Shimano Gravel Schaltung: Ein umfassender Überblick

Schaltungen fürs Gravelbike müssen besonderen Ansprüchen genügen. Mittlerweile gibt es diverse Gravel-Schaltungen am Markt. Wir geben Dir einen Überblick.

Die Anforderungen an eine Gravel-Schaltung

Die ersten Gravelbikes wurden noch hauptsächlich mit Rennrad-Komponenten ausgestattet. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Anforderungen an eine Gravel-Schaltung etwas andere sind. Während am Rennrad eine feine Abstufung der Gänge wichtig ist, muss die Schaltung am Gravelbike mehr können: Biegst Du ins Gelände ab, sind leichtere Übersetzungen sinnvoll, wie zum Beispiel auch beim Bikepacking. Robust und unempfindlich gegen Dreck darf die Schaltung am Gravelbike ebenfalls gerne sein.

Längst musst Du dazu nicht mehr Mountainbike- und Rennradteile mischen: Gravel-Schaltungen vereinen die entscheidenden Aspekte aus beiden Welten. Wenn Du willst, steht Dir trotzdem die ganze Mullet-Welt mit MTB- und Rennradteilen offen. So oder so: Mit unseren Hinweisen findest Du die passende Schaltung für Dein Gravelbike. Da Du beim Graveln oft auch durch Wasser und Dreck fährst, sollte die Schaltung Deines Gravelbikes einiges aushalten können. Bei einer Gruppe mit mehreren Kettenblättern ist natürlich auch der Umwerfer dabei.

Komplettgruppen, Upgrade-Kits und Verschleißteile

Wenn Du Dein neues Bike selbst aufbaust und dafür eine Komplettgruppe bestellst, gehst Du sicher, dass alle Teile zueinanderpassen - optisch und funktionell. Upgrade-Kits kommen meist ohne Kurbeln und Bremsen, einige auch ohne Kassette und Kette. Sie erlauben Dir, bestimmte Teile aufzurüsten und andere beizubehalten oder individuell zu wählen. Mit Verschleiß-Sets hast Du die Möglichkeit, nur die Verschleißteile zu tauschen.

Anzahl der Ritzel und Kettenblätter

Das Einsatzspektrum von Gravelbikes ist groß, dementsprechend vielfältig sind auch die möglichen Übersetzungsbandbreiten und -abstufungen. Gruppen mit Einfach-Kurbel haben Vorteile im Gelände: Sie sind leise, leicht, funktionieren im Dreck besser und sehen aufgeräumt aus. Bei Schaltungen mit Kassetten zwischen zehn bis dreizehn Ritzeln hast Du die Wahl zwischen feiner Abstufung und großer Spreizung. So kannst Du die Gruppe auf Deine Anforderungen abstimmen.

Kettenblätter mit schmalen und breiten Zähnen im Wechsel (narrow-wide) sorgen dafür, dass Deine Kette nicht abspringt. Durch das Weglassen des zweiten Kettenblattes und des Umwerfers bleibt mehr Platz für breite Reifen und die Kettenstreben können zudem kürzer ausfallen. Dadurch sind einige Gravel-Rahmen aber auch nur mit Einfach-Kurbeln kompatibel. Erlaubt Dein Rahmen die Montage einer Zweifach-Kurbel und eines Umwerfers, hast Du so die Möglichkeit, eine feine Abstufung und eine große Übersetzungsbandbreite zu bekommen. Mit den Filtern in unserem Shop kannst Du die Auswahl gezielt nach Schaltstufen an Kurbel und Kassette eingrenzen. Graveln macht auf Waldpfaden und Trails Spaß… … führt Dich aber ebenso häufig über Schotterpisten.

Scheibenbremsen für volle Kontrolle

Scheibenbremsen sind am Gravel-Rad Standard. Die aktuellen Gruppen kommen mit kraftvollen hydraulischen Bremsen, die super zu dosieren sind und dank automatischer Belagsnachstellung zuverlässig und nahezu wartungsfrei funktionieren. Damit Du die Bremsen an Dein Bike montieren kannst, solltest Du die Art des Bremssattels beachten. Shimano, SRAM und Campagnolo bieten ihre Gruppen passend zu den meisten Gravel-Rahmen-Sets mit Flatmount-Bremsen an. Sollte Dein Rad stattdessen Postmount- oder IS-Aufnahmen haben, dann kannst Du in einigen Fällen Flatmount-Bremsen mit Adaptern montieren. Informiere Dich dazu am besten beim Hersteller des Rahmens. SRAM bietet Postmount-Bremsen mit Schaltbremshebeln einzeln an. Tipp: Bestell am besten gleich ein oder zwei Paar passende Ersatzbremsbeläge mit.

Shimano GRX: Die Gravel-Schaltgruppe im Detail

Shimano GRX ist eine weit verbreitete Gravelbike-Schaltgruppe. Deshalb haben wir alle Shimano GRX-Gruppen für dich sortiert, damit du die richtige Wahl für dein Gravelbike treffen kannst! Die Shimano GRX-Gruppe ist eine Schaltgruppe für das Gravelbike. Unter diesem weit gefassten Begriff kann man alles von Bikepackern bis zu Cyclocrossern zusammenfassen.

Die Komplettgruppe Shimano GRX gibt es in mehreren Varianten, die sich in Anzahl der Gänge, Schaltsystem, Preis, Gewicht und Verarbeitung unterscheiden. GRX RX825, RX820, RX815 und RX810 sind die leichten Top-Gruppen. Hier kommen die hochwertigsten Materialien zum Einsatz. Die Kurbelarme sind hohl, um Gewicht zu sparen. Knapp unter den Top-Gruppen findest Du die GRX RX600. Sie übernimmt Schaltwerk und Umwerfer aus der 800er-Serie und spart bei den anderen Teilen zugunsten des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Die Kurbelarme sind zum Beispiel nicht hohl. Mit etwas günstigeren Materialien und Herstellungsmethoden wird die Gruppe etwas schwerer - funktionell macht sie allerdings keine Kompromisse.

Als günstigen Einstieg in die Welt der Gravel-Gruppen bietet Shimano außerdem die GRX RX400 an. Die Shimano GRX-Gruppen bieten eine breite Palette an Ausstattungsmöglichkeiten, darunter 10-fach, 11-fach, Einfach- und Zweifach-Antriebssysteme. Shimano hat nicht unbedingt eine völlig neue Gruppe entwickelt. In vielerlei Hinsicht sind die Shimano GRX-Gruppen von bestehenden Technologien abgeleitet, die sowohl bei Rennrad- als auch bei Mountainbike-Gruppen verwendet werden, wobei einige neue Komponenten hinzugefügt wurden.

Diese Gruppe ist vom Niveau her mit der Shimano Ultegra Rennradgruppe vergleichbar. Die GRX 600 ist Shimanos Mittelklassegruppe für Gravelbikes. Diese Gruppe ist vom Niveau her mit der Shimano 105 Rennradgruppe vergleichbar. Es handelt sich um eine 11-Gang-Gruppe (optional ist auch eine 10-Gang-Kurbel erhältlich). Die Shimano GRX 400 Gruppe ist die ideale Gruppe für Gravelbike-Einsteiger. Du kannst diese Gruppe mit der Shimano Tiagra Gruppe für Rennräder vergleichen. Im Vergleich zu den anderen GRX-Gruppen ist die GRX 400 eine 10-Gang-Gruppe.

Etwas kompliziert wird die Sache dadurch, dass Shimano, wie bereits erwähnt, nicht für jede Serie eine eigene Schaltgruppe entwickelt hat. Nehmen wir zum Beispiel die GRX 600 Gruppe. Du kannst aus dieser Serie keine komplette GRX 600 Gruppe zusammenstellen, da Shimano sich entschieden hat, kein GRX 600 Schaltwerk herzustellen. So findet man z. B. Das heißt, wenn du ein mechanisches 11-Gang-Schaltwerk willst, musst du das RX800 nehmen.

Die GRX-Kurbelgarnituren mit einem Kettenblatt verwenden das Dynamic-Chain-Zahnprofil von Shimano. Die Kurbeln haben längere Zähne, die abwechselnd breiter und schmaler sind. Nicht unwichtig zu wissen ist auch, dass jede GRX-Kurbelgarnitur mit einer um 2,5 mm weiter außen liegenden Kettenlinie als bei normalen Rennrad-Kurbelgarnituren ausgestattet ist. Dies wurde gewählt, da die breiteren Reifen eines Gravelbikes zusätzlichen Platz im Rahmen benötigen. Unter anderem muss die Breite der Hinterradgabel entsprechend angepasst werden.

Wie bereits erwähnt, sind nicht alle Serien komplett erhältlich, was zum Beispiel bei der GRX 400 Serie bedeutet, dass keine separate Kurbelgarnitur hergestellt wurde. Wie bereits erwähnt, sind die GRX-Gruppen mit mechanischer oder elektrischer Schaltung erhältlich. Auch hier gibt es einen deutlichen Unterschied zu den Rennradgruppen, nämlich die zusätzlichen 2,5 mm „Outboard Clearance“, um Platz für die breiteren Reifen zu schaffen. Sowohl der RX810 als auch der RX815 Di2-Umwerfer sind in der Lage, eine Differenz von 17 Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern zu überbrücken.

Wie bei den Umwerfern gibt es auch bei den GRX-Schaltwerken verschiedene Ausführungen (mechanisch und elektronisch). Egal für welches Schaltwerk du dich entscheidest, alle sind mit der Shadow RD+-Technologie ausgestattet. Dies wird dadurch erreicht, dass unnötige Bewegungen des Schaltkäfigs minimiert werden. Die GRX-Schaltwerke sind mit einem Stabilisator ausgestattet. Jedes Schaltwerk hat auch einen Stabilisator. Die GRX-Schaltwerke sind weiter unterhalb der Kassette positioniert als herkömmliche Rennradschaltwerke. Auch bei Verwendung der kleinsten Ritzel ragen sie weniger weit aus dem Rahmen heraus. Die Idee dahinter ist, dass das Schaltwerk dadurch weniger exponiert und anfällig für Beschädigungen ist, z. B.

Für GRX werden keine eigenen Kassetten und Ketten hergestellt. Es ist daher üblich, eine Kassette aus der Renn- oder MTB-Serie zu verwenden. Wenn du z. B. eine Shimano Ultegra oder 105er 11-fach-Kassette mit 11-30/34-Abstufung verwendest, empfehlen wir das RD-RX815 Di2 Schaltwerk mit kurzem Schaltkäfig oder das RD-RX810 mechanische Schaltwerk.Für das 10-Gang-System wird das Schaltwerk RD-RX400 benötigt, das ein Ritzel mit bis zu 36 Zähnen aufnehmen kann. Wenn du dich für XT, SLX oder Deore entscheidest, kannst du eine Kassette mit maximal 42 Zähnen verwenden. Es ist jedoch wichtig, das Di2 Schaltwerk RD-RX817 oder das mechanische Schaltwerk RD-RX812 mit längerem Schaltkäfig zu verwenden. Beide Schaltwerke haben eine „Kabelzug“-Übersetzung (die Größe der Schritte zwischen den Gängen), die der von Shimanos Rennradschaltwerken ähnelt.

Möchtest du mehr über Schaltwerkkapazitäten erfahren? Dann lies unseren Blog. Speziell für GRX hat Shimano STI-Hebel (Brems- und Schalthebel kombiniert) sowohl für mechanische als auch für elektronische Schaltungen entwickelt. Diese STI-Hebel verfügen über ein ergonomisches Hebeldesign, das speziell auf Gravel abgestimmt ist.Und die Ausrichtung auf den Offroad-Einsatz zeigt sich unter anderem auch in der Form der Hebelkappe. Diese ist größer als üblich, was eine sicherere Handhaltung in unwegsamem Gelände ermöglicht. Die Idee ist, dass die Kappe dafür sorgt, dass die Hand auch bei vielen Stößen und Schlägen auf den Lenker hinter dem Bremshebel bleibt.

Neben den standardmäßigen STI-Schalthebeln bietet Shimano auch einen mechanischen ST-RX810-LA-Bremshebel an, der in Kombination mit einem 1x11-Antriebssystem auch einen Dropper Post bedienen kann. Das integrierte System ist mit kabelgesteuerten Dropper Posts kompatibel. Shimano bietet auch 1x11-fach hydraulische Scheibenbremshebel für die linke Seite an, die ohne Dropper oder interne Schaltelemente konzipiert sind. Dabei handelt es sich um den BL-RX810 bzw. den BL-RX600. Die hydraulischen BL-RX812 „Sub-Bremshebel“ sind für uns eine der exotischsten Ergänzungen zu dieser Gravel-Gruppe. Es handelt sich um einen zweiten Satz Bremshebel im MTB-Stil, die du am Oberlenker anbringen kannst. Man kann sich viele Situationen vorstellen, in denen dies nützlich sein könnte, zum Beispiel beim Cyclocross oder bei den Klassikern auf Kopfsteinpflaster.

Die Flat-mount -Bremssättel unterscheiden sich im Design nicht von den aktuellen Bremssätteln, tragen aber natürlich GRX-Logos. Sie verfügen über die gleichen Merkmale wie Einwegentlüftung und die wärmeableitenden Lamellen von Shimanos Ice Technologies in den Belägen und Rotoren. Mit den Shimano GRX-Bremsen bremst du kraftvoll und wohldosiert. Shimano hat auch zwei Sätze schlauchloser GRX-Laufräder im Programm. Eine 700C-Option und eine 650B-Option. Jede hat eine Felge mit einer Innenbreite von 21,6 mm und einer Höhe von 22 mm.

Letztes Jahr stellte Shimano die neuen GRX-Gruppen vor. Bisher konnten wir natürlich Rennrad- oder MTB-Antriebssysteme verwenden, deren Funktionsweise ist jedoch nicht ideal ans Gravel Bike angepasst. Shimano bietet deshalb neuerdings 3 Gruppen für Gravel an. Die GRX-Reihe besteht aus vier Serien: Di2, RX800, RX600 und RX400 mit elf Gängen und entweder einfachem oder doppeltem Kettenblatt in mechanischer und elektrischer Version, um dem Fahrer die Möglichkeit zu geben, sein Rad nach seinen Wünschen und seinem Budget zu gestalten. Aber nicht nur!

Die RX400-Reihe besteht aus einem 10-Gang-Doppelantriebsstrang mit mechanischem Umwerfer und Schaltwerk. Der Antrieb kann mit 10v HG500 Mountainbike- oder Rennrad-Kassetten gekoppelt werden. Diese Serie verfügt über eigene Schalthebel mit erhöhtem 18-mm-Drehzapfen und hydraulischen Bremsen. Erhältlich als Doppelkettenblatt 2x11speed oder Einfachkettenblatt 11s ist die RX600-Serie mit einem hinteren Umwerfer mit langem Käfig ausgestattet, um die 40 Ritzel bei der Kassette zu erreichen. Mit einem RX600-Getriebe hast du die Möglichkeit, eine Shimano Deore- oder sogar eine Shimano SLX-MTB-Kassette zu montieren, die robuster sind. Der Umwerfer bietet ein Spiel von +2,5 mm, das speziell für breite Gravel-Bike-Reifen entwickelt wurde. Bremshebel und Bremssättel bleiben dieselben wie in der RX400-Reihe. Die Bremssättel wurden für eine bessere Wärmeableitung verbessert. Eine zusätzliche Option ist der am Lenker montierte Hydraulikhebel (BL-RX812-L/R), der an das vordere und/oder hintere Hydrauliksystem angeschlossen wird. Dieser am Lenker montierte Schalthebel bietet eine weitere Bremsmöglichkeit, wenn Sie mit den Händen auf dem Lenker fahren.

Ein 1×11-Gang-Single-Antrieb und ein 2×11-Gang-Doppel-Antrieb. Es wurden 2 elektrische Umwerfer entwickelt, ein langer Käfig (Kassette bis 42 Zähne) für den Singlespeed-Antrieb und ein kurzer Käfig (Kassette bis 34 Zähne) für den 2×11-Gang-Antrieb.

GRX Varianten im Überblick

Welche Varianten der GRX als elektronische Di2 verfügbar sind und welche Optionen bei der Anzahl der Gänge zur Auswahl stehen, siehst Du in der Tabelle:

2x12 Gänge 1x12 Gänge 2x11 Gänge 1x11 Gänge 2x10 Gänge
Di2 RX825 RX815 RX815 - -
Mechanisch RX820 RX820 RX810 RX600 RX810 RX600 RX400

Bitte beachte: Es kann vorkommen, dass einzelne Varianten vorübergehend nicht lieferbar sind.

Shimano GRX RX827 Di2: Das erste vollständig drahtlose Schaltsystem

Shimano präsentiert mit dem GRX RX827 Di2 sein erstes vollständig drahtloses Schaltsystem für Gravel-Bikes. Die neue 1x12-Schaltgruppe erweitert das bestehende GRX-Sortiment um eine kabellose elektronische Option. Eine Version mit zwei Kettenblättern und Umwerfer wird parallel nicht angeboten.

Laut Shimano vereint das System Technologien aus den Rennrad- und Mountainbike-Gruppen des Unternehmens. Kernstück ist das neue RD-RX827 Schaltwerk, das auf dem XTR M9200 Mountainbike-Schaltwerk basiert. Es verfügt über ein kompaktes Design mit im Schaltwerk integriertem Akku, der sich zum Aufladen auch entnehmen lässt. Laut Shimano hält eine Akkuladung je nach Fahrbedingungen für 700 bis 1000 Kilometer. Bei Stößen oder Stürzen soll sich das Schaltwerk automatisch wieder in die Ausgangsposition zurückstellen. Die Stromversorgung des Schalthebels übernehmen die bekannten Knopfzellen.

Die Schaltgruppe ist mit allen 12-fach Di2-Komponenten von Shimano kompatibel, einschließlich der Schalthebel für Rennlenker. So können Fahrerinnen und Fahrer auch die drahtlosen Schalthebel der Rennradgruppen Dura-Ace, Ultegra oder 105 Di2 verwenden; die dann unbelegten linken Schaltknöpfe lassen sich individuell mit anderen Funktionen belegen, zum Beispiel der Bedienung des Radcomputers. Auch die Flatbar-Schalthebel der XTR und Deore XT Di2 Mountainbike-Gruppen sind kompatibel. Innerhalb der GRX-Serie gibt es für den 1x12-Antrieb nun auch den BL-RX825-L Bremshebel ohne Schaltfunktion.

Die Ergonomie der Hebel wurde laut Shimano für Gravel-Bikes optimiert. Sie verfügen über eine griffige Oberfläche und sind für Lenker mit Flare-Bogen ausgelegt.Mit der neuen Shimano GRX RX827 Di2 Gruppe adressiert Shimano unterschiedliche Einsatzbereiche im Gravel-Segment. Die robuste Konstruktion und große Übersetzungsbandbreite eignen sich sowohl für Rennen als auch Bikepacking-Abenteuer. Durch die Kompatibilität mit Mountainbike-Kurbeln lässt sich das System auch an Dropbar-Mountainbikes montieren.

Als Kettenblattoptionen stehen 40 und 42 Zähne zur Auswahl. In Kombination mit der 10-51 Zähne Kassette ergibt sich eine Bandbreite von 510 Prozent. Das Schaltwerk wiegt laut Herstellerangaben 449 Gramm. Shimano gibt an, dass sich die Komponenten ohne spezielle Rahmenanforderungen an bestehende Gravel-Bikes nachrüsten lassen. So können Fahrerinnen und Fahrer ihre vorhandenen Räder mit der neuen Technologie aufrüsten.

Shimano GRX Di2 2x12: Hyperglide+ Schaltkomfort

Shimanos mechanische 2×12 Gravel-Schaltungen sind schon seit dem letztem Jahr auf dem Markt. Wer jedoch lieber elektronisch schaltet, war bei Shimano bis zuletzt auf ein 2×11 System angewiesen. Technisch gibt es an diesen Komponenten nichts zu bemängeln. Höchste Schaltpräzision ist bei Shimano ein notwendiges Kriterium. Anders kommt keine Gruppe neu auf den Markt. Ganz besonders gilt das natürlich für High-End Komponenten wie die neue GRX Di2 2×12 Schaltung.

Konkret gibt es im Vergleich zur 11-fach GRX jetzt Hyperglide+ Schaltkomfort. Im Vergleich zur Vorgängertechnologie Hyperglide (ohne das „Plus“) bewegt sich die Kette beim Schaltvorgang jetzt nochmals deutlich stabiler und kontrollierter über den Zahnkranz. Der Unterschied ist spürbar.Shimanos zuschaltbare Shadow RD+ Technologie trägt ebenfalls dazu bei, die Kette auf rauhem Terrain zusätzlich zu stabilisieren.

Das Schaltwerk übernimmt neben der Schaltfunktion auch die drahtlose Kommunikation mit den Schalthebeln, kompatiblen Bike-Computern und der E-Tube Project Smartphone-App.Der Akku für Schaltwerk und Umwerfer wird ebenfalls über einen Anschluss am Schaltwerk geladen. Praktischerweise gibt es bei Shimano für Schaltwerk und Umwerfer nämlich nur einen einzigen Akku, der geladen werden möchte.

Die zur elektronischen 2×12 GRX Di2 Schaltung passende RX820 Kurbel hat zwei Kettenblätter mit 48/31 Zähnen. Wer möchte, kann auch die RX610 Kurbel mit 46/30 Zähnen verwenden.Die passenden 12-fach Kassetten haben 11-36 beziehungsweise 11-34 Zähne. Im Vergleich zum Rennrad ist die Kettenlinie der GRX RX825 um 2,5 mm nach außen versetzt.

Auch auf die Ergonomie der neuen GRX RX825 Brems-Schalthebel wurde großen Wert gelegt. Der Querschnitt ist runder geworden, der Übergang vom Hebel zum Lenker sanfter. Dadurch steht der Hand mehr Raum zur Verfügung, wo sie komfortabel aufliegen und anpacken kann. Die Brems-Schaltgriffe verfügen über jeweils drei Schalthebel. Zwei wie von mechanischen Dual Control Systemen gewohnt - und dazu kommt noch ein dritter, seitlich am Griffkörper.

Die Belegung der Schalthebel kann über die Shimano E-Tube Project App organisiert werden. So lässt sich die Schaltlogik sehr einfach an die eigenen Vorlieben anpassen. Wer es noch individueller möchte, kann die elektronische 2×12 GRX auch mit Shimanos Sateliten-Schaltern nutzen. Diese gibt es für Ober- und Unterlenker sowie für Lenkeraufsätze. Wer sein absolutes Traumrad als Custom-Bike realisiert haben möchte, hat hier also nochmal eine interessante Option zur Verfügung.

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