Spezialisierte Rennradhelme im Test: Sicherheit, Komfort und Aerodynamik

Obwohl das Gesetz keine Helmpflicht für Radfahrer vorsieht, solltest du deinen Kopf beim Rennradfahren mit einem speziellen Rennradhelm schützen. Wenn du mit hoher Geschwindigkeit auf deinem Rennrad unterwegs bist, kann dich nur ein Rennradhelm vor schweren Kopfverletzungen schützen. Daher fordern viele Unfallchirurgen eine Helmpflicht. Ein Rennradhelm bietet nicht nur bei einer Kollision mit einem Auto, Motorrad oder anderen Fahrrad Schutz, sondern auch, wenn ein Reifen platzt oder du die Kontrolle über dein Rennrad verlierst. Aktuelle Tests zeigen, dass die Sicherheitseigenschaften der Helme in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt wurden. Neben innovativen Technologien kommen leichtere und gleichzeitig robuste Materialien zum Einsatz. Die Ausstattungsmerkmale sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und somit ist ein Vergleich lohnenswert. Zur Wahl stehen Rennradhelme für Kinder, Jugendliche, Frauen und Herren - bei vielen Herstellern gibt es aber auch Unisex-Helme, die von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden können.

Die wichtigsten Kennzeichen eines Rennradhelms

Rennradhelme stellen die ideale Kombination aus Sicherheit und Komfort dar. Die feste Schale ist meist atmungsaktiv gestaltet und sie weist ein geringes Eigengewicht auf. Mittlerweile sind auch Fahrradhelme mit integriertem Visier am Markt und auch für Brillenträger wurden spezielle Rennradhelme entwickelt.

Marktführende Hersteller für Rennradhelme

Zu den beliebtesten Labels zählen die international bekannten Hersteller Giro und Bell. Ebenso sind Rennradhelme aus dem Hause Aero, Uvex und Camino empfehlenswert. Aktuelle Tests zeigen, dass auch Helme von Casco und Abus sehr gute und gute Beurteilungen erzielen konnten.

Kaufberatung für den Rennrad-Fahrradhelm

Damit du einen individuell für Dich passenden Rennradhelm auswählst, solltest du die folgenden Kauftipps beherzigen. Wir bieten dir umfassende Informationen, die es bei der Auswahl eines Rennradhelms zu beachten gilt und wir zeigen dir die wichtigsten Testkriterien für deine Auswahl auf. Entweder du entscheidest dich für einen In-Mould Helm oder für einen Double In-Mould Kopfschutz. In-Mould Helme zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein geringes Eigengewicht aufweisen und sicher sind.

Tragekomfort und Passform

Der Tragekomfort ist ein wesentliches Entscheidungsmerkmal, da dein Helm selbst bei längeren Ausfahrten mehrere Stunden lang bequem auf deinem Kopf sitzen sollte. Informationen in punkto Tragekomfort liefern Dir aktuelle Tests und Kundenrezensionen, aber auch anhand der Bauweise lässt sich auf den Komfort schließen. So lassen sich gute Helme besonders gut auf die persönliche Kopfform einstellen.

Atmungsaktivität

Nicht alle Rennradhelme weisen dasselbe Maß an Atmungsaktivität auf. Vergleiche unterschiedliche Modelle, lies dir Testberichte durch und informiere dich über Erfahrungsberichte. Ein atmungsaktiver Rennradhelm ist empfehlenswert, damit du auf dem Kopf nicht zu stark schwitzt. Achte darauf, dass die infrage kommenden Modelle ausreichend Belüftungsschlitze aufweisen!Besonders gute Rennradhelme haben aber nicht nur einfache Belüftungsöffnungen, sondern haben ein komplettes Belüftungskonzept, durch das der Fahrtwind genutzt wird, um den Kopf auch während intensiver Belastungen kühl und trocken zu halten, in dem die Luft optimal durch den Helm geleitet wird.

Aerodynamik

Bei der Wahl deines Rennradhelmes solltest du der Aerodynamik große Beachtung schenken, wenn Du bei Fahrradrennen oder generell eher sportlich unterwegs bist. Besonders aerodynamische Modelle erkennst du daran, dass der Helm hinten schmal zusammenläuft. Dank der speziellen Bauweise kann der Fahrtwind ungestört an deinem Kopf vorbeiströmen. Mit einem aerodynamischen Helm minimiert sich der Luftwiderstand und folglich kannst du schneller vorwärtskommen. Allerdings sind solche Zeitfahrhelme nicht wirklich für den Alltag geeignet und man sollte auch über entsprechende fahrerische Leistungen verfügen, bevor man zu einem solchen Spezialhelm greift.

Visier

Besonders praktisch erweist sich ein Rennradhelm mit Sonnenvisier. Modelle mit Visier sind für auch für Brillenträger besonders empfehlenswert, da man unter dem Sonnenvisir einfach die normale Brille tragen kann und sich die Anschaffung einer Sportbrille mit Sehstärke erspart. Ein weiterer Pluspunkt des Visiers ist, dass es deinen Augen einen ausgezeichneten Schutz vor der Sonne bietet. Auch wenn du nicht auf deine Sonnenbrille verzichten möchtest, solltest du zu einem Rennradhelm mit Visier greifen.

Material

In puncto Material weisen Rennradhelme gravierende Unterschiede auf.

Insektenschutz

Um zu verhindern, dass sich Insekten unter deinem Rennradhelm in deinen Haaren verfangen, solltest du einen Helm mit Insektenschutz auswählen. Nicht jedes Fabrikat wartet mit einer Schutzvorrichtung auf, die Insekten abhält und somit ist ein Vergleich unterschiedlicher Modelle anzuraten. So manches Modell ist sogar mit einem Insektennetz ausgestattet, damit die kleinen Tierchen nicht in deinen Haaren hängen bleiben.

Gewicht

In Bezug auf das Eigengewicht unterschieden sich die einzelnen Rennradhelme maßgeblich. Während wahre Leichtgewichte knapp mehr als 200 Gramm aufweisen, wiegen andere Fabrikate fast doppelt so viel.

Beleuchtung

Damit du auf der Straße bei schlechtem Wetter, im Winter oder nach Einbruch der Dunkelheit nicht übersehen wirst, empfiehlt sich ein Rennradhelm mit Beleuchtung. Allerdings sind bei einigen Modellen die integrierten Beleuchtungssysteme nicht wiederaufladbar.

Größe des Rennradhelms

Ein weiteres entscheidendes Kaufkriterium stellt die Größe des Helms dar. Stelle am besten einen persönlichen Vergleich an, da sich die Größen von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Die klassischen Größen sind meist mit S, M, L etc.

Kinnschutz

Ein Rennradhelm sollte einen Kinnschutz aufweisen, welchen du einfach und schnell einstellen kannst.

Gurt

Der Befestigungsgurt sollte verstellbar sein, damit du diesen individuell regulieren und somit optimal einstellen kannst.

Einstellungsmöglichkeiten

Ein wichtiges Kriterium ist hierbei, dass das Verstellen der Gurte unkompliziert möglich ist.

Dämpfungseigenschaften

Wenn du gerne mit hohem Speed unterwegs bist, solltest du einen hohen Anspruch an die Dämpfungseigenschaften stellen. Je mehr Stöße der Rennradhelm abfedern kann, desto besser.

Preis

Wenn du auf Sicherheit Wert legst, solltest du nicht beim Preis des Helmes sparen. Ein Rennradhelm schützt deinen Kopf und kann dir eventuell das Leben retten. Rennradhelme werden in allen Preisklassen angeboten. Die Preisspanne beginnt bei etwa 20 Euro und reicht bis zu mehreren Hundert Euro. Der Preis für einen Rennradhelm kann je nach Marke, Modell und Funktionen stark variieren. Einige Einsteigermodelle sind bereits für etwa 50 Euro erhältlich, während High-End-Modelle mehrere hundert Euro kosten können.

Wann solltest du deinen Fahrradhelm auswechseln?

Nach einem Sturz auf den Kopf solltest du deinen Rennradhelm unbedingt gegen einen neuen austauschen! Nicht immer sind die kleinen Risse mit freiem Auge erkennbar, welche die Sicherheit reduzieren!Generell solltest du deinen Helm nach einiger Zeit auswechseln, selbst dann, wenn dein Helm nie auf den Boden gefallen ist und du nie in einen Unfall mit deinem Rennrad verwickelt warst. Eine starke Sonneneinstrahlung kann sich negativ auf das Material auswirken, da die kleinen Kügelchen aus Styropor, die sich unter der Schale befinden, in Mitleidenschaft gezogen werden.Die EU-Richtlinie besagt, dass alle Hersteller von Rennradhelmen verpflichtet sind, eine Lebensdauer von drei Jahren anzugeben.

Farbe und Design

In punkto Sicherheit ist auch die Farbe deines Rennradhelms ausschlaggebend. Wenn du dich für einen Kopfschutz in knalligen und hellen Farben entscheidest, wirst du nicht so leicht übersehen. Wichtig ist jedoch, dass der Helm mit Reflektoren versehen ist.Die Farbe des Rennradhelms hat keinerlei Auswirkungen auf die Hitzeentwicklung unter dem Helm, da die eingearbeiteten Lüftungsschlitze die warme Luft wieder nach außen leiten.Die Auswahl an unterschiedlichen Designs ist groß und somit findest du mit Sicherheit einen Rennradhelm, der dich optisch überzeugt.

Richtige Größe des Rennradhelms

Der Umfang deines Kopfes stellt den ersten Richtwert dar. Fast alle Anbieter warten mit einer Größentabelle zum gemessenen Umfang des Kopfes auf. Ebenso wie Schuhe passt nicht jeder Helm zu jedem Kopfumfang, da auch die Kopfform entscheidend ist. Wichtig ist, dass der Helm einen perfekten Sitz aufweist, nicht verrutscht und keine Druckstellen verursacht.

Passform

Die Passform ist für ein Maximum an Sicherheit und Tragekomfort essenziell! Sobald du den Verschluss angepasst hast, sollte der Rennradhelm keinesfalls wackeln. Drücke von der Stirnseite leicht diagonal gegen deinen Helm nach oben, um zu prüfen, ob dein Kopfschutz richtig sitzt.

Gerader Sitz

Dein Rennradhelm sollte waagerecht sitzen. Ziehe deinen Kopfschutz nicht allzu weit in deine Stirn und achte darauf, dass der Helm nicht schräg sitzt.

Sitz der Riemen

Die Riemen laufen unter dem rechten und linken Ohr zusammen. Achte darauf, dass die Gurte leicht gespannt sind. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei, dass das Verstellen der Gurte unkompliziert möglich ist.

Gibt es eine Helmpflicht für Rennradfahrer?

Bislang gibt es in Deutschland keinerlei Helmpflicht. Ausgenommen sind Rennveranstaltungen, bei welchen der Veranstalter auf die Helmpflicht hinweist.

Rennradhelm-Modelle im Test

Hier werden einige im Test befindliche Rennradhelme vorgestellt:* **Julbo Fast Lane:** Bietet eine ausgezeichnete Belüftung, ein geringes Gewicht und einen Fidlock-Magnetverschluss. Er ist auch für Pferdeschwanz-Trägerinnen geeignet und in verschiedenen Farben erhältlich.* **Scott Cadence Plus:** Überzeugt durch geringen Luftwiderstand und eine gute Passform, auch für größere Köpfe. Er verfügt über ein abnehmbares Rücklicht und ist auf schnelle, hektische Zugriffe im Renneinsatz ausgelegt.* **Rudy Project Skudo:** Ein Allround-Talent mit guter Belüftung, bequemer Polsterung und einem integrierten Insektennetz. Er ist in dezenten Farben erhältlich.* **Uvex Surge Aero Mips:** Ein auf Geschwindigkeit getrimmter Helm mit abnehmbarem Aero-Cover, der durch einen klassischen Look und hohen Tragekomfort überzeugt.* **Giro Isode Mips:** Ein günstiger Helm mit Mips-Sicherheitstechnologie, der bequem sitzt und sich einfach an die Kopfgröße anpassen lässt.* **Van Rysel RCR-R 900 Mips:** Ein attraktiver Rennradhelm unter 100 Euro, der mit aerodynamischem Design, gutem Sitz und angenehmem Tragegefühl punktet.* **Oakley Aro5 Race I.C.E. Mips:** Bietet eine detailverliebte Ausstattung mit einem höhenverstellbaren Anpassungssystem, einem Silikonstreifen an der Stirn und einer großzügigen Polsterung. Er verfügt über eine Sonnenbrillengarage und das twICEme-Sicherheitssystem.* **POC Ventral Air SPIN:** Strukturell optimiert für Aerodynamik und Belüftung, mit präzise designten Ventilationsöffnungen und internen Kanälen.
Tabelle: Übersicht einiger getesteter Rennradhelme
Modell Besondere Merkmale
Julbo Fast Lane Ausgezeichnete Belüftung, Fidlock-Magnetverschluss, für Pferdeschwanz-Trägerinnen geeignet
Scott Cadence Plus Geringer Luftwiderstand, gute Passform, abnehmbares Rücklicht
Rudy Project Skudo Allround-Talent, gute Belüftung, integriertes Insektennetz
Uvex Surge Aero Mips Aero-Cover, klassischer Look, hoher Tragekomfort
Giro Isode Mips Günstig, Mips-Sicherheitstechnologie, bequemer Sitz
Van Rysel RCR-R 900 Mips Aerodynamisches Design, guter Sitz, angenehmes Tragegefühl
Oakley Aro5 Race I.C.E. Mips Höhenverstellbares Anpassungssystem, Silikonstreifen an der Stirn, twICEme-Sicherheitssystem
POC Ventral Air SPIN Optimierte Aerodynamik und Belüftung, präzise Ventilationsöffnungen

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