Shimano 105 Nabe Hinterrad Test: Eine umfassende Analyse

Die Shimano 105 Gruppe hat sich traditionell im Schatten ihrer größeren Geschwister Ultegra und Dura-Ace befunden. Wer es sich leisten kann, greift zur Ultegra - und träumt von der Dura-Ace. Doch die 105 als günstige Alternative taugt nicht nur für Einsteiger.

Robustheit und Qualität von Novatec und Shimano Naben

Die renommierten Hersteller Novatec und Shimano sind besonders durch ihre robusten Naben mit einem hohen qualitativen Standard bekannt. Durch das breite Sortiment wird die Kaufentscheidung erschwert.

Die Kassettennaben haben eine Einbaubreite von 130 mm und sind ausschließlich auf Felgenbremsen ausgelegt. Der Einsatz erfolgt an Rennrädern und der Einbau über einen 5 mm Schnellspanner.

Es können 8, 9, 10 und 11-fach MTB und Rennrad-Kassetten, 7-fach Kassetten mit zwei Distanzringen und die 12-fach Sram Kassetten PG 1230 und PG 1210 verwendet werden.

Durch das verbaute Aluminium sind die Naben stabil, langlebig und dennoch recht leichtgewichtig. Mit etwa 238 g wiegt die Novatec F482SB Nabe etwas weniger als die Shimano Nabe, welche etwa 371 g wiegt.

Shimano 105 FH-R7000 Nabe im Detail

Die Shimano 105 FH-R7000 Nabe aus der 105 R7000 Gruppe hat einen geringeren Rollwiderstand, wodurch die eine dauerhafte Leistung begründet wird. Sie verfügt außerdem über interne O-Ringe und Fetthülsen, einen innen liegenden Fettmantel, eine Schleifdichtung und ein hochwertiges CBN Konuslager.

Profitieren Sie von der hochentwickelten Technik und den hohen qualitativen und funktionalen Standards der beiden Naben und bestellen sie diese in unserem Onlineshop mit 32 in schwarz.

Langzeittest der Shimano 105 Gruppe

RoadBIKE hat aktuelle Rennrad-Parts für Sie getestet. Hier gibt es die Infos. Im Wesentlichen unterscheidet sich die 105 von den Top-Gruppen durch das verbaute Material: Leichtbau findet sich eher an den teuren Gruppen, statt Alu kommt häufiger mal Stahl zum Einsatz.

Als Leichtgewicht geht die 105 nicht durch, ihrer Funktionalität tut das keinen Abbruch: Die Schaltung funktionierte auch nach über 16 000 Kilometern noch gut. Ein paar Probleme verursachten Schmutz und Nässe, unterm Strich fiel die Bilanz aber durchaus positiv aus.

So sieht man der Gruppe zwar an, was sie geleistet hat, und zum Ende des Dauertests war ein Komplettservice fällig. Doch: „Nach sorgfältiger Reinigung und mit ein paar Ersatzteilen im Wert von rund 50 Euro würde sie fast wieder in altem Glanz erstrahlen“, erklärte RoadBIKE-Mechaniker Haider Knall anerkennend nach dem Test.

Details aus dem Dauertest

Auffällig: Die Kette, üblicherweise nach 3000 bis 4000 Kilometern zu tauschen, zeigte sich nur wenig verschleißanfällig. Nur zweimal musste sie gewechselt werden. Allerdings gab die letzte Kette dann vorzeitig den Geist auf: Der harte Wintereinsatz bei Salz und Nässe forderte seinen Tribut, ein Kettenglied bekam einen Riss.

Die Kette wäre wohl beim nächsten harten Antritt gerissen und musste deshalb erneuert werden. Langlebig zeigten sich auch andere typische Verschleißteile, etwa die Züge. Die überwiegende Zeit schaltete und bremste die 105 zuverlässig und ohne Probleme.

Erst gegen Ende des Dauertests liefen die Züge zunehmend schwerer und forderten den lange fälligen Service ein - keine Schande nach dieser Laufleistung. Die Bremsen wurden vor allem bei den Rennen und durch den häufigen Einsatz bei Nässe beansprucht.

Gerade Letzteres beschleunigte den Abrieb der Beläge, die im Testzeitraum zweimal gewechselt werden mussten. Das erste Mal bereits nach rund 4000 Kilometern. Grund: Der nasse Winter 2011.

Gegen Ende des Tests stellte sich die Hinterradbremse nicht mehr zurück, was teilweise an einem angerosteten Zug lag. Doch auch die Feder der Bremse war schwergängig geworden, die Bremse ging, auch nachdem sie abgebaut wurde, nicht mehr ganz auf.

Beide Probleme hätten sich mit etwas mehr Zuwendung wohl vermeiden lassen. Nachdem Road-BIKE-Mechaniker Haider Knall die Bremse gründlich gereinigt und gewartet hatte, war das Problem behoben. „Schmutz und Salz haben der 105 ordentlich zugesetzt“, stellte Knall fest. „Etwas mehr Pflege hätte nicht geschadet.“

Die Kettenblätter der 2-fach-Kurbel sowie das Ritzelpaket überstanden die Belastungen gut: Abnutzungsspuren sind zwar deutlich zu erkennen, ein Austausch wäre aber nicht erforderlich. Eine solide Leistung, gerade auch, weil die Kette so selten gewechselt wurde!

Nicht ganz so problemlos funktionierte der Umwerfer: Im Winter kapitulierte er - Schmutz und Nässe hatten ihn einfrieren lassen. Nach intensiver Reinigung funktionierte er wieder - problemlos bis zum Dauertestende. Ausgetauscht werden mussten die Röllchen im Schaltwerk: Rost zerstörte die Innenlager, die dadurch nur noch schwer liefen.

In gutem Zustand befanden sich dagegen STI-Hebel und Tretlager. Letztere präsentierten sich laut Knall „richtig gut in Schuss“.

Fazit des Dauertests

Schmutz und Nässe haben der 105 zugesetzt, alle beweglichen Teile sollten regelmäßig gepflegt werden. Top: Die lange Haltbarkeit fast aller Verschleißteile.

Vergleich mit anderen Gruppen: Sram Red und Shimano Dura-Ace

Es gibt sie noch, die guten Dinge. Mit diesem Slogan wirbt ein Versandhandel für sein Konzept, ausschließlich Produkte zu verkaufen, die in vielerlei Hinsicht überzeugen: aufwendig gefertigt, solide, funktionstüchtig, aus klassischem Material und mit langer Lebensdauer gesegnet.

Bislang sind das vorwiegend Dinge für Heim und Garten, aber sollten sich die Verantwortlichen irgendwann dazu entschließen, Rennrad-Schaltungen zu verkaufen, wären sie bestens beraten, die neue Shimano Dura-Ace ins Sortiment aufzunehmen...

Den Ritterschlag in Sachen Funktion und Ergonomie erhielt die aktuelle Top-Gruppe der Japaner bereits im großen Schaltungsvergleichstest in RoadBIKE 09/2012. Die damals noch brandneuen Teile überzeugten mit perfekter Performance, und bei praktisch jeder Komponente war ein Fortschritt zur Vorgängerversion erkennbar.

Im Neuzustand noch keine überwältigende Leistung, aber wie sieht es nach ein paar tausend Testkilometern aus? RoadBIKE wollte es wissen und schickte eine komplette 9000er-Gruppe in den Härtetest: Durch den Winter 2012/2013, den wahrscheinlich längsten und widrigsten Winter der letzten Jahre.

Zwischen November und März sammelte die Gruppe ihre ersten 3500 Kilometer - die allermeisten davon bei Regen und auf Straßen, die mit derart viel Salz bestreut waren, dass das Spritzwasser auch aus dem Toten Meer hätte stammen können. Härter geht es nicht.

Nun ist der Winter vorbei und die Zeit reif für ein Zwischenfazit. Der erste Eindruck: Keine offensichtlichen Schäden. Aber der Reihe nach. Zunächst warf Werkstatt-Chef Haider Knall einen Blick auf die Verschleißteile, die es wahrlich nicht einfach hatten, die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen.

Bei zwei Teilen ist die Zeit reif für einen Austausch: Bremsbeläge und Kette. Die Shimano-Gummis hielten rund 2500 Kilometer durch, was, angesichts der vielen Regenfahrten, eine beachtliche Leistung darstellt.

Als die „Nase“ des Bremsschuhs fast die Felge berührte, war das ein klares Signal: „Die sind fällig!“ Die Mechanik der Bremsen funktioniert weiterhin tadellos. Die Kette lief zwar bis zum Schluss geschmeidig und ohne Probleme, hatte sich jedoch austauschwürdig gelängt.

Auch hier liegt die Laufleistung absolut im Rahmen, und sogar ein etwa 500 Kilometer früherer Tausch, zur Schonung von Kassette, und Kettenblättern, wäre keine Schmach in puncto Lebensdauer...

Ein Check der Kettenblätter zeigte: Nur leichte Kratzer an den Zähnen, und auch die Oberflächen der Kurbelarme sind in einem sehr guten Zustand. Schmutz und Salzwasser konnten dem Alu offenbar nichts anhaben, die Kurbel strahlte, frisch gereinigt, wieder wie am ersten Tag.

Mit Spannung erwarteten die Tester die Demontage des Innenlagers. Hier gab es in den vergangenen Jahren hersteller- und preisklassenübergreifend immer wieder Probleme mit Wassereinbrüchen, die den Lagern schwer zusetzten. Und dieses Mal? „Schotten dicht“, befand Mechaniker Haider Knall mit anerkennendem Nicken.

Das Dura-Ace-Innenlager hielt den Wassermassen der vergangenen Monate vorbildlich stand und läuft absolut geschmeidig. So soll es sein!

Bleiben an Verschleißteilen noch die Züge, die im Neuzustand einen großen Anteil am geschmeidigen Schaltverhalten der Top-Gruppe haben. Sie sind mit einer Beschichtung versehen, die die Zugreibung deutlich herabsetzt.

Und die funktioniert nach wie vor tadellos. Zwar zeigten sich überall dort, wo der Zug über eine Kante läuft, wie an den Enden der Zughüllen, leichte Abnutzungsspuren, der Funktion taten diese jedoch keinen Abbruch.

Entscheidender für den leichten Lauf der Züge ist die geringe Reibung innerhalb der Hüllen, und die ist nach wie vor fantastisch niedrig...

Die Prüfung der übrigen Anbauteile bot dann ebenfalls keine Überraschung mehr. Die Hebel? Sehen aus wie neu. Das Schaltwerk? Völlig frei von Verschleiß: Die Röllchen machen weder Geräusche noch gibt es irgendwelche Anzeichen dafür, dass sich ihre Laufeigenschaften über die Monate verschlechtert hätten.

Der Umwerfer schwingt ohne Probleme hin und her, und das Leitblech zeigt nur minimale Benutzungsspuren am Kunststoffeinsatz. Bis hierher gilt eindeutig: Alles richtig gemacht, Shimano! Der Testsommer kann also kommen ...

Weitere Aspekte und Erfahrungen

Ich hätte ohne nachzusehen auf Bitex als Hersteller getippt, Taiwan (Republik China), nicht Volksrepublik China, die machen solche Auftragsfertigungen, solide Ware, Innereien dürften sehr ähnlich zu anderer "Markenware", z.B. Nach meinen Informationen gibt es inzwischen auch 12-fach Kassetten für den Shimano HG-Freilauf.

Gibt es doch schon länger zum Beispiel die SRAM NX und SX Kassetten. Fahre ich selber eine am Stadtrad. Oder eben die von SunRace Von Shimano gibt es aber nur die Rennradkassetten für HG Freilauf.

Shimano 105 - Die Generationen im Überblick

Vor gut 30 Jahren brachte Shimano die erste Generation der Schaltgruppe 105 auf den Markt. Damals hatte sie den Beinamen Golden Arrow - die dreistellige Zahl war lediglich die inoffizielle Seriennummer.

Die Gruppe ­sollte eine preiswerte Alter­native für ­Hobby-Radsportler sein und die damals recht große Lücke zwischen den teuren Rennrad-Gruppen Dura-Ace und 600 (später Ultegra) und den günstigen Sportrad-Angeboten schließen.

Das schicke Ensemble mit dem eingravierten goldenen Pfeil und Bogen traf genau den Nerv des Marktes: Die Golden Arrow funktionierte beinahe genauso gut wie die teureren Schwestern, sah auf den ersten Blick auch genauso hochwertig aus - und kostete dabei nur einen Bruchteil dessen, was die ­europäischen Traditionsfirmen zu der Zeit im Rennrad-Programm hatten.

Schnell entwickelte sich die 105 zum Verkaufsschlager und wurde ein Grundstein für die heutige Marktmacht des japanischen Teileproduzenten. Die damals markt­beherrschenden Anbieter aus Italien und Frankreich konnten dem kaum etwas entgegensetzen und nicht wenige mussten bald darauf die Segel streichen.

Zeitgleich ­mauserte sich Shimano vom Hersteller von kopierten Teilen zum Trendsetter, der mit hoher Schlagzahl eine Innovation nach der ­anderen herausbrachte und das Rennrad nachhaltig veränderte: Kassettennaben, gerasterte Schaltungen, Aero-Bremshebel, Dual-Pivot-Bremsen oder integrierte Schaltbremshebel sind nur einige der vielen Neuerungen, die in den Folgejahren zum technischen Standard wurden.

Die aktuelle Generation (5800)

Für das Modelljahr 2015 wird nun die sechste Generation des Bestsellers 105 aufgelegt. Die erste Seriennummer behielt man als Tribut an den Erfolg als Modellnamen bei, die interne Bezeichnung änderte sich über die Jahre und lautet inzwischen 5800.

Nach wie vor steht sie an dritter Stelle in der Shimano-Hierarchie, hat aber heute noch drei preiswertere Gruppen unter sich und findet sich damit in der Mittelklasse wieder. Darin nimmt sie fast eine Monopolstellung ein, denn die Marktanteile der Konkurrenten Campagnolo und SRAM sind abseits des High-End-Marktes verschwindend gering.

Die 105 hat über die Jahre ihren Ruf gefestigt, für etwa die Hälfte des Preises annähernd die Funktionen einer Profi-Gruppe zu bieten, wenn man Kompromisse bei Gewicht und Optik eingeht. Ob das auch für die jüngste Generation gilt, haben wir in diesem ausgiebigen Test überprüft.

Wie in Shimanos Produktstrategie üblich, bekommt die 105 mit dem Shimano-Kürzel 5800 etwas zeitverzögert die Features der zuletzt renovierten Gruppen Dura-Ace und Ultegra weitergereicht - am deut­lichsten zu erkennen am elften Ritzel am Hinterrad.

Bremsen, Kurbel und Umwerfer sind ebenfalls überarbeitet. Die hauptsächlich aus Aluminium bestehende Gruppe trägt das neue Shimano-Design und kommt in den Farb­optionen Silber oder Schwarz eloxiert; bei Letzterer wechseln sich viele matte mit wenigen glänzenden Flächen ab.

Im Detail ist die Gruppe sehr sauber verarbeitet, alle Teile sind sehr passgenau; am Rad montiert, wirken ihr einfarbiges Design und der große Anteil matter Flächen sehr schlicht, zum Teil wie Kunststoff. Die gesamte Gruppe ist etwa 250 Gramm schwerer als die höherwertige Ultegra, funktionale ­Einbußen bringt das jedoch kaum mit sich.

Die technischen Unterschiede zu den teuren Gruppen ergeben sich vor allem aus der Qualität der verwendeten Schrauben, Nieten und anderer Kleinteile sowie aus den Lagerungen der beweglichen Komponenten. Beim Gewicht hat die Neue im Vergleich zur Vorversion etwa 60 Gramm ver­loren - damit wiegt sie aber immer noch fast 500 Gramm mehr als die aktuelle Dura-Ace.

Bei der Testfahrt fällt auf, dass vor allem Ergonomie und Bedienung eine Klasse besser geworden sind. Die Körper der Schaltbremsgriffe sind schmaler gestaltet und liegen besser in der Hand als die voluminösen Vorgänger.

Der Bremsgriff besteht aus Aluminium, seine nach außen geschwungene Form verbessert die Erreichbarkeit. Die Griffweite lässt sich nun stufenlos mit einer Schraube einstellen, die bisher verwendeten Einlegekeile aus Kunststoff werden überflüssig.

Die Schaltung beeindruckt mit sehr niedrigen Bedienkräften, dennoch bleibt der Klick beim Gangwechsel deutlich hör- und spürbar. Den Kettenblattwechsel er­ledigt der neue Umwerfer mit dem langen Hebelarm noch einmal besser, seine Einstellung ist aber aufwen­diger als bei den früheren Generationen.

Die neuen Züge mit einer strukturierten Teflon-Beschichtung haben großen Anteil an den guten Schalteigenschaften. Nachteil: Unerfahrenen Mechanikern gelingt es kaum, die Züge so zu montieren, dass die Beschichtung keinen Schaden nimmt.

Das verlangt Fingerspitzengefühl, denn die weiche Schicht löst sich beim unvorsichtigen Durchfädeln schnell vom Zug ab - das kann die Mechanik schwergängig machen und die Zugreibung stark erhöhen. Die Bremszüge sind nicht beschichtet, zusammen mit den einfacheren Lagerungen der Bremsarme ist das System etwas weniger kräftig und feinfühlig als die Profi-Ver­sion.

Die neue, sehr steife Konstruktion der Bremskörper ist aber dennoch eine spürbare Verbesserung ­gegenüber der Vorgängergruppe 5700. Versionen für den neuen Direct-Mount-Standard wird es auch geben, darunter zwei Hinterradbremsen für die Montage am Sitzsteg oder unter dem Tretlager.

Die Kurbel und Ritzel

Neben dem zusätzlichen elften Ritzel ist vor allem die Kurbel neu. Der Shimano-Standard mit vier Aufnahmen für die Kettenblätter wird auch auf die 105 angewandt, der neue Lochkreis funktioniert mit allen angebotenen Kettenblattkombinationen.

Ein Vorteil: Wer seine Übersetzung anpassen will, muss nun nicht mehr die Kurbel zwischen Kompakt- und Standardlochkreis wechseln, sondern nur die Kettenblätter tauschen. Zur Auswahl stehen zunächst die Kombinationen 50/34, 52/34 und 53/39, die bisher erhältliche Dreifach-Version wird ersatzlos gestrichen - die jetzt elf Ritzel sollen das nötige Spektrum abdecken und die Gangsprünge in erträg­lichen Grenzen halten.

Dafür können Ritzelpakete mit bis zu 32 Zähnen ge­fahren werden, nachdem Shimano schon innerhalb der 5700-Reihe von 28 auf 30 aufgestockt hatte. Für die ­beiden größten Kassetten wird ein optional erhältliches Schaltwerk mit längerem Käfig empfohlen.

Das Elffach-Schaltwerk gibt sich ansonsten unauffällig und nur optisch modernisiert; aufgefallen ist uns, dass der Zug zwischen Hüllenanschlag und Klemmung an der Führung stark geknickt wird, wenn sich die Kette auf dem kleinsten Ritzel befindet.

Ein kurzer Kunststoff-­Liner soll an dieser Stelle den Zug schonen. Ob das ausreicht, wird sich im Dauerbetrieb zeigen.

Weitere Details zur Schaltqualität

Dass die Schaltqualität von Shimanos vor­derem Umwerfer die der Wettbewerber übertrifft, liegt seit 2009 vor allem am Design der Kettenblätter. Die Innenseite ist zum kleinen Blatt hin gewölbt und fängt die Kette beim Schaltvorgang möglichst früh auf.

Während das große Blatt bei Ultegra und Dura-Ace hohl ist und aus zwei verklebten Teilen ­besteht, ist das der 105 einfacher hergestellt. Es ist einteilig, hat außen die Form des Kurbel­sterns und auf der Innenseite 36 Verstärkungsrippen, die wie Turbinenschaufeln angeordnet sind und die entsprechende Nähe zum kleinen Blatt herstellen.

Ob es am Design der Kurbel oder des Kettenblattes liegt, lässt sich schwer beurteilen, unsere Messungen zeigen jedoch, dass die neue Kurbel damit 20 Prozent weniger steif ist als ihre Vorgängerin.

Hobbysportler dürfte das kaum stören, zumal die 5700 zu den steifsten Kurbeln überhaupt gehörte. Die Verschleißfestigkeit von Kettenblättern und Ritzeln hat sich nach unseren Härtemessungen etwas verringert - aber nicht signifikant; der Unterschied dürfte sich in der Praxis kaum bemerkbar machen.

Die Elffach-Kette zeigt auf dem Dauer-Prüfstand eine solide Leistung etwa auf Ultegra-Niveau; nur eine Dura-Ace-Kette hält deutlich länger.

Das Testrad: ROSE XEON

Im ersten Praxistest musste sich die Shimano 105 an einem Rose Xeon RS beweisen. Das Rad steht exemplarisch für die 105-Räder der kommenden Saison, denn in dieser Preisklasse lohnt es sich nach wie vor, einem ­guten Aluminiumrahmen gegenüber Carbon den Vorzug zu geben.

Das Set basiert auf einem alten Bekannten, der in TOUR-Tests regelmäßig gut ­abgeschnitten hat und für das Modelljahr 2015 noch einmal überarbeitet wurde. Stärken sind das beeindruckend geringe Set-Gewicht von Rahmen und Gabel, das mit einer neuen Legierung und optimierten Schweißverfahren noch einmal gedrückt werden konnte, sowie die hohe Fahrstabilität.

Damit stellt das Xeon RS so manche Mittelklasse-Carbonrahmen in den Schatten. Überarbeitet wurde auch die Geometrie: Die bisher sehr rennmäßige Sitzposition wurde etwas entschärft, wobei das Rad immer noch sportlich ausfällt.

Dank Versender-Vorteil und Top-Funktion der Ausstattung bekommt man mit dem Rose beeindruckend viel Rennrad fürs Geld.

Messwerte und Einzelnoten

Im Vergleich zur vorangegangenen Generation spart die neue Shimano 105 nur marginal Gewicht, hat dafür aber auch ein Ritzel mehr. Beim Antrieb führen die deutlich geringere Steifigkeit der Kurbel und etwas schlechtere Verschleißwerte zu Abwertung, für Hobbyfahrer ist das aber kaum von Bedeutung. Schaltverhalten und Bremsen der Neuen sind klar besser.

Übersicht der Shimano 105 Generationen

Die Entwicklung der 105 (Baujahre - Modellnamen - Besonderheiten):

  • 1983-1985 Golden Arrow (105), Fünffach, Unterrohr-Friktionsschalthebel
  • 1985-1989 105 (1050/1051) - Sechsfach, UniGlide-Kassettennabe, gerasterte SIS-Unterrohr-Schalthebel (Shimano Integration System). Ab 1987 (1051) siebenfach, Biopace-Kettenblätter, Bremshebel mit Aero-Zugverlegung am Lenker
  • 1990-1999 105 SC (1055/1056/1057) - Siebenfach, Dual-Pivot Bremsen, HyperGlide-Kassette und -Nabe.

Zusammenfassung der Test-Ergebnisse

Rennrad-Parts im Dauertest: Shimano 105 (16.000 km)

Preis: 766 Euro

Gewicht: 2536 g

Positiv: langlebige Innenlager, haltbare Kettenblätter

Negativ: Bremsen nässeanfällig, Schaltwerklager defekt

Vergleichstabelle: Dauertest Ergebnisse

Gruppe Preis (Euro) Gewicht (Gramm) Positive Aspekte Negative Aspekte Laufleistung (km)
Shimano 105 766 2536 Langlebige Innenlager, haltbare Kettenblätter Bremsen nässeanfällig, Schaltwerklager defekt 16.000
Sram Red 2278 1772 Klassenprimus beim Gewicht, hervorragende Ergonomie, tolle Umwerferfunktion, geringer Verschleiß - 5.000
Shimano Dura-Ace 9000 2690 1949 Tadellose Funktion, auch unter härtesten Bedingungen, sehr haltbare Verschleißteile, robuste Oberflächen Teure Ersatzteile 3.500
Sram Red 22 2394 2013 - - 2.000

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