Shimano Teflon Bremsen: Test und Wartung

Die Wartung der Bremsen ist eine Pflicht. Dabei wird die Bremse geöffnet, Sperrfett hineingegeben und gut. Die Bremse wird nach der Reinigung offen gelassen, sodass die Filzstreifen das Grundöl aus dem Sperrfett ziehen können.

Anschließend wird die Bremse in Öl gelegt, oder nur gefettet? Dass die Bremsscheiben wenig verschlissen sind, hängt auch damit zusammen, dass viele Ersatzspulen pro Rolle vorhanden sind, um für jeden Fall gerüstet zu sein.

Rollenwartung und verwendete Fette

Bei der Rollenwartung wird beispielsweise das Reelx verwendet. Shimano empfiehlt ein Mineralöl (Name wurde vergessen). Es wurden Fette vom Hersteller ausgesucht, kein Öl, die die richtige Viskosität haben und nicht zu Mischproblemen führen.

Es geht nicht um Kostensparen. Bei der Rollenwartung wird beispielsweise das Reelx verwendet. Shimano empfiehlt ein Mineralöl (Name habe ich vergessen). Da wurden mir Fette rausgesucht (vom Hersteller!), kein Öl, die für mich die richtige Viskosität haben und nicht zu Mischproblemen führen.

Alternativen zu Shimano-Fetten

Von allen Spezialisten weltweit werden die vorgenannten Fette als die einzig brauchbaren Fette beschrieben. Vorzugsweise jedoch Cals aufgrund seiner Hitzestabilität bis 260 ˚ C. Der wichtigste Grund, die Carbonscheiben zu fetten, ist die Verhinderung von Eindringen von Salzwasser und Zerstörung der Scheiben durch die Salzkristalle. Des Weiteren soll das Ruckeln der Bremse verhindert werden.

Aufgrund der Reibwärmeentwicklung bei langen Runs soll das Fett eine hohe Schmelztemperatur haben. LIQUI MOLY Bremsen-Anti-Quietsch-Paste ist salzwasserfest und temperaturbeständig bis 1200˚ C. Kleinste Verkaufseinheit 10 g für € 2,80.

Folgender Test sollte die Gebrauchsfähigkeit feststellen: vorhandenes Material 2 original DAIWA Bremsscheiben. Eine Scheibe kräftig mit LIQUI MOLY eingestrichen, 3 Minuten einwirken lassen und überschüssiges Fett abgewischt. Dann hochkonzentrierte Salzwasserlösung angerührt und beide Scheiben für 3 Tage darin versenkt. Dann auf Heizung getrocknet.

Ergebnis: die unbehandelte Scheibe zeigte leichte Salzablagerungseinschlüsse auf den beiden glatten Flächen, sehr starke Salzeinschlüsse an den Schnittkanten am äußeren und inneren Ring. Die behandelte Scheibe ohne jegliche Salzeinschlüsse und ohne sich fettig anzufühlen.

Erfahrungen mit Cal's Sheet Fett

Cal's Sheet Fett ist ein auf Teflon basierendes Spezialfett. Die Bremsen laufen sehr gleichmäßig und ruck frei an und ab. Ein anderer positiver Nebeneffekt ist, dass Salz wirkungsvoll aus dem CF Geflecht ferngehalten wird.

Kleber bergen immer das Risiko eine Überhöhung zu bilden, die dann ungleichmässige Erhitzung und Reduktion der Bremsfläche zur Folge hätte. Lieber nicht.

Alternative Bremssysteme und Mini V-Brakes

Bremssättel, die mittels Seilzug aktiviert werden gibt es in vielen Ausführungen - auch für Disc-Bremsen. Allerdings sind die meisten davon nicht mit deren hydraulischen Kollegen zu vergleichen, ungenauer Druckpunkt und wenig Bremsleistung ist meist eine Begleiterscheinung. An sich ist allerdings so ein System auch mit Vorteilen behaftet: keine lästigen Arbeiten mit Bremsflüssigkeit, einfaches nachjustieren des Pad-Abstands. Allerdings steht im Zentrum natürlich die Bremsleistung - muss funktionieren.

Beispielhaft für gute Bremswirkung wird immer gerne die TRP HY/RD Brems zitiert, auf alle Fälle ein gutes System. Allerdings im Vergleich zur 4 Kolben Bremse von Juin eher auf der schwachen Seite. Der Aufbau der Juin Bremse ist grundsätzlich ähnlich der HY/RD, allerdings ohne Öl-Reservoir und demnach ist der Bremssattel auch kleiner.

Das hat den Nachteil dass der Abstand der Pads von der Bremsscheibe nicht automatisch ausgeglichen wird, sondern man muss mit Hilfe einer kleinen Rändelschraube hin und wieder manuell nachjustieren. Ist allerdings nur ein Handgriff und sobald der Totgang des Bremshebels zu groß ist stellt man einfach nach. Wichtig für den exakten Druckpunkt des Systems ist der Einsatz von kompressionsfreien Zughüllen.

Die gibt es von verschiedenen Herstellern und sehen auch immer unterschiedlich aus. Meine Lieblingsfabrikat ist die Zughülle Elite Link von Jagwire. Das ist im Grunde genommen gar keine richtige Zughülle sondern besteht aus einem Teflon-Rohr und Aluminiumhülsen. Die Hülsen sind etwas über 5 mm lang und haben abgerundete Enden um so eine flexible Anordnung auf dem Teflon-Rohr zuzulassen. Dabei sind diese Hülsen natürlich komplett kompressionsfrei und funktionieren perfekt. Zusätzlich sind sie auch leichter als ein Stahl-Bowdenzug.

Bremspads und Materialien

Vielleicht die wichtigste oder zumindest entscheidende Komponente im Brems-Gesamtsystem ist aber wohl der Bremsbelag. Die Juin Bremssättel erlauben durch die 4 Kolben den Einsatz sehr großer Pads. Die Shimano D Type Bremspads sind eigentlich für MTB Bremsen gedacht aber eben auch im Juin System passend. Insgesamt spielt die Größe der Pads eine Rolle aber auch das Material, das den Kontakt zur Bremsscheibe herstellt.

Die black series Sinter 550 besteht aus einem semi-metallic compound und ist die günstigste Variante der Sinter Pads und nach ersten Fahrversuchen sehr überzeugend. Die Sinter Pads können hier ohne Probleme mithalten und sind aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung wert.

Erfahrungen mit Mini V-Brakes

Tests im eigentlichen Sinne habe ich nicht vorzuweisen, aber verschiedentliche Erfahrung mit V-Brakes an Rennbremshebeln. Ich fahre unterschiedliche Varianten an meinen Rädern und die für Dein Anliegen am ehesten vergleichbare ist die am Trenga-Crosser, dort Shimano 105er STI (2/10-fach) und Tektro (irgendwas) Mini-V-Brakes. Ich persönlich bin damit sehr zufrieden und empfinde die Bremsleistung als ausreichend und gut dosierbar. Einziger wirklich unbefriedigender Punkt ist das Ansprechen bei NASSEN Felgen.

Da passiert erst mal wenig bis gar nichts, bis der Wasserfilm verdrängt ist und die Gummis greifen. Dann aber bremst es auch wieder kräftig. Wichtig bei Mini V-Brakes sind m.M.n. eher STIs mit viel Seileinzugweg (z.B. die neueren Serien von Shimano) und stauchungsresistente Bremszughüllen.

Alternativen und Empfehlungen

  • Günstige Mini V-Brakes sind oft ausreichend.
  • Tektro RX3/RX5 sind beliebte Optionen.
  • TRP CX8.4 bietet hohe Bremsleistung.

Um einen guten Druckpunkt zu haben, wähle auf jeden Fall druckfeste Hüllen, die neben der Spiralkonstrunktion auch Längsdrähte haben. Die Jagwire Road Pro sind so aufgebaut, von TRP gibt es auch gute Zughüllen.

CorrosionX Produkte für die Wartung

Die folgenden CorrosionX Produkte können noch in diesem Jahr über den Fachhandel bezogen werden. Langwierige eigene Test an Ruten und Rollen wie auch die diverser Testangler bestätigen die hohe Qualität der Produkte, auch der Rollenpabst hat auch schon eine Lieferung bekommen. Derzeit wird produziert und warten nur noch auf die verschiedenen Etiketten um dann den weltweiten Fachhandel beliefern zu können.

Zukünftig werden die Öle in 30ml fest verschraubbare Tropfflaschen abgefüllt und die beiden Fette in 30g Schraubdosen. Können daher problemlos mit auf Reisen genommen werden. Alle Öle und Fette sind harmlos und können daher im Fluggepäck mitgenommen werden!

Die folgenden Artikel stehen dann zur Verfügung:

  • CorrosionX (standard)
  • ReelX
  • SpeedX
  • CorrosionX for Guns
  • CorrosionX RejeX
  • CorrosionX HD Soft
  • CorrosionX Grease

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