremsscheibe kaufen.
  4. Verschmutzungen: Nach Fahrradtouren im schlammigen Gelände ist ein Fahrrad oft sehr stark verschmutzt. Auch das kann zu Problemen bei den Scheibenbremsen führen. Lösung: Putzen und zum Schluss die Bremsscheibe entfetten. Zunächst sollten das Fahrrad und die Scheibenbremse gründlich mit Wasser gereinigt, dann mit einem fusselfreiem Tuch aus Baumwolle getrocknet werden. Zum Schluss in jeden Fall die Bremsscheibe mit einem speziellen Bremsenreiniger entfetten. Dabei sollte kein Schmutzfilm mehr übrig bleiben.Häufig lassen sich Probleme durch verschmutzte Bremsscheiben und -beläge erst nach mehreren kräftigen Bremsvorgängen beheben. Es kann daher hilfreich sein, die Bremse gezielt "heiß" zu bremsen. Am besten sucht man sich dafür ein Gefälle und betätigt beim Bergabfahren die Bremse öfter.
  5. Mechanische Probleme: Wenn nach Durchführung dieser Maßnahmen immer noch Probleme mit der Bremsscheibe beim Fahrrad bestehen, ist die Ursache oft komplexer und erfordert mehr Zeit und Know-how bei der Reparatur. Weitere Ursachen können zum Beispiel sein: abgenutzte Bremsbeläge, abgenutzte Bremsscheiben, falsch eingebaute Scheibenbremsen oder Luft im Hydrauliksystem.

Da gut funktionierende Bremsen beim Fahrrad sicherheitsrelevant sind, sollten sie in jedem Fall immer richtig eingestellt sein. Wer das Problem nach der Anleitung nicht selbst lösen kann, sollte einen Experten in einer Fachwerkstatt zu Rate ziehen.

Was tun bei Verunreinigungen?

Wenn die Bremse nur beim Bremsen quietscht, sind meist die Bremsbeläge verunreinigt. Das passiert, wenn die Beläge und/oder die Bremsscheibe mit Öl oder anderen Schmiermitteln in Berührung gekommen sind. Dann quietschen sie nicht nur nervtötend, sondern haben auch eine deutlich schlechtere Bremswirkung.

Bei größeren Verunreinigungen der Bremsbeläge müssen Sie die Beläge erneuern. Bei kleinen Ölmengen kann man die Bremsbeläge noch retten und die Scheibe samt Bremssattel reinigen.

  1. Bremsbeläge ausbauen: Als erstes muss man die Beläge aus dem Bremssattel ausbauen.
  2. Beläge abfeilen: Danach kann man die verschmutzte Oberfläche der Beläge (Achtung: wirklich nur die Oberfläche) mit einer Feile oder Schleifpapier abfeilen.
  3. Scheibe und Sattel reinigen: Anschließend sollte man die Bremsscheibe und den Bremssattel (innen und außen) mit Bremsenreiniger einsprühen und mit einem sauberen Lappen abziehen.
  4. Bremsscheibe aufrauen: Zusätzlich kann man die gereinigte Bremsscheibe noch mit einem Stück feinem Schleifpapier leicht aufrauen. So können sich Bremsbelag und Scheibe neu aufeinander anpassen. Das ist die Grundlage für eine maximale Bremsleistung.
  5. Neu einbremsen: Hat man Bremsbeläge und Laufrad wieder eingebaut, muss man die Bremse wieder neu einbremsen. Dazu die Bremse in kontrolliertem Umfeld mehrmals richtig heiß bremsen, damit sie ihre volle Bremsleistung entfalten kann.

Schnellste Maßnahme gegen quietschende Scheibenbremsen, die auch auf Tour funktioniert: Das Abschleifen der Oberfläche der Bremsbeläge und der Bremsscheibe. Allerdings funktioniert das nur bei wenig verunreinigten Belägen.

Wie entstehen Geräusche beim Bremsen?

Mehrere Gründe können dafür sorgen, dass sich eine Scheibenbremse akustisch bemerkbar macht. Der häufigste Grund ist Feuchtigkeit. In diesem Fall musst du dir keine Sorgen machen. Bei Regen oder niedrigeren Temperaturen quietscht so gut wie jede Scheibenbremse. Sollte deine Bremse auch im trockenen Zustand quietschen oder auf eine andere Art Probleme machen, liegt höchstwahrscheinlich einer der drei folgenden Fälle vor.

  • Die Scheibenbremse quietscht oder vibriert am neuen (E-)Bike
  • Die Scheibenbremse schleift teilweise oder dauerhaft
  • Die Scheibenbremse quietscht beim Bremsen und/oder hat eine schlechte Bremsleistung

Die Scheibenbremse quietscht oder vibriert am neuen (E-)Bike

Falls dein Fahrrad oder dessen Bremsbeläge noch relativ neu sind und du Probleme mit quietschen oder vibrieren beim Bremsen hast, dann ist die Lösung häufig recht einfach. Das sogenannte „Einbremsen“ passiert zwar normalerweise von selbst, muss aber hin und wieder etwas forciert werden. Viele Bremsenhersteller wie Shimano oder Magura sprechen hier von etwa 20 bis 30 stärkeren Bremsungen - beispielsweise bergab - bis die Bremsbeläge eingebremst sind. Im flachen Terrain funktioniert es, auch wenn du während des Tretens für maximal fünf Sekunden die Bremse ziehst, während du weiter in die Pedale trittst. Bei E-Bikes ist dies dank der Motorunterstützung einfach. Nach ein paar Bremsungen solltest du dann feststellen, dass die Bremsleistung zunimmt und Geräusche oder Vibrationen abnehmen.

Bremsbeläge und Bremsscheiben: Verschleiß prüfen

Wenn du mit deinem Fahrrad oder E-Bike schon einige Kilometer gefahren bist (und auch mal gebremst hast 😉), kann es sein, dass der Bremsbelag schlichtweg verschlissen ist. Sollte der Belag komplett verschlissen sein, macht sich dies beim Bremsen mit metallischen Schleifgeräuschen bemerkbar. In dem Fall bremst die Bremse jedoch schon länger nicht mehr richtig und auch die Scheibe wird in Mitleidenschaft gezogen (Metall auf Metall). Bei rechtzeitigem Austausch der Beläge wird die Scheibe geschont. Es lohnt sich die Stärke der Bremsbeläge alle paar Monate zu kontrollieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Am besten kann man den Verschleißzustand im ausgebauten Zustand beurteilen, aber auch mit einem groben Blick von oben in den Bremssattel kann man den Verschleißzustand der Beläge erkennen. Die Haltbarkeit von Bremsbelägen ist - wie bei allen Bauteilen - stark von der Nutzung und Pflege abhängig.

Die Scheibenbremse schleift teilweise oder dauerhaft

Wenn die Bremse bei deinem Fahrrad bzw. E-Bike auch ohne Betätigung des Bremshebel Geräusche macht, ist der Abstand zwischen Bremssattel bzw. -belag und Bremsscheibe zu gering. Überprüfe, ob der Bremssattel mittig ausgerichtet ist oder ob die Bremsscheibe einen Schlag hat. Vor einem hellen Hintergrund kannst du den Lichtspalt zwischen Bremsbelag und -scheibe am besten erkennen. Drehe das Rad, um zu überprüfen, wie und wo das Geräusch entsteht.

Wenn die Bremsscheibe eiert: Verzogen oder verbogen?

Wenn die Bremsscheibe an einem oder mehreren Punkten leicht schräg läuft und die Bremse in diesem Bereich schleift, ist die Lösung recht simpel: Einfach die Bremsscheibe in diesem Bereich mit (möglichst fettfreien Finger bzw. Handschuhen) zurückdrücken. Hier kannst du ruhig etwas sanfte Gewalt anwenden, wenn du merkst, dass sich eine Verbesserung einstellt. In seltenen Fällen ist die Bremsscheibe aber auch so verformt, dass sie sich nicht mehr zurückbiegen lässt. Dann ist nur ein Austausch möglich. Sollte die Scheibe gerade genug sein, kannst du mit der Einstellung der Bremse weitermachen.

Um eine Scheibenbremse einzustellen, gibt es drei verschiedene Methoden:

  • Methode 1: Bremshebel ziehen und halten Am schnellsten geht es, wenn du beide Befestigungsschrauben so weit löst, dass sich der Bremskörper frei bewegen kann. Dann ziehst du den Bremshebel und ziehst beide Schrauben immer abwechselnd ein Stück an, während du den Bremshebel weiter gedrückt hältst. So zentriert sich der Bremskörper im Idealfall selbst mittig über der Bremsscheibe. Sollte die Bremse danach immer noch schleifen, musst du die Einstellung händisch korrigieren.
  • Methode 2: Bremssattel optisch ausrichten In der Regel funktioniert die erste Methode schon sehr gut. Manchmal bekommt man die Bremse aber nur schleiffrei, wenn man sie nochmal mit dem Auge ausrichtet. Hierzu löst man nur eine Schraube etwas weiter, dreht dann den Bremssattel per Hand, sodass der Spalt auf beiden Seiten möglichst gleich (parallel) ist. Wer es perfekt haben will, braucht hier etwas Geduld.
  • Methode 3: Bremskolben zurücksetzen Solltest du mit beiden Methoden kein Glück haben bleibt dir noch eine dritte Option. Wenn sich die Bremskolben - die hinter den Bremsbelägen liegen - nicht gleichmäßig bewegen, fängt die Bremse schneller an zu schleifen und der Verschleiß ist ungleichmäßig. Für das Zurücksetzen der Kolben müssen das Rad und die Bremsbeläge ausgebaut werden. Drücke die Bremskolben am besten mit einem Reifenheber oder einem großen Schlitzschraubendreher zurück. Achte besonders bei hochwertigen Bremsen mit Keramikkolben - erkennbar an der weißen Farbe - darauf, nur wenig Druck auszuüben. Drücke alle Bremskolben zurück bis sie wieder innen mit dem Bremssattel abschließen. Hast du die Bremsbeläge wieder montiert und das Rad eingebaut, starte mit der Einstellung wie bei der Methode 1 oben.

Die Scheibenbremse quietscht beim Bremsen und hat eine schlechte Bremsleistung

Wenn deine Bremse auch nach einem wiederholten Einbremsen (siehe oben) quietschen oder nicht richtig bremsen sollte, solltest du die Bremsbeläge prüfen und ggf. reinigen.

Es gibt grundsätzlich zwei Fälle von „Defekten“ bei Bremsbelägen.

  • Fall 1: Bremsbeläge sind verglast Das „Verglasen“ lässt sich bei Bremsbelägen an einer glänzenden, Glas-ähnlichen Oberfläche erkennen. Je nach Intensität lässt sich die Oberfläche der Beläge aber noch mit Schleifpapier anrauen und der Bremsbelag lässt sich als Notlösung weiter benutzen. Alle Bremsenhersteller empfehlen jedoch einen verglasten Bremsbelag auszutauschen, da dieser nicht mehr die volle Bremsleistung bieten kann.
  • Fall 2: Bremsbeläge (-und Scheibe!) sind kontaminiert Bei einer Scheibenbremse reicht oft schon ein winziger Tropfen Öl oder Fett zur Kontamination. In den meisten Fällen ist Kettenöl der Verursacher. Es kann aber auch ein Defekt an der Hydraulik vorliegen. Prüfe daher genau, ob sich an den Anschlüssen oder innerhalb des Bremssattel Ölspuren befinden. Die schlechte Nachricht: Die Bremsbeläge lassen sich leider nicht mehr weiterverwenden. Die gute Nachricht: Die Bremsscheibe kann in den meisten Fällen nach einer gründlichen Reinigung weiterverwendet werden. Verölte Bremsbeläge und -scheiben lassen sich an ihrem schmierigen Gefühl erkennen. Tausche den Bremsbelag aus (siehe Methode 3) und reinige den Bremssattel und die Bremsscheibe. Hierzu kannst du entweder Bremsenreiniger, Reinigungsbenzin oder warmes Wasser mit Spülmittel verwenden. Kontaminierte Bremsbeläge können nicht gereinigt werden und müssen ausgetauscht werden.

Wie reinigt man eine quietschende Scheibenbremse am besten?

Die größte Erfolgschance auf eine ölfreie Bremse hast du, wenn du dir möglichst viel Zeit nimmst und auf mehrere der beschrieben Mittel und Produkte zurückgreifst. Nimm dir einen sauberen Schwamm oder ein Spültuch und heißes Wasser mit Spülmittel und reinige die Bremsscheibe damit oder lege sie gleich darin ein. Im Anschluss kannst du diese dann nochmal Entfetten (z.B. mit Bremsenreiniger) und Papiertüchern „abtrocknen“. Erst dann solltest du die neuen Bremsbeläge einbauen.

Für eine anfänglich bessere Bremsleistung lohnt es sich, nach jeder Instandsetzung einer quietschenden Bremse auch die Bremsscheibe mit Schleifpapier anzurauen.

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