Es gab Zeiten, lange vor XT, Ultegra oder Cues, da waren Fahrradritzel flach wie Pizzastücke und der Bowdenzug war noch nicht einmal erfunden. Mit zwei Metallstangen mussten die frühen Helden der Tour de France sprichwörtlich im Getriebe rühren. Da flog im Eifer des Gefechts schonmal die Kette von den Ritzeln! Die ersten modernen Seilzug-Schaltungen waren da die reinste Revolution, doch auch eine andere Innovation verdient nicht weniger Aufmerksamkeit. Fürs Schalten nämlich nicht minder wichtig: Bessere Kassetten mit definierten Steighilfen und Schaltgassen. Die gibt es erst seit den späten 80ern. Hyperglide nennt Shimano bis heute diese Technik.
Und wer sich immer schon gefragt hat, warum die Zähne eigentlich so krumm und schief auf den Ritzeln stehen: Weicheres, sichereres und schnelleres Schalten, auch unter Last. Das ist der Grund! Vor einigen Jahren folgte dann mit der Linkglide die nächste Evolutions-Stufe.
Linkglide und Cues: Shimano räumt auf im Portfolio
Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Mehr Material und ein Gang weniger sollen eine bessere Zuverlässigkeit bringen. Das ist löblich. Und: Auch Alltagsbiker ohne E profitieren von der größeren Langlebigkeit der neuen Ketten und Kassetten. Die neue Technik war für Shimano außerdem DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben. Die Cues.
Mit dem Fokus auf Langlebigkeit und leichter Bedienbarkeit soll die Cues alle Anwendungen vom E-Bike über Trekkingräder bis hin zu günstigen Mountainbikes und neuerdings sogar günstigen Rennrädern abdecken. Ob das gelingt? Wir konnten die Cues in verschiedenen Ausführungen schon ausgiebig fahren.
Cues ist nicht gleich Cues
Also alles ganz einfach? Spezial-Schaltungen für High-End-Räder und darunter für alle nur noch Shimano Cues? Ganz so simpel ist es leider nicht. Denn auch die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. So ist das Topgruppe Cues U8000 mehr als doppelt so teuer, wie die Einstiegsgruppe Cues U4000. Leider macht es Shimano Bikern nicht gerade leicht, die verschieden wertigen Schaltungen voneinander zu unterscheiden. Ob Premium-Klasse oder Einsteiger-Ware wird nur an den etwas kryptischen Zahlenkombinationen in der Modellbezeichnung ersichtlich - U4000, U6000, U8000. Und selbst innerhalb der Gruppen gibt es noch Unterschiede. Zehn oder elf Gänge, mit oder ohne Shadow Plus, das sorgt gerade bei der Cues U6000 für Verwirrung.
Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist trotzdem erstmal die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar. Für Experten: Die Zahlenlogik der Cues folgt ungefähr den Mountainbike-Schaltungen. Die 6000er entspricht in etwa dem Deore-Zwölffach-Niveau, die 8000er der XT. Die 4000er liegt darunter.
So fährt sich die Shimano Cues Gangschaltung
Vorneweg muss man sagen: Alle modernen Shimano-Schaltungen abseits der allergünstigsten Varianten liegen funktional auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für alle Varianten der Cues. Sauber eingestellt wechseln sie die Gänge schnell und zuverlässig. Ist das nicht der Fall, liegt’s fast immer an verschlissener oder falsch eingestellter Hardware - da kann die Schaltung selbst nicht viel dafür. Fakt ist schlicht: Die Technologien der einstigen Top-Gruppen sind längst auch im Einsteigermarkt angekommen.
Gerade die teureren Versionen machen auch am E-Mountainbike eine gute Figur. Konzipiert ist die Cues für den Allround-Einsatz von E-Mountainbike bis Gravel. Verbaut wird sie aktuell aber am meisten an Trekking- und Alltagsrädern.
Shimano Cues U4000 - Die Einsteigergruppe
Mit neun Gängen am E-Bike ist die 4000er Cues von Shimano eindeutig im Einsteigersegment unterwegs. Die UVP für das Schaltwerk liegt nur knapp über 50 Euro. Das größte Manko der “kleinen” Cues ist die wenig feine Gangabstufung. Um mit nun neun Gängen eine große Bandbreite zu erreichen, muss man gerade am E-Bike zur Kassette mit 11 bis 46 Zähnen greifen. Die Gangsprünge fallen hier bei den kleinen Gängen recht groß aus. Am Berg fehlt dadurch manchmal der passende Gang für die ideale Trittfrequenz.
Ansonsten funktioniert auch die günstig Cues zuverlässig und kann Alltagsnutzer durchaus glücklich machen. Typisch für Schaltungen mit der Linkglide-Technik: Die Schaltvorgänge sind sehr weich aber nicht so schnell wie man es von den klassischen Modellen mit Hyperglide-Technik gewohnt ist. Außerhalb vom Racing-Kontext dürfte das kaum stören, für den Alltag ist die Schaltgeschwindigkeit locker ausreichend. Die niedrigen Preise merkt man der 4000er Cues aber an anderer Stelle an. Die Kurbel ist nicht hohlgeschmiedet und schwer, die Hebel wirken lieblos und billig. Auf rauem Untergrund klappert die Kette deutlich. Anders als bei den günstigen Deore-Schaltungen verzichtet die günstige Cues nämlich auf die Geländeoptimierte Schaltwerksdämpfung Shadow Plus. Am (E-)Mountainbike würden wir die Cues 4000 daher nicht empfehlen.
Shimano Cues U6000 - Solide Mittelklasse
Optisch wie haptisch ist die Shimano Cues 6000 ein Upgrade. Gerade die etwas teurere Elffach-Variante bietet deutlich definiertere Gangwechsel, als die 4000er Cues. Mit zehn beziehungsweise elf Gängen lassen sich auch mit Einfach-Kurbel vorne relativ homogene Gangsprünge bei großer Bandbreite realisieren. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Nur die teureren Varianten der Cues 6000 kommen ab Werk mit Shimanos Shadow-Technologie gegen Kettenklappern. Erkennbar ist das an dem kleinen On-Off-Hebel für die zusätzliche Dämpfung am Schaltwerk. Diese Varianten können wir auch anspruchsvollen Nutzern und Trail-Fans klar empfehlen. Die günstigeren 6000er Cues ohne Schaltwerksdämpfung passen eher zu Trekking- und Alltagsrädern.
Shimano Cues 8000 - Seltene High-End-Option
Von der Wertigkeit und vom Schaltgefühl liegt die Cues 8000 sehr nah an der beliebten XT-Gruppe. Allerdings gilt das auch für den Preis. Die teure Cues wird daher nur sehr selten verbaut. Lieber greifen die Hersteller im Zweifel zum XT-Label. Der “Haben-Wollen”-Faktor ist hier einfach größer. Wie die günstigeren Cues-Schaltungen setzt auch die Cues 8000 auf die haltbaren Linkglide-Kassetten. Die Schaltgeschwindigkeit ist daher etwas gedrosselt. Dafür sollen die Linkglide-Gruppen nicht so anfällig sein. Selbstverständlich kommt die 8000er Cues standardmäßig mit dem starken Shadow-Plus-Dämpfer gegen Kettenklappern.
Im Cues-Portfolio gibt’s übrigens auch Bremsen. Hier zum Beispiel die Vierkolben-Version mit Sattel in XT-Optik und auch entsprechend satter Power.
Shimano Cues, Deore, GRX, XT: Welche Gangschaltung ist besser für wen?
Eigentlich wollte Shimano mit der Cues das Portfolio aufräumen. Das gelingt bislang noch nicht ganz. Erstens stiften die vielen verschiedenen Cues-Varianten neue Verwirrung. Und zweitens gibt es aktuell noch einige offensichtliche Überschneidungen im Portfolio, wenn man rein auf die Wertigkeit der verschiedenen Antriebe schaut. Welche also nehmen?
Trekking- und Alltagsradler können bei der Cues mit Linkglide-Kassetten bedenkenlos zuschlagen. Die Cues 4000 bietet hier eine angenehm günstige Option. Die Cues 6000 ist solide Mittelklasse. E-Mountainbikern würden wir auch zu Linkglide-Schaltungen raten. Dann aber mindestens zur 6000er Cues mit der Shadow-Plus-Schaltwerksdämpfung. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zu Deore Linkglide und XT Linkglide. Beide Schaltungen bieten ohne Ganganzeige mehr Platz am Lenker und eine bessere Haptik mit knackigerem Schaltgefühl.
Sportliche Biker ohne Motor sind nach wie vor mit den Hyperglide-Gruppen am besten aufgehoben. Sie sind etwas leichter als die Linkglide-Pendants und bieten mehr Gänge und damit eine feinere Gang-Abstufung über die Bandbreite hinweg. Gerade die Deore-Zwölffach sticht hier mit guter Funktion und günstigem Preis positiv heraus.
Vorsicht beim Nachrüsten: Wegen unterschiedlicher Kettenlinien sind nicht alle Gruppen miteinander kompatibel. Speziell bei MTB-Gruppen und Cues erstmal checken, ob der Rahmen mit dem jeweils anderen System kompatibel ist.
Shimano XTR Di2 M9200 Gruppe
Die neue XTR-Di2-Funkschaltung begeistert mit einem einfachen Handling und einer hohen Geschwindigkeit. Besonders gelungen: Das knackig-satte Schaltgefühl am Hebel. Im ersten Test hinterlässt der Antrieb einen äußerst robusten Eindruck. Angesichts dessen dürfte das Mehrgewicht zur analogen Version für E- und Enduro-Biker verschmerzbar sein. Für Crosscountry-Racer präsentiert sich vor allem die Kombi aus Speed und Präzision als vielversprechend. Wie von neuer, heißer Elektrotechnik zu erwarten, fällt der Preis vernichtend hoch aus. Bei den Bremsen knüpft die XTR M9200 an bestehende Erfolge an und liefert ein rundum gelungenes Bild ab. Die Detailverbesserungen sind super, alleine aber noch kein Grund zum Kauf einer neuen Bremse. Ähnlich schaut es bei den neuen Carbon-Laufrädern aus. In der Enduro-Variante legt die Neuheit einen astreinen Produktauftritt hin und erlaubt sich keine Fehler. Das alleine reicht jedoch nicht aus, um sich im High-End-Bereich von den performanten M...
Die neue Shimano XTR schlägt mit 665 Euro alleine für das Schaltwerk zu Buche, was ungefähr dem Zehnfachen des ersten spezifischen MTB-Schaltwerks der Welt entspricht. Preislich ist der Schaltungs-Roboter jedoch vergleichbar mit den Top-Produkten von Sram (zum Beispiel Sram X0 Eagle Transmission Schaltwerk für 660 Euro). Dafür fällt das neue Funk-Schaltwerk von Shimano trotz Elektronik mit 388 Gramm (zum Vergleich: Sram XX SL Eagle Transmission, 414 Gramm) erfreulich leicht aus. Den Gewichtsvorteil verspielt allerdings der im Vergleich zu einem Sram AXS Controller (46 Gramm) gut doppelt so schwere Schalthebel wieder. Beim Akkugewicht sind Shimano und Sram quasi gleichauf.
Alle der folgenden Angeben beziehen sich auf die getestete, fahrfertige Trail-/Enduro-Version der neuen Teile:
- Schaltwerk (kurzer Käfig, inkl. Akku): 388 g / 664,95 Euro
- Schalthebel: 101 g / 234,95 Euro
- Kassette (9-45 Z.): 322 g / 504,95 Euro
- Kette (ungekürzt): 269 g / 78,95 Euro
- Kettenblatt (30 Z.): 63 g/ 174,95 Euro
- Kurbel (170 mm): 528 g / 334,95 Euro
- Innenlager (BSA): 75 g / 50,95 Euro
- Antriebsgruppe gesamt: 1746 g / 2044,65 Euro (999 Euro als Upgrade-Kit)
- Bremse (vorne / hinten): 296/312 g / je 314,95 Euro (649,95 Euro als Upgrade-Kit)
- Bremsscheibe (Centerlock, vorne 203 mm / hinten 180 mm): 165/136 g
- Laufradsatz: 1806 g / 1649 Euro
Vergleich von Rennradschaltungen: Shimano, SRAM, Campagnolo
Die Entscheidung für einen der Anbieter fällt gerade deshalb vielen nicht leicht. In ihrer mechanischen Performance liegen die Gruppen heute extrem nahe beieinander. Hakelige SRAM-Umwerfer, schleifende Shimano-Bremsen oder schwer erreichbare Campagnolo-Hebel sind Erinnerungen an eine Vergangenheit, die für das moderne Material nicht mehr zutreffen. Die Gruppen aller drei Hersteller schalten perfekt, bremsen hervorragend, laufen leise und zeigen ein vergleichbares Verschleißverhalten. Selbst beim Gewicht - für Rennradfahrer immer ein Grund, sich für oder gegen ein Produkt zu entscheiden - liegen die Anbieter kaum auseinander. Gerade mal 80 Gramm trennen nach unseren Messungen das leichteste (SRAM Red AXS) vom „schwersten“ Ensemble (Shimano Dura-Ace).
Umso mehr kommt es heute auf „soft skills“ an, die sich nicht so leicht in Zahlen fassen oder in Tabellen abbilden lassen: Passt die Bedienlogik der Schaltknöpfe, oder lässt sie sich ändern? Lassen sich Fahrdaten mit einer Smartphone-App auswerten, die Schaltung per Touchscreen justieren, Leistungsmessung oder Radcomputer einfach einbinden? Kann man die Akkus entnehmen oder muss das ganze Rad zum Laden an die Steckdose? Auch von Elektronik und Software abgesehen gibt es Argumente, die im Zweifel wichtiger sind als 80 Gramm Gewichtsunterschied: Wie gut fassen sich die Hebel an? Welche Übersetzungen gibt es, was kosten die Verschleißteile -und ist die Schaltung mit meinen Wunsch-Laufrädern kompatibel?
Bei der aktuellen Entwicklung der Produkte kristallisiert sich beim aktuellen Entwicklungsstand der Produkte ein Gewinner heraus: SRAM macht mit der neuen Red AXS offenbar vieles richtig; es gibt eingefleischte Shimano- und Campagnolo-Fans, die mit der neuesten Gruppe der einst belächelten Amerikaner liebäugeln. Gelobt werden vor allem die Bedienlogik, der zur Schaltung passende Radcomputer mit seinen Funktionen, die untereinander tauschbaren Akkus. Dass (fast) alles selbsterklärend funktioniert, dass auch Laien mit der einfachen App eine Schaltung einstellen, ein Powermeter koppeln und Daten auswerten können, wird als technologischer Fortschritt wahrgenommen. Davon kann Marktführer Shimano etwas, Traditionshersteller Campagnolo sogar sehr viel lernen.
Aber es gibt auch Schattenseiten der SRAM-Gruppe, zum Beispiel die hohen Ersatzteilpreise. Hier punktet Shimano, weil beispielsweise Ketten und Bremsscheiben auch für Mountainbike-Gruppen genutzt werden und somit überall verfügbar und preiswert sind. Auch die Kompatibilität mit quasi allen Laufrädern kann ein Argument für Shimano sein.
Shimano Schaltgruppen für Mountainbikes
Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.
Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.
- Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht ganz so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.
- Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis.
- Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
- Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
- Die Shimano Deore ist eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet. Die Deore Schaltgruppe verfügt auch über ein aktuelles, zeitloses Design. Im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen bietet die Deore Schaltgruppe eine noch höhere Qualität und Leistung.
- Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.
- Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Sie bietet auch ein breites Übersetzungsverhältnis, sodass du in jeder Situation einen passenden Gang findest.
- Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross. Mit dieser Ausstattung stehen dir alle Möglichkeiten offen.
Ob es an der XT HYPERGLIDE+ Technologie in Kassette oder Kette oder aber der DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie der Kettenblätter liegt, ich vermag es nicht zu sagen, aber: Der neue Shimano Einfach-Antriebsstrang funktioniert nach meiner Auffassung extrem gut. Das eingangs erwähnte Shimano-Schaltpräzisionsgefühl inklusive… Adlerauge, sei wachsam! Die Schaltvorgänge sind knackig und „on point“. Die Gangwechsel laufen sauber, leichtgängig, geräuscharm und vor allen Dingen schnell ab. Aus diesem Blickwinkel konnte mich Shimanos neue 12-fach XT bereits überzeugen.
Was mir aber ausdrücklich gut gefallen hat, das sind die neuen Schalthebel. Dabei sind es nicht die gummierten Kontaktflächen der Schalt-Paddles, sondern vor allem der Verstellbereich der I-SPEC EV Montage. Damit lassen sich die Hebel in seitlicher Richtung um mehr als 14 mm verschieben und wie gehabt auch in Rotationsrichtung anpassen. Das Thema Ergonomie ist damit definitiv vorbildlich gelöst. Dank 2-Way-Release Technik funktioniert der Schalthebel überdies auch intuitiv - je nach Vorlieben des Nutzers.
Neu ist dagegen die Schaltfunktion beim linken Hebel (nur für 2-fach Aufbauten): der neue Rapidfire Plus Mono Schalthebel weist nur mehr eine Bedienrichtung auf. Der erste Hebeldruck hebt den Umwerfer aufs große Kettenblatt und arretiert ihn dort. Der zweite löst ihn und hebt die Kette aufs kleine Blatt.
Überblick über Shimano Fahrradschaltungen
Shimano aus Japan ist bei Fahrradschaltungen die Nummer eins. Einer der Gründe dafür: Ob Einsteiger, Freizeitradler oder Amateur- und Profibiker - für alle Zielgruppen gibt es das passende Angebot. Ein Überblick.
Für gewöhnlich bietet Shimano seine Systeme als Komplettgruppe an, in der alle Bauteile enthalten sind: Kettenblätter, Tretkurbeln, Ritzelpaket und Kettenspanner, die Kette selbst sowie der Umwerfer, das Schaltwerk und die Schalthebel. Die Gruppen werden zum Teil in mehreren Versionen angeboten (Gangvielfalt, Lieferumfang etc.) und enthalten vereinzelt weitere Tools wie Pedale, Laufräder, Naben und Bremsen, zudem ist im Falle eines Defekts jedes Bauteil fast immer auch separat erhältlich. Teilen wiederum lässt sich das Portfolio anhand zweier Kriterien: dem Einsatzzweck und der Qualität. So finden sich auf der Homepage grob die Kategorien MTB/Trekking und Straße (Rennrad etc.) und in beiden Kategorien bietet Shimano Systeme für Einsteiger und Freizeitradler sowie für Biker mit gehobenen Ansprüchen an.
- Die einfachsten Gruppen von Shimano schonen das Budget (ca. 200 EUR) und reichen für den normalen Alltagsgebrauch aus. Allerdings muss man natürlich qualitativ Abstriche machen. Die Bauteile etwa sind relativ schwer, aber trotzdem nicht allzu robust, zudem mangelt es den Systemen oft an Präzision, etwa bei großen Gangwechsels oder wenn es ruppig zugeht. Beispiele sind etwa die Gruppen Acera oder Alivio und im Rennradsegment das System Sora.
- Anspruchsvollere Biker im MTB- und Trekkingbereich spricht Shimano mit den Schaltungen Deore oder Deore XT und - für Rennräder - dem System Tiagra an. Das Preisniveau liegt hier etwas höher, dafür nutzen sich die Bauteile nicht so schnell ab. Zudem ist der Schaltvorgang meist sicherer und komfortabler.
- Für Amateure mit Wettkampfeifer sowie für ausgewiesene Profibiker reserviert Shimano das Beste vom Besten. Leichtes Gewicht, hohe Robustheit, ergonomische Schalthebel, schnelle Reaktionszeiten, dazu selbst bei großer Belastung präzise Gangwechsel - die Systeme bieten letztlich alles, was man von einer hochwertigen Schaltung erwartet. Die Konditionen erreichen dabei meist den hohen drei-, teilweise gar den vierstelligen EUR-Bereich. Insofern ist klar, welche Zielgruppe Shimano hier im Blick hat.
Sie machen einen Rahmen zum Rad: Die Gruppen. Shimano, Sram oder Campagnolo? Wo sind die Unterschiede? Welche Gruppe leistet was?
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