SKS MTB Schutzblech Test: Maximale Sauberkeit und Schutz auf dem Trail

Als begeisterter Radfahrer lassen Sie sich von nichts aufhalten - und erst recht nicht von Wind, Wetter und Dreck! Gerade, wenn Sie mit Ihrem Fahrrad gerne auch mal im Winter oder auf unwegsamem Gelände „im Dreck“ unterwegs sind, lohnt sich also definitiv die Anschaffung eines guten Fahrrad-Schutzblechs.

Doch dabei kann man auch bei Schutzblechen auf dem Radmarkt gerne mal den Überblick verlieren. Unser Fahrrad Schutzblech Test sagt Ihnen alles über Material und die passende Größe Ihres Schutzblechs. Darüber hinaus erfahren Sie noch einiges über potenzielle Extras wie abnehmbare Schutzbleche und ähnliches.

Das passende Fahrrad Schutzblech für Sie ist immer individuell auf einzelne Bikes angepasst und hat eine ganz einfache Funktion: Sie und Ihr Rad vor Dreck, Wind und Wetter zu schützen.

Warum ein Schutzblech am Mountainbike sinnvoll ist

Sie montieren ein Schutzblech vor allem aus einem Grund an Ihrem Fahrrad: Um sich selbst vor dem nervigen Schlamm und Dreck vom Waldboden oder der Straße unter Ihnen zu schützen. Denn diese kleinen Helferlein absorbieren Schmutz und Wasser und schützen den Fahrradfahrer somit effektiv vor Verschmutzungen.

Doch damit nicht genug: Sie schützen obendrein auch Ihr Fahrrad gegen äußere Einflüsse von unten, wie etwa Steinschläge. Und natürlich bleibt so auch Ihr Bike stets sauber und gepflegt.

Die Funktionsweise ist dabei durchaus interessant: Denn bei Regen oder feuchtem Wetter auf unwegsamen Wegen wird der Schmutz und Dreck über das Reifenprofil aufgenommen und dank der Rotation der Räder und der Gravitationskraft wieder an den Boden abgegeben.

Ihnen wird dabei schnell klar, dass das auf der Vorderseite direkt senkrecht zur Lauffläche ist, also direkt vor dem Fahrer in die Luft fliegt. Dabei sind Füße, Rahmen und unter Umständen sogar die Tretkurbel im direkten Beschuss.

Ein Schutzblech ist gerade für regelmäßige Biker ein absolutes Muss!

Ein Radschutz zur Montage an Ihrem Mountainbike lohnt sich definitiv, da Sie mit Ihrem MTB vermutlich oft in schlammigen oder dreckigen Gefilden unterwegs sind. Neben Ihnen und Ihrer Kleidung bewahrt ein Fahrrad Schutzblech auch Teile der Technik wie Bremsanlage oder Gangschaltung vor Verschleiß und unnötiger Verschmutzung.

Durch diesen kleinen Zusatz an Ihrem Mountainbike können Sie Ihr Rad auch auf dem Weg in die Arbeit, die Schule oder sonst wo hin mitnehmen, ohne sich Gedanken über Ihre Kleidung machen zu müssen.

Material, Breite und Extras

Jetzt wissen Sie,für welche Fahrräder sie unbedingt einen Schmutzfänger brauchen. Aber was zeichnet den Testsieger im Fahrrad Schutzblech Test von Profirad noch aus? Wir werfen also noch einen Blick auf Material, optimale Breite und weitere Extras.

Hier unterscheidet sich das Schutzblech nicht großartig von jedem anderen Fahrradzubehör oder der Fahrradbekleidung: Das Material entscheidet! Und so lassen sich auch vermeintlich einfache Zusatzteile wie Schmutzfänger in verschiedenen Materialien bekommen.

Schutzbleche aus Kunststoff sind meistens etwas schneller und einfacher zu montieren und obendrein noch leichter als vergleichbare Modelle aus Metall (Aluminium mal etwas außen vor gelassen!). Hier reicht nicht selten eine einfache Aufschiebekonstruktion am Vorderrad aus, um das Schutzblech stabil zu fixieren.

Schutzbleche aus Metall oder Aluminium sind dafür etwas robuster, dafür auch schwerer und auch leicht komplizierter zu montieren. Sie fallen gerade im Punkt des Gewichts hinter die Kunststoff-Modelle zurück.

Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste, Punkt beim Kauf eines Fahrrad Schutzblechs ist, die richtige Breite zu wählen. Damit ein Schutzblech seinen vollen Schutz entfalten kann, muss es breiter als der Mantel bzw. als das Rad sein, über dem es montiert ist.

Bei einem leichten U-Profil kann das Schutzblech dicht an der Lauffläche montiert werden, was einen optimalen Schutz verspricht.

Im Hinterradbereich wird außerdem noch mit einem zusätzlichen Kunststoffclip gearbeitet, da das Schutzblech dort länger ist. Dabei wird das Blech mit dem Clip oder einem Gummi an der Rahmenstange befestigt und zwar zum Rahmen zeigend.

Wollen Sie noch mehr Stabilität bei Ihrem Schutzblech erreichen, zeigt unser Fahrrad Schutzblech Test, dass sich Schutzblechstreben lohnen. Diese geben dem ganzen einen stabilen Halt, gerade wenn Sie während der Fahrt merken, dass das Blech zu sehr wackelt. Sie finden vor allem Verwendung bei den Metall-Blechen, da diese durch ihr höheres Gewicht eine zusätzliche Stabilisierung benötigen.

Auch abnehmbare Schutzbleche bieten einen gewissen Vorteil: Denn kennt man seine gefahrene Strecke sehr gut und der Wetterbericht ist positiv, können Sie die Bleche ganz einfach abnehmen.

SKS Schutzbleche im Test: Modelle und Bewertungen

Das Setup für unseren Praxistest der Schutzbleche war durchaus speziell: Ein Testfahrer im weißen Maler-Overall durchfuhr fünfmal eine felgentiefe, etliche Meter lange Schlammpfütze. Danach war sehr sichtbar, was die Schmutzschützer leisten - oder auch nicht…

Bis zum Knie oder halben Oberschenkel gibt es keine Rettung, doch den Rest hielten die guten Konstruktionen einigermaßen sauber.

Wer zugunsten der einheitlichen Optik und der einfachen Beschaffung ein Set kaufen möchte, macht bei SKS keinen Fehler. Doch alle Modelle sind auch einzeln erhältlich.

Dabei ist das Mehrgewicht geringer, als die auffällige Optik suggeriert. Wirkungsvolle Schutzblech-Sets wiegen nur 350 bis 400 Gramm.

1 - Crud XL Fender / Rear Fender

Setpreis ca. 65 Euro (online)

Länge v/h: 62/64 cm

Gewicht v/h: 194/168 g

Mit dem Fender XL fürs Vorderrad haben die Briten einen Treffer gelandet. Die werkzeuglose Montage mit sechs straffen Gummiringen ist wackelfrei, die mittig geteilte Konstruktion lässt Luft zum Reifen. Viel Länge vorne, daher guter Schutz fürs Gesicht. Unser Tipp fürs Vorderrad.

Der hintere Schützer lässt für den Federweg am Fully zwangsläufig viel Luft zum Reifen. Entsprechend mäßig ist der Schutz - eher ein Teil für Hardtails. Die Montage an der Sattelstütze erfordert einen 5-mm-Innensechskant. Technisch solide, aber kein Siegertyp. Leider nur online bestellbar.

2 - Mucky Nutz MugGuard front/rear

Setpreis 77 Euro

Länge v/h: 62/82 (44) cm

Gewicht v/h: 110/225 g

Der vordere Schmutzschutz von Mucky Nutz ließe sich wohl nur mit Kabelbindern sinnvoll montieren. Die beigelegten Klettstreifen sind fummelig und wenig haltbar. Zudem halten sie den sehr flexiblen Schützer kaum vom Reifen weg. Aus unserer Sicht wenig empfehlenswert.

Das Hinterradmodell kann dagegen glänzen. Es bietet die größte Winkelverstellung und passt daher auch für Hardtails oder Hinterbauten außerhalb des Viergelenker-Mainstreams. Es sitzt solide. Die montierte Verlängerung ist per Daumendruck schnell entfernt. Guter Schutz und gute Konstruktion.

3 - SKS Mudrocker Set

Setpreis 65 Euro

Länge v/h: 50/65 (bis 85) cm

Gewicht v/h: 122/266 g

SKS liefert das ausgeglichenste Set im Test. Beide Teile sind in Sachen Schutz und Montage richtig gut, auch wenn keines Maßstäbe setzt. Vorne bietet nur SKS mit beigelegtem Adapter die Möglichkeit zur direkten Schraubmontage an geeigneten Gabelbrücken, aber auch die relativ breiten Klettriemen halten beide Schützer sicher am Platz.

Der hintere Schützer ist in zwei Winkeln montierbar und lässt sich durch beigelegte Extensions um je etwa zehn Zentimeter nach vorne und hinten verlängern. Wir haben auf die hintere Verlängerung verzichtet, weil sie das sichtbare Schwänzeln verstärkt hätte. Ein Plus: das umfangreiche Befestigungsmaterial im Lieferumfang.

SKS liefert ein absolut solides Gesamtbild ab - sowohl bei Montage als auch beim Schutz.

4 - Topeak Tetrafender Set

Setpreis 65 Euro

Länge v/h: 54 (38)/55 (32) cm

Gewicht v/h: 230/360 g

Topeak treibt für seine Schlammfänger maximalen Aufwand: Die ohnehin solidesten Klettriemen im Test lassen sich mit einem Schräubchen weiter straffen, die Metallstreben sind verstellbar, beide Schützer lassen sich werkzeugfrei verkürzen und verlängern. Das wiegt. Das Set ist über 200 Gramm schwerer als die meisten Mitbewerber und in der Erstmontage etwas aufwendiger anzupassen.

Mit gut durchschnittlichem Schutz vorne und einem etwas zu knapp bemessenen Abweiser am Heck hält das Set bei der Schutzwirkung nicht ganz das Niveau der Fertigungsqualität.

Super Montage, doch beim Schutz schwächelt der hintere Fender etwas.

5 - Unleazhed MR02/M02 Set

Setpreis 75 Euro

Länge v/h: 51/76 cm

Gewicht v/h: 115/217 g

Das Set des deutschen Herstellers Unleazhed ähnelt auf den ersten Blick dem SKS-Angebot. Im direkten Vergleich zeigen sich unterschiedliche Qualitäten: Unleazhed begnügt sich bei seinem etwas leichteren Set mit schmaleren Klettbändern, auch die Gummi-Auflagen zwischen hinterem Schützer und Rahmen sind etwas fummeliger geraten.

Deutlich besser als beim Mitbewerber ist aber die Schutzwirkung des hinteren Schlamm-Catchers. Der üppig lange Schützer ist durch dreidimensionale Versteifungen auf der Innenseite weniger schwingungsanfällig. So kann er seine Länge und Breite souverän ausnutzen. Keiner im Test hielt den Rücken sauberer.

Weitere SKS Modelle und Sets im Überblick

Neben den oben genannten Modellen gibt es noch weitere interessante Optionen von SKS, die speziell für verschiedene Fahrradtypen und Einsatzbereiche entwickelt wurden:

SKS Blade Set

Das SKS Blade Set in grün oder blau bietet eine Lösung an, die nur wenig Kompromisse erfordert. Gefertigt sind die Schutzbleche aus einem 2-Komponenten Kunststoff. Auffallend ist die hohe Flexibilität des Materials. Obwohl die Schutzbleche sehr formbeständig sind, geben diese bei einwirkenden Kräften von außen nach und nehmen danach sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Das Ganze geschieht ohne bleibende Schäden.

Ausgelegt ist das Set für 29″ Laufräder, passt aber auch hervorragend für 27,5″ Bikes. Die empfohlene Reifenbreite beträgt zwischen 2.0″ und 3.0″, das von uns nachgemessene Gewicht liegt bei 108 Gramm (vorne) bzw. 228 Gramm (hinten).

Der Fender sitzt perfekt und bietet einen guten Schutz vor hochspritzendem Wasser und Dreck.

SKS MUDROCKER FRONT

SKS fertigt den MUDROCKER FRONT in Deutschland. Für 29,99 € bekommt ihr einen 490 mm langen Mudguard und all das benötigte Zubehör, um den Mudguard entweder mit Kabelbindern, Klett oder Schrauben zu befestigen.

Dank der unterschiedlichen Befestigungsarten schwankt das Gewicht zwischen 120 und 147 g, was den Mudguard in unserem Vergleichstest zu einem der schwereren Modelle macht.

Durch den universellen Fit des SKS MUDROCKER gibt es nur sehr wenige Federgabeln, zu denen er nicht passt.

Beim Wackeltest in der Werkstatt nach der Montage sitzt der Mudguard stabil in der Federgabel. Das spiegelt sich auch bei den Testfahrten durch eine angenehme Stille des Mudguards wider.

Auch bei der Schutzwirkung kann SKS überzeugen, denn selbst unter widrigsten Bedingungen bleibt unser Gesicht sauber. Zwar liegt der Spritzschutz, genau wie die Länge, etwas unter dem Niveau von Mucky Nutz und Mudhugger. Das restliche Testfeld kann der SKS MUDROCKER jedoch übertrumpfen.

Genau wie unser Gesicht bleiben auch die Gabeldichtungen frei von Matsch. Der SKS MUDROCKER FRONT hat uns voll und ganz überzeugt. Er liefert einen ausgezeichneten Schutz für Gesicht und Gabeldichtungen. Dazu kommt die schnellste Montage im Test, die dank Klett auch kein Werkzeug benötigt.

SKS S-Blade und S-Board Set

In diesem Punkt kann das SKS S-Blade und S-Board Set für Road und Allroad auf jeden Fall volle Punktzahl einfahren. Dank der Quick-Release Befestigungen sind sowohl das vordere als auch hintere Schutzblech mit wenigen Handgriffen am Bike fixiert. Eine permanente Verschraubung oder spezielle Adapter sind nicht notwendig.

Befestigt wird das S-Blade mittels eines Spanngurts und Spannbügels an der Sattelstütze. Der Spanngurt lässt sich mit wenigen Handgriffen den Anforderungen entsprechend anpassen, danach muss nur noch der Spannbügel ein- und umgelegt werden.

Ebenso unkompliziert gestaltet sich die Montage des vorderen S-Boards. Zwei Gummistraps ermöglichen eine Fixierung an Gabeln mit unterschiedlichen Durchmessern.

Auffällig ist beim Fahren auf regennassen Straßen oder Wegen allerdings der recht hohe Schutz vor aufwirbelnder Nässe. Vor allem der Bereich des Rückens und Gesäßes wird ideal geschützt. Nicht ganz vermeiden lassen sich hingegen nasse Füße und Schienbeine.

Weitere Schutzblech-Optionen

Neben den SKS-Produkten gibt es auch andere Hersteller, die interessante Schutzblechlösungen anbieten:

Hebie Viper

Die Viper von Hebie sind echte Steckschutzbleche, die fest sitzen und einfach angebracht werden können. Der Steckmechanismus erfordert eventuell leichtes Nachbearbeiten. Für Mountainbiker, die Steckschutzbleche schnell an- und abstecken wollen.

Ass Savers

Die Ass Savers tun genau das, was ihr Name sagt: Das Hinterteil bleibt im Test trocken. Mehr aber auch nicht. Der Rücken und die Beine bekommen dennoch was ab.

Topeak D-Flash

Einmal fixiert sitzen die D-Flash-Schützer auch bei Geländefahrten sehr fest. Da sie leicht sind, machen sie sich kaum bemerkbar. Die Schutzwirkung ist vorn aber eher schlecht. Hinten ist sie jedoch deutlich besser als bei den höher sitzenden Ass-Savers-Produkten.

SKS Speedrocker

Die Speedrocker lassen sich - nach der Erstmontage - schnell anbringen, passen an fast alle Räder mit Scheibenbremse und bieten sehr guten Schutz. Mit über 400 Gramm sind die Schützer recht schwer. Sie lassen sich nur umständlich verstauen. Für alle Touren-, Rennrad- und Gravelfahrer mit Scheibenbremse.

Bei Schutzblechen am MTB scheiden sich die Geister. Für die eine Gruppe sind Fenders ein Must-have für Rides bei Regen, für die andere Gruppe hingegen ein optisches No-Go.

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