Die Shimano Deore XT Modelljahr 2014 (M780/M785) ist in den Farben Silber oder Schwarz erhältlich. Die Rapidfire Plus Schalthebel sind ergonomisch, ohne Ecken und Kanten, leicht zu bedienen und ermöglichen sehr schnelle Schaltvorgänge, wahlweise nur mit dem Daumen oder mit Daumen und Zeigefinger.
Funktion und Vorteile
Die neue XT-Gruppe ist ein Traum. Die Funktion, zwei Gänge auf einmal runterschalten zu können, wie früher nur bei der XTR, ist spitze und ein Vorteil gegenüber allen anderen Schaltungen.
Mit drei Schaltvorgängen kommt man vom zweitkleinsten auf das größte Ritzel (3 Gänge pro Schaltvorgang), das zurückschalten passiert ebenso blitzschnell und es können jeweils 2 Gänge nach unten geschaltet werden. Shimano-typisch ist, dass der Schaltvorgang jeweils bei Betätigung des Hebels passiert (instant release) und nicht erst, wenn der Hebel wieder losgelassen wird.
Bremsen
Die Bremsen packen gut zu, jedoch nicht übermäßig kräftig und schon gar nicht giftig. Sie waren aber mit den Stahlscheiben über den Test-Zeitraum standfest. Die Dosierbarkeit ist sehr gut über die Handkraft steuerbar.
Haltbarkeit und Optik
Zur Farbwahl: sofern die Möglichkeit besteht, zwischen der schwarz glänzend oder silbrigen Variante zu wählen, würde ich letztere vorziehen. Diese Variante wird zwar seit Jahren angeboten, gewährleistet aber auch nach vielen Einsatzstunden eine perfekte Optik. Bei der schwarz glänzenden Ausführung zeigten sich an meinem Bike bereits nach wenigen Ausfahrten deutliche Gebrauchsspuren.
Dyna-Sys Generation
Mit der Dyna-Sys Generation wurde bei Shimano das zehnfach Ritzel eingeführt, dieses lässt eine engere Gangabstufung zu. 3-fach-Variante der Kurbel ist vielseitiger als jene mit 2 Kettenblättern und hat eine Abstufung von 40-30-22, das Ritzelpaket hat eine Abstufung von 12-36 Zähne und bietet eine extrem breitbandige Abstufung für jeden Einsatzbereich am 29er Bike.
Um das Ketterschlagen zu minimieren, das sich nach meiner Erfahrung auch im "offenen" Modus durchaus auf akeptablem Niveau bewegt, kann man hinten am Umwerfer einen Schalter umlegen, der die Vorspannung der Feder erhöht und somit die Kette straff gespannt hält.
Fazit aus Praxiseinsatz
Der Praxiseinsatz zeigt, dass mit der XT die Schaltvorgänge unaufällig und unspektakulär vor sich gehen. Vor allem beeindruckt die Schnelligkeit und Leichtigkeit, mit der geschaltet werden kann. Für die Bedienung sind nur sehr geringe Hebelkräfte notwendig.
Die XT ist also weiterhin der Benchmark für alle Anbieter, an dem sie sich mit ihren Schaltungen orientieren müssen. Sogar die teurere XTR kann sich bei der Funktionalität kaum von der XT abheben, die Vorteile liegen hauptsächlich beim etwas geringeren Gewicht. Wenn man die neue XT einmal probiert hat, möchte man nie mehr weniger Schaltung haben.
Bewertung
Optisch, haptisch und technisch liegt die XT auf höchstem Niveau. Abgesehen vom Gewicht wird die XTR-Edelgruppe zu einem entbehrlichen Produkt.
Funktion: *****
Haltbarkeit: ****** (max. 6 Sterne)
Technische Daten
Gewicht: 3104 Gramm
Shimano Cues: Eine Alternative?
Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Mehr Material und ein Gang weniger sollen eine bessere Zuverlässigkeit bringen. Und: Auch Alltagsbiker ohne E profitieren von der größeren Langlebigkeit der neuen Ketten und Kassetten.
Die Cues gibt es gleich in einer ganzen Reihe von verschiedenen Ausführungen. Genau hinschauen lohnt sich! Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.
Gerade die teureren Versionen machen auch am E-Mountainbike eine gute Figur. Verbaut wird sie aktuell aber am meisten an Trekking- und Alltagsrädern. Die Kurbel ist nicht hohlgeschmiedet und schwer, die Hebel wirken lieblos und billig. Auf rauem Untergrund klappert die Kette deutlich. Anders als bei den günstigen Deore-Schaltungen verzichtet die günstige Cues nämlich auf die Geländeoptimierte Schaltwerksdämpfung Shadow Plus. Am (E-)Mountainbike würden wir die Cues 4000 daher nicht empfehlen.
Shimano Cues U6000 - Solide Mittelklasse
Optisch wie haptisch ist die Shimano Cues 6000 ein Upgrade. Gerade die etwas teurere Elffach-Variante bietet deutlich definiertere Gangwechsel, als die 4000er Cues. Mit zehn beziehungsweise elf Gängen lassen sich auch mit Einfach-Kurbel vorne relativ homogene Gangsprünge bei großer Bandbreite realisieren. Nur die teureren Varianten der Cues 6000 kommen ab Werk mit Shimanos Shadow-Technologie gegen Kettenklappern. Erkennbar ist das an dem kleinen On-Off-Hebel für die zusätzliche Dämpfung am Schaltwerk.
Shimano Cues 8000 - Seltene High-End-Option
Von der Wertigkeit und vom Schaltgefühl liegt die Cues 8000 sehr nah an der beliebten XT-Gruppe. Allerdings gilt das auch für den Preis. Die teure Cues wird daher nur sehr selten verbaut. Wie die günstigeren Cues-Schaltungen setzt auch die Cues 8000 auf die haltbaren Linkglide-Kassetten. Die Schaltgeschwindigkeit ist daher etwas gedrosselt.
Shimano GRX Gravelgruppe
Shimano kombiniert unter dem Label GRX bewährte Rennrad- und Mountainbike-Technologien zu spezifischen Gravelkomponenten. Erhältlich sind gleich mehrere Versionen: Die neue Shimano GRX kommt wahlweise als elektronische oder mechanische Ausführung, mit 1- oder 2-fach Kurbeln und 10- und 11-fach Schaltwerken. Die 2-fach GRX Kurbel kommt mit 48-31 Kettenblättern (11-fach) bzw. 46-30 Kettenblättern (10-fach). Das ist ein Unterschied von 17 (bzw. 16) Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern.
Um auch hinten an der Kassette möglichst viele Übersetzungen abzudecken, gibt es die elektronischen und mechanischen GRX-Schaltwerke in zwei Käfiglängen. Bis 34 Zähne gibt es ein Schaltwerk mit kurzem Käfig. Wer bis zu 42 Zähne auf dem größten Ritzel nutzen möchte, sollte das GRX Schaltwerk mit langem Käfig wählen.
Wie alle anderen Rennrad-Scheibenbremsen von Shimano werden diese per Flatmount-Standard montiert.
MTB-Schaltgruppen von Shimano und SRAM im Vergleich
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Gruppen und ihre Position in der Schaltungshierarchie der beiden Hersteller. Die Reihenfolge orientiert sich dabei von der hochwertigsten und auch teuersten Schaltung hin zu den preiswerteren Varianten.
| Shimano | SRAM |
|---|---|
| XTR | XX1 Eagle |
| XT | X01 Eagle |
| SLX | GX Eagle |
| Deore | NX Eagle |
| Alivio | NX |
| Acera | X0 |
Die Shimano Altus Schaltung ist eine preiswerte Einsteigergruppe. Auch hier umfasst das Repertoire bis zu 3x9 Gänge. Viele Funktionen aus der Oberklasse stehen zur Verfügung.
Die Shimano Saint ist eine Freeride- und Downhillgruppe auf XTR-Niveau. Sie ist für 1x10 Gänge ausgelegt. Die Gruppe ist mit einer Kettenführung ausgestattet, die ein Abspringen der Kette verhindert.
Mit der SRAM X1 begann SRAMs Erfolgsgeschichte im Bereich der 1-fach Schaltungen. Auch sie schaltet 1x11 Gänge und ist prädestiniert als Einsteigermodell.
Die SRAM NX Schaltung ist der günstigste Einstieg in die Welt der 1x11-fach Schaltungen von SRAM. Dennoch ist sie sehr robust und verfügt über eine ausreichende Übersetzungsbandbreite.
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