Shimano Alivio Nabenschaltung: Testbericht und Vergleich

E-Bikes und Pedelecs erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und sorgen für mehr Spaß bei Radtouren. Die Wahl des richtigen Getriebes für ein E-Bike ist eine wichtige Entscheidung, die sowohl den Fahrkomfort als auch die Lebensdauer des Fahrrads beeinflussen kann.

Zwei gängige Schaltungssysteme für E-Bikes sind die Kettenschaltung und die Nabenschaltung. Beide Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die je nach Einsatzbereich und Fahrstil entscheidend sein können.

Kettenschaltung: Präzision, Vielseitigkeit und günstigere Kosten

Die Kettenschaltung ist das traditionellere System und wird häufig bei sportlicheren E-Bikes verwendet. Sie bietet präzise Gangwechsel und eine größere Auswahl an Gängen, die für verschiedene Terrains und Steigungen optimiert werden können. Besonders bei langen Touren oder im anspruchsvollen Gelände ist die Kettenschaltung von Vorteil, da sie eine hohe Übersetzungsbandbreite bietet.

Ein weiterer Vorteil der Kettenschaltung ist, dass sie in der Regel leichter und günstiger in der Anschaffung ist. Das geringere Gewicht ist gerade bei sportlicher Nutzung von Bedeutung, da es die Gesamtleistung und Handhabung des Fahrrads verbessert. Allerdings erfordert die Kettenschaltung eine regelmäßige Wartung, da die Kette mit der Zeit verschleißt und gereinigt oder gewechselt werden muss. Zudem kann sie anfälliger für Witterungsbedingungen wie Regen und Matsch sein, da die Kette und die Schaltmechanik exponiert sind.

Nabenschaltung: Komfort, Wartungsfreundlichkeit und moderne Entfaltungsmöglichkeiten

Die Nabenschaltung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und bietet mittlerweile Systeme mit einer Entfaltung, die der einer Kettenschaltung in nichts nachsteht - und in einigen Fällen sogar übertrifft. Modelle wie die Rohloff Speedhub, Pinion, Enviolo oder die 3x3 Nine bieten eine ebenso breite oder sogar größere Übersetzungsbandbreite wie herkömmliche Kettenschaltungen. Diese modernen Nabenschaltungen sind besonders bei Tourenradlern beliebt, da sie mit ihrer wartungsarmen und robusten Bauweise überzeugen.

Besonders auf langen Touren und in verschiedenen Witterungsbedingungen bieten Nabenschaltungen den Vorteil einer geschützten Schaltmechanik, die weniger anfällig für Schmutz und Feuchtigkeit ist und somit weniger Wartung benötigt. Dies sorgt für einen hohen Komfort und eine größere Zuverlässigkeit während ausgedehnter Fahrten. Die Möglichkeit, bei stehendem Fahrrad die Gänge zu wechseln, ist ebenfalls ein großer Vorteil bei häufigen Stopps auf längeren Touren.

Obwohl Nabenschaltungen in der Regel schwerer und teurer sind als Kettenschaltungen, bieten sie Tourenfahrern eine langfristige, problemlose Lösung, die besonders bei wechselhaftem Wetter oder auf langen Strecken zu schätzen ist. Modelle wie die Rohloff oder Pinion sind zudem für ihre Langlebigkeit und hohe Effizienz bekannt und bieten eine ideale Wahl für Radreisende, die wenig Wartungsaufwand und hohe Zuverlässigkeit suchen.

Was ist besser für mein E-Bike?

Die Wahl zwischen Kettenschaltung und Nabenschaltung hängt stark vom individuellen Fahrstil und den geplanten Einsatzzwecken ab:

  • Für sportliche Fahrer und längere Touren: Die Kettenschaltung bietet aufgrund der größeren Gangauswahl und der besseren Anpassungsfähigkeit an verschiedene Geländearten mehr Flexibilität. Sie ist zudem leichter und günstiger, was sie zu einer bevorzugten Wahl für sportliche Fahrer macht.
  • Für Tourenradler und den urbanen Einsatz: Die Nabenschaltung ist aufgrund ihrer robusten, wartungsarmen Bauweise und der modernen, breiten Entfaltung eine ideale Wahl.

Ob Vorderradmotor, Hinterradmotor oder Mittelmotor - jeder Motor hat spezifische Anforderungen an das Schaltungssystem. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die ideale Schaltung für Ihren E-Bike-Motor auswählen.

Schaltungen im E-Bike mit Mittelmotor

Beim E-Bike mit Mittelmotor wird die Antriebskraft des Motors direkt auf das Hinterrad übertragen. Der große Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Motorkraft über das Schaltgetriebe nochmals übersetzt wird, was zu einem sehr hohen Drehmoment am Hinterrad führt. Dieses hohe Drehmoment sorgt für eine hervorragende Bergsteigfähigkeit und einen geringeren Stromverbrauch, insbesondere auf hügeligen Strecken.

Der Nachteil eines Mittelmotor-Systems liegt darin, dass die gesamte Kraft des Elektroantriebs und des Fahrers über die Kette in die Nabenschaltung übertragen wird. Herkömmliche Fahrradschaltungen sind jedoch nur für die Tretkraft einer einzelnen Person konzipiert und nicht auf die kombinierten Antriebskräfte von Fahrer und Motor ausgelegt. Dies kann dazu führen, dass die Schaltung schneller überlastet wird und ein höherer Verschleiß auftritt.

Damit herkömmliche Nabenschaltungen unter der Volllast des Motors und des Fahrers nicht beschädigt werden, wird die Leistung des Motors in den meisten Fällen reduziert. Dieser Kompromiss sorgt dafür, dass die Schaltung nicht überfordert wird, allerdings geht dadurch der Vorteil eines Mittelmotor-Systems verloren. Bei Kettenschaltungen, die besonders in Mountain-Bikes mit großen Übersetzungen verwendet werden, ist dies nicht der Fall. Kette und Ritzel sind robust und für hohe Kräfte ausgelegt. Hier kann die volle Leistung des Motors freigesetzt werden. Allerdings führt die hohe Belastung in sportlichem Einsatz zu einem erhöhten Verschleiß der Ketten und Zahnräder, besonders während des Schaltvorgangs oder bei Bergauffahrten.

Schaltungen im E-Bike mit Hinterradmotor

Ein Hinterradmotor verhindert in der Regel den Einsatz moderner Nabenschaltungen. Eine Ausnahme stellt eine im Hinterradmotor integrierte 3-Gang-Nabe dar. Diese bietet jedoch mit einer Übersetzungsbreite von nur 167 % eine eher begrenzte Nutzung und ist deshalb vorwiegend für flache Strecken oder Gebirgslagen ohne große Steigungen geeignet.

Daher kommen bei E-Bikes mit Hinterradmotor vorwiegend Kettenschaltungen zum Einsatz. Für eine bessere Anpassung an unterschiedliche Geländearten und Steigungen empfiehlt sich eine Kettenschaltung mit bis zu 27 Gängen. Hinterradmotoren sind insbesondere an steilen Bergstrecken oft schwächer als Mittelmotoren, weshalb eine größere Gangbandbreite notwendig ist, um diese Herausforderungen zu meistern. Kettenschaltungen, insbesondere von Shimano, sind in dieser Kategorie weit verbreitet. Diese Systeme bieten eine zuverlässige Leistung und sind für E-Bike-Fahrer ideal, die auf unterschiedlichen Strecken unterwegs sind.

Ein weiteres Merkmal von E-Bikes mit Kettenschaltung ist, dass die Verwendung einer Rücktrittbremse grundsätzlich nicht möglich ist, da Kettenschaltungen mit dieser Art von Bremssystem nicht kompatibel sind.

Schaltungen im E-Bike mit Vorderradmotor

Der Vorderradmotor bietet den Vorteil, dass er mit allen gängigen Schaltungsvarianten kompatibel ist. Dies umfasst sowohl Kettenschaltungen als auch Nabenschaltungen, die mit einer Rücktrittbremse oder einem Freilaufmechanismus ausgestattet sein können. Der Vorderradmotor stellt daher die größte Flexibilität hinsichtlich der Wahl des Schaltungssystems zur Verfügung, sodass E-Bike-Fahrer je nach Bedarf und Einsatzgebiet das für sie passende System wählen können.

Shimano Alfine Nabenschaltung

Shimano bietet mit der Alfine Schaltung eine preiswerte Möglichkeit, in den Genuss einer Nabenschaltung zu kommen. Sie verkraftet die höheren Kräfte, die bei der Nutzung im E-Bike auftreten, problemlos.

Für wen eignet sich die Alfine Nabenschaltung?

Die Shimano Alfine Nabenschaltung eignet sich für all diejenigen, die sich eine zuverlässige Schaltung für den sorgenfreien Gebrauch des Alltagsrads oder für längere Ausfahrten am Wochenende wünschen. Die Nabenschaltung ist wahlweise mit 8 oder 11 Gängen ausgestattet. Die 8-fach Variante eignet sich für flaches bis welliges Terrain, stößt aber bei steilen Anstiegen an ihre Grenzen. Die 8-fach Nabe ist damit prädestiniert für die Nutzung im städtischen Terrain und für Radtouren in tendenziell ebenen Gegenden. Die 11-fach Alfine Schaltung ermöglicht schon einen flexibleren Einsatz. Sie eignet sich für längere Fahrten zur Arbeit und kann am Wochenende auf ausgedehnteren Touren über den einen oder anderen längeren Anstieg genutzt werden.

Welche Varianten gibt es und worin unterscheiden sich diese?

Shimano bietet mehrere Varianten der Alfine Nabenschaltung an. Sie kann mechanisch oder elektronisch geschaltet werden und ist in beiden Varianten wahlweise mit 8 oder 11 Gängen erhältlich. Alle Alfine Naben sind mit einer Bremsscheiben-Aufnahme ausgestattet und können so wahlweise an Rädern mit Scheiben- oder Felgenbremse genutzt werden.

Der Unterschied zwischen der elektronischen und der mechanischen Shimano Alfine Schaltung besteht darin, wie der Schaltimpuls vom Schalthebel am Lenker an das Getriebe im Innern der Nabe übertragen wird. Bei der mechanischen Schaltung kommt hier ein Schaltzug zum Einsatz. Bei der elektronischen Variante sitzt ein Stellmotor auf der rechten Seite der Nabe. Dieser stellt den gewünschten Gang ein, nachdem die Fahrerin oder der Fahrer den Schalthebel betätigt hat.

Die Anzahl der Gänge macht sich bei der Shimano Alfine Nabe hinsichtlich der Übersetzungsbandbreite, also dem Unterschied zwischen kleinstem und größtem Gang, bemerkbar. Bei der 8-fach Schaltung beträgt dieser Unterschied 307%. Wenn das Hinterrad im kleinsten Gang eine Umdrehung pro Kurbelumdrehung zurücklegen würde, wären es im größten Gang damit drei Radumdrehungen pro Kurbelumdrehung. Wählst du die 11-fach Schaltung, beträgt dieser Unterschied 409%.

Wie schaltet die Alfine Nabenschaltung?

Der Gangwechsel zwischen den 11 beziehungsweise 8 Gängen der mechanischen Shimano Alfine Nabenschaltung erfolgt über einen klassischen Schalthebel, der auf der rechten Seite des Lenkers angebracht ist. Dieser verfügt über zwei Hebel, die immer wieder in ihre Ausgangsposition zurückspringen und somit in jeder Situation erreichbar sind. Der vordere Hebel ist zur Betätigung mit dem Daumen ausgelegt. Mit diesem wechselst du in den nächstniedrigeren Gang. Der hintere Hebel lässt sich gut mit dem Zeigefinger erreichen und dient dem Wechsel in eine größere Übersetzung.

Wenn du die elektronische Alfine Nabenschaltung, die sogenannte „DI2“-Version, nutzt, wird der Schaltimpuls ebenfalls über einen Daumenschalthebel ausgelöst. Ein Stellmotor, der außen an der Nabe angebracht ist, sorgt dann für den Gangwechsel. Alternativ kann die Alfine DI2 auch über einen Brems-Schalthebel bedient werden, der für die Montage am Rennradlenker entwickelt wurde. Über zwei Tasten auf der äußeren Seite des Bremshebels kannst du hoch- und runterschalten.

Die Alfine Schaltung verfügt weiterhin über die Option eines automatischen Gangwechsels. Wird die Nabe in einem E-Bike mit einem Shimano Steps Motor genutzt, besteht die Möglichkeit, dem System „beizubringen“, wann es schalten soll. Der Bordcomputer registriert dann, in welchen Situationen die Fahrerin oder der Fahrer bevorzugt schaltet und mit welcher Trittfrequenz bevorzugt gefahren wird. Auf dieser Grundlage besteht dann die Möglichkeit, die Gänge automatisch durch den Bordcomputer wechseln zu lassen.

Kann ich jedes Fahrrad damit nachrüsten?

Die Shimano Alfine Nabe ist mit einer 10mm Achse ausgestattet und ist 135mm breit. Sie kann somit in jedes Rad mit „normalen“ Ausfallenden eingebaut werden. Eine Nachrüstung ist an nahezu jedem Trekking- oder Citybike problemlos möglich.

Bei der Nachrüstung macht es in den meisten Fällen Sinn, direkt ein komplettes Hinterrad mit Alfine Nabe zu kaufen.

Wer ein neues Rad mit Alfine Nabe anschafft, kann sich überlegen, einen Rahmen zu wählen, der direkt für die Nutzung mit einer Nabenschaltung ausgelegt ist. Solche Rahmen zeichnen sich durch horizontal verschiebbare Ausfallenden aus. Diese ermöglichen, die Kette stets auf der optimalen Spannung zu halten.

Vor- und Nachteile des Systems

Die Vor- und Nachteile der Alfine Nabe betreffen einerseits die Entscheidung zwischen Ketten- und Nabenschaltung und andererseits die Positionierung im Feld der Nabenschaltungen, also gegenüber der Konkurrenz.

Vorteile:

  • dauerhafte Zuverlässigkeit
  • wenig Verschleiß
  • kaum Wartung notwendig
  • hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • vielseitig einsetzbar - in E-Bike und "normales" Fahrrad
  • leichte, intuitive Bedienung
  • Option unterschiedlicher Schalthebel
  • automatischer Gangwechsel in Verbindung mit dem Shimano Steps Motor möglich

Nachteile:

  • etwas schwerer als Kettenschaltungen
  • geringere Übersetzungsbandbreite als die Rohloff Speedhub

Die Vorteile der Nabenschaltung liegen in ihrer dauerhaften, verschleißarmen Nutzung. Eine Nabenschaltung braucht im Allgemeinen deutlich weniger gewartet zu werden, als eine Kettenschaltung. Weiterhin läuft die Kette hier stets optimal geradeaus, wodurch der Verschleiß gering gehalten wird.

Gegenüber anderen Nabenschaltungen zeichnet sich die Alfine Schaltung vor allem durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Als direkte Konkurrenz ist die geringfügig schwerere Rohloff Speedhub anzusehen. Diese ist mit einem Anschaffungspreis von rund 1200€ drei- bis viermal so teuer wie die Alfine Nabe. Rohloff bietet für diesen Preis eine Nabe mit 14 Gängen und einem Übersetzungsspektrum von über 500% an. Die Rohloff Nabe ist damit die Oberklasse der klassischen Nabenschaltungen.

Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine im Vergleich

Mit Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine gibt es unterschiedliche Getriebeschaltungen für das Fahrrad. Wie die einzelnen Hersteller im Vergleich abschneiden, kannst du in der folgenden Gegenüberstellung nachlesen.

Pinion Rohloff Enviolo NuVinci Alfine
Max. Übersetzung 636% 526% 380% 307% - 409%
Max. Gangzahl 18 14 Stufenlose Gänge 8 oder 11
Garantie Fünf Jahre bei Einhaltung der Wartungsintervalle Zwei Jahre Zwei Jahre Zwei Jahre
Gewicht Ca. 1700g Ca. 2450g Ca. 1700g
Nachrüstbarkeit Benötigt speziellen Rahmen Kann durch individuelle Konfiguration mit fast jedem Rahmen verwendet werden Kompatibel mit 135x10mm Ausfallenden Passt in jeden Rahmen mit einem Hinterbau mit den Maßen 10x135mm. Das ist quasi jeder Trekking- oder Citybike-Rahmen
Verwendung im E-Bike Funktioniert mit Nabenmotoren. Kein automatisches Schalten möglich. Getriebe kommuniziert auch nicht mit der Elektronik des Motors/Displays. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Kombination mit Bosch Motoren wird die Nabenschaltung intelligent integriert. Empfohlene Gangwechsel werden angezeigt, im Stand wird automatisch auf einen leichten Gang zum Anfahren geschalten uvm. Funktioniert mit Mittelmotoren. Man kann die bevorzugte Trittfrequenz einstellen, die dann durch automatische Schaltvorgänge immer konstant gehalten wird. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Verbindung mit dem Shimano Steps Motor kann auch automatisch geschaltet werden.
Wartung Fast wartungsfrei. Lediglich alle 10.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Fast wartungsfrei. Lediglich alle 5.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Wartungsfrei Wartungsfrei, gelegentlich müssen Schaltzüge an der mechanischen Version nachgestellt werden
Schaltgriff Drehschaltgriff Im Stand, Rollen Drehschaltgriff „Rapid Fire“ Daumenschalthebel, in der elektronischen Version Schaltknopf am Lenker oder Rennrad Brems-Schalteinheit
Schaltvorgang Im Stand oder Rollen und unter Teillast. In schnellere Gänge unter Volllast. Im Stand, Rollen und unter Teillast. Im Stand, Rollen und unter Last Im Stand, Rollen und unter Last
Wirkungsgrad Da nur zwei Getriebestufen vorhanden sind, ist ein Pinion Getriebe effizienter als eine Kettenschaltung. Der Wirkungsgrad liegt aber etwas unterhalb einer Rohloff Bietet den höchsten Wirkungsgrad aller Nabenschaltungen Durch die erhöhte Reibung ergibt sich gegenüber einer Kettenschaltung ein leichter Leistungsverlust Etwas geringer als Rohloff Speedhub
Anschaffungskosten Fahrräder samt Pinion Getriebe fangen aktuell bei ca. 2.500 € an. Seit 2019 auch für den Endverbraucher ab 649€ bis 1.499€ erhältlich. Ca. 1000 € Ca. 350-400 € Ab 150€ für die 8-fach Nabe ohne Zubehör, ca. 300€ für die 11-fach Variante

Shimano Nexus Nabenschaltung

Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert.

Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert.

Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden.

Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden.

Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann.

3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang.

Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett.

Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8.

Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen.

Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad.

Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier.

Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist.

Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt. Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark.

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