Sonnenschirm Motorrad Test: Ein umfassender Überblick

Der Klimawandel ist in aller Munde und macht leider weder vor Ihrer Balkontür noch dem Gartentor Halt. Sonnenschirme für Balkon, Terrasse und Garten schützen vor der hautschädigenden Sonneneinstrahlung, kommen aber nur sehr selten auf den Prüfstand.

Wie gut schneiden Sonnenschirme in Produkttests ab?

Einige der dort vorgestellten Produkte finden Sie heute nicht mehr auf dem Markt. So stammt der letzte große Vergleichstest der Stiftung Warentest bereits aus dem Jahr 2010. Die bekannten Hersteller und dortigen Testsieger Schneider oder Glatz hingegen halten und erweitern ihr Sortiment.

Die Ampelschirme Rhodos (Schneider) bzw. Sunwing C+ (Glatz) halten sowohl starkem Wind (ab Windstärke 6) stand, bieten tolle Verstellmöglichkeiten für eine optimale Schattenausbeute, bestehen die simulierte Nutzungsdauer von 2,5 Jahren unbeschadet und lassen sich gut bedienen. Mit Doppler hat auch bei den Marktschirmen ein Markenhersteller die Nase vorn.

Auch ein Sonnenschirm von Ikea - Modell Karlsö, das immer noch erhältlich ist - kann sich mit dem dritten Platz gut behaupten. Sonnenschirme aus dem Baumarkt hingegen schneiden in den Testkriterien am schlechtesten ab.

Welche Typen und Formen gibt es?

Sonnenschirme gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Beim klassischen Mittelmastschirm ist der Mast aus Holz oder Aluminium mittig unterhalb des Schirmdachs angebracht.

Dadurch ist dieser Typ besonders stabil und hält auch stärkeren Wind aus. Mittelmastschirme eignen sich gut für einen Tisch mit Öffnung in der Mitte, um den Sie einzelne Sitzelemente herumgruppieren können.

Auch die so genannten Marktschirme, die schnell auf- und abzubauen sind und ursprünglich für die Verwendung auf Märkten gedacht waren, haben den Mast in der Mitte. Heutzutage sind sie häufig auch im privaten Bereich zu finden.

Bei den Ampelschirmen, auch Freiarmschirme genannt, ist der Mast an der Seite. Dieser Typ bietet zwar nicht ganz so viel Stabilität wie ein Mittelmastschirm, dafür aber eine deutlich größere nutzbare Schattenfläche und mehr Raum für Sitzgruppen oder Gartenlounges, weil der Mast weniger stört.

Auch im Hinblick auf die Form sollten Sie den geplanten Einsatzbereich im Fokus behalten. Weit verbreitet und in verschiedenen Größen und Preisklassen erhältlich ist der runde Sonnenschirm. Er passt gut auf kleinere Balkone, Terrassen und Gärten.

Rechteckige oder auch quadratische Schirme gibt es zumeist in ausladenderen Formaten. Sie eignen sich daher am besten für größere Flächen. Das Modell Venedig von Schneider schützt nicht nur vor Sonne; Sie können es mit seinem dunklen Anthrazit auch als Gestaltungselement in Ihrem Garten einsetzen.

Bei der Farbgebung hingegen können Sie ganz nach Geschmack entscheiden. Zwar bieten dunklere Farben in der Regel einen höheren UV-Schutz, da weniger Licht durch den Stoff dringt. Aber auch helle Farben schirmen die schädliche Strahlung zuverlässig ab.

So sind weiße Sonnenschirme in Gartenrestaurants auch deshalb beliebt, weil sie manch einen mit ihrer Helligkeit an das Licht und die Wärme im Urlaub erinnern. Suchen Sie jedoch einen Schirm passend zu Ihrer hellgrauen oder beigen Fassade, können Sie auch zu einer anthrazitfarbenen Bespannung oder Stoffen in Erdtönen greifen.

Apfelgrün, Zitronengelb oder bunte Streifen wiederum sorgen für fröhliche farbige Akzente in Ihrer Schattenoase.

Welche Eigenschaften soll ein geeigneter Sonnenschirm haben?

Den besten Sonnenschutz und die größte Ausbeute an Schatten erhalten Sie mit einem verstellbaren Schirm, der sich drehen und in verschiedenen Winkeln neigen lässt. Sie können ihn an fast jeden Sonnenstand anpassen und sich so auch vor der seitlichen Sonneneinstrahlung schützen.

Weitere Kriterien sind sowohl die Dichte und damit auch die Reißfestigkeit und Lichtdurchlässigkeit des Stoffes sowie seine Verarbeitung und die Lichtechtheit. Bespannungen aus Polyester sind robust, UV-beständig und bleichen kaum aus. Darüber hinaus ist das Material wasser- und schmutzabweisend.

Dagegen wirken natürliche Stoffe wie Leinen und Baumwolle zwar oft hochwertiger, sind aber nicht so pflegeleicht wie das synthetische Material. Die Qualität des Stoffes schlägt sich dann auch im Preis nieder.

Gerade bei großen Sonnenschirmen spielt der Öffnungsmechanismus eine wichtige Rolle. Wird Ihnen bei einem kleinen Modell der Knopfdruck genügen, um den Schirm ähnlich wie bei einem Regenschirm durch Hochdrücken und Einrasten des Strebenkranzes zu öffnen, verfügen größere Ausführungen zumeist über Seilzug- oder Kurbelsysteme.

Mit dieser Ausstattung ist selbst ein schwerer Schirm ohne großen Kraftaufwand aufzuspannen. Noch nicht so weit verbreitet, aber ausgesprochen bequem zu öffnen, zeigen sich Sonnenschirme mit einem elektrischen Mechanismus, der sich beispielsweise über eine Fernbedienung steuern lässt.

Was hat es mit dem UPF-Faktor auf sich?

Vorsicht beim Sonnenschutz: Die bloße Verschattung ist kein Garant für den gewünschten Schutz! Nicht alle Schattenspender halten die unsichtbaren und schädigenden UV-Strahlen in hohem Maße zurück.

Aus diesem Grund geben die Hersteller bei ihren Sonnenschutzprodukten den sogenannten UPF (Ultraviolet Protection Factor) als Richtwert an. So gelten ein UPF 15 bis 24 als mittlerer Schutz, ein UPF 25 bis 50 als hoher Schutz und der UPF 50+ und höher als ausgezeichneter Schutz. Inzwischen gibt es auch Sonnenschirme mit Werten weit darüber hinaus.

Übrigens liegen dem UPF zwei verschiedene Messmethoden zugrunde, die Sie nicht direkt miteinander vergleichen können. Der in unseren Gefilden geläufigere Wert der beiden ist der UV Standard 801.

Er bezieht die Alterung und die Abnutzung des Stoffes sowie Witterungseinflüsse mit ein und bemisst sich am empfindlichsten Hauttyp (Typ 1) und der maximalen Strahlungsintensität mit dem Sonnenspektrum von Melbourne/Australien am 1. Januar.

Der AS/NZS 4399:1996 (australisch-neuseeländischer Standard) wird am neuen, ungedehnten und trockenen Textil gemessen und ebenfalls anhand des Sonnenspektrums von Melbourne/Australien am 1. Januar ermittelt.

Da diese Messmethode jedoch die Beanspruchung des betreffenden Textils nicht berücksichtigt, ist der Wert nicht so aussagekräftig wie beim UV Standard 801.

Wie finde ich den richtigen Sonnenschirmständer?

Nicht alle Sonnenschirme können Sie im Set mit einem Sonnenschirmständer erwerben. Damit Ihr Schirm nicht vom nächsten Windstoß umgepustet wird, sollten Sie einen Fuß kaufen, der auch zur Größe Ihres Sonnenschirms passt.

Denn je schwerer der Schirm, desto stabiler sollte auch der Ständer sein. So eignen sich für kleinere Schirme günstige Kunststoffständer, die Sie mit Wasser oder Sand beschweren können. Sie sind in der Regel leichter als ihre Kollegen aus Stein, Beton oder die Metallgestelle mit Betonplatten, sehen aber meistens nicht so schön aus und verwittern schnell.

Die Schwergewichte hingegen garantieren einen sicheren Stand und sind lange haltbar. Manch ein Modell verfügt sogar über integrierte Rollen, damit Sie den Sonnenschirm bei Bedarf einfach umstellen können.

Ein Ratschlag zum Schluss: Klappen Sie Ihren Schirm bei starkem Wind am besten ein.

Sonnenschirme: Stabil, einfach zu bedienen und langlebig sollte ein Sonnenschirm sein. Die zwei ‚Mangelhaften‘ bieten das nicht.

Sonnenschutzsysteme für Autos

Für angenehme Temperaturen auf der Rückbank sorgen nachrüstbare Sonnenschutzsysteme. Doch welches schützt am besten?

Zwar helfen getönte Scheiben oder integrierte Sonnenrollos, doch nicht jedes Auto ist damit ausgestattet - und oft reicht der Schutz nicht aus. Hier kommen nachrüstbare Sonnenschutzsysteme ins Spiel: Ob Magnetvorhänge, Türüberzüge oder klassische Saugnapfblenden - die Auswahl ist groß, aber nicht jedes Produkt überzeugt.

AUTO BILD hat verschiedene Systeme getestet und zeigt, welche wirklich für Schatten und Entlastung sorgen.

Testsieger des AUTO BILD Auto-Sonnenschutz-Tests (2024): Munchkin Sun Safety 2 Rollers

Gleich im Doppelpack werden die Sun Safety 2 Rollers von Munchkin ausgeliefert. Die Funktionsweise ist dabei wie ein Rollo im Haushalt: Oben werden sie über die Scheibe gehakt, der Sonnenschutzmesh wird herausgezogen und dann per Saugnapf an der Scheibe befestigt.

Die Rollos sind hochwertig verarbeitet und schützen - obwohl sie nicht blickdicht sind - gut vor Sonneneinstrahlung. Praktisch: Wird kein Sonnenschutz benötigt, wird das Rollo einfach per Knopfdruck aufgerollt und muss nicht demontiert werden.

Noch dazu haben die Sun Safety 2 Rollers keinen unangenehmen Eigengeruch und sind sehr reißfest und stabil gebaut. Mit der Note 1,6 (gut) wird er unser Testsieger.

Preis-Leistungs-Sieger (2024): Akapola Car Side Window Sunshade

Der Akapola Car Side Window Sunshade ist ein klassischer Überzug: Um den Sonnenschutz am Auto zu befestigen, wird er einfach über die offene Tür gezogen. Dadurch ist der vor Sonne schützende Mesh-Stoff doppellagig vorhanden - einmal im Auto, einmal außerhalb des Autos.

Um den Sonnenschutz zu montieren, der schon beim Überziehen den Drang hat, wieder hochzurutschen, ist er mit Klettstreifen versehen, dessen Gegenstücke am Auto montiert werden - eine Fummelarbeit, bis man die richtige Stelle gefunden hat.

Die Qualität zeigt an manchen Ecken leichte Schwächen, doch die UV-Durchlässigkeit ist gut - und auch unseren Testfahrten hält der Sonnenschutz stand. Mit der Note 1,7 (gut) und dem recht niedrigen Preis von 13,99 Euro wird der Akapola Car Side Window Sunshade unser Preis-Leistung-Sieger.

Durchgeführt haben wir den Test dafür in einem abgedunkelten Raum. Als Referenz-Produkt haben wir übrigens das am Testwagen werksseitig verbaute Sonnenschutzrollo getestet.

8 Integralhelme mit Sonnenblende im Test

Statt Sonnenbrillen sind jetzt integrierte Sonnenblenden angesagt. ­Zumindest bei Integralhelmen für Motorradfahrer.

Wer jemals auf einer übermütigen, womöglich sogar sonnigen Alpen-Motorradtour mit aufgesetzter Sonnenbrille und mächtig viel Karacho in einen unbeleuchteten, ziemlich überraschend als Kurve angelegten und mit nassem Belag versehenen Tunnel gestochen ist, weiß genau, dass es sehr wohl zu dunkel für eine Sonnenbrille sein kann.

Aber es muss erst gar nicht der fiese Alpentunnel sein. Sich ständig ändernde Lichtverhältnisse kann auch schon die erste Frühjahrsausfahrt mit Aprilwetter bringen. Da ist es dann schon recht praktisch, mit einem kurzen Griff der linken Hand für Verdunkelung oder Hellseherei zu sorgen - die in den Helm integrierte Sonnenblende macht’s möglich.

Breite Masse kauft Motorradhelme mit Sonnenblende

Und der riesige Markterfolg gibt dieser Entwicklung recht. Nach Einschätzung von Marktexperten dürfte mittlerweile weit mehr als die Hälfte aller neu verkauften Integralhelme mit besagtem Sonnenschutz bestückt sein.

Integralhelme ohne Sonnenblende lassen sich praktisch nur noch an Sportfahrer verkaufen, die für den Renneinsatz ein ge­töntes Visier montieren. Oder aber im ab­soluten Niedrigpreissegment, in dem es auf jeden Euro ankommt.

Grund genug, im diesjährigen MOTORRAD-Helmtest genau dieser Spezies auf den Kunststoff zu fühlen. Auf eine Preisklammer verzichtete MOTORRAD in der an 23 Anbieter verschickten Helmtest-Einladung ganz bewusst, um klären zu können, ob der Verkaufspreis tatsächlich direkt etwas mit der Qualität zu tun hat. Die Antwort kann vorweggenommen werden: jein.

So kamen acht Modelle zusammen. Keine berauschende Zahl, aber doch eine recht ordentliche Bandbreite, die aufzeigt, was momentan für knapp 150 bis über 600 Euro zu bekommen ist. Neben altbekannten Modellen wie dem Schuberth S2 und dem Held Brave gingen auch Neuheiten wie der HJC RPHA ST ins Rennen.

Gute Ergebnisse beim 7,5-m/s-Versuch

Lagen bei der Premiere des verschärften MOTORRAD-Helmtests vor vier Jahren noch viele Modelle beim 7,5-m/s-Versuch auf der rechten Helmseite bei der Beschleunigung deutlich über 200 g (der ECE-Grenzwert liegt bei 275 g), so gab es diesmal - von ­einem kleinen Ausreißer abgesehen - nur Werte unter 200 g.

Der für die Punktever­gabe relevante HIC-Wert, für den ­MOTORRAD vor vier Jahren den damals noch etwas utopischen Wunsch­wert 1000 ansetzte, rückte diesmal in greifbare Nähe - HJC und Airoh fehlt nicht mehr viel zum Ideal.

Unterm Strich machten alle getesteten Helme einen guten bis sehr guten Labor-Job, die Spreizung bei der Punktevergabe hielt sich mit maximal 20 und minimal 17 daher in recht engen Grenzen und beweist, dass Schlagdämpfung nichts mit dem Verkaufspreis zu tun haben muss.

Über Sieg oder Niederlage musste also der Praxistest entscheiden. Und dabei wurde schnell klar, dass der Preis durchaus eine Rolle spielt.

Zum Beispiel bei der Ausstattung, denn ein serienmäßiges Pinlock-Visier, das als „Doppelscheibe“ das Beschlagen zuverlässig verhindert, lässt sich bei ­einem Helmpreis von unter 150 Euro nur schwerlich realisieren.

Immerhin sind die Visiere der beiden Discount-Angebote von Caberg und Held mit einer Pinlock-Vorbereitung bestückt und lassen sich für jeweils rund 30 Euro recht einfach nachrüsten.

Unabhängig vom Preis haben sich mittlerweile ein paar Ausstattungsfeatures durchgesetzt, die vor 10, 15 Jahren nur höherpreisigen Helmen vorbehalten waren. So wird aufmerksamen Lesern nicht entgangen sein, dass der Ausstattungspunkt „herausnehmbares und waschbares Futter“ nicht mehr explizit erwähnt wird, denn das gehört mittlerweile ganz selbstverständlich dazu.

„fummelig zu bedienen“ und „praktisch ohne Funktion“

Konnte man vor ein paar Jahren noch viele Zeilen über fingernagelmordende Visierwechsel-Dramen verlieren, so hat sich auch dieses Thema praktisch erledigt. Bei fast allen Helmen klappt das blitzschnell und kinderleicht.

Die zarte Kritik am Rocc-Visierwechsel ist Klagen auf hohem Niveau und im Wesent­lichen der Tatsache geschuldet, dass es für den 550 Full Carbon keine modellspezi­fische Bedienungsanleitung gibt und man sich selbst in das Scheibenwechsel-Thema einfuchsen muss.

An anderer Stelle haben einige Helmhersteller in den letzten Jahren allerdings nichts oder nur sehr wenig dazugelernt. Welcher Teufel den Gestalter des Shark-Visiers­ geritten hat, als es um die Form des Visieröffners ging, bleibt ein Rätsel.

Fakt ist nur, dass das besagte Teil wegen Nicht­bedienbarkeit ein echtes Ärgernis ist und als glatte Fehlkonstruktion durchgeht. Ei­nige für Belüftungsschieber und -klappen verantwortliche Ingenieure müssten eigentlich auch vor Scham im Boden versinken, denn die tödliche Kombination „fummelig zu bedienen“ und „praktisch ohne Funktion“ ist gar nicht mal so selten anzutreffen.

HJC RPHA ST ist Testsieg­er

Wer die Endwertungstabelle etwas ge­nauer liest, wird sehr schnell sehen, wo die einzelnen Modelle ihre Stärken und Schwächen haben. Und daher ist es auch beim MOTORRAD-Helmtest wie im richtigen Leben: Wer keine echten Schwächen hat und immer schön Punkte sammelt, spielt am Ende ganz vorn mit.

Das tut in diesem Jahr der HJC RPHA ST, der eine tolle HJC-Testsieg­serie fortsetzt und eindrucksvoll beweist, dass der weltgrößte Motorradhelm-Her­stel­ler nicht nur günstig, sondern auch richtig gut kann.

Die eigentliche Überraschung ­liefert aber Airoh, eine italienische Helmmarke, die die MOTORRAD-Tester bislang immer im soliden, aber nicht wirklich berauschenden Mittelfeld verortet hatten. Respekt, der Airoh Movement ist eine ganze Klasse besser.

Einzelne Modelle im Test

Airoh Movement

Plus: Leichtes Auf- und Absetzen; gute Passform, knackiger Sitz, angenehmes Futter; gute Aero­dynamik; sehr gute Oberkopfbelüftung, gute Kinnteilbelüftung; praxisgerechte und klar definierte Visierrastung, sehr einfacher Visierwechsel; Sonnenblendenbedienung unkonventionell (Taste und Hebel), mit etwas Gewöhnung aber sehr praktisch; sehr gute Schlagdämpfungswerte.

Minus: Sonnenblende verzerrt optisch etwas im mittleren Bereich und kann bei größeren Brillengestellen zu eng anliegen (ansonsten gute Brillentauglichkeit); relativ hohes Geräuschniveau; Kinnbelüftungsschieber etwas fummelig zu bedienen.

Fazit: Der Airoh ist die eigentliche Überraschung dieses Tests und bietet für relativ wenig Geld ganz viel Helm.

Caberg VOX

Plus: Leichtes Aufsetzen; komfortables Futter; ­gute Aerodynamik; klar definierte Visierrastung, praxisgerechte Belüftungsstellung, sehr einfacher Visierwechsel; relativ niedriges Geräuschniveau; sehr einfache Sonnenblendenbedienung, sehr große Abdeckung; gute Brillentauglichkeit; Preis.

Minus: Etwas mühsames Absetzen; unbefriedigende Passform, umschließt den Kopf nicht richtig; Kinnriemen sitzt sehr weit hinten und kann ggf. auf Kehlkopf drücken, Kinnriemenpolster zu kurz; Sichtfeld etwas eingeschränkt; Belüftungsschieber fummelig zu bedienen (besonders am Kinnteil), Oberkopf- und Kinnteilbelüftung kaum spürbar.

Fazit: Die Passform kann das Problem sein: drei (sehr unterschiedliche) Testfahrer-Köpfe, dreimal Klagen.

Held Brave

Plus: Relativ leichtes Auf- und Absetzen; befriedigende Passform, angenehmes Futter; aus­reichend gute Visierrastung, praxisgerechte Belüftungsstellung; noch relativ einfacher ­Visierwechsel; relativ einfache Sonnenblendenbedienung, sehr große Abdeckung; gute Brillentauglichkeit; Preis.

Minus: Belüftungsschieber zwar einfach zu bedienen, aber praktisch wirkungslos, Dauerzug auf unterer Gesichtshälfte; recht hohes Geräuschniveau; leichte Aerodynamik-Schwächen bei höherem Tempo (Seitenblick bei über 130 km/h); Verarbeitung zum Teil etwas rustikal, Bedienelemente z. T. etwas hakig.

Fazit: Sehr dick gepolstert, plüschig und recht komfortabel - der günstige Brave tritt etwas oldstylemäßig an, was kein Nachteil sein muss.

Rocc 550 Full Carbon

Plus: Einfaches Auf- und Absetzen; ordentliche Passform, knackiger Sitz, extrem leichtes Tragegefühl; gute Aerodynamik; sehr großes Sichtfeld, Visier auch ohne Pinlock weitgehend beschlagfrei; befriedigende Brillentauglichkeit; gute Schlagdämpfungswerte.

Minus: Kinnriemenpolster am Riemen nicht ausreichend fixiert; Futter etwas kratzig; Belüftungsschieber zwar relativ einfach zu bedienen, aber praktisch wirkungslos, leichter Dauerzug auf unterer Gesichtshälfte; Visierrastung etwas grob (nur vierfach), Belüftungsstellung zu weit, Visierwechsel etwas fummelig; recht hohes Geräuschniveau; Sonnenblendenbedienung eher unpraktisch.

Fazit: Das sehr geringe Gewicht ist die ganz große Stärke des Rocc.

Schuberth S2 Plus

Plus: Einfaches Auf- und Absetzen; sehr gute Passform, knackiger Sitz, angenehmes Futter; niedriges Geräusch­niveau; sehr gute Oberkopfbelüftung, gute Kinnteilbelüftung, leicht zu bedienende Schieber; praxisgerechte und klar definierte Visierrastung, gute Visierverriegelung, sehr einfacher Visierwechsel; sehr einfache Sonnenblendenbedienung; gute Brillentauglichkeit; tadellose Verarbeitung.

Minus: Kinnriemen zu weit hinten, drückt ggf. auf Kehlkopf; leichte Aerodynamikschwäche (Seitenblick über 130 km/h); Preis.

Fazit: Überzeugende Passform, üppi­ge Ausstattung, hervorragende Bedienung, top Verar­beitung - der S2 ist ein echter Schuberth.

Shark SPEED-R Plus

Plus: Einfaches Aufsetzen; gute Passform, knackiger, trotzdem komfortabler Sitz; sehr gute Kinnriemen-Positionierung; relativ niedriges Geräusch­niveau; befriedigende bis gute Oberkopf- und Kinnteilbelüftung, leicht zu bedienende Schieber; sehr einfacher Visierwechsel; einfache Sonnenblendenbedienung; gute Brillentauglichkeit; Verarbeitung.

Minus: Enger Ausstieg; schwer und kopflastig; fehlende Visierrastung, Visierbedienung und -verriegelung sehr mühsam, Bedienungs­lasche ist fast nicht zu greifen; Sichtfeld nach unten eingeschränkt; Beschlagneigung.

Fazit: Ordentliche Passform, solide Verarbeitung - der Shark hat seine Stärken. Aber ein paar Details nerven gewaltig. Besonders die Visierbedienung ist völlig inakzeptabel.

X-Lite X-702GT

Plus: Einfaches Auf- und Absetzen; gute bis sehr gute Passform, knackiger Sitz, sehr angenehmes Futter; gute Aerodynamik; niedriges Geräusch­niveau; gute Oberkopf- und Kinnteilbelüftung; klar definierte Visierrastung, sehr einfacher Visierwechsel; gute Brillentauglichkeit; Verarbeitung (Ausnahme: ­Visierverriegelung); gute Schlagdämpfung.

Minus: Visierverriegelung ohne Funktion; Belüftungsstellung etwas umständlich einzustellen; Belüftungsschieber und -kla...

Zusammenfassung der Testergebnisse

Hier ist eine Tabelle, die die Ergebnisse der getesteten Integralhelme mit Sonnenblende zusammenfasst:

Helm Pluspunkte Minuspunkte Fazit
Airoh Movement Leicht, gute Passform, sehr gute Belüftung, einfache Bedienung der Sonnenblende, sehr gute Schlagdämpfungswerte Relativ hohes Geräuschniveau, fummelige Kinnbelüftungsschieber Überraschend gut, viel Helm für wenig Geld
Caberg VOX Leichtes Aufsetzen, komfortables Futter, gute Aerodynamik, einfache Sonnenblendenbedienung, guter Preis Mühsames Absetzen, unbefriedigende Passform, eingeschränktes Sichtfeld, kaum spürbare Belüftung Die Passform kann problematisch sein
Held Brave Relativ leicht, befriedigende Passform, gute Visierrastung, einfache Sonnenblendenbedienung, guter Preis Wirkungslose Belüftung, hohes Geräuschniveau, leichte Aerodynamik-Schwächen, rustikale Verarbeitung Komfortabel, aber etwas oldstylemäßig
Rocc 550 Full Carbon Einfaches Auf- und Absetzen, extrem leicht, gute Aerodynamik, großes Sichtfeld, gute Schlagdämpfungswerte Kratziges Futter, wirkungslose Belüftung, fummeliger Visierwechsel, hohes Geräuschniveau Das geringe Gewicht ist die Stärke
Schuberth S2 Plus Einfaches Auf- und Absetzen, sehr gute Passform, niedriges Geräuschniveau, sehr gute Belüftung, tadellose Verarbeitung Kinnriemen drückt ggf. auf Kehlkopf, leichte Aerodynamikschwäche, hoher Preis Ein echter Schuberth mit überzeugender Passform und üppiger Ausstattung
Shark SPEED-R Plus Einfaches Aufsetzen, gute Passform, niedrigeres Geräuschniveau, einfache Sonnenblendenbedienung, gute Verarbeitung Enger Ausstieg, schwer und kopflastig, fehlende Visierrastung, mühsame Visierbedienung, eingeschränktes Sichtfeld Ordentliche Passform, aber einige nervige Details
X-Lite X-702GT Einfaches Auf- und Absetzen, gute bis sehr gute Passform, angenehmes Futter, gute Aerodynamik, niedriges Geräuschniveau, gute Schlagdämpfung Visierverriegelung ohne Funktion, umständliche Belüftungsstellung

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