Fahrradlampen mit Akku oder Batterie sollen im Dunkeln für mehr Sicherheit sorgen - durch eine bessere Ausleuchtung der Strecke und höhere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Fahrradbeleuchtung im Check: Was zeichnet die Testsieger aus?
Die Besten erzeugen im Nah- wie Fernbereich ein gleichmäßiges Lichtbild. Gleichzeitig kommt es auf eine gute seitliche Ausleuchtung an.
Gute Noten werden in allen Preislagen vergeben. Die Regel „je teuer umso besser“ hat in der Kategorie der Fahrradlichter nur bedingt Bestand. Und ob dynamo- oder batteriebetrieben, beide trumpfen mit hohen Helligkeitswerten.
Vorgeschrieben ist der Dynamo im Straßenverkehr heute übrigens nicht mehr.
Akkulaufzeit und Lichtstärke
Unter den Batterie-/Akku-Frontlichtern bringen es Testsieger schon mal auf eine Betriebsdauer um die 35 Stunden im Nonstop-Modus. Einen hohen Bestenlisten-Rang erzielen aber nur Exemplare, die auch Strecken fernab der beleuchteten Straßen kräftig ausleuchten können.
Eine hohe Lichtstärke allein - diese wird in der Regel in Lux angegeben - reicht aber nicht aus, um es aufs Treppchen zu schaffen. Auch das Lichtbild entscheidet über das finale Urteil: Zum einen kommt es auf eine möglichst breite, zum anderen auf eine gleichmäßige Ausleuchtung sowohl im Nah- als auch Fernbereich an.
Rückleuchten
Die besten Rückleuchten erzielen einen Ausdauer-Spitzenwert von 60 Stunden. Kleine Sets für den Helm halten sogar bis zu 100 Stunden durch. Hier ist in erster Linie ein hoher Ausleuchtungswinkel gefragt, um auch die seitliche Sichtbarkeit sicherzustellen. Bei der Ixxi von Busch & Müller beläuft sich dieser Winkel auf großzügige 320 Grad.
Doch auch für die besten Fahrradlichter gibt es von den Testern schon mal einen Rüffel, etwa für eine schlecht erkennbare Akku-Anzeige. Strenger wird der Ton, wenn der Wasserschutz fehlt. Ein gutes Beleuchtungsset sollte mindestens Schutz vor Spritzwasser mitbringen. Günstigere sparen hier.
Testsieger überzeugen aber auch in der Handhabungsdisziplin auf ganzer Linie und sind im Praxistest schnell am Rad montiert. Pluspunkte gibt es, wenn sich die Halterung ohne Werkzeug anbringen lässt.
Tipp: Ausdauer bei batteriebetriebener Beleuchtung im Stadtverkehr zweitrangig
Keine Frage, Batterie- bzw. Akku-Sets sind flexibler als Dynamoleuchten und bei Sporträdern sowieso erste Wahl. Trotz stromsparender LEDs geht eine hohe Leuchtkraft aber oft mit einer schwachen Ausdauer einher.
Vor allem die Stiftung Warentest wertet in diesem Prüfpunkt rege ab. Und umgekehrt: Hohe Laufzeiten bringen nichts, wenn die Lichtstärke zu gering ist. Unser Tipp: Laufzeiten sind im Stadtverkehr zweitrangig; lieber auf eine hohe Leuchtkraft achten. Für besonders empfehlenswert halten wir Modelle, die eine batterieschonende Eco-Stufe vorsehen.
Hersteller im Vergleich
Meistgetesteter Hersteller ist Busch & Müller, der auch im Noten- und Preis-Leistungs-Vergleich weit vorne fährt. XLC ist Schlusslicht, kann in der Gesamtwertung immerhin noch das Gesamturteil "befriedigend" erzielen. Tophersteller bewegen sich preislich tendenziell auf den höheren Rängen. Gute Qualität ist aber auch schon für kleines Geld geboten.
Nachhaltigkeit: Viele Akku-Sets sind Wegwerfprodukte
Beleuchtungssets mit eingebautem Akku und USB-Ladeanschluss scheinen nur auf den ersten Blick praktisch und nachhaltig. Denn austauschen lassen sich die Akkus in der Regel nicht, selbst bei den teuren Modellen ist das nicht selbstverständlich. Wir empfehlen daher Sets mit Batteriefach, die Sie auch mit handelsüblichen Akku-Zellen betreiben können. Auf das Laden per USB müssen Sie bei vielen Lichtern allerdings verzichten. Ausnahmen: die Frontleuchten Ixon Pure, Ixon IQ und Ixon IQ Premium von Busch & Müller.
Regen- und Staubschutz: Diese Normen sollten Sie kennen
Wasserabweisend, regenfest, spritzwassergeschützt, wasserdicht - die Begriffe der Hersteller sind vielfältig und nicht immer eindeutig. Wie gut die Beleuchtung tatsächlich vor Nässe - und auch Staub - geschützt ist, verrät der zweistellige „IP“-Code. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für den Wasserschutz. Wird eine Ziffer nicht angegeben, tritt an deren Stelle ein X. Die wichtigsten Schutzklassen können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen. Beispiel: Eine im Handel häufig anzutreffende Bezeichnung ist „IP54“. Das bedeutet, dass die Leuchte sowohl gegen Staub „in schadhafter Menge“ als auch gegen Spritzwasser geschützt ist. Dieses Schutzniveau reicht in der Regel völlig aus.
Die wichtigsten Schutzklassen:
| 1. Ziffer | Schutz gegen Fremdkörper |
|---|---|
| 2. | Schutz gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 12,5 mm |
| 5. | Schutz gegen Staub in schadhafter Menge |
| 2. Ziffer | Schutz gegen Wasser |
|---|---|
| 4. | Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen |
| 7. | Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen |
Lampen im Einzeltest
Sigma Aura 30
Die Sigma Aura 30 ist eine Batterie/Akku betriebene Fahrradbeleuchtung, die mit einem Satz Energieträger geliefert wird. Ebenfalls mit dabei, eine Bedienungsanleitung. Die Aura 30 kann einzeln als auch im Set mit einem Rücklicht gekauft werden.
Wir haben mit eingelegten Batterien ein Gewicht von 115 g gewogen. Wir haben den Sigma Fahrradscheinwerfer an unser Bike gebaut und sind damit im Alltag unterwegs gewesen. Neben normalen Straßen in der Stadt, haben wir die Sigma Aura 30 auch auf Feldwegen im Test gehabt. Die Montage ist sehr einfach.
Wie auch bei den Modellen Aura 40/60/80 ist die Halterung fest mit der Lampe verbunden und wird mit einem Gummi-Strip am Lenker befestigt. Damit Schrägen am Lenker ausgeglichen werden können, kann die Sigma Aura 30 auf der Halterung horizontal gedreht werden. Dazu befindet sich unten unter der Halterung eine Schraube, wird diese gelöst, lässt sich die Lampe drehen.
Um die Ausleuchtung und die Helligkeit zu prüfen, sind wir auf einen nicht beleuchteten Feldweg gefahren. Hier haben wir keine Einflüssen von anderen Lichtquellen und der Boden ist dunkel und feucht gewesen. Im normalen Modus sind wir recht zufrieden mit dem Lichtbild. Der Weg ist gut zu erkennen und wir hatten das Gefühl ausreichend zu sehen.
Dieses Vorgehen ist bei der Sigma Aura 30 nicht sinnvoll, auch wenn der Hersteller eine Leuchtdauer angibt, ist diese maßgeblich von den eingelegten Batterien bzw. Akkus abhängig. Zwei 1700 mAh Akkus lassen die Sigma Aura 30 länger leuchten als zwei 1300 mAh Akkus. Eine Angabe der Leuchtdauer ist daher nicht sinnvoll.
Die Sigma Aura 30 ist eine einfache Fahrradbeleuchtung die im Alltag in der Stadt und auf Wegen mit Beleuchtung durchaus punkten kann. Kürze Strecken durch unbeleuchtete Abschnitte ohne den Einfluss von anderen Lichtquellen sind durchaus mit der Sigma Aura 30 zu meistern, für unseren Geschmack aber nur im hellsten Modus. Für den Einsatz in der Stadt, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen ist die batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ein gute Option. Das Preisleistungsverhältnis finden wir gut.
Wer ein kleines Stück mehr Nachhaltigkeit möchte, der setzt auf Akkus statt auf Batterien. Wird auf Akkus gesetzt, muss ein entsprechendes Ladegerät für AA Akkus separat gekauft werden. Bei umfangreichen Touren oder beim Bikepacking würden wir auf die größeren Modelle setzen.
Hinweis: Diese Fahrradbeleuchtung erscheint im November 2020 und soll 14,95 Euro kosten.
Büchel BLC 820
Die Büchel BLC 820 geht im Praxistest als klarer Sieger hervor. Sie liefert ein gleichmäßiges, ausgewogenes Lichtbild mit solider Reichweite und gut sichtbarer seitlicher Ausleuchtung - ideal für Stadt- und Landfahrten. Die Montage gelingt unkompliziert, die Halterung sitzt stabil und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen.
Positiv fällt zudem die hochwertige Verarbeitung auf: Der Akkustand ist klar ablesbar, die Laufzeit überzeugt im Alltagsbetrieb.
Bereits das Lichtbild überzeugt: Nah- und Fernbereich sind klar strukturiert ausgeleuchtet, auch seitlich sorgt die Lampe für gute Sichtbarkeit. Der Lichtkegel ist dabei so gestaltet, dass er den Gegenverkehr nicht blendet - ein wichtiges Detail im Straßenverkehr.
Auch im Alltag zeigt sich das Modell durchdacht. Die werkzeugfreie Halterung lässt sich schnell montieren und sitzt fest am Lenker. Die Lampe selbst kann einfach abgenommen werden, das erhöht den Diebstahlschutz. Im Fahrbetrieb bleibt sie stabil ausgerichtet und lässt sich auch mit Handschuhen zuverlässig bedienen.
Die Steuerung erfolgt über eine einzelne Taste, mit der sich drei Leuchtmodi durchschalten lassen. Der automatische Modus passt die Helligkeit per Lichtsensor an - im Test funktionierte das sehr zuverlässig. Daneben stehen ein Maximal- und ein Eco-Modus zur Verfügung. Letzterer spart Energie, wirkt im Dunkeln aber etwas schwach.
Im Alltagsbetrieb hält der Akku rund zehn Stunden durch, bei aktivem Lichtsensor und praxisnah simulierten Lichtverhältnissen. Aufgeladen wird über einen Micro-USB-Anschluss, der Ladevorgang dauert etwa fünf Stunden. Eine vierstufige LED-Anzeige informiert über den Akkustand sowie den aktuellen Leuchtmodus - im Test ist beides sehr gut ablesbar.
Das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff, die Tasten sind gut erreichbar und reagieren präzise. Auch bei Regen blieb die Funktionalität erhalten, und laut Hersteller ist das Gerät spritzwassergeschützt.
Ein kleiner Schwachpunkt zeigte sich im Test bei sportlicher Fahrweise: Im Wiegetritt kann der Lichtkegel kurzzeitig ansteigen und blenden. Für den Stadtverkehr ist das jedoch kaum relevant.
Fazit: Die Büchel BLC 820 liefert ein durchdachtes Gesamtpaket mit starker Lichtleistung, guter Akkulaufzeit und alltagstauglicher Ausstattung.
Lieferumfang der Büchel BLC 820: Neben der Lampe selbst liegen eine Halterung mit Gummiband sowie ein USB-Ladekabel bei.
Sigma Aura 60
Die Sigma Aura 60 überzeugt mit starker Alltagstauglichkeit zum kleinen Preis. Für rund 30 Euro bietet die Lampe eine zufriedenstellende Lichtverteilung, eine stabile Halterung und eine einfache Bedienung - sogar mit Handschuhen. In der Praxis reicht die Leuchtweite für städtische Wege und beleuchtete Strecken aus, auch wenn die Ausleuchtung insgesamt etwas begrenzt bleibt.
Besonders die einfache Bedienung, die stabile Verarbeitung und die vernünftige Ausleuchtung sprechen für das Modell.
Der Lichtkegel deckt den Nahbereich gleichmäßig ab, reicht aber nicht sehr weit in die Tiefe. Das ist gut genug, um rechtzeitig Schäden im Radweg oder verstreute Glasscherben zu erkennen. Der rechte Fahrbahnrand ist erkennbar, könnte aber besser ausgeleuchtet sein; auf der linken Seite bleibt das Bild noch schwächer.
Die Montage gelingt werkzeuglos und unkompliziert. Die Halterung sitzt sicher am Lenker und hält auch auf Kopfsteinpflaster und Unebenheiten die Position. Die Lampe selbst lässt sich schnell abnehmen, ein Vorteil im Alltag. Die Bedienung erfolgt über eine gut erreichbare Taste, die auch mit Handschuhen zuverlässig funktioniert.
Die gemessene Leuchtdauer im Praxiseinsatz lag bei soliden 4,5 Stunden - ein ordentlicher Wert in dieser Preisklasse. Eine einfache LED zeigt den Ladezustand an, sobald der Akku zur Neige geht.
Das Gehäuse wirkt stabil, die Taste bietet einen klaren Druckpunkt. Auch bei leichtem Regen blieb die Lampe zuverlässig funktionstüchtig. Laut Hersteller ist sie spritzwassergeschützt.
Auf Komfortfunktionen wie einen Lichtsensor oder seitliche Lichtzonen verzichtet Sigma bei der Aura 60 bewusst. Angesichts des günstigen Preises ist das nachvollziehbar.
Sigma Aura 80 USB
Die Sigma Aura 80 USB überzeugt mit guter Alltagstauglichkeit und solider Ausstattung. Im Test zeigte sie ein ähnlich schmal ausgerichtetes Lichtbild wie das Schwestermodell Aura 60 - ausreichend für Stadt und beleuchtete Wege, aber mit begrenzter Reichweite. Dafür punktet die Lampe mit stabiler Halterung, wertiger Verarbeitung und praktischer Akku- und Modusanzeige per LED. Auch die Bedienung ist gelungen, selbst mit Handschuhen.
Zwar bietet sie einige zusätzliche Komfortfunktionen, doch beim zentralen Kriterium, der Ausleuchtung, bleibt das Ergebnis überraschend ähnlich. Wer jedoch auf eine detailliertere Anzeige und etwas mehr Akkureserve Wert legt, bekommt mit der Aura 80 eine stimmige Alternative.
Die Leuchtfläche fällt schmal aus und deckt vor allem den Nahbereich gut ab. Der rechte Fahrbahnrand wird noch leicht erfasst, die Reichweite bleibt jedoch begrenzt. Die Lichtverteilung wirkt gleichmäßig, allerdings ohne seitliche Streuung.
Die Montage per Gummihalterung gelingt einfach und diese sitzt im Test fest am Lenker, selbst auf Kopfsteinpflaster verrutschte die Lampe nicht. Der schnelle Abbau erhöht unterwegs den Diebstahlschutz.
Auch die Bedienung überzeugt: Die zentrale Taste reagiert präzise, auch mit Handschuhen. Die LED-Anzeige für Akkustand und Leuchtmodus ist ein Pluspunkt gegenüber der Aura 60 - gut ablesbar, auch wenn man stehen muss, um alle Details zu erfassen.
Die Aura 80 erreicht im Praxiseinsatz eine Laufzeit von rund 5,5 Stunden, etwas mehr als das günstigere Schwestermodell. Geladen wird per USB, die Ladebuchse ist gut zugänglich und durch eine Gummikappe geschützt.
Das Gehäuse wirkt robust, der Taster sitzt fest und machte im Test einen langlebigen Eindruck. Auch bei leichtem Regen funktionierte die Lampe störungsfrei. Laut Hersteller ist sie spritzwassergeschützt.
Trelock LS 480 Lighthammer
Die LS 480 Lighthammer punktet mit einer asymmetrischen Ausleuchtung, die vor allem im Stadtverkehr überzeugt: Rechts wird mehr Licht verteilt, während sie den Gegenverkehr links schont. Für innerstädtische Strecken und kurze Wege ist die Lampe gut geeignet - auf unbeleuchteten Landstraßen oder Feldwegen kommt sie jedoch an ihre Grenzen.
Das asymmetrische Lichtbild betont die rechte Fahrbahnseite und sorgt so für gute Sicht auf Gehwege, Einmündungen und parkende Fahrzeuge. Gleichzeitig bleibt die Blendung für den Gegenverkehr gering. Die Reichweite ist solide, die Lichtverteilung in der Breite jedoch begrenzt. Für nächtliche Pendelstrecken in der Stadt reicht das Lichtbild dennoch gut aus.
Die Montage erfolgt werkzeugfrei über eine Gummihalterung. Diese wirkt zunächst stabil, zeigte im Test auf Kopfsteinpflaster aber Schwächen: Die Lampe kann sich bei Erschütterungen leicht verstellen. Wer sportlich oder auf holprigem Untergrund fährt, sollte regelmäßig nachjustieren.
Die Bedienung gelingt einfach: Eine gut erreichbare Taste erlaubt das Durchschalten der Modi, auch mit Handschuhen. Eine farbige LED informiert über den Akkustand und die aktive Leuchtstufe - allerdings nur grob.
Im Alltag erreicht die LS 480 eine praxisnahe Leuchtdauer von über acht Stunden bei angepasster Helligkeit. Die maximale Laufzeit liegt laut Hersteller bei bis zu zwölf Stunden. Geladen wird per Micro-USB - funktional, aber nicht mehr zeitgemäß.
Das Kunststoffgehäuse wirkt griffig und ausreichend robust. Laut IPX4-Zertifizierung ist die Lampe gegen Spritzwasser geschützt und zeigte sich im Test auch bei leichtem Regen zuverlässig.
Einschränkungen zeigt die LS 480 bei der Vielseitigkeit: Funktionen wie Lichtsensor, Blinkmodus oder alternative Lichtzonen fehlen. Für längere Überlandfahrten ist sie damit nur bedingt geeignet.
Zum Lieferumfang gehören die Lampe samt integrierter Gummihalterung und ein einfaches USB-Ladekabel. Die Bedienung erfolgt über eine zentrale Taste auf der Oberseite.
AXA Dwn 100
Die AXA Dwn 100 überzeugt mit breitem Lichtbild und solider Reichweite - ideal für den Stadtverkehr, da der Gegenverkehr nicht stark geblendet wird. Schwächen zeigt die Lampe bei der Bedienung: Die drei Leuchtmodi lassen sich nur am Lichtbild selbst erkennen, wobei sich zwei Stufen kaum unterscheiden.
Das Lichtbild wirkt ausgewogen und deckt sowohl die Breite als auch die Reichweite des Sichtfelds gut ab. Die Ausleuchtung erfolgt gleichmäßig, ohne störende Flecken oder harte Übergänge. Gleichzeitig bleibt der Gegenverkehr durch die klar abgegrenzte Hell-Dunkel-Grenze weitgehend blendfrei - ein Pluspunkt für innerstädtische Strecken.
Die Montage gelingt unkompliziert: Die werkzeugfreie Lenkerhalterung sitzt stabil und lässt sich schnell befestigen. Auch bei Erschütterungen bleibt die Lampe sicher ausgerichtet. Die Bedienung erfolgt über einen zentralen Taster auf der Oberseite, der sich auch mit Handschuhen gut erreichen lässt.
Ein Kritikpunkt zeigt sich jedoch bei den drei Leuchtstufen: Sie unterscheiden sich nur geringfügig in der Helligkeit und lassen sich ausschließlich am Lichtbild erkennen. Ein Signal fehlt, was die Bedienung im Dunkeln erschwert.
Im Akkutest erreichte die Dwn 100 rund sieben Stunden Laufzeit im mittleren Modus - ein sehr guter Wert für den Alltag. Geladen wird per USB-C, der Ladevorgang dauerte im Test rund 3,5 Stunden. Eine fünfstufige LED-Anzeige informiert zuverlässig über den aktuellen Akkustand.
Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff und ist laut Hersteller spritzwassergeschützt (IPX4). Die Verarbeitung wirkt solide, der Druckpunkt der Taste ist klar spürbar. Das Design fällt im Vergleich zu anderen Modellen eher schlicht aus, was der Funktionalität jedoch keinen Abbruch tut.
Die AXA Dwn 100 punktet mit guter Lichtverteilung, langer Akkulaufzeit und einfacher Handhabung. Schwächen zeigt sie bei der Bedienlogik und der wenig differenzierten Helligkeitsstufen. Angesichts des recht hohen Preises wäre hier etwas mehr Komfort wünschenswert.
Lezyne Hecto Drive STVZO 40
Die Lezyne Hecto Drive STVZO 40 ist eine kompakte und schlichte Frontleuchte für den Alltagseinsatz. In der Praxis punktet sie mit einem klar abgegrenzten Lichtkegel und gleichmäßiger Nahfeldausleuchtung - ideal für den Stadtverkehr. Die Reichweite ist allerdings begrenzt, für unbeleuchtete Land- oder Feldwege ist die Leuchtkraft zu schwach. Die Lampe wird per Gummiband am Lenker befestigt, das geht schnell und sehr angenehem von der Hand.
Im Praxiseinsatz punktet die Lampe vor allem durch eine solide Nahfeldausleuchtung: Der Lichtkegel ist gut definiert und bietet in beleuchteten Stadtgebieten ausreichende Sicht. Auf Landstraßen oder komplett unbeleuchteten Strecken stößt das Modell jedoch an seine Grenzen - Reichweite und Ausleuchtungsbreite bleiben hier deutlich hinter leistungsstärkeren Lampen zurück.
Die Montage erfolgt per flexiblem Gummiband und gelingt werkzeugfrei sowie zügig. Auch die Bedienung ist unkompliziert: Ein einzelner Taster auf der Oberseite schaltet durch die Leuchtmodi, eine kleine Status-LED informiert über den Akkustand.
In puncto Laufzeit zeigt die Hecto Drive STVZO 40 Schwächen: Im praxisnahen Einsatz reichte die Leuchtdauer im Test nur für etwa 2,5 Stunden - für Gelegenheitsfahrten noch vertretbar, für Pendler jedoch wenig alltagstauglich. Immerhin lässt sich der integrierte Akku per Micro-USB bequem laden; der Ladevorgang dauert rund vier Stunden.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium und wirkt für die Preisklasse ordentlich verarbeitet. Die Lampe ist IPX7-zertifiziert und funktionierte im Test auch bei Nässe zuverlässig. Mit ihren kompakten Maßen (zirka 70 × 40 × 35 mm) und dem geringen Gewicht eignet sich die Hecto Drive gut als Notfall- oder Zweitlampe.
Wer eine günstige, straßenzugelassene Lampe für innerstädtische Wege sucht, trifft mit der Hecto Drive STVZO 40 eine funktionale Wahl.
Busch & Müller Ixon Rock
Mit ihrer sehr breiten Ausleuchtung deckt sie im Test die gesamte Fahrbahnbreite ab - ideal für Feldwege, Waldstrecken oder Touren im Dunkeln. In der Stadt kann das intensive Lichtbild hingegen schnell blenden. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Halterung sitzt stabil und lässt sich einfach justieren. Praktisch: Die Lampe dient bei Bedarf auch als Powerbank.
Knog Blinder StVZO 120
Knog bietet eine schwere, teure, top verarbeitete Leuchte. Sie liefert die höchste Reichweite, das beste Leuchbild und im Vergleich "brutale" Leuchtkraft - top! Regelte nach 30 Minuten im Labor die Leuchtkraft um 20 Prozent auf circa 400 Lumen herunter, hielt dann noch 100 Minuten. Dennoch klarer Testsieger!
Helmlampen vs. StVZO-konforme Fahrradlichter
Im Vergleich zu den StVZO zugelassenen Fahrradlichtern haben alle Helmleuchten keine Zulassung und sind somit nicht im Straßenverkehr zugelassen. Zudem verfügen diese Lampen über enorm hohe Lichtleistungen, nicht selten weit über 2000 Lumen, um so gut wie möglich den Trail sichtbar zu machen.
Lumen vs. Candela vs. Lux
- Der Lichtstrom bzw. die Lichtleistung wird in Lumen [lm] angegeben. Dieser Wert gibt Auskunft über die Helligkeit eines Leuchtmittels, genauer gesagt wie viel Licht einer Lampe zu allen Seiten hin ausgestrahlt wird und somit generell zur Verfügung steht.
- Candela [cd] beschreibt den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird.
- Die Beleuchtungsstärke wird in Lux [lx] angegeben und gibt Auskunft über den Lichtstrom, der auf eine beleuchtete Fläche fällt. Da es sich hier um eine Empfängergröße handelt, ist die reine Lux-Angabe der Lampe wenig aussagekräftig, da sie vom Abstand des Leuchtmittels zur angeleuchteten Fläche abhängt. Die Beleuchtungsstärke kann jedoch recht einfach mit einem Luxmeter ermittelt werden.
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