Hey, Simson-Fans! Bist Du auch ein begeisterter Fan dieser coolen Retro-Mopeds und möchtest endlich legal auf deutschen Straßen cruisen? Dann haben wir gute Nachrichten für Dich!
In Deutschland kannst Du jetzt den AM-Klasse Führerschein erwerben und damit Deinen Traum vom Simson-Fahren wahr werden lassen. In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du über den AM-Klasse Führerschein wissen musst: den Umfang, die Gesetze und die Kosten.
Der Umfang des AM-Klasse Führerscheins
Der AM-Klasse Führerschein ist der Führerschein, den Du benötigst, um Simson-Mopeds und andere Kleinkrafträder mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h zu fahren.
Mit diesem Führerschein darfst Du auch Leichtkrafträder bis 50 ccm Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h lenken. Das bedeutet, dass Du Deine geliebte Simson legal auf der Straße bewegen kannst, solange sie diese Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschreitet.
Folgende Fahrzeuge sind in der Führerscheinklasse AM enthalten:
- Zweirädrige Krafträder
- Dreirädrige Krafträder (z.B. Minitrikes)
- Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (sogenannte Minicars, Leermasse des Fahrzeugs max.
Die Gesetze und Voraussetzungen
Damit Du den AM-Klasse Führerschein erwerben kannst, musst Du bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
- Mindestalter: Du musst mindestens 16 Jahre alt sein, um den AM-Klasse Führerschein beantragen zu können.
- Theoretische Prüfung: Bevor Du auf Deine Simson springen kannst, musst Du eine theoretische Prüfung ablegen. Hier lernst Du die Verkehrsregeln und wie Du sicher auf zwei Rädern unterwegs bist.
- Praktische Prüfung: Nach bestandener theoretischer Prüfung steht die praktische Prüfung an. Hier beweist Du Dein fahrerisches Können und zeigst, dass Du Deine Simson sicher beherrschen kannst.
- Sehtest: Du musst einen Sehtest absolvieren, um sicherzustellen, dass Deine Augen gut genug sind, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen.
- Erste-Hilfe-Kurs: Ein Erste-Hilfe-Kurs ist ebenfalls Pflicht, damit Du im Notfall richtig handeln kannst.
Die genauen Anforderungen und der Ablauf können von Bundesland zu Bundesland leicht variieren, also erkundige Dich am besten bei Deiner örtlichen Führerscheinstelle über die genauen Details.
Die Kosten
Neben den Voraussetzungen und Prüfungen solltest Du auch die Kosten im Auge behalten. Die Gebühren für den AM-Klasse Führerschein können je nach Fahrschule und Region variieren, liegen aber oft im Bereich von einigen Hundert Euro.
Diese Kosten beinhalten die theoretische und praktische Ausbildung, die Prüfungsgebühren, den Erste-Hilfe-Kurs und den Sehtest. Es lohnt sich, verschiedene Fahrschulen zu vergleichen, um das beste Angebot für Dich zu finden.
Ein AM-Klasse Führerschein sollte nicht mehr als 500 - 1.500 € kosten.
Die Kosten für den AM-Klasse Führerschein in Deutschland können je nach verschiedenen Faktoren stark variieren. Hier sind einige wichtige Punkte zu den Kosten, die Du beachten solltest:
- Fahrschulgebühren: Die größte Kostenkomponente sind in der Regel die Gebühren der Fahrschule. Diese können stark variieren, abhängig von der Region und der gewählten Fahrschule. Die Preise können zwischen 500 und 1.000 Euro oder sogar mehr liegen. Es ist ratsam, verschiedene Fahrschulen zu vergleichen und nach Sonderangeboten oder Rabatten zu fragen.
- Theoretische Prüfung: Die Gebühr für die theoretische Prüfung ist normalerweise in den Fahrschulgebühren enthalten. Sie beträgt in der Regel etwa 20 bis 50 Euro.
- Praktische Prüfung: Die Gebühr für die praktische Prüfung ist ebenfalls oft in den Fahrschulgebühren enthalten und liegt normalerweise bei etwa 100 bis 200 Euro.
- Erste-Hilfe-Kurs: Der Erste-Hilfe-Kurs kostet in der Regel etwa 20 bis 40 Euro und muss separat bezahlt werden.
- Sehtest: Der Sehtest kostet normalerweise etwa 6 bis 15 Euro und muss ebenfalls separat bezahlt werden.
- Lernmaterialien: Du könntest zusätzliche Ausgaben für Lernmaterialien wie Lehrbücher oder Online-Kurse haben. Die Kosten hierfür können variieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur grobe Schätzungen sind und die tatsächlichen Kosten von verschiedenen Faktoren abhängen, einschließlich deines Wohnorts und der Fahrschule, die du wählst. Die Gesamtkosten könnten also höher oder niedriger ausfallen.
Es ist empfehlenswert, verschiedene Fahrschulen zu kontaktieren und nach einer detaillierten Aufstellung der Kosten zu fragen, bevor du dich entscheidest.
Außerdem gibt es in einigen Fällen die Möglichkeit, staatliche Förderungen oder Zuschüsse für die Fahrausbildung zu erhalten, insbesondere wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst. Es lohnt sich, bei deiner örtlichen Führerscheinstelle oder anderen relevanten Behörden nachzufragen, ob solche Möglichkeiten für dich verfügbar sind.
AM-Führerschein ab 15 Jahren
Wer auf dem Land selbstständig zur Schule oder in den nächsten Ort kommen will und noch kein Auto fahren darf, hat mit einem eigenen Roller oder Moped viel mehr Möglichkeiten. Umso besser, dass man den dafür nötigen Führerschein schon mit 15 erwerben kann.
Führerschein AM mit Schlüsselziffer 195
Wer den Führerschein der Klasse AM schon mit 15 macht, der bekommt zusätzlich zur Klasse AM die Schlüsselziffer 195 in den Führerschein eingetragen. Die Schlüsselzahl bedeutet, dass man bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres nur im Inland fahren darf. Fahrten ins Ausland sind mit 15 verboten.
Was darf man mit AM fahren?
Mit der Klasse AM darf man Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum (bei Modellen mit Verbrennungsmotor), 4 kW Dauer-Nennleistung (bei Elektroantrieb) und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren.
Simson-Mopeds und die Sonderregelung
Unterwegs mit einer S51. Die Besitzer einer Simson profitieren von einer Sonderregelung im Einigungsvertrag. Die Simsons seien mit 50 Kubikmetern Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h zugelassen, ohne dass sich das auf die Führerscheinklasse auswirke, erklärt Florian Heuzeroth vom ADAC Sachsen.
Im Grunde seien alle diese Mopeds oder Kleinkrafträder mit dem AM-Führerschein fahrbar. Kein Wunder also, dass viele Jugendliche lieber eine schnellere Simson fahren, als ein neues Moped.
Die Simsons seien hier der absolute Renner. Andere Mopeds seien dagegen eher Ladenhüter, weil sie zu langsam seien.
Simsons ließen sich auch vergleichsweise einfach tunen und könnten mit relativ wenig Aufwand auf 90 km/h hochgeschraubt werden. Das könne aber schwerwiegende Folgen haben: "Der Bremsweg verlängert sich. Die Bremse ist dafür nicht ausgelegt. Spätestens bei einem Unfall fällt es auf, wenn ein Moped getunt wurde.
Im Grunde wird für die Simson Kleinkrafträder mit nicht mehr als 50ccm lediglich der Führerschein der Klasse AM benötigt.
Eigentlich dürfen mit der Klasse AM nur Kleinkrafträder mit bis zu 50ccm und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45km/h gefahren werden, allerdings gilt für die Simson Fahrzeuge der Bestandsschutz gem. dem Einigungsvertrag.
Auszug - Einigungsvertrag Kapitel XI, Sgb. B, Abschnitt III, Ziffer 2, Maßgabe 21 (Bundesgesetzblatt 1990 II, S. 1101)
(21) Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor im Sinne der bisherigen Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik gelten als Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor nach § 18 II Nr. 4 StVZO (weggefallen, jedoch unproblematisch, da weiterhin Bestandsschutz für unsere Simson-Fahrzeuge gilt), wenn sie bis 28. Februrar 1992 erstmals in Verkehr gekommen sind.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Simson, also der Fahrzeugrahmen, nachweisbar vor dem 28.02.1992 erstmalig in den Verkehr gekommen, d.h. angemeldet worden ist.
Geregelt wird dies im §76 Nr.8 b FeV (= Fahrerlaubnisverordnung) i.V.m. § 6 I FeV (Klasse AM). Gemäß des Einigungsvertrages werden diese Fahrzeuge im Sinne der Vorschriften der Deutschen Demokratischen Republik weitergeführt und dürfen daher legal 60 Km/h fahren. Alle Simsons, die nach dem 28.02.1992 erstmalig in den Verkehr gekommen sind, dürfen nur noch mit max. 50 Km/h gefahren werden, dürfen aber ebenfalls mit Klasse AM gefahren werden.
Zu beachten ist, dass sich die o.g. Bei den Modellen mit mehr als 50ccm (z.B. S70) sowie beim Sperber (SR4-3) wird der Führerschein der Klasse A1 benötigt.
Gründe für die höheren Führerscheinanforderungen sind zum einen, dass der Hubraum die für Klasse M max. zulässigen 50ccm überschreitet. Hinzu kommt, dass diese Fahrzeuge eine höhere Endgeschwindigkeit erreichen.
Um den Geschwindigkeitsbonus zu erhalten, muss das Moped jedoch zuerst in der DDR zugelassen worden sein. Denn Re-Importe, etwa aus Bulgarien, Ungarn oder Tschechien dürfen nur 45 km/h fahren.
Die B196-Erweiterung für Autofahrer
Seit Beginn des Jahres 2020 ist es in Deutschland möglich, durch die Teilnahme an einer speziellen Fahrerschulung die Berechtigung der Pkw-Fahrerlaubnis der Klasse B auf das Führen von Leichtkrafträdern (Hubraum 125 cm³, Nennleistung 11 kW, Leistungsgewicht max. 0,1 kW/kg) auszuweiten.
Ziel der Schulung ist die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Führen eines Kraftrades der Klasse A1. Die Berechtigung wird durch den Eintrag der Schlüsselzahl 196 bei der Klasse B nachgewiesen und gilt nur in Deutschland.
Vorlage der Teilnahmebescheinigung über die Fahrerschulung bei der für den Wohnort des Bewerbers zuständigen Fahrerlaubnisbehörde. Bei Vorlage der Bescheinigung der Fahrschule über die erfolgreiche Teilnahme an der vorgeschriebenen Fahrerschulung wird von der für den Wohnort des Bewerbers zuständigen Fahrerlaubnisbehörde ein neuer Führerschein ausgestellt.
Nein, die Schlüsselzahl B196 berechtigt nur zum Führen von Leichtkrafträdern in Deutschland. Dabei geht es z.B.
Es müssen mindestens 5 Unterrichtseinheiten von jeweils 90 Minuten Dauer fahrpraktische Schulung für Motorradfahrer absolviert werden.
Es müssen zweirädrige Krafträder der Klasse A1 verwendet werden, die den Vorgaben der Anlage 7 Nr.
Kommt der Fahrlehrer zum Ergebnis, dass die Teilnahme an der praktischen Schulung nach dem Absolvieren des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestumfangs von 5 Doppelstunden à 90 Minuten noch nicht erfolgreich war, muss die Fahrschule die Ausgabe der Teilnahmebescheinigung verweigern.
Vorteile einer Simson
- Geschwindigkeit: Eine Simson fährst du legal viel schneller als andere Kleinkrafträder wie Roller oder Scooter.
- Verfügbarkeit: Simson Zweiräder wurden millionenfach hergestellt. Obwohl in den letzten Jahren die Preise kräftig angezogen haben und die Angebote zurückgingen, tauchen immer wieder neue Mopeds auf.
- Ersatzteile, Händler, Experten: Auch wenn die letzten Zweiräder, die noch unter die Sonderregelung fallen, Anfang der 90er vom Band liefen, können Simson-Besitzer auch heute auf ein riesiges Netz mit Händlern, Onlineshops und Fachwerkstätten zurückgreifen.
- Robust, funktional, zeitlos: Fast jede Wartungsaufgabe lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst durchführen.
- Alltagstauglichkeit: Eine Simson ist nicht nur agil, robust und wartungsfreundlich, sondern auch im Alltag ein treuer und nützlicher Begleiter.
- Niedrige Betriebskosten: Mit einem Verbrauch von 2,5-3 Liter auf 100 km kann man für kurze Strecken auch einmal das Auto stehen lassen.
- Mitglied einer großen Familie - die Simson-Szene: Egal ob draußen auf der Straße oder im digitalen Raum, überall findest du Gleichgesinnte, Freunde und Hilfsbereitschaft.
- Wiederverkaufswert: Auch wenn die Kaufpreise für Simsons stetig steigen - der Wertverlust ist gering und ein Wiederverkauf jederzeit möglich.
- Image und Exklusivität: Mit einer Simson fällst du auf und die Blicke auch älterer Generationen sind dir sicher.
- Tuning-Potential: Wer mehr möchte, dem eröffnet sich eine schier unbegrenzte Auswahl an Simson Tuningteilen.
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