Schwarzes Cube Mountainbike im Test: Modelle, Leistung und Fahrverhalten

Seit der ersten Generation setzt Cube auf die bewährte Technologie von Bosch eBike Systems. Technisch und optisch setzen die 2025er-Modelle neue Maßstäbe. Selten hat uns ein Cube-E-MTB so begeistert wie das erste Light-Bike der Waldsassener.

Cube Reaction Hybrid: Ein Überblick

Alle Reaction Hybrid-Modelle kommen seit 2023 mit dem modernen Bosch Smart System, das eine verbesserte Konnektivität, einfache Softwareupdates via Smartphone und flexibel umrüstbare Displays ermöglicht. Den Einstieg in die Modellreihe bilden die Performance-Modelle (ab 2.449 € UVP), die vom Bosch Performance Line Motor mit 75 Nm Drehmoment angetrieben werden. Die Akkukapazität reicht von Bosch PowerTube 500 bis 625.

Zusätzlich verfügt der neue Rahmen über ein innovatives Schaltauge, das sogenannte „UDH“ (Universal Derailleur Hanger), welches die Ersatzteilsuche deutlich vereinfacht. Je nach Modell unterscheiden sich aber auch weitere Komponenten wie beispielsweise die Laufräder (Felgen, Naben und Speichen) sowie das maximal zulässige Systemgewicht (Fahrrad + Fahrer + Gepäck).

Cube Reaction Hybrid: 2023/2024 vs. 2025

Der Vergleich mit den Vorjahresmodellen zeigt Licht und Schatten. Während sich der bewährte Bosch Smart System-Antrieb und die zahlreichen Rahmenvarianten erhalten haben, gibt es bei den Modellen von 2023/2024 ähnliche Ausstattungsmerkmale zu einem niedrigeren Preis. Preis-Leistungs-Tipp: Wenn du ein E-Mountainbike suchst, das ein optimales Verhältnis von Kosten und Ausstattung bietet, bist du auch mit der 2024er-Serie gut beraten.

Interessante Alternativen zur Reaction-Hybrid-Serie sind beispielsweise die Modelle Powerfly 4, Powerfly 5 und Powerfly 7 von Trek oder die E-Hardtails unserer Exklusivmarke Axess.

Cube AMS Hybrid One44 Race: Ein neues Einstiegsmodell

Mit dem Modell „Race“ schiebt der Branchenriese für 2025 ein neues, noch mal günstigeres Einstiegsmodell in die Läden. Unter 5000 Euro mit Vollcarbonrahmen und unter 19 Kilo - das ist wohl ein einzigartiges Paket. Besonders das geringe Gewicht überrascht, denn natürlich kann auch Cube zu diesem Preis nicht auf leichte Edelparts zurückgreifen. Den Grundstein für das Top-Gewicht legt das schlanke Chassis.

Der Rahmen ist zwar nicht so steif und durchgestylt wie bei Canyons Neuron:Onfly, das wir im direkten Vergleich getestet haben. Dafür spart Cube allein beim Rahmen rund 1200 Gramm im Vergleich zum Koblenzer Versender. Ein enormer Unterschied! Doch das Gewicht alleine macht noch kein gutes Bike. Was hat das Bike vom Cube sonst noch vorzuweisen? Das haben wir uns im direkten Vergleich mit dem Canyon Neuron:Onfly CF7 angeschaut.

Schlicht, schlank, schwarz: Das Cube AMS Hybrid One44 Race setzt auf Understatement - um dann im Gelände richtig aufzutrumpfen.

Die Fakten zum Cube AMS Hybrid One44 Race

  • Motor: Bosch Perf. SX, 55 Nm max. Drehmoment
  • Akku: 400 Wh (fest verbaut)
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Federweg: 140 mm
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Rahmengrößen: S, M, L, XL
  • Preis: 4999 Euro
  • Gewicht: 18,68 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
  • Max. Systemgewicht: 135 kg
  • Garantie: 2 Jahre

Die Züge und Kabel laufen durch den Steuersatz ins Innere des Carbonrahmens.

Dynamischer Light-Motor: Bosch Performance Line SX

Für die zusätzliche Power sorgt Boschs Performance Line SX. Im Vergleich zu anderen Light-Motoren ist er weder besonders kompakt noch außergewöhnlich leicht. Der Motor wiegt 2,1 Kilo - das sind immerhin 700 Gramm weniger als der Performance CX. Dafür überzeugt der SX mit einer extrem hohen Spitzenleistung. Bei schnellem und sportlichem Pedalieren liefert der kleine Bosch eine spritzige und kraftvolle Unterstützung. An steilen Anstiegen macht sich jedoch das geringere Drehmoment bemerkbar.

Hier sind engagiertes Treten und eine sportlich hohe Trittfrequenz erforderlich. Für manche ist das ein Ausschlusskriterium, für andere könnte es genau richtig sein.

Der Bosch Performance SX liefert bei hoher Trittfrequenz viel Leistung und eine spritzige Beschleunigung.

Ein Nachteil des Bosch SX Motors ist das Klappern, das auf dem Trail aus dem Getriebe zu hören ist. Dieses Geräusch ist auch beim AMS Hybrid One44 deutlich wahrnehmbar. Besonders für Biker, die von ihrem Light-E-MTB ein natürliches und dezentes Fahrerlebnis erwarten, kann das ein Deal-Braker sein.

Auch bei der Reichweite muss man für das geringe Gewicht Kompromisse eingehen. Die Batterie liefert 400 Wattstunden und ist fest im Unterrohr integriert. Dadurch ist der Aktionsradius deutlich geringer als bei klassischen E-MTBs, wie zum Beispiel dem großen Bruder Cube Stereo Hybrid One44. Auf langen Touren, insbesondere in den Alpen, sollte man sorgfältig planen und sparsam mit der Motorleistung umgehen. Feierabend-Runden im Mittelgebirge passen besser zum SX.

Für längere Touren können Biker die Reichweite ihres E-Bikes aber mit einem optionalen Zusatz-Akku erhöhen. Der Bosch Power More 250 bietet 250 Wattstunden und kostet derzeit etwa 400 Euro. Mit einem Gewicht von 1,6 Kilogramm lässt sich der Akku wie eine Trinkflasche am Unterrohr befestigen. Ein Kabel verbindet den Zusatzakku mit dem Ladeport des Bikes.

Im Oberrohr sitzt der Bosch Systemcontroller. Über die farbigen LEDs werden Akku-Stand und Unterstützungsstufe angezeigt.

Die Geometrie

Die Geometrie des Cube AMS One44 ist betont klassisch gehalten. Mit eher steilem Lenkwinkel und moderatem Reach bleibt der Radstand mit 1250 mm in Größe L überschaubar. Super modern ist hingegen das extrem kurze Sitzrohr. So können Biker getrost zur nächstgrößeren Rahmengröße greifen, wenn sie ein längeres Bike und mehr Laufruhe bevorzugen. Das Tretlager fällt sehr tief aus und die Kettenstreben sind mit 450 mm eher lang.

Die Ausstattung des Cube AMS Hybrid One44 Race

Rockshox’ Psylo wurde ganz neu aufgelegt und konnte im Test positiv überraschen. Für eine Einsteiger-Gabel arbeitet sie erstaunlich souverän.

Die Ausstattung ist nicht glanzvoll, und doch besser als am Versender-Konkurrenten Canyon Neuron:Onfly CF7, den wir gemeinsam mit dem Cube getestet haben. Die neue Rockshox Psylo Gold konnte im Test auch im härteren Gelände überzeugen - ein deutliches Upgrade zur Vorgänger-Forke Rockshox 35. Dazu kommt eine bewährte Shimano XT-12-fach-Schaltung. Und auch die Deore-Vierkolbenbremsen geben auf dem Trail deutlich mehr her, als es die Gruppenbezeichnung erahnen lassen würde. Knackiger Druckpunkt, gute Bremspower, das ist top. Nur die kleine 180er Scheibe am Hinterrad hätten sich die Grammfuchser im Produktmanagement verkneifen können.

Die Newmen-Laufräder fallen leicht aus, das spürt man im Gelände.

Gesunde Mischung: Der Maxxis Dissector bietet gute Dämpfung und ordentlichen Grip bei leichtem Lauf und geringem Gewicht.

  • Gabel / Dämpfer: Rockshox Psylo Gold / Deluxe Select+
  • Schaltung: Shimano XT, 1 x 12
  • Bremsen: Shimano Deore, 203/180 mm
  • Laufräder: Newmen Performance 30
  • Reifen: Maxxis Dissector Exo+ Maxxterra, 29 x 2,4"
  • Sattelstütze: Cube Dropper / 170 mm

Die Shimano-Deore-Bremsen mit vier Kolben überzeugen mit gutem Biss und angenehmem Druckpunkt.

Die Teleskopstütze bietet bei Größe L 170 mm Hub. Gut, aber nicht üppig.

Die zwölf Gänge verwaltet eine Shimano-XT-Schaltung.

Praxistest: So fährt sich das Cube AMS Hybrid One44 Race

Im Gelände lässt schon das günstigste Light-Bike von Cube kaum Wünsche offen. Das überrascht angesichts des Preises von “nur” 5000 Euro. Das geringe Gewicht und die gemäßigte Geometrie machen das AMS Hybrid zum richtig handlichen Trail-Flitzer. Mehr klassisches Mountainbike denn schwerer E-Brummer, das gefällt! Ausgewogen und intuitiv lässt es sich so mit dem Cube über gemäßigte Trails kurven. Und auch kleine Spielereien und Bunny-Hops gelingen mit wenig Kraftaufwand.

Fahrspaß wird beim Cube AMS Hybrid One44 groß geschrieben.

Aber auch schwierige Abfahrten meistert das Bike erstaunlich souverän. Das Fahrwerk gibt seinen Federweg bereitwillig frei und bietet dennoch genügend Gegenhalt. So werden große wie kleine Schläge souverän herausgefiltert. Erst bei richtig harter Gangart merkt man den knapperen Hub. Und auch die steilere Geo mit tiefer Front spielt ihre Stärken auf flachen und engen Kursen noch mehr aus, als in steilen und ruppigen Downhills.

Auf Tour gibt sich das Bike handzahm. Mit ausgewogener Sitzposition, komfortablen Griffen und sensibler Federung machen auch lange Ausfahrten Freude. Hier muss man freilich den kleinen 400er-Akku des Bosch-Antriebs im Auge behalten. Wer sich im Turbo-Modus über die Berge schieben lassen möchte, sollte sich eher in der Power-Kategorie mit größeren Batterien umschauen.

Dank traktionsstarkem Heck und zentraler Position klettert das Light-E-MTB von Cube unaufgeregt und solide.

Vor schweren Uphills müssen sich sportliche Piloten allerdings nicht scheuen. Bei sportlichem Fahrer-Input und hoher Trittfrequenz liefert der Bosch SX-Motor richtig viel Leistung. Die angenehm zentrale Sitzposition (der Sitzwinkel fühlt sich steiler an, als es auf dem Papier scheint!) und das traktionsstarke Fahrwerk machen das One44 zu einem sehr unkomplizierten Kletterpartner.

BIKE-Bewertung des Cube AMS Hybrid One44 Race

Stärken:

  • Super leicht
  • Ausgewogenes Handling
  • Stimmige Ausstattung

Schwächen:

  • Akku fest verbaut
  • Motor klappert

Vor allem bei Fahrspaß und Handling zeigt das Cube AMS Hybrid One44 Race der Konkurrenz die Rücklichter. Ein echter Spielkamerad.

Cube Reaction Pro

Das Reaction Pro hat einen hochwertigen Alu Rahmen und markiert damit den Einstieg in das sportliche Mountainbiken. Mit 14 kg zählt das CUBE Hardtail zu den leichteren Bikes in dieser Preisklasse. Die Konkurrenz ist zum Teil deutlich schwerer. Das Handling fällt auch dank moderatem 68,5 Grad Lenkwinkel angenehm ausgewogen aus. Die aufrechte Sitzposition gibt dem CUBE Reaction Pro einen komfortablen Charakter. Geschickt: Per Knopfdruck am Lenker lässt sich das komplette Fahrwerk des Einsteiger-Bikes blockieren.

Cube REACTION 200 PRO

Nicht ganz so exklusiv wie die Elite-Modelle von Cube, aber immer noch extrem hochwertig. Mit dem REACTION 200 PRO rundet Cube sein Kinderbikeportfolio sinnvoll ab. Das REACTION 200 PRO fühlt sich mit seiner Ausrichtung im Gelände am aller wohlsten. Leichte Singletrails machen damit richtig Spaß. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.

Gewicht & Ausstattung

Häufig entscheidet das Gewicht eines Bikes ob Kinder damit Spaß haben oder nicht. Für ein 20 Zoll Bike ist ein Komplettgewicht von 7,9 kg ein sehr guter Wert. Das Thema Federgabel wird in vielen Familien heiß diskutiert. Denn auch wenn eine Federgabel bei niedrigem Körpergewicht nicht immer sinnvoll ist, wollen Kinder ein solche haben. Die starre Gabel im REACTION 200 PRO spart Gewicht und schult die Fahrtechnik. Den allermeisten Eltern ist nicht bewusst, wie wichtig die Reifen für das Fahrverhalten eines Kinder Mountainbikes sind. Die 2,25 Zoll Schwalbe Reifen haben einen Vorteil: Durch ihr relative hohes Volumen vermitteln sie sowohl im Gelände als auch auf der Straße ein Gefühl von Sicherheit. Damit Kinder im Straßenverkehr und im Gelände sicher unterwegs sind, müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft betätigen lassen. Mit den hydraulischen Tektro Scheibenbremsen ist relativ wenig Handkraft nötig, um zum Stehen zu kommen. Außerdem lassen sie sich sehr gut dosieren. Mit neun Ritzeln an der Kassette, kann man bei der Shimano Schaltung durchaus schon von wertig sprechen.

Größeneinschätzung & Ergonomie

Cube empfiehlt die 20 Zoll Version für Kinder ab einer Körpergröße von 111 cm.

Überblick über Cube Mountainbike Modelle
Modell Motor Akkukapazität Rahmenmaterial Federweg Gewicht Preis (UVP)
Reaction Hybrid Performance Bosch Performance Line 500-625 Wh Aluminium - - ab 2.449 €
AMS Hybrid One44 Race Bosch Perf. SX 400 Wh Carbon 140 mm 18,68 kg 4.999 €
Reaction Pro - - Aluminium - 14 kg -
REACTION 200 PRO - - - - 7,9 kg -

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