Bei Schutzblechen am MTB scheiden sich die Geister. Für die eine Gruppe sind Fenders ein Must-have für Rides bei Regen, für die andere Gruppe hingegen ein optisches No-Go. Doch müssen Schutzbleche wirklich langweilig sein?
Die Bedeutung von Mudguards
Mountainbiker teilen sich im Winter oder bei schlechtem Wetter in zwei Gruppen: Gruppe eins kämpft im Wald gegen rutschige Wurzeln und Schlamm, während Gruppe zwei lieber mit einem Tee auf der Couch chillt oder lieber andere Sachen wie Schwimmen oder Bouldern ausprobiert. Aber warum sollte man sich der Kälte, dem Matsch und den rutschigen Trails stellen? Ganz einfach: Es macht einen Heidenspaß!
Mit dem Blade Set in grün oder blau bietet SKS eine Lösung an, die nur wenig Kompromisse erfordert. Allerdings macht ein komplettes Einsauen auf Touren inklusive Beeinträchtigung der Sicht nicht wirklich Sinn, zumal die Witterung in den kommenden Monaten ja doch eher feuchter als trockener wird.
Ein paar Sachen muss man im Winter aber natürlich beachten: Damit ihr nach der dritten Pfütze nicht bis auf die Unterwäsche durchnässt seid, empfehlen wir euch wasserdichte Klamotten und viele Baselayer gegen die Kälte. Aber das Wichtigste ist natürlich, dass ihr freie Sicht behaltet.
Anforderungen an einen Mudguard
Welche Anforderungen haben wir an einen Mudguard? Die mit Abstand wichtigste Anforderung an einen Mudguard ist das Sauberhalten von Gesicht und Augen. Denn egal wie trocken und warm ihr seid, wenn ihr nach einer Kurve Dreck in den Augen habt oder eure Brille putzen müsst, hemmt das den Spaß erheblich.
Ein fester Sitz des Mudguards sollte aber nicht mit einer langen und aufwendigen Montage verbunden sein. Was fast genauso nervt, wie Matsch im Auge, ist ein lautes Rad. Darum sollten die Mudguards weder klappern noch irgendwelche anderen Geräusche von sich geben.
Auch das Material spielt eine große Rolle. Es sollte so flexibel sein, dass der Mudguard bei einem Crash nicht gleich bricht, aber steif genug, dass er sich bei einer Ausfahrt nicht verbiegt, dadurch den Mantel berührt und zu schlagen beginnt.
Materialien und Konstruktion
Gefertigt sind die Schutzbleche aus einem 2-Komponenten Kunststoff. Der Kunststoff kann bei so einem einfachen Teil ohne größere Mehraufwand aus recycelten Plastik sein. Damit hören die Anforderungen an das Material aber nicht auf.
Obwohl die Schutzbleche sehr formbeständig sind, geben diese bei einwirkenden Kräften von außen nach und nehmen danach sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Auffallend ist die hohe Flexibilität des Materials. Das Ganze geschieht ohne bleibende Schäden. Für den MTB Bereich natürlich optimal, da ein Sturz nie ausgeschlossen werden kann.
Montage und Kompatibilität
Überzeugend ist auch die Montage der Schutzbleche am Bike oder E-Bike. Für die Befestigung des Shockblades muss vor der ersten Fahrt ein Quick-Release-Adapter von unten im Gabelschaft montiert werden. Danach wird das Shockblade einfach nur noch aufgeschoben oder - für die Demontage - runtergezogen. Eine geniale Lösung!
Das hintere X-Blade wird lediglich mittels eines Spanngurts und Spannbügels an der Sattelstütze befestigt. Der Spanngurt lässt sich mit wenigen Handgriffen den Anforderungen entsprechend anpassen, danach muss nur noch der Spannbügel ein- und umgelegt werden. Das geht echt schnell von der Hand und ermöglicht so eine unglaublich schnelle Montage bzw. Demontage des hinteren Schutzblechs.
Erstmal die gute Nachricht: Alle Mudguards sind kompatibel mit den drei Laufradgrößen 26, 27,5 und 29 Zoll. Die maximale Reifenbreite der Mudguards ist mit mindestens 3 Zoll zudem ausreichend für die meisten gängigen Mäntel, die eine Breite von 2,4 oder 2,6 Zoll aufweisen.
Die beste Kompatibilität habt ihr natürlich bei den Mudguards, die mit Klett oder Kabelbindern montiert werden. Durch eine große Anzahl an Befestigungslöchern passen die Mudguards an alle gängigen Federgabeln.
Die Montage eines Mudguards kann man grundsätzlich in zwei verschiedene Methoden unterteilen: verzurrt oder verschraubt. Bei den verzurrten Mudguards unterscheiden wir zudem noch zwischen Kabelbinder und Klett.
Die Unterschiede zu den Klett-Straps sind, abgesehen von der Anbringung, gering. Denn die ist werkzeugfrei und schnell gemacht. So eignen sich Klett-Straps sehr gut, wenn der Mudguard nur für eine kurze Zeit ans Rad soll.
Schutzwirkung und Performance
Das Set begeistert durch einen sehr guten Schutz. Besonders das äußerst unangenehme Durchnässen der Hose im Po-Bereich gehört mit dem X-Blade der Vergangenheit an. Da verrutscht nichts. Gleiches gilt für den Rückenbereich, wodurch ein schnelles Auskühlen verhindert wird.
Einen ebenso souveränen Eindruck hinterlässt das vordere Shockblade. Der Fender sitzt perfekt und bietet einen guten Schutz vor hochspritzendem Wasser und Dreck.
Um die Schutzwirkung der einzelnen Mudguards bestmöglich miteinander vergleichen zu können, sind wir jeden Mudguard hintereinander an einem Tag gefahren. Dafür haben wir uns den matschigsten Trail gesucht, den wir finden konnten, was bei unseren Stuttgarter Hometrails eine Herausforderung sein kann.
Modelle im Vergleich
In unserem großen Mudguard-Vergleichstest haben wir 8 verschiedene Modelle verglichen. Die Unterschiede in unserem Testfeld waren zum Teil sehr groß, beispielsweise bei der Länge.
Hier eine Übersicht einiger getesteter Modelle:
- RockShox Fender: kleinster Fender im Vergleichstest, eher für Minimalisten geeignet.
- Riesel Design kol:oss: klassisches Mudguard-Design, geringere Schutzwirkung im Vergleich zu größeren Modellen.
- FOX Mudguard: gute Integration in die Federgabel, Schutz im oberen Mittelfeld.
- Zéfal Deflector FM30: guter Schutz zu einem fairen Preis.
- Mucky Nutz MugGuard Long: bietet den besten Schutz und wird mit Klettstreifen montiert.
- Mudhugger EVO Bolt-On: verschraubbarer Mudguard, der an verschiedene Gabeln passt, zweitbester Schutz im Test.
- Slicy Enduro/DH Long Mudguard: individualisierbar mit verschiedenen Designs.
- SKS MUDROCKER: ausgezeichneter Schutz für Gesicht und Gabeldichtungen, einfache Montage dank Klett.
Alle Mudguards in unserem Test schützen euch gut und halten den größten Teil des Dreckbeschusses ab. Durch ihre universelle Form passen sie zwar an alle Laufradgrößen, aber nicht an jede Gabel - also checkt das vor dem Kauf. Außerdem gibt es große Unterschiede bei Befestigung und Schutz.
Im Folgenden eine tabellarische Übersicht von getesteten MTB-Schutzblechen:
| Modell | Länge v/h (cm) | Gewicht v/h (g) | Setpreis (Euro) | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Crud XL Fender / Rear Fender | 62/64 | 194/168 | ca. 65 | Bester Schutz an der Front, am Heck schwächelt der Crud Rear Fender |
| Mucky Nutz MugGuard front/rear | 62/82 (44) | 110/225 | 77 | Mucky Nutz punktet in Sachen Montage und beim Schutz am Heck |
| SKS Mudrocker Set | 50/65 (bis 85) | 122/266 | 65 | SKS liefert ein absolut solides Gesamtbild ab - sowohl bei Montage als auch beim Schutz |
| Topeak Tetrafender Set | 54 (38)/55 (32) | 230/360 | 65 | Super Montage, doch beim Schutz schwächelt der hintere Fender etwas |
| Unleazhed MR02/M02 Set | 51/76 | 115/217 | 75 | Deutlich besser als beim Mitbewerber ist aber die Schutzwirkung des hinteren Schlamm-Catchers |
Alternative Schutzbleche
Neben den getesteten Modellen gibt es noch weitere Optionen:
- Acid Mudblocker: Preis-Leistungs-Tipp für Mountainbikes.
- SKS Speedrocker: Empfehlung für Rennrad & Gravelbike.
- Ass Savers: Mini-Schützer für den Notfall.
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