Wer am Niederrhein wohnt, kann sich glücklich schätzen. Denn bis zum nächsten Startpunkt der NiederRheinroute ist es meist nicht weit. Bei uns führt die Route sogar direkt an der Haustür entlang. Mit über 2.000 km ist die NiederRheinroute Deutschlands längstes Radwandernetz. Die Hauptstrecke der NiederRheinroute ist etwa 1.200 km lang. Sie führt über Deiche entlang des Rheins, verbindet historische Dörfer, durchquert Wiesen und Felder. Wer gerne entspannt mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird den Niederrhein lieben. Auf schnurgeraden Wegen gleitet man über zumeist flaches Terrain.
Die Naturregion Niederrhein erstreckt sich entlang des nördlichen Rheins von Düsseldorf bis zur Römerstadt Xanten und zur Grenze von Holland. Die Landschaft ist trotz ihres Mangels an nennenswerten Steigungen abwechslungsreich: Auf den Wiesen säumen knorrige Kopfweiden entspannt dahinplätschernde Bäche, hochaufgeschossene Pappeln bewegen sich geräuschvoll im Wind. Ein weiteres, Niederrhein-typisches Naturerlebnis kündigt sich durch lautes Schnattern und Quäken an: Jedes Jahr rasten bis zu 70.000 Wildgänse in den Auen des Rheins. Vogelbeobachter aus ganz Europa bestaunen dann bis Ende Februar ihre gefiederten Freunde beim Relaxen. Spätestens ab Dezember, oft schon September, ist die Region zwischen Duisburg und Kleve eine der Top-Destinationen für die Gänse - und natürlich auch ihre Fans.
Endlich Sommer! Für Viele gibt es nicht Schöneres als die freie Zeit in dieser Jahreszeit draußen an der frischen Luft zu verbringen. Radfahren im Urlaub ist die perfekte Art, um Aktivität und das Erkunden der schönsten Regionen zu verbinden. Die Sonne strahlt, das Wetter ist gut, eigentlich perfekte Voraussetzungen für ein bisschen Fitness an der frischen Luft!
Smarter, grüner, einfacherDie größte Neuerung dieses Jahr, die mein Leben auf meinen Radtouren durch den Niederrhein auch definitiv erleichtern wird: Die Digitalisierung des Verleihsystems vom NiederrheinRad. Das NiederrheinRad ist bereits seit rund 15 Jahren ein Erfolgsmodell in der Region. Jedes Jahr nutzen tausende Menschen die grün leuchtenden Fahrräder für Tagesausflüge, Kurzurlaube oder Wochenendtrips. 2025 wurde das System grundlegend modernisiert - Digitalisierung statt Schlüsselübergabe, Flexibilität statt Bürokratie.
Das neue NiederrheinRad-System
Die wichtigste Neuerung: Alle Fahrräder wurden mit digitalen Rahmenschlössern ausgestattet und sind jetzt über die MOQO-App buchbar, entsperr- und verwaltbar.
- MOQO-App kostenlos herunterladen
- App Store (iOS)
- Google Play Store (Android)
- Einmalig registrieren
Ihr legt ein Nutzerkonto an und gebt die notwendigen Daten ein. Diese Angaben dienen der Sicherheit und sind auch für Versicherungsfragen notwendig. Alle Daten werden selbstverständlich DSGVO-konform verarbeitet.
- Zahlungsmethode hinterlegen
Folgende Zahlungsarten werden aktuell akzeptiert:
- Kreditkarte
- SEPA-Lastschrift
- Apple Pay
- Google Pay
- Klarna (in Vorbereitung)
- Rad finden und buchen
In der App zeigt euch eine Live-Karte, welche Fahrräder aktuell verfügbar sind - ihr könnt auch nach Wunschzeit und Wunschstation filtern.
Sobald ihr ein passendes Rad gefunden habt:
- Auf „Jetzt buchen“ klicken,
- Nutzungsbedingungen akzeptieren,
- Buchung bestätigen.
- Starten und entsperren
Pünktlich zur gebuchten Startzeit geht ihr zum Rad, öffnet die App und klickt auf „Buchung starten“. Das Schloss öffnet sich automatisch per Bluetooth, es klickt hörbar - und los geht’s!
Pause machen? Kein Problem!
Ein riesiger Vorteil des Systems: Ihr müsst euer Mietverhältnis nicht sofort beenden, wenn ihr irgendwo verweilt.
- Ein Zwischenstopp beim Bäcker
- Shoppingbummel in der Altstadt
- Restaurantbesuch oder
- Übernachtung in der Region.
Einfach das Fahrrad in der App „pausieren“ und per App wieder aufschließen, sobald es weitergeht.
Rückgabe leicht gemacht
Du kannst das Rad an jeder offiziellen NiederrheinRad-Station zurückgeben. Eine Übersicht findet ihr unter: niederrheinrad.de.
One-Way-Fahrten möglich!Ihr wollt nur in eine Richtung fahren? Kein Problem! Gebt bei der Buchung einfach Bescheid und plant mindestens 72 Stunden im Voraus - es fällt ein Aufpreis von 8 € pro Fahrrad bzw. 10 € pro Pedelec an.
Ohne Netz? Auch kein Problem!Ein besonders cleveres Feature: Die App funktioniert auch ohne Internetverbindung, weil die Verbindung zum Schloss per Bluetooth läuft. Das heißt: Auch in abgelegenen Gegenden oder ohne Mobilfunkempfang könnt ihr euer Rad wie gewohnt starten, pausieren oder zurückgeben.
Die Preise bleiben wie im Vorjahr - faire (Mehr-)Tagestarife, keine versteckten Kosten.Die Abrechnung erfolgt automatisch nach Ende der Buchung. Kein Problem - über ein Benutzerkonto könnt ihr mehrere Räder gleichzeitig buchen, entsperren und verwalten. So reicht es, wenn nur eine Person in der Gruppe die MOQO-App installiert hat.
In der App findet ihr den Menüpunkt „Hilfe“ mit einem integrierten FAQ und direktem Zugang zum Kundenservice.
Meine Radtour-Tipps 2025
Damit ihr das NiederrheinRad auch dirkt nutzen könnt, bekommt ihr direkt ein paar Tipps. Denn der Niederrhein ist nicht nur eine der fahrradfreundlichsten Regionen Deutschlands, sondern auch extrem vielfältig:
Kreis Heinsberg
Familienabenteuer im Gangelter Rodebachtal (RW104)
Die rund 43 km lange Rundtour im Rodebachtal bietet Natur, Nostalgie und Spielspaß für die ganze Familie - ideal für einen aktiven Tagesausflug! Ausgangspunkt ist Geilenkirchen, wo du direkt am Flüsschen Wurm ins Knotenpunktsystem einsteigst.
Ein erstes Highlight erwartet euch bei KP 03: die nostalgische Selfkantbahn, die an Sonn- und Feiertagen zwischen Gillrath und Schierwaldenrath dampft. Die 6 km lange Fahrt in historischen Waggons ist besonders bei Kindern beliebt - Fahrräder dürfen sogar kostenlos mit.
Weiter geht’s über Breberen ins gemütliche Städtchen Gangelt. Hier lädt das Freizeitzentrum mit Kahnweiher, Minigolf, Freibad und Rutsche zur aktiven Pause ein. Anschließend führt die Route durch ein Naturschutzgebiet zum weitläufigen Wildpark Gangelt mit Bären, Wisenten, Streichelzoo, Spielplatz und spektakulären Greifvogelshows - ein echtes Familienerlebnis!
Zurück geht es über Stahe mit einem Spielplatz-Tipp im Ortsteil Niederbusch und vorbei an der NATO-Air Base Geilenkirchen - vielleicht startet hier gerade ein AWACS-Flugzeug.
Radeln nach Zahlen: Wald, Wasser & Niederlande entdecken (RW 102)
Start und Ziel dieser etwa 50 km langen Radrunde ist der kostenfreie Parkplatz an der Kirche St. Maria in Heinsberg-Unterbruch. Von hier aus führt euch die Route über das Knotenpunktsystem Richtung Karken und weiter zur deutsch-niederländischen Grenze.
Nach dem Grenzübergang radelt ihr auf niederländischer Seite durch das idyllische „Elsbroek“ bei Posterholt. Der „Vlootbach“ begleitet euch durch Wald, Wiesen und vorbei an Resten von Schloss Annendael. Über das Sandgebiet bei „het Sweeltje“ erreicht ihr Montfort, wo die Ruine des mittelalterlichen Schlosses noch heute beeindruckt.
Zurück auf deutscher Seite geht es über Waldfeucht-Haaren, wo sich ein kurzer Abstecher zur historischen Windmühle Verbeek lohnt - mit Glück ist der Müller selbst bei der Arbeit. Weiter über die Knotenpunkte erreicht ihr wieder Heinsberg.
Dort wartet die imposante Propsteikirche St. Gangolfus („Selfkantdom“) sowie das Begas Haus - Museum für Kunst und Regionalgeschichte auf einen Besuch.
Kreis Kleve
Radeln zwischen Rhein, Schloss & Grenzblicken - Route 1
Auch der Kreis Kleve hat einige Radrouten zu bieten, die es u.a. in der Broschüre „Die Fahrrad-Region Kreis Kleve in Knotenpunkten“ zu entdecken gibt. Wie wäre es mit der Route 1, die von Kleve nach Kranenburg über Kalkar bis nach Bedburg-Hau führt? Die Route ist rund 80 Kilometer lang und startet am Parkplatz Spoykanal (Bensdorpstraße) in Kleve.
In Kranenburg erwartet euch pure Natur zwischen Reichswald und Düffel - ideal zum Durchatmen und Entschleunigen. Highlights wie der Mühlenturm, das Museum Katharinenhof oder eine Fahrt mit der Grenzland-Draisine machen den Abstecher lohnenswert.
Kleve selbst bietet mit der Schwanenburg, den historischen Gartenanlagen, dem Tierpark und lebendiger Innenstadt samt Hochschulcampus eine bunte Mischung aus Kultur, Grün und urbanem Flair. Die Europa-Radbahn verbindet Kleve direkt mit Kranenburg und weiter bis ins niederländische Nijmegen.
Ein besonders schönes Rastziel ist Kalkar. Der historische Marktplatz mit seinem gotischen Rathaus lädt zum Verweilen ein, ebenso wie die Stadtmühle oder die imposante St. Nicolai-Kirche mit ihren einzigartigen Altären. Mit etwas Abstecherlust locken außerdem Burg Boetzelaer, der Wisseler See oder das Wunderland Kalkar.
In Bedburg-Hau wird es still und kunstvoll zugleich. Zwischen Feldern und alten Alleen liegt das sehenswerte Museum Schloss Moyland, das nicht nur mit Schlossromantik, sondern auch mit der weltweit größten Sammlung von Joseph Beuys begeistert.
Die Route folgt dem Knotenpunktsystem und verbindet Natur, Kultur und entspannte Radkilometer in idealer Weise.
Von Blumenfeldern zu historischen Orten - Route 5
Mein zweiter Tipp ist die Route 5 und führt auf fast 66 Kilometern durch Geldern, Straelen und endet in Wachtendonk. Hier startet die Tour am Knotenpunkt 20, an der Heilig-Geist-Kirche in Geldern. Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus am Südwall 32.
Geldern, auch bekannt als „LandLebenStadt“, vereint das Beste aus Natur und Stadtleben. Die flache Landschaft, gut ausgebaute Radwege und die abwechslungsreiche Umgebung laden zum Entspannen und Entdecken ein. Gleichzeitig bietet Geldern als Mittelzentrum viele Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote und kulturelle Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden und die Stadt besonders lebenswert machen.
Straelen, die „Blumenstadt“, ist bekannt für das größte zusammenhängende Gartenbaugebiet Deutschlands. Hier wird mehr Blumen und Gemüse produziert als in jeder anderen Region. Das außergewöhnliche Radwegenetz von über 300 Kilometern lässt das Radfahrerherz höherschlagen und macht die Region zu einem wahren Paradies für alle, die das Fahrrad lieben.
Der historische Ortskern von Wachtendonk steht unter Denkmalschutz und ist ein echtes Highlight für Geschichts- und Architekturinteressierte.
Kreis Viersen
Nette-Niers-Tour - Zwischen Wasserwegen, Kultur & Flugzeugen
Der perfekte Einstieg in die Fahrradregion Kreis Viersen beginnt mit der rund 35 Kilometer langen Nette-Niers-Tour durch Grefrath, Kempen und Nettetal. Ausgangspunkt ist der Grefrather EisSport & EventPark (Stadionstraße 161), ein beliebter Treffpunkt für Aktive und Erholungssuchende. Direkt daneben lädt das Niederrheinische Freilichtmuseum zu einer kleinen Zeitreise ein: In originalen Bauernhäusern und historischen Hofanlagen rund um die Dorenburg wird mit digitalen Infotafeln anschaulich das Leben vergangener Zeiten erzählt. Ein Highlight - nicht nur für kleine Gäste - ist das Spielzeugmuseum, das auf drei Etagen liebevoll erhaltene Spielzeuge präsentiert. Besonders faszinierend: Die große Modelleisenbahn, die regelmäßig zum Leben erwacht.
Die Route führt weiter über Kempen bis nach Nettetal. Unterwegs bietet sich ein Abstecher ins Künstlerdorf Hinsbeck an. Auf einem Skulpturenrundweg begegnen Ihnen hier über 20 Werke internationaler Bildhauer - eingebettet in die niederrheinische Landschaft und ideal zum Innehalten.
Wer den Blick lieber über die Landschaft schweifen lässt, ist am Flugplatz Niershorst genau richtig. Dort können Sie Segel- und Motorflugzeuge bei Start und Landung beobachten - oder sich sogar für einen Schnupperflug anmelden.
Heidetour durch das Elmpter Schwalmbruch - Natur pur im Violett
Wenn die Heide blüht, verwandelt sich das Elmpter Schwalmbruch in ein Farbenmeer aus kräftigem Violett - und macht die rund 27 Kilometer lange Heidetour zu einem ganz besonderen Naturerlebnis im Kreis Viersen. Doch auch außerhalb der Blütezeit zeigt sich die Landschaft im Naturpark Schwalm-Nette von ihrer schönsten Seite: Wacholderbüsche, stille Seen, urige Moore und weite Bruchlandschaften lassen jedes Naturherz höherschlagen.
Gestartet wird am Parkplatz an der Elmpter Kapelle Maria an der Heiden in Niederkrüchten, die nicht nur ein ruhiger Ausgangspunkt, sondern auch ein kultureller Schatz ist: In ihrem Inneren befindet sich ein prachtvoller flandrischer Schnitzaltar, der einen Blick ins kunstvolle Mittelalter gewährt.
Von hier aus führt die Route entspannt durch waldreiche Gebiete, vorbei am ehemaligen NATO-Gelände bis hin zum modernen Aussichtsturm im Elmpter Schwalmbruch. Der Blick von oben über die Heideflächen bis hin zu den Schwalmauen ist atemberaubend - besonders in der Morgendämmerung oder bei Sonnenuntergang.
Mit etwas Glück begegnet man unterwegs der Moorschnuckenherde, die auf natürliche Weise zur Pflege der Landschaft beiträgt und für das ökologische Gleichgewicht sorgt.
Diese Radtour ist kein Rennen, sondern eine Einladung, die Seele baumeln zu lassen.
Kreis Wesel
50 Jahre, 50 Kilometer - Ein Jubiläumsabenteuer auf dem Rad
Die Radtour „50 Jahre, 50 Kilometer“ zum Jubiläum des Kreises Wesel führt durch Xanten, Sonsbeck, Alpen und Wesel und ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ein echtes Fest für alle Sinne. Zwischen sanften Hügeln, geschichtsträchtigen Orten und dem glitzernden Rhein erleben RadfahrerInnen eine abwechslungsreiche Strecke mit vielen Entdeckungen.
Startpunkt der Tour ist der Bahnhof in Xanten (Knotenpunkt 42). Von hier aus führt die Route direkt in die „Sonsbecker Schweiz“, ein hügeliger Abschnitt des eiszeitlich geformten Niederrheinischen Höhenzugs. Auf dem Dürsberg angekommen - mit 87 Metern die höchste natürliche Erhebung der Region - bietet ein moderner Aussichtsturm weite Blicke über die niederrheinische Ebene.
In der Gemeinde Sonsbeck lohnt sich ein Zwischenstopp in der Gommanschen Mühle, wo eine Ausstellung zur Töpferkunst regionale Handwerksgeschichte lebendig werden lässt.
Weiter geht’s durch idyllische Dörfer und weite Felder nach Alpen-Veen und schließlich nach Wesel-Büderich, wo die imposante Rheinbrücke überquert wird. Auf der anderen Rheinseite wartet Wesel mit gleich mehreren Highlights: Die Zitadelle Wesel, eine der größten noch erhaltenen Festungsanlagen des Rheinlands, das LVR-Niederrheinmuseum sowie der beeindruckende Willibrordi-Dom, der mit seiner neugotischen Architektur beeindruckt.
Entlang des ruhigen Auesees führt der Weg weiter ins charmante Bislich - hier startet die Rad- und Fußgängerfähre Keer Tröch II, die Sie stilvoll zurück über den Rhein bringt. Nur wenige Minuten entfernt liegt das Naturschutzgebiet Bislicher Insel, ein Paradies für Naturfreunde: In dieser Auenlandschaft zwischen Altrheinarm, Streuobstwiesen und Feuchtbiotopen finden unzählige Vogel- und Insektenarten ein Zuhause - im Winter sind hier sogar tausende arktische Wildgänse zu beobachten.
Zurück in Xanten lädt die historische Altstadt mit dem majestätischen Dom St. Viktor und dem Archäologischen Park (APX) inklusive LVR-Römermuseum zu einem würdigen Abschluss dieses Jubiläumsabenteuers ein.
Weitere Tipps:
- Rad-Rundtour durch Wesel und Hamminklen - Nachhaltigkeit liegt auf dem Weg
- Agri-Fun-Tour in Straelen - Mit dem Rad Gartenbau und Landwirtschaft erleben
- Fahrradtour durch den Kreis Kleve
- Radtour auf dem Niers-Randwanderweg
- Herbstliche Radtouren am Niederrhein
- Fahrradtour durch den Kreis Viersen
- Die 3-Flüsse-Route
- Niers-Radwanderweg - Von Kevelaer nach Weeze mit dem NiederrheinRad
- Sommer-Radtour: Der RurUfer-Radweg im Heinsberger Land
- Schlemmer-Radtour mit herzhafter Beute
Weitere schöne Radtouren in NRW
- Wegberger Mühlenroute: Der Weg führt an vielen der ehemals 25 Wassermühlen der Stadt vorbei. Ein Highlight ist die Wegberger Mühle aus dem Jahr 1505. Danach führt die Route durch einen Teil des Naturparks Schwalm-Nette und vorbei an Weihern und Bächen. Auf dem Weg liegen die Molzmühle, die Holtmühle, die Schrofmühle und die Kornmühle Tüschenbroich.
- Rheinische Apfelroute: Die Route führt über insgesamt 124 Streckenkilometern durch den Rhein-Sieg-Kreis, vorbei an blühenden Obstplantagen, bunten Gemüsefeldern und regionalen Hofläden. Besonders zur Obstblüte im Frühling und zur Erntezeit im Herbst ist die Route ein Genuss für Augen und Gaumen.
- Ruhrtal-Radweg: Er startet im sauerländischen Winterberg und führt bis nach Duisburg. Auf der Strecke erwarten die Radler vor allem Kontraste: Fachwerk und Industrie, Natur und Kultur. Die komplette Tour ist zu lang für einen Tagesausflug, deshalb ist der Weg in 23 Etappen unterteilt.
- Erft-Radweg: Auch dieser Radweg führt an einem Fluss entlang. Radfahrer können hier den Verlauf der Erft entdecken, angefangen in der Eifel bis zum Rhein bei Neuss.
- RadBahn Weg: Auf einem alten Gleisbett können Radfahrer das Münsterland zwischen Coesfeld und Rheine entdecken. Mittlerweile befahren Radler die Strecke, aber noch vor wenigen Jahren sind hier jeden Tag Züge gerollt. Die Relikte der Vergangenheit sind auf der ehemaligen Bahnstrecke immer noch sichtbar.
- Römer-Lippe-Route: Dieser Weg führt Radler auf die Spuren einer alten Römerstraße. Angefangen beim Hermannsdenkmal bis zur Xantener Innenstadt, immer vorbei am Fluss Lippe.
- Wasserquintett: Dieser Rundweg führt im Bergischen Land an fünf Talsperren vorbei. Die erste ist die Brucher-Talsperre, dann folgt die Lingese-Talsperre. Zwischen Mai und Oktober pendelt entlang der Strecke der Bergische Fahrradbus.
- Möhnetal-Radweg: Dieser Flussradweg führt von der Möhnequelle bis hin zur Mündung in die Ruhr. Radfahrer können auf dieser Strecke Auenlandschaften mit grünen Wiesen und Hügeln und den Möhnesee entdecken.
- 100-Schlösser-Route: Wer die 100-Schlösser-Route befährt, der bewegt sich mit dem Rad durch die Geschichte des Münsterlandes. Die Strecke führt vorbei an mehr als hundert Schlössern, Burgen, Herrensitze und Gräftenhöfe.
- Seseke-Weg: Die Route führt entlang des namensgebenden Flusses Seseke, vorbei an Wiesen und Bäumen, die das Flussufer säumen. Los geht es an der Mündung, die Strecke endet an der Quelle.
- Flamingo-Route: Hier gibt es die nördlichste Flamingo-Brutkolonie in Europa. Die beste Zeit, um die Tiere zu beobachten, ist zwischen März und Juli.
7 Fahrradtouren am Niederrhein im Überblick
| Tour | Länge |
|---|---|
| Burgen und Schlösser | 51 km |
| Heide-und-Seen-Route | 50 km |
| Bylerward-Route | 57 km |
| Maas-Tour | 67 km |
| Foto-Strecke | 71 km |
| Zum Kloster Kamp | 66 km |
| Naturpark-Runde | 76 km |
Anreise per Bahn: Städte wie Wesel, Kleve, Kevelaer und Xanten lassen sich gut z. B. mit Umsteigen in Duisburg und Düsseldorf mit der Deutschen Bahn erreichen.
Radverleih & Radservice: Mehr als 30 Verleihstationen von Niederrhein-Rad mit über 1.000 Rädern finden sich in der gesamten Region.
Radeln nach Zahlen am Niederrhein
23 - 34 - 45: Was ein bisschen nach der Ziehung der Lottozahlen klingt, ist in Wirklichkeit ein clever ausgeklügeltes System für Fahrradfahrer. Am Niederrhein radeln Sie nach Zahlen. So muss man sich für seine Tour keine Ortsnamen mehr einprägen oder komplizierte Karten lesen. Nur noch ein paar Zahlen notieren, und schon geht’s los.
Das System „Radeln nach Zahlen“ kommt aus Belgien und den Niederlanden. Dort hat es ganz schnell die Runde gemacht und ist nun auch komplett am Niederrhein eingeführt. Das Radwegenetz ist einheitlich beschildert, alle Kreuzungen (Knotenpunkte) sind durchnummeriert.
Unter den Wegweisern werden jeweils Richtung und Nummer der nächstgelegenen Knotenpunkte angezeigt. Sie müssen sich statt Ortsnamen nur die Nummern der Knotenpunkte der geplanten Strecke merken. Kleiner Zettel genügt, oder man schreibt die Zahlen auf den Handrücken.
Erkennbar ist das deutsche System an den rot-weißen Pfeil-, Tabellen und Zwischenwegweisern. Die angrenzenden Niederlande verwenden eine grün-weiß-Kombination.
Tourentipps in der Radregion Niederrhein
- Burgen und Schlösser: Von Kevelaer zu fünf Adelsherbergen: Start in Kevelaer, vorbei am Schloss Haag, durch Geldern und Winnekendonk zur Burg Kervenheim und Schloss Kalbeck.
- Heide- und Seen-Route: Ausflug in die Niederlande: Start im Solegarten von Kevelaer, über die Grenze zu den Niederlanden in den Nationalpark Maasdünen.
- Auf der Bylerward-Route rund um Kleve: Historisches am Niederrhein: Die Tour startet in Kleve an der Stifts- und Propsteikirche, vorbei an der Schwanenburg und dem Prinz-Moritz-Grabmal.
- Von Kalkar auf die Maas-Tour: Vom Rhein zur Maas: Los geht’s vor den Toren von Kalkar Richtung Uedem, über Kervenheim und Kevelaer in die Niederlande.
- Runde auf der Niederrheinischen Foto-Strecke: Nicht nur für Instagram-Nutzer: Die Route führt durch Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten mit Landschaftsbilderrahmen als „Umrahmung“ spezieller Foto-Spots.
- Von Xanten zum Kloster Kamp: Zum Sanssouci des Niederrheins: Start in Xanten, südlicher Wendepunkt ist Kloster Kamp.
- Von Xanten durch Naturpark und Naturschutzgebiet: Schlösser, Wald und Rheinwiesen: Start in Xanten, mit der Fähre über den Rhein ins Naturschutzgebiet Droste Woy, vorbei am Schloss Diersfordt und Schloss Ringenberg.
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